Zum Inhalt springen
awu

Fairrürup / Raisin: Anbieterwechsel wegen höherem Rentenfaktor sinnvoll?

Empfohlene Beiträge

awu

Hallo zusammen,

ich würde gerne eure Einschätzung zu meinem bestehenden Fairrürup-Vertrag einholen.
 

Ausgangssituation:

  • 50 Jahre alt, selbstständig und freiwillig gesetzlich krankenversichert
  • Fairrürup-Vertrag bei der Sutor Bank mit ca. 200.000 € Guthaben im ETF-Depot der Sutorbank
  • Bei Vertragsabschluss habe ich einen Rentenbeginn mit 62 Jahren vereinbart.
  • Der garantierte Rentenfaktor beträgt laut Raisin ca. 27,38 bei Rentenbeginn mit 62 und nur noch ca. 25,04 bei Rentenbeginn mit 67 Jahren.

 

Inzwischen frage ich mich, ob der Rentenbeginn mit 62 für mich überhaupt sinnvoll ist. Als freiwillig gesetzlich Versicherter werden auf die Rürup-Rente mit 62 Jahren bis zum Wechsel in die Krankenversicherung der Rentner (KVdR erst mit 67 Jahren) erhebliche Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge anfallen. 

Eine Verschiebung des Rentenbeginns von 62 auf 67 Jahre wäre laut Raisin mit einer Reduzierung des garantierten Rentenfaktors von 27,38 auf 25,04 verbunden.

Da Raisin einen Anbieterwechsel grundsätzlich ermöglicht, überlege ich, das Vertragsguthaben zu einem anderen kostengünstigen Rürup-Anbieter zu übertragen, der mir mit 50 Jahren und Rentenbeginn mit 67 einen attraktiveren garantierten Rentenfaktor bietet.

 

Meine Fragen an euch:

  • Hat jemand Erfahrungen mit einem Anbieterwechsel bzw. der Übertragung eines bestehenden Rürup-Vertrags?
  • Welche kostengünstigen Anbieter kommen dafür infrage und nehmen tatsächlich bestehendes Rürup-Guthaben an?
  • Welche garantierten Rentenfaktoren sind bei einem Neuabschluss mit 50 Jahren und Rentenbeginn mit 67 derzeit realistisch?
  • Würdet ihr den bestehenden Vertrag behalten oder einen Wechsel ernsthaft prüfen?

Vielen Dank für eure Einschätzungen!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
satgar
· bearbeitet von satgar
vor 8 Minuten von awu:

Hat jemand Erfahrungen mit einem Anbieterwechsel bzw. der Übertragung eines bestehenden Rürup-Vertrags?

Guthaben aus einer bestehenden Rüruprente nehmen nur ganz wenig Anbieter überhaupt an. Mir fällt z.B. spontan gar keiner ein. Außerdem solltest du natürlich einen Nettotarif und keinen Provisionstarif nehmen.

 

Du brauchst also einen Makler, der dir erstmal überhaupt Anbieter raussucht, die das machen würden.

 

Vorher ist alles Makulatur.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
fgk

Der Rentenfaktor müßte mit Eintrittsalter 67 doch höher sein als mit Eintrittsalter 62?

 

 

Abgesehen davon ist der garantierte Rentenfaktor nur der worst case. Bei einer stabilen oder steigenden Zinsentwicklung werden die tatsächlichen Rentenfaktoren höher sein. Bei einem niedrigeren garantierten Rentenfaktor steigen die Überschüsse, deren Verwendung man bestimmen kann.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
awu
· bearbeitet von awu
vor 18 Minuten von fgk:

Der Rentenfaktor müßte mit Eintrittsalter 67 doch höher sein als mit Eintrittsalter 62?

 

geht ja um garantierten Rentenfaktor. Hätte ich direkt bei Vertragsabschluss in 2015 einen Rentenbeginn mit 67 Jahren vereinbart, läge der garantierte Rentenfaktor bei 30. Die aktuelle Anfrage bei Raisin bezog sich dagegen auf eine nachträgliche Änderung des Rentenbeginns im laufenden Vertrag von 62 auf 67 Jahre. Dabei wurde mir nur noch ein garantierter Rentenfaktor von ca. 25 genannt.
 

