LauBiBa 16. Juli Ich interessiere mich für die langfristigen Festgelder der Norrisbank (6 bis 8 Jahre), weil ich im Laufe des Jahres Geldeingänge erwarte, die ich nicht mehr als Sondertilgung in unsere Baufinanzierung stecken kann (Jahreslimit erreicht). Nebenbei sind die Fetsgeldzinsen auch nach Steuer höher als unser Kreditzins. Ich verstehe, dass das Festgeld nur für Bestandskunden möglich ist (und es ist ja auch üblich, dass ein TG-Konto als Verrechnungskjonto benötigt wird). Deshalb wollte ich das TG-Konto jetzt schon eröffnen. Leider gelingt mir das nicht, ohne gleichzeitig ein Girokonto zu eröffnen (was ich wegen Schufa und den Gebühren, wenn kein Geldeingang reinkommt, nicht möchte). Hätte jemand von euch Zeit sich mal durch die Website zu klicken, und mir zu verraten, wo ich "abbiegen" muss? https://www.norisbank.de/geldanlage/tagesgeld-festgeld/neuanlage.html Oder ist das TG-Konto tatasächlich nicht ohne Girokonto erhältlich (Aktionszeins ist mir egal, es geht nur um Zugang zum Fetsgeld)? Die KI behauptet, es sei möglich... Viele Grüße Laura Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Horbi 16. Juli Das hat mir die Claude-KI dazu geschrieben: Nein, ein reines Tagesgeldkonto geht auch ohne Girokonto bei der Norisbank – als Referenzkonto reicht ein bestehendes Girokonto bei einer anderen Bank. Wichtig für dich als Bestandskunde: Der Haken ist der Zins. Bei der Kontoeröffnung kannst du entweder ein beliebiges bestehendes Girokonto als Referenz angeben, oder gleich ein Girokonto bei der norisbank mit eröffnen und als Referenzkonto nutzen. Ein reines Tagesgeldkonto ohne norisbank-Girokonto ist also möglich. Aber: die Aktionszinsen gibt es nur, wenn man auch ein Girokonto bei der norisbank führt – der Sonderzins von 4% wird nur gewährt, wenn zeitgleich ein norisbank-Girokonto eröffnet und der Kontowechselservice mit mindestens 3 Zahlungspartnern genutzt wird. Ohne Girokonto bekommst du nur den Standardzins von aktuell 0,75%. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Belgien 16. Juli vor 31 Minuten von LauBiBa: Deshalb wollte ich das TG-Konto jetzt schon eröffnen. Leider gelingt mir das nicht, ohne gleichzeitig ein Girokonto zu eröffnen (was ich wegen Schufa und den Gebühren, wenn kein Geldeingang reinkommt, nicht möchte). Es gelingt Dir nicht, da es bei der Norisbank nicht möglich ist, ein "stand alone" TG-Konto zu eröffnen. Das TG-Konto kann nur zusätzlich zu einem Girokonto bei der Norisbank geführt werden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
313 16. Juli · bearbeitet 16. Juli von 313 Das hat sich leider gegenüber früher massiv verändert, ich z.B. bin bei der Norisbank noch mit einem reinen TG und dem Zinsmarkt gestartet, aber das nützt Dir heute nichts mehr... Je nachdem, welche der KIs man fragt, wissen die das schon oder noch nicht. Finanztip empfiehlt die Norisbank daher als reines Tagesgeld ebenfalls nicht mehr. Wenn es Dir um den Zugriff auf den "Zinsmarkt" geht, den bekommst Du auch bei der Deutschen Bank, sogar mit mehr Partnerbanken zur Auswahl und auch mit einem reinem TG-Konto. Etwas vergleichbares zum Norisbank-Festzins-Sparen habe ich dort jedoch nicht gefunden. Die Norisbank hat hier offenbar tatsächlich leider ein sehr gutes Angebot, danach kommen als deutsche Anbieter erst wieder die akf und die Cronbank mit 3,11% und 3,1% für 8 Jahre. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LauBiBa 16. Juli vor 3 Stunden von Belgien: Es gelingt Dir nicht, da es bei der Norisbank nicht möglich ist, ein "stand alone" TG-Konto zu eröffnen. Das TG-Konto kann nur zusätzlich zu einem Girokonto bei der Norisbank geführt werden. Ok, dann bin ich wenigstens nciht blind... vor 3 Stunden von 313: Das hat sich leider gegenüber früher massiv verändert, ich z.B. bin bei der Norisbank noch mit einem reinen TG und dem Zinsmarkt gestartet, aber das nützt Dir heute nichts mehr... Je nachdem, welche der KIs man fragt, wissen die das schon oder noch nicht. Finanztip empfiehlt die Norisbank daher als reines Tagesgeld ebenfalls nicht mehr. [...] Die Norisbank hat hier offenbar tatsächlich leider ein sehr gutes Angebot, danach kommen als deutsche Anbieter erst wieder die akf und die Cronbank mit 3,11% und 3,1% für 8 Jahre. Dann muss ich mir mal überlegen, was ich mache. Danke an alle für ihre Antworten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation 16. Juli · bearbeitet 16. Juli von stagflation vor 5 Stunden von LauBiBa: Ich interessiere mich für die langfristigen Festgelder der Norrisbank (6 bis 8 Jahre) Wenn ich es richtig sehe, gibt es bei dem Festgeld 3,1% - 3,3% Zinsen? Wie wäre es mit einer Bundesanleihe, einem Hypothekenpfandbrief oder einer relativ sicheren Unternehmensanleihe? Damit sollte man eine ähnliche Rendite erzielen können. Außerdem kommst man - im Gegensatz zum Festgeld - jederzeit an das Geld ran. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LauBiBa 16. Juli vor 7 Stunden von stagflation: Wenn ich es richtig sehe, gibt es bei dem Festgeld 3,1% - 3,3% Zinsen? Wie wäre es mit einer Bundesanleihe, einem Hypothekenpfandbrief oder einer relativ sicheren Unternehmensanleihe? Damit sollte man eine ähnliche Rendite erzielen können. Außerdem kommst man - im Gegensatz zum Festgeld - jederzeit an das Geld ran. Wow, stimmt. 3,33% für 8 Jahre von der Norrisbank vs 3,03% auf BU2Z03 und dafür wahrscheinlich noch sicherer und auf jden Fall bequemer. Ich hatte irgendwie angenommen die Bank müsse da tiefer ins "Marketingbudget" gegriffen haben und garnicht weiter recherchiert. Vielen Dank, ich denke, das mache ich, wenn Geld reinkommt und die Zinslage so bleibt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Gabriele 16. Juli vor einer Stunde von LauBiBa: 3,03% auf BU2Z03 Hier wird eine Rendite von 2,8% angegeben: https://www.bundesbank.de/resource/blob/972680/62c898e7fb9dc15f3040db56991c25c7/472B63F073F071307366337C94F8C870/2026-07-data.pdf Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
vanity 16. Juli Ist der Wert vom 01.07.2026, mittlerweile auf über 3% p. a. gestiegen: Finanzagentur Kurse/Renditen 16.07.2026 (oder im Link zuvor ganz nach unten scrollen) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Fondsanleger1966 16. Juli Die iBonds, Xtrackers Target Maturity, .... 2032 bis 2034 liegen bei netto ca. 3,6-3,8% p.a. Grundsätzliche Ausfallrisiken und zwischenzeitliche Kursrisiken beachten! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Gabriele 16. Juli vor einer Stunde von vanity: Ist der Wert vom 01.07.2026, mittlerweile auf über 3% p. a Danke für den Hinweis. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation 17. Juli · bearbeitet 17. Juli von stagflation vor 20 Stunden von Fondsanleger1966: Die iBonds, Xtrackers Target Maturity, .... 2032 bis 2034 liegen bei netto ca. 3,6-3,8% p.a. Grundsätzliche Ausfallrisiken und zwischenzeitliche Kursrisiken beachten! Das kann man noch etwas genauer ausarbeiten... Der Themeneröffner hat oben die BU2Z03 erwähnt, eine Bundesanleihe mit 8 Jahren Restlaufzeit (Fälligkeit 15.08.2034) und einer Rendite von zurzeit 3,02% p.a. Die passenden von Dir vorgeschlagenen iBonds und Xtrackers Target Maturity ETFs wären: iShares iBonds Dec 2034 Term € Corp UCITS ETF, WKN: A40MDL, Rückzahlung: Januar 2035, derzeitige Portfolio-Rendite (also Rendite ohne Kosten und Korrekturen für Ausfälle, für das letzte Jahr und für Änderungen des Portfolios): 3,93% (Quelle) Xtrackers II Target Maturity Sept 2034 EUR Corporate Bond UCITS ETF 1D, WKN: DBX0V3, Rückzahlung: Oktober 2034, derzeitige Portfolio-Rendite (also Rendite ohne Kosten und Korrekturen für Ausfälle, für das letzte Jahr und für Änderungen des Portfolios): 3,94% (Quelle) Diese 3,9x% sind die derzeitige Portfolio-Rendite. Um auf die tatsächliche Rendite eines Anlegers zu kommen, muss man die laufenden Kosten in Höhe von 0,12% abziehen. Es kann Änderungen im Portfolio geben, wodurch sich die Rendite ändern kann. Im letzten halben Jahr wird man nur noch die Geldmarktrendite bekommen. Außerdem kann es Ausfälle geben, die man auch von der Portfolio-Rendite abziehen sollte. Die erwarteten Ausfälle können wir abschätzen. Nehmen wir vereinfacht an, dass die beiden ETFs je zur Hälfte aus BBB-Anleihen und A-Anleihen bestehen. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten habe ich hier gepostet: https://www.wertpapier-forum.de/topic/68532-erwartete-rendite-von-anleihen (etwas weiter unten). Bei 8 Jahren RLZ ist die Ausfallwahrscheinlichkeit für A-Anleihen 0,87% und für BBB-Anleihen 2,5%. Für die obigen Laufzeit-ETFs können wir also erwarten, dass 1,7% der Anleihen ausfallen werden. Bei einer durchschnittlichen Recovery Rate bei Unternehmensanleihen von 35% können wir erwarten, dass 1,1% unseres Investitionsbetrages verloren sein wird. Umgerechnet auf die Rendite bedeutet das eine erwartete Verringerung der Rendite um 0,15% p.a. Am Ende kann es mehr oder weniger sein (wir wissen nicht im Voraus, wie viele Anleihen tatsächlich ausfallen werden). Fazit: Bei den Laufzeit-ETFs muss man, wenn man die erwartete Rendite berechnen will, von der angegebenen "Effektivverzinsung des Portfolios" etwas abziehen. Anstelle von 3,93% wird man auf ungefähr 3,5% oder 3,6% p.a. kommen. In guten Jahren etwas mehr, in schlechten Jahren (viele Ausfälle) auch weniger. Der Erwartungswert von 3,5% oder 3,6% p.a. ist zwar etwas höher als bei der Bundesanleihe. Aber die Renditen der Laufzeit-ETFs sind nicht ganz so gut, wie die "Effektivverzinsung des Portfolios" suggeriert. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Fondsinvestor 18. Juli ... wobei die von stagflation erwähnten ETFs aus Unternehmensanleihen (Corp) bestehen, das ist eine andere Anlage- und Risikoklasse als Bundesanleihen oder Festgeld. Bei einem Crash an der Börse dürften die leiden, vermute ich. Zum Thema Festgeld schlage ich Raisin vor, da kannst du deine eigene Bank als Referenzkonto angeben. Für acht Jahre gibt es da 3,6% von der Achmea-Bank. Mit dieser unbekannten Bank holt man sich natürlich wieder andere Risiken ins Depot. Immerhin hat sie eine niederländische Einlagensicherung (Rating AAA). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LauBiBa 18. Juli Am 17.7.2026 um 17:44 von stagflation: Das kann man noch etwas genauer ausarbeiten... Der Themeneröffner hat oben die BU2Z03 erwähnt, eine Bundesanleihe mit 8 Jahren Restlaufzeit (Fälligkeit 15.08.2034) und einer Rendite von zurzeit 3,02% p.a. Die passenden von Dir vorgeschlagenen iBonds und Xtrackers Target Maturity ETFs wären: iShares iBonds Dec 2034 Term € Corp UCITS ETF, WKN: A40MDL, Rückzahlung: Januar 2035, derzeitige Portfolio-Rendite (also Rendite ohne Kosten und Korrekturen für Ausfälle, für das letzte Jahr und für Änderungen des Portfolios): 3,93% (Quelle) Xtrackers II Target Maturity Sept 2034 EUR Corporate Bond UCITS ETF 1D, WKN: DBX0V3, Rückzahlung: Oktober 2034, derzeitige Portfolio-Rendite (also Rendite ohne Kosten und Korrekturen für Ausfälle, für das letzte Jahr und für Änderungen des Portfolios): 3,94% (Quelle) Diese 3,9x% sind die derzeitige Portfolio-Rendite. Um auf die tatsächliche Rendite eines Anlegers zu kommen, muss man die laufenden Kosten in Höhe von 0,12% abziehen. Es kann Änderungen im Portfolio geben, wodurch sich die Rendite ändern kann. Im letzten halben Jahr wird man nur noch die Geldmarktrendite bekommen. Außerdem kann es Ausfälle geben, die man auch von der Portfolio-Rendite abziehen sollte. Die erwarteten Ausfälle können wir abschätzen. Nehmen wir vereinfacht an, dass die beiden ETFs je zur Hälfte aus BBB-Anleihen und A-Anleihen bestehen. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten habe ich hier gepostet: https://www.wertpapier-forum.de/topic/68532-erwartete-rendite-von-anleihen (etwas weiter unten). Bei 8 Jahren RLZ ist die Ausfallwahrscheinlichkeit für A-Anleihen 0,87% und für BBB-Anleihen 2,5%. Für die obigen Laufzeit-ETFs können wir also erwarten, dass 1,7% der Anleihen ausfallen werden. Bei einer durchschnittlichen Recovery Rate bei Unternehmensanleihen von 35% können wir erwarten, dass 1,1% unseres Investitionsbetrages verloren sein wird. Umgerechnet auf die Rendite bedeutet das eine erwartete Verringerung der Rendite um 0,15% p.a. Am Ende kann es mehr oder weniger sein (wir wissen nicht im Voraus, wie viele Anleihen tatsächlich ausfallen werden). Fazit: Bei den Laufzeit-ETFs muss man, wenn man die erwartete Rendite berechnen will, von der angegebenen "Effektivverzinsung des Portfolios" etwas abziehen. Anstelle von 3,93% wird man auf ungefähr 3,5% oder 3,6% p.a. kommen. In guten Jahren etwas mehr, in schlechten Jahren (viele Ausfälle) auch weniger. Der Erwartungswert von 3,5% oder 3,6% p.a. ist zwar etwas höher als bei der Bundesanleihe. Aber die Renditen der Laufzeit-ETFs sind nicht ganz so gut, wie die "Effektivverzinsung des Portfolios" suggeriert. Danke, tolle Erklärung :-) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi 18. Juli · bearbeitet 18. Juli von Puppi Am 17.7.2026 um 17:44 von stagflation: Der Erwartungswert von 3,5% oder 3,6% p.a. ist zwar etwas höher als bei der Bundesanleihe... Ich ergänze nur zu deiner guten Schätzung: - Nach Steuern ist der Unterschied zwischen der Bundesanleihe und den Target-ETFs/iBonds noch kleiner. - Der Spread ist im Vergleich zu Bundesanleihen höher (+/- 30 XLM). Diese einmaligen "Kaufkosten" schlagen bei längerer Laufzeit zwar fast nicht ins Gewicht, trotzdem kann man das auch berücksichtigen. vor 13 Stunden von Fondsinvestor: .. wobei die von stagflation erwähnten ETFs aus Unternehmensanleihen (Corp) bestehen, das ist eine andere Anlage- und Risikoklasse als Bundesanleihen oder Festgeld. Bei einem Crash an der Börse dürften die leiden, vermute ich. gut erkannt. Bundesanleihen haben dagegen im Aktiencrash gute Chancen, sogar etwas nach oben zu gehen. Das alles kann entsprechende Vorteile/Nachteile haben, wenn man zu dieser Zeit an das Geld muss oder will. Ergo wie immer: Auch hier kein Free Lunch bzw. Mehrrendite(Chance) gibt es nicht ohne mehr Risiko...auch nicht bei den iBonds/Target-ETFs. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation 18. Juli · bearbeitet 18. Juli von stagflation vor 13 Stunden von Fondsinvestor: ... wobei die von stagflation erwähnten ETFs aus Unternehmensanleihen (Corp) bestehen, vor 35 Minuten von Puppi: gut erkannt. Ich habe die Laufzeit-ETFs gar nicht erwähnt! In #6 habe ich etwas von Bundesanleihen, Hypothekenpfandbriefen oder relativ sicheren Unternehmensanleihen geschrieben. Die Laufzeit-ETFs wurden erst in #10 vorgeschlagen. Dort wurde von einer Rendite von 3,6-3,8% p.a. gesprochen. Das habe ich in #12 weiter ausgeführt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag