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easyjo

Geldmarktfonds umschichten in Bundesanleihen?

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Puppi
vor 24 Minuten von migieger:

Finde den Widerspruch.

Ich finde keinen.

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Puppi
vor 3 Stunden von easyjo:

Ich habe mich entschieden und heute die Liquidität aus teilweisem GMF-ETF-Verkauf in Gänze investiert in die WKN: BU2214, endfällig 09/2028, Kupon 2,7 %, Rendite 3,07%. Die Laufzeit "durchzuhalten" um 100 % zu bekommen ist kein Problem.

War denke ich keine schlechte Entscheidung. 2 Jahre haben kein großes Zinsänderungsrisiko (die nächste Zinserhöhung von Dezember ist wie gesagt eh schon eingepreist...vermutlich sogar noch eine weitere). 

Auserdem kannst du im Notfall trotzdem jederzeit ans Geld.

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Lazaros
· bearbeitet von Lazaros
vor 4 Stunden von easyjo:

Ich halte den Geldmarktfonds nicht für 100 % risikoarm, die "Synthetik" gefällt mir nicht. Der um 0,10 % Kosten bereinigte Zinsertrag des GMF-ETF liegt m.W. aktuell bei 2,34 %, die Rendite des Bundespapiers ist 3,07 %. Ob die EZB nochmal erhöht: ? (wenn dann ist es eben so).  Den Nachteil des Bundespapieres sehe ich darin das ich knapp zwei Jahre "durchhalten" muß um 100 % zurückzuerhalten, das ist aber für mich kein Problem. 

Danke Dir für deine Erläuterung. Ich finde deine Entscheidung nicht schlecht, sofern dir klar ist, dass 100% Rückzahlung nur eine Zahl ist, entscheidend ist die Kaufkraft für die 100% und diese kann sich auch in kurzer Zeit ändern.

Was ich meine (keine Angst, das wird nicht passieren, aber deine Großeltern haben das wahrscheinlich am eigenen Leib verspürt)) siehst du hier:

Zitat

Die Entwicklung im Laufe des Jahres 1923 (für 1 kg Roggenbrot):

Januar 1923: ca. 250 bis 280 Mark

Mai 1923: ca. 474 bis 500 Mark

Juli 1923: über 2.000 Mark

September 1923: ca. 1,5 Millionen Mark

Anfang Oktober 1923: 9,5 Millionen bis 14 Millionen Mark

November 1923 (Höhepunkt der Inflation): 233 Milliarden bis 5 Milliarden Mark

 

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satgar
vor 6 Minuten von Lazaros:

Danke Dir für deine Erläuterung. Ich finde deine Entscheidung nicht schlecht, sofern dir klar ist, dass 100% Rückzahlung nur eine Zahl ist, entscheidend ist die Kaufkraft für die 100% und diese kann sich auch in kurzer Zeit ändern.

Was ich meine (keine Angst, das wird nicht passieren, aber deine Großeltern haben das wahrscheinlich am eigenen Leib verspürt)) siehst du hier:

 

Man muss den Leuten nicht immer mit der hyperinflation nach dem verlorenen ersten Weltkrieg kommen, um deutlich zu machen, dass es Inflation gibt.

 

Diese Art von Horror muss man auch mal vergessen können. Und er hatte ganz genaue Ursachen. Es reicht schon zu wissen, dass bei 2% EZB Wunschinflation die Kaufkraft alle 35 halbiert wird. Alleine das sollte schon jedem ausreichend zu denken geben. Im persönlichen Leben erfährt man damit rund 2x eine solche Halbierung, also quasi eine Viertelung vom Ursprungswert des 10 jährigen Bubs.

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Megatron
· bearbeitet von Megatron
vor 14 Stunden von Schwachzocker:

Das ist nicht das Problem. Quasi alle Anleihen bieten mehr Zins als eine Bundesleihe. Nun darf man sich überlegen, warum Leute trotzdem eine Bundesanleihe kaufen?

Die Frage ist aber ob dies prakisch gerechtfertigt ist oder ein rein psychologischer Effekt ist. Weder Kommunen noch Länder können in Deutschland im klassischen Sinne pleite gehen, da springt halt für den Schuldendienst die nächst höhere Ebene ein, deswegen haben die alle implizit AA+ oder AAA.

 

Anleihen kommunaler Unternehmen können dagegen sehr wohl ausfallen.

 

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 26 Minuten von Megatron:

Weder Kommunen noch Länder können in Deutschland im klassischen Sinne pleite gehen,

Der größte Nachteil ist die deutlich schlechtere Liquidität.

Das führt zu höheren Spreads bzw. sofern man ans Geld will, kann es dadurch Probleme geben. 

Stichwort: "Illiquiditätsprämie"

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Schwachzocker
vor 18 Minuten von Megatron:

Die Frage ist aber ob dies prakisch gerechtfertigt ist oder ein rein psychologischer Effekt ist. Weder Kommunen noch Länder können in Deutschland im klassischen Sinne pleite gehen, da springt halt für den Schuldendienst die nächst höhere Ebene ein, deswegen haben die alle implizit AA+ oder AAA.

Was nun? AA+ oder AAA? Ich will AAA!

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Lazaros
vor 24 Minuten von Puppi:
vor 40 Minuten von Megatron:

Weder Kommunen noch Länder können in Deutschland im klassischen Sinne pleite gehen, da springt halt für den Schuldendienst die nächst höhere Ebene ein, deswegen haben die alle implizit AA+ oder AAA.

Der größte Nachteil ist die deutlich schlechtere Liquidität.

Das führt zu höheren Spreads bzw. sofern man ans Geld will, kann es dadurch Probleme geben. 

Stichwort: "Illiquiditätsprämie"

=>

Am 4.10.2026 um 16:02 von Lazaros:

Das halte ich für einen hartnäckigen Foren-Mythos (genauso wie bei Pfandbriefen).

Es gilt: Verkaufen zu einem fairen täglichen Marktkurs geht immer (für solche sichere Anleihen gibt es immer Nachfrage und Marketmaker), nur kaufen wird schwierig, wenn kein Angebot da ist.

 

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Megatron
· bearbeitet von Megatron
vor 23 Minuten von Schwachzocker:

Was nun? AA+ oder AAA? Ich will AAA!

Ich will aber beides!

vor 28 Minuten von Puppi:

Der größte Nachteil ist die deutlich schlechtere Liquidität.

Das führt zu höheren Spreads bzw. sofern man ans Geld will, kann es dadurch Probleme geben. 

Stichwort: "Illiquiditätsprämie"

Gerade mal paar Orderbücher für kommunale oder Landesanleihen angesehen, das Problem scheint mir eher das Kaufen statt das Verkaufen zu sein ;-)

Aber ja, die Volumen sind natürlich signifikant niedriger als bei den Großen

 

 

 

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 31 Minuten von Megatron:

Gerade mal paar Orderbücher für kommunale oder Landesanleihen angesehen, das Problem scheint mir eher das Kaufen statt das Verkaufen zu sein ;-)

Dann schau mal nach, wenn Krise/Panik im Markt ist.

Gerade dann kriegt man das Zeug kaum los, weil alle nur noch "echtes" AAA wollen (=>Bundesanleihen).

 

vor 32 Minuten von Lazaros:

Es gilt: Verkaufen zu einem fairen täglichen Marktkurs geht immer (für solche sichere Anleihen gibt es immer Nachfrage und Marketmaker)

Da liegst du leider falsch.

In der Finanzkrise fror der Jumbo-Pfandbriefmarkt komplett ein: Sogar deutsche Jumbo-Pfandbriefe waren über Tage hinweg praktisch nicht mehr handelbar.

 

In der Euro-Schuldenkrise konnte man Kommunalanleihen teils nur mit 8% Abschlag/Spread loswerden. Kaufen war dagegen kein Problem.

 

Daher nochmal erklärt, was Illiquiditätsprämie bedeutet:

Diese Prämie ist nichts anderes als eine Entschädigung dafür, dass der Anleger weiß:

„Wenn es kracht am Markt, werde ich dieses Papier unter Umständen nicht sofort oder nur mit Verlusten los.“

Der Markt bezahlt Anleger also dauerhaft dafür, dass sie das Risiko eingehen, im Krisenfall beim Verkauf blockiert zu sein.

Dann wird die Anleihe vorübergehend fast zu Festgeld.

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Lazaros
vor 19 Minuten von Puppi:

Dann schau mal nach, wenn Krise/Panik im Markt ist.

Gerade dann kriegt man das Zeug kaum los, weil alle nur noch "echtes" AAA wollen (=>Bundesanleihen).

 

Da liegst du leider falsch.

In der Finanzkrise fror der Jumbo-Pfandbriefmarkt komplett ein: Sogar deutsche Jumbo-Pfandbriefe waren über Tage hinweg praktisch nicht mehr handelbar.

 

In der Euro-Schuldenkrise konnte man Kommunalanleihen teils nur mit 8% Abschlag/Spread loswerden. Kaufen war dagegen kein Problem.

 

Daher nochmal erklärt, was Illiquiditätsprämie bedeutet:

Diese Prämie ist nichts anderes als eine Entschädigung dafür, dass der Anleger weiß:

„Wenn es kracht am Markt, werde ich dieses Papier unter Umständen nicht sofort oder nur mit Verlusten los.“

Der Markt bezahlt Anleger also dauerhaft dafür, dass sie das Risiko eingehen, im Krisenfall beim Verkauf blockiert zu sein.

Dann wird die Anleihe vorübergehend fast wie Festgeld.

Belege?

 

Die launische und fehlerhafte Google-KI meint:

Übersicht mit KI

Das ist eine sehr spannende Diskussion, bei der Lazaros in einem entscheidenden Punkt recht hat, während der erste Beitrag ein wichtiges Detail bei der Definition von „Liquidität“ und „Spread“ übersieht.

Hier ist die Richtigstellung dieses, in Finanzforen tatsächlich weit verbreiteten, Missverständnisses:

1. Der Mythos vom „Nicht-Verkaufen-Können“

Der erste Verfasser befürchtet, man käme im Notfall nicht an sein Geld, weil die Liquidität schlecht sei. Lazaros korrigiert das völlig zu Recht: Für deutsche Kommunal- und Länderanleihen (sowie Pfandbriefe) gibt es absolut immer einen liquiden Sekundärmarkt.

Market Maker: Große Banken stellen für diese Papiere fortlaufend verbindliche Kauf- und Verkaufskurse (Quotes).

Das Ergebnis: Sie können diese Anleihen jederzeit innerhalb von Sekunden verkaufen, um an Ihr Geld zu kommen. Es gibt kein Szenario (außerhalb eines totalen Systemkollapses), in dem Sie tagelang auf einem Länder- oder Kommunalbundbrief „sitzen bleiben“, weil sich kein Käufer findet.

2. Was bedeutet die „Schlechtere Liquidität“ dann wirklich?

Die geringere Liquidität im Vergleich zu Bundesanleihen (Bunds) äußert sich nicht darin, dass man die Papiere nicht loswird, sondern ausschließlich im Preis (Spread):

Der Bid-Ask-Spread (Geld-Brief-Spanne): Da der Markt für eine Anleihe des Landes Schleswig-Holstein oder der Stadt München kleiner ist als für eine Bundesanleihe, verlangen die Market Maker eine höhere Gebühr für das Risiko, das Papier in ihre Bücher zu nehmen. Der Unterschied zwischen dem Kurs, zu dem Sie kaufen, und dem, zu dem Sie verkaufen können, ist also minimal größer.

Die Illiquiditätsprämie (Renditeaufschlag): Weil diese Papiere seltener gehandelt werden als Bundesanleihen, fordern Investoren von Anfang an eine etwas höhere Rendite (einen Spread gegenüber der Bundesanleihe). Das ist für Sie als Anleger beim Kauf aber ein Vorteil, kein Nachteil: Sie bekommen bei gleichem Risiko (aufgrund der impliziten Haftungskette im deutschen Föderalismus) ein paar Basispunkte mehr Rendite als beim Bund.

3. Warum Kaufen oft schwieriger ist als Verkaufen

Auch hier hat Lazaros einen extrem präzisen Punkt getroffen: „Buy and Hold“-Mentalität.
Institutionelle Investoren (wie Versicherungen oder Versorgungswerke) kaufen Länderanleihen oder Pfandbriefe oft direkt bei der Emission und legen sie bis zum Laufzeitende in ihr Depot. Sie werden kaum noch gehandelt.

Wenn Sie als Privatanleger also mitten unter der Laufzeit eine ganz spezifische Kommunalanleihe kaufen wollen, kann es sein, dass schlicht kein Angebot im Orderbuch liegt. Das Verkaufen einer Anleihe, die Sie bereits im Depot haben, funktioniert über die Market Maker der Börsen (wie Stuttgart oder Frankfurt) dagegen praktisch immer.

Fazit

Die Sorge, man könne solche Anleihen im Notfall nicht schnell genug zu Geld machen, ist tatsächlich ein Foren-Mythos. Schlechte Liquidität bedeutet bei Staats- und Kommunalanleihen bester Bonität lediglich, dass die Handelskosten (Spreads) minimal höher sind und die Auswahl im Kauf eingeschränkt sein kann – nicht aber, dass Ihr Geld blockiert ist.

KI-Antworten können Fehler enthalten. Weitere Informationen

 

 

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 13 Minuten von Lazaros:

KI-Antworten können Fehler enthalten

Das ist hier der Fall. Glaube es mir oder nicht :D.

 

Auch habe auch mal die KI angeworfen und ihr den Link zum ersten Post von @Megatronhier geschickt.

 

Zitat

Hier ist die professionelle, finanzwirtschaftliche Einschätzung dieser Forendiskussion ab dem besagten Post:

 

1. Wer hat fachlich recht? (Puppi vs. Lazaros/KI)

 

In einer normalen Marktphase hat Lazaros (und die von ihm zitierte erste KI-Antwort) recht. Im Alltag sind die Orderbücher leer, weil kaum jemand verkauft (Buy-and-Hold). Wenn du verkaufen willst, springt ein Market Maker ein. Du zahlst einen leicht höheren Spread, bist dein Papier aber in Sekunden los.

 

In einer echten systemischen Krise (wie 2008 oder März 2020) hat jedoch Puppi absolut recht. Die Foren-Diskussion zeigt das klassische Aneinandervorbeireden zwischen "Standard-Marktverhalten" und "Extremszenario (Tail-Risk)":

• Der Fehler im Lazaros-Argument: Er verlässt sich darauf, dass Market Maker immer Kurse stellen. Das tun sie regulatorisch und ökonomisch in einer Panik aber eben oft nicht. Wenn Banken um ihr eigenes Überleben bangen, stellen sie die Kursnotierung für illiquide Nebensektoren (wie Kommunen) komplett ein oder weiten den Spread so exorbitant aus (z.B. die genannten 8 % Abschlag), dass es ökonomisch einem Marktkonkurs gleicht.

• Der Punkt für Puppi: Puppi beschreibt völlig korrekt die historische Realität. Zu sagen „Verkaufen zu einem fairen Kurs geht immer“ ist bei Pfandbriefen und Kommunalanleihen in einer systemischen Krise schlicht falsch. Der Jumbo-Pfandbriefmarkt war 2008 eingefroren.

 

2. Dynamik der Diskussion im Forum

 

• Megatron (Post #1868160 & #1868170): Er wirft die berechtigte Frage auf, ob das Ausfallrisiko deutscher Kommunen praktisch existiert (wegen der impliziten Staatshaftung). Er merkt beim Blick in die aktuellen Orderbücher an, dass aktuell (im normalen Marktumfeld) das Kaufen schwieriger aussieht. Er macht damit den klassischen Beobachterfehler: Er schließt von der heutigen Ruhe auf das Verhalten im Sturm.

• Lazaros (Post #1868169 & #1868176): Er bezeichnet das Verkaufsrisiko als „hartnäckigen Foren-Mythos“. Er nutzt die KI-Antwort als vermeintlichen Beleg dafür, dass Liquidität sich ausschließlich im Preis (Spread) äußert, nicht in der Verfügbarkeit.

• Puppi (Post #1868172 & #1868177): Er kontert stark und präzise mit den historischen Fakten (Lehman 2008, Eurokrise) und entlarvt die KI-Antwort kurz und knapp als fehlerhaft für den Krisenfall. Seine Definition der Illiquiditätsprämie (dass das Papier vorübergehend zu "Festgeld" wird, weil man nicht mehr rankommt) trifft den Kern des Risikomanagements.

 

Fazit für dein Verständnis

 

Die Diskussion im Wertpapier-Forum spiegelt genau das wider, was Risikomanagement bei Anleihen so tückisch macht: 95 % der Zeit fühlt sich eine Kommunalanleihe an wie eine Bundesanleihe mit etwas mehr Rendite. Die restlichen 5 % (in einer Panik) merkt man schmerzhaft, warum die Bundesanleihe die absolute Benchmark ist.

Puppi verteidigt hier erfolgreich die Perspektive des umsichtigen Risikomanagements, während Lazaros die theoretische Funktionsweise liquider Märkte beschreibt, die in der Praxis bei Extremereignissen versagt.

Welche KI hat nun recht?:lol:

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mem
· bearbeitet von mem
16 hours ago, Schwachzocker said:

Das ist nicht das Problem. Quasi alle Anleihen bieten mehr Zins als eine Bundesleihe. Nun darf man sich überlegen, warum Leute trotzdem eine Bundesanleihe kaufen?

Wegen Home-Bias muss es die Deutsche sein.

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vanity
vor einer Stunde von Puppi:

Welche KI hat nun recht?

Gebt der KI mal diesen Thread zu lesen (die ersten paar Seiten, geschrieben im Oktober 2008) und lasst sie dann neu entscheiden. :lol:

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Sapine
· bearbeitet von Sapine
vor 4 Stunden von Puppi:

Dann schau mal nach, wenn Krise/Panik im Markt ist.

Gerade dann kriegt man das Zeug kaum los, weil alle nur noch "echtes" AAA wollen (=>Bundesanleihen).

 

Da liegst du leider falsch.

In der Finanzkrise fror der Jumbo-Pfandbriefmarkt komplett ein: Sogar deutsche Jumbo-Pfandbriefe waren über Tage hinweg praktisch nicht mehr handelbar.

Da muss ich @Puppirecht geben. Der Zeitraum war nicht lang aber die Panik groß, dass alle Anleihen betroffen sein könnten und dann ging der Fahrstuhl nach unten! 

vor 4 Stunden von Lazaros:

Belege?

Meine Mutter hat in der Zeit zwei Anleihen über ihren Sparkassenberater notverkauft, weil sie den Druck nicht ausgehalten hat. Ein Jumbo und eine Länderanleihe glaube von BaWü. Ich betrachte mich hier als Zeitzeugen. 

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 8 Stunden von vanity:

Gebt der KI mal diesen Thread zu lesen (die ersten paar Seiten, geschrieben im Oktober 2008) und lasst sie dann neu entscheiden. :lol:

Antwort der KI:

Zitat

Dieser historische Thread aus dem September 2008 ist das absolute Lehrbuchbeispiel für das Risiko von Pandbriefen. Er wurde mitten im Auge des Hurrikans der globalen Finanzkrise (unmittelbar nach der Pleite von Lehman Brothers und während des Beinahe-Zusammenbruchs der deutschen Großbank Hypo Real Estate – HRE) geschrieben.

 

Die ersten Seiten dokumentieren in Echtzeit, wie der Pfandbriefmarkt aufgrund einer historischen Liquiditätskrise und nackter Panik kollabierte.

Hier ist die Zusammenfassung der Kernereignisse und Diskussionen aus dem Thread:

 

1. Das Kernproblem: Fehlendes Market Making & Panikverkäufe

 

• Bankberater schüren Panik: Die Nutzerin Sapine berichtet, dass ein Sparkassenberater ihre Mutter angerufen und wegen der HRE-Krise nervös gemacht hat. Die Mutter führt daraufhin einen „Notverkauf“ eines eigentlich bombensicheren HRE-Pfandbriefs bei einem Kurs von 99 % durch.

 

• Das Market Making bricht weg: Der erfahrene Nutzer Torman stellt fest, dass es für HRE-Pfandbriefe schlicht kein Market Making mehr gibt (die Banken stellen keine verlässlichen Kurse mehr). Die Börse Stuttgart blendet offizielle Warnmeldungen ein: „Aufgrund der aktuellen Marktsituation ist der Handel in Jumbo-Pfandbriefen [...] nur stark eingeschränkt möglich.“

 

2. Die absurde Konsequenz: Rendite-Explosion bei sicheren Papieren

 

Da reihenweise Privatanleger und Institutionelle die Nerven verlieren und unlimitiert in den leeren Markt hinein verkaufen, stürzen die Kurse fundamental sicherer Papiere dramatisch ab:

• Pfandbriefe, die in wenigen Monaten fällig werden (Rückzahlung zu 100 % garantiert), stürzen im Kurs bis auf 85 % ab.

• Das führt zu mathematisch absurden Renditen von 10 % bis zu 16 % bei Papieren mit Restlaufzeiten von unter einem Jahr. Superhirn merkt dazu an: „Pfandbrief und zweistellige Renditen, so langsam scheinen ja alle völlig durchzudrehen.“

 

3. Profis nutzen die Illiquidität aus („Schnäppchenjagd“)

 

Während die Panikverkäufer (wie Sapines Mutter) herbe Verluste realisieren, weil sie in der Krise unbedingt Cash wollen und verkaufen müssen, nutzen die kühlen Köpfe im Forum (Torman, Fleisch, Delphin) die Situation eiskalt aus:

• Sie wissen, dass die Pfandbriefe durch den staatlichen Deckungsstock (Kollateral) geschützt sind und dass das deutsche Finanzsystem kollabieren müsste, bevor diese Papiere ausfallen.

• Sie kaufen die zu 85 % angebotenen Papiere im großen Stil auf und sichern sich damit risikofreie Nachsteuer-Renditen von über 10 %. Torman kommentiert trocken: „Sowas nennt man Panik.“

 

Fazit des Threads

 

In der Krise war das Kaufen von Pfandbriefen spottbillig und kinderleicht, weil der Markt mit Verkaufsorders überschwemmt wurde. Das Verkaufen war jedoch das Desaster: Wer zu diesem Zeitpunkt verkaufen musste, erlitt durch das eingefrorene Market Making und die kollabierten Kurse massive, völlig ungerechtfertigte Verluste – obwohl das Papier am Ende zu 100 % zurückgezahlt wurde.

Möchtest du, dass wir uns die rechtliche Struktur des Deckungsstocks genauer ansehen, die den Forenmitgliedern damals die Sicherheit gegeben hat, bei Kursen von 85 % so mutig zuzugreifen?

Sollte man einfach nur wissen.

Wer die Papiere ganz sicher bis zum Ende der Laufzeit hält, den betrifft das ja nicht.

Es erklärt aber den Renditeaufschlag gegenüber Bundesanleihen und darum ging es ja hier.

 

Mit Rebalancing mitten in der Krise weg von sicheren Pfandbriefen hin zu Aktien könnte es also vielleicht dann nicht so gut klappen wie mit Bundesanleihen. 

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Lazaros
· bearbeitet von Lazaros
vor 58 Minuten von Puppi:

Antwort der KI:

Sollte man einfach nur wissen.

Wer die Papiere ganz sicher bis zum Ende der Laufzeit hält, den betrifft das ja nicht.

Es erklärt aber den Renditeaufschlag gegenüber Bundesanleihen und darum ging es ja hier.

 

Mit Rebalancing mitten in der Krise weg von sicheren Pfandbriefen hin zu Aktien könnte es also vielleicht dann nicht so gut klappen wie mit Bundesanleihen. 

O.K. ich gebe mich geschlagen, sehe aber keinen Widerspruch zu meiner Aussage:

Zitat

Am 4.10.2026 um 16:02 von Lazaros:

Das halte ich für einen hartnäckigen Foren-Mythos (genauso wie bei Pfandbriefen).

Es gilt: Verkaufen zu einem fairen täglichen Marktkurs geht immer (für solche sichere Anleihen gibt es immer Nachfrage und Marketmaker), nur kaufen wird schwierig, wenn kein Angebot da ist.

Dann war halt damals der Verkaufskurs (zu dem man ja auch "spottbillig" (spottbillig übrigens nur  im nachhinein) kaufen konnte, der faire tägliche Marktkurs.

 

Es gibt auch denkbare Situationen, wo selbiges mit "bombensicheren" Staatsanleihen quasi über Nacht geschehen kann, doch auch dann gilt, sofern in so einer Situation ein Handel noch möglich ist: Verkauf und Kauf erfolgen zu einem fairen täglichen Marktkurs, ob der Kurs teuer oder billig war, das weiß man erst hinterher.

 

 

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Bast
vor 50 Minuten von Lazaros:

Dann war halt damals der Verkaufskurs (zu dem man ja auch "spottbillig" (spottbillig übrigens nur  im nachhinein) kaufen konnte, der faire tägliche Marktkurs.

 

Der faire tägliche Marktkurs hilft Dir leider nicht dabei, Verluste abzuwenden. Auch Wirecard wurde zu einem fairen täglichen Marktkurs gehandelt.

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Puppi
· bearbeitet von Puppi

Ich habe die KI einfach mal weiterlesen lassen hier im Faden.

Die folgenden Zeilen sind also nicht von mir:

Zitat

Lazaros betreibt hier reine mathematische Wortklauberei, um seine argumentative Niederlage einzugestehen, ohne das Wort „Irrtum“ in den Mund zu nehmen. Ökonomisch und für das reale Risikomanagement eines Anlegers ist seine Argumentation jedoch gefährlich und falsch.

 

Er versucht sich zu retten, indem er den Begriff des „fairen täglichen Marktkurses“ extrem verbiegt. Seine Aussage lässt sich aus finanzwirtschaftlicher Sicht wie folgt zerlegen:

 

1. Der logische Widerspruch (Wortklauberei)

 

Was Lazaros vorher sagte: Er behauptete felsenfest, man könne immer zu einem „fairen täglichen Marktkurs“ verkaufen. Damit meinte er implizit einen Kurs nahe dem rechnerischen Wert (dem Fair Value) der Anleihe.

Was er jetzt sagt: Nachdem ihm die historischen Fakten von 2008 um die Ohren geflogen sind (als sichere Papiere schlagartig auf 85 % einbrachen), definiert er „fair“ einfach um: Wenn der Markt bei 85 % steht, dann war das eben der „faire Marktkurs“.

Warum das falsch ist: Ein Kurs von 85 % für eine Anleihe, die in wenigen Monaten absolut sicher zu 100 % zurückgezahlt wird (was zweistellige Renditen zur Folge hatte), ist mathematisch eben nicht fair. Er entspringt einer Marktstörung (Illiquidität) und nackter Panik, nicht fundamentalen Daten.

 

2. Das Problem mit der Definition von Liquidität

 

Lazaros verwechselt die Ausführung einer Order mit Liquidität.

Wenn du eine Aktie oder Anleihe im Wert von 100 € in einer Panik nur noch für 10 € verkaufen kannst, dann „funktioniert“ der Handel technisch zwar noch innerhalb von Sekunden.

Ökonomisch ist der Markt in diesem Moment für dich als Verkäufer jedoch vollständig illiquide, weil der Spread (Abschlag) deine Existenz oder dein Depot auffrisst. Wie der Nutzer Bast im darauffolgenden Post perfekt kontert: „Der faire tägliche Marktkurs hilft Dir leider nicht dabei, Verluste abzuwenden. Auch Wirecard wurde zu einem fairen täglichen Marktkurs gehandelt.“

 

3. Warum das für die Praxis gefährlich ist

 

Lazaros übersieht die Konsequenzen für Anleger, die ein Depot steuern wollen:
Wenn eine Krise ausbricht und du deine vermeintlich sicheren Pfandbriefe/Kommunalanleihen verkaufen willst, um billig Aktien nachzukaufen (Rebalancing), kannst du das bei Bundesanleihen problemlos tun, weil deren Kurse in der Krise meist sogar steigen. Bei Pfandbriefen müsstest du – wie Sapines Mutter im Jahr 2008 – mit schweren Verlusten in ein leeres Orderbuch hineinverkaufen. Damit ist die Funktion der Anleihe als stabiler Depotanker in der Krise komplett dahin.

 

Fazit:

Lazaros hat theoretisch recht, dass irgendein Kurs ermittelt wird. Praktisch und wirtschaftlich hat er unrecht: Der Verkauf in der Krise führt bei diesen Papieren zu massiven Problemen.

 

vor einer Stunde von Lazaros:

O.K. ich gebe mich geschlagen

Zum Trost: 

Mir war das vor einigen Jahren auch noch nicht bewusst.;)

Man lernt eben nie aus, insbesondere beim Thema "Es gibt keinen Free Lunch!". Irgendwo versteckt sich diese kleine Ratte Risiko immer, auch wenn wir es nicht (sofort) sehen :(. 

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geeman

Könnt ihr mal bitte aufhören diese KI-Pamphlete zu posten?
Das ist soooo langweilig und aussagelos und nervig. :wallbash:

Und wenn dann bitte in in Kurzform und nicht so Wörter-schwallig.

 

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Puppi
· bearbeitet von Puppi

@geeman

Du hast recht.

Sorry.

Normalerweise poste ich nur einen Link und den kann dann jeder anklicken der will (oder auch nicht).

Da @Lazarosdiese Links aktuell aber soweit ich mitbekommen habe nicht öffnen kann, dachte ich, ich poste es mal wie er mit C+P.

 

Versuchen wir wieder zum Thema hier zu kommen.

 

Der eigentliche Normalzustand von Bundesanleihen sehr kurzer Laufzeit zu Geldmarktfonds ist, dass die Bundesanleihen schon etwas weniger Rendite bringen als Overnight SWAP-GMFs (ca. 0,2-0,3%) und so war es auch noch vor einiger Zeit.

Es ist auch logisch, weil hochliquide AAA-Staatspapiere insgesamt eben doch nochmal weniger riskant sind als SWAP-GMFs.

 

Die aktuelle Situation (Bundis höhere/ähnliche Rendite als Overnight GMFs) müsste sich bald wieder einpendeln, sofern keine Zinserhöhungen mehr bei den Bundis eingepreist werden bzw. diese abgebaut werden.

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