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Destiny05

Projekt FI mit 45 Jahren: Realitätscheck gesucht

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Destiny05
· bearbeitet von Destiny05

Hallo zusammen,

ich verfolge das Forum schon länger als stiller Mitleser und schätze die kritische und fundierte Art hier sehr. Heute traue ich mich mal aus der Deckung, weil ich an einem Punkt stehe, an dem ich mir viele Gedanken über die nächsten 15 Jahre mache und mir einfach ein paar objektive Meinungen von außen fehlen.

 

Kurz zu mir: Ich bin 31, arbeite im IT-Management in einem Konzernumfeld (105k € p.a.), irgendwo im Mittelmanagement und kurz vor dem Sprung ins Top Management. Gehalt ist leider bisher nicht im gleichen Maße mitgewachsen, da die Beförderungen alle intern waren.
Meine Frau ist 29 und Beamtin (A9 NRW). Wir leben im ländlichen Hessen.

Eigentlich läuft alles nach Plan, aber ich merke zunehmend, dass der hohe Stresslevel und die Verantwortung im Job an mir zehren. Ich bin sehr schnell aufgestiegen und in den letzten Jahren und stelle mir mehr und mehr die Frage, wofür das alles.  Ich möchte nicht erst mit 67 feststellen, dass ich die besten Jahre im Büro verbracht habe. Mein Ziel ist es daher, spätestens mit 45 die Reißleine zu ziehen und auf 50 % (Teilzeit) zu reduzieren oder – falls finanziell irgendwie machbar – ganz aufzuhören.

Ich habe allerdings großen Respekt vor der Planung, da wir zwei Kinder möchten und ich nicht sicher bin, ob ich bei den aktuellen Summen nicht zu optimistisch rechne.

 

Unsere aktuelle Aufstellung:

Einkommen: Gemeinsam ca. 7.500 € Netto pro Monat. Sparrate aktuell ca. 2.000 € – 2.500 €.

Depot: Wir stehen aktuell bei 700k € (650k bei mir, 50k bei ihr), alles in einem klassischen Welt-ETF (100 % Aktienquote). Anmerkung: Ich habe ein vorgezogenes Erbe erhalten. Das ist nicht alles reine Sparleistung.

Immobilie: Selbstgenutztes EFH (BJ 2023, 650k Wert). Wir haben noch 400k Restschuld, glücklicherweise zu 2,0 % Zinsen festgeschrieben. Die Rate liegt bei 1.620 €. Die Zinsbindung läuft 2037 aus.

Reale Assets: In den nächsten 3 Jahren wird meine Frau durch vorgezogenes Erbe ca. 10 ha Ackerland (Wert ca. 900k) übernehmen. Durch eine Windkraft-Beteiligung fließen dort ca. 17k € Brutto p.a.

 

Meine aktuelle Strategie / Fragen an euch:

 

Haus-Tilgung: Mein Plan ist, im Jahr 2037 (zum Ende der Zinsbindung) die verbleibende Restschuld von ca. 250k € direkt aus dem Depot zu tilgen. Ich wäre dann 42-43 Jahre alt. Mathematisch ist das bei 2 % Zinsen vermutlich diskutabel, aber ggf. bietet das mehr Sicherheit bevor man dann die Arbeitszeit reduziert. Wie bewertet ihr diese Strategie? Würdet ihr weiterfinanzieren? Wenn ja, bis zu welchen maximalen Konditionen. Sondertilgung hatte ich aufgrund des verhältnismäßig günstigen Zinssatzes bisher nicht in Betracht gezogen.

 

Asset Allocation: Ich fahre aktuell 100 % Aktien. Ist das bei dem Ziel "Teilzeit mit 45" leichtsinnig? Sollte ich bei der Summe anfangen, das Risiko zu streuen (Anleihen, Gold, Cash-Reserve)?

 

Realitätscheck: Ich rechne in meinen Excel-Tabellen oft mit 5 % Realrendite nach Inflation. Ist das für eine belastbare Planung zu "sonnig" kalkuliert? Was wäre aus eurer Erfahrung ein konservativerer Wert?

Bei welcher Summe im Depot würdet ihr empfehlen, dass man Arbeitszeit reduzieren kann bzw. beruflich einen Schritt zurücktreten kann?

 

Ich bin mir bewusst, dass wir in einer privilegierten Situation starten, habe aber gleichzeitig Sorge, durch die hohen Fixkosten (Haus/Kinder) in eine Falle zu tappen, wenn ich den Job zu früh drossle.

Ich freue mich über jede kritische Stimme und jeden Rat zur Depotstruktur oder allgemeinen Strategie.

 

Viele Grüße,

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Bolanger

Hallo,

 

bzgl. der Immobilie musst Du Dich doch heute nicht entscheiden und wenn die restschuld in 20 Jahren bei 250K liegt, dann solltet Ihr in 10 jahren die Möglichkeit haben, frei zu entscheiden, ob Ihr eine Anschlussfinanzierung macht oder abzahlt. Das bedarf keiner heutigen Festlegung. Hauptsache Ihr habt die Möglichkeit, irgendwoher 250K zu nehmen und legt das nicht so an, dass Ihr nicht mehr ran kommt.

 

Ich würde mir überlegen, weie die Asset allocation in 14 Jahren aussehen soll und dann die Anteile schrittweise pro Jahr in die richtige Richtung schieben. Das sollte über die reinen Sparraten möglich sein.

 

Realitätscheck: Ich würde nur 3% nach Inflation annehmen und mir dennoch die Möglichkeit offenhalten, nicht aus dem Hamsterrad aussteigen zu müssen. Die nötige Summe kannst nur Du bestimmen, denn wir kennen deine Wünsche und Vorstellungen nicht. Möchtest Du ein Leben als Frugalist führen? Dann reichen wohl 2 KEUr pro Monat für ein Luxus-Frugalisten-Leben, wenn es sowas geben kann. Möchtest Du vielleicht doch mit Deiner Familie die welt bereisen und das haus sanieren? Dann brauchst Du wohl einen fünfstellingen betrag pro Monat.  

 

 

 

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s1lv3r
· bearbeitet von s1lv3r
vor 30 Minuten von Destiny05:

Ich rechne in meinen Excel-Tabellen oft mit 5 % Realrendite nach Inflation. Ist das für eine belastbare Planung zu "sonnig" kalkuliert? Was wäre aus eurer Erfahrung ein konservativerer Wert?

 

Für die Ansparphase kann man m.E.n. mit 5% hochrechnen, wenn man das möchte. Das schreibt halt ungefähr vergangene Kapitalmarktrenditen in die Zukunft fort (was so kommen kann, aber nicht kommen muss). Und es gibt ein paar Besonderheiten in der Ansparphase, die diese Herangehensweise meiner Meinung nach rechtfertigen können:

  1. Die Ansparphase ist nicht so stark durch das SoRR geprägt, weil aus dem Depot nichts entnommen wird.
  2. Man kann (abseits der Vorabpauschale) einen großen Teil der Steuerlast thesaurieren, so dass man sich um Abzüge für Steuern keine so großen Gedanken machen muss.
  3. Falls es nicht aufgeht und man zu optimistisch hochgerechnet hat, ist es i.d.R. kein Beinbruch; dann muss man halt ein paar Jahre weitere Arbeit dranhängen oder anders umplanen (das ist mit Abstand der wichtigste Punkt!).

Ich würde daher nicht unbedingt sagen, dass 5% Realrendite für die Ansparphase zu sonnig kalkuliert sind. Für die Entnahmephase, wo es tatsächlich auf kalkulatorische Sicherheit ankommt, sind 5% Entnahme aus einem Portfolio aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu hoch gegriffen. Da müsstest du dich tatsächlich noch einmal schlau lesen (Thema "safe withdrawal rate" etc.).

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krett
· bearbeitet von krett

Was du überlegen kannst: Weiter 100% in Aktien bleiben bist du 45 bist (Immobilie, Ackerland, Renten- und Pensionsansprüche bieten ja eigentlich genug Diversifizierung) und wenn die Aktienmärkte gut gelaufen sind kannst du in 45 komplett in Rente gehen (oder was auch immer du dann machen willst) und wenn nicht, machst du in Teilzeit weiter :)

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hilflos
· bearbeitet von hilflos
Tippfehler

900000 Wert vom Ackerland und 17000 Windkrafterlöse passt nicht zusammen,  kommt da noch zusätzlich Pacht?  Bei Übertrag von landw. Betrieb in´s Privatvermögen, rechtzeitig einen erfahrenen Steuerberater kontaktieren.

Bei 2% Immobilienkredit, würde ich den so weiter laufen lassen weiter 100% in Aktien und und 2032 entscheiden, ob kpl. tilgen oder weiter finanzieren

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Theobuy
vor 19 Stunden von Destiny05:

Realitätscheck

Die entscheidenden Frage dürfte sein, kannst du von 50 % Gehalt so leben, wie du gerne möchtest? Es wäre ja eine Barista-Fire-Situtation und das Vermögen auf der hohen Kante könnte bis zur Rente so groß werden, dass du davon auch als Rentner gut leben kannst. Bei der Berechnung der Rentenhöhe die Auswirkungen der geringeren Beiträge nicht vergessen oder eine Gegenstrategie zusätzlich einbeziehen.
Die restlichen Zahlen und Schritte, wenn sich im Leben selbst nichts ändert - z. B. Kinder - kann man so machen und ist Geschmacksfrage. Schuldenfrei z. B. zu sein ist auch ein Wert, weil er mehr Freiheit bedeutet.

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hattifnatt
vor 19 Stunden von s1lv3r:

1. Die Ansparphase ist nicht so stark durch das SoRR geprägt, weil aus dem Depot nichts entnommen wird.

Das sehe ich anders - auch hier ist z.B. ein Crash um 50% am Anfang sehr viel leichter auszugleichen als am Ende. Das ist ja der Grund, warum Leverage wie im "Life Cycle Investing" das SoRR reduziert.

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geeman

Glückwunsch zu Deiner Situation.

Ich würde gar nicht so viel planen.

Du/Ihr wollt zwei Kinder. Glaub mir, die werden euer Leben bestimmen für mind. 14-16 Jahre, bevor sie entspannt selber laufen.

Meine Empfehlung wäre, dass Du besser kürzer trittst, wenn die Kinder kommen und da sind und klein sind und euer Leben umkrempeln und verzaubern.

Wenn Du diese Zeit verpasst, könntest Du das mehr bereuen, als später die Freiheit zu haben endlich mit 45 Jahren um 11 Uhr mit Gin Tonic auf der Terrasse Deines abbezahlten Hauses zu sitzen.

Gesundheitlich kann auch viel passieren. Genieße Dein Leben auch, wenn Du kannst und nicht erst in einer fernen, geplanten Zukunft.

100% Aktien sind top in Deiner Situation. 30 - 50 k Cash solltet ihr trotzdem vorhalten.

Mit Finanzierung kenne ich mich nicht aus. Ich bin glücklicher Mieter.

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PEOPLES
vor 22 Stunden von Destiny05:

Mein Ziel ist es daher, spätestens mit 45 die Reißleine zu ziehen und auf 50 % (Teilzeit) zu reduzieren oder – falls finanziell irgendwie machbar – ganz aufzuhören.

Nach Zahlen und das etwas in die Zukunft projiziert, wird das schon (ganz gut) gehen.

 

Ich merke ein wenig bei mir, nachdem ich gemerkt habe, dass FIRE realistisch in ein paar Jahren funktionieren würde, dass ich nicht mehr "Karrierefokusiert" bin. Also ich war schon immer drauf und dran mich weiter zu bilden, habe geschaut, dass ich weiterkomme/aufsteige etc. Nun seit paar Jahren sieht FIRE mit Anfang/Mitte 50 realistisch aus, so genau kann man das erst sagen, wenn es soweit ist. Seitdem merke ich, wie ich bei strategischen Entscheidungen immer auf den Faktor FIRE schiele. 

Eigentlich gaga, denn man steigt ja erst "richtig" mit Anfang 20 ins Berufsleben ein, manche Mitte 20. Anfang 40 hast du dann weniger als die Hälfte deiner Lebensarbeitsleistung erbracht. Zwischen 40 und 50 wird man die besten Gehälter und besten Positionen erreichen können.

 

Ich persönlich würde mich mit Anfang 30 noch nicht derart aufs "Frührentnern" freuen oder gar krass planen. Wenn der Job dich auffrisst, dann würde ich eher daran arbeiten. Wenn du Angst hast, mit 65 nicht mehr laufen zu können, dann sorge vor: Sport ist das A und O. Naja, und reise oder mach was du willst eben jetzt. Macht imho keinen Sinn bis 45 hart durchzuziehen und dann festzustellen, dass du völlig durch bist. 

Lieber mal nach hinten raus paar Jahre mehr einplanen und heute mehr von der Welt sehen, sofern das euer Ding ist. 

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rentier
vor 21 Minuten von geeman:

Meine Empfehlung wäre, dass Du besser kürzer trittst, wenn die Kinder kommen und da sind und klein sind und euer Leben umkrempeln und verzaubern.

Wenn Du diese Zeit verpasst, könntest Du das mehr bereuen, als später die Freiheit zu haben endlich mit 45 Jahren um 11 Uhr mit Gin Tonic auf der Terrasse Deines abbezahlten Hauses zu sitzen.

 

:pro:

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slowandsteady
· bearbeitet von slowandsteady
vor 35 Minuten von geeman:

Meine Empfehlung wäre, dass Du besser kürzer trittst, wenn die Kinder kommen und da sind und klein sind und euer Leben umkrempeln und verzaubern.

Wenn Du diese Zeit verpasst, könntest Du das mehr bereuen, als später die Freiheit zu haben endlich mit 45 Jahren um 11 Uhr mit Gin Tonic auf der Terrasse Deines abbezahlten Hauses zu sitzen.

Amen. Zudem wird das Nettoeinkommen waehrend der Kinder deutlich sinken, die Zeit mit kleinen Kindern ist IMHO nicht die richtige um fuer die Altersvorsorge zu sparen oder gross Karriereschritte zu machen. Das teuerste, was euch passieren kann ist naemlich nicht irgendeine Befoerderung nicht zu bekommen, sondern eine Trennung und Rosenkrieg.

vor 22 Stunden von Destiny05:

aber ich merke zunehmend, dass der hohe Stresslevel und die Verantwortung im Job an mir zehren

siehe oben - lieber 20 Jahre "Lifestyle-Teilzeit" ala Friedrich Merz als Burnout oder Kinder, die ohne Papa aufwachsen...

vor 22 Stunden von Destiny05:

Sondertilgung hatte ich aufgrund des verhältnismäßig günstigen Zinssatzes bisher nicht in Betracht gezogen.

Es macht auch nicht super viel Sinn, wenn du 2.0% Zinsen zahlst und beim Festgeld selbst mit -25% KAP noch mehr verdienen kannst. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, dann halt jetzt einen Teil der Restschuld in Festgeld mit >3% und Laufzeitende kurz vor Kredit investieren. 

vor 22 Stunden von Destiny05:

Einkommen: Gemeinsam ca. 7.500 € Netto pro Monat. Sparrate aktuell ca. 2.000 € – 2.500 €.

5000 Euro Ausgaben fuer 2 Erwachsene finde ich persoenlich krass und klingt fuer mich schon stark nach "Konsum" - mit Kindern und einem Einkommen weniger werdet ihr entweder Sparrate auf Null setzen muessen oder weniger ausgeben. 

 

   Mein Tipp: Wartet nicht zu lange mit Kinder kriegen - die richtige Zeit gibt es sowieso nie und die Fruchtbarkeit sinkt ab 30 schon gewaltig. Ich bin Ende 30 und kenne einige, die vermutlich "zu lange" gewartet haben. Geldmangel sollte eher nicht passieren bei euch, ihr lebt doch sehr komfortabel. Ich wuerde erstmal die Familienplanung angehen und erst dann, wenn die abgeschlossen ist, den Ruhestand. Vorher ist das alles nur Excel-Fetischismus. Was passiert wenn ihr unfruchtbar seit oder ihr nur 2 Kinder wollt und bei der zweiten Geburt deine Frau Mehrlinge bekommt, du deinen gut bezahlten Job verlierst, weil AI dich ersetzt, deine Kinder studieren wollen und sich keine Wohnung alleine leisten koennen etc... All das hat Einfluss bis wann du wirklich in "Rente" gehen kannst und du kannst es Stand heute nicht vernuenftig planen.

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Privatier2021

Ich konnte mit 57 aus dem Hamsterrad aussteigen und bin als Privatier glücklich. Jetzt habe ich Zeit für meine Frau und die Kinder. Aber: Meine Kinder waren da schon aus dem Haus und haben mich nicht mehr gebraucht. Ich kann Dir nur raten, frühzeitig zu überlegen, wie viel Zeit und Energie Du die nächsten 15 Jahre für die Karriere aufbringen willst. Würde ich meine Karriere nochmal so voran treiben, wie ich es gemacht habe? Ich weiß es nicht. Ich kann es aber auch nicht mehr ändern. Du kannst Dich jetzt entscheiden.

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hattifnatt
vor 5 Minuten von Privatier2021:

Aber: Meine Kinder waren da schon aus dem Haus und haben mich nicht mehr gebraucht. Ich kann Dir nur raten, frühzeitig zu überlegen, wie viel Zeit und Energie Du die nächsten 15 Jahre für die Karriere aufbringen willst. Würde ich meine Karriere nochmal so voran treiben, wie ich es gemacht habe? Ich weiß es nicht. Ich kann es aber auch nicht mehr ändern. Du kannst Dich jetzt entscheiden.

+1

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seraphuriel
· bearbeitet von seraphuriel

Puh. Also wir haben nicht mal ansatzweise was ihr bereits aufgebaut habt. Deswegen glaube ich, du machst dir um den finanziellen Teil mehr Gedanken als gerade notwendig. Da freue ich mich für euch! 

Ich habe mich mit der Geburt der Tocher nach einem Jahr (ich war 40) schon entschieden erst mal etwas kürzer zu treten. Kleinere Sparrate, kleinere Brötchen, weniger Umsatz (selbstständig) - aber ich kann nur sagen: es ist jede einzelne Sekunde wert gewesen und ist es jetzt noch. Meine Ehe könnte nicht besser laufen, wir supporten uns gegenseitig und die Zeit mit der Kleinen ist einfach unbezahlbar. Für kein Geld der Welt würde ich das eintauschen. Und wenn sie etwas größer und selbstständiger wird können Mama und Papa auch wieder mehr Gas geben. Ich weiß, hier im Forum ist eher die kalte Realität, Mathematik und % rauf oder runter gefragt. Aber selbst ich, der sein Leben lang sehr genau auf Ausgaben und Invests schaut, habe im Kreissaal gesehen, dass es noch mehr gibt. Kein Terassen-GinTonic kann dir das Gefühl geben, wenn es mit deiner Frau und den Kindern gut läuft.

 

Noch ist ja nichts konkret bei euch. Deswegen belasse ich es mal bei dem was mein Vater öfter sagte früher: "totarbeiten für andere kannst du dich bis an dein Lebensende. Egal für wen und wo..."

 

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oceanografic

Also das ist kein „Träumer-Setup“ wenn man mit 31 schon 700k im Depot und das Haus sauber finanziert sondern ziemlich robust. Und imho liegt die eigentliche Frage weniger in Mathe sondern im Timing und den Nerven.

 

Zur Tilgung 2037: Rein rechnerisch sind 2 % Fremdkapital bei Aktienquote attraktiv. Nur ist eben FI nicht nur IRR. Hast du mit 42 das Haus schuldenfrei, sinken deutlich die damit verbundenen Fixkosten und dein mentaler Druck. Das kann die Option Teilzeit real erst ermöglichen. Aus diesen Gründen würde mir die Entscheidung offenhalten und dann 2–3 Jahre vor dem Ablauf schauen, wo sowohl die Zinsen als auch das Depot stehen. Weiterfinanzieren würde ich persönlich nur, wenn die Konditionen klar unter der erwarteten Rendite liegen und ich genug Puffer habe, um einen Drawdown auszuhalten.

 

Und ja, ich halte 100 % Aktien bis kurz vor einer geplanten Reduktion für sportlich, aber auch nicht für absurd. Kritisch wird es, wenn genau 2040 ein -40 %-Jahr liegt. Dann willst du nicht zum Verkaufen deiner Anteile gezwungen sein. Vielleicht könntest du ab 40 zumindest einmal schrittweise Liquidität aufbauen, einfach nur um das Sequenzrisiko zu entschärfen.

 

Aber ambitioniert und nicht komplett sonnig finde ich die 5 % real. Für die Planung solltest du eher mit 3–4 % rechnen und alles was darüber hinausgeht als Bonus sehen. Und ganz ehrlich gesagt… ihr habt mir einer Beamtin im Rücken, Windkraft-Cashflow und einer perspektivisch geringen Restschuld  mehrere Sicherheitsnetze.

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Peter23
· bearbeitet von Peter23
Am 2.3.2026 um 12:23 von Destiny05:

Anmerkung: Ich habe ein vorgezogenes Erbe erhalten. Das ist nicht alles reine Sparleistung.

 

Am 2.3.2026 um 12:23 von Destiny05:

Reale Assets: In den nächsten 3 Jahren wird meine Frau durch vorgezogenes Erbe ca. 10 ha Ackerland (Wert ca. 900k) übernehmen. Durch eine Windkraft-Beteiligung fließen dort ca. 17k € Brutto p.a.

Da das alles vorgezogen ist, klingt es so als ob da noch mehr ist, was dann später noch kommt. Ist das so?

 

Wenn ja, könnte das gut und gerne dazu führen, dass Du dann (oder sogar früher) nicht mehr arbeiten brauchst (also 0%).

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Cepha
· bearbeitet von Cepha
Am 3.3.2026 um 07:48 von Theobuy:

Die entscheidenden Frage dürfte sein, kannst du von 50 % Gehalt so leben, wie du gerne möchtest? Es wäre ja eine Barista-Fire-Situtation und das Vermögen auf der hohen Kante könnte bis zur Rente so groß werden, dass du davon auch als Rentner gut leben kannst. Bei der Berechnung der Rentenhöhe die Auswirkungen der geringeren Beiträge nicht vergessen oder eine Gegenstrategie zusätzlich einbeziehen.
Die restlichen Zahlen und Schritte, wenn sich im Leben selbst nichts ändert - z. B. Kinder - kann man so machen und ist Geschmacksfrage. Schuldenfrei z. B. zu sein ist auch ein Wert, weil er mehr Freiheit bedeutet.

Sehe ich auch so.

 

Aktuell tauscht Du 2000-2500€ im Monat um ein Depot zu füttern, das heute eh schon groß genug ist, gegen Stress und Lebensqualität und Lebenszeit ein.

 

Die spannende Frage für mich lautet: Warum?

Am 3.3.2026 um 22:01 von oceanografic:

 

Und ja, ich halte 100 % Aktien bis kurz vor einer geplanten Reduktion für sportlich, aber auch nicht für absurd. Kritisch wird es, wenn genau 2040 ein -40 %-Jahr liegt. Dann willst du nicht zum Verkaufen deiner Anteile gezwungen sein. Vielleicht könntest du ab 40 zumindest einmal schrittweise Liquidität aufbauen, einfach nur um das Sequenzrisiko zu entschärfen.

Die Asset Allokation in 2040 ist dermaßen weit hin, dass man sich da heute wirklich keine Gedanken drüber machen braucht.

 

Einzig relevant ist, ob man heute(!) 100% Aktien fahren soll. wenn man easy peasy 400k Buchverlust wegsteckt (und die Erblasser auch) kann man das machen, wenn man das nicht so easy wegsteckt steht auch hir die Frage: warum zum Teufel?

Um die Rendite zu erhöhen?

Was gewinnt man dabei im positiven Fall und was verliert man im negativen. Passen da Chancen und Risiken wirklich zusammen?

 

Was ist mit dem Job? wie sicher ist der bei einem Wirtschaftscrash, der die Börsen weltweit kollabieren lässt? Wieviel Spaß wird der dann noch machen?

 

Ich bin mir sehr sicher, da gehste dann nicht freiwillig raus und sitzt die Krise aus, indem Du vom Depot zehrst, wenn das grad um die Hälfte kollabiert ist. Da gehen sicher weit über 90% der Leute dann lieber arbeiten bis zum Schlaganfall.

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Anja Terchova
Am 2.3.2026 um 12:23 von Destiny05:

Bei welcher Summe im Depot würdet ihr empfehlen, dass man Arbeitszeit reduzieren kann bzw. beruflich einen Schritt zurücktreten kann?

Das können andere User besser beurteilen als ich, abe ich denke die Kernfrage sollte nicht sein wann es wegen deinem Depot sinnvoll wäre, sondern eher was deine Ziele sind und in welchem Lebensabschnitt zu mehr Zeit frei hättest.

Vorallem wenn ich lese:
 

Am 2.3.2026 um 12:23 von Destiny05:

Ich bin sehr schnell aufgestiegen und in den letzten Jahren und stelle mir mehr und mehr die Frage, wofür das alles.  Ich möchte nicht erst mit 67 feststellen, dass ich die besten Jahre im Büro verbracht habe. Mein Ziel ist es daher, spätestens mit 45 die Reißleine zu ziehen und auf 50 % (Teilzeit) zu reduzieren oder – falls finanziell irgendwie machbar – ganz aufzuhören.

 

Da klingt danach als solltest du dir lieber entweder zeitnah sobald es betrieblich halbwegs passt ein Sabattical einlegen oder irgendwie auf so 85-90% reduzieren. Denn für viele Sachen die du jett noch ein paar Jahre machen könntest wirdst du auch schon mit 45 zu alt sein.

Und an die Zeit wenn ihr Kinder habt solltest du natürlich auch schon denken.

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Destiny05
Am 2.3.2026 um 12:41 von Bolanger:

Hallo,

 

bzgl. der Immobilie musst Du Dich doch heute nicht entscheiden und wenn die restschuld in 20 Jahren bei 250K liegt, dann solltet Ihr in 10 jahren die Möglichkeit haben, frei zu entscheiden, ob Ihr eine Anschlussfinanzierung macht oder abzahlt. Das bedarf keiner heutigen Festlegung. Hauptsache Ihr habt die Möglichkeit, irgendwoher 250K zu nehmen und legt das nicht so an, dass Ihr nicht mehr ran kommt.

 

Ich würde mir überlegen, weie die Asset allocation in 14 Jahren aussehen soll und dann die Anteile schrittweise pro Jahr in die richtige Richtung schieben. Das sollte über die reinen Sparraten möglich sein.

 

Realitätscheck: Ich würde nur 3% nach Inflation annehmen und mir dennoch die Möglichkeit offenhalten, nicht aus dem Hamsterrad aussteigen zu müssen. Die nötige Summe kannst nur Du bestimmen, denn wir kennen deine Wünsche und Vorstellungen nicht. Möchtest Du ein Leben als Frugalist führen? Dann reichen wohl 2 KEUr pro Monat für ein Luxus-Frugalisten-Leben, wenn es sowas geben kann. Möchtest Du vielleicht doch mit Deiner Familie die welt bereisen und das haus sanieren? Dann brauchst Du wohl einen fünfstellingen betrag pro Monat.  

 

 

 

Ich war hier nicht ganz präzise. Aktuelles netto liegt bei 7,5k netto. Ausgaben inkl. Haus (2k inkl. NK) liegen eher bei 4,5k (Leben, Urlaub etc.) d.h. Aktuell könnten wir zwischen 2,5 und 3k. Wir haben aber immer mal wieder noch Ausgaben, wo etwas am und um das Haus herum fertig gestellt werden muss. 
 

Mit Kindern würde vermutlich das Einkommen meiner Partnerin sinken, weil sie auf 60 Prozent reduzieren würde. Gleichzeitig würden ja nen paar Zuschläge für sie als Beamtin hinzukommen. Ausgaben würden vermutlich schätzungsweise auch um 1k durch die Kinder steigen. Ist das realistisch?

D.h. Da hätten wir vermutlich eher ne sparrate von max 2000. vermutlich eher 1500€ pro Monat. 

Am 2.3.2026 um 12:54 von s1lv3r:

 

Für die Ansparphase kann man m.E.n. mit 5% hochrechnen, wenn man das möchte. Das schreibt halt ungefähr vergangene Kapitalmarktrenditen in die Zukunft fort (was so kommen kann, aber nicht kommen muss). Und es gibt ein paar Besonderheiten in der Ansparphase, die diese Herangehensweise meiner Meinung nach rechtfertigen können:

  1. Die Ansparphase ist nicht so stark durch das SoRR geprägt, weil aus dem Depot nichts entnommen wird.
  2. Man kann (abseits der Vorabpauschale) einen großen Teil der Steuerlast thesaurieren, so dass man sich um Abzüge für Steuern keine so großen Gedanken machen muss.
  3. Falls es nicht aufgeht und man zu optimistisch hochgerechnet hat, ist es i.d.R. kein Beinbruch; dann muss man halt ein paar Jahre weitere Arbeit dranhängen oder anders umplanen (das ist mit Abstand der wichtigste Punkt!).

Ich würde daher nicht unbedingt sagen, dass 5% Realrendite für die Ansparphase zu sonnig kalkuliert sind. Für die Entnahmephase, wo es tatsächlich auf kalkulatorische Sicherheit ankommt, sind 5% Entnahme aus einem Portfolio aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu hoch gegriffen. Da müsstest du dich tatsächlich noch einmal schlau lesen (Thema "safe withdrawal rate" etc.).

In der Entnahmephase hätte ich mein 3% Brutto Entnahmerate gerechnet, also stark vereinfacht etwas mehr als 2,5% netto vom Depotwert. 
 

wenn man das grob hochrechnen würde könnte (!) man 2037 bei ungefähr 1,5 Mio nominal, also inflationsbereinigt sein. 
 

bei 2,5% netto Entnahme wären das stark vereinfacht etwa 3k netto im Monat. 

Am 2.3.2026 um 14:07 von hilflos:

900000 Wert vom Ackerland und 17000 Windkrafterlöse passt nicht zusammen,  kommt da noch zusätzlich Pacht?  Bei Übertrag von landw. Betrieb in´s Privatvermögen, rechtzeitig einen erfahrenen Steuerberater kontaktieren.

Bei 2% Immobilienkredit, würde ich den so weiter laufen lassen weiter 100% in Aktien und und 2032 entscheiden, ob kpl. tilgen oder weiter finanzieren

Die Flächen sind bereits im Privatvermögen. Eine Auflösung des landwirtschaftlichen Betriebes hat bereits stattgefunden vor einigen Jahren inkl. Besteuerung etc. 

es handelt sich um einen sehr alten Windpark, die Zahlung sind daher gering. Ein mögliches Repowering könnte 2030 im Raum stehen. Damit rechne ich aber nicht. 
 

Die 17k sind Pacht für das Ackerland und Windenergie Beteiligung zusammen. 

Am 3.3.2026 um 07:48 von Theobuy:

Die entscheidenden Frage dürfte sein, kannst du von 50 % Gehalt so leben, wie du gerne möchtest? Es wäre ja eine Barista-Fire-Situtation und das Vermögen auf der hohen Kante könnte bis zur Rente so groß werden, dass du davon auch als Rentner gut leben kannst. Bei der Berechnung der Rentenhöhe die Auswirkungen der geringeren Beiträge nicht vergessen oder eine Gegenstrategie zusätzlich einbeziehen.
Die restlichen Zahlen und Schritte, wenn sich im Leben selbst nichts ändert - z. B. Kinder - kann man so machen und ist Geschmacksfrage. Schuldenfrei z. B. zu sein ist auch ein Wert, weil er mehr Freiheit bedeutet.

Ich schätze, dass wir nach der Tilgung des Hauskredites mit max 4,5 eher 4k Ausgaben pro Monat auskommen würden.  

Am 3.3.2026 um 10:49 von slowandsteady:

Amen. Zudem wird das Nettoeinkommen waehrend der Kinder deutlich sinken, die Zeit mit kleinen Kindern ist IMHO nicht die richtige um fuer die Altersvorsorge zu sparen oder gross Karriereschritte zu machen. Das teuerste, was euch passieren kann ist naemlich nicht irgendeine Befoerderung nicht zu bekommen, sondern eine Trennung und Rosenkrieg.

siehe oben - lieber 20 Jahre "Lifestyle-Teilzeit" ala Friedrich Merz als Burnout oder Kinder, die ohne Papa aufwachsen...

Es macht auch nicht super viel Sinn, wenn du 2.0% Zinsen zahlst und beim Festgeld selbst mit -25% KAP noch mehr verdienen kannst. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, dann halt jetzt einen Teil der Restschuld in Festgeld mit >3% und Laufzeitende kurz vor Kredit investieren. 

5000 Euro Ausgaben fuer 2 Erwachsene finde ich persoenlich krass und klingt fuer mich schon stark nach "Konsum" - mit Kindern und einem Einkommen weniger werdet ihr entweder Sparrate auf Null setzen muessen oder weniger ausgeben. 

 

   Mein Tipp: Wartet nicht zu lange mit Kinder kriegen - die richtige Zeit gibt es sowieso nie und die Fruchtbarkeit sinkt ab 30 schon gewaltig. Ich bin Ende 30 und kenne einige, die vermutlich "zu lange" gewartet haben. Geldmangel sollte eher nicht passieren bei euch, ihr lebt doch sehr komfortabel. Ich wuerde erstmal die Familienplanung angehen und erst dann, wenn die abgeschlossen ist, den Ruhestand. Vorher ist das alles nur Excel-Fetischismus. Was passiert wenn ihr unfruchtbar seit oder ihr nur 2 Kinder wollt und bei der zweiten Geburt deine Frau Mehrlinge bekommt, du deinen gut bezahlten Job verlierst, weil AI dich ersetzt, deine Kinder studieren wollen und sich keine Wohnung alleine leisten koennen etc... All das hat Einfluss bis wann du wirklich in "Rente" gehen kannst und du kannst es Stand heute nicht vernuenftig planen.

Danke, klasse Beitrag! Und insgeheim habe ich das gleiche Gefühl!

Am 3.3.2026 um 20:13 von Privatier2021:

Ich konnte mit 57 aus dem Hamsterrad aussteigen und bin als Privatier glücklich. Jetzt habe ich Zeit für meine Frau und die Kinder. Aber: Meine Kinder waren da schon aus dem Haus und haben mich nicht mehr gebraucht. Ich kann Dir nur raten, frühzeitig zu überlegen, wie viel Zeit und Energie Du die nächsten 15 Jahre für die Karriere aufbringen willst. Würde ich meine Karriere nochmal so voran treiben, wie ich es gemacht habe? Ich weiß es nicht. Ich kann es aber auch nicht mehr ändern. Du kannst Dich jetzt entscheiden.

Ebenso danke für das Teilen! Darauf hatte ich gehofft. 

Am 3.3.2026 um 23:46 von Peter23:

 

Da das alles vorgezogen ist, klingt es so als ob da noch mehr ist, was dann später noch kommt. Ist das so?

 

Wenn ja, könnte das gut und gerne dazu führen, dass Du dann (oder sogar früher) nicht mehr arbeiten brauchst (also 0%).

Mit viel mehr ist realistisch nicht zu rechnen. 

vor 14 Stunden von Cepha:

Sehe ich auch so.

 

Aktuell tauscht Du 2000-2500€ im Monat um ein Depot zu füttern, das heute eh schon groß genug ist, gegen Stress und Lebensqualität und Lebenszeit ein.

 

Die spannende Frage für mich lautet: Warum?

Die Asset Allokation in 2040 ist dermaßen weit hin, dass man sich da heute wirklich keine Gedanken drüber machen braucht.

 

Einzig relevant ist, ob man heute(!) 100% Aktien fahren soll. wenn man easy peasy 400k Buchverlust wegsteckt (und die Erblasser auch) kann man das machen, wenn man das nicht so easy wegsteckt steht auch hir die Frage: warum zum Teufel?

Um die Rendite zu erhöhen?

Was gewinnt man dabei im positiven Fall und was verliert man im negativen. Passen da Chancen und Risiken wirklich zusammen?

 

Was ist mit dem Job? wie sicher ist der bei einem Wirtschaftscrash, der die Börsen weltweit kollabieren lässt? Wieviel Spaß wird der dann noch machen?

 

Ich bin mir sehr sicher, da gehste dann nicht freiwillig raus und sitzt die Krise aus, indem Du vom Depot zehrst, wenn das grad um die Hälfte kollabiert ist. Da gehen sicher weit über 90% der Leute dann lieber arbeiten bis zum Schlaganfall.

Die Frage hatte ich mir auch schon gestellt, ab wann es keinen Sinn mehr macht, das Depot aktiv zu besparen und man ggf. Arbeitszeit reduziert. 
 

Gleichzeitig bin ich erst 31 und in einem sehr ambitionierten und schnellen Umfeld unterwegs und eine innere Stimme sagt mir immer, dass ich mich doch zusammen reißen soll und ich viel zu jung bin, an so etwas zu denken. 

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t.klebi
vor 9 Stunden von Anja Terchova:

... oder irgendwie auf so 85-90% reduzieren.

Deine Zahlenbeispiele sind immer wieder der Brüller. Sollten es nicht viel besser 87,2 - 91,5% sein?

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b3rg
vor 17 Minuten von Destiny05:

Ausgaben würden vermutlich schätzungsweise auch um 1k durch die Kinder steigen. Ist das realistisch?

Zu viel bei einem Kind m. M. n. Rechne mal mit 500 - 700 €

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Anja Terchova

Allerdings verringert sich dann auch meist das Einkommen etwas, das muss man auch berücksichtigen.

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ttrax12
vor 4 Stunden von b3rg:

Zu viel bei einem Kind m. M. n. Rechne mal mit 500 - 700 €

Je nach Bundesland deckt das grade so die Kita-Kosten. Wir zahlen für unser Kind knapp 600€ pro Monat und die Kita gehört hier noch zu den günstigen.

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Calippo

In Hessen ist 6 Stunden Kinderbetreuung ab dem dritten Lebensjahr kostenfrei.

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Wuppi
vor 3 Stunden von Calippo:

In Hessen ist 6 Stunden Kinderbetreuung ab dem dritten Lebensjahr kostenfrei.

Das ist ja mal Luxus. In Bayern zahlst du für die Kita je nach Ballungszentrum zwischen 600-1.300€ und für den Kindergarten ab 3 Jahren dann bestimmt trotzdem noch zwischen mind. 250-400€ im Monat für ne Betreuung bis Mittags, bei längerer Betreuung entsprechend mehr. Bei 2 Kindern kann man also hier alleine mit ca. 1.000€ Betreuungskosten pro Monat rechnen (ohne Spielzeug, Klamotten, Essen & Co.) Teuer wirds dann auch beim Urlaub denn da zahlst du heutzutage für gehobene Mittelklasse Hotels in Europa inkl. Flug und HP für ne Familie mit 1-2 Kindern auch schnell zwischen 4.000-6.000€ für ne Woche, in den Ferien gerne mal 1.000-2.000€ mehr. Das sind alles kosten die man bei einer Planung im Auge behalten sollte.

 

Aber wie schon mehrfach hier erwähnt, es lohnt sich allemal. Schau lieber das du jetzt lebst und die Balance zwischen hier und jetzt bzw. der privaten Vorsorge für später findest. Das ist aus der eigenen Erfahrung heraus eine enorme Herausforderung.

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