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Körschgen

Alten Riester 1.0 Vertrag in neues AVD Riester 2.0 überführen?

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Körschgen

Hallo,
ich habe einen Riester 1.0 Vertrag, der seit 2006 läuft. Mit Einführung des neuen AVD hatte ich zuerst überlegt, diesen Vertrag nicht weiter zu besparen und ab 2027 mit einem neuen AVD Riester 2.0 weiter zu machen. Da ich schon 55 bin, ist der Beginn der Auszahlphase nicht mehr sooo weit weg. Der AVD-Rechner bei Finanztip hat ergeben, dass ich bei einer Sparrate von 150 EUR (mehr macht mE keinen Sinn) mit einem AVD in der verbleibenden Zeit bis 67 nur rund 1000 EUR Vorteil hätte. Ich spiele außerdem mit dem Gedanken, eventuell schon mit 63 mit Abschlag in Rente zu gehen, dann wäre der Vorteil noch geringer. Das neue AVD macht also gar nicht unbedingt Sinn, ich könnte auch meinen normalen ETF-Sparplan einfach weiter laufen lassen.

 

Der nächste Gedanke war nun, den alten Riester 1.0 in einen neuen Riester 2.0 zu überführen. Wie von @satgar und @Elvis77 im allgemeinen Altersvorsorgereformgesetz-Thread vorgeschlagen, eröffne ich dazu hier einen neuen Thread mit den Daten meines Riester Vertrags.

Anbieter ist die DEVK. Es handelt sich um einen Vorsorgeplan, Tarifbezeichnung N A1 (Vorsorge). Eingezahlt wird der Mindestbeitrag um die volle Zulage zu erhalten. Kinderzulage gibt es nicht.


Vertragsbeginn 01.04.2006
Garantierter Zins 2,75%
Summe der insgesamt geleisteten Beiträge Stand 31.12.25 34.357 EUR
Summe des Altersvorsorgevermögens Stand 31.12.25 43.798 EUR

Leistung ab Beginn der Auszahlungsphase
garantiertes Vorsorgekapital: 78.041 EUR

Wie wirkt sich die Überschussbeteiligung aus?
Vorsorgekapital aus Eigenanteil ohne Zulage in EUR bei angenommener Verzinsung von 1,4% 83.535 2,4% 83.671 3,4% 88.487

monatliche Rente in EUR 259,28 - 259,71 - 274,65
monatliche Auszahlungsrate 251,79 - 252,20 - 266,71
für die jeweiligen Zinssätze

 

Das ist eigentlich alles an Zahlen, was ich finden kann. Falls weitere Daten benötigt werden, gerne Bescheid sagen.

 

Wie schätzt ihr das ein? Lohnt es sich, den Vertrag in Riester 2.0 zu überführen? Oder soll ich den einfach weiterlaufen lassen?

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor einer Stunde von Körschgen:

Summe der insgesamt geleisteten Beiträge Stand 31.12.25 34.357 EUR
Summe des Altersvorsorgevermögens Stand 31.12.25 43.798 EUR

Bitte nenne aus der §92 Bescheinigung noch die gutgeschriebenen Zulagen per 31.12.2025.

 

Danke

 

Eingezahlt wurden vom 01.04.2006 bis 31.12.2025 über 237 Monate im Schnitt 144,97€ mtl.

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor einer Stunde von Körschgen:

Vorsorgekapital aus Eigenanteil ohne Zulage in EUR bei angenommener Verzinsung von 1,4% 83.535 2,4% 83.671 3,4% 88.487

monatliche Rente in EUR 259,28 - 259,71 - 274,65
monatliche Auszahlungsrate 251,79 - 252,20 - 266,71

Das versteh ich nicht. Was ist der Unterschied zwischen monatlicher Rente und monatlicher Auszahlungsrate? Wenn man die Rente nimmt und durchs Guthaben mit der Verzinsung teilt, ergibt das rund 27 Jahre „amortisationszeit“. Das ist für einen so alten Vertrag vergleichsweise schlecht. Falls die „Auszahlungsrate“ anstelle der „Rente“ relevant wäre, wirds sogar noch schlechter. Vergleiche hier: 

 

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Körschgen
vor 22 Minuten von satgar:

Bitte nenne aus der §92 Bescheinigung noch die gutgeschriebenen Zulagen per 31.12.2025

Das sind 3.900,23 EUR

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 2 Stunden von Körschgen:

Summe der insgesamt geleisteten Beiträge Stand 31.12.25 34.357 EUR
Summe des Altersvorsorgevermögens Stand 31.12.25 43.798 EUR

 

vor 55 Minuten von Körschgen:

Das sind 3.900,23 EUR

Ok. Dann sind aus mtl. 144,97€ am Ende rein durchs Produkt 39.898€ geworden. Das entspricht einer p.a. Rendite von 1,48%. Das es nicht 2,75% sind, die der Garantiezins suggerieren würde, liegt an Kosten. Dein Produkt hat also eine sehr schlechte Performance und auch eine schlechte Verrentung. Das würde ich klar in RK3 des AV Depots wechseln.

 

Ich sage auch oft, das typische Provissionstarife auf Zinsbasis rund 1% Effektivkostenquote je Jahr haben. Bei dir ist es etwas mehr. Beim anderen Foristen den ich verlinkt habe, ist es sehr wenig. Das war aber auch schon immer eine Eigenheit der Debeka, dass diese vergleichsweise günstige Tarife hatte und damals deshalb bei Finanztest auch immer gut abschnitt. Viele Leute hatten damals aufgrund der Tests die Zinstarife der Debeka abgeschlossen.

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Körschgen
· bearbeitet von Körschgen
vor einer Stunde von satgar:

Das versteh ich nicht. Was ist der Unterschied zwischen monatlicher Rente und monatlicher Auszahlungsrate? 

 

In meinen jährlichen Standmitteilungen werden immer zwei Optionen genannt: "Auf Basis der aktuellen Rechnungsgrundlagen errechnet sich hieraus eine

monatliche Rente

oder

monatliche Auszahlungsrate

 

Ich habe mal im Vertrag gesucht. Dort steht:

"Bei diesem Vertrag handelt es sich um einen Vorsorgeplan aus dem nach der Ansparphase entweder lebenslang monatliche Renten, oder bis zum 85. Lebensjahr monatliche Auszahlungsraten (Auszahlungsplan) und ab dem 85. Lebensjahr lebenslang monatliche Renten geleistet werden.

Bis spätestens 6 Monate vor Beginn der Auszahlungsphase hat der Vertragspartner ein Wahlrecht, ob die Auszahlung des Vorsorgekapitals in Form einer lebenslangen Rente oder in Form eines Auszahlplans mit aufgeschobener Rentenversicherung ab Alter 85 erfolgen soll."

 

Ich denke, das erklärt die verschiedenen Beträge, oder?

 

Was mir auch noch aufgefallen ist: Der Ablauf der Ansparphase ist 01.04.2036. Ich bin dann noch keine 67, sondern 65. War das damals üblich, war eventuell der Renteneintritt da noch früher oder warum läuft das nicht bis 67?

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 14 Minuten von Körschgen:

mal im Vertrag gesucht. Dort steht:

"Bei diesem Vertrag handelt es sich um einen Vorsorgeplan aus dem nach der Ansparphase entweder lebenslang monatliche Renten, oder bis zum 85. Lebensjahr monatliche Auszahlungsraten (Auszahlungsplan) und ab dem 85. Lebensjahr lebenslang monatliche Renten geleistet werden.

Bis spätestens 6 Monate vor Beginn der Auszahlungsphase hat der Vertragspartner ein Wahlrecht, ob die Auszahlung des Vorsorgekapitals in Form einer lebenslangen Rente oder in Form eines Auszahlplans mit aufgeschobener Rentenversicherung ab Alter 85 erfolgen soll."

Letztlich ist das ja aber Hops wie gesprungen. Es ist ja letztlich IMMER eine lebenslange Verrentung bei Riester 1.0 Egal welche Option du da jetzt wählen würdest. Und die lebenslange Rente ist ja ohnehin schon höher als die Auszahlungsplan-Version. Wieso sollte man letztere wählen?

 

Du konntest immer verschiedene ablauftermine wählen. Das konnte man aussuchen.  Damals galt ja auch vielfach noch das 65 Lebensjahr als reguläres Rentenalter. 
 

an meiner Meinung ändert sich dadurch aber Nix. Zwar muss man die O.g. Berechnung mit der „amortisation“ vom 65 Lebensjahr aus rechnen und betrachten. Aber dann muss man trotzdem 92 werden, um das Guthaben heraus zu haben. Das ist einfach zu schlecht für einen Vertrag mit Sterbetafel von damals und Garantiezins von damals.

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Körschgen
vor 14 Minuten von satgar:

 

Ok. Dann sind aus mtl. 144,97€ am Ende rein durchs Produkt 39.898€ geworden. Das entspricht einer p.a. Rendite von 1,48%. Das es nicht 2,75% sind, die der Garantiezins suggerieren würde, liegt an Kosten. Dein Produkt hat also eine sehr schlechte Performance und auch eine schlechte Verrentung. Das würde ich klar in RK3 des AV Depots wechseln.

 

Ich sage auch oft, das typische Provissionstarife auf Zinsbasis rund 1% Effektivkostenquote je Jahr haben. Bei dir ist es etwas mehr. Beim anderen Floristen den ich verlinkt habe, ist es sehr wenig. Das war aber auch schon immer eine Eigenheit der Debeka, dass diese vergleichsweise günstige Tarife hatte und damals deshalb bei Finanztest auch immer gut abschnitt. Viele Leute hatten damals aufgrund der Tests die Zinstarife der Debeka abgeschlossen.

Vielen Dank. Das öffnet mir jetzt doch die Augen. Ich hatte damals (und habe) nicht wirklich Ahnung von Versicherungsthemen. Ich kann Dir auch nicht sagen, warum ich dieses Produkt genommen habe. Vermutlich, weil ich damals bei der Sparda-Bank Kunde war und die Sparda DEVK Produkte vertrieben hat.

Ich meine, Abschluss- und Vertriebskosten liegen bei 4,5%. "Darüber hinaus werden von jedem Beitrag Vertriebskosten von 0,5% einbehalten."

Laufende Verwaltungskosten liegen bei 4%.

 

Fazit: Du meinst also, diesen Vertrag auf keinen Fall so weiterlaufen lassen, sondern in Riester 2.0 überführen?

 

Wäre es eine Option, den Vertrag bis zur Auszahlunsphase beitragsfrei zu stellen und ein neues gefördertes AVD zu besparen? Oder geht das nicht? Alternativ beitragsfrei stellen und das Geld in den normalen ETF-Sparplan stecken?

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 5 Minuten von Körschgen:

Fazit: Du meinst also, diesen Vertrag auf keinen Fall so weiterlaufen lassen, sondern in Riester 2.0 überführen?

Ja

 

vor 5 Minuten von Körschgen:

Wäre es eine Option, den Vertrag bis zur Auszahlunsphase beitragsfrei zu stellen und ein neues gefördertes AVD zu besparen? Oder geht das nicht? Alternativ beitragsfrei stellen und das Geld in den normalen ETF-Sparplan stecken?

Das ist letztlich Hops wie gesprungen. Es sind ja eh nur noch nen 3/4 Jahr. Ich würde wohl einfach weiter besparen bis zum Wechsel.

 

Warum sollte man das bis zum Ende liegen lassen, und da ne mickrige Rendite kriegen? Während du das übertragen kannst und direkt ne viel höhere Rendite im AV Depot kriegen kannst?

 

Du müsstest dieses Beispiel auch eventuell ausrechnen können. Vielleicht steht in deiner Wertmitteilung ein Endkapitalwert, wenn man den Vertrag „per sofort“ beitragsfrei stellen würde. Das steht oft in solchen Wertmitteilungen. Und dann kann man berechnen, wie hoch die Rendite von jetzt bis später aussehen würde, wenn man es beitragsfrei gestellt hat.

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Körschgen

Danke Dir. Dann bin ich schon mal etwas klüger.

Ich war vor ein paar Jahren (als von Riester 2.0 noch nicht die Rede war) mit meinem Vertrag bei der Verbraucherzentrale und habe mich beraten lassen, was ich mit dem Riester machen soll. Da hieß es "2,75% sind super, das kann man so weiter laufen lassen." Nun ja.

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 4 Minuten von Körschgen:

Danke Dir. Dann bin ich schon mal etwas klüger.

Ich war vor ein paar Jahren (als von Riester 2.0 noch nicht die Rede war) mit meinem Vertrag bei der Verbraucherzentrale und habe mich beraten lassen, was ich mit dem Riester machen soll. Da hieß es "2,75% sind super, das kann man so weiter laufen lassen." Nun ja.

Hahahha, also das ist die absolut laienhafte Betrachtung, wenn man ausschließlich auf den Garantiezins schaut und unterschlägt, dass der ja nur auf dem Betrag fällig wird, der nach Kosten übrig bleibt. Und dann muss man eben noch betrachten, wie die Rentenphase aussieht. 
 

Ich hätte schon damals in eine fondsgebundene Riesterrentenversicherung gewechselt. Nun aber ist das AV Depot vorzuziehen, ganz klar.

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Körschgen

Manchmal ist dann doch hier mehr Expertise. Danke.

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