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mrfbn

1-ETF Weltdepot aus Europa (wie MSCI-ACWI/FTSE-AllWorld aber ohne US-Anbieter) z.B. Amundi Prima All Country World oder STOXX World AC Universal

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mrfbn

Hallo,

 

Idee ist ein Welt-Depot mit einem globalen ETF, analog zu MSCI All Country World-Index (ACWI). Das ganze mit möglichst wenig Abhängigkeit von den USA*.

 

Als erstes kommt der FTSE All World in Betracht weil aus GB. Den gibt's allerdings nur bei Vanguard oder Invesco - beides US-Unternehmen :D 

 

Amundi aus Frankreich hat den Prime All Country World, der ist recht günstig (0,07%), hat ein Volumen von 1.117 Mio (Acc) und wie der MSCI ACWI ca. 2.400 Positionen. Ist das eine sinnvolle Alternative?

 

Auch STOXX hat einen World AC Universal der laut Eigenbeschreibung 85% market capitalization von large und mid caps hat: https://stoxx.com/index/swgv/?factsheet=true
Zu dem finde ich aber so gut wie gar keine Infos und der ist nicht bei justETF & Co gelistet. Kennt den jemand?

 

Ich schwanke gerade zwischen "blöde Idee mit wenig Abhängigkeit von den USA - nimm MSCI ACWI und fertig" und "hey da gibt's scheinbar europäische Alternativen - könnte sinnvoll sein aber sehr unbekannt".

 

* Damit sind nicht die Aktien im ETF gemeint (sind alle so bei 60-70% USA) sondern die Unabhängigkeit "drumrum", also Index-Anbieter, Kaufmöglichkeit etc.

 

Bin sehr gespannt auf eure Meinungen

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okay

Dann nimm doch einfach einen world ex USA etf

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Rotenstein
· bearbeitet von Rotenstein

Es ist weitestgehend egal, welchen Welt-ETF du kaufst. Die Skepsis gegenüber amerikanischen Anbietern verstehe ich nicht. Meine Favoriten bei den Anbietern waren immer Vanguard (sicher auch wegen der Historie und Jack Bogle), SPDR/ State Street und Invesco, in dieser Reihenfolge.

 

Was ich nicht mag, sind erzwungene ESG-Umstellungen, die sich einige andere Anbieter geleistet haben, oder ungünstige Steuersitze (Deutschland oder Frankreich statt Irland). Die Welle des ESG-Unsinns ist aber inzwischen abgeebbt und wenn man auf einen Sitz in Irland achtet, kann eigentlich nicht viel schiefgehen. 

 

Ich würde halt auf etablierte Anbieter und ETFs mit grossem Volumen setzen, so dass diese mit einiger Sicherheit auch noch in 30 Jahren existieren, klassischerweise wäre das der Vanguard FTSE All-World. 

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voxk

Solactive ist ein deutscher Index-Anbieter. Mit Solactive arbeiten unter anderen L&G Gerd Kommer Multifactor Equity UCITS ETF und UmweltBank UCITS-ETF (Fondsweb) zusammen.

 

Ich nehme an, dir geht um Political Risk. Die haben diesen Satz im Web:

Zitat

 

Solactive and J.H. Whitney offer tailored indices to mitigate geopolitical risks while maintaining strong performance potential.  

 

Quelle.

 

PS: Leider bekomme ich kein Geld von Solactive. ;)

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Gast260303
· bearbeitet von BWL0815

Ich würde zu einem Mix aus Eurostoxx 600, MSCI Kanada und Pazific ex Japan tendieren bzw. bin selber mehr oder weniger so investiert, d.h. im wesentlichen EU, Kanada, Australien und Neuseeland. Ich würde US Fondsanbieter nach Möglichkeit inzwischen auch meiden, rein aus Prinzip.

 

Ansonsten gäbe es auch einzelne ETFs mit deutschen Fondsanbietern:

 

https://www.finanzen.net/etf/xtrackers-msci-world-ex-usa-etf-1c-ie0006ww1tq4#zusammensetzung

 

https://www.finanzen.net/etf/xtrackers-msci-world-etf-1c-ie00bj0kdq92#zusammensetzung

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LaRoth
vor 11 Stunden von mrfbn:

Amundi aus Frankreich hat den Prime All Country World, der ist recht günstig (0,07%), hat ein Volumen von 1.117 Mio (Acc) und wie der MSCI ACWI ca. 2.400 Positionen. Ist das eine sinnvolle Alternative?

Zu Amundi siehe @Rotenstein, der ETF ist ansonsten in Irland aufgelegt und wenn ich deine Anforderungen lese: Ja, er ist eine sinnvolle Alternative.

 

vor 11 Stunden von mrfbn:

Auch STOXX hat einen World AC Universal der laut Eigenbeschreibung 85% market capitalization von large und mid caps hat: https://stoxx.com/index/swgv/?factsheet=true
Zu dem finde ich aber so gut wie gar keine Infos und der ist nicht bei justETF & Co gelistet. Kennt den jemand?

Das ist ein Index, kein ETF. Es müsste erst ein ETF-Anbieter wie Amundi einen ETF auflegen, der sich darauf stützt. Das wäre dann der Amundi STOXX World AC Universal - den es aber (noch) nicht gibt.

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mrfbn

@Rotenstein sind bei mir zwei Gründe: 1. Politische Entwicklung der USA (ja ich weiß rein spekulativ, gefällt mir aber nicht) und 2. Als Europäer hätte ich gerne dass möglichst viel Gebühren an Europäer gehen (Angestellte des Anbieters usw.). Danke für den Hinweis zu Vanguard.

 

@voxk danke für den Tipp mit Solactive, da gibt es den solactive gbs global market mit ca. 3.500 Aktien. Über den findet man aber wieder nichts bei den ETF-Vergleichsportalen, strange.

 

@LaRoth danke für die Erklärung zu STOXX, ich dachte das ist auch ein ETF-Anbieter

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Rotenstein
· bearbeitet von Rotenstein
vor 53 Minuten von mrfbn:

@Rotenstein sind bei mir zwei Gründe: 1. Politische Entwicklung der USA (ja ich weiß rein spekulativ, gefällt mir aber nicht) und 2. Als Europäer hätte ich gerne dass möglichst viel Gebühren an Europäer gehen (Angestellte des Anbieters usw.). Danke für den Hinweis zu Vanguard.

 

Die Geldanlage sollte man nicht an politischen Meinungen, moralischen Überzeugungen, noblen Gefühlen oder todsicheren Zukunftsprognosen ausrichten.

 

Ich habe zum Beispiel starke Zweifel, was die wirtschaftliche Zukunft der EU angeht, mag das politische System Chinas nicht, und halte die Wirtschaft und den Kapitalmarkt der Vereinigten Staaten für den dynamischsten und zukunftsträchtigsten der Welt. Dennoch investiere ich global diversifiziert, unter Einschluss Europas und Chinas, prognosefrei nach Marktkapitalisierung. Dass ich dies über einen genuin amerikanischen ETF (Vanguard Total World Stock) auf einen von einem britischen Anbieter (FTSE Russell) zusammengestellten Index und über einen amerikanischen Broker (Interactive Brokers) tue, stört weder meinen Nachtschlaf noch mein Gewissen. 

 

Wenn du amerikanische Anbieter nicht magst und es vorziehst, dass deine Gebühren in Paris statt in New York landen, musst du halt auf Amundi-Produkte zurückgreifen. Ob das dann tatsächlich so sein wird und ob die Franzosen den Deutschen so viel wohlgesonnener sind als die Amerikaner, sei dahingestellt. Es ergeben sich dann aber einige Fragen: Wirst du den Anbieter wechseln, falls Le Pen oder Bardella 2027 die französischen Präsidentschaftswahlen gewinnen? Hättest du zu Zeiten des Brexits auch den ETF gewechselt, wenn dieser einen britischen Indexanbieter wie FTSE Russell nutzt? Wirst du Xtrackers/ DWS-Produkte verkaufen, falls in sieben Jahren eine bekannte Oppositionspartei in Deutschland an die Regierung kommt und sich die Deutsche Bank damit arrangiert? Oder wenn deren Vorstand mal wieder von "Peanuts" spricht?

 

Mir ist das alles egal, und ich glaube, es sollte jedem egal sein, der wirklich diversifiziert und prognosefrei investieren möchte. Wenn du dich mit dem Amundi Prime All Country World besser fühlst als mit dem Vanguard/ INvesco FTSE All-World, dem SPDR MSCI ACWI IMI oder dem iShares MSCI ACWI, dann musst du halt den kaufen. Zumindest sitzt er schon in Irland, es besteht halt weiterhin, wenn auch vielleicht in geringerem Masse, das Risiko einer ESG-Umstellung. 

 

Frage an Gemini: 

Zitat

Welche ETF-Anbieter haben in der Vergangenheit Indexumstellungen im Hinblick auf ESG-Kriterien durchgeführt? Bitte gehe insbesondere auf die Anbieter Vanguard, SPDR (State Street), Invesco, iShares, Xtrackers und Amundi ein. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Amundi Prime All Country World ETF ebenfalls auf ESG umgestellt wird? Ist diese Wahrscheinlichkeit höher oder niedriger als beim Vanguard FTSE All-World ETF?

Antwort von Gemini:

Zitat

 

Indexumstellungen auf ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) sind in der europäischen ETF-Landschaft mittlerweile ein gängiges Instrument der Anbieter, um ihre Nachhaltigkeitsquoten zu erhöhen, ohne neue Fonds auflegen zu müssen.

 

Hier ist eine Analyse der von dir genannten Anbieter und die Einschätzung zur Wahrscheinlichkeit bei Amundi und Vanguard.

 

Historische Indexumstellungen der Anbieter

Die Anbieter verfolgen unterschiedliche Strategien. Während einige „hart“ umstellen (den bestehenden ETF auf einen ESG-Index drehen), bieten andere lieber parallele Produktlinien an.

 

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Analyse: Amundi Prime All Country World (WEBG)

Der Amundi Prime All Country World UCITS ETF (ISIN: IE0009HF1MK9) ist Amundis Angriff auf die Preisführerschaft (TER von nur 0,07 %).

Argumente für eine Umstellung: Amundi hat das Ziel erklärt, bis Ende 2025 den Anteil an ESG-ETFs auf 40 % des Gesamtsortiments zu steigern. Da der Prime ACWI ein massives AUM-Wachstum (Assets under Management) verzeichnet, wäre eine Umstellung ein schneller Weg, um die „grüne“ Bilanz von Amundi deutlich zu verbessern.

Argumente dagegen: Die „Prime“-Serie basiert auf Solactive-Indizes, um die Kosten extrem niedrig zu halten. ESG-Datenlizenzen sind oft teurer. Zudem dient dieser ETF als direktes Konkurrenzprodukt zum Vanguard FTSE All-World für Anleger, die explizit keine ESG-Filter wollen.

Wahrscheinlichkeit: Mittel. Amundi hat in der Vergangenheit gezeigt, dass sie auch vor Kern-Produkten nicht zurückschrecken. Sollte der regulatorische Druck oder die Nachfrage nach Artikel-8-Fonds (SFDR) weiter steigen, ist eine ESG-Variante oder Umstellung bei Amundi jederzeit denkbar.

 

Vergleich: Amundi vs. Vanguard

Die Wahrscheinlichkeit einer ESG-Umstellung ist beim Amundi Prime All Country World deutlich höher als beim Vanguard FTSE All-World.

Philosophie: Vanguard sieht sich als „Marktabbilder“. Eine Umstellung des FTSE All-World würde Millionen von Anlegern gegen ihren ursprünglichen Kaufgrund (neutrale Marktabbildung) bevormunden. Vanguard bietet dafür den Vanguard ESG Global All Cap als Alternative an.

Unternehmenskultur: Amundi (als Teil der Crédit Agricole Gruppe) ist politisch und strategisch stärker auf die europäische ESG-Agenda verpflichtet. Vanguard hat sich in den USA sogar teilweise von radikalen ESG-Initiativen (wie der NZAM) distanziert, um neutral zu bleiben.

Zusammenfassung: Wenn du striktes ESG-Ausschlusskriterium vermeiden willst, bist du bei Vanguard historisch gesehen deutlich „sicherer“. Bei Amundi musst du damit rechnen, dass das Management das Produkt im Sinne ihrer Konzernstrategie „ergrünen“ lässt.

 

 

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hattifnatt
vor 55 Minuten von mrfbn:

@LaRoth danke für die Erklärung zu STOXX, ich dachte das ist auch ein ETF-Anbieter

Der Index-Anbieter bekommt aber auch Geld. Daher müsstest du z.B. auch alle MSCI-Indizes meiden.

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voxk
vor einer Stunde von mrfbn:

@voxk danke für den Tipp mit Solactive, da gibt es den solactive gbs global market mit ca. 3.500 Aktien. Über den findet man aber wieder nichts bei den ETF-Vergleichsportalen, strange.

Ohne zu tief zu recherchieren: Der Index für die Amundi Prime All Country World heißt laut Fondsweb Solactive GBS Global Markets Large & Mid Cap Index. Das muss dieser Index sein, oder?
IE0003XJA0J9 und IE0009HF1MK9

Im von mir verlinkten Wikipedia-Artikel steht: 

Zitat

Auf der anderen Seite tritt die Solactive AG als Dienstleister zur Berechnung von White-Label-Indizes auf und berechnet Indizes, die dann vom Kunden unter seinem Markennamen vermarktet und vertrieben werden. Beispiele für solche Indizes sind der BNP Paribas Global Agribusiness Total Return Index oder der J.P. Morgan ERP Dividend Yield Long Index.

Da würde ich vermuten, dass Basis für die L&G Gerd Kommer Multifactor ETF und UmweltBank ETF auch dieser Index ist, nur mit anderem Namen und stark gefiltert. Vergleich der vermutlich drei ETFs mit diesem Index.

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Grubner
vor einer Stunde von mrfbn:

 

@voxk danke für den Tipp mit Solactive, da gibt es den solactive gbs global market mit ca. 3.500 Aktien. Über den findet man aber wieder nichts bei den ETF-Vergleichsportalen, strange.

Der Index Solactive GBS Global Markets ist doch die Grundlage für den Amundi Prime All Country World ETF (ETF150 bzw. ETF151).

Da ist überhaupt nichts „strange“.

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PKW
vor 6 Stunden von voxk:

Da würde ich vermuten, dass Basis für die L&G Gerd Kommer Multifactor ETF und UmweltBank ETF auch dieser Index ist, nur mit anderem Namen und stark gefiltert.

Der Kommer hat eine Begrenzung pro Einzelaktie auf 1%, die Umweltbank nicht. Brauchst nur in deinem Fondsweblink runter zu den Holdings zu scrollen. Die mögen zufällig ähnliche Ergebnisse liefern, haben aber ganz unterschiedliche Inhalte bzw. Indice als Grundlage. 

Will man nicht arm sterben, dann ist es egal, wie das Depot aufgebaut ist (sofern ausreichend weltweit und breit gestreut investiert wird). 

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voxk

Ich weiß es. Ich dachte nur, dass es vielleicht durch die Filterungen so unterschiedlich herauskommt. Aber macht auch Sinn, wenn drei unterschiedlichen Indizes sind. Die Einzelwerte zwischen Umwelt und Amundi weichen auch stark ab. Ich kenne die Materie auf dieser Ebene nicht.

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Kai_Eric
vor 9 Stunden von Rotenstein:

 

Die Geldanlage sollte man nicht an politischen Meinungen, moralischen Überzeugungen, noblen Gefühlen oder todsicheren Zukunftsprognosen ausrichten.

 

Sollte man in der Tat nicht. Aber blendet man das alles mal aus, dann hat man es in den USA aktuell mit einem Regierungschef zu tun, der an parlamentarischen Strukturen vorbei, einzelne Staaten oder Staatenverbünde nach Gutdünken mit Drohungen, Zöllen oder ähnlichem abstraft. Gut, man könnte sagen, dass das Urteil des Supreme Court zeigt, dass die verschiedenen staatlichen Kontrollinstanzen zumindest in Teilen noch funktionieren. Aber die Reaktion zeigt auch, dass die Regierung das nicht zu akzeptieren gewillt ist. Meiner Meinung nach ist ein Szenario nicht völlig unrealistisch, in dem US-Vermögensverwalter wie Blackrock angewiesen werden, zum Beispiel aus Gründen der nationalen Sicherheit die Assets deutscher Kunden einzufrieren oder mit einer wie auch immer gearteten Strafabgabe zu belasten, weil ein Gesetz aus Anno Tobak nach Ansicht der Trump-Administration das ermöglicht und auf diese Art und Weise politische Ziele durchgesetzt werden sollen.

 

Gewisse Risiken lassen sich schon ausschalten, indem zum Beispiel ein Fondsanbieter aus Europa gewählt wird. 

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