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Nachrichten, Kommentare, Prognosen Thema bewerten: ****- 13 Stimmen

#1 Mitglied ist offline   desesperado 

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Beitragssymbol  Geschrieben 30. April 2005 - 17:41

Nervöse US-Börse vor Fed-Entscheidung erwartet
vom 30. April 2005 13:52
- von Arindam Nag -

New York, 30. Apr (Reuters) - Die Händler an der Börse in New York dürften mit einer gewissen Nervösität die kommende Handelswoche gehen.

Zwar wird allgemein erwartet, dass die US-Notenbank Fed am Dienstag ihre Zinsen erneut um 25 Basispunkte erhöht. Ob sie jedoch dabei weiter das Wort "maßvoll" für ihre geplanten zukünftigen Erhöhungen verwendet, wird als Zeichen verstanden werden, wie sich Inflation und Wachstum in den USA entwickeln könnten. Weiter fallende Ölpreise könnten die Stimmung aufhellen. Zusätzliche Impuls werden von weiteren Firmenzahlen erwartet.

Alle 20 von Reuters befragte Händler erwarten für Dienstag eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte wie die Fed sie seit Juni vornimmt. "Über die Ankündigung der Fed selbst muss man gar nicht mehr nachdenken", sagte Sandy Lincoln von Wayne Hummer Asset am Freitag. "Entscheidend ist, ob sie das Wort 'maßvoll' herauslassen." Die Fed hatte im März auf einen höheren Zinsdruck hingewiesen. Analysten befürchten, dass die Notenbank deswegen eine schnellere Erhöhung der Zinsen beschließen könnte.

Mit Spannung werden auch die am Freitag von der US-Regierung veröffentlichten Zahlen zu neu geschaffenen Stellen erwartet. Von Reuters befragte Analysten erwarten für April die Schaffung von 170.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Im März waren nur 110.000 Stellen geschaffen worden. Jede Enttäuschung in den Wirtschaftsdaten könnte an den Börsen zu einer Verkaufswelle führen, sagen Experten. "Es könnte sehr schnell sehr viel hässlicher werden", sagte Peter Schiff von Euro Pacific Capital.

In der vergangenen Woche hatten sich die Aktien gemischt entwickelt. Der Dow Jones Index <.DJI> stieg um 0,3 Prozent und auch der S&P 500 <.SPX> legte um 0,4 Prozent zu. Dagegen sackten die Technologiewerte der Nasdaq <.IXIC> um 0,6 Prozent ab. Über den ganzen April betrachtet mussten alle drei Indizes Verluste von bis zu vier Prozent hinnehmen und erreichten zwischenzeitlich neue Jahrestiefstwerte.

Impulse wurden auch von Quartalszahlen der Unternehmen erwartet. Angekündigt sind unter anderem Ergebnisse vom Mischkonzern Tyco International <TYC.N> und von dem Telekommunikationskonzern Qwest <Q.N> . Am Dienstag sollen Autohersteller ihre US-Absatzzahlen für April bekannt geben.

sws/akr


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Dieser Beitrag wurde von Sapine bearbeitet: 29. April 2008 - 21:22

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#2 Mitglied ist offline   desesperado 

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Geschrieben 04. Mai 2005 - 08:53

Eingefügtes Bild

FEHLENDER SATZ

US-Notenbank patzte bei Zins-Mitteilung

Der sonst so korrekten US-Notenbank ist bei der schriftlichen Veröffentlichung ihrer Zinsbeschlüsse zum ersten Mal ein Fehler unterlaufen. Ein zentraler Satz zur Begründung ihrer Entscheidung wurde versehentlich aus der Pressemitteilung gelöscht.



REUTERS
Chef-Notenbanker Greenspan: Nur die halbe Wahrheit zur Inflation
Washington - Die Federal Reserve bat daraufhin die Nachrichtenagenturen, den Satz noch vor dem Börsenschluss an der New Yorker Wall Street wieder einzufügen. Dies geschah eine Stunde und 45 Minuten nach Veröffentlichung der Mitteilung. Die Fed hatte zuvor den wichtigsten Zins von 2,75 auf 3,00 Prozent angehoben.

In dem versehentlich gekürzten Statement stand zum Thema Inflation nur der Satz: "Der Inflationsdruck hat in den vergangenen Monaten zugenommen und die Preissetzungsmacht ist offensichtlich." Der anschließende Satz sei "versehentlich ausgefallen", so die Fed: "Die langfristigen Inflationserwartungen bleiben gut begrenzt."

Fünf Minuten vor dem Börsenschluss in New York war der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte 46 Punkte im Minus. Nachdem der ausgefallene Satz hinzugefügt wurde, drehte er noch ins Plus und schloss 5,25 Punkte höher als am Vortag mit 10.256,95 Punkten.

Seit Februar 1994 veröffentlicht die Fed nach ihren Zins-Sitzungen Pressemitteilungen. Der Fehler mit dem ausgefallenen Satz ist seitdem der erste, der öffentlich richtig gestellt wurde.
http://www.spiegel.d...,354598,00.html
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#3 Mitglied ist offline   desesperado 

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Geschrieben 04. Mai 2005 - 09:35

Faustregeln
Wenn Börse doch einfacher wäre


02. Mai 2005 Der Wonnemonat Mai hat an den Aktienmärkten keinen guten Ruf. Die Faustregel „Sell in May and go away” gehört zu den bekanntesten Börsenweisheiten. In diesem Jahr ist dieser Ratschlag besonders oft zu hören. Eingefügtes Bild Inzwischen gibt es sogar Zertifikate von ABN Amro, der Bankgesellschaft Berlin und der Hypo-Vereinsbank, mit denen die Anleger automatisch eine mehrmonatige Sommerpause im Investieren einlegen.

In der Vergangenheit ließ sich ja der Wecker danach stellen: Aktiencrashs kann es eigentlich nur im Oktober geben, der September muß der schlechteste Börsenmonat werden, und zwischen November und Mai wird das Geld verdient. Doch ausgerechnet am deutschen Aktienmarkt, wo dieser Saisonverlauf früher besonders häufig zu beobachten war, kam es im Jahr 2002 nicht wie üblich im Herbst zum Ende der Baisse, sondern erst im Frühjahr 2003. Von dort setzte ein Aufschwung ein, der im Februar 2004 eine Pause einlegte und im August wieder an Fahrt gewann.

Schlechter Ruf des Mai nicht begründet

Auch wenn man weiter in die Vergangenheit blickt, läßt sich der schlechte Ruf des Börsenmonats Mai nicht ohne weiteres belegen. In den vergangenen 40 Jahren fiel der F.A.Z.-Aktienindex im Mai zwar 23mal. Im Mittel betrug der Monatsrückgang immerhin 1,2 Prozent. Allerdings ist zu berücksichtigen, daß im F.A.Z.-Index Dividendenabschläge zu Rückgängen führen. Anders im Dax: Hier wird angenommen, die Dividenden würden wieder in den Dax investiert. Dessen Statistik liest sich deshalb deutlich besser: In jedem Mai seit 1988 hat der Dax zugelegt - im Durchschnitt um 0,7 Prozent. Frank Schallenberger zieht noch die Aktienmärkte in den Vereinigten Staaten und Japan in die Mai-Betrachtung ein. „In Amerika sind die Aktienkurse in den letzten vierzig Jahren im Schnitt leicht gefallen - in Japan leicht gestiegen”, berichtet der Aktienstratege der Landesbank Baden-Württemberg und schließt daraus: „Hohe Kursabschläge im Mai sind vor allem ein deutsches Phänomen, auch wenn der Dow-Jones-Index in 40 Jahren im Mai 22mal verlor.”

Stutzig macht auch, daß der Dax seit 1988 in den Monaten Juni und Juli im Durchschnitt jeweils Gewinne gemacht hat. Damit bleiben vom legendären Ruf der Börsenregel vom klugen Verkauf im Mai nur die Gründe übrig, die für einen mauen Aktiensommer sprechen. Die zahlreichen Feiertage im Frühsommer und die zuvor erhaltenen Dividenden gelten als Hauptgründe dafür, warum den Kursen gerade am deutschen Aktienmarkt im Mai und in den Folgemonaten die Auftriebskraft fehlen soll. Tatsächlich gibt es hierzulande in dieser Jahreszeit so viele Feiertage wie wohl nirgendwo. Und die Dividenden spielen hier eine besondere Rolle. In Amerika werden sie in der Regel nicht einmal jährlich auf einen Schlag, sondern quartalsweise ausgeschüttet. In Deutschland hingegen zahlen die meisten Unternehmen im April oder Mai ihre Dividende. In diesem Jahr schütteten allein die 30 Unternehmen im Dax 15 Milliarden Euro aus - soviel wie seit langem nicht.

Nach diesem April muß es anders kommen :-"

Allerdings müssen ausgerechnet in diesem Jahr nicht so sehr die nun zu verzeichnenden Dividendenabschläge als Begründung für diese oder jene Saisonvorhersage herhalten, sondern die schwache Kursentwicklung an den Aktienmärkten im April. Üblicherweise gehört der April in Amerika und Deutschland zu den besten Aktienmonaten des Jahres. Diesmal war der April noch nicht einmal wechselhaft wie das Wetter, sondern es ging für die Aktienindizes deutlich bergab. Technische Analysten sehen nun Aufwärtstrends gebrochen und rufen das Ende des monatelangen Kursaufschwunges aus. Andere Aktienstrategen wie Tobias M. Levkovich von der Citigroup in New York schließen gerade aus dem untypisch schlechten April, daß der Saisonverlauf an den Aktienmärkten diesmal anders sein muß.

Damit geriete eine noch wetterfestere Börsenregel ins Wanken: der richtige Zeitpunkt für Anleger, aus der Sommerfrische zurückzukehren. August und September gelten als die schlechtesten Aktienmonate, in denen oft die gesamte, seit Juli aufgelaufenen Kursgewinne flötengehen. Zwischen Oktober und Jahresende indes kommt es unweigerlich zum Hoch und damit zur Jahresendrally, sagt die Statistik. Doch nach diesem schlechten April muß es einfach anders kommen. Entweder besser oder schlechter, das weiß keiner. Wenn Börse doch einfacher wäre.


Text: ham. / F.A.Z., 03.05.2005, Nr. 102 / Seite 21
http://www.faz.net/s/Rub034D6E2A72C942018B...n~Scontent.html
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#4 Mitglied ist offline   JohnnyNash 

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Geschrieben 05. Mai 2005 - 10:43

Sehr interessante Artikel, Desesperado :thumbsup:

Zitat

Fünf Minuten vor dem Börsenschluss in New York war der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte 46 Punkte im Minus. Nachdem der ausgefallene Satz hinzugefügt wurde, drehte er noch ins Plus und schloss 5,25 Punkte höher als am Vortag mit 10.256,95 Punkten.

Hätte nicht gedacht, dass so ein einfacher Satz solche großen Auswirkungen hat :blink:


#5 Mitglied ist offline   desesperado 

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Geschrieben 05. Mai 2005 - 17:29

und ich hatte schon befürchtet, der Inhalt dieses Artikels sei allseits bekannt und könnte langweilen :o
der Tageschart des DJ sah ja auch entsprechend aus ;)



Zitat

Greenspan - Sinkende Inflationserwartungen halten Zinsen niedrig
vom 05. Mai 2005 17:47
FEDERAL NATIONAL MORTGAGE AS...

FED. HOME LOAN MORTGAGE CORP...


Chicago, 05. Mai (Reuters) - US-Notenbank-Präsident Alan Greenspan ist am Donnerstag sporadisch aufkommenden Befürchtungen vor schnell steigenden US-Zinsen entgegengetreten.

Die sinkenden Inflationserwartungen hätten bislang eine wichtige Rolle dabei gespielt, dass die langfristigen Zinsen trotz steigender kurzfristiger Kreditkosten niedrig gehalten werden konnten, sagte Greenspan bei einer Konferenz der Federal Reserve Bank von Chicago. "Der Rückgang der Inflationserwartungen war kein unwesentlicher Faktor für das nachgeben der realen langfristigen Zinsen", sagte er.

Am Dienstag hatte die Fed ihren Schlüsselzins um 25 Basispunkte auf drei Prozent angehoben und eine Fortsetzung der moderaten Straffung der Geldpolitik signalisiert. Dabei zeigten sich die Währungshüter zuversichtlich, Inflationsgefahren durch weiterhin maßvolle Zinserhöhungen vorbeugen zu können. Auch die längerfristigen Inflationserwartungen seien weiterhin unter Kontrolle.

Der Fed-Chef bekräftigte zugleich seine Forderung nach mehr Haushaltsdisziplin an den Kongress. Zudem wiederholte er seine Warnung, die immensen Immobilienbestände in wenigen Händen, wie den beiden größten Immobilienfinanzierern Fannie Mae <FNM.N> und Freddie Mac <FRE.N> stellten ein Risiko für die Liquidität der Derivate-Märkte dar, die von den Unternehmen zu Zins-Sicherungsgeschäften genutzt werden.

fgc/chr

Related Instruments: <FNM.N> <FRE.N>
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http://www.tradesignal.com/content.asp?p=n...hisweek&search=



ich sage doch: erfahrene reife Männer an die Macht :lol:
dann steigen die Märkte von ganz alleine :thumbsup:

Zitat

Kerkorian stockt General-Motors-Anteil auf
Der US-Finanzinvestor Kirk Kerkorian will seinen Anteil am angeschlagenen Autohersteller General Motors auf neun Prozent verdoppeln. Die Börsen reagierten beinahe schon euphorisch auf die Nachricht.

Steigt groß bei General Motors ein: Kirk KerkorianDer einstige Chrysler-Großaktionär Kerkorian will bis zu 28 Millionen General-Motors-Aktien kaufen. Er bietet 870 Mio. $ oder 31 $ je Aktie, teilte seine Investmentfirma Tracinda am Mittwoch mit. Das Angebot entspreche einem Aufschlag von rund 13,4 Prozent auf den GM-Schlusskurs von Dienstag, der 27,77 $ betragen hatte. Die Offerte habe für Kerkorian reinen Investitionscharakter, hieß es.

Die GM-Aktie schoss nach Bekanntwerden des Angebots vorbörslich um 6,6 Prozent auf 29,60 $ in die Höhe. Die US-Aktienfutures legten ebenfalls zu. Auch die Aktien von DaimlerChrysler und der Dax zogen in Reaktion auf die Ankündigung an. Kerkorian besitzt über Tracinda derzeit bereits 22 Millionen GM-Aktien, was knapp 4 Prozent des Kapitals entspricht. Durch den Aktienkauf steigt Kerkorians Anteil an General Motors auf fast 9 Prozent.

Der 87-jährige Milliardär investiert zu einem Zeitpunkt in GM, in dem sich der Konzern in einer der größten Krisen seiner Geschichte befindet. Im ersten Vierteljahr hatte GM mit einem Minus von 1,1 Mrd. $ den höchsten Quartalsverlust seit 13 Jahren eingefahren. Der Opel-Mutterkonzern machte für die tiefroten Zahlen vor allem steigende Gesundheitsausgaben und den schleppenden Absatz neuer GM-Modelle in den USA verantwortlich. Dazu kämen Sonderbelastungen unter anderem aus der Opel-Sanierung.

Im April hatte Kerkorian, einst größter Anteilseigner bei Chrysler, einen Prozess gegen DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp verloren. Kerkorian hatte Schrempp wegen angeblichen Betrugs bei der Fusion zwischen Daimler-Benz und Chrysler auf Schadensersatz verklagt. Ende April hat Kerkorian Berufung gegen das Urteil aus erster Instanz eingereicht. Der Milliardär behauptet, dass ihm von Seiten Daimlers eine "Fusion unter Gleichen" vorgespielt wurde, in Wirklichkeit aber eine Übernahme stattgefunden habe. Seine Chrysler-Aktien wären folglich viel höher zu bewerten gewesen.
http://www.ftd.de/ub/in/5842.html

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#6 Mitglied ist offline   desesperado 

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Geschrieben 05. Mai 2005 - 18:05

desesperado, 05.05.2005, 18:29:

ich sage doch: erfahrene reife Männer an die Macht  :lol:
dann steigen die Märkte von ganz alleine  :thumbsup:

:thumbsup: kaum ausgesprochen erfolgt der Einbruch :lol:

news dazu kommt später,

S&P, also Standard & Poor's hat die Aktie von GM wohl auf "JUNK" gestuft,
daraufhin haben alle Indizes nachgegeben, der Dax mal ganz flott 30 Punkte

Dieser Beitrag wurde von desesperado bearbeitet: 05. Mai 2005 - 18:18

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#7 Mitglied ist offline   JohnnyNash 

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Geschrieben 05. Mai 2005 - 18:26

Zitat

S&P, also Standard & Poor's hat die Aktie von GM wohl auf "JUNK" gestuft,
daraufhin haben alle Indizes nachgegeben, der Dax mal ganz flott 30 Punkte
Und das war meine Rettung für meinen Put. Sonst hätt ich wohl im Minus verkauft.
puh, bin nochmal mit nem blauen Auge davon gekommen Eingefügtes Bild


#8 Mitglied ist offline   desesperado 

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Geschrieben 05. Mai 2005 - 18:49

des einen Glück, des anderen Leid <_<
wenn Du jetzt raus bist, dann kann der Dax ja wieder steigen, damit andy auch in den Gewinn-Genuss kommt :thumbsup:

und ich hatte vorhin gedacht, Alan würde heute hieven,
die "Experten" hatte ich ganz vergessen

news gibt es jetzt auch :

Zitat

B]Autopapiere und IBM ziehen Wall Street ins Minus[/B] vom 05. Mai 2005 19:39
DOW JONES INDUSTRIAL AVERAGE...  
S&P 500 INDEX  
NASDAQ COMPOSITE INDEX


New York, 05. Mai (Reuters) - Eine Abstufung von Anleihen der Autokonzerne General Motors <GM.N> und Ford <F.N> durch die Ratingagentur Standard & Poor's hat den Anlegern an der Wall Street am Donnerstag die Kauflaune verdorben und die US-Börsen deutlich ins Minus gedrückt.

Händlern zufolge trübten zudem Verluste des Computerkonzerns IBM <IBM.N> die Stimmung auf dem Börsenparkett. Darüber hinaus dämpften die am Freitag erwarteten US-Arbeitsmarktzahlen für April die Aktivität am Markt.

Der Dow Jones Index <.DJI> der Standardwerte fiel bis zum New Yorker Mittagshandel 0,46 Prozent auf rund 10.337 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 <.SPX> verlor 0,36 Prozent auf etwa 1171 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq <.IXIC> gab um 0,24 Prozent auf rund 1957 Zähler nach.

Die Abstufung von GM- und Ford-Schuldtiteln auf "Junk-Status" (so genannte Schrott-Anleihen) sorgte Händlern zufolge bei den Anlegern für Ernüchterung. Nach der Euphorie des Vortages durch den Einstieg des US-Investors Kirk Kerkorian bei GM und davon ausgelösten kräftigen Gewinnen, konnten zahlreiche Anleger die Autopapiere nicht schnell genug loswerden. GM-Papiere sackten um knapp 4,5 Prozent auf 31,35 Dollar ab, die Titel von Ford sogar um sechs Prozent auf 9,55 Dollar. "Der Zeitpunkt (der Abstufung) überrascht. "Die positive Grundstimmung, die der Einstieg Kerkorians gestern geschaffen hat, wird dadurch umgekehrt", sagte Peter Boockvar, Stratege bei Miller Tabak & Co. "Das könnte den Aufschwung deckeln, wenn es auch keine völlige Überraschung ist", fügte er hinzu.

Auch die Papiere von IBM wollten die Investoren nach einem zweiten Blick auf die am Vorabend angekündigte Umstrukturierung nicht mehr halten. Nachbörslich hatten die Titel wegen des geplanten massiven Stellenabbaus zwar noch kräftig zugelegt, doch schreckten die damit verbundenen hohen Kosten von bis zu 1,7 Milliarden Dollar im Verlauf die Investoren ab. IBM-Aktien verloren rund 1,7 Prozent auf 75,76 Dollar.

Gefallen fand der Markt dagegen an den Papieren der weltgrößten Kaffeehauskette Starbucks <SBUX.O> . Die höheren Umsätze im April honorierte die Börse mit einem Kursplus von gut 2,7 Prozent auf 51,99 Dollar. Auch für die Titel des Discounters Target <TGT.N> konnten sich die Investoren erwärmen, nachdem der Konzern von höheren Erlösen berichtet hatte. Der Aktienkurs zog um gut zwei Prozent auf 47,25 Dollar an.

fgc/chr


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Dieser Beitrag wurde von desesperado bearbeitet: 05. Mai 2005 - 18:57

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#9 Mitglied ist offline   andy 

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Geschrieben 05. Mai 2005 - 19:19

Zitat

...wenn Du jetzt raus bist, dann kann der Dax ja wieder steigen, damit andy auch in den Gewinn-Genuss kommt

Genau! :blink:
Sind ja aber noch 2h zu handlen in Amerika....
Wenn der Dow sich noch bis zum Handelsende erholt, dann siehts morgen beim DAX nicht so schlimm aus! *hoff* <_<
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#10 Mitglied ist offline   desesperado 

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Geschrieben 05. Mai 2005 - 19:39

*drück ganz feste Daumen* :)

der Dax könnte sich bis morgen Mittag vom jetzigen Stand ein wenig erholen,

meistens ist es so, wenn USA auf Tagestief schließen, drehen die USA-Futures am nächsten Tag vor Handelsbeginn ins Plus, helfen dem Dax dann wieder hoch, aber dann .....
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#11 Mitglied ist offline   Denker 

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Geschrieben 06. Mai 2005 - 02:24

Eins steht fest, dass mit der Abstufung der Anleihen auf "junk-Bond-Status"auch ohne ein Guru zu sein, dieses für die Finanzwelt eine echte Nagelprobe werden könnte. Die Turbulenzen sind wohl kaum mehr aufzuhalten. Mal morgen auf den Goldpreis achten.
Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt.

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#12 Mitglied ist offline   desesperado 

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Geschrieben 10. Mai 2005 - 21:12

Ölpreise und Fonds-Gerüchte treiben US-Börsen ins Minus
vom 10. Mai 2005 21:06
(Neu: aktuelle Kurse, 3M, Einzelheiten)

New York, 10. Mai (Reuters) - Erneut kräftig gestiegene Ölpreise und Gerüchte um einen in eine Schieflage geratenen US-Hedge-Fonds haben am Dienstag die Stimmung der Anleger an der Wall Street getrübt und die US-Börsen deutlich ins Minus gedrückt. Die führenden Indizes sackten durchweg um mehr als ein Prozent ab.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte <.DJI> verlor bis zum New Yorker Nachmittagshandel 1,19 Prozent auf rund 10.260 Punkte. Der breiter gefasste S&P<.SPX) gab um 1,26 Prozent auf etwa 1164 Zähler nach. Die Index der Technologiebörse Nasdaq <.IXIC> fiel um 1,12 Prozent auf rund 1957 Punkte.

"Vieles von dem, was wir heute sehen ist durch die Ölpreise und die allgemeine Schwäche bedingt. Ein Nachlassen des Wachstums auf eine nachhaltigere Rate ist aktuell wünschenswert - aber der Markt verhält sich, als ob wir eine Rezession hätten", sagte Edgar Peters von PanAgora Asset Management. Ängste vor Versorgungsengpässen im nächsten Winterhalbjahr hatten den US-Ölpreis zeitweise wieder deutlich über die Marke von 52 Dollar je Barrel (knapp 152 Liter) getrieben. Händlern zufolge wurden dadurch die Befürchtungen der Anleger vor den wachstumsschädlichen Auswirkungen hoher Energiekosten wieder geweckt. Diese könnten die Verbraucher zu geringen Konsumausgaben veranlassen und die Gewinne der Unternehmen schmälern.

Händlern zufolge veranlassten zudem Gerüchte um einen in eine Schieflage geratenen Hedge-Fonds die Anleger zur Zurückhaltung. "Die Gerüchte gehen an der Wall Street um. Es sind nur Gerüchte, aber sie belasten die Aktien heute", sagte Brian Williamson von The Boston Co. Asset Management. Händlern zufolge blieb zwar unklar, um welchen Fonds es sich handeln soll, doch hätten, wie zuvor schon in Europa, vor allem Banken darunter gelitten. So sackte der Kurs der im Dow gelisteten zweitgrößten US-Bank J.P. Morgan <JPM.N> um fast 2,5 Prozent auf 35,08 Dollar ab. Auch von den Papieren des weltgrößten Finanzkonzerns Citigroup <C.N> trennten sich die Investoren, so dass die Titel knapp 1,3 Prozent auf 46,27 Prozent verloren.

Zudem warnte Morgan-Stanley-Chef Philip Purcell, das operative Umfeld im zweiten Quartal erweise sich als schwieriger als erwartet. Die Börse quittierte dies mit einem Abschlag auf den Kurs der Aktie von knapp 2,6 Prozent auf 49,45 Dollar.

Mit der Ankündigung eines voraussichtlich beträchtlichen Verlusts im Rest des Jahres sorgte die Fluggesellschaft Delta Airlines <DAL.N> für Enttäuschung und wurde dafür mit einem Minus des Aktienkurses von mehr als zehn Prozent auf 2,95 Dollar abgestraft. Die Investoren verstimmte auch der Mischkonzern 3M und erntete dafür ein Minus seines Aktienkurses von gut 1,6 Prozent auf 76,47. 3M hatte den Gewinnausblick für dieses Jahr bekräftigt und die Prognose eines schwächeren Wachstums in den Industriestaaten wiederholt.

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#13 Mitglied ist offline   andy 

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Geschrieben 12. Mai 2005 - 15:11

11.05.2005 15:15

US-Handelslücke überraschend verringert

Entwarnung für die Finanzmärkte? In den USA ist das Handelsbilanzdefizit im März unerwartet gesunken. Doch bleibt die Lücke zwischen Ein- und Ausfuhren gewaltig.

Das Defizit in der Handelsbilanz sei von revidierten 60,6 Milliarden Dollar im Februar auf 55,0 Milliarden Dollar gefallen, teilte das US-Handelsministerium um 14:30 Uhr in Washington mit.

Das war der niedrigste Stand seit September 2004 und der kräftigste Rückgang seit Dezember 2001. Das Februar-Defizit wurde von 61,0 auf 60,6 Milliarden Dollar nach unten revidiert.

Daraufhin geriet der Euro schlagartig unter Druck und rutschte kurzzeitig unter die Marke von 1,28 Dollar. Die amerikanischen Indexfutures und die europäischen Aktienmärkte machten dagegen einen Satz nach oben.

Denn eigentlich hatten die Finanzmärkte mit einem neuen Rekorddefizit von rund 61,5 Milliarden Dollar gerechnet. Im Februar hatte das Defizit erstmals die Marke von 60 Milliarden Dollar überschritten.

Gefährliche Entwicklung
Im März hat sich allerdings nur die Wachstumsrate der Handels-Lücke verringert - die Summe der Defizite wächst scheinbar unaufhaltsam weiter. Volkswirte warnen schon seit geraumer Zeit vor den Gefahren dieser Entwicklung. Da die Amerikaner fortwährend mehr konsumieren als sie produzieren, steigt zwangsläufig auch ihre Verschuldung im Ausland.

Mit gefährlichen Folgen: Um ihr Defizit zu finanzieren, sind die USA auf ausländische Kapitalzuflüsse von rund zwei Milliarden Dollar pro Tag angewiesen. Sollte dieser Zufluss aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen ins Stocken geraten, sehen zunehmend mehr Experten schwere Zeiten voraus – und zwar nicht nur für den Dollar, sondern für die gesamte Weltwirtschaft (vgl. den Beitrag "US-Doppeldefizit kann böse enden").

Aber:

http://boerse.ard.de...=dokument_65590
http://boerse.ard.de/content.jsp?go=meldun...=dokument_65593
:'(
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Geschrieben 15. Mai 2005 - 20:56

Verfasst von Matthias Lorch am 05.04.2005 um 20:39 Uhr
Inflation oder Deflation
Kann es Deflation überhaupt noch geben in einem Währungsumfeld, das durch keinerlei Deckung zu Restriktionen gezwungen werden kann?
Kann man nicht einfach durch Inflation, also durch das Drucken neuen Geldes die Schuldenlast effektiv fallen lassen?

Dass die weltweiten Schuldenberge unter normalem Wachstum und Inflationsraten keinesfalls rückzahlbar sind, dürfte keine Meinungsverschiedenheit auslösen. Durch Sparversuche von Seiten des Staates ist es unter den jetzigen Umständen jedenfalls nicht zu erreichen. Es ist genau wie mit den Einsparungen der Wirtschaft, es ist unmöglich. Wenn der Staat anfängt zu sparen, entzieht er seiner Bevölkerung Kaufkraft. Daraus resultieren wiederum fallende Steuereinnahmen. In der Wirtschaft können zwar einzelne Unternehmen sparen, aber die Wirtschaft als Ganzes kann es nicht, weil sämtliche Einsparungen sofort Umsatzausfälle der anderen Wirtschaftszweige beinhalten.

Das Senken der Zinsen bzw. das Erhöhen der Geldmenge ist das einzige Mittel der Politik um das Wirtschaftswachstum anzuregen.
Warum hat das aber in den USA funktioniert und in Europa nicht?
Die Federall Reserve ging die Zinssenkunkung in den USA sehr aggressiv an um die Schuldeninflation am Leben zu halten, diese drohte nämlich nach dem Platzen der Aktien-Spekulationsblase in Deflation umzuschlagen. Die Verantwortlichen wissen zu genau, was eine Deflationsspirale bewirken würde, nämlich dass die Schulden nominal zwar gleich blieben, aber effektiv stiegen. Der Boom in Immobilien war deshalb so wichtig, weil er durch steigende Verschuldung und Konsum das Sparen verhinderte. Aber damit war die Abrechnung nur hinausgeschoben, denn nach einer Inflation folgt eine Deflation, wie Johann Philipp von Bethmann in seinem Buch in den 80ern schon prophezeite.

In der Schuldeninflation (nicht zwangsläufig Preisinflation) wurden Überkapazitäten und sinnlose Investitionen getätigt, um die das Wirtschaftssystem wieder bereinigt werden muss. Die Überkapazitäten enden dann im Preis- und Rabattkrieg und in fallenden Preisen. Da auch die Zinsen normalerweise durch Angebot und Nachfrage bestimmt werden, sind fallende Zinsen das Zeichen für fehlende Investitionen und gehen mit fallenden Preisen einher. Wenn dann der Preisverfall einsetzt, werden auch die Investitionen und Ausgaben aufgeschoben, da es Sinn macht zu warten und dies verstärkt wiederum die Spirale. Anders als z.B. wie noch vor 100 Jahren, als der Rückgang der Preise und Zinsen sofort mehr Nachfrage bedeutete, da die Menschen jede Entlastung sofort im Konsum für Lebensnotwendiges umsetzen mussten, können die meisten Menschen heute immer noch sparen, da sie mit dem Lebensnotwendigsten versorgt sind. Langsam aber sicher werden dadurch aber immer mehr Menschen vom Sparen wollen zum Sparen müssen gezwungen. Dies hat überall stagnierende oder fallende Preise und dadurch wiederum fallende Sicherheiten der Banken zur Folge. Und so verstärkt sich die Deflationsspirale. Außerhalb der angelsächsischen Länder kann man diese Tendenz teilweise bereits feststellen.

Dort zeigt sich ein anderes Bild: Nach dem Aktienboom kam der Immobilienboom, was an der Preistrenderwartung liegt. Ist diese positiv, dann kaufen die Menschen, um das Erworbene - seien es Aktien, Rohstoffe oder Immobilien - für höhere Preise weiter verkaufen zu können. Um eine Änderung der Preistrenderwartung in den USA nicht einmal in Betracht kommen zu lassen, diesbezüglich keinen Attentismus also keine abwartende Haltung zu verursachen, hat die FED die Geldmenge drastisch erhöht und gleichzeitig die Zinsen auf ein absolutes Notfallniveau gesenkt und unter der Inflationsrate gehalten. Und dieses hat die FED im Jahre 2001 so schnell getan, dass eben die Spirale der sinkenden Preise mit sinkenden Zinsen und dem daraus resultierenden Aufschub bzw. Rückgang des Konsums in den USA einfach übersprungen wurde.

Leider wurde die Schuldeninflation damit verlängert bzw. verstärkt: Es hatte keine steigenden Reallöhne zur Folge, da der Konsum immer mehr aus Übersee bedient wurde.

Das heißt, der wirkliche Test für die FED steht noch aus. Bislang wurde immer noch ein negativer Realzins gefahren (= Zinsen niedriger als die Inflationsrate), aber der Ausstieg bzw. wie es die FED nennt, eine neutrale Zinsrate steht noch bevor und diese hat als Taktgeber die Inflationserwartungen. Bei neutraler Zinsrate geht Stephen Roach, Chef-Ökonom von Morgan Stanley, momentan von 5,75% - also ca. der doppelten Zinsrate - aus und bei weiteren 0,25 BP Schritten würde diese im Herbst 2006 erreicht sein, und da die Zeitverzögerung miteinberechnet werden muss bis dieses wirken könnte, wäre womöglich der Inflation und auch dem ausufernden Bilanzdefizit wirklich nur mit drastischen Schritten entgegenzuwirken.

Die größere Geldmenge hat nämlich einen weltweiten Exportboom in Asien und in Europa angefacht, hatte allerdings auch zur Folge dass


1.) größere Nachfrage nach Rohstoffen jeder Art herrscht
2.) die größere Geldmenge die vorhandene nicht im gleichem Maß reproduzierbare Rohstoffmenge jagt.


Und zu einem Exportboom gehört immer auch irgendwo ein Importboom. Dieser wurde in den USA durch die Geldmenge und die Zinsen und den dadurch entstandenen Wohlstandseffekt mit steigender Verschuldung, Konsum aus steigender Hypothekenlast und gleichzeitig fallendem Sparaufkommen bewerkstelligt.

Über den Zeitraum 1995 bis 2002 haben die Vereinigten Staaten mit ca. 30% des weltweiten Bruttosozialproduktes zu 98% zum Wachstum desselben beigetragen. Im Umkehrschluss haben also die übrigen 70% der Welt nur 2% zum Wachstum beigetragen. Dieses wurde aus den Wechselkursen errechnet und zeigt damit während dem oben genannten Zeitraum die große Wachstumsdynamik sowie die starke Aufwertung des Dollars.

"Ein Ausgleich dieser Balance verlangt zweifellos beides: mehr Wachstum der restlichen Welt und eine Abwertung des Dollars. "
Stephen Roach, Chef-Ökonom von Morgan Stanley

Bislang haben wir allerdings eher weniger Wachstum im Rest der Welt, ausgenommen in China, und trotz bereits erheblich gesunkenem Dollar ein immer höheres Handelbilanzdefizit in den USA. Dieses ist von 5,4% Anfang 2004 auf ein Rekordhoch Ende 2004 von 6,3% des Bruttosozialprodukts gestiegen.

58 Milliarden war das Rekorddefizit im Januar, der Unterschied zwischen dem, was Amerikaner ins Ausland verkauften und was sie importierten. Geteilt durch die Zahl der Familien ergibt das 600 Dollar im Monat oder hoch gerechnet 7.200 Dollar pro Familie im Jahr. Und genau dieses ist die Stimulation des weltweiten Wachstums.

Die Erhöhung der Zinsen durch die FED um 175 Basispunkte wurde von der inzwischen gestiegenen Inflation (der Kernrate des Indexes der Konsumenteninflation um 74%) weitgehendst aufgehoben, dieser war nämlich Anfang 2004 bei 1,15 und im Februar 2005 bei 2,4%.

Nimmt man hierbei zur Kenntnis, dass dieser Index Energie und Lebensmittel außen vor lässt und dass der CPI - Index der Konsumenteninflation, der dieses mit beinhaltet, um 0,4% im Februar und damit jährlich gerechnet auf 4,8% gestiegen ist, kann man die höhere Inflation bereits erahnen.

Bedenkt man noch, dass Bürokraten, die diesen Index auswerten, mit allerlei Raffinessen wie z.B. hedonistischen Spielereien umgehen um die an diesen Index gebundenen Staatsausgaben, z.B. Renten, Beamten- und Soldatenlöhne niedrig zu halten und auch um damit ein höheres BSP zu erhalten, so wird klar, dass wie bei uns in Europa die Inflationsraten wesentlich höher sind als angegeben.

Die amerikanischen Firmen werden jedenfalls die gestiegenen Rohstoffkosten, z.B. Öl 55 Dollar per Barrel, an die Verbraucher weitergeben müssen und auch für die chinesische Industrie sind in den letzten zwei Jahren die Preise für Rohstoffe siebenmal so stark gestiegen wie der faktisch in US-Dollar nominierte Verkaufspreis.

Dass die Inflationsgefahren ernst genommen werden, kann man auch an den seit Januar um 60 Basispunkte gestiegenen Renditen der 10 jährigen Treasuries auf 4,62% erkennen.

Wie werden die Verantwortlichen in den USA, die seit dem ersten Einbruch 1987 ständig die Liquidität erhöht haben, vorgehen? Werden sie einem noch höher als in 2001 verschuldeten Konsumenten, den verschuldeten Kommunen und dem Staat mit der nötigen Härte entgegentreten, um die Inflation zu unterdrücken, und einem weit höheren Zinsniveau aussetzen? Good Luck.

Sollte dies geschehen, dann hätte es weitreichende Implikationen.
Wenn man sich vor Augen führt, was in der Rezession von 2001 der Rückgang der Exporte in die USA um 79 Milliarden Dollar weltweit und speziell in den asiatischen Ländern mit den Wachstumsraten anstellte, dann kann einem bewusst werden, was passiert, wenn der US-Konsument wirklich anfängt zu bremsen. Der weltweite Exporthandel schrumpfte dadurch im Jahr 2001 im Wert um 4% und das bedeutete den größten Rückgang seit 1982.
In Deutschland hatte dieses einen Einbruch der Wachstumsrate von 80% zur Folge.

Im Jahr 2000 - 3,0% Wachstum des BSP
Im Jahr 2001 - 0,6% Wachstum des BSP

Dass dieses irgendwann passieren muss und wird, ist klar und auch, dass umso länger es dauert, desto härter der Sturz sein wird, um das Gleichgewicht zu erhalten. Aber man kann sich darauf verlassen dass Politiker (und speziell die FED hat das seit 20 Jahren bewiesen), dazu neigen, wenn sie vor der Wahl stehen, den harten Weg einzuschlagen oder den einfacheren Weg nämlich den zu mehr Liquidität und damit zur Inflation, immer genau dieses tun werden.

Deshalb ist ein Wertrückgang des Dollars wahrscheinlicher als drastische Zinserhöhungen. Dieses hat langfristig die gleichen Auswirkungen, nämlich weniger Konsum in den USA wegen den stark steigenden Ölpreise und der anderen Rohstoffen, ein Rückgang des Exports in die USA und des daraus resultierenden Rückgangs des Handels untereinander in den vom Export getriebenen Ländern.

Man kann nur hoffen, dass es nicht zu bald kommt, denn nimmt man dies alles zur Kenntnis, dann sieht man die Deflationsgefahren. Das bedeutet nicht zwangsläufig den Rückgang der Preise, aber eine Implosion der Schulden, und zwar überall: in Kontinental-Asien, Deutschland, Japan und in all den anderen am Export hängenden Ökonomien. Dieses gekoppelt mit dem Phänomen des Öl-Peaks ( fallende Versorgung bei steigendem Verbrauch und somit steigende Kosten) und der generellen Verschuldung lässt nicht all zuviel Zuversicht zu. Bedenkt man dann noch, wie es mit der Binnenkonjunktur geht und dass Deutschland das Exportland Nr. 1 in Europa und Baden-Württemberg das Exportland Nr. 1 in Deutschland ist dann werden einem die Abhängigkeiten bewusst.

© Matthias Lorch
http://www.goldseiten.de/content/diverses/...hp?storyid=1004
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Geschrieben 16. Mai 2005 - 01:06

Hedgefonds kommen ins Gerede
Gerüchte über eine Schieflage bei einem spekulativen Fonds schrecken die Börsianer auf
von Daniel Eckert

Berlin - Jedes gute Drama braucht einen Schurken. Und so wundert es nicht, daß auch das Drama der Börse nicht ohne einen Bösewicht auskommt. Bevorzugt in diese Rolle gedrängt werden die Hedgefonds, deren Manager sich auf der Jagd nach Rendite unkonventioneller Methoden - siehe Deutsche Börse - bedienen. Doch auch jenseits der bundesrepublikanischen Heuschrecken-Debatte sind Anleger gut beraten, wie jetzt von Bundeswirtschaftsminister Clement empfohlen, ein kritisches Auge auf die internationale Hedgefonds-Branche zu werfen.


Mitte der Woche schreckten nämlich Gerüchte die Wall Street auf, ein Hedgefonds könnte sich mit den Anleihen des weltgrößten Autoherstellers General Motors (GM) böse verspekuliert haben und in Schieflage geraten sein. Die Reaktion des Marktes ließ nicht lange auf sich warten: Rund um den Globus gerieten vor allem Finanzwerte unter Druck. Zwar erhärteten sich die Gerüchte zunächst nicht, doch aufgrund der Intransparenz vieler Hedgefonds will das nicht viel heißen.


"Die heftigen und teilweise überraschenden Kursausschläge bei den GM-Aktien und -Anleihen könnten den ein oder anderen Hedgefonds in der Tat auf dem falschen Fuß erwischt haben", räumt Peter Alex, Sprecher des Bundesverbandes Alternative Investments, ein. Lars Kreckel, Stratege bei ABN Amro, hält die Gefahr einer Krise bei Hedgefonds nicht nur wegen General Motors für so groß wie lange nicht mehr. Kreckel "Die Zinsentwicklung und die Marktsituation arbeiten gegen die Hedgefonds. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis ein Manager danebengreift und der Fonds in Probleme gerät."


Pessimisten warnen bereits davor, es könne ein neues Finanzdebakel wie der Zusammenbruch des Long Term Capital Management (LTCM) im Jahr 1998 vor der Tür stehen. Der damals größte Hedgefonds war durch die Auswirkungen der Rußland-Krise ins Schlingern geraten und hatte 90 Prozent der vier Mrd. Dollar Kundengelder vernichtet. Besonders pikant war der Skandal, weil die LTCM-Investmententscheidungen von einigen der renommiertesten Finanzprofis der neunziger Jahre, darunter zwei Nobelpreisträgern, getroffen worden waren.


Trotz der LTCM-Pleite ist die Bedeutung der spekulativen Fonds in den vergangenen Jahren weiter gewachsen. Die 6000 weltweit registrierten Hedgefonds verwalten aktuell ein Vermögen von über einer Billion Dollar und stellen damit eine enorme Marktmacht dar. Diese ist sogar noch größer, als das Eigenkapital vermuten läßt, spekulieren viele Fonds doch auch mit geliehenem Kapital, um über den Hebeleffekt die Rendite zu maximieren.


Gerade bei der Performance hat es zuletzt allerdings gehapert. Abgesehen von einem guten vierten Quartal 2004 verzeichnen die großen Hedgefonds-Indizes seit einem Jahr Monat für Monat nur magere Gewinne oder gar Verluste. Aus diesem Grund hat sich Experten zufolge die Fremdkapitalaufnahme in letzter Zeit wieder ausgeweitet. "Die Geldmanager müssen mehr als sonst auf Risiko spielen, um jedes kleinste Rendite-Pünktchen herauszuquetschen", meint Willem Sels, Analyst bei Dresdner Kleinwort Wasserstein.


Brenzlig könnte es werden, wenn weitere Performance-Enttäuschungen zu Kapitalabflüssen aus den spekulativen Produkten führen. "Das jetzige Umfeld ist für die Hedgefonds denkbar ungünstig. Am besten schlagen sich die Fonds in Phasen klarer Marktrends, in Zeiten einer richtungslosen Börse tun sie sich dagegen schwer", sagt Alex. Zugespitzt wird die Lage dadurch, daß die Finanzierungskosten in den USA mit den Kapitalmarktzinsen steigen, so daß die Fonds in eine Zwickmühle zu geraten drohen.

"Sollte sich tatsächlich ein Fall wie LTCM wiederholen, sind die Folgen für die Märkte nur schwer abzuschätzen", sagt Joachim Paech, Stratege bei Prime Asset Management. Am meisten Sorgen macht Beobachtern die Tatsache, daß die Pleite eines Hedgefonds in der Regel eine Kettenreaktion nach sich zieht. Kommt ein Fonds in Liquiditätsengpässe, muß er seine Positionen oft Hals über Kopf unter großen Kursverlusten liquidieren und verschlimmert dadurch die Krise. Betroffen sind dann auch die Banken, die dem Fonds Kapital zur Verfügung gestellt haben.


"Wie das Beispiel LTCM zeigt, können mit den Hedgefonds verbundene Finanzinstitute in einem solchen Fall hohe Summen verlieren", so Kreckel. Aus diesem Grund rät der Stratege, Kapitalmarktbanken vorerst zu meiden. Potentielle Leidtragende einer Hedgefonds-Krise wäre US-Institute wie Goldman Sachs oder Morgan Stanley, aber auch europäische Geldhäuser wie UBS oder die Deutsche Bank.


Artikel erschienen am Do, 12. Mai 2005
http://www.welt.de/d...717374.html?s=1
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Geschrieben 21. Mai 2005 - 22:23

20.05.2005 08:43

"Letzte Chance zum Ausstieg!"
boerse.ARD.de sprach mit Arnd Hildebrandt, einem ausgewiesenen Experten der Finanz- und Rohstoffmärkte, über die weitere Entwicklung an den Renten- und Aktienmärkten. Für die Dividendentitel ist er alles andere als bullish.

boerse.ARD.de: Die Zinsen an den Rentenmärkten fallen immer weiter, die Umlaufrendite ist so niedrig wie nie zuvor. Was bedeutet das?

Hildebrandt: Die Anleihemärkte sind Frühindikatoren für die wirtschaftliche Entwicklung. Sie merken, dass schwächere Wachstumsraten drohen und Inflation kein Thema ist. Hinter den niedrigen Preissteigerungsraten stehen die vielen Schulden, die bedient werden müssen. Sie wirken deflationär, wenn ihnen keine ausreichenden Unternehmensgewinne oder private Einkommen gegenüber stehen.

boerse.ARD.de: Aber noch haben wir doch Inflation?

Hildebrandt: Die derzeitigen Inflationsraten sind noch durch die Ölpreissteigerungen gekennzeichnet. Doch dieser Basiseffekt dürfte schon bald auslaufen. Auf den Immobilienmärkten in Deutschland sind deflationäre Tendenzen in weiten Teilen bereits schon sichtbar. Durch Zwangsverkäufe gibt es mehr Angebot und nur wenige Käufer. Die demographische Entwicklung dürfte auch zum Problem werden. Es gibt Druck auf die Preise.

boerse.ARD.de: Die Rentenmärkte nehmen das nun also vorweg?

Hildebrandt: Die Märkte spüren etwas - und das eigentlich bereits seit 25 Jahren, in denen die Zinsen an Rentenmärkten immer weiter fallen.

boerse.ARD.de: Wie beurteilen Sie die weitere Leitzinsentwicklung?

Hildebrandt: Das Gerede der EZB vor Inflation führt in die Irre, in Europa rechne ich nicht mit höheren Leitzinsen. Selbst die amerikanische Notenbank wird es vermutlich nicht mehr wagen, die Zinszügel zu straffen. Es ist zwar nicht völlig ausgeschlossen, dass sie noch einmal erhöhen wird, um die Blasen an den Finanzmärkten ein bisschen mehr anzustechen. Doch als Fed-Chef Alan Greenspan Anfang des Jahres von einem Rätsel in Bezug auf die Rentenmarktentwicklung sprach, hat er die Öffentlichkeit auf den Arm genommen. Er ist sich sehr wohl der Deflationsgefahr bewusst.

boerse.ARD.de: Wie sollten sich Anleger jetzt verhalten?

Hildebrandt: Die nächsten zwei bis drei Monate bieten die letzte Chance zum Ausstieg an den Aktienmärkten. Die Anleger dürften sich auch weiterhin in Rentenpapiere hoher Qualität wie Bundesanleihen flüchten. Es drohen japanische Verhältnisse mit viel niedrigeren Zinsen. Dort rentierten zehnjährige Staatsanleihe zeitweise nur noch mit 0,8 Prozent.

http://boerse.ard.de...dokument_103428
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#17 Mitglied ist offline   desesperado 

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Geschrieben 13. Juni 2005 - 23:22

Signale vom Anleihenmarkt


Die Lage an den Aktienmärkten scheint kritischer zu werden. Erste Zeichen deuten auf eine drohende Rezession. Vorsichtige Anleger steigen deshalb bei einem anhaltend schwachen Aktienmarkt aus. Bis dahin scheint allerdings noch etwas Zeit zu bleiben.


Warnsignale an der Börse: Die Renditekurven an den großen Anleihemärkten in Europa und USA werden immer flacher, zugleich steigen in Amerika die kurzfristigen Zinsen und die Zinsdifferenz zwischen Dreimonatsgeld und zehnjährigen Anleihen liegt nur knapp über einem Prozent. In Deutschland erreicht der Bundfuture fast täglich neue Höchststände. Auch ohne Erhöhung der kurzfristigen Zinsen wie in USA wird die Renditekurve bei uns damit auch flacher. Das bedeutet hier wie dort Gefahr.

Die langfristigen Zinsen fallen zumeist, wenn die Investoren wenig Inflation und schwaches Wirtschaftswachstum vorher sehen. Und noch ein Schreck dazu: Im vergangenen Konjunkturzyklus war die Renditekurve im Sommer 2000 derart flach wie heute. Und das war die Warnung an die Aktienmärkte zum Ausstieg - jeder weiß, was danach folgte: Der große Kurseinbruch nach der Jahrtausendwende.

Steht uns vielleicht schon wieder eine Rezession ins Haus? Eine weitere Zahl könnte dafür sprechen: Üblicherweise dauert ein Konjunkturzyklus in Amerika etwa vier Jahre. Leider läuft der aktuelle Zyklus bereits dreieinhalb Jahre.

Zumindest ein wichtiger Börsenkenner scheint keine Angst vor einer baldigen neuen Rezession zu haben. Amerikas Chefnotenbanker Alan Greenspan bewertet Amerikas Konjunktur als kräftig genug, um die Arbeitskosten steigen und ein gewisses Maß an Inflation erzeugen zu lassen - sofern die Währungshüter ihre Leitzinsen nicht weiter anheben. Alan Greenspans Notenbanker scheinen das Risiko eingehen zu wollen.

Was bedeutet diese Situation nun für Deutschlands Anleger? Investoren werden hoffen, dass Greenspan Recht behält und die wirtschaftliche Expansion diesmal länger als in der Vergangenheit anhält. Dafür spricht, dass die Erholung nach den Flugzeugangriffen auf das World Trade Center in New York vor knapp vier Jahren, den folgenden Bilanzskandalen in Amerika und dem Krieg gegen den Irak nur sehr langsam und zunächst unbemerkt ab Ende 2002 richtig in Gang kam.

Vorausschauende Anleger werden sich deshalb auf die Seite von Alan Greenspan schlagen und zunächst investiert bleiben, aber sehr genau auf die Signale der Märkte schauen. Anhaltende Schwäche des Aktienmarktes würde wie im Jahr 2000 den Ausstiegszeitpunkt andeuten. Wahrscheinlich haben wir bis dahin noch zwölf Monate Zeit. Aber nur wahrscheinlich.


Quelle und mehr zum Thema

z.B.
· Konjunktur: DIW halbiert Wachstumsprognose (10.06.2005)
· Fed: Greenspan rätselt über niedrige Zinsen (07.06.2005)
· Konjunktur: Überraschende Belebung (07.06.2005)
http://www.manager-magazin.de/geld/artikel...,360171,00.html
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#18 Mitglied ist offline   desesperado 

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Geschrieben 14. Juni 2005 - 22:54

auf der Suche nach....finde ich:

Big-Mac-Index

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Der Big-Mac-Index ist ein von der britischen Zeitung The Economist seit 1986 berechneter Preis- und Kaufkraftvergleich, der auf der Universalität des Big Macs der US-amerikanischen Firma McDonald's basiert. Die Big-Mac-Preise unterscheiden sich von Land zu Land erheblich.

Der Economist wählte den Big Mac als Vergleichsprodukt vor allem aus zwei Gründen aus: Erstens handelt es sich dabei um ein fast weltweit vertriebenes, äußerst standardisiertes Produkt. Dadurch können die Big-Mac-Preise unterschiedlicher Länder problemlos verglichen werden.

Zweitens ist der Big Mac aber trotzdem international nicht handelbar (er wird also nicht von einem Land in ein anderes verkauft). Dies verhindert, dass sich seine Preise nach der Theorie der Kaufkraftparität international angleichen. Stattdessen sind an der Produktion und dem Verkauf eines Big Mac viele Bereiche der inländischen Wirtschaft beteiligt, die gleichsam einen repräsentativen Querschnitt durch die Produktionskosten in einem Land darstellen wie: Landwirtschaft, Transportwirtschaft, Verpackungsindustrie, Energiewirtschaft, Gebäudewirtschaft (Mietpreise), Elektroindustrie, Druckindustrie, Abfallwirtschaft und Handwerk. Nicht zuletzt fließen auch die Lohnkosten mit ein.

Somit ist der Big-Mac-Index eine der einfachsten Methoden, die jeweilige Inlandskaufkraft von Währungen miteinander zu vergleichen. Da er aber einerseits nicht alle wirtschaftlichen Bereiche abdeckt und Big-Mac-Preise andererseits auch über andere Faktoren als den direkten Kosten (z. B. Wettbewerbsintensität unter Schnellrestaurants, Wohlstandsniveau eines Landes - Pricing to Market) beeinflusst werden, können kaum allgemeingültige Rückschlüsse aus dem Index gezogen werden.

Siehe auch: Preisindex, Kaufkraft (Konsum)
http://de.wikipedia....i/Big-Mac-Index
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#19 Mitglied ist offline   JohnnyNash 

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Geschrieben 15. Juni 2005 - 15:21

BicMac-Index :lol:
Was es nicht alles gibt auf dieser Welt :D


#20 Mitglied ist offline   desesperado 

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Geschrieben 22. Juni 2005 - 16:29

@Skorpion
ja, ich will doch nicht alleine schlau sterben, wen ich etwas Neues erfahre, lasse ich euch teilhaben :)

auch eine Meinung

Dominanter Gigant - mit Diamant
von Ralf Flierl, Smart Investor Magazin, 21. Juni 2005 17:50, 460 Zugriffe


Im Prinzip haben wir zu den Aktienmärkten in den letzten Wochen hier alles niedergeschrieben, was wir für wichtig halten: Die Indices wurden aus ihrer einjährigen Seitwärtsphase herausgeschleudert...

...und werden nun ihren Weg nach oben machen – ohne Rücksicht auf die vielen Bären, die ungläubig am Seitenrand stehen. Mit einer wirklich nennenswerten Korrektur rechnen wir nicht vor September. Alles weitere zu diesem Thema finden Sie im Heft 7/2005, welches am kommenden Samstag erscheint.

Euro-pa
Der Euro hat seinen dreijährigen Aufwärtstrend schon seit Wochen gebrochen. Die Querelen um Europa, die Verfassung und jüngstens der Streit zwischen Blair und Juncker sorgen natürlich nicht dafür, daß sich für den Euro nachhaltig etwas zum Besseren wendet. Auch hier haben wir eine ganz klare Meinung: Die Unstimmigkeiten zwischen den einzelnen Ländern der europäische Union werden weiter anhalten. Die Positionen der Kontrahenten werden mal mehr, mal weniger vehement vertreten werden, aber zu wirklich wichtigen und zielführenden Einigungen wird es unseres Erachtens nicht mehr kommen. Die europäische Idee, so wie sie bisher verfolgt wurde, ist damit zum Scheitern verurteilt. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis das erste Land (entweder I oder F, vielleicht sogar D) aus dem Währungsverbund ausscheiden wird. Mag sein, daß wir mit dieser Meinung einem überzeugten Europäer auf die Füße treten. Aber so, wie man Europa seit mehreren Jahren vorantreibt (Euro-Einführung, Osterweiterung usw.) muß dieses „Projekt“ einfach scheitern. Das ist in etwa so, wie wenn man sich auf eine lange Autoreise begibt, aber nur ein paar Liter Sprit tankt. Irgendwann wird der Wagen zu stottern anfangen und schließlich stehen bleiben. Der europäische Motor stottert gerade, und wir werden es noch alle erleben, wie er den Geist aufgeben wird.

Wald vor lauter Bäumen
Wir hören unsere Kritiker schon murren, ob wir denn noch alle Tassen im Schrank haben angesichts dieser Destruktivität. Seien Sie versichert: wir haben! Wir hatten schon viele vor ihrem Beginn für unmöglich gehaltene Entwicklungen vorhergesehen. Und das natürlich nicht, weil wir uns mit „mainstreamigen“ Gedanken auseinandergesetzt haben, sondern weil wir bei solch hochkomplexen Problematiken einfach einen großen Schritt heraus aus dem Wald „mit den vielen Bäumen“ machen und das Ganze von außen betrachten. Nur so ist es möglich, wirklich hinter die Kulissen zu schauen und die tatsächlichen Prinzipien und Ursache-Wirkungs-Beziehungen vorurteilsfrei und unbefangen zu bewerten. Und wenn man das tut, dann wird einem sofort klar, daß es sich momentan nicht um eine kleine Krise handelt, sondern daß ein pro-europäischer Kopf auf einem anti-europäischen Rumpf sich einfach nicht lange halten kann. Die Menschen in den Völkern (Rumpf) des „alten Europas“ haben Angst um ihre Arbeitsplätze, Angst um Ihre Selbstbestimmung und Angst vor Überfremdung. Wenn man das verstanden hat – was die Politiker (Kopf) immer noch nicht haben –, müssen einen die Ergebnisse der Referenden in NL und F nicht mehr verwundern und die laut einer inoffiziellen Umfrage ermittelten 96 % Gegner in Deutschland auch nicht.

Euro, oh je!
Mit Börse hat das Ganze insofern zu tun, als man den Euro langfristig getrost auf dem absteigenden Ast sehen kann. Nicht, daß der Dollar eine solch tolle Währung wäre. Aber der Euro ist eben die miserablere von zwei kaputten Währungen, schon allein deshalb, weil Amerika eine klare Führungsstruktur hat (die im Notfall auch manipulieren und tricksen kann) und Europa nicht. Im Chart ist der angedeutete Trendbruch des Euro gegen den Dollar sehr offensichtlich. Ebenso ist erkennbar, daß sich das momentane Niveau innerhalb eines ausgeprägten Unterstützungsbandes befindet, von wo aus der Euro vermutlich bald zu einer ausgeprägten Gegenbewegung nach oben ansetzen wird. Auch werden sich die politischen Wogen wieder glätten, was aber nichts daran ändern wird, daß der Euro im langfristigen Kontext eine schwache Währung bleiben wird. Und das bedeutet, daß amerikanische Aktien aus europäischer Sicht gar nicht so verkehrt sein müssen. Insbesondere wenn es sich um Technologieaktien mit dominanter Marktstellung handelt. Zu denken sei hier an Microsoft (welche sich in unserem Musterdepot befindet), Cisco, Amazon, Intel usw.

Die dominanten Giganten
Wir geben unumwunden zu, daß wir bzgl.Technologieaktien schon einmal deutlich skeptischer waren. Allerdings ist durch Gespräche und Analysen in den letzten Wochen diese Skepsis einer Zuversicht gewichen, die sich nicht aus einem dramatisch anziehenden Wirtschaftswachstum, weder dies- noch jenseits des Atlantiks speist, sondern aus einem ganz anderen Grund, nämlich Marktbeherrschung! Firmen wie Microsoft oder Intel haben inzwischen in ihren jeweiligen Branchen einen Marktbeherrschungsgrad erreicht, der ihnen erlaubt, nahezu nach Belieben die Preise festzulegen. Nicht umsonst verdienen sich diese Gesellschaften „dumm und dämlich“ und satteln jedes Jahr einen neuen Rekordgewinn auf die ohnehin satten Cashpolster drauf. Genau das ist der Grund, weshalb wir uns gerade von diesen dominanten Giganten in den kommenden Monaten und Jahren noch enorme Kurssteigerungen erwarten. Lesen Sie hierzu auch das hochinteressante Interview mit Fondsmanager Peter Dreide im Smart Investor 6/2005.

Musterdepot
Aufgrund der beiden Faktoren Marktdominanz und Euro-Schwäche bzw. Dollar-Stärke wollen wir unsere Liquidität im Musterdepot verstärkt für den Kauf von großen Nasdaq-Titeln verwenden. Einer dieser dominanten Giganten ist der Software-Hersteller Adobe Systems (bekannt für sein Programm Acrobat Reader). Mehr zu diesem Unternehmen finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Smart Investor auf Seite 12 bis 14. Die Aktie überzeugt uns charttechnisch, weil sich hier (im Dollar-Chart) vermutlich ein Diamant ausbildet. Darunter versteht man eine eher selten anzutreffende Formation, die den Eindruck einer quergelegten Raute macht und in der Regel als trendbestätigend gilt. Wir ordern per morgigem Schlußkurs 200 Stück von Adobe Systems (WKN 871981) in Frankfurt (akt. Kurs: 25,70 Euro).

Unser Verkauflimit bei Arques (WKN 515600) ist heute aufgegangen. Damit wurden 60 unserer 200 Stück zu einem Kurs von 86 Euro verkauft. Momentan notiert die Aktie bei 89 Euro. Der Verkauf hat nichts mit einer fundamentalen Überlegung bzgl. der Aktie zu tun, sondern dient rein der Wahrung der „gesunden“ Anteilsverhältnisse innerhalb des Depots. Durch den starken Kursanstieg dieser Aktie (mehr als 400 %) ist deren Depotanteil zuletzt auf über 10 % gestiegen. Unser Bestreben ist es jedoch, möglichst unter dieser Marke zu bleiben. Erfreulicher Nebeneffekt: Wir haben wieder etwas Liquidität, um neue interessante Aktien ins Depot aufzunehmen.

Fazit
Die Edelmetalle wären heute sicher ein paar Worte wert gewesen. Allerdings finden Sie im kommenden Heft jede Menge Abhandlungen dazu, weshalb wir uns heute dieser Thematik enthalten haben, hier nur so viel: Es ist gut möglich, daß wir unsere verhaltene bis negative Meinung gegenüber den Edelmetallen in den kommenden Wochen aufgeben werden. Noch ist die letztendliche Entscheidung dazu jedoch nicht gefallen.

Ralf Flierl
Smart Investor Magazin

Ein kostenloses zweimonatiges Kennenlern-Abo des Magazins Smart Investor kann unter www.smartinvestor.de/abo angefordert werden. Das aktuelle Inhaltsverzeichnis findet sich unter http://www.smartinve...nhalt/index.hbs

Die Charts wurden erstellt mit TradeSignal von www.tradesignal.de und Tai-Pan von Lenz+Partner. Diese Rubrik erscheint jeden Dienstag nachmittag.

den Artikel mit Chartdarstellungen gibt es hier :
http://www.tradesignal.com/content.asp?p=a...yse.asp&id=8456
Wenn du weisst wohin die Kurse sich bewegen werden, dann erzähle es deinem Hund. Hast du keinen Hund, dann schreibe es auf ein Blatt Papier und wirf es in den Papierkorb. Joe Ross

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