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GaSo51

Diversifiziert der MSCI World falsch?

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Schwachzocker
vor 51 Minuten von W.Heisenberg:

50 Werte im Depot und die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich klein, dass man diese Gruppe nicht erwischt.

Wenn man aber trotzdem zu dieser kleinen Wahrscheinlichkeit gehört, heißt es immer noch nicht dass man schlechter als Staatsanleihen abschneidet.

Wenn  man zu einer kleinen Wahrscheinlichkeit gehört, kann es auch heißen, dass man 20 Millionen im Lotto gewinnt.

Man muss nur zu einer kleinen Wahrscheinlichkeit gehören, weiter nichts!

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W.Heisenberg
vor 2 Stunden von Beginner81:

.

Immerhin ca. 40%...

Oder anders: Dass man die 4% Outperformer oder mehr hat liegt bei 60%

 

…und wenn man zu 40% gehört, heißt es immer noch nicht dass man schlechter als Staatsanleihen abschneidet.

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xaoz
· bearbeitet von xaoz

Was man halt bei solchen Musterdepots gerne vergisst, ist der Zeitaufwand für Rebalancing und die dazugehörigen Kosten.

Es ist halt wesentlich einfacher zu Rebalancen zwischen Aktien-ETF/"RK1"/Gold als wenn Aktien= 20-xxx Einzelaktien.

Wenn eine Aktie "steil" geht, verkauft man dann und kauft die anderen 19 Stk. Einzelaktien nach? Da sitzt man dann mal 2 Stündchen dran...

Außerdem neigt man dann evtl. etwas mehr dazu, "geliebte" Aktien doch noch etwas länger zu halten etc.

Theorie und Praxis halt...

 

Wenn man das alles Berücksichtig, fährt es sich am Ende wahrscheinlich mit einer 1-ETF Lösung wie ARERO oder LS besser und einfacher...

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GaSo51

Vielen Dank für eure zahlreichen Kommentare und das Feedback.

 

Ein zentraler Einwand zieht sich durch viele Kommentare: die Bessembinder-Studie.

Und ja da habt ihr recht, dass die Bessembinder Studie meinen Ansatz in großen Teilen widerlegt.

Genau für solche Gedankenanstöße habe ich diesen Beitrag verfasst, und ich schätze diese Diskussion sehr.

 

Vorab möchte ich diesen Kommentar aufgreifen:

On 10/12/2026 at 8:02 PM, LongtermInvestor said:

Die meisten Investieren um Rendite zu erzielen und nicht um die Volatilität zu reduzieren.

Vollkommen berechtigter Punkt: Meine bisherige Argumentation hat sich zu einseitig auf die Volatilität fokussiert und das Thema Renditeverteilung vernachlässigt.

 

Bevor ich meine Überlegungen jedoch komplett verwerfe und stur in einen MSCI ACWI umschichte (was rational wohl die sinnvollste Lösung wäre),

möchte ich versuchen das Bessembinder-Gegenargument aufzunehmen.

 

Erstmal eine rein mathematische Argumentation:

Nach Bessembinder’s Studie sind es 4% der Aktien die den Gesamtmarkt nach oben treiben und es sind die Aktien, die wir nicht verpassen wollen.

Die Wahrscheinlichkeit bei 20 Aktien keine dieser 4% enthalten zu haben liegt bei: 0,96 ^ 20 = 44,2 %. Das ist nicht optimal und stellt ein zu hohes Risiko dar, alle Top Performer zu versäumen.

Wenn man jetzt aber die Aktienanzahl bereits nur auf 60 erhöhen würde liegt die Wahrscheinlichkeit bei 1 – 0,96 ^ 60 = 8,6 %. Da würde ich sagen, das ist schon recht niedrig und man kann diese Option in Erwägung ziehen.

Nun ist das große Problem in meiner Theorie, dass bei 20 oder 60 zufällig ausgewählten Aktien die Median Rendite ziemlich schlecht abschneidet im Vergleich zu einem Welt ETF (1500 Aktien).

Die angegebenen Median-Werte basieren auf den empirischen Simulationsergebnissen der Bessembinder-Studie:

20 Aktien – Median Rendite = zwischen 5,5% bis 6,2%

60 Aktien – Median Rendite = zwischen 7,0% bis 7,3%

1500 Aktien – Median Rendite = 7,95%

Wichtig zu Erwähnen ist aber auch, dass die Streuung der Renditen zunimmt.

Somit steigt natürlich auch das Risiko, da möchte ich dir Recht geben, dass diese Aussage von mir vielleicht doch etwas zu provokativ war:

On 10/13/2026 at 10:03 AM, Schwachzocker said:
On 10/12/2026 at 7:27 PM, GaSo51 said:

Mein Vorschlag: 80 bis 90 Prozent in ca. 20 – 30 Aktien (2-3 pro Wirtschaftssektor) plus 10 bis 20 Prozent in Gold und Anleihen.

Vorteile: Bei höherem Potenzial im Aktienanteil, haben wir eine bessere Diversifikation durch den multidimensionalen Ansatz (d.h. eine höheres Renditepotenzial bei geringerem Risiko).

Herzlichen Glückwunsch! Das ist quasi wie eine Lizenz zum Gelddrucken. Das ist Dir doch klar, oder? 

Hier sieht man die erhöhte Streuung der jeweiligen Renditen:

20 Aktien – Streuung der Renditen (Perzentil 10 bis 90) = -2% bis +16%

60 Aktien – Streuung der Renditen (Perzentil 10 bis 90) = +3% bis +12%

1500 Aktien – Streuung der Renditen (Perzentil 10 bis 90) = +7,95%

 

Nun entsteht durch die erhöhte Streuung nicht nur ein Risiko, sondern auch eine Chance.

Und zwar die Chance den Markt zu schlagen.

Mein Portfolio versucht ausgehend von der Archer & Evans Studie auf wenige Aktien zu setzen, in weiterer Folge versuche ich mit meinem Portfolio natürlich auch möglichst wenige der 96% Underperformer dabei zu haben.

Zufällig ausgewählt sind die Aktien bei mir nicht.

Und zwar berücksichtige ich in den ETF Schnittmengen, neben dem NASDAQ und dem *Xtrackers World Green Tech Innovators ETF auch auf Factor ETFs.

*(hier wird auf Patente gesetzt, da davon ausgegangen wird, dass eine relativ hohe Anzahl an Patenten eine Aussagekraft für zukünftige Innovation und Wachstum eines Unternehmens geben kann)

 

Vermeidung von Schrottaktien via Factor Investing:

Die wissenschaftliche Forschung (u. a. Fama & French) belegt klar, dass Faktoren wie Quality oder Value statistisch helfen, unprofitable Firmen und Pleitekandidaten auszusortieren.

Mir ist bewusst: Faktoren finden nicht zwingend die nächsten 4 %-Überflieger, aber sie können den Anteil der Verliereraktien drastisch reduzieren.

 

Abschließend möchte ich sagen:

Mein Portfolio weißt ein höheres Renditepotenzial auf, bei höherem Risiko.

(Bei minimal höherer Volatilität. Danke für deine Recherche:)

On 10/12/2026 at 10:39 PM, Yerg said:

In dem von dir gezeigten Chartverlauf sehe ich keine geringere Volatilität als beim MSCI World. Du schreibst "13,9 % Volatilität und max. Verlust von -8,4 %", der MSCI World hatte in den letzten 12 Monaten 10,7 % und -6,5 % (Quelle: extraETF für den iShares Core MSCI World).

  

 

Was bislang kaum quantifiziert ist: Wie stark verbessern ein systematischer Qualitätsfilter sowie eine saubere Sektor- und Regionenallokation die reale Median-Rendite und die Renditestreuung bei 20 bis 60 Titeln gegenüber der reinen Zufallsauswahl?

Viele von euch werden argumentieren, dass der Median dennoch hinter dem MSCI World zurückbleibt.

Das ist ein valider Standpunkt.

Aber mich fasziniert diese Fragestellung, deshalb bleibe ich bei meiner Strategie und bin aber gleichzeitig dankbar für eure Teilnahme an diesem Experiment.

 

 

 

 

 

 

 

Hier noch weitere Antworten auf Kommentare:

On 10/12/2026 at 10:39 PM, Yerg said:

Das ganze hängt an der Auswahl der "passenden" ETFs. Im Grunde läuft es darauf hinaus, dass du dir für jeden Sektor zwei Auswahlkriterien willkürlich auswählst und dann in das größte Unternehmen investierst, das beide Kriterien erfüllt - also im Beispiel für den Sektor zyklische Konsumgüter die zwei Kriterien "Börsennotiz an der NASDAQ" und "Quality nach MSCI-Definition". Ich finde die Idee interessant, aber es ist weder eine zufällige Auswahl von Aktien wie in der von dir zitierten Studie noch ein auf objektiven Kriterien basierendes System.

Ja das stimmt, dieser Teil, der ETF Auswahl, liegt bei mir und bei meinen subjektiven Einschätzungen.

Da es aber in dieser Hinsicht wenige spezifischen empirischen Daten gibt, kann ich das leider nicht rein objektiv in mein System einarbeiten. Hättest du da einen Verbesserungsvorschlag?

 

 

On 10/13/2026 at 9:45 AM, Autonomes said:

Wann genau wird die Reißleine gezogen, um von 80 % auf 100 % Aktien hochzufahren? Geschieht das rein regelbasiert (z. B. starr bei -15 % Marktverlust) oder nach Marktgefühl? In der Realität scheitern solche Ansätze meistens daran, dass Anleger aus Angst vor dem „fallenden Messer“ den optimalen Zeitpunkt für das Umschichten verpassen.

Das geschieht regelbasiert:

Als Indikatoren ziehe ich den MSCI ACWI ETF heran und den VIX Index.

Wenn der MSCI ACWI um 17,5 % oder mehr vom Hoch entfernt ist und der VIX Index zu diesem Zeitpunkt über 40 Punkte gestiegen ist, wird die Aktienquote auf 90% erhöht.

Wenn der MSCI ACWI um weitere 25 % oder mehr von der vorherigen Aktienquoten-Erhöhung entfernt ist und der VIX Index zu diesem Zeitpunkt über 60 Punkte gestiegen ist, wird die Aktienquote auf 100% erhöht.

Und in die Gegenrichtung:

Wenn der MSCI ACWI um mind. 50% seit dem Wechsel auf 100% Aktienquote gestiegen ist und der VIX Index unter 35 Punkte ist, wird die Aktienquote wieder auf 90% reduziert.

Wenn der MSCI ACWI seit der Reduktion der Aktienquote auf 90% um weitere 25% gestiegen ist und der VIX Index unter 25 Punkte ist, wird die Aktienquote wieder auf 80% reduziert.

 

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W.Heisenberg
· bearbeitet von W.Heisenberg

Was bei Einzelaktien oft vergessen wird, sind Verlustrechnungen.

Nehmen wir an,

a) man investiert 100k in ETF, Aktienmartkt steigt um 20% - ich brauche 60k, darauf muss ich Steuern zahlen.

b) man investiert 100k in Einzelaktien (Depot mit 50-60 Aktien), Aktienmarkt sowie Depot steigen um 20%, ich brauche 60k, ich kann meine Verlustaktien (und Aktien mit kleinen Gewinn) verkaufen und zahle keine Steuern

 

Genauso baut man nach und nach großen Verlusttopf auf. Bei 50-60 Aktien schwanken auch gute Aktien viel höher, was man bei niedrigen Gebühren Aktien mit Kursverlusten verkaufen und wieder kaufen kann und somit seinen Verlustopf aufbaut.

Mit hohem Verlusttopf braucht man dann in der Auszahlphase lange keine Steuern auf Kursgewinne zu zahlen.

Dazu werden Steuern auf Fondsebene vermieden, Klumpen lassen sich mit Einzelaktien auch besser managen.

 

Apropos Verliereraktien: Die kann man bei ETF nicht verkaufen, bei Einzelaktiendepot schon - jetzt werden sicher welche sagen, dass man es nicht wissen kann, welche es in Zukunft sein werden. Meine Erfahrung nach vielen Jahre ist eine andere, meine Umschichtung der Verliereraktien in andere Aktien, wo ich bessere Performance mir erhoffe, ist ca. zu 80% erfolgreich.

 

 

 

 

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Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days

Diversifikation meint, dass das ex-ante eingegangene Risiko bei gleichbleibender erwarteter Rendite gesenkt werden kann. Daher wird Diversifikation gemeinhin als 'the only free lunch in investing' bezeichnet. In diesem Sinne wäre es bei der Wahl zweier Portfolien mit gleicher erwarteter Rendite oder gleichem erwartetem Risiko schlichtweg irrational, auf zusätzliche Diversifikation zu verzichten. Es geht also immer um einen Vergleich zweier Portfolien, wenn man erwartetes Risiko oder Rendite festhält, d.h. geringeres erwartetes Risiko bei gegebener erwarteter Rendite bzw. höhere erwartete Rendite bei gleichem erwartetem Risiko.

Die logische Folgefrage lautet, wie man die erwartete Rendite und das erwartete Risiko denn im Voraus bestimmen kann. Die Antwort lautet: Man kann beides nicht objektiv mit Sicherheit kennen. Man benötigt Schätzungen und Annahmen. Nur innerhalb eines festgelegten Modells lassen sich Portfolios systematisch vergleichen. Dieser Umstand spiegelt die Unsicherheit der Zukunft an Finanzmärkten wider.

Man sollte daher zwei Ebenen unterscheiden:

  1. Mathematische Eigenschaften eines Portfolios
    Die geometrische Rendite eines Portfolios, das im Zeitverlauf auf konstante Gewichtung rebalanciert wird, ist immer größer gleich dem gewichteten arithmetischen Mittel der geometrischen Renditen seiner Einzelkomponenten (wobei Gleichheit genau dann gilt, wenn die Renditen der Einzelkomponten über alle Zeitperioden hinweg zueinander proportional sind).
  2. Erwartetes Risiko und erwartete Rendite

    Für eine exakte Quantifizierung benötigt man die Verteilungsfunktion der Renditen. Diese ist nicht mit Sicherheit bekannt. Sie muss geschätzt oder durch Annahmen festgelegt werden.

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PapaPecunia
Am 16.10.2026 um 10:28 von W.Heisenberg:

Dazu werden Steuern auf Fondsebene vermieden, Klumpen lassen sich mit Einzelaktien auch besser managen.

Und auch beim Entsparen ist man mit einem Einzelaktiendepot steuerlich deutlich flexibler. 

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Puppi
· bearbeitet von Puppi

Ihr meint, dass man also beim Entsparen immer/meist die Einzelaktien verkauft, die steuerlich "passender" sind?

Seltsam...ich dachte, dass das oberste Ziel sein sollte, die Aktien zu verkaufen, welche man "als nicht mehr sinnvoll" ansieht, anstatt den Schwerpunkt auf die Steuern zu legen :rolleyes:.

 

Sorry, aber das Argument gibt für mich keinen Sinn.

Zudem kann ein Indexer auch clever entsparen, wenn er will (FIFO umgehen mittels Depotüberträge oder mehreren ETFs auf den gleichen Index). Zudem zahlt er dann aufgrund 30% TFS auf Kursgewinne noch weniger Steuern als ein Stock Picker.

 

Also den Punkt "Steuern besser stunden" als Argument pro Einzelaktien zu bringen, halte ich für nicht sehr überzeugend...gerade weil man als Stock Picker doch noch viel mehr darauf achten muss, ob jede einzelne Aktie wirklich noch Sinn oder Potenzial hat im Depot. Gerade da würde ich steuerliche Auswirkungen völlig ausblenden.

Sofern man sich hier durch Steuern beeinflussen lässt, steigt die Wahrscheinlichkeit, Blödsinn/Fehler zu machen ja noch höher an als es sowieso schon der Fall ist beim Stock Picking. 

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W.Heisenberg
· bearbeitet von W.Heisenberg

Was sinnvoll und nicht sinnvoll ist, entscheiden oft auch Steuern. Im Depot sollte zu jeder Branche mehr als ein Wert geben, dazu heißt es auch Verlierer verkaufen, Gewinner weiter laufen lassen.

Durch Verlusttopf ist aber natürlich möglich Gewinner steuerfrei zu verkaufen.

Aber auch mit Gewinnern kann man flexibel sein, meine "4%" werden nach und nach zu Kindern übertragen und über NV-Bescheinigung bleiben die Gewinne nach Verkauft auch steuerfrei. (Natürlich gehört das Geld dann auch den Kindern fürs Führerschein, Studium, Auto, etc.)

Wenn der Markt sich verdoppelt hat MSCI World 100% gemacht, in einem Einzelaktien Portfolio gibt es meistens verfünffacher (oder irgendwas in dem Dreh) - es ist besser verfünffacher als verdoppler bei NV-Bescheinigung zu verkaufen, wenn Geschenktes sich im Rahmen halten soll und man Steuern optimal nutzen möchte.

 

Außerdem Bessembinder 4% Studie bassiert auf über 25k Aktien - da waren extrem viele Small Caps und sogar Micro Caps (extrem kleine Nischenunternehmen) dabei. Die meisten Anleger holen sich nur Bluechips ins Depot, da sind Schwankungen und Performanceunterschiede nicht so hoch. Dow Jones Performance besteht nämlich ganz sicher nicht aus 4% Performer.

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t.klebi
Am 16.10.2026 um 10:28 von W.Heisenberg:

Was bei Einzelaktien oft vergessen wird, sind Verlustrechnungen.

Dir ist aber schon klar, dass du mit rund 73,6 % deines Verlustes weiterhin wirtschaftlich belastet bleibst, oder? 
Man kann Verluste nicht zu einer guten Sache machen, weil man einen Teil dieses Verlustes steuerlich geltend machen darf. 

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W.Heisenberg
vor 9 Minuten von t.klebi:

Dir ist aber schon klar, dass du mit rund 73,6 % deines Verlustes weiterhin wirtschaftlich belastet bleibst, oder? 
Man kann Verluste nicht zu einer guten Sache machen, weil man einen Teil dieses Verlustes steuerlich geltend machen darf. 

Du hast wohl nicht verstanden wie Gesamtkonzept funktioniert.

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 16 Minuten von W.Heisenberg:
vor 28 Minuten von t.klebi:

Dir ist aber schon klar, dass du mit rund 73,6 % deines Verlustes weiterhin wirtschaftlich belastet bleibst, oder? 
Man kann Verluste nicht zu einer guten Sache machen, weil man einen Teil dieses Verlustes steuerlich geltend machen darf. 

Du hast wohl nicht verstanden wie Gesamtkonzept funktioniert.

Eigentlich hat er recht, denn es ist nun mal kein gutes Argument, dass Verluste eine gute Sache sind, weil man sie später steuerlich gegenrechnen kann.

Auch als Indexer kann man seinen Verlusttopf massiv füllen, sofern man im Crash seine ETFs auswechselt (machen einige ja).

Aber auch das ist nicht automatisch eine gute Sache, denn wir wissen z.B. nicht, wie der Gesetzgeber in Zukunft die Steuern handhabt.

Sofern die 25% Abgeltungssteuer irgendwann geändert werden auf z.B den persönlichen Steuersatz, der höher liegen kann, dann kann man auch ganz schön blöd schauen mit seinem fetten Verlustopf.

 

Daher bleibe ich dabei, das steuerliche Aspekte die Anlageentscheidung am besten gar nicht groß beeinflussen sollten, denn keiner weiß, welche Vorgehensweise ex ante steuerlich die wirklich beste ist.

 

Steuern sehr berücksichtigen bzw möglichst sparen ist aber auch so ein WPF Hobby. Sieht man auch immer bei den Überlegungen, ob man aktive, teure Fonds behalten soll, nur weil sie z.B. vor 2009 gekauft worden sind oder ob man als Indexer vielleicht doch noch eine Einzelaktie kaufen sollte, um einen alten Aktienverlusttopf noch ausnutzen zu können (halte ich für sehr falsch).

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t.klebi
· bearbeitet von t.klebi

 

vor 16 Minuten von W.Heisenberg:

Du hast wohl nicht verstanden wie Gesamtkonzept funktioniert.

Ich schon, Du hingegen ganz offenbar nicht.
Deine Verlustaktien werden IMMER zu einer Minderrendite bei dir führen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass du mit dem Verlust wirtschaftlich nicht zu 100% sondern nach Steuern "nur" zu 73,6% belastet wirst. 
btw: Würde es dir gelingen, ausschließlich Gewinneraktien in deinem Depot zu sammeln, würdest du das als Erfolg verbuchen. Aus genau diesem Grund, sind Verlustaktien ein Misserfolg, egal wie Du das versuchst schönzureden. 

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Schwachzocker
vor 15 Minuten von W.Heisenberg:

Du hast wohl nicht verstanden wie Gesamtkonzept funktioniert.

Doch, haben wir! Das Konzept besteht darin, sich mit dem Hammer auf den Finger zu hauen, um dann froh und glücklich zu sein, wenn der Schmerz nachlässt.

 

Nein, danke!

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t.klebi
vor 2 Minuten von Schwachzocker:

Das Konzept besteht darin, sich mit dem Hammer auf den Finger zu hauen, um dann froh und glücklich zu sein, wenn der Schmerz nachlässt.

Ein sehr treffender Vergleich. :thumbsup:

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 5 Minuten von Schwachzocker:

Doch, haben wir! Das Konzept besteht darin, sich mit dem Hammer auf den Finger zu hauen, um dann froh und glücklich zu sein, wenn der Schmerz nachlässt.

 

Nein, danke!

Oder vielleicht so:

Meine erkältet sich absichtlich, damit man die ablaufenden Medikamente im Schrank noch schnell "gut" verbrauchen kann und sie nicht im Müll landen:D.

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Limit
· bearbeitet von Limit

Ich habe das Gefühl hier reden manche aneinander vorbei. Wenn man die Einzelaktien eines Index statt des Index selbst kauft ist man bei der steuerliche Gestaltung flexibler. Wenn man z.B. Rebalacing betreibt und nur zwei ETFs hat, die beide im Plus sind bezahlt auf jeden Fall die Steuern auf die Gewinne direkt. Hat man die Einzelaktien kann man das hingegen hinauszögern indem man nicht nur einen Teil der Gewinner verkauft (darauf läuft es beim Rebalancing ja meist hinaus), sondern auch ein paar Verluste realisiert (Verkauf+Rückkauf).

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 16 Minuten von Puppi:

Oder vielleicht so:

Meine erkältet sich absichtlich, damit man die ablaufenden Medikamente im Schrank noch schnell "gut" verbrauchen kann und sie nicht im Müll landen:D.

Ja, ich habe noch Schmerztabletten (kann man immer mal brauchen). Die müssen weg. Wenn nicht bald etwas passiert, muss ich meinen kleinen Finger in den Schraubstock stecken.

 

vor 4 Minuten von Limit:

Ich habe das Gefühl hier reden manche aneinander vorbei. Wenn man die Einzelaktien eines Index statt des Index selbst kauft ist man bei der steuerliche Gestaltung flexibler. Wenn man z.B. Rebalacing betreibt und nur zwei ETFs hat, die beide im Plus sind bezahlt auf jeden Fall die Steuern auf die Gewinne direkt. Hat man die Einzelaktien kann man das hingegen hinauszögern indem man nicht nur einen Teil der Gewinner verkauft (darauf läuft es beim Rebalancing ja meist hinaus), sondern auch ein paar Verluste realisiert (Verkauf+Rückkauf).

Dann hat man aber eben nicht mehr die Einzelaktien des Index.

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Puppi
vor 5 Minuten von Limit:

Wenn man die Einzelaktien eines Index statt des Index selbst kauft ist man bei der steuerliche Gestaltung flexibler.

...und zahlt grundsätzlich mehr Steuern, weil man keine 30% Teilfreistellung auf Kursgewinne bekommt wie derjenige, welcher den Indexfonds kauft.

Stock Picker übersehen diesen wichtigen Punkt sehr oft.

 

https://share.google/aimode/A3lWt2MwkYitwAWxZ

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W.Heisenberg
vor 37 Minuten von t.klebi:

Ich schon, Du hingegen ganz offenbar nicht.

Ich erkläre es dir an einem Beispiel.

 

A) ETF:

Markt macht 20% plus - ich will 50% verkaufen, muss Steuern zahlen

 

B) Depot aus 5 Werten (vereinfacht):

1: + 70 % 

2:  +60 %

3:   0 %

4: -20 %

5: -40 %

 

Ich verkaufe Aktie 5, 4, 3 und ein Teil von 2 und zahle keine Steuer. Ich habe auch meine Verlustaktien verkauft, die zu eine Minderrendite führen sollen.

 

Soll ich nicht verkaufen müssen, und nur Verlieraktien ersetzen, kann ich das ohne Probleme tun. Ich baue so meinen Verlusttopf aus, und kann später dazu auch ein Teil meiner Gewinneraktien verkaufen ohne Steuern zu zahlen. 

Ich halte in keinem Fall an meine Verlieraktien, sondern die "helfen" mir Steuern zu sparen ohne dass Performance leidet. (Bzw. Steuern weiter auf Jahre zu stunden)

 

vor 36 Minuten von t.klebi:

Deine Verlustaktien werden IMMER zu einer Minderrendite bei dir führen.

 

Am 16.10.2026 um 10:28 von W.Heisenberg:

Apropos Verliereraktien: Die kann man bei ETF nicht verkaufen, bei Einzelaktiendepot schon - jetzt werden sicher welche sagen, dass man es nicht wissen kann, welche es in Zukunft sein werden. Meine Erfahrung nach vielen Jahre ist eine andere, meine Umschichtung der Verliereraktien in andere Aktien, wo ich bessere Performance mir erhoffe, ist ca. zu 80% erfolgreich.

 

 

vor 55 Minuten von Puppi:

Sofern die 25% Abgeltungssteuer irgendwann geändert werden auf z.B den persönlichen Steuersatz, der höher liegen kann, dann kann man auch ganz schön blöd schauen mit seinem fetten Verlustopf.

Dann ist doch Verlusttopf noch besser, wenn ich noch höhere Steuern sparen würde.  Er würde an Bedeutung gewinnen.
Falls Gesetz irgendwie anders aussehen würde - das man nicht verrechnen kann, was ich nicht für nicht umsetztbar halte - dann hat man Zeit davor seine Gewinne mit Verlusttopf rechtzeitig gegenzurechnen. 
1k Verlustopf kostet mich unter 10 Euro (für teuerer mache ich es nicht mehr), ich spare (bzw. stunde) dafür aber 263,75 Euro



 

 

 

 

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 7 Minuten von W.Heisenberg:
vor einer Stunde von Puppi:

Sofern die 25% Abgeltungssteuer irgendwann geändert werden auf z.B den persönlichen Steuersatz, der höher liegen kann, dann kann man auch ganz schön blöd schauen mit seinem fetten Verlustopf.

Dann ist doch Verlusttopf noch besser, wenn ich noch höhere Steuern sparen würde.  Er würde an Bedeutung gewinnen.

Nein, weil es dann besser gewesen wäre, wenn du die Gewinne VOR der Gesetzesänderung mit dem geringeren Steuersatz realisiert hättest. 

 

Sprich:

Sofern du den Verlusttopf mit 25% Steuersatz füllst, später aber mit höherem Steuersatz (z.B. 35%) wieder benutzt, ist das ein schlechtes Geschäft.

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finisher
· bearbeitet von finisher
vor 2 Stunden von Puppi:

...und zahlt grundsätzlich mehr Steuern, weil man keine 30% Teilfreistellung auf Kursgewinne bekommt wie derjenige, welcher den Indexfonds kauft.

Stock Picker übersehen diesen wichtigen Punkt sehr oft.

 

https://share.google/aimode/A3lWt2MwkYitwAWxZ

Hat die KI auch die fondsinterne Quellensteuer auf Dividenden berücksichtigt?
Laut diesen Tabellen, welche die aktuelle Steuerlandschaft berücksichtigen, liegt die Direktanlage in der Entnahmephase immer vorne:
EDIT: Wenn man am Ende alles verkauft hat, dann hat die KI recht, bzw. man sieht es auch in den Tabellen (1. Spalte Endvermögen ohne Verkauf am Ende, 2. Spalte Endvermögen mit Verkauf am Ende.)

Am 18.3.2026 um 13:33 von finisher:

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Zitat

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Zitat

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Puppi
vor 5 Minuten von finisher:

Hat die KI auch die fondsinterne Quellensteuer auf Dividenden berücksichtigt?

Habe noch zwei Anschlussfragen gestellt.

https://share.google/aimode/DC8DZLZwYSAM2BBPg

 

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finisher
· bearbeitet von finisher
vor 7 Minuten von Puppi:

Habe noch zwei Anschlussfragen gestellt.

https://share.google/aimode/DC8DZLZwYSAM2BBPg

 

Füttere sie doch mal mit den Tabellen oder zumindest den Screenshots.

EDIT: Wenn man am Ende alles verkauft hat, dann hat die KI recht, bzw. man sieht es auch in den Tabellen (1. Spalte Endvermögen ohne Verkauf am Ende, 2. Spalte Endvermögen mit Verkauf am Ende.)

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Puppi
vor 7 Minuten von finisher:

Füttere sie doch mal mit den Tabellen oder zumindest den Screenshots

Hast ne PM.

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