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Chris8080

Geld auf dem Kinderdepot - und jetzt Bafög Bedenken / Krankenkasse

Empfohlene Beiträge

Chris8080

Hallo,

 

hatte für mein 8 jähriges Kind im 1. Jahr ein Depot angelegt und dort immer das Kindergeld auf das Konto und dann auf das Kinderdepot überwiesen.

Steuerlich super.

Jetzt habe ich herausgefunden, dass das zwei große Nachteile hat:

  • Bafög: wenn da jetzt über ca. 17 Jahre Kindergeld eingehen, dann ist das Kind später nicht mehr Bafög berechtigt
  • GKV: Je nach Kapitalertrag könnte sogar mit kostenfreie Mitversicherung wegfallen

 

Würde da jetzt gern raus kommen, da die Steuerlichen Vorteile vermutlich niedriger ausfallen als Bafög / GKV.

Das Geld ist jetzt bei meinem Kind auf dem Kinderkonto (DKB) und Kinderdepot. 
 

Kann ich ein anderes Depot auf meinen Namen eröffnen und das Depot übertragen und dort weiter besparen? Oder wie macht man das am besten?

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Bolanger

Du könntest das depot auflösen und in Zinsertragsarme Anlageformen wechseln, damit die Sumemr aller Erträge unter der Grenze bleibt. Einfach so Dein Kind berauben möchtest Du sicher nicht, denn Du kannst ihm nicht einfach sein vermögen wegnehmen.

 

Bist Du sicher, dass das Kind überhaupt Anspruch auf Bafög hätte? Dabei spielt auch das Einkommen der Eltern eine Rolle. Wenn die Eltern ordentlich verdienen, dann gibt es ohnehin keinen Anspruch auf BAFÖG. Das solltet Ihr prüfen bevor Ihr Euch über die vermögensgrenzen des Kindes beim BAFÖG-bezug gedanken macht.

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Nostradamus
· bearbeitet von Nostradamus
vor 44 Minuten von Chris8080:

Kann ich ein anderes Depot auf meinen Namen eröffnen und das Depot übertragen und dort weiter besparen? Oder wie macht man das am besten?

Ich habe selbst keine Erfahrung mit Kinderdepots, aber mein bisher dazu angelesenes Wissen sagt mir:

Nö, denn das Geld gehört ja nicht dir, sondern deinem Kind.

Falls da später Probleme mit entsprechenden Freigrenzen auftauchen sollten, darf das Geld auch im Interesse des Kindes verbraucht werden (Klassiker sind Führerschein + eigenes Auto).

 

 

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313
10 minutes ago, Chris8080 said:

Kann ich ein anderes Depot auf meinen Namen eröffnen und das Depot übertragen und dort weiter besparen? Oder wie macht man das am besten?

Da kommt jetzt wieder das übliche: Das Geld, was jetzt auf dem Konto und Depot Deines Kindes ist, gehört diesem und Du bekommst es legal nicht mehr zu Dir zurück transferiert. Geschenkt ist geschenkt.

 

Wenn Du die vergangenen 7 Jahre das Kindergeld eingezahlt hast, liegen jetzt vermutlich um die 25.000 EUR auf dem Depot Deines Kindes herum (Einzahlungen und angenommene 6% Rendite). Es liegt an Euch Eltern, zu entscheiden, wie viel Geld das Kind mit 18 zur freien Verfügung bekommen soll. Wenn Ihr meint, dass genau dieser Punkt erreicht ist, spart ihr einfach auf Euer eigenes Konto weiter.

 

Zu dem Rest: Bei BAföG zählt das Vermögen des Kindes, hier gibt es aktuell eine Freigrenze von 15.000 EUR, da seid ihr vermutlich also locker drüber. Aber es sind ja auch noch realistischerweise 10 Jahre Zeit bis zu einem Studium und ob das Kind tatsächlich studiert, steht auch in de Sternen. Warum also jetzt schon einen Kopf darüber machen. Das Kind kann das Geld zwischen 18 und dem Beginn des Studiums ggf. ausgeben, für Führerschein, für eine Reise und dann ist das Vermögen schnell auch wieder unter 15.00 EUR (oder was immer die Freigrenze dann auch ist). BAföG ist auch nur zur Hälfte ein "Geschenk" und muss später teilweise zurückgezahlt werden. Der Antrag dauert teilweise sehr lange, man braucht also eh Rücklagen oder die Eltern, um Zeit zu überbrücken, und es ist lange nicht reformiert worden. Das zu erwartende Geld daraus ist vermutlich eher als knapp anzusehen. Wo dann die Anrechnungsbeträge auf Euer Eltern-Einkommen liegen werden, kann man heute auch noch nicht absehen. Die Frage wäre für mich heutzutage, ob man vom Kind nicht erwarten kann, sein Studium nicht lieber von den ca. 87.000 EUR (siehe weiter unten) zu bestreiten, als schon jetzt an eventuelles BAföG später zu denken. Man selbst bleibt als Eltern eh unterhaltspflichtig.

 

Was evtl. in Sachen "Vermögen" helfen kann ist ein Riester-Vertrag oder ab nächstem Jahr ein Altersvorsorgedepot. Die geförderten Eigenbeiträge, die Zulagen und dann die Erträge daraus bleiben als Härtefall über die 15.000 EUR hinaus anrechnungsfrei.

 

Familienversicherung: Das Kind darf derzeit bis zu 6.780 EUR im Jahr hinzuverdienen plus den Sparerfreibetrag, bevor es aus der Familienversicherung fliegt. Wenn Du jetzt weiterhin einzahlst, hast dein Kind mit Glück bis 18 insgesamt 87.000 EUR auf dem Depot. Mit 6% Rendite sind das aber auch "nur" 5300 EUR Zuwachs pro Jahr und damit noch unterhalb der Grenze. Hier also kein Problem, außer das Kind macht später Studentenjobs und Co. (und ein HiWi-Job bringt einen durchaus auch im Studienthema weiter). Die Familienversicherung dürfte für Euch also kein Thema sein, so lange das Kind nichts eigenes hinzuverdienen möchte.

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StBa

neben dem Bafög für Studenten gibt es noch das Meister Bafög bzw. generell elternunabhängiges Bafög bei Zweitausbildung, wo die 15000 Vermögen gelten
wenn das Studium mal länger dauert ( z. B. FSJ + Rettungssan + Medizin) und mit 25 das Kindergeld endet, da gilt eine Vermögensgrenze von 15500 (seit 1975 nicht angepasst) für §33a EStG nach dem man den Unterhalt für nahe Angehörige bis zu 12348 Euro plus KK steuermindernd ansetzen kann, kommt also auf den Steuersatz an

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Norica
· bearbeitet von Norica
vor 59 Minuten von 313:

Familienversicherung: Das Kind darf derzeit bis zu 6.780 EUR im Jahr hinzuverdienen plus den Sparerfreibetrag, bevor es aus der Familienversicherung fliegt. Wenn Du jetzt weiterhin einzahlst, hast dein Kind mit Glück bis 18 insgesamt 87.000 EUR auf dem Depot. Mit 6% Rendite sind das aber auch "nur" 5300 EUR Zuwachs pro Jahr und damit noch unterhalb der Grenze.

Gilt das nicht nur dann, wenn der "Vermögenszuwachs" auch herausgenommen wird? Die reine Wertsteigerung vom ETF/Aktien/Sonstiges alleine ist ja kein Verdienst im klassischen Sinn.

Oder es gilt bei Bafög was anderes, durchaus vorstellbar:lol:.

 

 

SG

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chirlu
· bearbeitet von chirlu

@Norica: Es geht (auch) um vorhandenes Vermögen. Und beim Einkommen u.a. um Vorabpauschalen oder Ausschüttungen.

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supertobs
· bearbeitet von supertobs

O Mann, was für eine Intention …

Möglichst wenig anlegen oder ertragsarm anlegen um später bestmöglichst Sozialleistungen zu bekommen.

Wie beim „Guten Deutschen“ der Geld zum Fenster rauswirft um etwas Steuern zu sparen (Analogie)

 

ich habe selber 18 Jahre für jedes Kind Kindergeld angelegt und ab und zu etwas extra. 60 K Einzahlung, es kamen einmal 140 k und einmal 180 k bei raus. das Geld bekommen die Kinder als Ausbildungsgeld.

 

KapErträge sind bei diesen Werten noch unter Steuerfreigrenze und GKV Freigrenze.

 

sei doch froh, dass Du so sparen kannst

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Pfennigfuchser

Genau!

 

Und ich finde es immer wieder schräg, dass man sich diese Gedanken erst nach der Anlage macht. Geld auf dem Kinderdepot gehört dem Kind. Wiederholen ist gestohlen. 

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Norica
vor 16 Stunden von chirlu:

@Norica: Es geht (auch) um vorhandenes Vermögen. Und beim Einkommen u.a. um Vorabpauschalen oder Ausschüttungen.

Richtig, da hab ich eine unzulässige Verknüpfung drin, indem ich auf die Sache mit der Familienversicherung geantwortet und dann den Bafög-Satz angehängt habe.

Das ist natürlich Unfug und gehört nicht zusammen. Dabei sollte mir die Vermögensgeschichte beim Bafög bekannnt sein :(.

 

 

SG

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Malvolio
· bearbeitet von Malvolio

Man kann auch Dirk Müller Fonds kaufen .... da muss man wahrscheinlich keine Steuern zahlen und mit den Bafög-Grenzen gibt es vermutlich auch keine Probleme. ;)  (Achtung: das war Ironie) 

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