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Anja Terchova

Was ist für euch Vermögen? Mit fiktivem Beispiel

Empfohlene Beiträge

Physics
· bearbeitet von Physics
vor 16 Minuten von PeterS:

War ja einglück auch nie meine Intension. Kannst ja noch mal mein Anfangstext lesen. 

Ja entschuldige, wollte Dir nicht auf den Schlips treten. Das war auch nicht mehr auf Dich bezogen, sondern eher auf Hartmut Walz zu Cashflow und Klumpenrisiko. Die leidige Diskussion bzw. Unverständnis warum zukünftige Cashflows und/oder zukünftige ersparte Cashflows und auch selbstbewohnte Immobilien kein Vermögen sein sollen ist dann noch dazugekommen :huh:.  

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Flughafen

Ich habe die Rentenversicherung und das Humankapital weggelassen, weil in der Umfrage nach dem aktuellen Vermögen gefragt wurde. Und die RV+HK generieren Erträge zukünftiger Perioden, jetzt habe ich das Geld nicht.


Theoretisch haben sie natürlich einen Wert, das Humankapital hat sogar einen Marktwert, aber die Handelbarkeit und Übertragbarkeit von diesen Assets ist stark eingeschränkt. Ich kann die GRV nicht auf einen Schlag auszahlen lassen (bei einer privaten RV geht das vielleicht, dann würde ich sie als Vermögen betrachten) und auch nicht das Humankapital. Diese beiden Assets sind dursch ihre schlechte Handelbarkeit sehr illiquide. Diese Illiquidität ist der Grund, warum ich sie nicht zu meinem Vermögen zähle, auch wenn ich mir die höchste Mühe gebe, sie in eine liquidere Vermögensform zu überführen. :)

 

Natürlich ist alles, was man hat, ein Vermögen. Aber ich schreibe Haushaltsgegenstände nach dem Kauf gleich ab zwecks Vereinfachung. Kann ich in meiner Situation, weil ich keine Kollektions-Porsches und andere teuren Gegenstände besitze. Ich habe nicht mal eine Hausratversicherung, weil mein Hausrat insgesamt keinen hohen Wert hat und es mich nicht umbringen würde, wenn im Feuer- oder Hochwasserfall alles weg wäre. Bei Leuten, die deutlich wertvollere Gegenstände besitzen, ist das natürlich anders. Ich habe mich neulich mit einem slovenischen Unternehmer im Supermarkt unterhalten. Er hat bei uns in der Stadt eine Wohnung für 500K gekauft. Die Besitzerin war beretis betagt und hat ihm den kompletten Haushalt geschenkt, um sich die Entrümpelung zu sparen. Er hat den Haushalt für 100K verkauft, allein für ein Sofa hatte er noch 20K bekommen. In so eineml Fall lohnt sich eine scharfe Kalkulation natürlich. In meinem nicht. Auch wenn wir gelegentlich die Kinderbücher oder Klamotten unserer Kids auf ebay oder vinted verscherbeln. 

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Anja Terchova
vor 18 Stunden von PeterS:

Und du würdest auch weiterhin so denken,  wenn du einen großen Teil deines Vermögens in Rürup umschichtest, das du auf einmal gar kein Vermögen mehr hast? 

Deswegen würde ich das eben nicht machen.
 

vor 16 Stunden von satgar:

Insbesondere für die persönliche Vermögensplanung ist es daher wichtig, Zahlungsströme in Barwerte umzurechnen. Das gilt eben auch für Nießbrauch. Man ist nicht plötzlich 5 Millionen ärmer, nur weil man gegen Nießbrauch ein MFH an das Kind verschenkt hatte. Wer so aber rechnet, rechnet sich künstlich arm. 

Ich würde schon sagen das man dann um 5 Millionen ärmer ist. Allerdings gewinnt man dann den Nießbrauch, also entweder gesparte Mietausgaben (wenn man selbst drin wohnt) oder Mieteinnahmen (wenn man vermietet) als Einkommen hinzu.
 

vor 15 Stunden von Sapine:

Was bringt einem ein Vermögen, wenn man tot ist? Nichts, denn das letzte Hemd hat keine Taschen. Das gilt für das Vermögen auf dem Konto gleichermaßen wie für Ansprüche an die Rentenversicherung. Einen großen Unterschied kann ich da nicht erkennen.

Vermögen kann man einerseits immer vererben. Dann profitieren immerhin die Hinterbliebenen davon.

Und unter gewissen Umständen, wie z.B. wenn man eine Krebsdiagnose mit so 2-3 Jahren Restlebenserwartung bei noch passabler Fitness bekommt kann man einen Teil davon auch noch selbst verleben.

Aber mit Rentenansprüchen geht eben Beides nicht.

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PeterS
vor 8 Stunden von Anja Terchova:

Deswegen würde ich das eben nicht machen.

 

vor 17 Stunden von Physics:

Ja entschuldige, wollte Dir nicht auf den Schlips treten. Das war auch nicht mehr auf Dich bezogen, sondern eher auf Hartmut Walz zu Cashflow und Klumpenrisiko. Die leidige Diskussion bzw. Unverständnis warum zukünftige Cashflows und/oder zukünftige ersparte Cashflows und auch selbstbewohnte Immobilien kein Vermögen sein sollen ist dann noch dazugekommen :huh:.  

 

Alles Gut, so sieht übrigens meine Assetallocation inklusive Humankapital (erwartete Arbeitszeit in Jahren * aktuelles Netto-Jahreseinkommen) sowie Bar-Rente (GRV = Rentenpunkte * aktuelle Kaufkosten eines Rentenpunktes):

grafik.thumb.png.1e70d7e23d6ba859127ec7d796c65d5d.png

 

 

Näheres auch hier: 

 

 

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Walter White
· bearbeitet von Walter White
Am 21.2.2026 um 00:47 von Anja Terchova:

Zeit sehe ich schon deshalb nicht als Vermögen, da sie nicht handelbar ist,

Dazu kann ich nur sagen, Zeit ist auch nicht verhandelbar. Aber das wird einem, auch dir, erst klar, wenn man nicht mehr so viel davon hat sein Vermögen auszugeben. ( und da sind wir dann wieder wie so oft beim "reichsten Mann auf dem Friedhof"). 

 

Bei mir ist Vermögen einfach addiert, Gesundheit, Cash inkl. Nettoverdienst, das gesamte Portfolio, Lebensversicherung zum heutigem Wert. Das wars, und natürlich das wertvollste für mich im Leben, die Zeit.  Auto, Handy, Golduhr, Sneaker sind für mich dagegen Verschleißartikel ohne Wert, sind sie kaputt, schmeiße ich sie weg. 

 

 

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CorMaguire
vor 24 Minuten von Walter White:

Dazu kann ich nur sagen, Zeit ist auch nicht verhandelbar....

Doch ... nur nicht unter 13,90€/Stunde :shock:

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Anja Terchova
vor 9 Stunden von PeterS:

Alles Gut, so sieht übrigens meine Assetallocation inklusive Humankapital (erwartete Arbeitszeit in Jahren * aktuelles Netto-Jahreseinkommen) sowie Bar-Rente (GRV = Rentenpunkte * aktuelle Kaufkosten eines Rentenpunktes):

Wenn man das so sieht dann wäre aber wohl Jeder Millionär, weil finde dann müsste in der Tat entweder auch den Anspruch auf Bürgergeld hinzurechnen.

Oder aber man würde beim Humankapital nur das Einkommen, das den Bürgergeldanspruch übersteigt, berücksichtigen.

Nehmen mir mal folgende vier Beispiele:

Max hat 0€ Nettoeinkommen bekommt aber Bürgergeldleistungen in Höhe von 563€ Regelsatz + 840€ für Miete und Heizkosten + 19€ Rundfunkgebührenbefreiung, macht 1.422€ Effektivnetto.

Marie hat 900€ Nettoeinkommen + 125€ Trinkgeld aus einem Teilzeitjob, bekommt dazu noch 763€ Aufstockung + 19€ Rundfunkgebührenbefreiung, macht 1.807€ Zwischensumme. Abzüglich ca. 90€ Fahrt- und Verpflegungskosten macht das 1.717€ Effektivnetto.

Mohammed hat 1.725€ Nettoinkommen aus einem Vollzeitjob als Hilfskraft, bekommt dazu noch 147€ Wohngeld, macht 1.872€ Zwischensumme. Abzüglich ca. 130€ Fahrt- und Verpflegungskosten macht das 1.742€ Effektivnetto.

Moritz hat 1.940€ Nettoeinkomen aus einem Vollzeitjob als Fachkraft, bekommt keinerlei Sozialleistungen mehr. Abzüglich ca. 170€ Fahrt und Verpflegungskosten macht das 1.770€ Effektivnetto.

Deswegen finde ich kann wenn dann Moritz nicht mit seinen 1.940€ Nettoeinkommen rechnen, sondern bestenfalls mit seinen 1.770€ Effektivnetto - 1.422€ Effektivnetto von Max das ja auch ihm zustehen würde, wenn er nicht mehr arbeiten würde. Und das sind dann nur noch 348€.

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OttoKleinanleger

Bürgergeld ist aber kein Grundeinkommen. Es gibt Voraussetzungen dafür, dass man es bekommt. Je nach Bezugsdauer hat es sicher einen erheblichen Barwert, aber es ist kein erworbener Anspruch wie z.Bsp. Rentenpunkte.

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Anja Terchova

Aber im Endeffekt ist Geld eben Geld egal woher es kommt, und das Geld das man aus einer Mini-Rente auch nicht mehr wert als Altersgrundsicherung.

Früher war das anders, da gab es selbst bei Einstiegsgehältern und Gehältern für Hilfskräfte und Anlernkräfte einen deutlichen Abstand zur Sozialhilfe. Und auch eine Mini-Rente war immer noch deutlich höher als Altersfürsorge.

Aber durch Hartz IV, Finanzkrise, Coronakrise, Ukrainekrise, etc. sind die Abstände so sehr zusammengeschmolzen, das Bürgergeld in der Tat als sowas wie ein Grundeinkommen gesehen wird. Allerdings eben mit voller Anrechnung. Die 100€ + 20% reichen so um die Fahrt- und Verpflegungskosten zu decken, aber mehr ist es eigentlich nicht.

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PeterS
· bearbeitet von PeterS
vor 12 Stunden von Anja Terchova:

Max hat 0€ Nettoeinkommen bekommt aber Bürgergeldleistungen in Höhe von 563€ Regelsatz + 840€ für Miete und Heizkosten + 19€ Rundfunkgebührenbefreiung, macht 1.422€ Effektivnetto.

Passt doch... das ist eben dann sein Humunkapital, falls Max plant bis zur Rente Bürgelgeldempfänger zu sein. Er hat dann eben nur ein ca. 17k Nettojahreseinnahmen  und ich plante mit ca. 65k. Auf beispielhaft 30y bis zur Rente reden wir somit von einem Humunkapital von 511k vs. fast 2 Mio. 

 

Nach Walz ist Humankapital dein zukünftiger Einkommensstrom in Barwertform und damit ein wesentlicher Teil deines Vermögens, auch wenn er nicht auf dem Konto steht. Ein Rentner hat kein so hohen Strom mehr wie ein junger Erwachsener (Lebenszeit).

 

Was es im Vermögenskontext bedeutet:

-Bei vielen ist das erwartete Lebenseinkommen deutlich höher als das vorhandene Finanzvermögen.

-Wer ein stabiles, gut planbares Einkommen hat, kann eher Risiken bei Geldanlagen eingehen als jemand mit unsicherem Einkommen.

-Ein sicherer Beamtenjob mit hoher Pension wirkt ökonomisch ähnlich wie ein großes Anleiheportfolio.

-Man kann es nicht verkaufen, aber es beeinflusst massiv die Vermögensplanung.

 

/edit: im konkreten Fall bedeutet das ein Zinseszins Endbetrag, bei einer monatlichen Sparrate von 10% vom Netto, 30y Laufzeit, 7% Brutto-Rendite:

- Max, 141€ monatl. Sparrate, 173k Endbetrag

- Ich, 541€ monatl. Sparrate, 541k Endbetrag

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Anja Terchova

Kann man natürlich auch so sehen.

Aber es ist dann eben eine ganz vage Prognose, gerade in der heutigen Zeit. Auch ein gut bezahlter Beamter kann aus gesundheitlichen Gründen berufsunfähig werden, oder sich im Urlaub verlieben und sich deshalb entscheiden in ein anderes Land zu ziehen, und muss deshalb seinen Beamtenstatus aufgeben. Umgekehrt könnte jemand wie Max durchaus durch Zufall erst zu eine Internet Meme werden und dan später sogar im RTL Dschungelcamp landen und somit dann doch deutlich mehr verdienen als er sich jemals vorgestellt hat.

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PeterS
vor 24 Minuten von Anja Terchova:

Kann man natürlich auch so sehen.

Aber es ist dann eben eine ganz vage Prognose, gerade in der heutigen Zeit. Auch ein gut bezahlter Beamter kann aus gesundheitlichen Gründen berufsunfähig werden, oder sich im Urlaub verlieben und sich deshalb entscheiden in ein anderes Land zu ziehen, und muss deshalb seinen Beamtenstatus aufgeben. Umgekehrt könnte jemand wie Max durchaus durch Zufall erst zu eine Internet Meme werden und dan später sogar im RTL Dschungelcamp landen und somit dann doch deutlich mehr verdienen als er sich jemals vorgestellt hat.

Amen, und somit bin ich erstmal raus hier. Genießt den Dienstag noch! Euer Dschungelkönig PeterS

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