supertobs 4. Juli · bearbeitet 4. Juli von supertobs Zitat Wer heute Vermögen besitzt, muss umdenken: Nicht der Aufbau, sondern der Schutz entscheidet darüber, was langfristig bleibt. In einer Welt zunehmender Unsicherheiten und staatlicher Eingriffe reicht klassische Geldanlage allein nicht mehr aus. Dr. Gerd Kommer und Felix Großmann zeigen, wie wohlhabende Menschen ihr Vermögen für sich und ihre Familie langfristig sichern und strukturiert schützen können. Aus der Praxis schildern sie, welche Schutzmaßnahmen tatsächlich funktionieren, um Vermögen vor politischen, volkswirtschaftlichen, zivilrechtlichen, steuerlichen und kapitalmarktbedingten Risiken zu bewahren – und welche verbreiteten Instrumente nur scheinbare Sicherheit bieten oder sogar schaden. Ein besonderes Augenmerk richten die Autoren auf die Familienstiftung als zentralen Baustein moderner Vermögensstrukturierung: Sie hat steuerliche Vorteile, regelt die Vermögensnachfolge, sichert die Versorgung künftiger Generationen und erhöht die Krisenresistenz des Vermögens. Habe ich gestern bekommen, ist ganz gut strukturiert. Ein wenig „verkopft“ im Satzbau (für meinen Aggregatzustand am Abend), etwas lang. 120 Seiten über Familienstiftung. Bin aber auch erst im ersten Kapitel. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar 4. Juli Im Vergleich zu einer Stiftung finde ich persönlich Modelle wie eine FamilienKG eigentlich besser. Aber ich bin in das Thema nie Mega tief eingestiegen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Peter23 4. Juli vor 12 Minuten von satgar: Im Vergleich zu einer Stiftung finde ich persönlich Modelle wie eine FamilienKG eigentlich besser. Das sehe ich auch so. Ich finde die Lösung von Kommer auch viel zu teuer. Warum aber überhaupt neues Buch? Gibt es das nicht schon mehr als 5 Jahre? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 4. Juli Eine Konkrete Frage: Ab wie viel Vermögen lohnt sich das Lesen des Buches? Will fragen: Muss es 7- oder 8-stellig sein oder gibt es auch gute Tipps für klein/mittel/groß 6-stellig? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
supertobs 4. Juli Zitat Dieses Buch richtet sich an wohlhabende Haushalte Es ist auch von ‚reich‘ die Rede, auch stark Perspektive von Unternehmern am Ende ihrer Karriere so mein Eindruck. Ich lese es mal komplett, dann werde ich noch mal berichten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Lazaros 4. Juli vor 3 Minuten von supertobs: Es ist auch von ‚reich‘ die Rede, auch stark Perspektive von Unternehmern am Ende ihrer Karriere so mein Eindruck. Ich lese es mal komplett, dann werde ich noch mal berichten. Danke dafür im voraus. Was ich mich frage? Warum schreibt man (rein aus egoistisch finanzieller Sicht) ein Buch für eine sehr kleine Zielgruppe? Die Verkaufszahlen dieses Buches sind ja dadurch sehr begrenzt, zumal viele der Zielgruppe die Geldanlage delegieren bzw. outsourcen an eine Vermögensverwaltungsgesellschaft. Oder sollte gar Dr. Kommer etwa so was in der Art anbieten? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger 4. Juli vor 5 Minuten von Lazaros: Warum schreibt man (rein aus egoistisch finanzieller Sicht) ein Buch für eine sehr kleine Zielgruppe? weil es nur ein update von Schreibsel ist, das er schon früher publiziert hat. vor 6 Minuten von Lazaros: Oder sollte gar Dr. Kommer etwa so was in der Art anbieten? jupp, zumindest das Consulting dazu bietet er an. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation 4. Juli vor 9 Minuten von Lazaros: Was ich mich frage? Warum schreibt man ein Buch für eine sehr kleine Zielgruppe? Schau mal an die Universitäten und Forschungseinrichtungen. Die Artikel und Monographien, die dort geschrieben werden, werden nur von sehr wenigen Menschen gelesen...Teilweise sogar nur von 2 oder 3 Fachleuten weltweit. Warum machen die das nur??? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger 4. Juli · bearbeitet 4. Juli von Bolanger vor 11 Minuten von stagflation: Schau mal an die Universitäten und Forschungseinrichtungen. Die Artikel und Monographien, die dort geschrieben werden, werden nur von sehr wenigen Menschen gelesen...Teilweise sogar nur von 2 oder 3 Fachleuten weltweit. Warum machen die das nur??? Um sich mit der Anzahl von Veröffentlichungen zu brüsten, was ein Aspekt beim Renommee eines Wissenschaftlers und damit seiner Möglichkeit, Geld zu bekommen, ist?! Aber zurück zum Buch und dessen Thema. Wenn ich mich richtig erinnere, dann hilft das Buch nur sehr bedingt für Normalo-Wohlhabende wie die WPF-Nutzer. Es zielt wahrscheinlich auf den generationenübergreifenden Erhalt von Vermögen ab. Und damit man neben seinem eigenen Ruhestand noch das Auskommen künftiger Generationen absichern kann bedarf es schon eines ordentliches Finanzpolsters, dessen Erhalt auch einiges kosten darf. Für den typischen WPF-Nurtzer, so er denn anstrebt, von seinem Ersparten etwas an Folgegenerationen abzugeben bleibt wohl nur zu hoffen, dass diese von ihm gelernt haben, damit umzugehen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
supertobs 4. Juli Ich fände es gut die Inhalte des Buchs zu besprechen und nicht gleich Schnappatmung zu bekommen oder einfach über Inhalte zu spekulieren. Das Buch kostest 49,00 Euro Zielgruppe, wie @Holgerli fragt: Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 4. Juli vor 8 Minuten von supertobs: Zielgruppe, wie @Holgerli fragt: Danke Dir für Deine schnelle Rückantwort. Auf Amazon gibt es eine erste (verifizierte) Rezension. Die Überschrift zu dieser lautet: "Schwerpunkt des Buches finanzieller Background ab 1,5 Mio. aufwärts" Würde mich freuen, wenn wir hier eine angemessene Diskussion führen könnten und nicht das Buch der Zielgruppe wegen kritisiert wird. Denn dann könnte man auch das WPF als ganzes "kritisch hinterfragen". Wer nichts zu dem Buch wissen möchte, der soll halt den Thread ignorieren. Vielleicht springt ja auch noch eine Rezension für den "Was lest ihr zur Zeit ?"-Thread raus. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Lazaros 4. Juli vor 49 Minuten von Holgerli: Auf Amazon gibt es eine erste (verifizierte) Rezension. Die Überschrift zu dieser lautet: "Schwerpunkt des Buches finanzieller Background ab 1,5 Mio. aufwärts" Würde mich freuen, wenn wir hier eine angemessene Diskussion führen könnten und nicht das Buch der Zielgruppe wegen kritisiert wird. Ich denke mal, dass meine Frage zur Intention des Autors eine sehr gute Frage war, welche direkt zum Buch gehört. vor 1 Stunde von Lazaros: Was ich mich frage? Warum schreibt man (rein aus egoistisch finanzieller Sicht) ein Buch für eine sehr kleine Zielgruppe? Die Verkaufszahlen dieses Buches sind ja dadurch sehr begrenzt, zumal viele der Zielgruppe die Geldanlage delegieren bzw. outsourcen an eine Vermögensverwaltungsgesellschaft. Oder sollte gar Dr. Kommer etwa so was in der Art anbieten? Da ich weder zur Zielgruppe des Buches gehöre und mich der Inhalt auch nicht interessiert (wohl aber die Hintergedanken von Dr. Kommer), werde ich euch nicht weiter stören bei der Buchbesprechung. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Stoiker 4. Juli vor 2 Stunden von Lazaros: Warum schreibt man (rein aus egoistisch finanzieller Sicht) ein Buch für eine sehr kleine Zielgruppe? Die Verkaufszahlen dieses Buches sind ja dadurch sehr begrenzt, zumal viele der Zielgruppe die Geldanlage delegieren bzw. outsourcen an eine Vermögensverwaltungsgesellschaft. Oder sollte gar Dr. Kommer etwa so was in der Art anbieten? Zufälligerweise ist das ja genau die Zielgruppe, die er mit seiner Vermögensverwaltung anspricht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation 4. Juli · bearbeitet 4. Juli von stagflation vor einer Stunde von Lazaros: wohl aber die Hintergedanken von Dr. Kommer Hallst Du dafür Anhaltspunkte? Oder ist das nur eine Vermutung? Ich habe vor zwei Jahren sein aktualisiertes Buch "Souverän investieren" gelesen und dazu auch zwei Beiträge verfasst: hier und hier Das Buch ist toll! Es zeigt Privatanlegern, wie sie selbst investieren können. Seinen eigenen Fonds stellt er auf drei Seiten vor. Das ist auch völlig okay, weil er ihn nicht als Nonplusultra bewirbt. Ansonsten habe ich keine Werbung für ihn oder seine Produkte gefunden. Ich vermute, dass sein Buch "Intelligent Vermögen schützen" ähnlich ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
sedativ 4. Juli Vielleicht bestellt sich der Finanzminister eins, um die besprochenen Strategien zu kontern? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Peter23 4. Juli Ich habe 2021 sein Buch Souverän Vermögen schützen gelesen. Dazu gibt es hier auch einen Thread. Kann jemand sagen was der Unterschied zu diesem „neuen“ Buch mit sehr ähnlichem Titel ist? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
hattifnatt 4. Juli · bearbeitet 4. Juli von hattifnatt vor 51 Minuten von Peter23: Ich habe 2021 sein Buch Souverän Vermögen schützen gelesen. Dazu gibt es hier auch einen Thread. Kann jemand sagen was der Unterschied zu diesem „neuen“ Buch mit sehr ähnlichem Titel ist? Laut Gemini: https://gemini.google.com/share/1f556db9c585?skid=7b6fd5dc-6e49-4d21-8d69-145f3b6baae8 Zitat Was ist der Unterschied zwischen den Kommer-Büchern "intelligent vermögen schützen" und "Souverän Vermögen schützen"? Lohnt sich das erstere, wenn man letzteres (und andere Kommer-Bücher) schon gelesen hat? „Intelligent Vermögen schützen“ (erschienen am 25. Juni 2026) ist im Grunde die vollständig aktualisierte, überarbeitete und erweiterte Neuauflage des Vorgängers „Souverän Vermögen schützen“ aus dem Jahr 2021. Während das Buch von 2021 noch zusammen mit Olaf Gierhake geschrieben wurde, hat Gerd Kommer das neue Werk für 2026 gemeinsam mit Felix Großmann verfasst. Die strukturellen Unterschiede im Detail Die Kernphilosophie und die Aufteilung in die drei bekannten Säulen des Vermögensschutzes sind in beiden Büchern identisch: Vermögensbewahrung: Laufende Kosten und Steuern minimieren (z. B. durch Buy-and-Hold). Asset Protection: Rechtliche Absicherung gegen politische Risiken, Haftungsklagen, Scheidung oder Erbschaftsteuer (u. a. über Familienstiftungen). Finanzrisikomanagement: Abdeckung von Marktrisiken durch das klassische, prognosefreie Weltportfolio. Dennoch gibt es wesentliche Unterschiede, die den Sprung von 2021 zu 2026 ausmachen: Aktualität der Rechts- und Steuerlage (Stand 2026): In den fünf Jahren seit dem ersten Buch hat sich im deutschen und internationalen Steuer- und Stiftungsrecht einiges getan. Das neue Buch berücksichtigt die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen, Freibeträge und die veränderte Zinslandschaft. Fokus beim Thema Familienstiftung: Das Buch von 2021 hatte einen starken Fokus auf die Liechtensteiner Familienstiftung (bedingt durch die Expertise des damaligen Co-Autors). Das 2026er-Buch beleuchtet das Instrument der Familienstiftung (sowohl im In- als auch im Ausland) noch einmal breiter, praxisnäher und angepasst an die neuesten steuerlichen Hürden. Tieferer „Weltportfolio“-Zusammenhang: Das Kapitel zum Finanzrisikomanagement (Kapitel 8) wurde stark ausgebaut. Es schlägt eine direktere Brücke zu Kommers Kernkonzepten – inklusive konkreter ETF-Auswahl, Entnahmestrategien im Ruhestand, dem Umgang mit Wechselkursrisiken und Optimierungen für Euroskeptiker. Lohnt sich der Kauf, wenn man das alte und andere Kommer-Bücher kennt? Wenn Sie „Souverän Vermögen schützen“ sowie die Klassiker „Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs“ oder „Souverän investieren vor und im Ruhestand“ bereits im Regal stehen haben, ist die Antwort ein klares: Es kommt darauf an. Wann es sich NICHT lohnt: Falls Sie die Bücher primär aus konzeptionellem Interesse gelesen haben, um die Philosophie hinter Asset Protection und dem passiven Investieren zu verstehen, bietet das neue Buch wenig fundamental neue Theorien. Die Logik, dass man Risiken diversifiziert, Kosten senkt und Vermögen gegebenenfalls über stiftungsähnliche Konstrukte dem zivilrechtlichen Zugriff entzieht, kennen Sie bereits. Wann es sich DOCH lohnt: Konkrete Umsetzungsabsichten: Wenn Sie aktuell oder in naher Zukunft rechtliche oder steuerliche Maßnahmen planen (z. B. eine Schenkung, den Aufbau einer Familienstiftung oder Vermögensübertragungen in der Familie), sind veraltete Daten aus 2021 gefährlich. Hier liefert die 2026er-Ausgabe die notwendige juristische und steuerliche Aktualität. All-in-One-Nachschlagewerk: Das neue Buch bündelt das Asset-Protection-Wissen mit den bewährten Weltportfolio-Prinzipien auf dem neuesten Stand. Wenn Sie ein einziges, aktuelles Handbuch für die Entnahme- und Sicherungsphase suchen, ohne quer in drei älteren Kommer-Büchern lesen zu müssen, hat es einen klaren Mehrwert. Folgefrage, was es an neuen steuerlichen Regulierungen für liechtensteinische Familienstiftungen seit 2021 gab (mir kam dieses Konstrukt ja auch etwas dubios vor ): Zitat In den letzten Monaten hat sich die rechtliche und steuerliche Landschaft rund um die liechtensteinische Familienstiftung drastisch verschärft. Während Liechtenstein historisch (und auch im ersten Buch von 2021) oft als das „Nonplusultra“ für Asset Protection und Steueraufschub beworben wurde, haben aktuelle Gesetzesinitiativen und wegweisende Gerichtsurteile die Hürden für deutsche Steuerinländer massiv erhöht. Das sind die zentralen steuerlichen Hürden, die das Thema grundlegend verändert haben: 1. Das finale EuGH-Urteil zum „Steuerklassenprivileg“ Die wohl massivste Hürde für die Errichtung wurde durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in Stein gemeißelt. Es ging um die Frage, ob es rechtens ist, dass ausländische Stiftungen bei der Schenkungsteuer bei Errichtung schlechter gestellt werden als deutsche. Die Hürde: Wenn Sie Vermögen auf eine deutsche Familienstiftung übertragen, gilt das sogenannte Steuerklassenprivileg (§ 15 Abs. 2 ErbStG). Die Stiftung wird steuerlich so behandelt, wie das Verwandtschaftsverhältnis der Begünstigten zum Stifter (z. B. Steuerklasse I für Kinder, günstige Steuersätze ab 7 % und hohe Freibeträge). Der Hammer: Für ausländische Stiftungen (wie in Liechtenstein) verweigert das deutsche Finanzamt dieses Privileg und stuft sie pauschal in die Steuerklasse III ein. Das bedeutet: Nur mickrige 20.000 Euro Freibetrag, und alles darüber wird sofort mit mindestens 30 % Schenkungsteuer belegt. Der EuGH hat geurteilt, dass diese Ungleichbehandlung rechtens ist und nicht gegen den freien Kapitalverkehr verstößt. Wer heute eine Liechtenstein-Stiftung mit 2 Millionen Euro ausstattet, zahlt im schlimmsten Fall sofort rund 600.000 Euro Schenkungsteuer an den deutschen Staat. 2. Die Verschärfung der Hinzurechnungsbesteuerung (§ 15 AStG) Ein riesiger Vorteil ausländischer Stiftungen war lange Zeit der Steueraufschub (Thesaurierung): Gewinne, die in der Stiftung verbleiben, wurden in Deutschland erst einmal nicht versteuert. Dem schiebt der deutsche Gesetzgeber mit der Neufassung des Außensteuergesetzes (AStG) einen Riegel vor. Anhebung der Niedrigsteuergrenze: Die Grenze, ab der eine Hinzurechnungsbesteuerung greift, wurde auf 15 % angepasst. Da Liechtenstein Stiftungen (bzw. dortige Strukturen) sehr niedrig oder gar nicht besteuert, schnappt die deutsche Steuerfalle hier voll zu. Ausweitung des Berechtigtenkreises: Der Entwurf zur Verschärfung sieht vor, dass die Erträge der Stiftung dem Stifter oder den Begünstigten in Deutschland direkt zugerechnet und mit deren persönlichem Steuersatz (bzw. Abgeltungsteuer) belegt werden – und zwar unabhängig davon, ob überhaupt Geld ausgeschüttet wurde. Das hebelt den Zinseszins-Effekt der Thesaurierung im Ausland nahezu vollständig aus. 3. Erbschaftsteuer auf „Rentenstammrechte“ nach dem BFH-Urteil Ein beliebtes Gestaltungsmodell war es, sich im Gegenzug für die Vermögensübertragung von der Liechtenstein-Stiftung eine lebenslange Rente zusichern zu lassen. Man argumentierte, dass das Vermögen beim Tod des Stifters nicht mehr zu dessen Nachlass gehört. Die neue Hürde: Der Bundesfinanzhof (BFH) hat ein Urteil gefällt, wonach vertraglich vereinbarte Nachfolgebegünstigungen oder Rentenzahlungsansprüche (das sogenannte Rentenstammrecht) beim Tod des Stifters sehr wohl der Erbschaftsteuer in Deutschland unterworfen werden können. Damit ist ein weiteres Schlupfloch geschlossen worden, um Vermögen erbschaftsteuerfrei an die nächste Generation zu übergeben. 4. Wegzugsbesteuerung bei Unternehmensanteilen Falls Sie planen, Anteile an einer operativen deutschen Kapitalgesellschaft (z. B. einer GmbH) auf eine liechtensteinische Stiftung zu übertragen, löst dies nach deutschem Recht die Wegzugsbesteuerung (bzw. die Aufdeckung stiller Reserven) aus. Das Finanzamt behandelt die Übertragung ins Ausland so, als hätten Sie die Firmenanteile verkauft – es kommt zu einer sofortigen, meist sehr hohen Steuerbelastung, ohne dass tatsächlich liquides Geld geflossen ist. Fazit: Warum Kommer 2026 umdenken musste Genau wegen dieser Punkte unterscheidet sich das neue Buch fundamental vom alten: Während man 2021 noch relativ elegant Vermögen nach Liechtenstein verschieben konnte, um Steuern zu stunden und das Vermögen zu schützen, ist der steuerliche Eintrittspreis durch das EuGH-Urteil und das AStG mittlerweile für die meisten Privatanleger ruinös hoch. Aus diesem Grund liegt der Fokus im neuen Buch deutlich stärker auf inländischen (deutschen) Familienstiftungen oder hochgradig transparenten Strukturen, da diese das Steuerklassenprivileg behalten, die Erbersatzsteuer (alle 30 Jahre) berechenbarer ist und die laufende Besteuerung in Deutschland (v. a. bei reiner Vermögensverwaltung oder Immobilien) gezielt optimiert werden kann. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger 4. Juli Spannend dabei finde ich, wie stark sich die Rechtslage verändert zu haben scheint. Mal eben das Vermögen in eine Stiftung schieben und auf alle Ewigkeit das Vermögen geschützt zu haben könnte also ein Trugschluss sein. Und genau das stört mich an diesen ganzen Konstrukten, egal ob Stiftung oder GmbH. Schiebt man Vermögen da hin ist es erstmal weg. ändert sich dann das Umfeld könnte man diese Entscheidung später bereuen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Peter23 4. Juli @hattifnatt thx @Bolanger Es klang für mich jetzt eher so als ob das Problem nur für Neugründungen besteht Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Malvolio 5. Juli Ich finde den Titel etwas irreführend. Das Buch hat ja schon eine recht begrenzte Zielgruppe, passend zur Vermögensverwaltertätigkeit von Kommer. Für Otto-Normalanleger sind vermutlich die "Souverän Investieren" Bücher besser geeignet. Man sollte sich vor dem Kauf auf jeden Fall mal das Inhaltsverzeichnis auschauen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger 5. Juli vor 12 Stunden von Peter23: @Bolanger Es klang für mich jetzt eher so als ob das Problem nur für Neugründungen besteht Das mag sein. Die schnelle Zusammenfassung verdeutlicht aber, dass es auch bei Stiftungen weitreichende Änderungen der Rahmenbedingungen geben kann. Dies scheint ja auch mit ein Anreiz zu einer erweiterten Neuaflage des Buches gewesen zu sein. Gleichwohl bedeutet eine Stiftung (oder auch vvGmbH) eine ziemlich tiefgreifende Änderung der Vermögensstruktur. Salopp gesagt passt der Spruch "das Geld ist nicht weg, es gehört nur jemand anderem" wunderbar. Das Vermögen dann wieder in den Privatbesitz zu kommen ist zumindest bei einer Stiftung unheimlich schwer, wenn nicht fast unmöglich. Eine Stiftung hoft also darauf, dass sie über Jahrzehnte und Generationen hinweg vorteilhafter ist als Vermögen in Privatbesitz. Genau darauf würde ich persönlich nicht wetten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Der Heini 5. Juli vor 13 Minuten von Bolanger: Das Vermögen dann wieder in den Privatbesitz zu kommen ist zumindest bei einer Stiftung unheimlich schwer, wenn nicht fast unmöglich. Eine Stiftung hoft also darauf, dass sie über Jahrzehnte und Generationen hinweg vorteilhafter ist als Vermögen in Privatbesitz. Eine Stiftung macht wohl nur Sinn, wenn man das Geld sicher weitergeben möchte an die nächste Generation. Wer aber das Geld für den Ruhestand benötigt könnte da in Schwierigkeiten geraten. Ich finde die 1,5 Mio da schon sehr niedrig angesetzt bei Kommer. vor 17 Stunden von Holgerli: Die Überschrift zu dieser lautet: "Schwerpunkt des Buches finanzieller Background ab 1,5 Mio. aufwärts" Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schwachzocker 5. Juli vor 16 Minuten von Der Heini: Eine Stiftung macht wohl nur Sinn, wenn man das Geld sicher weitergeben möchte an die nächste Generation. Wer aber das Geld für den Ruhestand benötigt könnte da in Schwierigkeiten geraten.... Der Titel heißt ja auch "Intelligent Vermögen schützen" und nicht "Intelligent Vermögen verprassen". Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger 5. Juli vor 2 Stunden von Der Heini: Eine Stiftung macht wohl nur Sinn, wenn man das Geld sicher weitergeben möchte an die nächste Generation (...) Ich finde die 1,5 Mio da schon sehr niedrig angesetzt bei Kommer Selbst die Eignung einer Stiftung zur Weitergabe an die nächste Generation finde ich fragwürdig. Die nächste Generation, ggf, sogar noch die Enkel, kann man selbst oft noch überblicken. Warum sollte ich denen ein Vermögen vorenthalten und ihnen nur Erträge daraus zugestehen. Warum gebe ich ihnen nicht auch die Möglichkeit, über den Vermögensstock zu entscheiden, wie es mir auch möglich ist? Und wenn es über diese Generationen hinaus geht (gehen wir einfach von 2 Kindern und 4 Enkeln aus) bleibt das Problem bestehen, dass die Erträge auf viele aufgesplittet werden. Selbst Erträge eines Kapitalstocks im hohen siebenstelligen Bereich verwässert da. Ich verstehe, dass Stiftungen sinnvoll sind, um dauerhaft die Förderung eines Zweckes zu sichern, der nicht über die Generationen verwässert. Aber hauptsächlich zur Finanzierung der eigenen Familie? Und wenn man schon bei den Generationen ist und über die eigenen Enkel hinaus denkt wird auch klar, in welchen Zeiträumen man darauf spekuliert, dass eine Stiftung vorteilhafter als ein Halten im Privatvermögen ist. Bei Kommer könnte ich mir aber eine andere Intention vorstellen. Der freut sich über jeden Interessenten, der bei Ihm eine Beratung bucht und ggf. davon überzeugt werden kann, ihn als Vermögensverwalter zu nehmen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag