Für mich persönlich sind Einzelaktien in EM nichts, da ist mir der Aufwand einfach zu groß. ... Der australische und südamerikanische Energiesektor ist jetzt nicht ganz so präsent auf meinem Radar.
Heisst das, du zählst Australien zu den EM?
Die menschliche Sprache ist möglicherweise einzigartig, aber keinesfalls eindeutig.
Jeder Versuch, sich mitzuteilen, kann daher nur mit dem Wohlwollen der anderen gelingen.
Man darf sich aber auch selbst ein wenig bemühen.
Der 1898 gegründete Energieriese RWE etwa überlebte die schlimmsten Krisen auch dank der Beteiligung der Kommunen. Deren Einfluss sicherte die Zahlungsfähigkeit. In der galoppierenden Inflation 1923 zum Beispiel konnte RWE die Preise nicht im Gleichschritt mit den Löhnen erhöhen, im Geschäftsbericht hieß es: „Bei einer Höhersetzung der Preise wären wir des Wuchers bezichtigt worden.“ Die mit 60 Prozent an RWE beteiligten Kommunen beauftragten kurzerhand Druckereien der Reichsbank, Geld zu drucken, um damit RWE-Arbeiter zu bezahlen.
Wer’s kann handelt an der Börse, wer’s nicht kann berät andere. (André Kostolany)
Reich wird, wer in Unternehmen investiert, die weniger kosten, als sie wert sind. (Warren Buffet)
Wo viel verloren wird, ist manches zu gewinnen. (Goethe)
Ich kann nicht mehr aussteigen; mein Verlust ist schon zu groß. (Die berühmten letzten Worte eines Verlierers)
Ich habe mir mal den Jahreschart von RWE angeschaut und mit dem DAX und E.ON verglichen:
Ursprunglich war mein Gedanke nach dem großen Einbruch bei RWE zu investieren, weil das Unternehmen eine größere Sicherheit bietet, als zyklische Werte (Strom braucht man immer). Naja, jedenfalls entwickelt sich der Liebling E.ON besser als RWE, beide laufen aber wesentlich schlechter als der DAX. Woran liegt das Eurer Meinung nach? Meint Ihr, das es demnächst eine Aufholjagd gibt? Es wird immer wieder darüber geschrieben, dass die Aktienmärkte aufgrund mangelnder anderer Anlagemöglichkeiten steigen und die Liquidität hoch ist. Naja, wenn ich nicht in schlechtverzinste Staatsanleihen investieren will, sollte ich mir doch so eine attraktive Dividendenrendite von RWE nicht durch die Lappen gehen lassen?
Ich habe mir mal den Jahreschart von RWE angeschaut und mit dem DAX und E.ON verglichen:
Ursprunglich war mein Gedanke nach dem großen Einbruch bei RWE zu investieren, weil das Unternehmen eine größere Sicherheit bietet, als zyklische Werte (Strom braucht man immer). Naja, jedenfalls entwickelt sich der Liebling E.ON besser als RWE, beide laufen aber wesentlich schlechter als der DAX. Woran liegt das Eurer Meinung nach? Meint Ihr, das es demnächst eine Aufholjagd gibt? Es wird immer wieder darüber geschrieben, dass die Aktienmärkte aufgrund mangelnder anderer Anlagemöglichkeiten steigen und die Liquidität hoch ist. Naja, wenn ich nicht in schlechtverzinste Staatsanleihen investieren will, sollte ich mir doch so eine attraktive Dividendenrendite von RWE nicht durch die Lappen gehen lassen?
1. RWE und e.on haben unter beibehaltung des gegenwärtigen geschäftmodells keine möglichkeiten, ihre umsätze jährlich groß zu steigern
3. ich würde beide unternehmen mal zumindest in die nähe des rohstoffsektors bringen. und genau wie rohstoffe steigen diese werte eben auch erst gegen ende eines börsen/wirtschaftszyklusses
Zitat
Geld ist wie Meerwasser. Je mehr man davon trinkt, desto durstiger wird man.
1. RWE und e.on haben unter beibehaltung des gegenwärtigen geschäftmodells keine möglichkeiten, ihre umsätze jährlich groß zu steigern
Worauf willst du hinaus?
Zum einen, wie geldmachine schon sagte, lassen sich die mittelfristigen perspektiven aufgrund der vertragssituationen verhältnismäßig genau beziffern.
zum anderen will ich sagen, dass rwe und e.on das groß ihres geldes mit der versorgung von strom etc. in deutschland verdienen. da beide aber aufgrund der gesetzeslage und auch wegen der wirtschaftlichkeit nicht hingehen und einfach mal 20 neue kernkraftwerke hinpflanzen können, sind die investitionsmöglichkeiten sehr stark beschränkt und die umsätze eben nicht sehr steigerbar.
Zitat
Geld ist wie Meerwasser. Je mehr man davon trinkt, desto durstiger wird man.
1. RWE und e.on haben unter beibehaltung des gegenwärtigen geschäftmodells keine möglichkeiten, ihre umsätze jährlich groß zu steigern
Worauf willst du hinaus?
Zum einen, wie geldmachine schon sagte, lassen sich die mittelfristigen perspektiven aufgrund der vertragssituationen verhältnismäßig genau beziffern.
zum anderen will ich sagen, dass rwe und e.on das groß ihres geldes mit der versorgung von strom etc. in deutschland verdienen. da beide aber aufgrund der gesetzeslage und auch wegen der wirtschaftlichkeit nicht hingehen und einfach mal 20 neue kernkraftwerke hinpflanzen können, sind die investitionsmöglichkeiten sehr stark beschränkt und die umsätze eben nicht sehr steigerbar.
Ich bin bei E.ON investiert und hoffe es stört keinen, wenn ich mich jetzt auch nur dazu äußern kann. E.ON macht nur ca. 28% seines Umsatzes in Deutschland. Soviel dazu.
Außerdem gibt es viele Studien (z.B. die des Weltenergierats), die beweisen, dass der Strombedarf ansteigen wird. Es war sogar die Rede davon, dass eine Verdopplung des Energiebedarfs bis 2050 droht. Es war auch die Rede davon, dass der Stromverbrauch in Deutschland (siehe VDE-Studie) steigen wird. Stärker wird der Stromverbrauch hingegen in Russland steigen, auch hier is E.On vertreten.
Hiervon wird also E.ON "möglicherweise"profitieren.
Es gibt ber auch viele Länder in denen der Stromverbrauch steigen wird, in denen E.ON nicht vertreten ist. Die Rede ist von Afrika, Lateinamerika und Asien.
Durch den steigenden Stromverbrauch werden wiederum die Preise für Öl und Gas aber auch Kohle steigen, was auch wir dann vielleicht in Deutschland und Europa in Form von steigenden Strompreisen merken werden.
Allerdings verschließe ich die Augen nicht vor den Maßnahmen die derzeit gegen die Versorger laufen. Das belastet natürlich und stellt zweifelsohne eine Gefahr dar.
Grüße
Max
PS: Natürlich sind das alles Studien und man darf nicht alles 100%ig glauben. Vieles hört sich allerdings meines Erachtens logisch an.
Dieser Beitrag wurde von Investor-X bearbeitet: 30. März 2010 - 10:23
3. ich würde beide unternehmen mal zumindest in die nähe des rohstoffsektors bringen. und genau wie rohstoffe steigen diese werte eben auch erst gegen ende eines börsen/wirtschaftszyklusses
zu 1.: Okay, aber immerhin hatte RWE den höchsten Gewinn seiner Geschichte!
zu 2.: Okay, aber das weiß man bei den anderen Unternehmen ja auch nicht. Kann ja nicht alles Nordex und Solarworld sein. ICh geh mal davon aus, dass im Preis von RWE (und E.ON) eine mögliche Verstaatlichung durch die Kommunisten nicht als wahrscheinlich angesehen wird.
zu 3.: Das mag plausibel sein. Aber warum soll ich mir eine eine zyklische Aktie jetzt ins Depot legen, bei all den Unsicherheiten, wenn es bei RWE eine so hervorragende sichere Dividendenrendite gibt?
Für mich ist RWE in erster Linie eine relativ sichere Investition. Das Kurspotential interessiert erst in zweiter Linie. Es ist eben ein defensiver Wert, der nicht ganz so schwankungsanfällig ist und Ruhe ins Depot bringt.
Ich betrachte RWE fast wie eine Anleihe mit guter und sicherer Verzinsung. RWE ist ein Unternehmen mit hohem Free- / Cashflow. Das ist und war der wichtigste Grund für meine Kaufentscheidung. Jetzt könnte man entgegenhalten, ich hätte dann doch gleich Anleihen kaufen können. Aber: Anleihen mit fast 6% sind selten geworden und die Chance auf Kursgewinne nehme ich dann doch mit...
wie seht Ihr die jetztige Entwicklung bei der RWE?
Meint Ihr das es sich wieder erholt in den nächsten Monaten, oder braucht man hierbei einen sehr langen Atem?
Ist dies die Gelegenheit um nachzukaufen?
Gentlemen: You have undertaken to cheat me. I won't sue you, for the law is too slow. I'll ruin you. Yours truly, Cornelius Vanderbilt.
Cornelius Vanderbilt; Brief an Charles Morgan
"Die Halbwüchsigen von heute, heißt es, wissen alles über Sex, das Geld hingegen kommt ihrer Meinung nach vom lieben Gott. So ändern sich die Tabus."
Ernst Heimeran
Risikohinweis: Meine Beiträge sind nicht als Entscheidungsgrundlage für Investments anzusehen. Ich habe viele der besprochenen Aktien selbst im Depot oder handle damit.
RWE gefällt mir besser EON. Trotzdem seh ich RWE nicht unbedingt unterbewertet, sondern momentan eher fair. Auch wenn die Bewertung optisch sehr günstig wirkt.
Umsatzrendite schwankt die letzten 12 Jahre zwischen 2 u. 9%, momentan ca. 7%. Also nicht übermässig, aber noch ok.
EK-Quote ist sehr gering mit ca. 14%. Cash-Flow-Marge ist u. war höher als bei EON u. liegt momentan bei ca. 13%.
Auch die Investitionen in % CF waren geringer als bei EON. Free-CF besser, wobei dieser branchenbedingt auf Free-CF-Marge bezogen niedrig ist. Durch die Grösse des Unternehmens kommen aber absolut gesehen einiges zusammen.
EK-Rendite ist zwar mit ca. 27% hoch, aber ist auch gehebelt durch die extrem niedrige EK-Quote. GK-Rendite lediglich 4%.
Dividendenrendite ist mit über 6% zum aktuellen Kurs hoch, was aber bei hohen Einbrüchen nichts bringen würde.
RWE rechnet zukünftig selber mit eher begrenztem Wachstum. Gesunkene Preise an Strom- u. Gasmärkten führen zu niedrigeren Gewinnmargen.
Überdurchschnittliches Kurspotenzial ist langfristig sicher vorhanden, aber aufgrund der momentanen Situationen in der Branche kurzfristig eher nicht. Ebenso aufgrund der begrenzten Aussichten für die kurzfristige Zukunft.
Dieser Beitrag wurde von juro66 bearbeitet: 19. Juli 2010 - 18:12
Die Analysten sind übrigens für RWe negativer gestimmt als für Eon (auch unter Ntv zu lesen)
Ich sehe das auch so. Eon ist internationaler als RWE aufgestellt,
RWE ist sehr stark im Braunkohleabbau und in NRW tätig. Die Grünen, die jetzt mitregieren, haben schon lange etwas gegen Rheinbraun und Co.
Bei RWE kann man auch die VZ. kaufen, die bei einem Kurs von 48€ eine noch höhere Dividendenrendite bieten.
Wer Rwe kauft, will eine langfristige Anlage mit Anleihecharakter.
Dass eine gute Dividende gezahlt wird, dafür sorgen die Großanleger, die diese Papiere langfristig in ihren Depots haben.
Das Management kauft, wie ich gelesen habe, auch zu diesen Kursen die Aktien.
So schlimm, wie es jetzt aussieht, werden die Versorger nicht "bestraft". Vor allem Herr Grossmann ist gut mit der Politik vernetzt.
Ich rechne mit folgender Einigung:
Die Laufzeiten der AKWs werden erhöht. Da diese schon völlig abgeschrieben sind, entstehen beträchtliche Gewinne. Ein Teil der Gewinne - man spricht z.Z. von 50%,aber das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, - wird an den Staat oder die Länder abgeführt, zusätzlich wird eine "Atomsteuer" erhoben. Unter dem Strich bleibt für die Versorger ein Gewinn.
Gerade RWE kann man nicht bluten lassen, da das Unternehmen sehr intensiv mit den Kommunen und Kommunalpolitikern vernetzt ist und einen Teil der städtischen Aufgaben finanziert.
Zu diesem Kurs sehe ich bei RWE mehr Chancen als Risiken. Die Kursziele der Analysten, auch die auf Halten bewerten, liegen über dem jetzigen Kurs.
Und die hohe Dividende sichert den schon extrem niedrigen Kurs nach unten ab.
RWE ist sehr stark im Braunkohleabbau und in NRW tätig. Die Grünen, die jetzt mitregieren, haben schon lange etwas gegen Rheinbraun und Co.
Genau das ist es.
RWE muss mehr auf erneubare Energieträger setzen.
Also für mich persönlich, wenn diese Woche nix vernünftiges geht, dann steige ich bei RWE definitiv aus.