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Qarsten

Zukunft und Sicherheit Condor Congenial Basis Tarif C79H

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Qarsten

Hallo zusammen,

 

über einen Beitrag hier im Forum bin ich auf die - wenn auch inzwischen abgesagten - Veräußerungspläne der R+V bzgl. der Condor-Lebensversicherung aufmerksam geworden, siehe 

 

 

Ferner wurde die Basis-/Rürup-Rente Condor Congenial Basis Tarif C79H hier ja im Forum oft diskutiert. Mich wundert es da offengestanden, dass die Veräußerungspläne der R+V da keine weitergehende Diskussion hier ausgelöst haben. Genau dies bzw. Eure Einschätzungen zu dieser Thematik würden mich in diesemThread interessieren.

Zu meiner Situation: Ich habe den Tarif Condor Congenial Basis Tarif C79H letztes Jahr über einen hier im Forum vielfach bekannten Honorarberater abgeschlossen mit einer niedrigen monatlichen Rate. Bislang sind 420 Eur in dem Vertrag. Ich habe einen garantierten Rentenfaktor von 32,39.  

Ich möchte nun in den nächsten Jahren in einen Basisrentenvertrag größere Beträge (jährlich ca. 20000 €, insgesamt ca. 80000-100000 €) einzahlen, frage mich nun aber vor dem Hintergrund der Veräußerungspläne, ob das bei der Condor noch sinnvoll ist. Was heißt es für den Vertrag/die Verträge, wenn sie veräußert werden sollten? Was denkt Ihr über die diesbezügliche Sicherheit bei der Condor?

Dringende Bitte: Bitte KEINE Grundsatzdiskussion über den grundsätzlichen Sinn/Unsinn von Basisrente/Rüruprente! Die Vorteile und Nachteile sind mir hinreichend bekannt und können bitte andernorts diskutiert werden. Hier soll es ausschlißelich um die spezifische langfristige Sicherheit bzw. Unsicherheit der Condor bzw. des Condor Congenial Basis Tarif C79H gehen.

Einen netten Gruß,

Qarsten

 

 

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satgar
· bearbeitet von satgar

Niemand weiß, was Die r+v jetzt machen wird. Sie sagt, sie behält die Condor jetzt. Das Guthaben wegübertragen, geht nicht. 
 

warum also über etwas spekulieren, was absolut unklar ist? Es wird nichts relevantes geben, was man dazu sagen könnte.

 

Um es nochmal klar zu sagen: Es wäre alles reine Spekulation, was irgendjemand von sich gäbe. Und die R+V kann, so wie jeder andere Anbieter auch, jederzeit auch ihre Meinung ändern. Genauso wie auch andere Versicherer in den run Off gegangen sind oder auch verkauft wurden. 
 

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Qarsten

Ja, Guthaben wegübertragen geht nicht. Aber eigentlich geplante zusätzliche Einzahlungen kann ich noch seinlassen. Daher ist die Frage für mich schon relevant, ebenso wie für jeden, der auch geplant hatte, da in Zukunft noch weiter einzuzahlen.

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 6 Minuten von Qarsten:

Ja, Guthaben wegübertragen geht nicht. Aber eigentlich geplante zusätzliche Einzahlungen kann ich noch seinlassen. Daher ist die Frage für mich schon relevant, ebenso wie für jeden, der auch geplant hatte, da in Zukunft noch weiter einzuzahlen.

Aber was willst du jetzt hören? Außer „ich glaube“.. also „meine Meinung ist“… etc? Was soll da substanzielles kommen? Niemand kann das wissen. Wenn du dich breiter aufstellen willst, dann nimm einen weiteren Honorar Tarif eines anderen Versicherers dazu. Nur das wird dir mehr Sicherheit bieten. Ob das nötig werden wird, weiß niemand. Angst um sein Geld muss man bei Lebensversicherern aber nicht haben. Mit der ganzen Aufsicht, den sicherungseinrichtungen wie Protektor, der Möglichkeit an run Off Gesellschaften zu verkaufen (die gar nicht mal so schlechte Überschüsse bieten, was für die Rentenphase relevant wird; siehe Entis).

 

wenn du selbst, und nur darum geht es, ein ungutes Gefühl hast, dann stell dich mit einer weiteren Basisrente breiter/diversifizierter auf. Das „Problem“ ist daher leicht zu lösen. Aber das solltest du entscheiden, nicht, weil andere irgendeine Meinung dazu haben.

 

 Wir haben zahlreiche Kunden mit den Condor Tarifen, und nur eine Hand voll hat sich deswegen überhaupt mal gemeldet. Und keiner davon auch noch was anderes gemacht oder Zahlungen eingestellt.

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Fondsanleger1966
vor 2 Stunden von Qarsten:

grundsätzlichen Sinn/Unsinn von Basisrente/Rüruprente! Die Vorteile und Nachteile sind mir hinreichend bekannt

Das ist ganz offensichtlich nicht der Fall, sonst hättest Du nicht bei der Condor abgeschlossen bzw. würdest jetzt nicht darüber nachdenken, dort relativ viel Geld zu versenken.

 

Siehe

und

 

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satgar
vor 9 Minuten von Fondsanleger1966:

dort relativ viel Geld zu versenken.

Na Na Na, Wollen wir mal nicht polemisch werden. Dazu gibt es keinerlei Notwendigkeit, so einen Schwachsinn von sich zu geben.

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Fondsanleger1966
vor 17 Minuten von satgar:

Na Na Na, Wollen wir mal nicht polemisch werden. Dazu gibt es keinerlei Notwendigkeit, so einen Schwachsinn von sich zu geben.

Es ist erstaunlich, wie wenig Du Dich als jemand, der angeblich in der Branche arbeitet, mit Rürup-Versicherungen auskennst.

 

Bei einer Basis-/Rürup-Rentenpolice gibt es kaum eine Möglichkeit, an das Geld wieder heranzukommen, außer die Rentenzahlung ab 60/62 Jahren. Keine Kündigung und Rückzahlung des angesammelten Guthabens, keine Kapitalabfindung, keine Teilauszahlung usw. Und eine Übertragungen zu einem anderen Versicherer raus mit Zustimmung der Versicherer dürften bei der Condor auch schwierig sein. 

 

Deshalb sollte m.M.n. jeder, der in eine Condor-Basisrente Gelder einzahlen will, sich das sehr gut überlegen, bevor er die Gelder dort reinversenkt.

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Cauchykriterium
vor 3 Stunden von Qarsten:

Was heißt es für den Vertrag/die Verträge, wenn sie veräußert werden sollten? Was denkt Ihr über die diesbezügliche Sicherheit bei der Condor?

Meistens ist der Run-Off für die bereits Versicherten vorteilhafter. Die teuer  Vorfinanzierung des Vertriebs neuer Verträge fällt von heute auf morgen weg - und erhöht das Überschusspotential. Ebenso hilft ein Ru-Off bei der Liquiditätsplanung, was meistens ebenfalls das Überschusspotential erhöht, da Unsicherheit schwindet. Darüber hinaus ist es egal, ob Frankfurter Leben, Virididum oder sonst ein Name beim Eigentümer steht. Die üblichen Gesetze gelten unabhängig vom Run-Off bzw. auch der mögliche Käufer ist daran gebunden.

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Qarsten

@Fondsanleger1966: Danke für Deine - wenn auch in der Tat etwas polemischen - Beiträge. Deine Argumentation, dass ein Versicherer wie die Condor, der einen relativ hohen garantierten Rentenfaktor hat, das Geld nicht so risikoreich anlegen kann und dementsprechend die Überschußbeteiligungen eher mager ausfallen können, kann ich nachvollziehen. Andererseits ist die mögliche Überschußbeteiligung bei anderen Versicherern mit einem niedrigeren garantierten Rentenfaktor eine Black Box. Mir persönlich wäre daher ein höherer garantierter Rentenfaktor lieber als irgendwelche "möglichen" Phantasierenten unter Berücksichtigung der Überschußbeteiligung. 

Ich verstehe, dass man darüber auch anders denken kann. Aber mir war und ist der garantierte Rentenfaktor wichtiger.

Und mit dem rechne ich dann fix. Frage mich halt nur, ob dieser dann wirklich garantiert ist oder z.B. durch Veräußerung der Verträge an Run-Off-Gesellschaft etc. oder bei schlechter Wirtschaftslage des Unternehmens dann doch gesenkt werden könnte.

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Idontcare
· bearbeitet von Idontcare
vor 2 Stunden von Fondsanleger1966:

Bei einer Basis-/Rürup-Rentenpolice gibt es kaum eine Möglichkeit, an das Geld wieder heranzukommen, außer die Rentenzahlung ab 60/62 Jahren. Keine Kündigung und Rückzahlung des angesammelten Guthabens, keine Kapitalabfindung, keine Teilauszahlung usw. Und eine Übertragungen zu einem anderen Versicherer raus mit Zustimmung der Versicherer dürften bei der Condor auch schwierig sein. 

 

Deshalb sollte m.M.n. jeder, der in eine Condor-Basisrente Gelder einzahlen will, sich das sehr gut überlegen, bevor er die Gelder dort reinversenkt.

Die angeführten Argumente gelten ja grundsätzlich bei Rürup und sind eine Eigenschaft ALLER Rürup-Verträge. Im letzten Satz wiederum sprichst du speziell von der Condor. Ich halte es für schwierig mit allgemeinen Argumenten gegen Rürup zu argumentieren, nicht bei einem speziellen Anbieter "Geld reinzuversenken". Könntest du das daher bitte konkretisieren? Ist dein Punkt grundsätzlich kein Geld in Rürup zu versenken? Oder nicht in einen Vertrag bei der Condor? Wenn letzteres, warum?

Ich könnte vermuten, dass dein Argument ist, die mangelnde Flexibilität von Rürup sollte besonders bedacht werden auf Grund der Unsicherheiten bzgl. potentiellen Verkauf und der Einstellung des Neugeschäftes der Condor, aber klar ist es nicht. Wie von @Cauchykriterium ausgeführt ist das nicht zwangsläufig ein Problem. 

Ich für mein dafürhalten bin glücklich für meine Frau einen Vertrag vor Einstellung des Neuvertriebs abgeschlossen zu haben und werde weitere Sonderzahlungen in den kommenden Jahren wie geplant vornehmen. 

 

LG,

 

Idontcare 

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Idontcare
vor 50 Minuten von Qarsten:

Frage mich halt nur, ob dieser dann wirklich garantiert ist oder z.B. durch Veräußerung der Verträge an Run-Off-Gesellschaft etc. oder bei schlechter Wirtschaftslage des Unternehmens dann doch gesenkt werden könnte.

Dafür müsstest du genau die entsprechenden Regelungen in den Versicherungsbedingungen nachlesen. Ich hab es damals getan, kann mich jetzt aber nicht mehr erinnern. Darüber hinaus gibt es auf jeden Fall klare Grenzen was möglich ist, seitens des Gesetzgebers und der Rechtssprechung. 

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Fondsanleger1966
· bearbeitet von Fondsanleger1966

 

Am 11.10.2026 um 19:45 von Qarsten:

mir war und ist der garantierte Rentenfaktor wichtiger. Und mit dem rechne ich dann fix. Frage mich halt nur, ob dieser dann wirklich garantiert ist oder z.B. durch Veräußerung der Verträge an Run-Off-Gesellschaft etc. oder bei schlechter Wirtschaftslage des Unternehmens dann doch gesenkt werden könnte.

Natürlich kann der garantierte Rentenfaktor beim Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen abgesenkt werden, um einen größeren Schaden von den Versicherten abzuwenden. Rechtliche Grundlagen dafür sind VVG §163, VAG §314 und VAG §222.

 

So etwas gehört übrigens zu dem nötigen Grundlagenwissen, wenn man seine Altersvorsorge mit privaten Renten ohne kompetente Hilfe selbst regeln will. Ansonsten sollte man sich besser jemanden mit dem nötigen Knowhow suchen, bevor man Unsinn anstellt.

 

Der Experte erklärt einem dann möglicherweise auch, dass der garantierte Rentenfaktor sich nur auf das erste Jahr des Rentenbezug bezieht. Und dass der garantierte Rentenfaktor außerdem zunächst einmal nichts über die Höhe der garantierten Rente aussagt. Für letztere ist nämlich die Höhe des Kapitals, das zur Verrentung zur Verfügung steht, ebenfalls wichtig. Und diese hängt - bei identischer ETF-Anlage - u.a. von der Höhe der Kosten in der Ansparphase ab und von eventuellen Kostenüberschüssen, die es bei manchen Versicherern gibt und bei anderen nicht.

 

Dadurch könnte die garantierte Rente im 1. Jahr bei einem Versicherer mit (etwas) niedrigerem Rentenfaktor u.U. höher ausfallen als bei einem Versicherer mit dem nominell höheren Rentenfaktor. 

 

Noch wichtiger: In den Folgejahren steigt die für die Zukunft garantierte Rente bei dem Versicherer mit der höheren Überschussbeteiligung stärker an. Über Zeiträume von 20, 30 oder 40 Jahren kann dadurch ein sehr deutlicher Vorteil sowohl bei der faktisch gezahlten als auch bei der für die Zukunft garantierten Rentenleistung entstehen.

 

Die meisten Rürup-Versicherten wollen ihre Rente nicht nur ein Jahr lang beziehen, sondern viele Jahre oder mehrere Jahrzehnte. Sonst lohnt sich der Vertrag nicht. Deshalb ist der garantierte Rentenfaktor für das 1. Jahr nicht die entscheidende Größe bei der Auswahl des Versicherers.

 

 

Am 11.10.2026 um 20:42 von Idontcare:

Dafür müsstest du genau die entsprechenden Regelungen in den Versicherungsbedingungen nachlesen. Ich hab es damals getan, kann mich jetzt aber nicht mehr erinnern.

Die Condor schließt eine Anpassung über die Treuhänderklausel nach VVG §163 *nicht* aus, siehe https://www.fragfina.de/condor-ruerup-rente/ . 

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Fondsanleger1966
· bearbeitet von Fondsanleger1966
Am 11.10.2026 um 20:29 von Idontcare:

Ist dein Punkt, grundsätzlich kein Geld in Rürup zu versenken? Oder nicht in einen Vertrag bei der Condor? Wenn letzteres, warum?

Die Rürup-Rente ist ein Produkt, das nur in relativ wenigen Fällen sinnvoll ist. Ich habe es bei seiner Einführung 2005 durchaus unterstützt, weil es für spezielle Bedürfnisse echten Mehrwert bringen kann. Man sollte aber die Grenzen und Einschränkungen der Rürup-Rente ziemlich genau kennen und beachten.

 

Wann immer eine private Rentenversicherung (PRV) oder eine Riester-Rente eine Alternative sind, würde ich diese vorziehen, weil dort mehr Flexibilität besteht und das Produkt ggf. gekündigt werden kann. Selbst bei einer BAV besteht bei bestimmten Durchführungswegen zumindest grundsätzlich die Möglichkeit einer Portabilität.

 

Nur bei der Rürup-Rente ist man in den meisten Fällen an den Anbieter gekettet, sobald die Grenze für die Abfindungen wegen einer Kleinbetragsrente überschritten ist. Dann ist das Geld dort versenkt. Man bekommt es fast nicht mehr heraus, außer über die Rente mit ihren zusätzlichen Einschränkungen beim Hinterbliebenenschutz.

 

Sofern eine Rürup-Rente überhaupt sinnvoll/angebracht ist, würde ich deshalb dazu raten, sehr genau auf den Anbieter zu schauen. Dessen Leistungsfähigkeit bestimmt, ob man eine akzeptable Rente durch die Überschussbeteiligungen bekommen wird.

 

Die garantierten Werte alleine werden das nicht sicherstellen können:

- Der Rechnungszins bei solchen Produkten liegt bei relativ jungen Vertragsabschlüssen zwischen 0% und 1% p.a. - also unter deutlich unter dem Niveau von Tagesgeld oder eines (bonifizierten) Sparbuchs.

- Die Tafel DAV 2004 R geht von einer Lebenserwartung von mehreren Jahren oberhalb des Bevölkerungsschnitts aus und setzt zusätzlich noch mehrere Jahre als Sicherheitsmarge an.

- Manche Versicherer sehen weitere Puffer vor.

 

Ohne eine anständige Überschussbeteiligung wird das Ergebnis ziemlich mager ausfallen.

 

Zur aus meiner Sicht ziemlich fußlahmen Condor habe ich schon vor 2 Jahren etwas in den Links in #5 geschrieben.

 

Etwas später erschien am 4.12.2024 diese Meldung im Versicherungsboten (Fettung durch mich):

Zitat

Auch für Verträge der R+V-Tochter Condor Leben sollen die Zinsen angehoben werden. So betrage die Gesamtverzinsung für fondsgebundene Produkte mit Garantien in der Congenial garant-Familie 2,60 Prozent statt bisher 2,45 Prozent. Die laufende Verzinsung solle bei 1,95 Prozent (1,85 Prozent) liegen. In der betrieblichen Altersversorgung gibt es für den klassischen Tarif im Neugeschäft 2025 eine Gesamtverzinsung von 2,70 Prozent (2024: 2,60 Prozent). Beim chancenorientierten Produkt „Congenial bAV Smart+Easy“ erhöht sich die Gesamtverzinsung im Neugeschäft von 2,55 Prozent auf 2,60 Prozent. Bei der Sofort-Rente werde die Gesamtverzinsung im Neugeschäft jedoch von 2,50 Prozent auf 2,20 Prozent gesenkt.

https://www.versicherungsbote.de/id/4936416/RV-und-Condor-lassen-Zinsen-steigen/

 

Auf Hochdeutsch übersetzt heißt der letzte Satz m.M.n.: "Bleibt uns fern mit Eurem Geld. Wir wollen es nicht."

 

Deshalb würde ich persönlich keinen Cent in die Condor einzahlen.

 

Für meine Frau habe ich vor 2 Jahren eine PRV aus der 3. Schicht bei der LV 1871 als Nettotarif mit Einmalbeitrag und Zuzahlungen abgeschlossen. Da stimmt m.M.n. der Mix aus sehr niedrigen Kosten, (nicht garantierten) Kostenüberschüssen, den steuerlichen Vorteilen, der Produktflexibilität und der aktuell gewährten Überschussbeteilung im Rentenbezug (diese hängt allerdings von der gewählten Rentengarantiezeit ab, deshalb diese nur bei Bedarf und dann nicht zu lang wählen). Außerdem sehe ich die Police als kleine Diversifizierung zum Marktführer, wo ein großer Teil unserer Versicherungsportfolios zu Sonderkonditionen liegt und sich gut entwickelt.

 

Wo eine kleine, wendige Gesellschaft wie die LV 1871 in 10 oder 20 Jahren steht, weiß ich natürlich heute noch nicht. Aber das Chancen-Risiko-Verhältnis ist m.M.n. wesentlich attraktiver als bei der Condor.

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Qarsten
· bearbeitet von Qarsten

@Idontcare: Habe die Bedingungen nochmals gelesen und darin keine Möglichkeiten entdeckt, wie der garantierte Rentenfaktor abgesenkt werden könnte.

@Fondsanlager1966: Ja, danke für den Verweis auf VVG §163, VAG §314 und VAG §222. Damit bleibt dann unabhänig von den Vertragsbedingungen eine Restunsicherheit.
Nur: Trotz Suche gibt es aktuell offenbar keine einzige Gesellschaft, die VVG § 163 in den Bedingungen ausschließt.
Daher: Da ist Condor von den Bedingungen her erstmal zwar  ggf. besser, aber sicher nicht schlechter als andere.

Vor dem Hintergrund der Finanzkraft kann man natürlich argumentieren, dass die Wahrscheinlichkeit für solche Anpassungen bei einer Gesellschaft wie Condor höher ist als z.B. bei der diesbezüglich vorbildlichen LV1871. Und dass bei gut finanzstarken Gesellschaften mit einem niedrigen garantierten Rentenfaktor zudem die Chance auf ansehnliche Überschussbeteiligungen höher ist.
Aber: Der garantierte Rentenfaktor bei der Condor liegt ungefähr auf dem Niveau, der bei sämtlichen anderen mir vorliegenden Angeboten (u.a. Allianz, Alte Leipziger, Continentale, Europa, LV1871, Stuttgarter, Volkswohlbund) als unverbindlich prognostizierter Rentenfaktor ausgewiesen wird. Der garantierte Rentenfaktor liegt bei allen diesen Gesellschaften darunter, mit Ausnahme der Continentale, sofern man den Zusatzbaustein GarantiePlus vereinbart (und bezahlt!). Ferner sind die Vertragskosten während der Ansparphase bei meinem Vertrag nicht viel höher als die ohnehin anfallende und darin inkludierte TER des gewählten ETF.
Es gibt also das gleiche Niveau an prognostiziertem Rentenfaktor, mit dem Unterschied, dass dieser bei Condor garantiert ist und nur unter den engen Voraussetzungen von z.B. VVG § 163 herabgesetzt werden kann, während andere Gesellschaften (mit Ausnahme von Continentale mit GarantiePlus) einfach sagen können "war ja sowieso nicht garantiert". Und zudem ist ja auch das noch keine Garantie, dass auch diese Gesellschaften nicht in 20, 30 oder 40 Jahren in Schieflage geraten und sogar ihren niedrigeren garantierten Rentenfaktor unter Anwendung von VVG § 163 herabsetzen müssten.
Der Unterschied zwischen Condor und anderen Gesellschaften beträgt durchaus ca. 10 %. Und das müsste Condor erstmal durch VVG § 163 herabsetzen lassen, um auf das garantierte Niveau von anderen Anbietern zu kommen. Mir persönlich erscheint die Condor da attraktiver.
Ferner: Bei meinem Vertrag ist die Rente nicht nur im 1. Jahr garantiert, sondern dauerhaft. Du kalkulierst offenbar fest mit Überschußbeteiligungen, Du schreibst ja auch, dass "die garantierten Werte alleine werden das nicht sicherstellen können" bzw. "Ohne eine anständige Überschussbeteiligung wird das Ergebnis ziemlich mager ausfallen."
Das deckt sich gewissermaßen mit meinen Kalkulationen - bei den meisten Gesellschaften wäre in der Tat die garantierte (!) Rente (d.h. unter Berücksichtigung von Rentenfaktor und sämtlichen Kosten) selbst unter Berücksichtigung von Steuervorteilen (in meinem konkreten Fall!) nicht oder nur minimal höher als ein auf 30 Jahre angelegter Entnahmeplan. Dafür lohnt sich nicht, sein Geld in einen rürupschen Zwangsmantel zu stecken - und darauf hoffen, dass die Überschußbeteiligungen in 30, 40 Jahren doch bitte positiv ausfallen mögen, mag ich persönlich angesichts des Zwangsmantels auch nicht. Da lasse ich mein Geld lieber im Depot und mache einen Entnahmeplan. Ausnahme ist hierbei der Condor-Vertrag, bei dem die garantierte monatliche Rente je nach Steuersituation in Anspar- und Rentenphase auf 30 Jahre gerechnet immer einem Entnahmeplan zumindest knapp überlegen wäre, je nach Steuersituation auch 10 % oder 20 % darüber.

Zu Chancen-Risiko-Verhältnis: Ja, verstehe Deine Argumentation. Beurteile ich für mich aber anders. Mir ist die formale 100% Garantie lieber, auch mit dem ggf. geringfügig höheren Restrisiko durch VVG §163, VAG §314 und VAG §222.


Zu PRV/Schicht 3: Gehört hier zwar nicht hin, aber danke für den Hinweis. Werde ich mir nochmal anschauen und Angebote anfordern. Habe da aber bisher noch keinen Vertrag gesehen, der unter Berücksichtigung der steuerlichen Situation attraktiver wäre als Ansparen auf dem Depot und anschließend Entnahmeplan über 30 Jahre (Zumindest wenn es um Verrentung geht - für eine vorzeitige Auflösung dank Kapitalwahlrecht liegt ein Vertrag vor, der das Depot nach Steuern knapp schlägt).

Einen netten Gruß

Qarsten
 

 

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On 10/14/2026 at 11:09 PM, Fondsanleger1966 said:

- Die Tafel DAV 2004 R geht von einer Lebenserwartung von mehreren Jahren oberhalb des Bevölkerungsschnitts aus und setzt zusätzlich noch mehrere Jahre als Sicherheitsmarge an.

Es kann einen guten Grund geben, warum der Versicherer von einer höheren Lebenserwartung für seine Basisrenten-Kunden ausgeht. Es gibt ja eine Selektion der Kunden aufgrund der Tatsache, dass diese in der Regel ein überdurchschnittlich hohes Einkommen haben.

 

Es könnte eine Korrelation zu höherer Lebenserwartung geben, siehe --> h i e r <--.

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satgar
vor 4 Stunden von Qarsten:

Zu PRV/Schicht 3: Gehört hier zwar nicht hin, aber danke für den Hinweis. Werde ich mir nochmal anschauen und Angebote anfordern. Habe da aber bisher noch keinen Vertrag gesehen, der unter Berücksichtigung der steuerlichen Situation attraktiver wäre als Ansparen auf dem Depot und anschließend Entnahmeplan über 30 Jahre (Zumindest wenn es um Verrentung geht - für eine vorzeitige Auflösung dank Kapitalwahlrecht liegt ein Vertrag vor, der das Depot nach Steuern knapp schlägt).

In Konkurrenz dazu wird 2027 die Möglichkeit bestehen, nicht nur einen normalen ETF Sparplan zu besparen, ODER eine Privatrentenpolice der drittschen Schicht abzuschliessen, sondern AUCH noch die variante, das neue Altersvorsorgedepot ungefördert über 1800€ im jahr zu überzahlen und bis zu 13000€ ca. im jahr zu befüllen.

 

Es wird spannend werden, was im jahr 2027 von diesen drei recht ähnlichen Varianten, die attraktivste sein wird.

 

Kurz noch zur condor: ich teile deine haltung. Aber das wurde an der ein oder anderen stelle vielleicht auch schon deutlich.

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Qarsten

@satgar: Danke für Deine Rückmeldung. Bzgl. Altersvorsorgedepot: Ich bezeichne das für mich als "Micky-Maus-Depot" - soweit für mich bis jetzt  ersichtlich, lohnt sich da nur, da gerade soviel einzuzahlen um die maximal möglichen Zuschüsse abzugreifen. Alles darüber wäre Quatsch. Gleichzeitig ist das, was dann in Summe in so einem Vertrag landet, zumindest in meinem Alter nicht nennenswert für eine vernünftige Altersabsicherung - daher "Micky-Maus-Depot". Die anderen beiden Varianten bleiben ja gleich.

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satgar
vor 21 Minuten von Qarsten:

@satgar: Danke für Deine Rückmeldung. Bzgl. Altersvorsorgedepot: Ich bezeichne das für mich als "Micky-Maus-Depot" - soweit für mich bis jetzt  ersichtlich, lohnt sich da nur, da gerade soviel einzuzahlen um die maximal möglichen Zuschüsse abzugreifen. Alles darüber wäre Quatsch. Gleichzeitig ist das, was dann in Summe in so einem Vertrag landet, zumindest in meinem Alter nicht nennenswert für eine vernünftige Altersabsicherung - daher "Micky-Maus-Depot". Die anderen beiden Varianten bleiben ja gleich.

Du hast anscheinend noch nicht verstanden, wie ähnlich sich eine Fondspolice der dritten Schicht, die Fondsanleger skizziert hatte, mit dem ungeförderten Teil des AVD ist. Bitte hier genauer einlesen.

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