Zum Inhalt springen
Lilith_26

Ruhestand der Eltern

Empfohlene Beiträge

Lilith_26

Hallo zusammen und ein schönes Wochenende euch allen.

Ich habe eine Frage in die Runde.

 

Entschuldigt, dass ich etwas aushole, aber ich suche den besten Rat für meine Eltern. Bis vor kurzem war ich nicht am Finanzmarkt tätig, sondern eine ganz normale durchschnittliche Großstädterin, die ein paar Fonds bespart hat und viel lieber Karl Kautsky gelesen hat anstatt die Börsennachrichten. Da ich auch an meiner Dissertation arbeite, kann ich mich normalerweise schnell und diszipliniert einarbeiten, wenn ich muss. 

 

Hier muss ich!

 

Ich bin das einzige Kind meiner Eltern und liebe die beiden von ganzem Herzen. Die sind jetzt schon älter und brauchen mich, verlassen sich auf mich und ich will nur das Beste für sie. Egal, ob Buchungen, Bürokratie, Arzttermin online machen, ich erledige das. 

Jetzt die Finanzen.

 

Beide haben ihr Leben lang hart gearbeitet, als selbstständige Handwerker mit Geschäft. Jetzt wollen sie weniger machen und haben viel abgewickelt und auch Sachen verkauft. Papa sagt, er liebt Menschen und freut sich jemandem helfen zu können und arbeitet aus Spaß an der Freude am Reparieren noch ein bisschen, aber nicht mehr Vollzeit. Mama macht das Büro und die Termine.

 

Hier komme ich ins Spiel. Meine Eltern haben mir immer wieder Geschenke gemacht, vom Auto der Oma, Unterstützung im Studium bis jetzt zum "vorzeitigen Erbe".

 

Als die wollten, dass ich mir aus deren Fonds einige aussuche und übertrage, bin ich über ein unübersichtliches Konglomerat von Fonds gestoßen, deren Sinnhaftigkeit sich mir teils nicht entschloss. Dann über eine ungünstige Canadalife Investment Rente, die Gott sei Dank einen hohen Rückkaufwert hat, ein absurder Riestervertrag, wo Mama 160 einzahlt und 150 bekommen soll und eine Skandia LV, die auch ein Witz ist. Gott sei Dank hat die Skandia inzwischen auch einen guten Rückkaufwert.

 

Ich ärgere mich sehr über den Makler, wenn ich ganz ehrlich bin, den kennen meine Eltern schon lange. Ich bin sicher, der meinte das nicht böse, aber der scheint seine finanziellen Entscheidungen von Präsentationen der entsprechenden Fondsmanager abhängig zu machen. Mama und Papa waren schockiert als ich die Verträge alle durchgearbeitet habe. Von dem kommen auch die Versicherungen alle.

 

Die beiden haben mir Vollmachten für alles gegeben und gesagt, dass Sie mir vertrauen. 

Als allererstes habe ich Kontrolle über das Depot übernommen und einen Teil in breit gestreute Indexfonds umgeschichtet. 

 

 

Papa hatte selber ein Finanzflussbuch gelesen und schon gegenüber dem Makler darauf bestanden, dass wenigstens 1 ETF gekauft wurde, ein MSCI World ist also schon drin. Den habe ich nicht erhöht, weil der ja gerade sehr teuer ist und ich mit IT zu tun habe. Deshalb bin ich gegenüber den Behauptungen auch eher skeptisch, LLMs tun nicht, was die meisten glauben. Das sind statistische Modelle, keine "Denker".  Mich erinnert das etwas an die Dotcomblase gerade. Natürlich gibt es einen Nutzen für verschiedene AI Produkte, aber dieser Hype macht mich sehr vorsichtig.

 

Deshalb habe ich stattdessen einen JPM Europe research enhanced, einen MSCI Pacific ex Japan und einen MSCI Emerging Markets in der etwas breiteren Streuung mit mittleren Unternehmen für die beiden "getauscht". Dann noch einen globalen Consumer Staples zur Absicherung, weil das gerade weniger heiß läuft und die Menschen auch in Krisenzeiten Lebensmittel und ähnliches kaufen, auch bei Inflation oder einer starken Korrektur im Techbereich. 

Außerdem habe ich den Versicherungen geschrieben und die aktuellen Rückkaufwerte nochmal angefordert. Ich gucke jetzt täglich ins Depot und schichte noch weiter um, ich warte jetzt erstmal auf die 5 tägige Bearbeitung meiner Aufträge. Uff!

 

Wenn wir rückkaufen, kriegen wir ca. 500.000 - 510.000 sofort, Riester würde ich ruhigstellen und einfach darauf warten, dass man das 2027 umstellen kann in ein ETF Depot. Mamas offizieller Renteneintritt beginnt 31, aber das kann ja liegen bleiben, falls es ein schlechtes Jahr gibt. 

 

Das Haus ist abbezahlt und hat laut Gutachten der Sparkasse einiges an Wert gewonnen, weil die Grundstückpreise um einiges gestiegen sind und meine Eltern unheimlich viel daran gemacht haben. Auf der unteren Ebene wurde alles altersgerecht gemacht, ebenerdige Dusche, neue Küche, neue Fenster, Keller, neue Böden, Sauna im ersten Stock, Parkplatz, Kamin mit Brennholz, Solar, mit dem sie auch ihr E-Auto tanken. Vor ein paar Jahren meinte die Sparkassengutachterin 600.000, seitdem wurde wieder einiges gemacht, es liegt in einer beliebten Gegend, in die viele Großstädter ziehen, ich vermute, es hat weiter zugelegt.

 

Rente ist jeweils nicht so hoch, weil selbstständig. Ich glaube, zu Mamas Renteneintritt kommen beide zusammen auf 1400 GVR oder so.

 

Mit Mieteinnahme (Anlegerwohnung im Eigenheim, sehr gefragt, seit wir damals dahin zogen, immer vermietet)

kommen die beiden derzeit auf 3.500 im Monat. Ein Teil Rente, ein Teil Canadalife, ein kleiner Teil Gehalt und eben Mieteinnahme.

Davon gehen derzeit noch 500 im Monat für einen Kredit weg, der alte Zinsen hatte und sich gerade noch nicht auf einmal abbezahlen lässt, ich bleibe aber dran. Das sind nur noch 50.000, dann sind die beiden komplett schuldenfrei. 360 gingen bis jetzt ab für diese fürchterlichen Lebensversicherungen. Damit kommen die so auch aus.

 

Knapp 400.000 haben die beiden bei dem Onlineangebot einer Privatbank liegen. Darauf kamen die nicht in Eigenrecherche, sondern weil die Maklerin, die etwas für die verkauft hat, die empfohlen hat.

 

Damit waren die finanziell bisher zufrieden, ich habe mir das angeguckt und fand es auch gut. 200.000 im Juli 2025 eingezahlt, ein halbes Jahr später nochmal 150.000 und jetzt knappe 400.000 dank Renditen, wobei die im Quartal Gebühren und Steuern abrechnen, das ist also schon weg. Mir gefällt, dass sehr klar ist wieviel Anleihen, wieviel Aktien, welche Aktien, welche ETFs, wieviel Rohstoffe... Wenn es volatiler wird, steuern die aktiv gegen?

 

Bei diesen Fonds im anderen Depot fand ichs unübersichtlich. 5 verschiedene Fonds, die alle Nvidia, Microsoft, Amazon und so weiter halten, sodass das die größten Einzelposten waren, bevor ich umgeschichtet habe und 4 verschiedene Rentenfonds, die wegen der Zinswende teilweise negativ liefen.  Aber laufende Kosten von 2 Prozent. 

 

Die Versicherungen und der Depotbestand zusammen sind ohne die Summe, die sie mir schenken, ungefähr 920.000. Zusammen mit dem Privatbankguthaben kommen wir so ca. auf 1,3 Millionen Gesamtvermögen in Aktien, Anleihen, Fonds etc und dann von mir geschätzt unabhängig davon die eigene Immobilie, bei der ich so von 700.000 ausgehe. 

 

 

 

Was soll ich jetzt tun?

 

Die Privatbank war bisher kompetent, aber Papa sagt, dass der Mann am Telefon, der Ihnen zugeteilte Berater, eher harsch und kurzangebunden war, weil die viel zu tun haben Ich möchte, dass meine Eltern mit Respekt und gut behandelt werden. Nicht nur nicht abgezockt.

 

Geld ist nicht allein wichtig für mich. Ich bin adoptiert und für meine Eltern ein Wunder. Ich will das beste für die beiden. Mama wollte immer schon nach Vietnam, wenn sie endlich in Rente ist. Beide sprechen einen leichten Dialekt und sind keine Akademiker, die besten, herzlichsten, hilfsbereitesten Menschen. So sollen die auch behandelt werden. Nicht irgendwo abgewimmelt.

 

Mein bisheriger Plan war eine Privatbank zu finden, die dieses Gesamtvermögen für die gut verwaltet. Alles an einer übersichtlichen, seriösen Stelle sammeln, so anlegen, dass es inflationsbereinigt nicht weniger wird und die beiden bei Bedarf mal was entnehmen könnten.

 

Eine kleine Entnahme für Mama als Ersatz für die Canadalife, 1300 im Monat reichen völlig. Ein Portfolio für ältere Leute, die auch mal anrufen und auf keinen Fall Krypto oder nur den NasDaq im Portfolio haben sollten, sondern auch Anleihen etc. 

 

Was soll ich tun? Papa wünscht sich, dass ich mich um alles kümmere und sagt, dass ihn das überfordert und aufgeregt hatte. Ich bin aber doch keine BWLerin. Ich habe jetzt alles gesichtet und dachte bisher, am besten wären vertrauenswürdige Fachleute, die nicht zocken und auch mit Mittelständlern gerne umgehen.

 

Aber hier lese ich, dass 1,3 zu wenig für eine individuelle Strategie sind?

Was haltet ihr hier von der Merkur? Mir gefiel auch, dass der Inhaber persönlich haftet und die 2008 gut da standen.

 

 

Bitte fresst mich nicht, ich mache normalerweise was ganz anderes und habe keinerlei Anspruch besonders kompetent in Finanzfragen zu sein. 

 

Ich will nur, dass es den beiden gut geht. Die sollen reisen, Papa endlich weniger oder am besten irgendwann gar nicht mehr arbeiten und das Leben genießen. Ohne je Geldsorgen zu haben. Die beiden brauchen auch keinen krassen Luxus, die haben ein Wohnmobil und tuckern damit glücklich durch Europa.

 

Also: Privatbank, ja oder nein? Habt ihr Empfehlungen? Soll ich es wirklich komplett selber machen? Ich habe überhaupt keine Modelle, die bei Volatilität warnen. 

 

Herzliche Grüße 

 

Lilith

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Fondsanleger1966

Hallo,

 

herzlich willkommen im Forum!

 

Dein Engagement und Dein Herzblut in dieser Sache sind nicht zu überlesen. Aber leider fehlt die Orientierung an den Richtlinien zur Themeneröffnung und damit ganz viel wesentliche Information:

 

Wie alt ist Papa? Wie alt Mama? Jeweils normale Lebenserwartung oder Einschränkungen vorhanden?

 

Gesetzlich (GKV) oder privat (PKV) krankenversichert jeweils? Bei GKV: Aufnahme in die KVdR möglich? Bei PKV: Beitragshöhe?

 

Wie viel Geld brauchen die beiden *mindestens* zum Leben (netto pro Monat, ohne GKV, PKV und Steuern)?

 

Und wie viel hätten Sie gerne idealerweise netto pro Monat?

 

Der Mindestbedarf sollte durch relativ sichere Einnahmen gedeckt sein. Am besten einzeln aufführen:

- Gesetzliche Rente Papa: Ab wann? Höhe? Zahlbetrag oder brutto? 

- Gesetzliche Rente Mama: Ab wann? Höhe? Zahlbetrag oder brutto? 

- Riester-Rente Mama: Ab wann? Höhe? 

- Riester-Rente Papa? Ab wann? Höhe? 

- Mieteinnahmen Einliegerwohnung: Höhe? Kosten für Reparaturen und Rückstellung/Umlage für Instandhaltung?

usw. usf.

 

Wenn der Gesamtbetrag dieser *sicheren* laufenden *dauerhaften/lebenslangen* Einnahmen das Minimum der laufenden Lebenshaltungskosten deckt, ist schon viel erreicht. Dann kann das freie Vermögen sehr viel flexibler und besser genutzt werden.

 

Deshalb auch Finger weg von der Riester-Rente, bis diese analysiert ist! Alte Verträge können durch hohe Rentenfaktoren wahre Schätzchen sein.

 

Wenn dieses grundlegende finanzielle Fundament für den Ruhestand steht, kann das restliche Vermögen restrukturiert werden. Aus diesem können dann flexible Entnahmen für Reisen u.ä. entnommen werden.

 

Für hohe stationäre Pflegekosten am Lebensende könnte notfalls das Haus verkauft werden. Sofern es keine ambulante Lösung gibt (z.B. Pflegekraft in der Einliegerwohnung). 

 

Für eine Vermögensstrukturierung wird keine (Privat-)Bank benötigt. Das bekommst Du nach Einarbeitung auch hin. Worin/worüber promovierst Du?

 

Wichtig wäre allerdings, erst einmal in Ruhe und gut überlegt zu planen und erst dann zu handeln.

 

Ein Beispiel für eine mögliche Strukturierung aus meiner Sicht:

 

1) Aktien

a) 80% (Invesco, Vanguard, ...) All World ETF

sowie 20% (Xtrackers, evtl. bald Vanguard, ...) All World *ex US* ETF, um die (zu) starke USD/(US)-Ausrichtung des All World abzumildern. Das ergibt dann nur noch knapp 50% US- (und etwas mehr USD-)Anteil, was ungefähr, der echten Marktkapitalisierung entspricht ( siehe https://www.wertpapier-forum.de/topic/62042-echte-gewichtung-nach-marktkapitalisierung-zahlen/?do=findComment&comment=1833700 

 

oder

b) 50-55% (Xtrackers, evtl. bald Vanguard, ...) All World *ex US* ETF

und 45-50% US-Aktien-ETF nach Geschmack (ggf. inkl. Small- und Midcaps, Value usw.)

 

Vorteil ggü Deinem ETF-Zoo: Weniger Produkte, keine relevanten Lücken (Japan!, Kanada) und z.T. niedrigere Kosten.

 

2) Anleihen/Zinsanlagen:

a) iShares eb rexx für deutsche Bundesanleihen

und/oder

b) deutsche Kurzläufer, Geldmarktfonds, Tagesgeld, Festgeldleiter, .... nach Geschmack.

 

3) Ggf. Gold und/oder Rohstoffe zur Absicherung gegen Inflationsschübe, Überschuldung und Systemkrisen (zusätzlich zur Immobilie).

 

Das Ganze lässt sich mit 4-8 Produkten ausreichend gut diversifizieren und sehr günstig abbilden.

 

Ich würde so etwas über die FFB zu Sonderkonditionen umsetzen (bis aufs Gold, das müsste separat laufen). Das kostet bei der FFB zwar 0,1% p.a. + bei ETFs 0,2% pro Kauf/Verkauf und eine relativ hohe Devisenumtauschgebühr, dafür gibt es dort eine Reihe von Komfortleistungen, die Billig-Broker/Direktbanken i.d.R. nicht bieten, z.B. einen automatisierbaren Entnahmeplan, der auf das eigene Girokonto auszahlt, ein gutes Reporting mit Angaben zur persönlichen Rendite/Performance p.a. u.ä. Die FFB kommt aus der Fondsbranche und hat viele Jahrzehnte Erfahrung darin, was für Fonds- und ETF-Anleger wirklich wichtig ist. Außerdem gibt es dort echte Menschen, die ans Telefon gehen - zumindest bei meinem letzte Anruf vor ein paar Jahren. ;-)

 

vor 2 Stunden von Lilith_26:

Dann noch einen globalen Consumer Staples zur Absicherung, weil das gerade weniger heiß läuft und die Menschen auch in Krisenzeiten Lebensmittel und ähnliches kaufen, auch bei Inflation oder einer starken Korrektur im Techbereich. 

Größte Position des ETFs dürfte Walmart sein mit einem KGV von fast 50 - also deutlich mehr, als der Großteil der Mag7 ausweist. Klassischer Fall für "vom Regen in die Traufe". Deshalb: Erst informieren, dann nachdenken, dann planen, dann umsetzen.

 

vor 2 Stunden von Lilith_26:

Mama wollte immer schon nach Vietnam, wenn sie endlich in Rente ist. 

Einmal hinreisen und wieder zurückkehren oder zum Auswandern im Ruhestand und dort dann dauerhaft bleiben?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
supertobs

Ich denke, Du liest dich schon gut ein und machst gute Fortschritte. In einer Privatbank sehe ich keine Lösung per se. Schon eher in einem absolut simplen Depot. Deutlich vereinfachen, Versicherungen reduzieren etc. Wüsste nicht, das eine Privatbank das so umfassend macht. Du könntest auch zu Honorarberatern gehen.

 

ich würde das aber weiter für sie managen. Ein Depot mit 3-5 ETFs Max als Ziel. Schön übersichtlich. Kap-LV rückkaufen und übertragen. Keep it simple etc. Dazu reicht ein Online-Depot. Alles in eine Excel, eine ToDo-Liste führen.

 

wichtig ist eine Assestallokation: eine Zielstruktur (simples Beispiel Anteil Aktien/Anleihen 50/50). Man muss auch nicht alles haben (zb Gold, Krypto, Rohstoffe weglassen)


Am Anfang erschlägt einen die Komplexität eines ganzen Finanzlebens. Schritt für Schritt vorgehen: Bis Ende 2026 ist alles aufgeräumt zb.

Dann weiter hier posten und wir helfen dir.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
DennyK

Hallo Lilith,

 

ich finde du hast das bisher sehr gut gemacht und deine Eltern können froh sein dich zu haben.

Man muss kein Finanzprofi sein um gute Entscheidungen zu treffen, sondern es genügt oft einfach nur sich vernünftig und interessiert über das Thema zu informieren.

 

Wenn du die Sache an jemand anderes abgibst wirst du dich vermutlich immer wieder fragen, ob die andere Person/Bank es gut macht. So schätze ich dich gerade ein.

 

Ich würde dir empfehlen es selbst zu machen und versuchen so viele Anlagen wie möglich in ein ETF/Anleihen Depot umzuschichten.

Nur wenige ETFs, damit es übersichtlich bleibt und vielleicht auch deine Eltern hinterher den großen Vorteil davon erkennen.

 

PS: Bei dem Riester Vertrag deiner Mutter müsste man mal überlegen, ob das umschichten in das AVD ab 2027 noch sinnvoll ist, wenn Sie 2031 schon in Rente geht.

Am besten mal bei der Zulagenstelle die geförderten Beträge anfragen. Eventuell macht es ja auch Sinn den Riester zu kündigen und das Geld abzüglich der Förderung in einen ETF zu investieren.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Ramstein
vor 5 Minuten von CorMaguire:

Ich fand die quirinbank -->  https://de.wikipedia.org/wiki/Quirin_Privatbank ganz interessant. 

Ich auch.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
hattifnatt
vor einer Stunde von supertobs:

wichtig ist eine Assestallokation: eine Zielstruktur (simples Beispiel Anteil Aktien/Anleihen 50/50).

Dabei würde ich mir auch fertige Lösungen anschauen, die einem das Rebalancing abnehmen, z.B. (gibt's allerdings nicht als 50/50):

 

Siehe auch: https://extraetf.com/de/guides/themes/multi-asset

 

vor 9 Stunden von Lilith_26:

Wenn es volatiler wird, steuern die aktiv gegen?

Das ist nutzlos bzw. kontraproduktiv, wenn es dazu führt, dass im Crash verkauft wird, siehe z.B. hier:

https://www.wertpapier-forum.de/topic/44309-fairriester-fairrde-raisin-pension-etf-riester/page/113/

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
supertobs

Bei dem Depot könntest Du auch ganz auf Ausschütter setzen. Evtl. erübrigt sich dann sogar ein Entnahmeplan.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Malvolio
· bearbeitet von Malvolio

Ihr müsst euch vor allen Dingen erstmal überlegen, was Deine Eltern mit dem Geld anfangen wollen. Wie viel wollen/müssen sie davon verbrauchen? Wie ist ihre Risikoneigung? Können sie größere Kursverluste überstehen/aushalten? Sind sie auf eine bestimmte Summe unbedingt angewiesen? Brauchen Sie Geld für bestimmte Zwecke in der Zukunft? Benötigen sie eine Liquiditätsreserve? Usw.

 

Dann sollte man sich eine grundsätzliche Struktur (Allokation) überlegen. Wie viel kann ich riskant anlegen? Wie viel will ich sicher anlegen (ggf. wie lange?), brauche ich eine Liquiditätsreserve, usw.

 

Eine klare Struktur ist auf jeden Fall hilfreich um ein teures Kuddelmuddel zu vermeiden. Erst dann würde ich mir Gedanken machen, wo oder wie ich das Geld anlegen sollte.

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
LongtermInvestor
· bearbeitet von LongtermInvestor

Ohne strukturierte Informationen zu Einnahmen, Ausgaben und Verpflichtungen sowie Ziele lässt sich eine Asset-Allokation nicht belastbar beurteilen, weil die Portfolioaufteilung immer eine Funktion des individuellen Kapitalbedarfs und Zeithorizonts ist.

 

Mir scheint auch das dir der Hintergrund fehlt, um deine Eltern beraten zu können. Stelle dir mal mal vor deine Eltern schieben 500k in den Kapitalmarkt und morgen sind es nur noch 250k, was machst du dann? Von daher empfehle ich dir bevor überhaupt etwas angepasst wird sich intensiv mit Basisliteratur auseinanderzusetzen und eine detaillierte Bestandsaufnahme zu machen.
 

Du alleine trägst die Verantwortung für dein Handeln und nicht anonyme Menschen im Forum, die irgendwelche Ideen auf unvollständiger Basis abgeben. Aber zur Sache:
 

Man kann das in drei Ebenen zerlegen:

1. Verpflichtungen (Bedarf)

Was muss regelmäßig bezahlt werden?

Fixkosten (Wohnen, Leben, Versicherung)

zukünftige große Ausgaben

-Das definiert den Sicherheitsbedarf

 

2. Sichere Cashflows

Gehalt

Rente

Mieteinnahmen

sonstige planbare Einnahmen

-Das reduziert den Bedarf aus dem Portfolio

 

3.Kapitalmarkt-Portfolio

Aktien, Anleihen, Cash

-Dieses Portfolio muss nur noch die Differenz aus Bedarf minus sichere Cashflows decken

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Lilith_26
vor 6 Stunden von Fondsanleger1966:

Wie alt ist Papa? Wie alt Mama? Jeweils normale Lebenserwartung oder Einschränkungen vorhanden?

 

Gesetzlich (GKV) oder privat (PKV) krankenversichert jeweils? Bei GKV: Aufnahme in die KVdR möglich? Bei PKV: Beitragshöhe?

 

Wie viel Geld brauchen die beiden *mindestens* zum Leben (netto pro Monat, ohne GKV, PKV und Steuern)?

 

Und wie viel hätten Sie gerne idealerweise netto pro Monat?

 

Der Mindestbedarf sollte durch relativ sichere Einnahmen gedeckt sein. Am besten einzeln aufführen:

- Gesetzliche Rente Papa: Ab wann? Höhe? Zahlbetrag oder brutto? 

- Gesetzliche Rente Mama: Ab wann? Höhe? Zahlbetrag oder brutto? 

- Riester-Rente Mama: Ab wann? Höhe? 

- Riester-Rente Papa? Ab wann? Höhe? 

- Mieteinnahmen Einliegerwohnung: Höhe? Kosten für Reparaturen und Rückstellung/Umlage für Instandhaltung?

usw. usf.

Danke, Du hast natürlich völlig Recht.
Ich versuche mal die W-Fragen zu beantworten. :)

Papa ist 72 Jahre und kriegt schon GRV, das sind nur 900 im Monat. 
Riester: 32 Mama, derzeit wären das 170 Euro monatlich, Papa kein Riester.
Miete sind 450 jeden Monat.

Mama ist 62 und weiß leider nicht genau, wie viel GRV sie bekommt, Papa sucht die Unterlagen für mich raus, es die hat auch jeden Fall die Jahre alle voll. Mama hat mal 900 gesagt. 
Mama ist super und lebensfroh und hasst Papierkram und Verwaltung wie die Pest. Sie sagt, dass sie lieber was schönes für mich kocht und sie ihr Kind dafür doch studieren geschickt hat. Dabei ist ihr relativ gleichgültig, dass ich aus einem komplett anderen Bereich komme. Abi ist Abi und Studium ist Studium für meine Mama. :D 
Oh, und sie hat nicht die Geduld sich hinzusetzen und solchen Rechnungen über längere Zeit zuzuhören. 
Papa setzt sich hin und hört zu, sagt aber, dass es für ihn schwierig ist und er mir vertraut und sich anstrengen muss. 
Papa hat mir auch die ganzen Unterlagen rausgesucht.

Das wären 1800 GRV plus 450 Miete, also 2250.



Derzeit kriegt Mama noch "Gehalt" vom Geschäft, weil sie die Termine macht und Renteneintritt 2032 offiziell ist. Das sind nochmal rund 900 Euro.
Dann bekommt Mama von der Canadalife 1388 jeden Monat.
Ich habe mir eine Excel mit einem Jahr Kontoauszuege runtergeladen und fand auch das sehr schwer zu verstehen, weil ständig Geld zwischen den verschiedenen Konten hin und her fließt. :D 

Zum Thema Steuern: 


Also, die LV ist leider nicht von vor 2005, sondern wurde Mama 2011 aufgedrückt.
Die Canadalife ist erst ein Jahr alt, das war eine hohe Einmalzahlung und dafür sollte Mama eine garantierte Rente bekommen. Die kostet dasselbe an Verwaltungskosten im Jahr, was Mama bekommt und hat keinen Inflationsausgleich. Daran hat wahrscheinlich vor allem der Makler viel verdient und die Versicherung.
Riester ist ein Witz, da sind 29.000 drin und Mama soll monatlich nur 170 bekommen. Das wollte ich auch nicht kündigen, ich dachte aber, dass es gut wäre, wenn man die 2027 in ein kostengünstiges ETF Depot schiebt, da kommt doch die Reform?

Also: feste Einnahmnen:
Mama und Papa derzeit 1487, Miete 450, Canadalife 1400.
Riester 2032 und Renteneintritt Mama auch.

Wenn man die Riester beitragsfrei stellt und die Skandia nicht mehr bespart, dann haben die jetzt schon jeden Monat 360 Euro mehr.

Was ich mir gedacht hatte:

Eine Summe, die notfalls 4-5 Jahre komplett ausreichen können muss, nehmen und auf ein gutes Festgeld legen.
Den Rest, so wie Du gesagt hattest anlegen und wachsen lassen. Durch den Puffer, könnte man eine negative Entwicklung, seitwärts laufende Märkte und sogar eine Krise aussitzen.
Was mich total schockiert hat, war, dass Papas Freund, der denen auch die Fonds gegeben hat, sagte, wenn sie Geld bräuchten, könnten sie immer Aktien verkaufen.
Ich habe 5 Stunden und Stift und Papier gebraucht, um Papa klarzumachen, was passiert, wenn es einen Crash gibt und die Geld bräuchten.
Wut bringt da nicht viel, aber das ist doch deren Freund und es war seine verdammte Aufgabe. 


Dafür gibt es  Vermögensverwaltungs Zentrum, die sind auf den Ruhestand konzentriert. Quirin finde ich auch interessant, aber vielleicht eher für mich?
Die sind ja sehr online und sehr evidenzbasiert. 

Ich dachte, wenn man vielleicht 100.000 nimmt und auf ein Festgeld legt, sodass wirklich nichts passieren kann, oder einen Teil davon in kurz laufende Anleihen, Geldmarkt ETF, was immer am vernünftigsten sein wird.
Das wären locker die 1400 der Canadalife und Puffer für eventuelle Arbeiten am Haus. Die Einliegerwohnung hatten die auch erst gemacht. Ich wollte mich auch mal schlau über eine Pflegeversicherung für Mama machen.
Dann, von einem guten Jahr wieder Gewinne abschöpfen und auf ein Festgeld oder ähnliches packen. Das nennt man doch Etappenstrategie, oder?

Am VZ gefiel mir, dass die sich genau damit beschäftigen und wie es auf jeden Fall reichen soll.
Natürlich nehmen die alle 1 Prozent.
Wenn ich es selbst machen würde, müsste ich weniger Rendite schaffen.

Also für die ersten vier Jahre reicht eine Entnahme von 1400-1500 als Ersatz für die Canadalife. In der Zeit kann der Rest angelegt bleiben.
Dann müsste man wieder gucken.

Oh und ich mache was ganz anderes, was ich jetzt hier nicht öffentlich schreiben möchte, weil es nicht so häufig ist und ich mich nicht erkennbar machen möchte und jeder, der mich kennt sofort wüsste, wer ich bin dann. :D

 

 

vor 42 Minuten von hattifnatt:

Dabei würde ich mir auch fertige Lösungen anschauen, die einem das Rebalancing abnehmen, z.B. (gibt's allerdings nicht als 50/50):

 

Siehe auch: https://extraetf.com/de/guides/themes/multi-asset

 

Das ist nutzlos bzw. kontraproduktiv, wenn es dazu führt, dass im Crash verkauft wird, siehe z.B. hier:

https://www.wertpapier-forum.de/topic/44309-fairriester-fairrde-raisin-pension-etf-riester/page/113/

 

Danke Dir. Ich verstehe was Du mit dem Crash meinst. Da würde ich jetzt, zumindest für mich sogar eine Chance zum Zukauf sehen.

Aber was ich meinte: Die Privatbank, wo meine Eltern jetzt das 400.000 Euro Depot haben, steuert aktiv. Noch bevor es crasht. Bei unsicherer Marktlage erhöhen die den Anleihenteil leicht, das kann ich der Portfolio- und Depotführung entnehmen. Das war, was ich meinte. Die agieren gerade zB etwas vorsichtiger, oder Ende 2025 konnte man das auch sehen. Natürlich war das noch kein Crash.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Lilith_26

Vielen Dank euch allen, ich lese gerade sorgfältig alles von euch und klicke jeden Link. <3 :)

Soviel zu bedenken...

Ich habe diverse Value Fonds im Depot gefunden, ganz viele davon von Acatis. Die habe ich bisher noch nicht in ETFs umgewandelt. Sollte ich das auch angehen? Was mir an den Acatisfonds gefiel war, dass da nicht nur Tech drin ist und der Manager vor einer KI-Blase warnt. Die sind gerade nicht so berauschend, aber auch kein weiterer Techanteil, dachte ich mir. Die Magnificient Seven waren viel zu dolle schon vertreten, ich habe mir die Finanzfluss Copilot App gemacht und das gesehen und war ganz schön entsetzt.

Vanguard Life Strategy hatte ich mir auch angesehen. Da lohnt sich wahrscheinlich erst wieder 60 Prozent Equity, oder? Und 60 Prozent enthalten dann wieder einiges an Tech. Ich fühle mich nicht wohl damit, gerade viel meiner Eltern in Tech zu legen. Wer 1999 in die S&P500 investierte, musste bis 2005 warten, um wieder im Plus zu sein.

Klar, auf 15 Jahre rechnet sich das trotzdem, aber die 15 Jahre habe ich, Mama und Papa eher nicht so.
 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Malvolio
· bearbeitet von Malvolio

Vermögensverwalter braucht es nicht. Die kosten viel Geld und in eurer Größenordnung bekommst du da auch nur ein Angebot von der Stange. Im schlimmsten Fall verkaufen die auch dann auch noch teure Investmentfonds.

 

Wie gesagt. Erstmal müsst ihr euch überlegen, was mit dem Geld passieren soll bzw. wozu es dienen soll, wie viel monatlich entnommen werden soll. Dann kann man sich daraus eine geeignete Aufteilung (Allokation) ableiten. Z.B. einen Teil auf ein Geldmarktkonto bzw. in einen Geldmarktfonds, einen Teil z.B. in sichere Anleihen, ggf. einen Teil in breit gestreute Aktien ETF.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Lilith_26
vor 19 Minuten von LongtermInvestor:

 

 

Mir scheint auch das dir der Hintergrund fehlt, um deine Eltern beraten zu können. Stelle dir mal mal vor deine Eltern schieben 500k in den Kapitalmarkt und morgen sind es nur noch 250k, was machst du dann? Von daher empfehle ich dir bevor überhaupt etwas angepasst wird sich intensiv mit Basisliteratur auseinanderzusetzen und eine detaillierte Bestandsaufnahme zu machen.
 

Wahrscheinlich fehlt der mir, ich stimme Dir völlig zu. 
Ich habe Finanztip und Finanzfluss viel gelesen und auch das Finanzflussbuch und deren YouTube Kanal. Dann noch so Sachen wie Motley, Boersennews, Wirtschaftswoche, ich hatte jetzt über ein Handelsblatt Abo nachgedacht.

Welche Basisliteratur brauche ich? Nenn mir die Titel und Autor:innen gerne, ich arbeite mich dann ein.
Welche Apps sind hilfreich?
Ich habe bereits Finanzfluss Copilot eingerichtet, aktualisiere das regelmäßig und versucht einen Überblick über Klumpenrisiken und ähnliches zu erhalten.

Was meinst Du mit Kapitalmarkt? Meinst Du breit gestreute ETFs oder Einzeltitel?
Ich traue mir absolut nicht zu Einzeltitel angemessen beurteilen zu können, deshalb wollte ich nur breit gestreute ETFs nehmen. Wenn es ein Stress-Szenario gibt und einen 50 prozentigen Einbruch, dann würde ich sehr ruhig bleiben und meinen Eltern sagen, dass dafür der Sicherheitspuffer ist, damit sie das Geld jetzt auf jeden Fall liegen lassen. Also: ETFs am Kapitalmarkt ja, Einzeltitel für meine Eltern nein. 

Breit gestreut impliziert hier für mich natürlich, dass der Coreteil nicht in Sektorwetten liegen sollte, sondern beispielsweise in dem FTSE All, StoxxEurope600, Emerging Markets, Asia und ähnlichem, während ein defensiverer Teil in Health und Consumer Staples liegen darf, weil die sich in Krisen meistens schneller erholen und Consumer Staples Preissetzungsmacht hat. Beide haben gerade auch keinen krassen CAPE Wert.

Ich frage mich gerade jeden Tag, was ich machen würde, wenn der Markt einbricht. Ich will ja auch nicht, dass andere für mich denken, sondern mir Rat in einer Community holen, wo Leute sich schon sehr lange mit Finanzen auseinandersetzen.
 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Malvolio
· bearbeitet von Malvolio

Ich stelle mir meinen Ruhestand in etwa so vor:  

 

1. Tagesgeldkonto mit dem zu entnehmendem Bedarf für ein Jahr und eine Liquiditätsreserve

2. Gestaffelt 5 sichere Anleihen (z.B. Bundesanleihe oder Festgeld) mit einer Laufzeit von 1 bis 5 Jahren ... hier wird jedes Jahr eine fällig und das Geld fließt auf das Tagesgeldkonto.

3. Ein breit gestreutes Anlageportfolio, hauptsächlich Aktien (ETF). Einmal im Jahr wird hier ein Teil entnommen und eine neue 5 Jährige Anleihe für Nr. 2 gekauft, um die Anleihenleiter wieder aufzufüllen.

 

So hat man jeweils für 5-6 Jahre einen relativ sicheren Zahlungsstrom und kann bei dem riskanten Teil Kursschwankungen aussitzen. Je nach dem Kann man z.B. noch ein Sicherheitspolster einbauen, z.B. einen Geldmarknahen Fonds für unvorhergesehene Ausgaben. 

 

Wie gesagt, so stelle ich mir MEINEN Ruhestand vor. Das muss dann natürlich auf den jeweiligen Fall angepasst werden. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Lilith_26
vor 6 Minuten von Malvolio:

Wie gesagt. Erstmal müsst ihr euch überlegen, was mit dem Geld passieren soll bzw. wozu es dienen soll, wie viel monatlich entnommen werden soll. Dann kann man sich daraus eine geeignete Aufteilung (Allokation) ableiten. Z.B. einen Teil auf ein Geldmarktkonto bzw. in einen Geldmarktfonds, einen Teil z.B. in sichere Anleihen, ggf. Daeinen Teil in breit gestreute Aktien ETF.

Danke, Malvolio!
Papa will, dass es nicht weniger wird.
Für die ersten Jahre wollen wir nur Mamas Canadalife Beitrag "ersetzen", also 1400 bis 1500 monatlich. Das heißt, ich müsste bei 1,3 Millionen so 1,34 jährliche Entnahme einplanen. Dafür wäre bei Inflation doch eine jährliche Rendite von mindestens 5 Prozent gut, oder?

Später wollen die beiden noch mehr reisen, so in 6 Jahren vielleicht.
Asset Allokation fand ich bei der Privatbank, wo die ihr Depot hatten, auch ganz gut, da sieht man immer genau wie viel gerade liquide ist und wieviel in Anleihen liegt. Die nutzen allerdings keine ETFs, sondern gleich Einzeltitel wie Amazon oder Alphabet direkt. Kann ich nicht beurteilen, ob das mehr Sinn macht, um eine direkte Kontrolle über die "Treiber" zu halten oder ob ETFs da besser wären.

vor 2 Minuten von Malvolio:

Ich stelle mir meinen Ruhestand in etwa so vor:  

 

1. Geldmarktkonto mit dem zu entnehmendem Bedarf für ein Jahr und eine Liquiditätsreserve

2. Gestaffelt 5 sichere Anleihen mit einer Laufzeit von 1 bis 5 Jahren ... hier wird jedes Jahr eine fällig und das Geld fließt auf das Geldmarktkonto.

3. Ein breit gestreutes Anlageportfolio, hauptsächlich Aktien. Einmal im Jahr wird hier ein Teil entnommen und eine neue 5 Jährige Anleihe für Nr. 2 gekauft, um die Anleihenleiter wieder aufzufüllen.

 

So hat man jeweils für 5-6 Jahre einen relativ sicheren Zahlungsstrom und kann bei dem riskanten Teil Kursschwankungen aussitzen. Je nach dem Kann man z.B. noch ein Sicherheitspolster einbauen, z.B. einen Geldmarknahen Fonds für unvorhergesehene Ausgaben. 

 

Wie gesagt, so stelle ich mir MEINEN Ruhestand vor. Das muss dann natürlich auf den jeweiligen Fall angepasst werden. 

<3

Danke. Das ist sehr konkret. 
Ähnliche Überlegungen hatte ich auch, aber bei weitem nicht so konkret. Ich recherchiere Deine Idee mal und überlege, wie ich etwas ähnliches umsetzen könnte.
Ich dachte auch an so eine Etappenstrategie. 

Jetzt lach bitte nicht, aber was ist ein Geldmarktnaher Fonds für Dich? Ist das einfach einer, der einen hohen Teil Anleihen hält, also sowas wie Nordea Stable Return oder den Vanguard Life Strategy ETF? 

Ich habe bisher mein Tagesgeld bei der Willbe, weil die sich immer an der EZB orientiert.
Würdest Du auch da im Vergleich stattdessen ein Geldmarktkonto empfehlen?
Und Du meinst aber keinen Geldmarkt ETF, ja?
https://www.finanzfluss.de/geldanlage/geldmarkt-etfs/

Ich habe gerade erstmal Geldmarkt 
Konto gegoogelt und muss zu meiner Schande gestehen, dass ich noch nicht weiß was genau die Unterschiede zum Tagesgeldkonto sind. Ich bleibe aber dran. Danke Dir. :) <3
https://www.raisin.com/de-de/tagesgeld/geldmarktkonto/

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Lilith_26
· bearbeitet von Lilith_26

Also, da ich zuviel geschrieben habe, nochmal kurz für alle:

Ich möchte über die nächsten 5 Jahre jeden Monat so ca. 1400-1500 für die entnehmen können und der Rest soll in der Zeit angelegt bleiben. 
Dafür wollte ich erst zu einer Bank, dem Zentrum für Vermögensverwaltung oder ähnlichem. Ich dachte, das 1,34 Prozent Entnahme pro Jahr eigentlich gut möglich sein sollten. Nach 5 Jahren würde ich nochmal gucken, ob die Summe leicht angehoben werden muss und ob die eine größere Menge Cash für Reisen brauchen.


Ich bin aber skeptisch gegenüber meiner eigenen Kompetenz. Ich weiß aus meinen eigenen Fachbereichen, dass man, je mehr man weiß, erkennt was man eigentlich alles nicht weiß. Und ich dachte, es wäre besser das alles Experten machen zu lassen. Aber hier haben ja ganz viele Menschen sehr schlechte Erfahrungen mit Experten gesammelt.
 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
LongtermInvestor
· bearbeitet von LongtermInvestor
vor 33 Minuten von Lilith_26:

Ich bin aber skeptisch gegenüber meiner eigenen Kompetenz.

Das solltest Du auch sein, solange Du keine klare Vermögensbilanz und Cashflow-Notwendigkeiten aufzeigen kannst, ist Dein Wissen bei weiten nicht ausreichend Deinen Eltern Tipps zu geben. 

vor 51 Minuten von Lilith_26:

Ich habe Finanztip und Finanzfluss viel gelesen und auch das Finanzflussbuch und deren YouTube Kanal. Dann noch so Sachen wie Motley, Boersennews, Wirtschaftswoche, ich hatte jetzt über ein Handelsblatt Abo nachgedacht.

Das habe ich befürchtet, ich sage es auch ganz klar und direkt, Du hast vielleicht Interesse an der Thematik aber keine Ahnung! Es geht hier um das Lebenswerk und Vermögenserhalt Deiner Eltern und nicht um irgendwelche Meinungen, von Leuten die damit ihr Geld verdienen.

 

Arbeite zu Beginn die Bücher von Kommer durch, beispielsweise Souverän investieren vor und im Ruhestand

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Malvolio
vor 45 Minuten von Lilith_26:

Danke, Malvolio!
Papa will, dass es nicht weniger wird.
Für die ersten Jahre wollen wir nur Mamas Canadalife Beitrag "ersetzen", also 1400 bis 1500 monatlich. Das heißt, ich müsste bei 1,3 Millionen so 1,34 jährliche Entnahme einplanen. Dafür wäre bei Inflation doch eine jährliche Rendite von mindestens 5 Prozent gut, oder?

Später wollen die beiden noch mehr reisen, so in 6 Jahren vielleicht.
Asset Allokation fand ich bei der Privatbank, wo die ihr Depot hatten, auch ganz gut, da sieht man immer genau wie viel gerade liquide ist und wieviel in Anleihen liegt. Die nutzen allerdings keine ETFs, sondern gleich Einzeltitel wie Amazon oder Alphabet direkt. Kann ich nicht beurteilen, ob das mehr Sinn macht, um eine direkte Kontrolle über die "Treiber" zu halten oder ob ETFs da besser wären.

<3

Danke. Das ist sehr konkret. 
Ähnliche Überlegungen hatte ich auch, aber bei weitem nicht so konkret. Ich recherchiere Deine Idee mal und überlege, wie ich etwas ähnliches umsetzen könnte.
Ich dachte auch an so eine Etappenstrategie. 

Jetzt lach bitte nicht, aber was ist ein Geldmarktnaher Fonds für Dich? Ist das einfach einer, der einen hohen Teil Anleihen hält, also sowas wie Nordea Stable Return oder den Vanguard Life Strategy ETF? 

Ich habe bisher mein Tagesgeld bei der Willbe, weil die sich immer an der EZB orientiert.
Würdest Du auch da im Vergleich stattdessen ein Geldmarktkonto empfehlen?
Und Du meinst aber keinen Geldmarkt ETF, ja?
https://www.finanzfluss.de/geldanlage/geldmarkt-etfs/

Ich habe gerade erstmal Geldmarkt 
Konto gegoogelt und muss zu meiner Schande gestehen, dass ich noch nicht weiß was genau die Unterschiede zum Tagesgeldkonto sind. Ich bleibe aber dran. Danke Dir. :) <3
https://www.raisin.com/de-de/tagesgeld/geldmarktkonto/

Fragen ist keine Schande. ;)  Ein Geldmarktnaher Fonds ist ein Fond (kann auch ein ETF sein) der verzinsliche Wertpapiere mit kurzer Restlaufzeit enthält. Das kann auch ein Geldmarkt-ETF sein. Vorteil von solchen Fonds/ETFs ist, dass sie wenig im Wert schwanken. Das ist also etwas für Mittel, die kurzfristig verfügbar sein sollen, ohne das man ein Kursrisiko eingeht. Das ist z.B. etwas für eine Liquiditätsreserve. Also so eine Art Tageskonto als Fonds/ETF.

 

Geldmarktkonto und Tagesgeldkonto ist das selbe, schau ruhig nach Tagesgeldkonto. Sorry, wenn ich dich verwirrt habe. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Neverdo

Hat hier schon jemand angesprochen, sieh dir mal ausschüttende ETFs an, die gibt es sehr solide aufgestellt mit jährlichen Ausschüttungen von rd. 4% - 5% und Jahresperformance zudem von 25-30% . 1400,- Euro pro Monat lassen sich leicht generieren.

Hat zudem den Vorteil keine Vorabbesteuerung zu haben...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
DennyK

25-30% Jahresperformance hört sich eher nach großen Tech ETFs an, welche auf 5-10 Jahre im Durchschnitt aber auch „nur“ auf 20-25% kommen, je nach Index. Diese schütten aber keine 4-5% aus. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Pfennigfuchser

Puh, was für ein Chaos. 

 

Ich habe ehrlich gesagt kein gutes Bauchgefühl damit, dass Du jetzt locker umschichtest, ohne vorher geklärt zu haben, wo es denn überhaupt hingehen soll. Auch würde ich mir zum derzeitigen Zeitpunkt noch Überlegungen, in welche Bereiche man nun investieren möchte (Tech, ja nein, Consumer, etc) noch sparen. 

 

Du musst erst klären, was reinkommt, was rausgeht, was welchen Rückkaufswert hat und welchen steuerlichen Implikationen unterliegt. 

 

Die Infos, die Du gibst bzw hast, sind noch sehr unvollständig, sammle das erst einmal alles ein. Und dann muss man jedes Ding in Ruhe einzeln anschauen. Z.B. wäre ein Riester, der auf 29.000€ volle 170€ im Monat zahlt, sehr gut, den sollte man behalten, einer, in den man vorher noch 80.000 reinstecken muss, jedoch eher nicht. 

 

Also:

Sichten, was da ist. 

Klären, was benötigt wird.

Wuschstruktur festlegen.

Umschichten.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Malvolio
vor 46 Minuten von Neverdo:

Hat hier schon jemand angesprochen, sieh dir mal ausschüttende ETFs an, die gibt es sehr solide aufgestellt mit jährlichen Ausschüttungen von rd. 4% - 5% und Jahresperformance zudem von 25-30% . 1400,- Euro pro Monat lassen sich leicht generieren.

Hat zudem den Vorteil keine Vorabbesteuerung zu haben...

Jahresperformance von 25-30% sind aber nicht der Normalfall. Darauf kann man sich nicht verlassen, schon gar nicht als Ruheständler. 

 

Ausschüttungen von 4% oder mehr sind auch mit breit anlegenden Fonds kaum möglich. Es gibt natürlich z.B. Dividenden-ETF, die in einer solchen Größenordnung ausschütten, aber das ist auch kein Normalfall. Das muss dann auch in die eigene Allokation passen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
satgar
· bearbeitet von satgar
vor 2 Stunden von Lilith_26:

aber die 15 Jahre habe ich, Mama und Papa eher nicht so.

Wieso?

 

Schau dir einfach Finanztest mit dem Pantoffelportfolio an. Das geht für jeden, ist super simpel und braucht keinerlei Expertenwissen dafür. Es ist absolut einfach.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Lilith_26
· bearbeitet von Lilith_26
vor 28 Minuten von Pfennigfuchser:

Puh, was für ein Chaos. 

 

Ich habe ehrlich gesagt kein gutes Bauchgefühl damit, dass Du jetzt locker umschichtest, ohne vorher geklärt zu haben, wo es denn überhaupt hingehen soll. Auch würde ich mir zum derzeitigen Zeitpunkt noch Überlegungen, in welche Bereiche man nun investieren möchte (Tech, ja nein, Consumer, etc) noch sparen. 

 

Du musst erst klären, was reinkommt, was rausgeht, was welchen Rückkaufswert hat und welchen steuerlichen Implikationen unterliegt. 

 

Die Infos, die Du gibst bzw hast, sind noch sehr unvollständig, sammle das erst einmal alles ein. Und dann muss man jedes Ding in Ruhe einzeln anschauen. Z.B. wäre ein Riester, der auf 29.000€ volle 170€ im Monat zahlt, sehr gut, den sollte man behalten, einer, in den man vorher noch 80.000 reinstecken muss, jedoch eher nicht. 

 

Also:

Sichten, was da ist. 

Klären, was benötigt wird.

Wuschstruktur festlegen.

Umschichten.

Du hast natürlich völlig Recht mit dem Chaos. Danke Dir!

Ich muss jetzt noch was gestehen: Ich habe mich bis meine Eltern mich jetzt brauchten, nie intensiv mit Finanzen befasst. Ich bin behütet aufgewachsen und mir wurde beigebracht vernünftig zu leben und natürlich habe ich Ersparnisse, aber ich habe auch viel einfach mitgemacht, was Papas Freund, der Makler, empfohlen hat. Also, ich war immer sehr zufrieden in einer schönen Wohnung in der Stadt zu wohnen und hatte keinen hohen Konsumdruck, meine Eltern haben mich während des Studiums auch immer unterstützt und natürlich habe ich auch immer gearbeitet, das wurde uns so beigebracht. Ich habe also jeden Monat einfach einen Fondssparplan gemacht, mit den Fonds, die Papas Freund mir empfohlen hatte, auf so Sachen wie eine Zahnzusatzversicherung, Rechtsschutz etc geachtet und ein gutes Polster von 25.000 Euro auf einem Willbe Tagesgeld angelegt. 

Als meine Eltern mir gesagt haben, dass sie mir gerne 150.000 schenken möchten, damit ich das zusätzlich jetzt schon anlegen kann, habe ich zum ersten mal wirklich recherchiert. Vorher habe ich Finanztip.de eher für Versicherungen und Tagesgeldempfehlungen benutzt. 

Also habe ich Indexfonds, die Entstehung von Indexfonds, das Risiko von Einzeltiteln und so weiter angefangen zu recherchieren. Dann wurde klar, dass meine Eltern sehr überfordert sind und mich brauchen. Vorher dachte ich immer, dass es eine Sache des Respekts ist, dass ich da nicht weiter nachfrage, sondern die Entscheidungen für ihr Leben treffen lasse. Aber das wollen die gar nicht so, sondern Unterstützung. Die sagen, es sei ihnen alles zu schnell und kompliziert geworden. Papa sagt, er konnte bei der Fondsbank überhaut nicht überblicken, was er überhaupt für Fonds hatte. Der sagt, der Makler kam, hat ihm gesagt warum das eine gute Idee ist und dann hat Papa gesagt "okay, machen wir." 




Ich habe deshalb sofort umgeschichtet, weil viel zu viel Tech in diesen Fonds enthalten war. Ich habe das Portfolio in Finanzfluss Copolit übertragen und gesehen wie hoch der Anteil der Magnificient Seven war. Das hatte dieser Makler nur nicht bemerkt, weil der einfach locker flockig ganz viele Fonds genommen hat und sich gedacht hat, dass es dann ja breit gestreut wäre. Der wusste aber selber nicht, was in diesen Fonds enthalten war.
Durch meine Promotion kann ich mir Zeit selber einteilen, ich habe also letzte Woche komplett damit verbracht mir die Infos auszudrucken zu den einzelnen Fonds und dann die Firmen, die da dran sind zu recherchieren, die Perfomance, die laufenden Kosten etc.

Dann habe ich dieses Finanzfluss Copilot Portfolio erstellt, um eine Übersicht zu erhalten. Ich habe erstmal Teile umgeschichtet, damit das breiter verteilt ist und das Klumpenrisiko verteilt ist.
Dann habe ich einen Teil Gewinne realisiert und mit einem schlechter laufenden Gesundheitsfond verrechnet, sodass die beiden auf jeden Fall ein akutes Polster haben, falls es irgendeine Disruption gibt. Diese Summe war mir wichtig, damit man den Rest in Ruhe angehen kann. Der Verkauf bei der Fondsbank ist leider sehr langwierig und dauert 4-5 Werktage... Ich richte gerade ein Tagesgeldkonto bei der Willbe ein und dachte, dass ich da 30.000 für die beiden parke, während wir uns mit Privatbanken treffen und ein Konzept für das Gesamtvermögen erstellen lassen.
Da die ja regelmäßige Einnahmen haben und nicht komplett auf ihr Vermögen angewiesen sind, sollte das als "Notgroschen" erstmal ausreichen.

Darum habe ich quasi als erste Maßnahme einfach den Anteil der Magnificient Seven und Halbleiterindustrie reduziert, mich hat wirklich erschrocken wie groß zusammen der Anteil daran war. Der Makler wusste das schlicht nicht als ich ihn danach gefragt habe und meinte salopp, dass das doch der Fondsmanager macht.
Nun habe ich habe mit Papa abgeklärt, dass wir breit streuen wollen. Darum habe ich US-lastige Fonds, die aber im Plus waren teilweise in ETFs umgeschichtet. 
Da wie bereits gesagt: Einmal Europe600, einmal Emerging Markets und einmal Pacific ex Japan. Dazu dann einen Teil in den globalen Xtrackers Consumper Staples. Das habe ich einfach deshalb zügig gemacht, damit nicht 25 Prozent in den Magnificient Seven steckt und dann nochmal 10-15 Prozent in Halbleitern.
Und das nur bei dem Portfolio bei der Fondsbank! Die Privatbank hält ja selber nochmal Einzeltitel in genau diesen Bereichen! Die steuern das zwar täglich und sagen, sie hätten das im Blick, aber trotzdem!
Soviel in US-Tech und Halbleitern...

Grundsätzlich hast Du völlig Recht und ich halte mich auch wirklich nicht für kompetent genug. Darum wollte ich ja gerne zu einer Bank, die das als gesamtes überblicken soll.


Ich dachte auch nicht daran Riester zu kündigen, sondern beitragsfrei zu stellen, alleine wegen der Steuer.

Du sagst, das ist auch nicht vorteilhaft? 
Ich will diesen Makler von jetzt an aus allem raushalten, der weiß selber nicht genau was in den Fonds drin ist und sieht Riester eher als Fehler. Das hat der meinen Eltern damals angedreht.
 

vor 29 Minuten von Pfennigfuchser:

Und dann muss man jedes Ding in Ruhe einzeln anschauen. Z.B. wäre ein Riester, der auf 29.000€ volle 170€ im Monat zahlt, sehr gut, den sollte man behalten, einer, in den man vorher noch 80.000 reinstecken muss, jedoch eher nicht. 

vor 6 Minuten von satgar:

Wieso?

 

Schau dir einfach Finanztest mit dem Pantoffelportfolio an. Das geht für jeden, ist super simpel und braucht keinerlei Expertenwissen dafür. Es ist absolut einfach.

Danke, mach ich sofort. :)

Riester gucke ich mir jetzt nochmal an, ich habe hier zwei Wäschekörbe voller Ordner.  :o

Danke auch an @LongtermInvestor, ich habe mir das Buch von Gerd Kommer schon runtergeladen und einmal an Papa bestellt. Kommer kannte ich auch schon, dessen YouTube Talks habe ich mir angehört und den bekommt man ja auch mit. Ich werde seine Bücher jetzt mal systematisch durcharbeiten.

Was brauche ich noch, außer Gerd Kommer?

Ihr könnt mir alle Hausaufgaben dieser Welt geben. Meine Eltern sind Top Priorität 1 für mich und ich kann mir meine Zeit selber einteilen. 

Ach ja: Ich würde natürlich zurück nach Hause kommen, wenn die so alt sind, dass die Hilfe bräuchten. In meinen Bereichen ist Home Office üblich und die haben extra eine Ebene altersgerecht umgebaut. Ich bin extra nicht weit weggezogen, sondern nur in eine Großstadt, die 30-60 Minuten mit dem Auto entfernt ist. 
Klar, andere Pflege wird vielleicht mal nötig sein, aber die können sich auf mich verlassen. Die haben mich gepflegt als ich klein war und so sehr geliebt und ich pflege und liebe sie jetzt, wo sie alt sind. Papa hat mich zum Bus gefahren, weil ich ständig zu spät dran war für die Schule und Mama hat mit einer Engelsgeduld meine Brotdosen aus dem Tonnister geholt, jetzt bin ich dran. :D

Also, was immer ich tun kann, werde ich auch tun. Ich bin jeden Tag dankbar, dass ich die beiden habe. Und Geld schenken müssen sie mir auch nicht, wenn das deren Altersvorsorge besser stützt, dann sollen sie es lieber behalten.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

×
×
  • Neu erstellen...