gmdz 12. März Hallo zusammen, Ich bin 30, habe ca 100.000€ angespart und möchte einen Teil des Geldes in ETFs investieren. Außerdem spare ich 1500€/Monat (500€ davon in ETFs). Aktuell sieht es bei mir leider so aus, dass ich in den nächsten Jahren meine berufliche Entwicklung noch nicht absehen kann. Für die nächsten zwei Jahre bin ich noch auf Zeit verbeamtet (A13). Wie es danach weitergeht ist mir aktuell nicht klar. Entweder werde ich in die Industrie/Wirtschaft wechseln, was sich sicher positiv auf das Gehalt auswirkt, oder mich beruflich noch einmal umorientieren, wofür ich gegebenenfalls einen Teil des angeparten Geldes benötige. Auf Dauer möchte ich außerdem mal Wohneigentum besitzen, wann genau hängt natürlich von der beruflichen Situation ab. Aufgrund dieser kurzfristigen Unsicherheiten möchte ich ca. 20 - 30% des Angesparten und der Sparrate in ETFs investieren und den Rest weiter auf Tagesgeldkonten liegen lassen. Den "sicheren Anteil" lasse ich bewusst bei 70 - 80%, ich bin da aber auch offen von euren Meinungen zu hören. In 2 - 3 Jahren würde ich die Strategie nochmal überdenken, wenn meine Situation klarer ist. Eventuell macht es dann Sinn den ETF-Anteil zu erhöhen. Erfahrungen mit Geldanlagen: Ich habe ca. 9000€ in ETFs bei TR investiert, 70% MSCI World (iShares Core MSCI World UCITS ETF USD (Acc),IE00B4L5Y983 ) und 30% in den MSCI Emerging Markets (iShares MSCI EM UCITS ETF (Acc), IE00B4L5YC18), welche ich aktuell mit insgesamt 500€/Monat bespare. Die ETFs bespare ich seit ca. 4 Jahren. Die Sparrate habe ich über die Jahre erhöht. Der Rest des Geldes liegt größtenteils auf Tagesgeldkonten (ca. 60k bei TR, 2% Zinsen). Ein kleiner Teil liegt außerdem auf einem älteren Bausparvertrag (4% Zinsen). Das Buch von Kommer habe ich ebenfalls gelesen. Zeitliche Aufwandsbereitschaft: Eher gering, würde mich aber einmal jährlich damit beschäftigen. Risikotyp: Bei dem Teil, der in ETFs investiert ist, könnte ich die Verluste wohl aussitzen. Da die 70/30 Variante sehr US-lastig ist, habe ich mir überlegt noch Europa mit reinzumischen. Mehr als 3 ETFs möchte ich dabei aber nicht nutzen. Daher würde ich folgende Aufteilung nehmen: 55% MSCI World, 15% Europe (MSCI Europe oder STOXX Europe 600) 30% Emerging Markets Das trifft zwar keine exakte BIP-Gewichtung, ist aber relativ nah dran. Wenn nichts dagegen spricht, würde ich bei World und EM einfach die beiden ETFs weiterbesparen, die ich aktuell bespare und für den Europa-Anteil den MSCI-Europe besparen. Ansonsten habe ich folgende Produkte herausgesucht MSCI World: - iShares Core MSCI World UCITS ETF USD (Acc) - Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1C Europe: - iShares Core MSCI Europe UCITS ETF EUR (Acc) - Amundi Core Stoxx Europe 600 UCITS ETF Acc - Xtrackers STOXX Europe 600 UCITS ETF 1C MSCI Emerging Markets: - iShares MSCI EM UCITS ETF (Acc) - Xtrackers MSCI Emerging Markets UCITS ETF 1C Was ist eure Meinung zu dem Vorhaben? Glaubt ihr, dass es Sinn macht die Diversifikation durch Small caps zu erhöhen? Also zum Beispiel anstelle des MSCI EM den MSCI EM IMI zu besparen? Meint ihr es macht auch Sinn den Broker zu wechseln? Ich bin mir nicht sicher, ob ich auf Dauer bei TR bleiben möchte, oder zum Beispiel bei der ING ein Depot eröffne, da ich dort sowieso ein Konto habe. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
sedativ 12. März · bearbeitet 13. März von sedativ vor 5 Stunden von gmdz: Da die 70/30 Variante sehr US-lastig ist, habe ich mir überlegt noch Europa mit reinzumischen. Mehr als 3 ETFs möchte ich dabei aber nicht nutzen. Daher würde ich folgende Aufteilung nehmen: 55% MSCI World, 15% Europe (MSCI Europe oder STOXX Europe 600) 30% Emerging Markets Das kann man durchaus so machen, Small Caps brauchst du nicht unbedingt und ING scheint mir auch solider als TR. 1500€/monatlich im Sparplan klingen schon mal nicht schlecht. Und um insgesamt unnötigen Stress zu vermeiden, würde ich versuchen, irgendwie den Beamtenstatus zu halten und die Immoplanungen absagen. Stattdessen alles in die ETFs und irgendwann die Lifestyle-Teilzeit starten... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine 12. März Solange im Depot nur vergleichsweise wenig Geld ankommt von Deiner Sparrate, musst Du Dir denke ich nicht viele Gedanken machen. MSCI World + EM ist ok für den Start. Insbesondere unter dem Aspekt, dass Du Dich eher wenig mit dem Vermögensaufbau beschäftigen willst, macht es auch keinen Sinn, noch kleinteiliger zu agieren. Die berufliche Situation und der latente Immobilienwunsch sind sehr vage und entsprechend kann man nicht viel mehr sagen als Allgemeinplätze. An eine Immobilie würde ich grundsätzlich nur denken, wenn klar ist, wo Du die nächsten 20+ Jahre verbringen willst. Wenn das unklar ist, dann lieber Vermögen aufbauen und Miete zahlen. Was am Ende lukrativer ist, gehen die Meinungen ohnehin auseinander. Vermutlich bist Du noch nicht sehr alt und da ist die berufliche Entwicklung zweifellos wichtiger als der Vermögensaufbau. Nimm Dir so viel Zeit wie nötig, ohne es auf die lange Bank zu schieben. Viel Glück bei Deinen Entscheidungen! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
blueprint 13. März · bearbeitet 13. März von blueprint vor 7 Stunden von gmdz: Was ist eure Meinung zu dem Vorhaben? Glaubt ihr, dass es Sinn macht die Diversifikation durch Small caps zu erhöhen? Also zum Beispiel anstelle des MSCI EM den MSCI EM IMI zu besparen? Meint ihr es macht auch Sinn den Broker zu wechseln? Ich bin mir nicht sicher, ob ich auf Dauer bei TR bleiben möchte, oder zum Beispiel bei der ING ein Depot eröffne, da ich dort sowieso ein Konto habe. Small Caps dazu nehmen, indem man den MSCI EM IMI statt den MSCI EM nimmt macht selbstverständlich Sinn. Oder ACWI IMI statt nur ACWI. Ein zusätzlicher ETF für SC macht keinen Sinn, dafür ist das Depot zu klein. ING würde mir persönlich stabiler und seriöser wirken. Aber auch viel teurer für nicht wirklich mehr Leistung, der Support hat z.B. in den letzten Jahren stark nachgelassen. Wenn man nur Sparpläne machen will kann man das machen, diese führt die ING aber zu ungünstigen Zeiten, direkt zur Xetra Eröffnung aus - das ist nicht immer ganz glücklich. Wenn es doch mal ans Verkaufen geht und das kann auch aus Gründen der steuerlichen Optimierung (Ausnutzung Sparerfreibetrag) in der Ansparphase sein, wird man abgezockt - mit nicht mehr zeitgemäßen Konditionen. Ich würde dann wohl eher Flatex erwägen. Alles nur meine subjektive Meinung, keine Anlage- oder Handlungsempfehlung. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PrivateBanker 13. März @gmdz Wenn deine ETF Quote von 20-30 % nicht für die Immo verwendet werden soll, sondern zur Altersvorsorge, dann würde ich a) meine (Ziel)-Asset Allocation nun durch Einmalkäufe (evtl. in 2-3 Paketen in 2026) herstellen und c) meinen ETF Sparplan an diese ETF Quote anpassen Zum evtl. Immoerwerb: je mehr Eigenkaptal vorhanden, umso billiger der zukünftige Kredit. Die Kreditrate würde ich aktuell mit der derzeitigen Kaltmiete kalkulieren. Daraus ergibt sich das benötigte Eigenkapital inkl. Anschaffungsnebenkosten. Und daraus die aktuelle Sparquote auf Tagesgeld. Wenn der Immoerwerb in 2-3 Jahren entschieden werden soll, würde ich weiterhin Tagesgeld aufbauen und mich auf keine Experimente einlassen. Kjeep it simple. Wenn der Immoerwerb verworfen wird, oder sich sonst irgend etwas ändert (Ehe, Kind usw.), Strategie dann adjustieren. Ich gehe bewusst nicht auf Details in der Asset Allocation ein, da es genug hierzu in Forum an Infos gibt und zudem die endültige Entscheigung ein Jeder selbst treffen muss. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
GuyInborito 13. März Kennst du die Effizienzmarkthypothese? Schon mit 70/30 bist du davon weit weg und mit deinem zusätzlichen Europa noch weiter. Glaubst du ernsthaft dass sich die EU mit selbst auferlegten Klima- und sonstigen Weltenrettungsbremsen besser entwickeln wird als die USA? Wer vernünftig anlegen will geht keine Prognosen/Wetten ein und das ergibt ganz automatisch einen all world oder acwi imi wenns noch breiter sein soll. Ich schlage Flatex als Broker vor, recht günstig aber kein Neo. Dort kannst du dann dein vieles Cash günstig in Geldmarktfonds oder Kurzläufer ETFs legen wenn du über die 100k Einlagensicherung kommst. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Norica 13. März vor 12 Stunden von gmdz: ... Was ist eure Meinung zu dem Vorhaben? Glaubt ihr, dass es Sinn macht die Diversifikation durch Small caps zu erhöhen? Also zum Beispiel anstelle des MSCI EM den MSCI EM IMI zu besparen? Meint ihr es macht auch Sinn den Broker zu wechseln? Ich bin mir nicht sicher, ob ich auf Dauer bei TR bleiben möchte, oder zum Beispiel bei der ING ein Depot eröffne, da ich dort sowieso ein Konto habe. Deine Fragen kann ich nicht beantworten. Aber ich möchte Dir ein paar andere stellen: Was sollen die Investitionen in ETFs bewirken? Also was ist das Ziel? Kannst Du dieses Ziel mit der gegenwärtigen Konstellation erreichen? Ist Dir klar, dass die Komponente Zeit diejenige ist, die nicht wiederbeschafft werden kann? Das Leben ist immer ungewiss. Aber für zukünftige Aufgaben wird es zukünftige Lösungen geben, die heute noch nicht konkret absehbar sind. Es reicht daher aus, keine allzu groben Fehler zu machen und alles andere auf sich zukommen zu lassen. Jeder Tag der ereignislos vergeht ist ein Tag weniger für Probleme, aber auch ein Tag weniger an dem Rendite hätte entstehen könnten. Ein Jahr kann so am Ende Millionen kosten. SG Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
sedativ 13. März vor 6 Stunden von GuyInborito: Kennst du die Effizienzmarkthypothese? Schon mit 70/30 bist du davon weit weg und mit deinem zusätzlichen Europa noch weiter. Und mit >70% USA (MSCI World) ist man ziemlich weit von einer ausgeglichenen regionalen Streuung weg. Auch nicht schön. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
GuyInborito 13. März vor 23 Minuten von sedativ: Und mit >70% USA (MSCI World) ist man ziemlich weit von einer ausgeglichenen regionalen Streuung weg. Auch nicht schön. Doch das ist sehr schön. Weil man dann keine Wette eingeht. Zudem schrieb ich all world oder acwi imi. (muß man jetzt wieder die Aussagen von vor 10 Jahren rauskramen von denen die damals vorm US Klumpen gewarnt haben und deßhalb von mcap abgewichen sind?) All world + Broker der sich für RK1 gut eignet und fertig. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Charly2026 13. März vor 2 Stunden von sedativ: Und mit >70% USA (MSCI World) ist man ziemlich weit von einer ausgeglichenen regionalen Streuung weg. Auch nicht schön. Ich sehe den USA Anteil nicht kritisch. Betrachte ich mein gesamtes Vermögen (Tagesgeld, Humankapital, Immobilie, etwaige zukünftige Rentenansprüche) so ist da ein immenser Europa/Euro Anteil. Da bin ich froh einen Teil meines Vermögens außerhalb Europa/Euro zu haben. vor 1 Stunde von GuyInborito: Doch das ist sehr schön. Weil man dann keine Wette eingeht. Zudem schrieb ich all world oder acwi imi. (muß man jetzt wieder die Aussagen von vor 10 Jahren rauskramen von denen die damals vorm US Klumpen gewarnt haben und deßhalb von mcap abgewichen sind?) All world + Broker der sich für RK1 gut eignet und fertig. Sehe ich auch so. Kostengünstiger global diversifizierter Aktien ETFs inkl Schwellenländer nach Marktkapitalisierung und dazu eine RK1 Komponente wie Tagesgeld innerhalb der gesetzlichen Einlagensicherung oder kurzlaufende Staatsanleihen in Euro bester Bonität und dann: buy and hold till you get old. Fertig. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag