Schwachzocker Dienstag um 19:09 vor 51 Minuten von W.Heisenberg: 50 Werte im Depot und die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich klein, dass man diese Gruppe nicht erwischt. Wenn man aber trotzdem zu dieser kleinen Wahrscheinlichkeit gehört, heißt es immer noch nicht dass man schlechter als Staatsanleihen abschneidet. Wenn man zu einer kleinen Wahrscheinlichkeit gehört, kann es auch heißen, dass man 20 Millionen im Lotto gewinnt. Man muss nur zu einer kleinen Wahrscheinlichkeit gehören, weiter nichts! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
W.Heisenberg Dienstag um 21:28 vor 2 Stunden von Beginner81: . Immerhin ca. 40%... Oder anders: Dass man die 4% Outperformer oder mehr hat liegt bei 60% …und wenn man zu 40% gehört, heißt es immer noch nicht dass man schlechter als Staatsanleihen abschneidet. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
xaoz Donnerstag um 09:15 · bearbeitet Donnerstag um 09:43 von xaoz Was man halt bei solchen Musterdepots gerne vergisst, ist der Zeitaufwand für Rebalancing und die dazugehörigen Kosten. Es ist halt wesentlich einfacher zu Rebalancen zwischen Aktien-ETF/"RK1"/Gold als wenn Aktien= 20-xxx Einzelaktien. Wenn eine Aktie "steil" geht, verkauft man dann und kauft die anderen 19 Stk. Einzelaktien nach? Da sitzt man dann mal 2 Stündchen dran... Außerdem neigt man dann evtl. etwas mehr dazu, "geliebte" Aktien doch noch etwas länger zu halten etc. Theorie und Praxis halt... Wenn man das alles Berücksichtig, fährt es sich am Ende wahrscheinlich mit einer 1-ETF Lösung wie ARERO oder LS besser und einfacher... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
GaSo51 Donnerstag um 20:32 Vielen Dank für eure zahlreichen Kommentare und das Feedback. Ein zentraler Einwand zieht sich durch viele Kommentare: die Bessembinder-Studie. Und ja da habt ihr recht, dass die Bessembinder Studie meinen Ansatz in großen Teilen widerlegt. Genau für solche Gedankenanstöße habe ich diesen Beitrag verfasst, und ich schätze diese Diskussion sehr. Vorab möchte ich diesen Kommentar aufgreifen: On 10/12/2026 at 8:02 PM, LongtermInvestor said: Die meisten Investieren um Rendite zu erzielen und nicht um die Volatilität zu reduzieren. Vollkommen berechtigter Punkt: Meine bisherige Argumentation hat sich zu einseitig auf die Volatilität fokussiert und das Thema Renditeverteilung vernachlässigt. Bevor ich meine Überlegungen jedoch komplett verwerfe und stur in einen MSCI ACWI umschichte (was rational wohl die sinnvollste Lösung wäre), möchte ich versuchen das Bessembinder-Gegenargument aufzunehmen. Erstmal eine rein mathematische Argumentation: Nach Bessembinder’s Studie sind es 4% der Aktien die den Gesamtmarkt nach oben treiben und es sind die Aktien, die wir nicht verpassen wollen. Die Wahrscheinlichkeit bei 20 Aktien keine dieser 4% enthalten zu haben liegt bei: 0,96 ^ 20 = 44,2 %. Das ist nicht optimal und stellt ein zu hohes Risiko dar, alle Top Performer zu versäumen. Wenn man jetzt aber die Aktienanzahl bereits nur auf 60 erhöhen würde liegt die Wahrscheinlichkeit bei 1 – 0,96 ^ 60 = 8,6 %. Da würde ich sagen, das ist schon recht niedrig und man kann diese Option in Erwägung ziehen. Nun ist das große Problem in meiner Theorie, dass bei 20 oder 60 zufällig ausgewählten Aktien die Median Rendite ziemlich schlecht abschneidet im Vergleich zu einem Welt ETF (1500 Aktien). Die angegebenen Median-Werte basieren auf den empirischen Simulationsergebnissen der Bessembinder-Studie: 20 Aktien – Median Rendite = zwischen 5,5% bis 6,2% 60 Aktien – Median Rendite = zwischen 7,0% bis 7,3% 1500 Aktien – Median Rendite = 7,95% Wichtig zu Erwähnen ist aber auch, dass die Streuung der Renditen zunimmt. Somit steigt natürlich auch das Risiko, da möchte ich dir Recht geben, dass diese Aussage von mir vielleicht doch etwas zu provokativ war: On 10/13/2026 at 10:03 AM, Schwachzocker said: On 10/12/2026 at 7:27 PM, GaSo51 said: Mein Vorschlag: 80 bis 90 Prozent in ca. 20 – 30 Aktien (2-3 pro Wirtschaftssektor) plus 10 bis 20 Prozent in Gold und Anleihen. Vorteile: Bei höherem Potenzial im Aktienanteil, haben wir eine bessere Diversifikation durch den multidimensionalen Ansatz (d.h. eine höheres Renditepotenzial bei geringerem Risiko). Herzlichen Glückwunsch! Das ist quasi wie eine Lizenz zum Gelddrucken. Das ist Dir doch klar, oder? Hier sieht man die erhöhte Streuung der jeweiligen Renditen: 20 Aktien – Streuung der Renditen (Perzentil 10 bis 90) = -2% bis +16% 60 Aktien – Streuung der Renditen (Perzentil 10 bis 90) = +3% bis +12% 1500 Aktien – Streuung der Renditen (Perzentil 10 bis 90) = +7,95% Nun entsteht durch die erhöhte Streuung nicht nur ein Risiko, sondern auch eine Chance. Und zwar die Chance den Markt zu schlagen. Mein Portfolio versucht ausgehend von der Archer & Evans Studie auf wenige Aktien zu setzen, in weiterer Folge versuche ich mit meinem Portfolio natürlich auch möglichst wenige der 96% Underperformer dabei zu haben. Zufällig ausgewählt sind die Aktien bei mir nicht. Und zwar berücksichtige ich in den ETF Schnittmengen, neben dem NASDAQ und dem *Xtrackers World Green Tech Innovators ETF auch auf Factor ETFs. *(hier wird auf Patente gesetzt, da davon ausgegangen wird, dass eine relativ hohe Anzahl an Patenten eine Aussagekraft für zukünftige Innovation und Wachstum eines Unternehmens geben kann) Vermeidung von Schrottaktien via Factor Investing: Die wissenschaftliche Forschung (u. a. Fama & French) belegt klar, dass Faktoren wie Quality oder Value statistisch helfen, unprofitable Firmen und Pleitekandidaten auszusortieren. Mir ist bewusst: Faktoren finden nicht zwingend die nächsten 4 %-Überflieger, aber sie können den Anteil der Verliereraktien drastisch reduzieren. Abschließend möchte ich sagen: Mein Portfolio weißt ein höheres Renditepotenzial auf, bei höherem Risiko. (Bei minimal höherer Volatilität. Danke für deine Recherche:) On 10/12/2026 at 10:39 PM, Yerg said: In dem von dir gezeigten Chartverlauf sehe ich keine geringere Volatilität als beim MSCI World. Du schreibst "13,9 % Volatilität und max. Verlust von -8,4 %", der MSCI World hatte in den letzten 12 Monaten 10,7 % und -6,5 % (Quelle: extraETF für den iShares Core MSCI World). Was bislang kaum quantifiziert ist: Wie stark verbessern ein systematischer Qualitätsfilter sowie eine saubere Sektor- und Regionenallokation die reale Median-Rendite und die Renditestreuung bei 20 bis 60 Titeln gegenüber der reinen Zufallsauswahl? Viele von euch werden argumentieren, dass der Median dennoch hinter dem MSCI World zurückbleibt. Das ist ein valider Standpunkt. Aber mich fasziniert diese Fragestellung, deshalb bleibe ich bei meiner Strategie und bin aber gleichzeitig dankbar für eure Teilnahme an diesem Experiment. Hier noch weitere Antworten auf Kommentare: On 10/12/2026 at 10:39 PM, Yerg said: Das ganze hängt an der Auswahl der "passenden" ETFs. Im Grunde läuft es darauf hinaus, dass du dir für jeden Sektor zwei Auswahlkriterien willkürlich auswählst und dann in das größte Unternehmen investierst, das beide Kriterien erfüllt - also im Beispiel für den Sektor zyklische Konsumgüter die zwei Kriterien "Börsennotiz an der NASDAQ" und "Quality nach MSCI-Definition". Ich finde die Idee interessant, aber es ist weder eine zufällige Auswahl von Aktien wie in der von dir zitierten Studie noch ein auf objektiven Kriterien basierendes System. Ja das stimmt, dieser Teil, der ETF Auswahl, liegt bei mir und bei meinen subjektiven Einschätzungen. Da es aber in dieser Hinsicht wenige spezifischen empirischen Daten gibt, kann ich das leider nicht rein objektiv in mein System einarbeiten. Hättest du da einen Verbesserungsvorschlag? On 10/13/2026 at 9:45 AM, Autonomes said: Wann genau wird die Reißleine gezogen, um von 80 % auf 100 % Aktien hochzufahren? Geschieht das rein regelbasiert (z. B. starr bei -15 % Marktverlust) oder nach Marktgefühl? In der Realität scheitern solche Ansätze meistens daran, dass Anleger aus Angst vor dem „fallenden Messer“ den optimalen Zeitpunkt für das Umschichten verpassen. Das geschieht regelbasiert: Als Indikatoren ziehe ich den MSCI ACWI ETF heran und den VIX Index. Wenn der MSCI ACWI um 17,5 % oder mehr vom Hoch entfernt ist und der VIX Index zu diesem Zeitpunkt über 40 Punkte gestiegen ist, wird die Aktienquote auf 90% erhöht. Wenn der MSCI ACWI um weitere 25 % oder mehr von der vorherigen Aktienquoten-Erhöhung entfernt ist und der VIX Index zu diesem Zeitpunkt über 60 Punkte gestiegen ist, wird die Aktienquote auf 100% erhöht. Und in die Gegenrichtung: Wenn der MSCI ACWI um mind. 50% seit dem Wechsel auf 100% Aktienquote gestiegen ist und der VIX Index unter 35 Punkte ist, wird die Aktienquote wieder auf 90% reduziert. Wenn der MSCI ACWI seit der Reduktion der Aktienquote auf 90% um weitere 25% gestiegen ist und der VIX Index unter 25 Punkte ist, wird die Aktienquote wieder auf 80% reduziert. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
W.Heisenberg Freitag um 08:28 · bearbeitet Freitag um 08:30 von W.Heisenberg Was bei Einzelaktien oft vergessen wird, sind Verlustrechnungen. Nehmen wir an, a) man investiert 100k in ETF, Aktienmartkt steigt um 20% - ich brauche 60k, darauf muss ich Steuern zahlen. b) man investiert 100k in Einzelaktien (Depot mit 50-60 Aktien), Aktienmarkt sowie Depot steigen um 20%, ich brauche 60k, ich kann meine Verlustaktien (und Aktien mit kleinen Gewinn) verkaufen und zahle keine Steuern Genauso baut man nach und nach großen Verlusttopf auf. Bei 50-60 Aktien schwanken auch gute Aktien viel höher, was man bei niedrigen Gebühren Aktien mit Kursverlusten verkaufen und wieder kaufen kann und somit seinen Verlustopf aufbaut. Mit hohem Verlusttopf braucht man dann in der Auszahlphase lange keine Steuern auf Kursgewinne zu zahlen. Dazu werden Steuern auf Fondsebene vermieden, Klumpen lassen sich mit Einzelaktien auch besser managen. Apropos Verliereraktien: Die kann man bei ETF nicht verkaufen, bei Einzelaktiendepot schon - jetzt werden sicher welche sagen, dass man es nicht wissen kann, welche es in Zukunft sein werden. Meine Erfahrung nach vielen Jahre ist eine andere, meine Umschichtung der Verliereraktien in andere Aktien, wo ich bessere Performance mir erhoffe, ist ca. zu 80% erfolgreich. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag