Micha_el gestern um 10:52 Uhr Hallo an alle, ich habe mit meiner Schwester zusammen ein Depot geerbt, Wert ca. 300.000 €. Den Großteil davon macht ein MSCI World aus, aber es sind auch einige einzelne Aktien dabei. Nun ist von uns beiden die Überlegung, die Aktien zu verkaufen und die Anteile des MSCI World in unsere eigenen Depots zu übertragen, weil wir unser Geld sowieso so anlegen. Wir haben hier erst begonnen, uns zu informieren, wie die beste Vorgehensweise aussehen könnte. Wenn wir die Bank anweisen, das Depot aufzuteilen, werden die Anteile einfach aufgeteilt und dann dürfte es steuerlich aber evtl. nicht gerecht verteilt sein, oder? Eine Person könnte Anteile mit viel mehr Gewinn erhalten als die zweite Person. Gibt es da eine bessere Lösung? Sollte man das Depot besser selbst übernehmen und dann aufteilen? Ich danke euch schon mal für die Antworten Michael Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Ramstein gestern um 11:12 Uhr Momentan gehört das Depot euch beiden als ungeteilte Erbengemeinschaft. Wenn ihr jetzt verkauft, muss das jeder anteilig (hälftig) bei seiner Steuererklärung berücksichtigen. Habt ihr eine Depotvollmacht über den Tod hinaus? Dann könnt ihr selber die Depotinhalte verteilen (unentgeltlicher Depotübertrag, damit die steuerlichen Werte erhalten bleiben und mit übertragen werden). Wie ihr dabei die latenten Steuern berücksichtigt, ist eure Sache. Die Bank wird bei einem Pauschalauftrag entweder irgend etwas unvorhersehbares machen, oder euch um klare Anweisung bitte. Für die Bank(!) wäre es einfacher, alles zu verkaufen, Steuern abzuziehen, (eventuelle Verlustvorträge zum Depot sind mit dem Tod verfallen), und den Erlös hälftig zu verteilen. Das muss aber für euch nicht die beste Lösung sein. Ihr könntet natürlich auch sagen: MSCI-World Anteile 50:50 verteilen, erst verkaufen, versteuern und verteilen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
drizzit gestern um 11:50 Uhr Steueroptimal & fair wird es nur funktionieren, wenn ihr euch von der Bank die steuerlichen Anschaffungsdaten aller Kauftranchen geben lasst und nach etwas Rechnerei jeder ein Paket geschnürt bekommt, bei dem gilt: Gleicher Gesamtwert & ähnlicher latenter Gewinn. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
sedativ gestern um 11:52 Uhr · bearbeitet gestern um 11:59 Uhr von sedativ Du musst die Bank explizit anweisen: • nicht verkaufen • Anschaffungsdaten übertragen • nicht nach Wert aufteilen • nicht nach Stückzahl aufteilen Stattdessen nach zeitlichen Tranchen/Töpfen hälftig aufteilen. Z.B.: 1) Anschaffung vor 2009 2) Anschaffung 2009 3) Anschaffung 2010 4) Anschaffung 2011 ... usw Wenn die Bank das nicht macht, Depot (mit Anschaffungsdaten!) zu einem kooperativeren Institut übertragen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Peter23 gestern um 12:00 Uhr Also bei Ing zB könnte man ein zweites Depot einfach innerhalb von Sekunden anlegen (sofern Vollmacht vorhanden) und ebenfalls in Sekunden mal aufteilen. Dann könnte man schauen, ob die Aufteilung passt und wenn nein dann noch etwas hin- und herschieben (vl auch über drittes Depot). Das ist echt super einfach. Es lohnt sich also mE rauszufindenden, ob das bei dem Depot auch geht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
derVuk gestern um 12:49 Uhr · bearbeitet gestern um 12:50 Uhr von derVuk Da ihr die Einzelaktien verkaufen wollt, gibt es ja neben dem MSCI World ja auch Cash zu verteilen. Sofern du dich mit deiner Schwester gut verstehst und ihr euch da einig werdet, könnt ihr den MSCI ja auch einfach 50/50 aufteilen lassen und schaut euch danach an, ob einer Steuervorteile gegenüber dem anderen hat, und berücksichtigt diese dann eben beim Aufteilen des Cash-Anteils. Je nachdem was ihr beide für eine individuelle Steuerlast habt, kann es evtl. ja auch Sinn machen, gezielt die höhere Steuerlast einem von euch beiden zuzuteilen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger gestern um 13:04 Uhr vor einer Stunde von sedativ: Du musst die Bank explizit anweisen: • nicht verkaufen • Anschaffungsdaten übertragen • nicht nach Wert aufteilen • nicht nach Stückzahl aufteilen Stattdessen nach zeitlichen Tranchen/Töpfen hälftig aufteilen. Z.B.: 1) Anschaffung vor 2009 2) Anschaffung 2009 3) Anschaffung 2010 4) Anschaffung 2011 ... usw Wenn die Bank das nicht macht, Depot (mit Anschaffungsdaten!) zu einem kooperativeren Institut übertragen. Kennst Du eine Bank. die einen solch komplexen Auftrag ausführt? Das würde nämlich das steuerlich geforderte FIFO-Prinzip komplett aushebeln. Natürlich kann man sowas händisch mit Schiebereien in mehreren Depots erreichen. das sind dann allerdings einzelne Aufträge, die auch einzeln nacheinander ausgeführt werden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
sedativ gestern um 20:01 Uhr vor 6 Stunden von Bolanger: Kennst Du eine Bank. die einen solch komplexen Auftrag ausführt? Das ist natürlich keine Standardprozedur aber im Back Office schon machbar. Es sind immerhin nur zwei Erben und eine nicht ganz unerhebliche Summe. Vielleicht könnte man auch die Zahl der Tranchen reduzieren. Am ehesten könnte das wohl bei ING, Consors, Commerzbank/comdirect oder Deutsche Bank klappen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
SlowHand7 gestern um 20:14 Uhr Das macht man doch wohl besser selbst. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Lazaros gestern um 20:17 Uhr vor 11 Minuten von sedativ: Es sind immerhin nur zwei Erben und eine nicht ganz unerhebliche Summe. -> vor 9 Stunden von Micha_el: ich habe mit meiner Schwester zusammen ein Depot geerbt, Wert ca. 300.000 €. Die einen sagen so, die anderen (Banken) sagen so. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation gestern um 20:47 Uhr Hallo Neobroker, wir sind bei Euch, weil Ihr so schön kostenlos seid. Könnt ihr jetzt bitte einen erfahrenen Kundenberater abstellen (Stundensatz 150 €), der einen halben Arbeitstag investiert, um unser Erbe so aufzuteilen und auf unsere anderen Broker zu übertragen, so dass wir möglichst wenig Steuern bezahlen müssen? Natürlich mit Haftung, so dass wir Euch verklagen können, wenn etwas schief laufen sollte. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine vor 23 Stunden vor 8 Stunden von sedativ: Wenn die Bank das nicht macht, Depot (mit Anschaffungsdaten!) zu einem kooperativeren Institut übertragen. Dafür brauchst Du eine Bank die ein Konto für die Erbengemeinschaft aufmacht. Könnte sein, das wird nicht ganz einfach. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
supertobs vor 15 Stunden Leider wird der Gewinn auf einer Position (bei mir, ING) nicht richtig angezeigt wenn die Position auch schon vor 31.12.2017 gekauft wurde. Es wurde dann ja fiktiv verkauft und zurückgekauft. Ich sehe da lediglich den Zugewinn ab 2018. Ohne eine Liste aller Kaufdaten wird es nicht fair, auf den Cent genau, gehen. Oder ihr übertragt grob pi mal Daumen: 100 Stück Bestand, je 10 und 10 werden an euch übertragen bis die Position auf Null ist. Also mehrere Vorgänge, nach FIFO ist es dann etwas fairer. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
market anomaly vor 14 Stunden - Alles verkaufen - Steuern zahlen - Den Erlös 50/50 aufteilen - Fair, einfach, 1 min Arbeit Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine vor 14 Stunden vor 32 Minuten von market anomaly: - Alles verkaufen - Steuern zahlen - Den Erlös 50/50 aufteilen - Fair, einfach, 1 min Arbeit und teuer Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
market anomaly vor 14 Stunden · bearbeitet vor 14 Stunden von market anomaly vor 13 Minuten von Sapine: und teuer So ist das Leben, Mund abwischen und weiter geht’s. Finde das notorische Kosten-/Steuersparen (deutsches Hobby) hier schon immer sehr übertrieben, eine faire und schnelle Abwicklung und zukünftiger Friede mit den anderen Erben, wären mir die paar Kosten wert. Ein einfacher sauberer Schlussstrich mit dem Erbe und anschließend sauberes Eingliedern des Betrags in das eigene Depot. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Joker_19 vor 12 Stunden vor 1 Stunde von market anomaly: - Alles verkaufen - Steuern zahlen - Den Erlös 50/50 aufteilen - Fair, einfach, 1 min Arbeit Empfinde ich ehrlich gesagt auch die eleganteste Lösung. Minimaler Aufwand und man schleppt nach dem Erbe nicht noch unendlich lang eine Steuerlast mit sich herum, um sich dann irgenwann später zu ärgern. Cut jetzt und gut ist's. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Micha_el vor 12 Stunden · bearbeitet vor 12 Stunden von Micha_el Danke für eure Antworten! Es muss bei der Aufteilung nicht auf den Cent genau ausgeglichen sein; wenn einer ein paar tausend € mehr Gewinn hat, können beide damit leben (oder man gleicht es dann irgendwie anders aus). Deshalb finde ich den Vorschlag mit Unterdepots gerade ganz gut; der Plan wäre dann, zwei Unterdepots anzulegen und dort mit einigermaßen überschaubarer Anzahl an Übertragungen zwei ähnliche Zustände herzustellen, was Wert und Gewinn angeht. Sofern wir beide damit einverstanden sind, erfolgt dann der Depotübertrag auf unsere Depots. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Lazaros vor 12 Stunden · bearbeitet vor 12 Stunden von Lazaros vor 21 Stunden von Micha_el: ich habe mit meiner Schwester zusammen ein Depot geerbt, Wert ca. 300.000 €. Den Großteil davon macht ein MSCI World aus, aber es sind auch einige einzelne Aktien dabei. Nun ist von uns beiden die Überlegung, die Aktien zu verkaufen und die Anteile des MSCI World in unsere eigenen Depots zu übertragen, Kurze Nachfrage: 1. Welcher MSCI World ETF ist es (bitte die WKN angeben)? 2. Wisst ihr wann die Anteile des World ETF gekauft wurden (Sparplan?, Einzelkäufe?)? - Wenn die Antwort auf 2. nein ist -> bevor man was macht, das erst mal rausfinden. - Wenn die Antwort auf 2. ja ist, bitte die Kauftermine grob nennen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
wpapifo vor 8 Stunden vor 5 Stunden von market anomaly: Finde das notorische Kosten-/Steuersparen (deutsches Hobby) hier schon immer sehr übertrieben, Das magst du so sehen, andere sehen das anders. vor 5 Stunden von market anomaly: eine faire und schnelle Abwicklung und zukünftiger Friede mit den anderen Erben, wären mir die paar Kosten wert. Die "paar Kosten" sind vermutlich ein mittlerer 5stelliger Betrag, bei dem es deutlich mehr Sinn ergibt, diesen selbst gewinnbringend anzulegen, als diesen staatlicher Verschwendung zuzuführen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
market anomaly vor 3 Stunden vor 4 Stunden von wpapifo: Das magst du so sehen, andere sehen das anders. Die "paar Kosten" sind vermutlich ein mittlerer 5stelliger Betrag, bei dem es deutlich mehr Sinn ergibt, diesen selbst gewinnbringend anzulegen, als diesen staatlicher Verschwendung zuzuführen. Ich könnte auf das bisschen weitere Wertsteigerung verzichten und erachte diese, aus einem „mittleren fünfstelligen Betrag“, als vergleichsweise irrelevant . Irgendwann wird hoffentlich verkauft, je eher desto besser „das letzte Hemd hat keine Taschen“ und dann fallen die Steuern eh an… zumindest ist es fair allen Erben gegenüber. Ein Nachlassverwalter macht es häufig nicht anders. Aber lassen wir das, „jede Jeck is anders“ und die Idee des Verkaufens hat hier auch Zuspruch erhalten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag