Zum Inhalt springen
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Puchner

PKV stationäre Wahlleistungen bei anderem Anbieter

Empfohlene Beiträge

Puchner

Moin,

 

ich habe aktuell die Tarifkombination NW/NG der Debeka, die im Krankenhaus weder Wahlleistungen noch Wahlärztliche Leistungen abdeckt (damals bewusst so abgeschlossen). Der äquivalente Tarif plus diese stationären Leistungen wäre der N/NC und würde ca. 200€ p.M. mehr kosten, was ich ehrlicherweise für die Differenz an Leistungen zu viel finde. Ich habe nun gesehen, dass es ein paar wenige Anbieter gibt, die diese stationären Zusatzleistungen für ~50-60€ abdecken würden. Das sind explizit Angebote, die als Ergänzung zu einem PKV-Haupttarif angeboten werden und nicht für GKV Mitglieder(solche Zusatzversicherungen gibt es häufiger). Dann wäre ich zwar bei zwei verschiedenen Versicherungen und müsste eine separate Abrechnung einreichen, aber das wäre ja wie bei GKV-Versicherten mit Zusatzversicherung…also schaffbar.

Allerdings habe ich im Internet keine Erfahrungswerte dazu gefunden, was mich etwas stutzig macht. Gibt es irgendeinen Gund, der dagegenspricht? Übersehe ich etwas? Einen Anbieterwechsel würde ich ausschließen, da ich schon längere Zeit einen Beitragsentlastungstarif bezahle und einiges an eingezahlten Beträgen verlieren würde. Da würde ich lieber auf die stationären Leistungen verzichten.

Hat hier jemand Wahlleistungen bei einem anderen privaten Anbieter abgeschlossen und würde seine Erfahrungen teilen, ob das im Leistungsfalle alles reibungslos klappt?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Okabe
· bearbeitet von Okabe

Bin gespannt, was die Experten sagen werden.

 

Generell hat die Debeka das Konzept von simplen Kompakt-Tarifen statt Baustein-Tarifen. Und da gibt es nunmal nur NG oder NC. Und der Unterschied erstreckt sich dann eben auf viel mehr als nur Krankenhaus. Z.B. hast du mit NW/NG keinen Auslandsreiseschutz, brauchst einen Heilkostenplan bei teuren Zahngeschichten, hast geringere Leistungen bei Kuren und ich glaube noch ein paar andere Kleinigkeiten.

 

Wenn du also "nur" die Wahlärztlichen Leistungen abdeckst (allerdings brauchst du fast auch immer mindestens 2-Bett Zimmer dazu, darum hat der Tarif N das auch automatisch drin) dann kommst du sicherlich günstiger dabei weg, musst aber auch bedenken, dass einige Tarife für "~50-60 Euro" möglicherweise weniger gut leisten, z.B. höhere Selbstbehalte, mehr Ausschlüsse, keine Erstattung über GOÄ hinaus usw. - da muss man also genau vergleichen und kann nicht einfach sagen, dass die Leistung äquivalent wäre zu dem, was du im N/NC bekommst.

 

Du kannst ja mal die Tarife nennen, die du gefunden hast.

 

Zitat

Einen Anbieterwechsel würde ich ausschließen, da ich schon längere Zeit einen Beitragsentlastungstarif bezahle und einiges an eingezahlten Beträgen verlieren würde.

Nicht nur das - du verlierst auch einen Großteil deiner regulären Alterungsrückstellungen, trotz Unisextarif. Du kannst nur einen Teil mitnehmen zum neuen Anbieter.a

 

Persönlich würde ich glaube ich eher dazu tendieren mehr zu zahlen und N/NC oder gar N-sb/NC zu machen. Vor allem weil du, wenn du diese Leistungen wirklich brauchst, du wahrscheinlich in einer Situation bist, in der du nicht unbedingt auch noch Lust hast, dich mit doppelter Abrechnung und zwei Unternehmen herumzuschlagen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
stagflation
· bearbeitet von stagflation
vor 16 Stunden von Puchner:

würde ca. 200€ p.M. mehr kosten, was ich ehrlicherweise für die Differenz an Leistungen zu viel finde. 

 

Bei solchen Vergleichen sollte man aufpassen. Du hast nichts über Dein Alter und Deine bisherigen Beiträge geschrieben - von daher ist es schwierig, zu sagen, ob die 200 € eher viel oder wenig sind. Du hast auch nicht geschrieben, wie lange Du bereits im bisherigen Tarif versichert bist. Wir können also nicht abschätzen, wie hoch Deine Alterungsrückstellungen sind.

 

In der PKV steigen die Beiträge regelmäßig, zumindest bis zum Alter 60. Unglücklicherweise steigen sie nicht jedes Jahr um einen kleinen Betrag, sondern nur alle paar Jahre um einen größeren Betrag (auslösende Faktoren). Es könnte durchaus sein, dass N/NC gerade erhöht würde und NW/NG noch nicht. Dann würde man jetzt eine große Preisdifferenz sehen. Diese würde in Zukunft aber wieder kleiner werden, wenn NW/NG erhöht wird. Es könnte auch andersherum sein: NW/NG könnte gerade erhöht worden sein und N/NC noch nicht - dann würde die Preisdifferenz in Zukunft eher größer werden.

 

Man sollte aus den derzeitigen 200 € Differenz jedenfalls nicht schließen, dass es in Zukunft immer so sein wird. Die durchschnittliche Preisdifferenz könnte in Zukunft ein ganzes Stück kleiner oder auch größer sein.

 

PKV ist ein Marathonlauf. Es kommt auf die gesamten Beiträge bis zum Tod an, nicht auf die aktuellen Beiträge. Aus den aktuellen Beiträgen (oder Beitragsdifferenzen zwischen Tarifen) kann man aber nur bedingt schließen, wie sich die Beiträge in Zukunft entwickeln werden.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Puchner
Am 18.4.2026 um 06:04 von Okabe:

Bin gespannt, was die Experten sagen werden.

 

Generell hat die Debeka das Konzept von simplen Kompakt-Tarifen statt Baustein-Tarifen. Und da gibt es nunmal nur NG oder NC. Und der Unterschied erstreckt sich dann eben auf viel mehr als nur Krankenhaus. Z.B. hast du mit NW/NG keinen Auslandsreiseschutz, brauchst einen Heilkostenplan bei teuren Zahngeschichten, hast geringere Leistungen bei Kuren und ich glaube noch ein paar andere Kleinigkeiten.

 

Wenn du also "nur" die Wahlärztlichen Leistungen abdeckst (allerdings brauchst du fast auch immer mindestens 2-Bett Zimmer dazu, darum hat der Tarif N das auch automatisch drin) dann kommst du sicherlich günstiger dabei weg, musst aber auch bedenken, dass einige Tarife für "~50-60 Euro" möglicherweise weniger gut leisten, z.B. höhere Selbstbehalte, mehr Ausschlüsse, keine Erstattung über GOÄ hinaus usw. - da muss man also genau vergleichen und kann nicht einfach sagen, dass die Leistung äquivalent wäre zu dem, was du im N/NC bekommst.

 

Du kannst ja mal die Tarife nennen, die du gefunden hast.

 

Nicht nur das - du verlierst auch einen Großteil deiner regulären Alterungsrückstellungen, trotz Unisextarif. Du kannst nur einen Teil mitnehmen zum neuen Anbieter.a

 

Persönlich würde ich glaube ich eher dazu tendieren mehr zu zahlen und N/NC oder gar N-sb/NC zu machen. Vor allem weil du, wenn du diese Leistungen wirklich brauchst, du wahrscheinlich in einer Situation bist, in der du nicht unbedingt auch noch Lust hast, dich mit doppelter Abrechnung und zwei Unternehmen herumzuschlagen.


Die Unterschiede sind so nicht ganz richtig: Heilkostenplan und Auslandsgültigkeit sind bei beiden Tarifkombinationen gleich (NW/NG und N/NC). Lediglich Reiseimpfungen, Höhe des Kurtagegeldes und die stationären Leistungen unterscheiden sich, wobei mich wirklich nur die stationären Leistungen interessieren würden. Die Tarifübersicht der Zusatzversicherungen hat "satgar" ja gepostet, da gibt es durchaus Anbieter, die für ~60€ >3,5 GOÄ und 1-Bett Zimmer übernehmen in meiner Altersgruppe. Deswegen komme ich ja überhaupt zu der Idee, nur diese Leistungen separat abzusichern. 

Die Angst der "doppelten Abrechnung" ist auch meine Frage hier. Eigentlich werden die "Standardleistungen" doch direkt mit der PKV abgerechnet. In meiner Fall wäre dann eben noch die Abrechnung der Wahlleistungen separat zu klären. Aber das ist doch meiner Vorstellung nach parallel zur Kombination GKV + stationäre Zusatzversicherung. Oder nicht? 

Am 18.4.2026 um 14:03 von stagflation:

 

Bei solchen Vergleichen sollte man aufpassen. Du hast nichts über Dein Alter und Deine bisherigen Beiträge geschrieben - von daher ist es schwierig, zu sagen, ob die 200 € eher viel oder wenig sind. Du hast auch nicht geschrieben, wie lange Du bereits im bisherigen Tarif versichert bist. Wir können also nicht abschätzen, wie hoch Deine Alterungsrückstellungen sind.

 

In der PKV steigen die Beiträge regelmäßig, zumindest bis zum Alter 60. Unglücklicherweise steigen sie nicht jedes Jahr um einen kleinen Betrag, sondern nur alle paar Jahre um einen größeren Betrag (auslösende Faktoren). Es könnte durchaus sein, dass N/NC gerade erhöht würde und NW/NG noch nicht. Dann würde man jetzt eine große Preisdifferenz sehen. Diese würde in Zukunft aber wieder kleiner werden, wenn NW/NG erhöht wird. Es könnte auch andersherum sein: NW/NG könnte gerade erhöht worden sein und N/NC noch nicht - dann würde die Preisdifferenz in Zukunft eher größer werden.

 

Man sollte aus den derzeitigen 200 € Differenz jedenfalls nicht schließen, dass es in Zukunft immer so sein wird. Die durchschnittliche Preisdifferenz könnte in Zukunft ein ganzes Stück kleiner oder auch größer sein.

 

PKV ist ein Marathonlauf. Es kommt auf die gesamten Beiträge bis zum Tod an, nicht auf die aktuellen Beiträge. Aus den aktuellen Beiträgen (oder Beitragsdifferenzen zwischen Tarifen) kann man aber nur bedingt schließen, wie sich die Beiträge in Zukunft entwickeln werden.

Die Betrachtung mag im Detail sinnig sein. Wir reden hier aber von einem Vergleich 219€ zu ca. 60€ pro Monat. Also fast Faktor 4! Da fallen die kleinen Schwankungen zwischen den Erhöhungststufen nicht ins Gewicht

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Muessiggaenger
· bearbeitet von Muessiggaenger

Vermute sogar, dass solche Weiterverrechnung von Arzt- und Krankenhausleistungen durch den Patienten gleichzeitig an zwei verschiedene PKV‘s (1. „Basisleistung“ an die Debeka, 2. „Mehrleistungen“ an eine andere „Zusatzleistungs-Versicherungsgesellschaft“) nicht nur aufwändig, sondern in der Praxis manchmal fast nicht möglich ist.
 

Du erhältst vom Leistungserbringer ja nur eine Gesamtrechnung, die man (Du für beide Versicherungsgesellschaften nachvollziehbar!) dann manuell aufteilen müsste. Doppelversicherung und -erstattung (!) ist unzulässig, und die jeweiligen verschiedenen Versicherungstarife sind komplex und je nach PKV sehr individuell.

 

Bei GKV-Versicherten mit Zusatzversicherung ist das anders, dabei rechnet der Leistungserbringer ja die „Basisleistungen direkt mit der GKV ab, und der Patient erhält eine Rechnung nur über die Zusatzleistungen zur Einreichung bei seiner Zusatzversicherung.

 

Z.B. bei Arbeitsunfällen von PKV-Versicherten wiederum läuft es noch anders, da erhält der Patient auch eine Gesamtrechnung, reicht diese komplett bei der PKV (hier: Debeka) ein, und die PKV rechnet ihrerseits dann direkt mit der Berufsgenossenschaft die „BG-Basisleistungen“ ab, sodass bei der PKV nur der Zusatzanteil verbleibt.

 

Auch um eine Gesundheitsprüfung u. ggf. Wartezeiten wird man nicht herumkommen, weder bei Debeka-Tarifumstellung noch bei separater Zusatzversicherung woanders.

 

Und, wie hier schon geschrieben: unbedingt beachten, dass man beim Kleingedruckten wirklich identische Leistungen miteinander vergleicht. Dass jemand vergleichbare Zusatzleistungen seriös für 50 bis 60€ p.M. versichert, die es bei der Debeka nur für ca. 200€ monatliche Mehrprämie zu versichern gibt, erscheint mir eher unwahrscheinlich.

 

Sonst könnten ja die ganzen Debeka-PKV-Versicherten (so wie ich) ganz einfach in einen „niedrigeren“ Tarif wechseln, dabei 219€ p.M. einsparen und dann die Leistungsdifferenz für 50-60€ p.M. woanders verrechnen. Hm, there is no free lunch … .

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
chirlu
vor 22 Minuten von Muessiggaenger:

Du erhältst vom Leistungserbringer ja nur eine Gesamtrechnung, die man (Du für beide Versicherungsgesellschaften nachvollziehbar!) dann manuell aufteilen müsste.

 

Das sollte kein Problem sein. Die Grundleistungen gehen an den einen Versicherer, der Komfortzuschlag und die nach GOÄ abgerechneten wahlärztlichen Behandlungen an den anderen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
stagflation
vor 3 Stunden von Puchner:

Wir reden hier aber von einem Vergleich 219€ zu ca. 60€ pro Monat. Also fast Faktor 4! Da fallen die kleinen Schwankungen zwischen den Erhöhungststufen nicht ins Gewicht

 

Es mag zwar sein, dass ein Versicherer besser wirtschaftet als ein anderer. Es kann auch sein, dass ein Versicherer ein etwas besseres Versichertenkollektiv hat als ein anderer. Das kann zu unterschiedlichen Beiträgen führen. Aber wir reden hier von vielleicht 10%, 20% oder 30% Unterschied. Nicht von einem Faktor 4.

 

Es spricht natürlich nichts dagegen, dass Du das Angebot für 60 € wählst. Nur sind entweder andere Leistungen damit verbunden - oder die Beiträge werden sich im Laufe der Zeit angleichen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
DancingWombat
vor 4 Stunden von Muessiggaenger:

Vermute sogar, dass solche Weiterverrechnung von Arzt- und Krankenhausleistungen durch den Patienten gleichzeitig an zwei verschiedene PKV‘s (1. „Basisleistung“ an die Debeka, 2. „Mehrleistungen“ an eine andere „Zusatzleistungs-Versicherungsgesellschaft“) nicht nur aufwändig, sondern in der Praxis manchmal fast nicht möglich ist.
 

Fürs Krankenhaus sollte das kein Problem sein. Die allgemeinen KH Leistungen werden üblicherweise direkt von der Klinik mit der PKV angerechnet, während sie Wahlleistungen direkt von dem jeweiligen Chefarzt nach GOÄ in Rechnung gestellt werden. 

 

vor 4 Stunden von Muessiggaenger:

Du erhältst vom Leistungserbringer ja nur eine Gesamtrechnung, die man (Du für beide Versicherungsgesellschaften nachvollziehbar!) dann manuell aufteilen müsste. Doppelversicherung und -erstattung (!) ist unzulässig, und die jeweiligen verschiedenen Versicherungstarife sind komplex und je nach PKV sehr individuell.

Siehe oben. Im KH ist das eben nicht so. 

 

vor 4 Stunden von Muessiggaenger:

Bei GKV-Versicherten mit Zusatzversicherung ist das anders, dabei rechnet der Leistungserbringer ja die „Basisleistungen direkt mit der GKV ab, und der Patient erhält eine Rechnung nur über die Zusatzleistungen zur Einreichung bei seiner Zusatzversicherung.

Siehe oben. In der PKV auch. 

 

vor 4 Stunden von Muessiggaenger:

 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  

×
×
  • Neu erstellen...