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Tomita

Ab wann "darf" man Ausschüttungen/Dividenden verkonsumieren?

Empfohlene Beiträge

Wishmueller
vor 37 Minuten von Walter White:

Dein Leben, Familie, Depot und Altersvorsorge laufen vorbildlich und ruhig wie die Titanic durch die raue See, eine sehr gute Basis. 

 

Ich glaube zwar, dass Du das "Richtige" meinst .... aber das Gleichnis ist trotzdem etwas unglücklich gewählt...... ;):-*

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Noch_Neu_Hier
vor 23 Minuten von Wishmueller:

Ich glaube zwar, dass Du das "Richtige" meinst .... aber das Gleichnis ist trotzdem etwas unglücklich gewählt......

Unbekanntes lauert überall, da kann der Plan noch so gut sein.

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Schwachzocker
vor 33 Minuten von Tomita:

...

Tatsächlich weiß ich aber nicht, was an meinen Töpfen schlecht sein soll, zumal ich davon auch gar nicht viele habe. Wenn Betrag X im Urlaubstopf liegt, dann weiß ich genau, dass ich diese Summe ohne schlechtes Gewissen zum Reisen nutzen kann. ...

Exakt das ist das, was schlecht ist. Die Finanzierung Deines Urlaubs sollte nicht davon abhängig sein, wieviel Geld in irgendeinem Topf liegt, sondern sie sollte allein davon abhängig sein, ob Ihr es Euch leisten könnt und wollt. Diese Entscheidung bedarf einer ganzheitlichen Betrachtung des Vermögens und der laufenden Einkünfte. Andernfalls besteht die Gefahr, das das geschieht, was im Bundeshaushalt geschieht: Die einzelnen Töpfe werden auf Gedeih und Verderb verbraucht, allein weil das Geld da ist, ohne überhaupt auch nur zu bedenken, dass es ja auch die Möglichkeit gäbe, das Geld einfach zu sparen.

 

vor 39 Minuten von Tomita:

Ich würde niemals auf die Idee kommen, dafür ETFs zu verkaufen, denn diese sind ja primär für die Altersvorsorge gedacht (eventuell mit Ausnahme der Dividenden, die hier ja das Thema sind).

Es macht aber keinen Unterschied, ob Du die Dividenden verkonsumierst oder stattdessen Anteile verkaufst. In beiden Fällen verkonsumierst Du Geld, dass Dir bei Deiner Altersvorsorge fehlt. Es gilt es schon zu kapieren, dass das dasselbe ist.

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Tomita
vor 11 Minuten von Schwachzocker:

Exakt das ist das, was schlecht ist. Die Finanzierung Deines Urlaubs sollte nicht davon abhängig sein, wieviel Geld in irgendeinem Topf liegt, sondern sie sollte allein davon abhängig sein, ob Ihr es Euch leisten könnt und wollt. Diese Entscheidung bedarf einer ganzheitlichen Betrachtung des Vermögens und der laufenden Einkünfte. Andernfalls besteht die Gefahr, das das geschieht, was im Bundeshaushalt geschieht: Die einzelnen Töpfe werden auf Gedeih und Verderb verbraucht, allein weil das Geld da ist, ohne überhaupt auch nur zu bedenken, dass es ja auch die Möglichkeit gäbe, das Geld einfach zu sparen.

Tatsächlich ist der Urlaubstopf ja aber gerade dafür gedacht, dass ich ihn ohne Reue und schlechtes Gewissen verbrauchen kann - er ist klar von der Altersvorsorge abgetrennt. 

 

vor 13 Minuten von Schwachzocker:

Es macht aber keinen Unterschied, ob Du die Dividenden verkonsumierst oder stattdessen Anteile verkaufst. In beiden Fällen verkonsumierst Du Geld, dass Dir bei Deiner Altersvorsorge fehlt. Es gilt es schon zu kapieren, dass das dasselbe ist.

Mit der Logik wäre es doch aber auch egal, ob ich die Dividenden zusätzlich in die Urlaubskasse werfe oder ob ich dafür Geld verwende, welches ich von der Sparrate abknapse. Oder? ;)

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EtfAnleger2022
· bearbeitet von EtfAnleger2022

Dürfen? Immer!

Geben ist seliger als nehmen

Am besten 30% der Erträge z.b. als Spende oder in Form von Sachspenden (Bratwürste, Bier) an den Verein in dem man Mitglied ist beim nächsten Sommerfest oder der nächsten Weihnachtsfeier.

Den Rest fröhlich wieder anlegen.

 

 

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 51 Minuten von Tomita:

Tatsächlich ist der Urlaubstopf ja aber gerade dafür gedacht, dass ich ihn ohne Reue und schlechtes Gewissen verbrauchen kann - er ist klar von der Altersvorsorge abgetrennt. 

Genau das kann zum Problem werden und zu weitergehenden Denkfehlern bis hin zu schweren finanziellen Fehlern führen.

Ich habe mal im Urlaub jemanden kennengelernt, der sich in ein hochpreisiges Restaurant gesetzt hat und sich dort ersichtlich mit Gewalt und einem gewissen Unbehagen die erlesenen Speisen hineingestopft hat. Es war der vorletzte Urlaubstag und das Urlaubsbudget war noch lange nicht verbraucht.

Was willst Du machen? Das Geld aus dem Urlaubstopf für etwas anderes verwenden, geht nicht. Also muss man sich bis zum Erbrechen vollstopfen.

 

Das ist natürlich eher noch eine der relativ harmlosen Folgen von mentaler Buchführung.

 

Es ergibt einfach keinen Sinn.

 

Wenn ich etwas kaufen will, weil ich nun einmal ein entsprechendes Bedürfnis habe, dann überlege ich mir, was das für finanzielle Konsequenzen für mich hat und dann kaufe ich es oder lasse es. Diese Entscheidung ist aber nicht davon abhängig, wieviel Geld in einem bestimmten Topf ist.

 

vor 51 Minuten von Tomita:

Mit der Logik wäre es doch aber auch egal, ob ich die Dividenden zusätzlich in die Urlaubskasse werfe oder ob ich dafür Geld verwende, welches ich von der Sparrate abknapse. Oder? ;)

So ist es! Du kannst auch das Geld von der Pfandflaschenrückgabe verwenden. Das wär auch egal.

Du müsstest einfach folgendes begreifen: Wenn Du 10.000 Euro für den Urlaub bezahlst, dann fehlen Dir genau 10.000 Euro für die Altersvorsorge.

Da kannst Du Töpfe und Konten einrichten soviel Du willst.

 

Und es gibt auch wirklich nur eine Logik, nicht diese Logik und jene Logik.

 

vor 1 Stunde von Wishmueller:
vor 2 Stunden von Walter White:

Dein Leben, Familie, Depot und Altersvorsorge laufen vorbildlich und ruhig wie die Titanic durch die raue See, eine sehr gute Basis.

 

Ich glaube zwar, dass Du das "Richtige" meinst .... aber das Gleichnis ist trotzdem etwas unglücklich gewählt...... ;):-*

Sagen wir vielleicht besser:

Dein Leben, Familie, Depot und Altersvorsorge laufen vorbildlich und ruhig wie bei "Quax der Bruchpilot".:lol:

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Tomita
vor 2 Minuten von Schwachzocker:

Genau das kann zum Problem werden und zu weitergehenden Denkfehlern bis hin zu schweren finanziellen Fehlern führen.

Ich habe mal im Urlaub jemanden kennengelernt, der sich in ein hochpreisiges Restaurant gesetzt hat und sich dort ersichtlich mit Gewalt und einem gewissen Unbehagen die erlesenen Speisen hineingestopft hat. Es war der vorletzte Urlaubstag und das Urlaubsbudget war noch lange nicht verbraucht.

Was willst Du machen? Das Geld aus dem Urlaubstopf für etwas anderes verwenden, geht nicht. Also muss man sich bis zum Erbrechen vollstopfen.

 

Das ist natürlich eher noch eine der relativ harmlosen Folgen von mentaler Buchführung.

 

Es ergibt einfach keinen Sinn.

Der von dir beschriebene Sachverhalt ist natürlich in der Tat Blödsinn und so handhaben wir es das natürlich auch nicht. Dennoch verbleibt das Budget, was nicht für den letzten Urlaub benötigt wurde, in diesem Topf - als Vorgriff auf die nächste Reise.

 

vor 5 Minuten von Schwachzocker:

So ist es! Du kannst auch das Geld von der Pfandflaschenrückgabe verwenden. Das wär auch egal.

Du müsstest einfach folgendes begreifen: Wenn Du 10.000 Euro für den Urlaub bezahlst, dann fehlen Dir genau 10.000 Euro für die Altersvorsorge.

Da kannst Du Töpfe und Konten einrichten soviel Du willst.

Warum sollte mir das Geld für die Altersvorsorge fehlen? Noch mehr Geld reinzuschießen, macht in unserer Situation doch überhaupt keinen Sinn. Wie gesagt: Stand jetzt hätten meine Frau und ich nicht einmal Abzüge bei unserer Pension. Kleine Rechnung: 80 Prozent aktuelles Netto minus 71,75 Prozent Pension minus X Prozent für die Altersvorsorge führen doch im Prinzip zum Ergebnis, dass ich eigentlich überhaupt keine Vorsorge betreiben müsste. ^_^

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GuyInborito
vor 2 Minuten von Tomita:

Warum sollte mir das Geld für die Altersvorsorge fehlen? Noch mehr Geld reinzuschießen, macht in unserer Situation doch überhaupt keinen Sinn. Wie gesagt: Stand jetzt hätten meine Frau und ich nicht einmal Abzüge bei unserer Pension. Kleine Rechnung: 80 Prozent aktuelles Netto minus 71,75 Prozent Pension minus X Prozent für die Altersvorsorge führen doch im Prinzip zum Ergebnis, dass ich eigentlich überhaupt keine Vorsorge betreiben müsste. ^_^

Du weißt mit Ende 30 schon alles was das Leben für dich bereit hält, deßhalb kann man alles oberhalb von dessen was du glaubst zu brauchen verkonsumieren? Bringst du das deinen Kindern auch so bei? 

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 8 Minuten von Tomita:

Der von dir beschriebene Sachverhalt ist natürlich in der Tat Blödsinn und so handhaben wir es das natürlich auch nicht....

Doch, genau so handhabt Ihr das, nur dass Ihr Euch nicht in einem Restaurant vollstopft, sondern eben einen entsprechend teureren Urlaub wählt.

 

vor 8 Minuten von Tomita:

Warum sollte mir das Geld für die Altersvorsorge fehlen? 

Weil das Geld, nachdem Du es ausgegeben hast, weg ist. Darum fehlt es Dir jetzt in Deinem Gesamtvermögen und damit auch in der Altersvorsorge.

 

vor 8 Minuten von Tomita:

Noch mehr Geld reinzuschießen, macht in unserer Situation doch überhaupt keinen Sinn. ...

Dann ist es ja ok. Das Geld fehlt aber trotzdem in der Altersvorsorge.

 

Tut mir leid, aber Du scheinst wirklich ein schwerer Fall von mentaler Buchführung zu sein. Das solltest Du Dir im Sinne Deiner langfristigen finanziellen Gesundheit dringend abgewöhnen.

Das ist so, als wenn man sich das Rauchen abwöhnt. Das Rauchen muss nicht für jeden schlimm enden. Mit einer gewissen Wahrscheinlicht tut es das aber. So ist es bei mentaler Buchführung auch.

 

vor 8 Minuten von Tomita:

...Kleine Rechnung: 80 Prozent aktuelles Netto minus 71,75 Prozent Pension minus X Prozent für die Altersvorsorge führen doch im Prinzip zum Ergebnis, dass ich eigentlich überhaupt keine Vorsorge betreiben müsste. ^_^

Alles gut! Dann lasse es eben mit der Altersvorsorge. 

Warum fragst Du denn hier?

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Tomita
vor 1 Minute von GuyInborito:

Du weißt mit Ende 30 schon alles was das Leben für dich bereit hält, deßhalb kann man alles oberhalb von dessen was du glaubst zu brauchen verkonsumieren? Bringst du das deinen Kindern auch so bei? 

Nicht böse gemeint, aber ich glaube mit unserem Einkommen haben wir uns ohne Erbschaften und trotz Kindern schon ein ordentliches Sümmchen erarbeitet.

 

Und natürlich werde ich auch weiterhin Altersvorsorge betreiben, das ist doch gar keine Frage. Trotzdem: Wir sind beide Beamte, daher halte ich es nicht für sinnvoll, jeden Cent ins Depot zu kloppen. Für was denn auch? Das darfst du mir aber sehr gerne beantworten. ;)

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Nachdenklich
· bearbeitet von Nachdenklich
vor 3 Minuten von Tomita:

Wir sind beide Beamte, daher halte ich es nicht für sinnvoll, jeden Cent ins Depot zu kloppen. Für was denn auch? Das darfst du mir aber sehr gerne beantworten. 

Das kann man sicherlich so sehen.

 

Aber warum fragst Du dann hier, ob Du das Geld für die Urlaubsreise verwenden darfst?

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Tomita
vor 5 Minuten von Schwachzocker:

Dann ist es ja ok. Das Geld fehlt aber trotzdem in der Altersvorsorge.

 

Tut mir leid, aber Du scheinst wirklich ein schwerer Fall von mentaler Buchführung zu sein. Das solltest Du Dir im Sinne Deiner langfristigen finanziellen Gesundheit dringend abgewöhnen.

Ich sehe das nach wie vor anders: Mir kann doch gar nichts fehlen, was ich überhaupt nicht in diesem Maße benötige. 

 

Tatsächlich geht es meiner finanziellen Gesundheit ganz gut, zumindest habe ich den Eindruck. Ich finde es auch etwas befremdlich, dass du das in Frage stellst, nur weil wir einen Urlaubstopf haben. 

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finisher
vor 2 Stunden von Tomita:

Tatsächlich weiß ich aber nicht, was an meinen Töpfen schlecht sein soll, zumal ich davon auch gar nicht viele habe. Wenn Betrag X im Urlaubstopf liegt, dann weiß ich genau, dass ich diese Summe ohne schlechtes Gewissen zum Reisen nutzen kann. Ich würde niemals auf die Idee kommen, dafür ETFs zu verkaufen, denn diese sind ja primär für die Altersvorsorge gedacht (eventuell mit Ausnahme der Dividenden, die hier ja das Thema sind).

https://hartmutwalz.de/dividendenorientierung/
https://frugalisten.de/die-dividenden-strategie-der-grosse-selbstbetrug/
 

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 20 Minuten von Tomita:

Ich sehe das nach wie vor anders: Mir kann doch gar nichts fehlen, was ich überhaupt nicht in diesem Maße benötige. 

 

Tatsächlich geht es meiner finanziellen Gesundheit ganz gut, zumindest habe ich den Eindruck. Ich finde es auch etwas befremdlich, dass du das in Frage stellst, nur weil wir einen Urlaubstopf haben. 

Mir geht es als jahrlanger Raucher auch ganz gut, zumindest habe ich den Eindruck.

 

Aber wenn das alles so ist, dann ist doch alles gut.

Du "darfst" deine Dividenden, Deine Ausschüttung, das Geld aus den Anteilsverkäufen, das geschenkte Geld, das verdiente Geld und das im Lotto gewonnene Geld für Urlaubsreisen verwenden. 

 

Aber das wolltest Du doch nicht ernsthaft wissen, oder? Warum fragst Du hier? Was willst Du wirklich wissen?

 

Die Dividenden / Ausschüttungen sind ein Teil der Rendite, die Kompensation für das Risiko, welches Du eingegangen bist, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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paradox82
vor 7 Minuten von Tomita:

Ich sehe das nach wie vor anders: Mir kann doch gar nichts fehlen, was ich überhaupt nicht in diesem Maße benötige. 

 

Tatsächlich geht es meiner finanziellen Gesundheit ganz gut, zumindest habe ich den Eindruck. Ich finde es auch etwas befremdlich, dass du das in Frage stellst, nur weil wir einen Urlaubstopf haben. 

Nur weil du es anders siehst, macht es das nicht richtig. 
 

Ich empfehle zur Lektüre das Kapitel zur Mentalen Buchführung aus Daniel Kahnemanns „Schnelles Denken. Langsames Denken“. ( alles andere an dem Buch ist aber auch hoechst lesenswert)

 

Vielleicht hilft es anzuerkennen, dass es sowas wie mentale Buchführung gibt und; dass das was du machst da drunter fällt.

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satgar
vor 1 Minute von Schwachzocker:

Warum fragst Du hier? Was willst Du wirklich wissen?

Das würde mich auch interessieren. Eine Absolution für „ab heute geb einfach alles von den Ausschüttungen für Spaß aus“, kann es ja nicht sein. Dafür braucht man kein Forum.

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geeman
vor 11 Minuten von Tomita:

Warum sollte mir das Geld für die Altersvorsorge fehlen? Noch mehr Geld reinzuschießen, macht in unserer Situation doch überhaupt keinen Sinn. Wie gesagt: Stand jetzt hätten meine Frau und ich nicht einmal Abzüge bei unserer Pension. Kleine Rechnung: 80 Prozent aktuelles Netto minus 71,75 Prozent Pension minus X Prozent für die Altersvorsorge führen doch im Prinzip zum Ergebnis, dass ich eigentlich überhaupt keine Vorsorge betreiben müsste. ^_^

Really?

Naja, dann lass das halt mit der "Altersvorsorge" und dem Riestern.

Ich habe es immer Sparen genannt.

 

Aber wenn hier jede(r) Zweite sagt, dass Leben könnte anders laufen als geplant, könnte auch was dran sein.

Und das ist das Schöne (und Schlimme) an ETF auf dem Depot. Man kommt jederzeit ran. Eine "richtige" Altersvorsorge sind (heute) Rentenpunkte, Pension, Riester bzw. bald AV-Depot oder Betriebsrenten.

Das Zeug gibt es erst zurück, wenn man alt ist und ist i.d.R. nicht pfändbar.

 

Beim Sparen sieht man, was da ist und entscheidet sich für "will/kann/brauche/muss ich".

 

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 6 Minuten von paradox82:

Vielleicht hilft es anzuerkennen, dass es sowas wie mentale Buchführung gibt und; dass das was du machst da drunter fällt.

Am Ende ist es halt wirklich nur typische Psychologie. Man sagt sich: wir geben jährlich 10.000€ von unserem Vermögen für Urlaub ist. Sind es in einem Jahr mal nur 9000€, haben wir nächstes Jahr 11000€ zur Verfügung. Hier wird das in getrennten Topf gepackt, so als habe das mit dem Rest allen Geldes nichts zu tun. Man greift kein anderes Geld für „Urlaub“ an. Aber das ist natürlich Quatsch, weil nur die Gesamtsicht allen Vermögens Aussagekraft hat. Und von diesem Gesamtvermögen, entnimmt man halt Geld. Mal 10k, mal 9k, mal 11k. Je nachdem, wieviel man dafür ausgeben will. 
 

Alles andere spielt gar keine Rolle. Und du musst es, @Tomita , auch nicht auf Altersvorsorge beziehen. Aber wenn du das Geld ausgegeben hast, fehlt es an anderer Stelle. Das kann auch gar nicht anders sein. Immerhin ist es ja ausgegeben. Das du es vorher schon beiseite gelegt hattest, ist genau diese mentale Buchführung, die Leute dazu verleitet, nicht ihr Gesamtvermögen im Blick zu behalten, sondern dieses wesentliche vernebelt. 
 

der Beginn von mentaler Buchführung ist übrigens der allseits bekannte Notgroschen, der aber gemeinhin als sinnvoll beschrieben wird. Also eine Notfall Rücklage zu bilden, die nicht investiert ist. 

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Tomita
vor 9 Minuten von paradox82:

Vielleicht hilft es anzuerkennen, dass es sowas wie mentale Buchführung gibt und; dass das was du machst da drunter fällt.

Ich habe doch gar nicht abgestritten, dass es mentale Buchführung gibt. Ich frage mich trotzdem immer noch, was an dem Urlaubstopf schlecht sein soll, aber gut. Klar ist es am Ende nur eine Kontentrennung - uns hilft sie aber dabei, das Geld ohne schlechtes Gewissen für unser Hobby (= das Reisen) zu nutzen.

 

vor 12 Minuten von satgar:

Das würde mich auch interessieren. Eine Absolution für „ab heute geb einfach alles von den Ausschüttungen für Spaß aus“, kann es ja nicht sein. Dafür braucht man kein Forum

Natürlich kann ich das Geld für die Reisen ausgeben. Mir ging es eher um die Bestätigung, ob ich das Geld mit unserem finanziellen Background ohne schlechtes Gewissen dafür nutzen kann. Mittlerweile habe ich mir die Antwort darauf aber auch schon selbst gegeben. 

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 13 Minuten von Tomita:

Mir ging es eher um die Bestätigung, ob ich das Geld mit unserem finanziellen Background ohne schlechtes Gewissen dafür nutzen kann. Mittlerweile habe ich mir die Antwort darauf aber auch schon selbst gegeben. 

Es kann sogar niemand anders. Das Forum ist für diese Form der Frage ungeeignet.

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Lazaros
vor 17 Stunden von Tomita:

Auch wenn die Pensionen zukünftig nicht mehr so üppig wie heutzutage ausfallen sollten, ist unsere Altersvorsorge eigentlich in trockenen Tüchern. 

 

Wir merken, wie die Zeit rast und wollen mit unseren Kindern in den nächsten Jahren noch ein paar außergewöhnliche (Fern-)Reisen erleben, die wir uns bis auf eine Reise nach New York so auch noch nicht gegönnt haben.

Spricht aus eurer Sicht daher etwas dagegen, wenn wir die Ausschüttungen der ETFs (aktuell liegt die Dividendenrendite knapp über 2 Prozent im Jahr) nicht reinvestieren, sondern auf das Urlaubskonto abzweigen? 

 

Es spricht absolut nichts dagegen – und die Bestätigung hast du dir im Grunde schon selbst gegeben. Genau so passt das.

Auch mit dem Urlaubstopf (Psychologischer Vorteil: Die Ausschüttungen direkt auf ein separates Urlaubskonto umzuleiten, trennt das „Spargeld“ sauber vom „Konsumgeld“. Das nimmt das schlechte Gewissen beim Ausgeben, da das Geld genau für diesen Zweck reserviert wurde.)

Kinder werden schnell groß, und das Zeitfenster für gemeinsame Familienreisen schließt sich unwiderruflich.

 

Was bei der Nichtanlage der Dividenden zu bedenken ist: Das Depot wächst dann nur noch durch die reine Kurssteigerung der zugrundeliegenden Aktien, was aber in euren Fall problemlos verkraftbar ist.

Da eure Altersvorsorge bereits „in trockenen Tüchern“ ist (unter anderem durch die Pensionen), müsst ihr euer Vermögen nicht mehr bis zum Maximum optimieren. Finanzen sind kein Selbstzweck, sondern lediglich ein Werkzeug, um Lebensqualität zu finanzieren.

 

Nicht wundern über manche Antworten, sondern freuen, dass es in eurem Leben wichtigeres gibt als nur Geld, Geld und noch mehr Geld.

Carpe diem.

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 13 Minuten von Tomita:

Ich habe doch gar nicht abgestritten, dass es mentale Buchführung gibt. Ich frage mich trotzdem immer noch, was an dem Urlaubstopf schlecht sein soll, aber gut. Klar ist es am Ende nur eine Kontentrennung - uns hilft sie aber dabei, das Geld ohne schlechtes Gewissen für unser Hobby (= das Reisen) zu nutzen....

Was an mentaler Buchführung schlecht ist, wurde nun mehrfach erklärt.

Warum man beim Geldausgeben ein schlechtes Gewissen hat, während man ein gutes Gewissen hat, wenn dasselbe Geld aus einem bestimmten Topf kommt, weißt nur Du. Das ist genau das, was an mentaler Buchführung gefährlich werden kann.

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Nachdenklich
vor 28 Minuten von satgar:

der Beginn von mentaler Buchführung ist übrigens der allseits bekannte Notgroschen, der aber gemeinhin als sinnvoll beschrieben wird. Also eine Notfall Rücklage zu bilden, die nicht investiert ist. 

Manche fühlen sich vielleicht wohler, wenn sie diese Töpfe nicht als mentale Buchführung bezeichnen, sondern als Liquiditätsplanung verstehen?

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oktavian
vor 25 Minuten von Tomita:

Natürlich kann ich das Geld für die Reisen ausgeben. Mir ging es eher um die Bestätigung, ob ich das Geld mit unserem finanziellen Background ohne schlechtes Gewissen dafür nutzen kann.

Man muss auch nicht unbedingt ein schlechtes Gewissen haben, wenn man in die Insolvenz geht oder dienstunfähig wird usw. Ich habe kein Problem im Alter arm zu sein.  Das ist doch individuell. Sehe kein konkretes Problem bei euch . Theoretisch kann viel passieren: Eigenbedarfkündigung, Partner stirbt (weniger Einkommen), Kind wird dauerhaft behindert mit Betreuungsaufwand usw.

 

Das mental accounting ist wissenschaftlich falsch, aber kann psychologisch sinnvoll sei (scheint hier der Fall zu sein). Beispiel: eine flatrate kann sich lohnen, selbst wenn sie teurer als der Einzelpreis ist, weil es manche mental entlastet. So kann es auch hier mit den Töpfen sein. Kann auch Streit vermeiden, wenn es Partner auch so sieht usw. 

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satgar
vor 2 Minuten von oktavian:

Man muss auch nicht unbedingt ein schlechtes Gewissen haben, wenn man in die Insolvenz geht oder dienstunfähig wird usw. Ich habe kein Problem im Alter arm zu sein.  Das ist doch individuell. Sehe kein konkretes Problem bei euch . Theoretisch kann viel passieren: Eigenbedarfkündigung, Partner stirbt (weniger Einkommen), Kind wird dauerhaft behindert mit Betreuungsaufwand usw.

 

Das mental accounting ist wissenschaftlich falsch, aber kann psychologisch sinnvoll sei (scheint hier der Fall zu sein). Beispiel: eine flatrate kann sich lohnen, selbst wenn sie teurer als der Einzelpreis ist, weil es manche mental entlastet. So kann es auch hier mit den Töpfen sein. Kann auch Streit vermeiden, wenn es Partner auch so sieht usw. 

In einem anderen Thread hatte ich die Folgen von Dienstunfähigkeit von Beamten schon mal beschrieben. leider hat der TO es geflissentlich dort ignoriert.

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