Hmm, guter Punkt. ob man davon ausgehen kann, dass der tatsächliche Rentenfaktor bei Rentenbeginn mit 67 durch Überschüsse letztlich nicht wesentlich schlechter ausfällt als bei einem von Anfang an vereinbarten Rentenbeginn mit 67?

Falls das realistisch ist, könnte ich den bestehenden Vertrag einfach auf Rentenbeginn mit 67 umstellen, statt einen Anbieterwechsel anzustreben. Oder übersehe ich dabei etwas?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
fgk
· bearbeitet von fgk

In der Praxis weiß man es halt vorher nicht, deshalb gibt es ja die garantierten Faktoren.

 

Je näher der Rentenbeginn kommt, desto besser läßt es sich aber abschätzen. Die in den letzten 10 Jahren abgeschlossenen Verträge dürften recht niedrige Verzinsungen und damit Rentenfaktoren haben. Wegen des wieder steigenden Zinsniveaus ist es durchaus denkbar, daß bei diesen Verträgen dann Überschüsse entstehen.

Bei einem Vertrag von 1986 dagegen könnte der garantierte Rentenfaktor höher sein und greifen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
satgar
· bearbeitet von satgar
vor 26 Minuten von awu:

Oder übersehe ich dabei etwas?

So oder so musst du jetzt genau planen. Denn bis zum Tode musst du mit „dem“ Anbieter leben. Es kommt daher auch auf den Erfolg des Lebensversicherers an und seine Überschüsse in der Rentenphase. Denn zum Rentenbeginn wird ja alles an Fonds verkauft und das Geld liegt dann nur noch verzinst beim Versicherer. Und da man spätestens in der Rentenphase nicht mehr wechseln kann, ist die Entscheidung extrem wichtig, was du jetzt tust. Deine Möglichkeiten also nochmal genau zu sondieren, ist sehr wichtig.

 

Ist das in deinem Produkt (noch) so, dass die mylife Lebensversicherung AG deine Rentenphase übernimmt? Dann wäre wichtig sich die mal genau anzusehen. Weil du 2-3 Jahrzehnte vielleicht mit denen zutun haben wirst.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
awu
vor 10 Minuten von satgar:

Ist das in deinem Produkt (noch) so, dass die mylife Lebensversicherung AG deine Rentenphase übernimmt? Dann wäre wichtig sich die mal genau anzusehen. Weil du 2-3 Jahrzehnte vielleicht mit denen zutun haben wirst.

Ja, die mylife übernimmt weiterhin die Rentenphase.

 

Du hast natürlich recht, andererseits sind es bis zum geplanten Rentenbeginn noch mindestens 12 Jahre. Ich hoffe daher, dass sich bis dahin weitere Möglichkeiten ergeben, das Vertragsguthaben zu einem anderen Anbieter mit attraktiveren Konditionen zu übertragen – beispielsweise zu einem Anbieter, bei dem das Kapital während der Rentenphase zumindest teilweise in ETFs investiert bleiben kann und nicht vollständig in das klassische Sicherungsvermögen übergeht...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
satgar
· bearbeitet von satgar
vor 10 Stunden von awu:

Ja, die mylife übernimmt weiterhin die Rentenphase.

 

Du hast natürlich recht, andererseits sind es bis zum geplanten Rentenbeginn noch mindestens 12 Jahre. Ich hoffe daher, dass sich bis dahin weitere Möglichkeiten ergeben, das Vertragsguthaben zu einem anderen Anbieter mit attraktiveren Konditionen zu übertragen – beispielsweise zu einem Anbieter, bei dem das Kapital während der Rentenphase zumindest teilweise in ETFs investiert bleiben kann und nicht vollständig in das klassische Sicherungsvermögen übergeht...

Das funktioniert nicht,  kannst du vergessen. Die lv1871 hat das schon heute mit einem „fondsgebundenen Rentenbezug“ in der Basisrente, und es ist totaler Fake. 
 

Es bringt dir überhaupt nichts. Auf der Seite hier https://www.lv1871.de/fondsgebundene-rentenversicherung/fragen/auszahlung/ weiter unten gibt es auch eine Art kleinen modellhaften Rechner, der den normalen zinsbezug mit dem fondsgebundenen Bezug vergleicht. Ignoriere bitte ansonsten alle anderen Infos wie Besteuerung und Optionen auf einmalauszahlung. Die handeln vom normalen privatrententarif. Es geht mir mit der verlinkung rein um das Thema des fondsgebundenen Bezuges zu dem „Versprechen“ des Marketings, jetzt gäbe es auch im Rentenbezug richtig Fonds und starkem Einfluss auf die rentenhöhe. Und das ist absoluter Quatsch. Es ist pure Wunschvorstellung , das man eine vom Versicherer vorgeschriebene (Rürup/gesetzgeber) lebenslange Rente mit Fonds realisieren könne. Das geht einfach nicht zusammen. Alles andere, was die Versicherer vorgeben, hält in keiner Weise, was Leute sich darunter vorstellen. „Fondsgebundener Rentenbezug“? Das ist eine Farce.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Fondsanleger1966
vor 19 Stunden von awu:

Hallo zusammen,

ich würde gerne eure Einschätzung zu meinem bestehenden Fairrürup-Vertrag einholen.


Ausgangssituation:

  • 50 Jahre alt, selbstständig und freiwillig gesetzlich krankenversichert
  • Fairrürup-Vertrag bei der Sutor Bank mit ca. 200.000 € Guthaben im ETF-Depot der Sutorbank
  • Bei Vertragsabschluss habe ich einen Rentenbeginn mit 62 Jahren vereinbart.
  • Der garantierte Rentenfaktor beträgt laut Raisin ca. 27,38 bei Rentenbeginn mit 62 und nur noch ca. 25,04 bei Rentenbeginn mit 67 Jahren.

Hallo,

 

herzlich willkommen im Forum!

 

Leider hast Du die Richtlinien zur Themeneröffnung nicht beachtet, so dass wesentliche Informationen fehlen.

 

1) Wann hast Du den Vertrag abgeschlossen?

 

2) Von wann stammen die beiden genannten garantierten Rentenfaktoren?

 

3) Was sagt die Koryphäe des Versicherungsvertriebs, die Dir diesen Vertrag und v.a. diesen Versicherer empfohlen / vermittelt hat, zu Deinen Fragen?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
awu
vor 6 Minuten von Fondsanleger1966:

1) Wann hast Du den Vertrag abgeschlossen?

2) Von wann stammen die beiden genannten garantierten Rentenfaktoren?

3) Was sagt die Koryphäe des Versicherungsvertriebs, die Dir diesen Vertrag ...vermittelt hat, zu Deinen Fragen?

zu 1. Abschluss 2015

zu 2. stand Frühjahr 2026

zu 3. gab keine: war damals ein online-Abschluss ohne Beratung, dazu hat Fairrürup das Fintech bekanntlich an Raisin verkauft und von da kam lediglich die Antwort im 2. (mit Verweis, dass tatsächlicher Rentenfaktor aktuell leider noch nicht abschätzbar wäre)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Fondsanleger1966
· bearbeitet von Fondsanleger1966
vor 1 Stunde von awu:

zu 3. gab keine: war damals ein online-Abschluss ohne Beratung

Ok, dann also selbst verbockt. Trotzdem freundlich, lieb und nett zu sich sein!

 

Vor MyLife wurde hier im Forum auch schon vor 2015 von hauptberuflichen Versicherungsexperten gewarnt (u.a. z.B. von @polydeikes , im Archiv über die Forensuche nachlesbar). Das hat sich leider bewahrheitet. In der letztverfügbaren BaFin-Statistik von 2024 steht die MyLife mit einer laufenden Durchschnittsverzinsung von 0,5% fast an letzter Stelle unter allen deutschen Lebensversicherern.

 

vor 1 Stunde von awu:

zu 1. Abschluss 2015

zu 2. stand Frühjahr 2026

Höchstrechnungszins 2015: 1,25%

Höchstrechnungszins 2026: 1,00%

Die Differenz von -0,25%pkt würde den Unterschied bei den beiden garantierten Rentenfaktoren weitgehend erklären, *sofern* sich diese auf dasselbe Alter bezögen.

 

Das tun sie aber nicht. Der spätere Rentenbeginn von 5 Jahren müsste eigentlich zu einem deutlich höheren Rentenfaktor führen. Das könnte dafür sprechen, dass die Rechnungsgrundlagen zwischen 2015 und 2026 auch anderer Stelle abgeändert wurden. Deshalb könnte eine Prüfung, ob eine Übertragung zu einem anderen Versicherer bessere Rentenfaktoren bringt, grundsätzlich sinnvoll sein. Allerdings ist die Auswahl dabei sehr gering, siehe z.B. https://www.gn-finanzpartner.de/blog/rurup-renten-anbieter-wechseln-und-guthaben-ubertragen (mit Praxiserfahrung). Also ggf. etwas Geld in Hilfe durch Fachleute/Honorarberater investieren. 

 

Die Condor als Übertragungsziel sehe ich allerdings kritisch: 

Dann bliebe nur noch die Europa als theoretische Möglichkeit unter den Nennungen im oberen Link.

 

Gutes Gelingen!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
s1lv3r
Am 10.10.2026 um 22:33 von awu:

Hmm, guter Punkt. ob man davon ausgehen kann, dass der tatsächliche Rentenfaktor bei Rentenbeginn mit 67 durch Überschüsse letztlich nicht wesentlich schlechter ausfällt als bei einem von Anfang an vereinbarten Rentenbeginn mit 67?

 

Am Ende hängen alle garantierten Rentenfaktoren am Rechnungszins. Wenn du das Eintrittsalter änderst führt das halt zu einer Neuberechnung auf Basis der aktuellen Kalkulationsgrundlagen. Je nach dem ob der Rechnungszins dann höher oder niedriger als beim Vertragsabschluss ist kann das dann positiv oder negativ sein.

 

Ganz grundsätzlich würde ich mich nicht verrückt machen lassen; so unterschiedlich sind die garantierten Rentenfaktoren zwischen den einzelnen Versicherern nicht, dass du mit einem Versicherer unter der Brücke landest und beim anderen in Luxus leben wirst.

 

Wie du ja auch schon selber schreibst, ist das Verhältnis vom garantierten Rentenfaktor zu tatsächlichem Rentenfaktor auch gar nicht so simpel. Es gibt auch die Argumentationsweise, dass wer von Anfang an einen hohen garantierten Rentenfaktor ausweist, dann durch diese Verbindlichkeit weniger flexibel in der Anlagestrategie ist und daher am Ende einen geringeren tatsächlichen Rentenfaktor auszahlen wird ... als Performance-Kennzahl oder alleiniges  Auswahlkriterium für eine Lebensversicherung ist daher leider ein hoher garantierter Rentenfaktor wohl gar nicht tauglich.


https://www.fragfina.de/research/rentenfaktor-check-2026/

https://www.franke-bornberg.de/de/blog/vergleich-von-rentenfaktor-woher-kommen-unterschiede

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
A832jka

Wäre es nicht schlau einfach 1-2 Jahre vor dem Renteneintritt zu schauen, ob man andere Anbieter findet, die einem bessere Konditionen in der Rentenphase bieten und dann ggf. zu wechseln oder auch nicht? Wieso sich jetzt einen Kopf dazu machen? In der Ansparphase ist der Tarif doch recht günstig und man ist voll flexibel bei der Anlage.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
satgar
· bearbeitet von satgar
vor 6 Minuten von A832jka:

Wäre es nicht schlau einfach 1-2 Jahre vor dem Renteneintritt zu schauen, ob man andere Anbieter findet, die einem bessere Konditionen in der Rentenphase bieten und dann ggf. zu wechseln oder auch nicht? Wieso sich jetzt einen Kopf dazu machen? In der Ansparphase ist der Tarif doch recht günstig und man ist voll flexibel bei der Anlage.

Der Wechsel von Rürup ist nicht trivial. Die meisten Anbieter erlauben weder die Abgabe des Guthabens, noch die Aufnahme. Das was du schilderst, ist also mit erheblicher Unsicherheit verbunden, ob das A) mit dem derzeitigen Anbieter den man hat überhaupt geht und B) zum gewünschten Zeitpunkt ein Anbieter verfügbar ist, der:

 

- kostengünstig ist, idealerweise Honorartarif

- einen guten Verrentungsfaktor bietet

- eine sehr gute Überschusssituatiuon hat (wobei sich die Frage stellt, was das genau heißen mag und ob der Anbieter über 20-30 Jahre Rentenphase das überhaupt dauerhaft weiter beibehalten kann)

- überhaupt gewillt ist, das Guthaben aus einem anderen Rürupvertrag anzunehmen

 

So leicht, wie man das so schreiben kann, ist es leider bei weitem nicht.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
s1lv3r
· bearbeitet von s1lv3r
vor 15 Stunden von Fondsanleger1966:

Vor MyLife wurde hier im Forum auch schon vor 2015 von hauptberuflichen Versicherungsexperten gewarnt (u.a. z.B. von @polydeikes , im Archiv über die Forensuche nachlesbar). Das hat sich leider bewahrheitet. In der letztverfügbaren BaFin-Statistik von 2024 steht die MyLife mit einer laufenden Durchschnittsverzinsung von 0,5% fast an letzter Stelle unter allen deutschen Lebensversicherern.

 

Ist diese Kennzahl nicht komplett wertlos, weil die Fondsbestände in die Bezugsgröße der Berechnung einbezogen werden, die unrealisierten Kapitalerträge aber nicht in die Rendite einfließen? Im Prinzip haben alle Versicherer mit starken Fondsgeschäft schlecht abgeschnitten in dieser Statistik ... 

 

Wenn wir diese Kennzahl als Indikator für die Leistungsfähigkeit der Versicherer ernst nehmen würden, müssten wir alle nur noch Versicherungen bei den (aller teuersten) alt eingesessenen Versichern mit massiv klassichen Zinsanlagen im Anlagebestand abschließen ... :news:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
satgar
· bearbeitet von satgar
vor 13 Minuten von s1lv3r:

 

Ist diese Kennzahl nicht komplett wertlos, weil die Fondsbestände in die Bezugsgröße der Berechnung einbezogen werden, die unrealisierten Kapitalerträge aber nicht in die Rendite einfließen? Im Prinzip haben alle Versicherer mit starken Fondsgeschäft schlecht abgeschnitten in dieser Statistik ... :news:

Nicht ganz. Traditionell am stärksten ist ja leider die Generali über die DVAG. Die steht dort mit 1,6% drin und damit 3x so gut wie die myLife.

 

Und die Generali ist eben extrem stark im Fondsgeschäft. Das kann es also nicht so ganz sein. Dazu: https://www.versicherungsjournal.de/markt-und-politik/die-zehn-groessten-anbieter-von-fondspolicen-156913

 

Es bleibt aber immer die Frage: was bringt mir eine solche Tabelle mit dem Ergebnis einer Anlageentscheidung (bzw. Entscheidungen), die der Finanzvorstand des Lebensversicherers weit vor 2024 getroffen hat, um zum Bewertungsstichtag auf 0,5%....1,6% oder welchen Prozentwert auch immer zu kommen, wenn ich als Interessent heute darüber nachdenke, eine solche Versicherung abzuschließen, bei der der Anlegerfolg des Versicherers für mich erst in 30 Jahren von Relevanz sein wird, und danach auch über weitere 10....20....oder gar 30 Jahre wichtig sein wird.

 

Da sind beim jeweiligen Versicherer wieder ganz neue Leute an Bord. Nicht nur der Finanzvorstand selbst ist ein neuer, sondern auch sein ganzer Mitarbeiterstab, das entsprechende Abteilung des Kapitalanlagemanagements und und und. Aufgrund heutiger Zahlen zu entscheiden, welche Fondspolice man nimmt, die später dann die besten Zinsen in der Rentenphase bieten wird, halte ich für hochgradige Kaffeesatzleserei.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
s1lv3r
· bearbeitet von s1lv3r
vor 19 Minuten von satgar:

Nicht ganz. Traditionell am stärksten ist ja leider die Generali über die DVAG. Die steht dort mit 1,6% drin und damit 3x so gut wie die myLife.

 

Und die Generali ist eben extrem stark im Fondsgeschäft. Das kann es also nicht so ganz sein.

hmmm ... wenn man das zu Ende denkt, würde es dann ja auch extrem davon abhängen, wie groß der Anteil des Bestandes in der Auszahlungsphase ist (Versicherungen mit einem starken Neugeschäft oder junge Versicherer wären benachteiligt ...). Wäre ggf. mal interessant einfach bei der myLife nachzufragen. ;)

 

Auf jeden Fall müssten wir dann ja, wenn wir diese Zahl jetzt als für die Gesamtleistungsfähigkeit der Versicherungen als repräsentativ annehmen würden, alle Versicherungen bei der Targo (3,2%) abschließen und niemand bei klarem Verstand würde zur Condor mit 1,8% oder Alten Leipziger mit 2% laufender Verzinsung gehen. :lol:

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
satgar
· bearbeitet von satgar
vor 10 Minuten von s1lv3r:

hmmm ... wenn man das zu Ende denkt, würde es dann ja auch extrem davon abhängen, wie groß der Anteil des Bestandes in der Auszahlungsphase ist (Versicherungen mit einem starken Neugeschäft oder junge Versicherer wären benachteiligt ...). Wäre ggf. mal interessant einfach bei der myLife nachzufragen. ;)

 

Auf jeden Fall müssten wir dann ja, wenn wir diese Zahl jetzt als für die Gesamtleistungsfähigkeit der Versicherungen als repräsentativ annehmen würden, alle Versicherungen bei der Targo (3,2%) abschließen und niemand bei klarem Verstand würde zur Condor mit 1,8% oder Alten Leipziger mit 2% laufender Verzinsung gehen. :lol:

 

Das ist ja das Argument, was @Fondsanleger1966 oft gebracht hat, wenn ich mich richtig entsinne und ihm nicht zu Nahe treten.


Er hat aufgrund der Größe, der Kapitalanlagen und der Verzinsung oft für die Allianz gesprochen. Aber die hatte zeitweise einen extrem schlechten Garantierentenfaktor und bot auch keine Honorartarife an. Und damit war sie meiner Meinung nach, also für meine Empfehlung, einfach raus.

 

Ich bin froh mit meiner Betriebsrente der Alte Leipziger und hoffe einfach darauf, das wenn ich in 30 Jahren in Rente gehe, dass diese die Jahre zuvor, als auch die Jahre danach, die richtigen Anlageentscheidungen trifft (um für meine Rentenphase mit deren Zinserträgen gut aufgestellt zu sein). Fernab davon, welche Sie bisher dazu getroffen hatte.

 

In der Liste war, glaube ich, die Inter mit 4% am stärksten. Die würde ich aber trotzdem sicherlich nicht abschließen. Rein, wenn es um diese eine Kennzahl ginge.

 

Anders sehen solche Entscheidungen natürlich für eine sofortbeginnende Rentenversicherung aus. Da hat das ganze Thema natürlich eine ganz andere Macht. Und solche sofort beginnenden Rentenversicherung gibt es ja nicht nur in der dritten Schicht, sondern auch als sofort beginnende Basisrentenversicherungen, also Rürup. Das kann für Leute interessant sein, die bereits 62 Jahre alt sind und noch einen Jahresbeitrag wie 20k sofort beginnend verrenten lassen wollen. Man setzt diese dann im betreffenden Jahr sofort bei der Steuer ab, und die Rente startet quasi auch sofort. Aber das ist halt nur für Leute ab 62. Es gibt keine Aufschubphase.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
s1lv3r
vor 4 Minuten von satgar:

Er hat aufgrund der Größe, der Kapitalanlagen und der Verzinsung oft für die Allianz gesprochen. Aber die hatte zeitweise einen extrem schlechten Garantierentenfaktor und bot auch keine Honorartarife an. Und damit war sie meiner Meinung nach, also für meine Empfehlung, einfach raus.

 

hmmm ... ja, ich habe meine bAV bei der Allianz und gefühlt kommt da bei mir nichts an von der Finanzstärke der Allianz - geht vielleicht alles an die Aktionäre. :lol: Am Ende ist alles eine Glaskugel, aber solange halte ich mich auch lieber daran, dass die Versicherer mit der niedrigsten Kostenquote in der Endabrechnung am wahrscheinlichsten das beste Ergebnis für ihre Versicherten heraus holen werden ...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
A832jka
vor 34 Minuten von satgar:

Der Wechsel von Rürup ist nicht trivial. Die meisten Anbieter erlauben weder die Abgabe des Guthabens, noch die Aufnahme. Das was du schilderst, ist also mit erheblicher Unsicherheit verbunden, ob das A) mit dem derzeitigen Anbieter den man hat überhaupt geht und B) zum gewünschten Zeitpunkt ein Anbieter verfügbar ist, der:

 

- kostengünstig ist, idealerweise Honorartarif

- einen guten Verrentungsfaktor bietet

- eine sehr gute Überschusssituatiuon hat (wobei sich die Frage stellt, was das genau heißen mag und ob der Anbieter über 20-30 Jahre Rentenphase das überhaupt dauerhaft weiter beibehalten kann)

- überhaupt gewillt ist, das Guthaben aus einem anderen Rürupvertrag anzunehmen

 

So leicht, wie man das so schreiben kann, ist es leider bei weitem nicht.

Raisin erlaubt eine Abgabe. Das ist vertraglich geregelt und kann sich daher auch nicht ändern. Alle anderen Faktoren sind derzeit mindestens genau so unsicher, wie sie es in der Zukunft sein werden. Wenn man früher wechselt, könnte man in die Verlegenheit kommen, dass es später noch bessere Angebote geben könnte. Ich bin zudem ganz optimistisch, dass sich in Zukunft Anbieter finden werden, die sich das Geschäft nicht entgehen lassen wollen und gerne Kapital aufnehmen, wenn die Marktbedingungen eine Win-Win Situation zwischen den Vertragspartnern zulassen. Wenn dem nicht so sein sollte, wechselt man eben nicht und ninmt die Verrentungsbedingungen der mylife. Ich verstehe, dass ein Wechsel keine triviale Angelegenheit ist und daher Vorlauf braucht. Aber 1-2 Jahre sollten doch vor Rentenbeginn dafür ausreichen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
satgar
Gerade eben von s1lv3r:

 

hmmm ... ja, ich habe meine bAV bei der Allianz und gefühlt kommt da bei mir nichts an von der Finanzstärke der Allianz - geht vielleicht alles an die Aktionäre. :lol: Am Ende ist alles eine Glaskugel, aber solange halte ich mich auch lieber daran, dass die Versicherer mit der niedrigsten Kostenquote in der Endabrechnung am wahrscheinlichsten das beste Ergebnis für ihre Versicherten heraus holen werden ...

Seh ich nämlich auch so. Man hat, wenn man schon so eine Versicherung abschließt, egal welcher Art (Privat, Betrieblich, Riester, Rürup) nur wenige Entscheidungen selbst in der Hand. Darin kommt und kam immer vor:

 

- welcher Anbieter nimmt mir von meinem eingezahlten Geld am wenigsten weg?

- welcher macht mir mit Garantie aus 10.000 EUR Guthaben die meiste Rente?

 

Alles andere hat man nicht in der Hand. Und sich auf anderes zu verlassen, geht nicht. Das ist nur Prinzip Hoffnung. Und deswegen haben auch so viele die Condor abgeschlossen. Weil preisgünstig und mit höchstem Garantiefaktor am Markt. Die Stellschrauben, die man also selber drehen konnte, hat man am stärksten optimiert. Alles andere ist ohnehin völlig unklar.

vor 2 Minuten von A832jka:

Raisin erlaubt eine Abgabe. Das ist vertraglich geregelt und kann sich daher auch nicht ändern. Alle anderen Faktoren sind derzeit mindestens genau so unsicher, wie sie es in der Zukunft sein werden. Wenn man früher wechselt, könnte man in die Verlegenheit kommen, dass es später noch bessere Angebote geben könnte. Ich bin zudem ganz optimistisch, dass sich in Zukunft Anbieter finden werden, die sich das Geschäft nicht entgehen lassen wollen und gerne Kapital aufnehmen, wenn die Marktbedingungen eine Win-Win Situation zwischen den Vertragspartnern zulassen. Wenn dem nicht so sein sollte, wechselt man eben nicht und ninmt die Verrentungsbedingungen der mylife. Ich verstehe, dass ein Wechsel keine triviale Angelegenheit ist und daher Vorlauf braucht. Aber 1-2 Jahre sollten doch vor Rentenbeginn dafür ausreichen.

Jeder kann das so planen und machen, wie er möchte.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
satgar
vor 3 Stunden von s1lv3r:

Auf jeden Fall müssten wir dann ja, wenn wir diese Zahl jetzt als für die Gesamtleistungsfähigkeit der Versicherungen als repräsentativ annehmen würden, alle Versicherungen bei der Targo (3,2%) abschließen und niemand bei klarem Verstand würde zur Condor mit 1,8% oder Alten Leipziger mit 2% laufender Verzinsung gehen.

Zu unserem Thema heute https://www.versicherungsjournal.de/markt-und-politik/die-lebensversicherer-mit-den-hoechsten-renditeaussichten-156931?vc=startseite ^^

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
s1lv3r
· bearbeitet von s1lv3r

Die myLife hat übrigens direkt geantwort. Sehr nett und höflich allerdings nicht wirklich was von Substanz. Typische First-Level-Support-Antwort. Ich spare mir daher mal den Text hier zu posten. Schade, aber vermutlich kann man auch nicht erwarten, auf eine solche anonyme Email-Anfrage direkt von deren Aktuar eine detaillierte Antwort zu irgendwelchen BaFin-Statistiken zu erhalten. :lol:

 

Zitat

Das Rating befasst sich den Angaben zufolge nur mit klassischen Verträgen, also solchen mit Garantiezins. „Das dort eingezahlte Geld der Kunden wird gebündelt verwaltet, im sogenannten Deckungsstock. Anders ist es bei den fondsgebundenen Verträgen, die im Neugeschäft heute dominieren.

https://www.versicherungsjournal.de/markt-und-politik/die-lebensversicherer-mit-den-hoechsten-renditeaussichten-156931?vc=startseite

 

@satgar In die gleiche Kerbe schlägt auch die Antwort der myLife, dass ja quasi nur die Fondsentwicklung interessant ist und die Verzinsung nur für die klassich verzinsten Verträge wichtig wäre, von denen man aber nur einen sehr kleinen und immer weiter schwindenden Anteil hätte. Meinem Verständnis nach ist das ja aber mehr als offensichtlich komplett zu kurz gegriffen, da die fondsgebundenen Rürup-Verträge ja in der Rentenphase komplett in den Deckungsstock überführt werden?! :huh:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
satgar
· bearbeitet von satgar
vor einer Stunde von s1lv3r:

Meinem Verständnis nach ist das ja aber mehr als offensichtlich komplett zu kurz gegriffen, da die fondsgebundenen Rürup-Verträge ja in der Rentenphase komplett in den Deckungsstock überführt werden?!

Das stimmt auch. Und dort haben Sie genau das gleiche Thema wie auch in der Sparphase klassisch verzinster Verträge.

 

Daher lässt sich das übertragen. Wenn du das in deiner Anfrage an die myLife meintest, musst du denen das aber auch so direkt auf die Nase binden. Sonst versteht es der Sachbearbeiter vielleicht nicht korrekt und denkt sich "hä, warum will der Typ mit der Fondspolice was mit Zinsen und Überschüssen wissen, das spielt doch für den gar keine Rolle?!"....wohl daran denkend, dass das nur für die Ansparphase korrekt ist, und sich deine Frage aber auf die Rentenphase bezog.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

×
×
  • Neu erstellen...