desesperado

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Geschrieben · bearbeitet von Sapine

Nervöse US-Börse vor Fed-Entscheidung erwartet

vom 30. April 2005 13:52

- von Arindam Nag -

 

New York, 30. Apr (Reuters) - Die Händler an der Börse in New York dürften mit einer gewissen Nervösität die kommende Handelswoche gehen.

 

Zwar wird allgemein erwartet, dass die US-Notenbank Fed am Dienstag ihre Zinsen erneut um 25 Basispunkte erhöht. Ob sie jedoch dabei weiter das Wort "maßvoll" für ihre geplanten zukünftigen Erhöhungen verwendet, wird als Zeichen verstanden werden, wie sich Inflation und Wachstum in den USA entwickeln könnten. Weiter fallende Ölpreise könnten die Stimmung aufhellen. Zusätzliche Impuls werden von weiteren Firmenzahlen erwartet.

 

Alle 20 von Reuters befragte Händler erwarten für Dienstag eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte wie die Fed sie seit Juni vornimmt. "Über die Ankündigung der Fed selbst muss man gar nicht mehr nachdenken", sagte Sandy Lincoln von Wayne Hummer Asset am Freitag. "Entscheidend ist, ob sie das Wort 'maßvoll' herauslassen." Die Fed hatte im März auf einen höheren Zinsdruck hingewiesen. Analysten befürchten, dass die Notenbank deswegen eine schnellere Erhöhung der Zinsen beschließen könnte.

 

Mit Spannung werden auch die am Freitag von der US-Regierung veröffentlichten Zahlen zu neu geschaffenen Stellen erwartet. Von Reuters befragte Analysten erwarten für April die Schaffung von 170.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Im März waren nur 110.000 Stellen geschaffen worden. Jede Enttäuschung in den Wirtschaftsdaten könnte an den Börsen zu einer Verkaufswelle führen, sagen Experten. "Es könnte sehr schnell sehr viel hässlicher werden", sagte Peter Schiff von Euro Pacific Capital.

 

In der vergangenen Woche hatten sich die Aktien gemischt entwickelt. Der Dow Jones Index <.DJI> stieg um 0,3 Prozent und auch der S&P 500 <.SPX> legte um 0,4 Prozent zu. Dagegen sackten die Technologiewerte der Nasdaq <.IXIC> um 0,6 Prozent ab. Über den ganzen April betrachtet mussten alle drei Indizes Verluste von bis zu vier Prozent hinnehmen und erreichten zwischenzeitlich neue Jahrestiefstwerte.

 

Impulse wurden auch von Quartalszahlen der Unternehmen erwartet. Angekündigt sind unter anderem Ergebnisse vom Mischkonzern Tyco International <TYC.N> und von dem Telekommunikationskonzern Qwest <Q.N> . Am Dienstag sollen Autohersteller ihre US-Absatzzahlen für April bekannt geben.

 

sws/akr

 

 

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http://www.tradesignal.com/content.asp?p=n...eek&search=

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smiley-channel.de_erstaunt100.gif

 

FEHLENDER SATZ

 

US-Notenbank patzte bei Zins-Mitteilung

 

Der sonst so korrekten US-Notenbank ist bei der schriftlichen Veröffentlichung ihrer Zinsbeschlüsse zum ersten Mal ein Fehler unterlaufen. Ein zentraler Satz zur Begründung ihrer Entscheidung wurde versehentlich aus der Pressemitteilung gelöscht.

 

 

 

REUTERS

Chef-Notenbanker Greenspan: Nur die halbe Wahrheit zur Inflation

Washington - Die Federal Reserve bat daraufhin die Nachrichtenagenturen, den Satz noch vor dem Börsenschluss an der New Yorker Wall Street wieder einzufügen. Dies geschah eine Stunde und 45 Minuten nach Veröffentlichung der Mitteilung. Die Fed hatte zuvor den wichtigsten Zins von 2,75 auf 3,00 Prozent angehoben.

 

In dem versehentlich gekürzten Statement stand zum Thema Inflation nur der Satz: "Der Inflationsdruck hat in den vergangenen Monaten zugenommen und die Preissetzungsmacht ist offensichtlich." Der anschließende Satz sei "versehentlich ausgefallen", so die Fed: "Die langfristigen Inflationserwartungen bleiben gut begrenzt."

 

Fünf Minuten vor dem Börsenschluss in New York war der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte 46 Punkte im Minus. Nachdem der ausgefallene Satz hinzugefügt wurde, drehte er noch ins Plus und schloss 5,25 Punkte höher als am Vortag mit 10.256,95 Punkten.

 

Seit Februar 1994 veröffentlicht die Fed nach ihren Zins-Sitzungen Pressemitteilungen. Der Fehler mit dem ausgefallenen Satz ist seitdem der erste, der öffentlich richtig gestellt wurde.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,354598,00.html

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Faustregeln

Wenn Börse doch einfacher wäre

 

02. Mai 2005 Der Wonnemonat Mai hat an den Aktienmärkten keinen guten Ruf. Die Faustregel Sell in May and go away gehört zu den bekanntesten Börsenweisheiten. In diesem Jahr ist dieser Ratschlag besonders oft zu hören. smiley-channel.de_brille028.gif Inzwischen gibt es sogar Zertifikate von ABN Amro, der Bankgesellschaft Berlin und der Hypo-Vereinsbank, mit denen die Anleger automatisch eine mehrmonatige Sommerpause im Investieren einlegen.

 

In der Vergangenheit ließ sich ja der Wecker danach stellen: Aktiencrashs kann es eigentlich nur im Oktober geben, der September muß der schlechteste Börsenmonat werden, und zwischen November und Mai wird das Geld verdient. Doch ausgerechnet am deutschen Aktienmarkt, wo dieser Saisonverlauf früher besonders häufig zu beobachten war, kam es im Jahr 2002 nicht wie üblich im Herbst zum Ende der Baisse, sondern erst im Frühjahr 2003. Von dort setzte ein Aufschwung ein, der im Februar 2004 eine Pause einlegte und im August wieder an Fahrt gewann.

 

Schlechter Ruf des Mai nicht begründet

 

Auch wenn man weiter in die Vergangenheit blickt, läßt sich der schlechte Ruf des Börsenmonats Mai nicht ohne weiteres belegen. In den vergangenen 40 Jahren fiel der F.A.Z.-Aktienindex im Mai zwar 23mal. Im Mittel betrug der Monatsrückgang immerhin 1,2 Prozent. Allerdings ist zu berücksichtigen, daß im F.A.Z.-Index Dividendenabschläge zu Rückgängen führen. Anders im Dax: Hier wird angenommen, die Dividenden würden wieder in den Dax investiert. Dessen Statistik liest sich deshalb deutlich besser: In jedem Mai seit 1988 hat der Dax zugelegt - im Durchschnitt um 0,7 Prozent. Frank Schallenberger zieht noch die Aktienmärkte in den Vereinigten Staaten und Japan in die Mai-Betrachtung ein. In Amerika sind die Aktienkurse in den letzten vierzig Jahren im Schnitt leicht gefallen - in Japan leicht gestiegen, berichtet der Aktienstratege der Landesbank Baden-Württemberg und schließt daraus: Hohe Kursabschläge im Mai sind vor allem ein deutsches Phänomen, auch wenn der Dow-Jones-Index in 40 Jahren im Mai 22mal verlor.

 

Stutzig macht auch, daß der Dax seit 1988 in den Monaten Juni und Juli im Durchschnitt jeweils Gewinne gemacht hat. Damit bleiben vom legendären Ruf der Börsenregel vom klugen Verkauf im Mai nur die Gründe übrig, die für einen mauen Aktiensommer sprechen. Die zahlreichen Feiertage im Frühsommer und die zuvor erhaltenen Dividenden gelten als Hauptgründe dafür, warum den Kursen gerade am deutschen Aktienmarkt im Mai und in den Folgemonaten die Auftriebskraft fehlen soll. Tatsächlich gibt es hierzulande in dieser Jahreszeit so viele Feiertage wie wohl nirgendwo. Und die Dividenden spielen hier eine besondere Rolle. In Amerika werden sie in der Regel nicht einmal jährlich auf einen Schlag, sondern quartalsweise ausgeschüttet. In Deutschland hingegen zahlen die meisten Unternehmen im April oder Mai ihre Dividende. In diesem Jahr schütteten allein die 30 Unternehmen im Dax 15 Milliarden Euro aus - soviel wie seit langem nicht.

 

Nach diesem April muß es anders kommen :-"

 

Allerdings müssen ausgerechnet in diesem Jahr nicht so sehr die nun zu verzeichnenden Dividendenabschläge als Begründung für diese oder jene Saisonvorhersage herhalten, sondern die schwache Kursentwicklung an den Aktienmärkten im April. Üblicherweise gehört der April in Amerika und Deutschland zu den besten Aktienmonaten des Jahres. Diesmal war der April noch nicht einmal wechselhaft wie das Wetter, sondern es ging für die Aktienindizes deutlich bergab. Technische Analysten sehen nun Aufwärtstrends gebrochen und rufen das Ende des monatelangen Kursaufschwunges aus. Andere Aktienstrategen wie Tobias M. Levkovich von der Citigroup in New York schließen gerade aus dem untypisch schlechten April, daß der Saisonverlauf an den Aktienmärkten diesmal anders sein muß.

 

Damit geriete eine noch wetterfestere Börsenregel ins Wanken: der richtige Zeitpunkt für Anleger, aus der Sommerfrische zurückzukehren. August und September gelten als die schlechtesten Aktienmonate, in denen oft die gesamte, seit Juli aufgelaufenen Kursgewinne flötengehen. Zwischen Oktober und Jahresende indes kommt es unweigerlich zum Hoch und damit zur Jahresendrally, sagt die Statistik. Doch nach diesem schlechten April muß es einfach anders kommen. Entweder besser oder schlechter, das weiß keiner. Wenn Börse doch einfacher wäre.

 

 

Text: ham. / F.A.Z., 03.05.2005, Nr. 102 / Seite 21

http://www.faz.net/s/Rub034D6E2A72C942018B...n~Scontent.html

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Geschrieben

Sehr interessante Artikel, Desesperado :thumbsup:

 

Fünf Minuten vor dem Börsenschluss in New York war der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte 46 Punkte im Minus. Nachdem der ausgefallene Satz hinzugefügt wurde, drehte er noch ins Plus und schloss 5,25 Punkte höher als am Vortag mit 10.256,95 Punkten.

Hätte nicht gedacht, dass so ein einfacher Satz solche großen Auswirkungen hat :blink:

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Geschrieben

und ich hatte schon befürchtet, der Inhalt dieses Artikels sei allseits bekannt und könnte langweilen :o

der Tageschart des DJ sah ja auch entsprechend aus ;)

 

 

 

Greenspan - Sinkende Inflationserwartungen halten Zinsen niedrig

vom 05. Mai 2005 17:47

FEDERAL NATIONAL MORTGAGE AS...

 

FED. HOME LOAN MORTGAGE CORP...

 

 

Chicago, 05. Mai (Reuters) - US-Notenbank-Präsident Alan Greenspan ist am Donnerstag sporadisch aufkommenden Befürchtungen vor schnell steigenden US-Zinsen entgegengetreten.

 

Die sinkenden Inflationserwartungen hätten bislang eine wichtige Rolle dabei gespielt, dass die langfristigen Zinsen trotz steigender kurzfristiger Kreditkosten niedrig gehalten werden konnten, sagte Greenspan bei einer Konferenz der Federal Reserve Bank von Chicago. "Der Rückgang der Inflationserwartungen war kein unwesentlicher Faktor für das nachgeben der realen langfristigen Zinsen", sagte er.

 

Am Dienstag hatte die Fed ihren Schlüsselzins um 25 Basispunkte auf drei Prozent angehoben und eine Fortsetzung der moderaten Straffung der Geldpolitik signalisiert. Dabei zeigten sich die Währungshüter zuversichtlich, Inflationsgefahren durch weiterhin maßvolle Zinserhöhungen vorbeugen zu können. Auch die längerfristigen Inflationserwartungen seien weiterhin unter Kontrolle.

 

Der Fed-Chef bekräftigte zugleich seine Forderung nach mehr Haushaltsdisziplin an den Kongress. Zudem wiederholte er seine Warnung, die immensen Immobilienbestände in wenigen Händen, wie den beiden größten Immobilienfinanzierern Fannie Mae <FNM.N> und Freddie Mac <FRE.N> stellten ein Risiko für die Liquidität der Derivate-Märkte dar, die von den Unternehmen zu Zins-Sicherungsgeschäften genutzt werden.

 

fgc/chr

 

Related Instruments: <FNM.N> <FRE.N>

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http://www.tradesignal.com/content.asp?p=n...hisweek&search=

 

 

ich sage doch: erfahrene reife Männer an die Macht :lol:

dann steigen die Märkte von ganz alleine :thumbsup:

 

Kerkorian stockt General-Motors-Anteil auf

Der US-Finanzinvestor Kirk Kerkorian will seinen Anteil am angeschlagenen Autohersteller General Motors auf neun Prozent verdoppeln. Die Börsen reagierten beinahe schon euphorisch auf die Nachricht.

 

Steigt groß bei General Motors ein: Kirk KerkorianDer einstige Chrysler-Großaktionär Kerkorian will bis zu 28 Millionen General-Motors-Aktien kaufen. Er bietet 870 Mio. $ oder 31 $ je Aktie, teilte seine Investmentfirma Tracinda am Mittwoch mit. Das Angebot entspreche einem Aufschlag von rund 13,4 Prozent auf den GM-Schlusskurs von Dienstag, der 27,77 $ betragen hatte. Die Offerte habe für Kerkorian reinen Investitionscharakter, hieß es.

 

Die GM-Aktie schoss nach Bekanntwerden des Angebots vorbörslich um 6,6 Prozent auf 29,60 $ in die Höhe. Die US-Aktienfutures legten ebenfalls zu. Auch die Aktien von DaimlerChrysler und der Dax zogen in Reaktion auf die Ankündigung an. Kerkorian besitzt über Tracinda derzeit bereits 22 Millionen GM-Aktien, was knapp 4 Prozent des Kapitals entspricht. Durch den Aktienkauf steigt Kerkorians Anteil an General Motors auf fast 9 Prozent.

 

Der 87-jährige Milliardär investiert zu einem Zeitpunkt in GM, in dem sich der Konzern in einer der größten Krisen seiner Geschichte befindet. Im ersten Vierteljahr hatte GM mit einem Minus von 1,1 Mrd. $ den höchsten Quartalsverlust seit 13 Jahren eingefahren. Der Opel-Mutterkonzern machte für die tiefroten Zahlen vor allem steigende Gesundheitsausgaben und den schleppenden Absatz neuer GM-Modelle in den USA verantwortlich. Dazu kämen Sonderbelastungen unter anderem aus der Opel-Sanierung.

 

Im April hatte Kerkorian, einst größter Anteilseigner bei Chrysler, einen Prozess gegen DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp verloren. Kerkorian hatte Schrempp wegen angeblichen Betrugs bei der Fusion zwischen Daimler-Benz und Chrysler auf Schadensersatz verklagt. Ende April hat Kerkorian Berufung gegen das Urteil aus erster Instanz eingereicht. Der Milliardär behauptet, dass ihm von Seiten Daimlers eine "Fusion unter Gleichen" vorgespielt wurde, in Wirklichkeit aber eine Übernahme stattgefunden habe. Seine Chrysler-Aktien wären folglich viel höher zu bewerten gewesen.

http://www.ftd.de/ub/in/5842.html

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Geschrieben · bearbeitet von desesperado

ich sage doch: erfahrene reife Männer an die Macht  :lol:

dann steigen die Märkte von ganz alleine  :thumbsup:

:thumbsup: kaum ausgesprochen erfolgt der Einbruch :lol:

 

news dazu kommt später,

 

S&P, also Standard & Poor's hat die Aktie von GM wohl auf "JUNK" gestuft,

daraufhin haben alle Indizes nachgegeben, der Dax mal ganz flott 30 Punkte

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Geschrieben

S&P, also Standard & Poor's hat die Aktie von GM wohl auf "JUNK" gestuft,

daraufhin haben alle Indizes nachgegeben, der Dax mal ganz flott 30 Punkte

Und das war meine Rettung für meinen Put. Sonst hätt ich wohl im Minus verkauft.

puh, bin nochmal mit nem blauen Auge davon gekommen zahn.gif

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Geschrieben · bearbeitet von desesperado

des einen Glück, des anderen Leid <_<

wenn Du jetzt raus bist, dann kann der Dax ja wieder steigen, damit andy auch in den Gewinn-Genuss kommt :thumbsup:

 

und ich hatte vorhin gedacht, Alan würde heute hieven,

die "Experten" hatte ich ganz vergessen

 

news gibt es jetzt auch :

 

B]Autopapiere und IBM ziehen Wall Street ins Minus[/b] vom 05. Mai 2005 19:39

DOW JONES INDUSTRIAL AVERAGE...  

S&P 500 INDEX  

NASDAQ COMPOSITE INDEX

 

 

New York, 05. Mai (Reuters) - Eine Abstufung von Anleihen der Autokonzerne General Motors <GM.N> und Ford <F.N> durch die Ratingagentur Standard & Poor's hat den Anlegern an der Wall Street am Donnerstag die Kauflaune verdorben und die US-Börsen deutlich ins Minus gedrückt.

 

Händlern zufolge trübten zudem Verluste des Computerkonzerns IBM <IBM.N> die Stimmung auf dem Börsenparkett. Darüber hinaus dämpften die am Freitag erwarteten US-Arbeitsmarktzahlen für April die Aktivität am Markt.

 

Der Dow Jones Index <.DJI> der Standardwerte fiel bis zum New Yorker Mittagshandel 0,46 Prozent auf rund 10.337 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 <.SPX> verlor 0,36 Prozent auf etwa 1171 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq <.IXIC> gab um 0,24 Prozent auf rund 1957 Zähler nach.

 

Die Abstufung von GM- und Ford-Schuldtiteln auf "Junk-Status" (so genannte Schrott-Anleihen) sorgte Händlern zufolge bei den Anlegern für Ernüchterung. Nach der Euphorie des Vortages durch den Einstieg des US-Investors Kirk Kerkorian bei GM und davon ausgelösten kräftigen Gewinnen, konnten zahlreiche Anleger die Autopapiere nicht schnell genug loswerden. GM-Papiere sackten um knapp 4,5 Prozent auf 31,35 Dollar ab, die Titel von Ford sogar um sechs Prozent auf 9,55 Dollar. "Der Zeitpunkt (der Abstufung) überrascht. "Die positive Grundstimmung, die der Einstieg Kerkorians gestern geschaffen hat, wird dadurch umgekehrt", sagte Peter Boockvar, Stratege bei Miller Tabak & Co. "Das könnte den Aufschwung deckeln, wenn es auch keine völlige Überraschung ist", fügte er hinzu.

 

Auch die Papiere von IBM wollten die Investoren nach einem zweiten Blick auf die am Vorabend angekündigte Umstrukturierung nicht mehr halten. Nachbörslich hatten die Titel wegen des geplanten massiven Stellenabbaus zwar noch kräftig zugelegt, doch schreckten die damit verbundenen hohen Kosten von bis zu 1,7 Milliarden Dollar im Verlauf die Investoren ab. IBM-Aktien verloren rund 1,7 Prozent auf 75,76 Dollar.

 

Gefallen fand der Markt dagegen an den Papieren der weltgrößten Kaffeehauskette Starbucks <SBUX.O> . Die höheren Umsätze im April honorierte die Börse mit einem Kursplus von gut 2,7 Prozent auf 51,99 Dollar. Auch für die Titel des Discounters Target <TGT.N> konnten sich die Investoren erwärmen, nachdem der Konzern von höheren Erlösen berichtet hatte. Der Aktienkurs zog um gut zwei Prozent auf 47,25 Dollar an.

 

fgc/chr

 

 

Related Instruments: <.DJI> <.SPX> <.IXIC>

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Geschrieben

...wenn Du jetzt raus bist, dann kann der Dax ja wieder steigen, damit andy auch in den Gewinn-Genuss kommt

Genau! :blink:

Sind ja aber noch 2h zu handlen in Amerika....

Wenn der Dow sich noch bis zum Handelsende erholt, dann siehts morgen beim DAX nicht so schlimm aus! *hoff* <_<

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Geschrieben

*drück ganz feste Daumen* :)

 

der Dax könnte sich bis morgen Mittag vom jetzigen Stand ein wenig erholen,

 

meistens ist es so, wenn USA auf Tagestief schließen, drehen die USA-Futures am nächsten Tag vor Handelsbeginn ins Plus, helfen dem Dax dann wieder hoch, aber dann .....

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Geschrieben

Eins steht fest, dass mit der Abstufung der Anleihen auf "junk-Bond-Status"auch ohne ein Guru zu sein, dieses für die Finanzwelt eine echte Nagelprobe werden könnte. Die Turbulenzen sind wohl kaum mehr aufzuhalten. Mal morgen auf den Goldpreis achten.

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Ölpreise und Fonds-Gerüchte treiben US-Börsen ins Minus

vom 10. Mai 2005 21:06

(Neu: aktuelle Kurse, 3M, Einzelheiten)

 

New York, 10. Mai (Reuters) - Erneut kräftig gestiegene Ölpreise und Gerüchte um einen in eine Schieflage geratenen US-Hedge-Fonds haben am Dienstag die Stimmung der Anleger an der Wall Street getrübt und die US-Börsen deutlich ins Minus gedrückt. Die führenden Indizes sackten durchweg um mehr als ein Prozent ab.

 

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte <.DJI> verlor bis zum New Yorker Nachmittagshandel 1,19 Prozent auf rund 10.260 Punkte. Der breiter gefasste S&P<.SPX) gab um 1,26 Prozent auf etwa 1164 Zähler nach. Die Index der Technologiebörse Nasdaq <.IXIC> fiel um 1,12 Prozent auf rund 1957 Punkte.

 

"Vieles von dem, was wir heute sehen ist durch die Ölpreise und die allgemeine Schwäche bedingt. Ein Nachlassen des Wachstums auf eine nachhaltigere Rate ist aktuell wünschenswert - aber der Markt verhält sich, als ob wir eine Rezession hätten", sagte Edgar Peters von PanAgora Asset Management. Ängste vor Versorgungsengpässen im nächsten Winterhalbjahr hatten den US-Ölpreis zeitweise wieder deutlich über die Marke von 52 Dollar je Barrel (knapp 152 Liter) getrieben. Händlern zufolge wurden dadurch die Befürchtungen der Anleger vor den wachstumsschädlichen Auswirkungen hoher Energiekosten wieder geweckt. Diese könnten die Verbraucher zu geringen Konsumausgaben veranlassen und die Gewinne der Unternehmen schmälern.

 

Händlern zufolge veranlassten zudem Gerüchte um einen in eine Schieflage geratenen Hedge-Fonds die Anleger zur Zurückhaltung. "Die Gerüchte gehen an der Wall Street um. Es sind nur Gerüchte, aber sie belasten die Aktien heute", sagte Brian Williamson von The Boston Co. Asset Management. Händlern zufolge blieb zwar unklar, um welchen Fonds es sich handeln soll, doch hätten, wie zuvor schon in Europa, vor allem Banken darunter gelitten. So sackte der Kurs der im Dow gelisteten zweitgrößten US-Bank J.P. Morgan <JPM.N> um fast 2,5 Prozent auf 35,08 Dollar ab. Auch von den Papieren des weltgrößten Finanzkonzerns Citigroup <C.N> trennten sich die Investoren, so dass die Titel knapp 1,3 Prozent auf 46,27 Prozent verloren.

 

Zudem warnte Morgan-Stanley-Chef Philip Purcell, das operative Umfeld im zweiten Quartal erweise sich als schwieriger als erwartet. Die Börse quittierte dies mit einem Abschlag auf den Kurs der Aktie von knapp 2,6 Prozent auf 49,45 Dollar.

 

Mit der Ankündigung eines voraussichtlich beträchtlichen Verlusts im Rest des Jahres sorgte die Fluggesellschaft Delta Airlines <DAL.N> für Enttäuschung und wurde dafür mit einem Minus des Aktienkurses von mehr als zehn Prozent auf 2,95 Dollar abgestraft. Die Investoren verstimmte auch der Mischkonzern 3M und erntete dafür ein Minus seines Aktienkurses von gut 1,6 Prozent auf 76,47. 3M hatte den Gewinnausblick für dieses Jahr bekräftigt und die Prognose eines schwächeren Wachstums in den Industriestaaten wiederholt.

 

fgc/chr

 

 

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11.05.2005 15:15

 

US-Handelslücke überraschend verringert

 

Entwarnung für die Finanzmärkte? In den USA ist das Handelsbilanzdefizit im März unerwartet gesunken. Doch bleibt die Lücke zwischen Ein- und Ausfuhren gewaltig.

 

Das Defizit in der Handelsbilanz sei von revidierten 60,6 Milliarden Dollar im Februar auf 55,0 Milliarden Dollar gefallen, teilte das US-Handelsministerium um 14:30 Uhr in Washington mit.

 

Das war der niedrigste Stand seit September 2004 und der kräftigste Rückgang seit Dezember 2001. Das Februar-Defizit wurde von 61,0 auf 60,6 Milliarden Dollar nach unten revidiert.

 

Daraufhin geriet der Euro schlagartig unter Druck und rutschte kurzzeitig unter die Marke von 1,28 Dollar. Die amerikanischen Indexfutures und die europäischen Aktienmärkte machten dagegen einen Satz nach oben.

 

Denn eigentlich hatten die Finanzmärkte mit einem neuen Rekorddefizit von rund 61,5 Milliarden Dollar gerechnet. Im Februar hatte das Defizit erstmals die Marke von 60 Milliarden Dollar überschritten.

 

Gefährliche Entwicklung

Im März hat sich allerdings nur die Wachstumsrate der Handels-Lücke verringert - die Summe der Defizite wächst scheinbar unaufhaltsam weiter. Volkswirte warnen schon seit geraumer Zeit vor den Gefahren dieser Entwicklung. Da die Amerikaner fortwährend mehr konsumieren als sie produzieren, steigt zwangsläufig auch ihre Verschuldung im Ausland.

 

Mit gefährlichen Folgen: Um ihr Defizit zu finanzieren, sind die USA auf ausländische Kapitalzuflüsse von rund zwei Milliarden Dollar pro Tag angewiesen. Sollte dieser Zufluss aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen ins Stocken geraten, sehen zunehmend mehr Experten schwere Zeiten voraus und zwar nicht nur für den Dollar, sondern für die gesamte Weltwirtschaft (vgl. den Beitrag "US-Doppeldefizit kann böse enden").

 

Aber:

 

http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_65590

http://boerse.ard.de/content.jsp?go=meldun...=dokument_65593

:'(

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Verfasst von Matthias Lorch am 05.04.2005 um 20:39 Uhr

Inflation oder Deflation

Kann es Deflation überhaupt noch geben in einem Währungsumfeld, das durch keinerlei Deckung zu Restriktionen gezwungen werden kann?

Kann man nicht einfach durch Inflation, also durch das Drucken neuen Geldes die Schuldenlast effektiv fallen lassen?

 

Dass die weltweiten Schuldenberge unter normalem Wachstum und Inflationsraten keinesfalls rückzahlbar sind, dürfte keine Meinungsverschiedenheit auslösen. Durch Sparversuche von Seiten des Staates ist es unter den jetzigen Umständen jedenfalls nicht zu erreichen. Es ist genau wie mit den Einsparungen der Wirtschaft, es ist unmöglich. Wenn der Staat anfängt zu sparen, entzieht er seiner Bevölkerung Kaufkraft. Daraus resultieren wiederum fallende Steuereinnahmen. In der Wirtschaft können zwar einzelne Unternehmen sparen, aber die Wirtschaft als Ganzes kann es nicht, weil sämtliche Einsparungen sofort Umsatzausfälle der anderen Wirtschaftszweige beinhalten.

 

Das Senken der Zinsen bzw. das Erhöhen der Geldmenge ist das einzige Mittel der Politik um das Wirtschaftswachstum anzuregen.

Warum hat das aber in den USA funktioniert und in Europa nicht?

Die Federall Reserve ging die Zinssenkunkung in den USA sehr aggressiv an um die Schuldeninflation am Leben zu halten, diese drohte nämlich nach dem Platzen der Aktien-Spekulationsblase in Deflation umzuschlagen. Die Verantwortlichen wissen zu genau, was eine Deflationsspirale bewirken würde, nämlich dass die Schulden nominal zwar gleich blieben, aber effektiv stiegen. Der Boom in Immobilien war deshalb so wichtig, weil er durch steigende Verschuldung und Konsum das Sparen verhinderte. Aber damit war die Abrechnung nur hinausgeschoben, denn nach einer Inflation folgt eine Deflation, wie Johann Philipp von Bethmann in seinem Buch in den 80ern schon prophezeite.

 

In der Schuldeninflation (nicht zwangsläufig Preisinflation) wurden Überkapazitäten und sinnlose Investitionen getätigt, um die das Wirtschaftssystem wieder bereinigt werden muss. Die Überkapazitäten enden dann im Preis- und Rabattkrieg und in fallenden Preisen. Da auch die Zinsen normalerweise durch Angebot und Nachfrage bestimmt werden, sind fallende Zinsen das Zeichen für fehlende Investitionen und gehen mit fallenden Preisen einher. Wenn dann der Preisverfall einsetzt, werden auch die Investitionen und Ausgaben aufgeschoben, da es Sinn macht zu warten und dies verstärkt wiederum die Spirale. Anders als z.B. wie noch vor 100 Jahren, als der Rückgang der Preise und Zinsen sofort mehr Nachfrage bedeutete, da die Menschen jede Entlastung sofort im Konsum für Lebensnotwendiges umsetzen mussten, können die meisten Menschen heute immer noch sparen, da sie mit dem Lebensnotwendigsten versorgt sind. Langsam aber sicher werden dadurch aber immer mehr Menschen vom Sparen wollen zum Sparen müssen gezwungen. Dies hat überall stagnierende oder fallende Preise und dadurch wiederum fallende Sicherheiten der Banken zur Folge. Und so verstärkt sich die Deflationsspirale. Außerhalb der angelsächsischen Länder kann man diese Tendenz teilweise bereits feststellen.

 

Dort zeigt sich ein anderes Bild: Nach dem Aktienboom kam der Immobilienboom, was an der Preistrenderwartung liegt. Ist diese positiv, dann kaufen die Menschen, um das Erworbene - seien es Aktien, Rohstoffe oder Immobilien - für höhere Preise weiter verkaufen zu können. Um eine Änderung der Preistrenderwartung in den USA nicht einmal in Betracht kommen zu lassen, diesbezüglich keinen Attentismus also keine abwartende Haltung zu verursachen, hat die FED die Geldmenge drastisch erhöht und gleichzeitig die Zinsen auf ein absolutes Notfallniveau gesenkt und unter der Inflationsrate gehalten. Und dieses hat die FED im Jahre 2001 so schnell getan, dass eben die Spirale der sinkenden Preise mit sinkenden Zinsen und dem daraus resultierenden Aufschub bzw. Rückgang des Konsums in den USA einfach übersprungen wurde.

 

Leider wurde die Schuldeninflation damit verlängert bzw. verstärkt: Es hatte keine steigenden Reallöhne zur Folge, da der Konsum immer mehr aus Übersee bedient wurde.

 

Das heißt, der wirkliche Test für die FED steht noch aus. Bislang wurde immer noch ein negativer Realzins gefahren (= Zinsen niedriger als die Inflationsrate), aber der Ausstieg bzw. wie es die FED nennt, eine neutrale Zinsrate steht noch bevor und diese hat als Taktgeber die Inflationserwartungen. Bei neutraler Zinsrate geht Stephen Roach, Chef-Ökonom von Morgan Stanley, momentan von 5,75% - also ca. der doppelten Zinsrate - aus und bei weiteren 0,25 BP Schritten würde diese im Herbst 2006 erreicht sein, und da die Zeitverzögerung miteinberechnet werden muss bis dieses wirken könnte, wäre womöglich der Inflation und auch dem ausufernden Bilanzdefizit wirklich nur mit drastischen Schritten entgegenzuwirken.

 

Die größere Geldmenge hat nämlich einen weltweiten Exportboom in Asien und in Europa angefacht, hatte allerdings auch zur Folge dass

 

 

1.) größere Nachfrage nach Rohstoffen jeder Art herrscht

2.) die größere Geldmenge die vorhandene nicht im gleichem Maß reproduzierbare Rohstoffmenge jagt.

 

 

Und zu einem Exportboom gehört immer auch irgendwo ein Importboom. Dieser wurde in den USA durch die Geldmenge und die Zinsen und den dadurch entstandenen Wohlstandseffekt mit steigender Verschuldung, Konsum aus steigender Hypothekenlast und gleichzeitig fallendem Sparaufkommen bewerkstelligt.

 

Über den Zeitraum 1995 bis 2002 haben die Vereinigten Staaten mit ca. 30% des weltweiten Bruttosozialproduktes zu 98% zum Wachstum desselben beigetragen. Im Umkehrschluss haben also die übrigen 70% der Welt nur 2% zum Wachstum beigetragen. Dieses wurde aus den Wechselkursen errechnet und zeigt damit während dem oben genannten Zeitraum die große Wachstumsdynamik sowie die starke Aufwertung des Dollars.

 

"Ein Ausgleich dieser Balance verlangt zweifellos beides: mehr Wachstum der restlichen Welt und eine Abwertung des Dollars. "

Stephen Roach, Chef-Ökonom von Morgan Stanley

 

Bislang haben wir allerdings eher weniger Wachstum im Rest der Welt, ausgenommen in China, und trotz bereits erheblich gesunkenem Dollar ein immer höheres Handelbilanzdefizit in den USA. Dieses ist von 5,4% Anfang 2004 auf ein Rekordhoch Ende 2004 von 6,3% des Bruttosozialprodukts gestiegen.

 

58 Milliarden war das Rekorddefizit im Januar, der Unterschied zwischen dem, was Amerikaner ins Ausland verkauften und was sie importierten. Geteilt durch die Zahl der Familien ergibt das 600 Dollar im Monat oder hoch gerechnet 7.200 Dollar pro Familie im Jahr. Und genau dieses ist die Stimulation des weltweiten Wachstums.

 

Die Erhöhung der Zinsen durch die FED um 175 Basispunkte wurde von der inzwischen gestiegenen Inflation (der Kernrate des Indexes der Konsumenteninflation um 74%) weitgehendst aufgehoben, dieser war nämlich Anfang 2004 bei 1,15 und im Februar 2005 bei 2,4%.

 

Nimmt man hierbei zur Kenntnis, dass dieser Index Energie und Lebensmittel außen vor lässt und dass der CPI - Index der Konsumenteninflation, der dieses mit beinhaltet, um 0,4% im Februar und damit jährlich gerechnet auf 4,8% gestiegen ist, kann man die höhere Inflation bereits erahnen.

 

Bedenkt man noch, dass Bürokraten, die diesen Index auswerten, mit allerlei Raffinessen wie z.B. hedonistischen Spielereien umgehen um die an diesen Index gebundenen Staatsausgaben, z.B. Renten, Beamten- und Soldatenlöhne niedrig zu halten und auch um damit ein höheres BSP zu erhalten, so wird klar, dass wie bei uns in Europa die Inflationsraten wesentlich höher sind als angegeben.

 

Die amerikanischen Firmen werden jedenfalls die gestiegenen Rohstoffkosten, z.B. Öl 55 Dollar per Barrel, an die Verbraucher weitergeben müssen und auch für die chinesische Industrie sind in den letzten zwei Jahren die Preise für Rohstoffe siebenmal so stark gestiegen wie der faktisch in US-Dollar nominierte Verkaufspreis.

 

Dass die Inflationsgefahren ernst genommen werden, kann man auch an den seit Januar um 60 Basispunkte gestiegenen Renditen der 10 jährigen Treasuries auf 4,62% erkennen.

 

Wie werden die Verantwortlichen in den USA, die seit dem ersten Einbruch 1987 ständig die Liquidität erhöht haben, vorgehen? Werden sie einem noch höher als in 2001 verschuldeten Konsumenten, den verschuldeten Kommunen und dem Staat mit der nötigen Härte entgegentreten, um die Inflation zu unterdrücken, und einem weit höheren Zinsniveau aussetzen? Good Luck.

 

Sollte dies geschehen, dann hätte es weitreichende Implikationen.

Wenn man sich vor Augen führt, was in der Rezession von 2001 der Rückgang der Exporte in die USA um 79 Milliarden Dollar weltweit und speziell in den asiatischen Ländern mit den Wachstumsraten anstellte, dann kann einem bewusst werden, was passiert, wenn der US-Konsument wirklich anfängt zu bremsen. Der weltweite Exporthandel schrumpfte dadurch im Jahr 2001 im Wert um 4% und das bedeutete den größten Rückgang seit 1982.

In Deutschland hatte dieses einen Einbruch der Wachstumsrate von 80% zur Folge.

 

Im Jahr 2000 - 3,0% Wachstum des BSP

Im Jahr 2001 - 0,6% Wachstum des BSP

 

Dass dieses irgendwann passieren muss und wird, ist klar und auch, dass umso länger es dauert, desto härter der Sturz sein wird, um das Gleichgewicht zu erhalten. Aber man kann sich darauf verlassen dass Politiker (und speziell die FED hat das seit 20 Jahren bewiesen), dazu neigen, wenn sie vor der Wahl stehen, den harten Weg einzuschlagen oder den einfacheren Weg nämlich den zu mehr Liquidität und damit zur Inflation, immer genau dieses tun werden.

 

Deshalb ist ein Wertrückgang des Dollars wahrscheinlicher als drastische Zinserhöhungen. Dieses hat langfristig die gleichen Auswirkungen, nämlich weniger Konsum in den USA wegen den stark steigenden Ölpreise und der anderen Rohstoffen, ein Rückgang des Exports in die USA und des daraus resultierenden Rückgangs des Handels untereinander in den vom Export getriebenen Ländern.

 

Man kann nur hoffen, dass es nicht zu bald kommt, denn nimmt man dies alles zur Kenntnis, dann sieht man die Deflationsgefahren. Das bedeutet nicht zwangsläufig den Rückgang der Preise, aber eine Implosion der Schulden, und zwar überall: in Kontinental-Asien, Deutschland, Japan und in all den anderen am Export hängenden Ökonomien. Dieses gekoppelt mit dem Phänomen des Öl-Peaks ( fallende Versorgung bei steigendem Verbrauch und somit steigende Kosten) und der generellen Verschuldung lässt nicht all zuviel Zuversicht zu. Bedenkt man dann noch, wie es mit der Binnenkonjunktur geht und dass Deutschland das Exportland Nr. 1 in Europa und Baden-Württemberg das Exportland Nr. 1 in Deutschland ist dann werden einem die Abhängigkeiten bewusst.

 

© Matthias Lorch

http://www.goldseiten.de/content/diverses/...hp?storyid=1004

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Hedgefonds kommen ins Gerede

Gerüchte über eine Schieflage bei einem spekulativen Fonds schrecken die Börsianer auf

von Daniel Eckert

 

Berlin - Jedes gute Drama braucht einen Schurken. Und so wundert es nicht, daß auch das Drama der Börse nicht ohne einen Bösewicht auskommt. Bevorzugt in diese Rolle gedrängt werden die Hedgefonds, deren Manager sich auf der Jagd nach Rendite unkonventioneller Methoden - siehe Deutsche Börse - bedienen. Doch auch jenseits der bundesrepublikanischen Heuschrecken-Debatte sind Anleger gut beraten, wie jetzt von Bundeswirtschaftsminister Clement empfohlen, ein kritisches Auge auf die internationale Hedgefonds-Branche zu werfen.

 

 

Mitte der Woche schreckten nämlich Gerüchte die Wall Street auf, ein Hedgefonds könnte sich mit den Anleihen des weltgrößten Autoherstellers General Motors (GM) böse verspekuliert haben und in Schieflage geraten sein. Die Reaktion des Marktes ließ nicht lange auf sich warten: Rund um den Globus gerieten vor allem Finanzwerte unter Druck. Zwar erhärteten sich die Gerüchte zunächst nicht, doch aufgrund der Intransparenz vieler Hedgefonds will das nicht viel heißen.

 

 

"Die heftigen und teilweise überraschenden Kursausschläge bei den GM-Aktien und -Anleihen könnten den ein oder anderen Hedgefonds in der Tat auf dem falschen Fuß erwischt haben", räumt Peter Alex, Sprecher des Bundesverbandes Alternative Investments, ein. Lars Kreckel, Stratege bei ABN Amro, hält die Gefahr einer Krise bei Hedgefonds nicht nur wegen General Motors für so groß wie lange nicht mehr. Kreckel "Die Zinsentwicklung und die Marktsituation arbeiten gegen die Hedgefonds. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis ein Manager danebengreift und der Fonds in Probleme gerät."

 

 

Pessimisten warnen bereits davor, es könne ein neues Finanzdebakel wie der Zusammenbruch des Long Term Capital Management (LTCM) im Jahr 1998 vor der Tür stehen. Der damals größte Hedgefonds war durch die Auswirkungen der Rußland-Krise ins Schlingern geraten und hatte 90 Prozent der vier Mrd. Dollar Kundengelder vernichtet. Besonders pikant war der Skandal, weil die LTCM-Investmententscheidungen von einigen der renommiertesten Finanzprofis der neunziger Jahre, darunter zwei Nobelpreisträgern, getroffen worden waren.

 

 

Trotz der LTCM-Pleite ist die Bedeutung der spekulativen Fonds in den vergangenen Jahren weiter gewachsen. Die 6000 weltweit registrierten Hedgefonds verwalten aktuell ein Vermögen von über einer Billion Dollar und stellen damit eine enorme Marktmacht dar. Diese ist sogar noch größer, als das Eigenkapital vermuten läßt, spekulieren viele Fonds doch auch mit geliehenem Kapital, um über den Hebeleffekt die Rendite zu maximieren.

 

 

Gerade bei der Performance hat es zuletzt allerdings gehapert. Abgesehen von einem guten vierten Quartal 2004 verzeichnen die großen Hedgefonds-Indizes seit einem Jahr Monat für Monat nur magere Gewinne oder gar Verluste. Aus diesem Grund hat sich Experten zufolge die Fremdkapitalaufnahme in letzter Zeit wieder ausgeweitet. "Die Geldmanager müssen mehr als sonst auf Risiko spielen, um jedes kleinste Rendite-Pünktchen herauszuquetschen", meint Willem Sels, Analyst bei Dresdner Kleinwort Wasserstein.

 

 

Brenzlig könnte es werden, wenn weitere Performance-Enttäuschungen zu Kapitalabflüssen aus den spekulativen Produkten führen. "Das jetzige Umfeld ist für die Hedgefonds denkbar ungünstig. Am besten schlagen sich die Fonds in Phasen klarer Marktrends, in Zeiten einer richtungslosen Börse tun sie sich dagegen schwer", sagt Alex. Zugespitzt wird die Lage dadurch, daß die Finanzierungskosten in den USA mit den Kapitalmarktzinsen steigen, so daß die Fonds in eine Zwickmühle zu geraten drohen.

 

"Sollte sich tatsächlich ein Fall wie LTCM wiederholen, sind die Folgen für die Märkte nur schwer abzuschätzen", sagt Joachim Paech, Stratege bei Prime Asset Management. Am meisten Sorgen macht Beobachtern die Tatsache, daß die Pleite eines Hedgefonds in der Regel eine Kettenreaktion nach sich zieht. Kommt ein Fonds in Liquiditätsengpässe, muß er seine Positionen oft Hals über Kopf unter großen Kursverlusten liquidieren und verschlimmert dadurch die Krise. Betroffen sind dann auch die Banken, die dem Fonds Kapital zur Verfügung gestellt haben.

 

 

"Wie das Beispiel LTCM zeigt, können mit den Hedgefonds verbundene Finanzinstitute in einem solchen Fall hohe Summen verlieren", so Kreckel. Aus diesem Grund rät der Stratege, Kapitalmarktbanken vorerst zu meiden. Potentielle Leidtragende einer Hedgefonds-Krise wäre US-Institute wie Goldman Sachs oder Morgan Stanley, aber auch europäische Geldhäuser wie UBS oder die Deutsche Bank.

 

 

Artikel erschienen am Do, 12. Mai 2005

http://www.welt.de/data/2005/05/12/717374.html?s=1

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20.05.2005 08:43

 

"Letzte Chance zum Ausstieg!"

boerse.ARD.de sprach mit Arnd Hildebrandt, einem ausgewiesenen Experten der Finanz- und Rohstoffmärkte, über die weitere Entwicklung an den Renten- und Aktienmärkten. Für die Dividendentitel ist er alles andere als bullish.

 

boerse.ARD.de: Die Zinsen an den Rentenmärkten fallen immer weiter, die Umlaufrendite ist so niedrig wie nie zuvor. Was bedeutet das?

 

Hildebrandt: Die Anleihemärkte sind Frühindikatoren für die wirtschaftliche Entwicklung. Sie merken, dass schwächere Wachstumsraten drohen und Inflation kein Thema ist. Hinter den niedrigen Preissteigerungsraten stehen die vielen Schulden, die bedient werden müssen. Sie wirken deflationär, wenn ihnen keine ausreichenden Unternehmensgewinne oder private Einkommen gegenüber stehen.

 

boerse.ARD.de: Aber noch haben wir doch Inflation?

 

Hildebrandt: Die derzeitigen Inflationsraten sind noch durch die Ölpreissteigerungen gekennzeichnet. Doch dieser Basiseffekt dürfte schon bald auslaufen. Auf den Immobilienmärkten in Deutschland sind deflationäre Tendenzen in weiten Teilen bereits schon sichtbar. Durch Zwangsverkäufe gibt es mehr Angebot und nur wenige Käufer. Die demographische Entwicklung dürfte auch zum Problem werden. Es gibt Druck auf die Preise.

 

boerse.ARD.de: Die Rentenmärkte nehmen das nun also vorweg?

 

Hildebrandt: Die Märkte spüren etwas - und das eigentlich bereits seit 25 Jahren, in denen die Zinsen an Rentenmärkten immer weiter fallen.

 

boerse.ARD.de: Wie beurteilen Sie die weitere Leitzinsentwicklung?

 

Hildebrandt: Das Gerede der EZB vor Inflation führt in die Irre, in Europa rechne ich nicht mit höheren Leitzinsen. Selbst die amerikanische Notenbank wird es vermutlich nicht mehr wagen, die Zinszügel zu straffen. Es ist zwar nicht völlig ausgeschlossen, dass sie noch einmal erhöhen wird, um die Blasen an den Finanzmärkten ein bisschen mehr anzustechen. Doch als Fed-Chef Alan Greenspan Anfang des Jahres von einem Rätsel in Bezug auf die Rentenmarktentwicklung sprach, hat er die Öffentlichkeit auf den Arm genommen. Er ist sich sehr wohl der Deflationsgefahr bewusst.

 

boerse.ARD.de: Wie sollten sich Anleger jetzt verhalten?

 

Hildebrandt: Die nächsten zwei bis drei Monate bieten die letzte Chance zum Ausstieg an den Aktienmärkten. Die Anleger dürften sich auch weiterhin in Rentenpapiere hoher Qualität wie Bundesanleihen flüchten. Es drohen japanische Verhältnisse mit viel niedrigeren Zinsen. Dort rentierten zehnjährige Staatsanleihe zeitweise nur noch mit 0,8 Prozent.

 

http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_103428

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Signale vom Anleihenmarkt

 

 

Die Lage an den Aktienmärkten scheint kritischer zu werden. Erste Zeichen deuten auf eine drohende Rezession. Vorsichtige Anleger steigen deshalb bei einem anhaltend schwachen Aktienmarkt aus. Bis dahin scheint allerdings noch etwas Zeit zu bleiben.

 

 

Warnsignale an der Börse: Die Renditekurven an den großen Anleihemärkten in Europa und USA werden immer flacher, zugleich steigen in Amerika die kurzfristigen Zinsen und die Zinsdifferenz zwischen Dreimonatsgeld und zehnjährigen Anleihen liegt nur knapp über einem Prozent. In Deutschland erreicht der Bundfuture fast täglich neue Höchststände. Auch ohne Erhöhung der kurzfristigen Zinsen wie in USA wird die Renditekurve bei uns damit auch flacher. Das bedeutet hier wie dort Gefahr.

 

Die langfristigen Zinsen fallen zumeist, wenn die Investoren wenig Inflation und schwaches Wirtschaftswachstum vorher sehen. Und noch ein Schreck dazu: Im vergangenen Konjunkturzyklus war die Renditekurve im Sommer 2000 derart flach wie heute. Und das war die Warnung an die Aktienmärkte zum Ausstieg - jeder weiß, was danach folgte: Der große Kurseinbruch nach der Jahrtausendwende.

 

Steht uns vielleicht schon wieder eine Rezession ins Haus? Eine weitere Zahl könnte dafür sprechen: Üblicherweise dauert ein Konjunkturzyklus in Amerika etwa vier Jahre. Leider läuft der aktuelle Zyklus bereits dreieinhalb Jahre.

 

Zumindest ein wichtiger Börsenkenner scheint keine Angst vor einer baldigen neuen Rezession zu haben. Amerikas Chefnotenbanker Alan Greenspan bewertet Amerikas Konjunktur als kräftig genug, um die Arbeitskosten steigen und ein gewisses Maß an Inflation erzeugen zu lassen - sofern die Währungshüter ihre Leitzinsen nicht weiter anheben. Alan Greenspans Notenbanker scheinen das Risiko eingehen zu wollen.

 

Was bedeutet diese Situation nun für Deutschlands Anleger? Investoren werden hoffen, dass Greenspan Recht behält und die wirtschaftliche Expansion diesmal länger als in der Vergangenheit anhält. Dafür spricht, dass die Erholung nach den Flugzeugangriffen auf das World Trade Center in New York vor knapp vier Jahren, den folgenden Bilanzskandalen in Amerika und dem Krieg gegen den Irak nur sehr langsam und zunächst unbemerkt ab Ende 2002 richtig in Gang kam.

 

Vorausschauende Anleger werden sich deshalb auf die Seite von Alan Greenspan schlagen und zunächst investiert bleiben, aber sehr genau auf die Signale der Märkte schauen. Anhaltende Schwäche des Aktienmarktes würde wie im Jahr 2000 den Ausstiegszeitpunkt andeuten. Wahrscheinlich haben wir bis dahin noch zwölf Monate Zeit. Aber nur wahrscheinlich.

 

 

Quelle und mehr zum Thema

 

z.B.

· Konjunktur: DIW halbiert Wachstumsprognose (10.06.2005)

· Fed: Greenspan rätselt über niedrige Zinsen (07.06.2005)

· Konjunktur: Überraschende Belebung (07.06.2005)

http://www.manager-magazin.de/geld/artikel...,360171,00.html

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auf der Suche nach....finde ich:

 

Big-Mac-Index

 

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Big-Mac-Index ist ein von der britischen Zeitung The Economist seit 1986 berechneter Preis- und Kaufkraftvergleich, der auf der Universalität des Big Macs der US-amerikanischen Firma McDonald's basiert. Die Big-Mac-Preise unterscheiden sich von Land zu Land erheblich.

 

Der Economist wählte den Big Mac als Vergleichsprodukt vor allem aus zwei Gründen aus: Erstens handelt es sich dabei um ein fast weltweit vertriebenes, äußerst standardisiertes Produkt. Dadurch können die Big-Mac-Preise unterschiedlicher Länder problemlos verglichen werden.

 

Zweitens ist der Big Mac aber trotzdem international nicht handelbar (er wird also nicht von einem Land in ein anderes verkauft). Dies verhindert, dass sich seine Preise nach der Theorie der Kaufkraftparität international angleichen. Stattdessen sind an der Produktion und dem Verkauf eines Big Mac viele Bereiche der inländischen Wirtschaft beteiligt, die gleichsam einen repräsentativen Querschnitt durch die Produktionskosten in einem Land darstellen wie: Landwirtschaft, Transportwirtschaft, Verpackungsindustrie, Energiewirtschaft, Gebäudewirtschaft (Mietpreise), Elektroindustrie, Druckindustrie, Abfallwirtschaft und Handwerk. Nicht zuletzt fließen auch die Lohnkosten mit ein.

 

Somit ist der Big-Mac-Index eine der einfachsten Methoden, die jeweilige Inlandskaufkraft von Währungen miteinander zu vergleichen. Da er aber einerseits nicht alle wirtschaftlichen Bereiche abdeckt und Big-Mac-Preise andererseits auch über andere Faktoren als den direkten Kosten (z. B. Wettbewerbsintensität unter Schnellrestaurants, Wohlstandsniveau eines Landes - Pricing to Market) beeinflusst werden, können kaum allgemeingültige Rückschlüsse aus dem Index gezogen werden.

 

Siehe auch: Preisindex, Kaufkraft (Konsum)

http://de.wikipedia.org/wiki/Big-Mac-Index

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BicMac-Index :lol:

Was es nicht alles gibt auf dieser Welt :D

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@Skorpion

ja, ich will doch nicht alleine schlau sterben, wen ich etwas Neues erfahre, lasse ich euch teilhaben :)

 

auch eine Meinung

 

Dominanter Gigant - mit Diamant

von Ralf Flierl, Smart Investor Magazin, 21. Juni 2005 17:50, 460 Zugriffe

 

 

Im Prinzip haben wir zu den Aktienmärkten in den letzten Wochen hier alles niedergeschrieben, was wir für wichtig halten: Die Indices wurden aus ihrer einjährigen Seitwärtsphase herausgeschleudert...

 

...und werden nun ihren Weg nach oben machen ohne Rücksicht auf die vielen Bären, die ungläubig am Seitenrand stehen. Mit einer wirklich nennenswerten Korrektur rechnen wir nicht vor September. Alles weitere zu diesem Thema finden Sie im Heft 7/2005, welches am kommenden Samstag erscheint.

 

Euro-pa

Der Euro hat seinen dreijährigen Aufwärtstrend schon seit Wochen gebrochen. Die Querelen um Europa, die Verfassung und jüngstens der Streit zwischen Blair und Juncker sorgen natürlich nicht dafür, daß sich für den Euro nachhaltig etwas zum Besseren wendet. Auch hier haben wir eine ganz klare Meinung: Die Unstimmigkeiten zwischen den einzelnen Ländern der europäische Union werden weiter anhalten. Die Positionen der Kontrahenten werden mal mehr, mal weniger vehement vertreten werden, aber zu wirklich wichtigen und zielführenden Einigungen wird es unseres Erachtens nicht mehr kommen. Die europäische Idee, so wie sie bisher verfolgt wurde, ist damit zum Scheitern verurteilt. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis das erste Land (entweder I oder F, vielleicht sogar D) aus dem Währungsverbund ausscheiden wird. Mag sein, daß wir mit dieser Meinung einem überzeugten Europäer auf die Füße treten. Aber so, wie man Europa seit mehreren Jahren vorantreibt (Euro-Einführung, Osterweiterung usw.) muß dieses Projekt einfach scheitern. Das ist in etwa so, wie wenn man sich auf eine lange Autoreise begibt, aber nur ein paar Liter Sprit tankt. Irgendwann wird der Wagen zu stottern anfangen und schließlich stehen bleiben. Der europäische Motor stottert gerade, und wir werden es noch alle erleben, wie er den Geist aufgeben wird.

 

Wald vor lauter Bäumen

Wir hören unsere Kritiker schon murren, ob wir denn noch alle Tassen im Schrank haben angesichts dieser Destruktivität. Seien Sie versichert: wir haben! Wir hatten schon viele vor ihrem Beginn für unmöglich gehaltene Entwicklungen vorhergesehen. Und das natürlich nicht, weil wir uns mit mainstreamigen Gedanken auseinandergesetzt haben, sondern weil wir bei solch hochkomplexen Problematiken einfach einen großen Schritt heraus aus dem Wald mit den vielen Bäumen machen und das Ganze von außen betrachten. Nur so ist es möglich, wirklich hinter die Kulissen zu schauen und die tatsächlichen Prinzipien und Ursache-Wirkungs-Beziehungen vorurteilsfrei und unbefangen zu bewerten. Und wenn man das tut, dann wird einem sofort klar, daß es sich momentan nicht um eine kleine Krise handelt, sondern daß ein pro-europäischer Kopf auf einem anti-europäischen Rumpf sich einfach nicht lange halten kann. Die Menschen in den Völkern (Rumpf) des alten Europas haben Angst um ihre Arbeitsplätze, Angst um Ihre Selbstbestimmung und Angst vor Überfremdung. Wenn man das verstanden hat was die Politiker (Kopf) immer noch nicht haben , müssen einen die Ergebnisse der Referenden in NL und F nicht mehr verwundern und die laut einer inoffiziellen Umfrage ermittelten 96 % Gegner in Deutschland auch nicht.

 

Euro, oh je!

Mit Börse hat das Ganze insofern zu tun, als man den Euro langfristig getrost auf dem absteigenden Ast sehen kann. Nicht, daß der Dollar eine solch tolle Währung wäre. Aber der Euro ist eben die miserablere von zwei kaputten Währungen, schon allein deshalb, weil Amerika eine klare Führungsstruktur hat (die im Notfall auch manipulieren und tricksen kann) und Europa nicht. Im Chart ist der angedeutete Trendbruch des Euro gegen den Dollar sehr offensichtlich. Ebenso ist erkennbar, daß sich das momentane Niveau innerhalb eines ausgeprägten Unterstützungsbandes befindet, von wo aus der Euro vermutlich bald zu einer ausgeprägten Gegenbewegung nach oben ansetzen wird. Auch werden sich die politischen Wogen wieder glätten, was aber nichts daran ändern wird, daß der Euro im langfristigen Kontext eine schwache Währung bleiben wird. Und das bedeutet, daß amerikanische Aktien aus europäischer Sicht gar nicht so verkehrt sein müssen. Insbesondere wenn es sich um Technologieaktien mit dominanter Marktstellung handelt. Zu denken sei hier an Microsoft (welche sich in unserem Musterdepot befindet), Cisco, Amazon, Intel usw.

 

Die dominanten Giganten

Wir geben unumwunden zu, daß wir bzgl.Technologieaktien schon einmal deutlich skeptischer waren. Allerdings ist durch Gespräche und Analysen in den letzten Wochen diese Skepsis einer Zuversicht gewichen, die sich nicht aus einem dramatisch anziehenden Wirtschaftswachstum, weder dies- noch jenseits des Atlantiks speist, sondern aus einem ganz anderen Grund, nämlich Marktbeherrschung! Firmen wie Microsoft oder Intel haben inzwischen in ihren jeweiligen Branchen einen Marktbeherrschungsgrad erreicht, der ihnen erlaubt, nahezu nach Belieben die Preise festzulegen. Nicht umsonst verdienen sich diese Gesellschaften dumm und dämlich und satteln jedes Jahr einen neuen Rekordgewinn auf die ohnehin satten Cashpolster drauf. Genau das ist der Grund, weshalb wir uns gerade von diesen dominanten Giganten in den kommenden Monaten und Jahren noch enorme Kurssteigerungen erwarten. Lesen Sie hierzu auch das hochinteressante Interview mit Fondsmanager Peter Dreide im Smart Investor 6/2005.

 

Musterdepot

Aufgrund der beiden Faktoren Marktdominanz und Euro-Schwäche bzw. Dollar-Stärke wollen wir unsere Liquidität im Musterdepot verstärkt für den Kauf von großen Nasdaq-Titeln verwenden. Einer dieser dominanten Giganten ist der Software-Hersteller Adobe Systems (bekannt für sein Programm Acrobat Reader). Mehr zu diesem Unternehmen finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Smart Investor auf Seite 12 bis 14. Die Aktie überzeugt uns charttechnisch, weil sich hier (im Dollar-Chart) vermutlich ein Diamant ausbildet. Darunter versteht man eine eher selten anzutreffende Formation, die den Eindruck einer quergelegten Raute macht und in der Regel als trendbestätigend gilt. Wir ordern per morgigem Schlußkurs 200 Stück von Adobe Systems (WKN 871981) in Frankfurt (akt. Kurs: 25,70 Euro).

 

Unser Verkauflimit bei Arques (WKN 515600) ist heute aufgegangen. Damit wurden 60 unserer 200 Stück zu einem Kurs von 86 Euro verkauft. Momentan notiert die Aktie bei 89 Euro. Der Verkauf hat nichts mit einer fundamentalen Überlegung bzgl. der Aktie zu tun, sondern dient rein der Wahrung der gesunden Anteilsverhältnisse innerhalb des Depots. Durch den starken Kursanstieg dieser Aktie (mehr als 400 %) ist deren Depotanteil zuletzt auf über 10 % gestiegen. Unser Bestreben ist es jedoch, möglichst unter dieser Marke zu bleiben. Erfreulicher Nebeneffekt: Wir haben wieder etwas Liquidität, um neue interessante Aktien ins Depot aufzunehmen.

 

Fazit

Die Edelmetalle wären heute sicher ein paar Worte wert gewesen. Allerdings finden Sie im kommenden Heft jede Menge Abhandlungen dazu, weshalb wir uns heute dieser Thematik enthalten haben, hier nur so viel: Es ist gut möglich, daß wir unsere verhaltene bis negative Meinung gegenüber den Edelmetallen in den kommenden Wochen aufgeben werden. Noch ist die letztendliche Entscheidung dazu jedoch nicht gefallen.

 

Ralf Flierl

Smart Investor Magazin

 

Ein kostenloses zweimonatiges Kennenlern-Abo des Magazins Smart Investor kann unter www.smartinvestor.de/abo angefordert werden. Das aktuelle Inhaltsverzeichnis findet sich unter http://www.smartinvestor.de/news/inhalt/index.hbs

 

Die Charts wurden erstellt mit TradeSignal von www.tradesignal.de und Tai-Pan von Lenz+Partner. Diese Rubrik erscheint jeden Dienstag nachmittag.

 

den Artikel mit Chartdarstellungen gibt es hier :

http://www.tradesignal.com/content.asp?p=a...yse.asp&id=8456

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Wen es interessiert... Es wird sicher noch einen ausführlicheren Text von Barron´s geben, doch hier mal ein Auszug aus dem Schweizer Tagesanzeiger.

 

 

Anlegen

24.06.2005

«Nach den Sommerferien Aktien verkaufen»

 

Zweimal im Jahr treffen sich die besten Geldmanager in New York und präsentieren ihre Anlagetipps. Mit dabei sind auch zwei Schweizer.

 

Von Marco Zanchi

 

Zweimal im Jahr lädt die Börsenzeitung «Barrons» ausgewählte Investmentprofis zu ihrem Roundtable nach Manhattan ein. Der Zehnstundenmarathon hat Tradition. Wallstreet hört zu, wenn die «Gurus» ihre Tipps abgeben: «Barrons» bringt die Gesprächsprotokolle jeweils als Titelgeschichte. Unter den Geladenen finden sich Namen wie Art Samberg, Chef von Pequot Capital, einem Hedge Fund. Oder Bill Gross, der viel beachtete Zinsstratege. Mit dabei ist auch Abby Cohen, Chefstrategin von Goldman Sachs. Mit von der Partie sind als einzige Ausländer auch zwei Schweizer.

 

Börsianer sind zu optimistisch

Der Asienschweizer Marc Faber gilt auf Grund seiner Medien-Omnipräsenz einem breiten Publikum als der «Börsenguru» überhaupt. Felix Zulauf (Spitzname: der Gnom) verkörpert das Gegenteil. Er scheut die Medien. Seine Erscheinung bedient das Klischee des Schweizer Bankers unauffällig, korrekt, langweilig, durchschnittlich. Doch Mittelmass ist er nicht. Sein Fokus ist global. Er analysiert die Weltwirtschaft aus der Vogelperspektive. Meist geht er gegen den Trend. Mit Erfolg: Sein Flaggschiff-Fonds Zulauf Europe hat in knapp sieben Jahren 149 Prozent zugelegt. Beim Januar-Roundtable gab er dreizehn Tipps ab, die vom Kauf von Sojabohnen bis zu Technologieaktien reichten. Elfmal resultierten Gewinne.

 

Wie schätzt er die Aussichten für die Aktienmärkte ein? Die Börsianer seien viel zu optimistisch, sagt er. Im Sommer werden die Kurse zwar noch steigen; marginal in den USA und stärker in Europa, das von einem schwächeren Euro profitiere. Ab Herbst würden die Risiken an den Börsen aber zunehmen, aus drei Gründen.

 

Erstens wegen weiter steigender Ölpreise. Zweitens erwartet Zulauf, dass die Firmen weltweit ihre angehäuften Lagerbestände abbauen werden. Der Aufbauzyklus nähere sich dem Ende und wird in einen Abbau münden. Dies bremst das Wirtschaftswachstum. Zulauf sieht eine «schwache» Weltkonjunktur ab Ende dieses Jahres und 2006. Sorgen bereitet ihm vor allem eine stark rückläufige Ausdehnung der Liquidität. Dies sei ein schlechtes Omen für die Börsen: Im Herbst würden die Kurse einbrechen. Treffen werde es vor allem Finanzaktien. Anlegern rät er: «Verkaufen Sie nach den Sommerferien, spätestens im September, Ihre Aktien, oder gehen Sie short.» Einstiegschancen würden sich Mitte 2006 wieder bieten.

 

Dann werde die Geld- und Fiskalpolitik als Reaktion auf die Konjunkturschwäche wieder expansiver. Dies beflügle die Börsen. Aktien und vor allem Rohstoffe würden in den Jahren 2007 und 2008 zulegen, prognostiziert der Zuger. Überhaupt seien Rohstoffaktien die Langfrist-Gewinner: Anleger sollten die Kurskorrektur in diesem Sommer für Käufe nutzen.

 

Über die nächsten sechs Monate betrachtet seien unter Standardanlagen einzig lang laufende Staatsanleihen attraktiv. Die Kurse würden weiter steigen; die Zinsen spiegelbildlich dazu fallen. Zulauf hält an seiner Empfehlung vom Januar fest, in Agrargüter wie Soja, Weizen und Mais zu investieren: «Die Preise werden in der zweiten Jahreshälfte steigen.» Wird der Dollar seine Talfahrt fortsetzen? Er sieht weitere Verluste auf 1.15 Dollar je Euro bis im Herbst voraus. Der Geldmanager gehörte Anfang Jahr zu den wenigen, die eine Dollarabwertung vorhersahen. Er sollte Recht bekommen. Wie Marc Faber, der Anfang Jahr sagte: «Der einzige unterbewertete Vermögenswert ist der Dollar.»

 

Kaufen Sie Gold und Silber!

Faber wird seinem Ruf als Pessimist auch diesmal gerecht. Er sieht voraus, dass die Kurse am US-Aktienmarkt in vier oder fünf Jahren auf demselben Niveau sind wie heute. Im Vergleich zum Januar hätte sich an seiner pessimistischen Sicht wenig geändert. Ausser dass die Ungleichgewichte in den USA noch grösser geworden seien. Finanzanlagen seien nach wie vor überteuert.

 

Faber rät, Gold und Silber zu kaufen, und hält an seiner Empfehlung fest, US-Bauaktien leer zu verkaufen. Bisher lag er damit daneben: Je nach Aktie resultieren seit Januar Verluste bis zu 50 Prozent. Überhaupt lag er schlecht, wenn man unterstellt, dass ein Trader wie Faber seine Positionen nicht umgeschichtet hat.

 

© Tamedia AG

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doch interessiert natürlich, danke Hubert :thumbsup:

 

ein Österreicher, Johann A. Saiger, vertritt die Auffassung: "Es gibt keine Alternative zur Flucht ins Gold!"

 

Don`t fight the FED"

 

Der Spruch ist zwar allgemein bekannt, doch kaum jemand macht sich ernsthaft Gedanken darüber, warum man nicht gegen die Notenbanken "ankämpfen" soll. Deshalb wird auch kaum bedacht mit welch folgenschweren Konsequenzen meist zu rechnen ist, wenn man mit seiner Anlage- oder Spekulationsstrategie gegen die Interessen der Notenbanken agiert.

 

Dies betrifft nicht nur breite Anlegerkreise, sondern gilt auch für viele "Professionals" in der Branche. Zu den wohl wichtigsten Aufgaben der Notenbanken zählt, die Funktionsfähigkeit der Kapitalmärkte aufrecht zu erhalten und mögliche Zusammenbrüche an den Märkten rechtzeitig abzuwenden.

 

In den letzten Jahrzehnten wurden weltweit Schulden in Dimensionen angehäuft, welche in der gesamten Menschheitsgeschichte wohl einmalig sind. Staaten, Länder und Gemeinden haben Jahr um Jahr exorbitant hohe Defizite gebaut und auf die Köpfe der Bürger und die der kommenden Generationen atemberaubende Schuldenberge aufgetürmt. Gleichzeitig haben sich auch weite Βεvölkerungskreise und Unternehmen in einem vergleichbaren Ausmaß verschuldet.

 

Es steht absolut außer Zweifel, dass diese Schulden wohl niemals mehr regulär rückzahlbar sind. Wenn es schon nicht möglich war in den Jahrzehnten der Hochkonjunktur ausgeglichene Budgets zu erzielen, wie sollte es nunmehr möglich sein?

 

Ein Zusammenbruch der Anleihenmärkte und (oder) letztlich auch der Währungen mit einer weltweiten "echten Weltwährungsreform" wird absehbar. Doch bis dahin gilt: Das "Riesen-Schulden-Karussel" muss noch "aufrecht erhalten" werden. Es darf nicht vorzeitig einbrechen.

 

(Ich gehe davon aus, dass frühestens 2008 und spätestens 2012 mit dieser Weltwährungsreform zu rechnen sein wird. Bis dahin stehen uns aber noch "schlimme Jahre" bevor. Die erste Währungsreform im 20. Jahrhundert erfolgte nach dem 1. Weltkrieg, die zweite Währungsreform sodann nach dem 2. Weltkrieg).

 

 

Anleihen

 

Als Kapitalanleger sollte man beachten, dass die Notenbanken gewisse Anlagen der Privatanleger befürworten und wohlwollend sehen. Andererseits hat man bei bestimmten Anlagen und Spekulationen die Notenbanken absolut zum Gegner.

 

Kapitalanleger, welche mithelfen das Schulden-Karussell aufrecht zu erhalten, sind zweifellos gern gesehen. Sie dürfen nicht "vorzeitig vergrault werden". Als Anleihenbesitzer braucht man sich vor Interventionen der Notenbanken gegen diese Anlagen nicht zu fürchten. Dafür sollte man aber bedenken, dass das Bonitätsrisiko permanent ansteigt (wer hätte vor wenigen Jahren damit gerechnet, dass Konzerne wie etwa Karstadt/Quelle oder Opel usw. jemals in Schwierigkeiten geraten könnten?).

 

Doch nicht nur das Bonitätsrisiko, sondern auch das Währungsrisiko steigt beständig. Da in diesem Inflationsjahrzehnt - gleich wie in den 70er Jahren - die Zinsen kräftig anziehen werden, sind auch mittelfristige Kursverluste absolut sicher. Letztlich wird aber noch bei all diesen Geldwertanlagen das Totalverlustrisiko unvermeidbar. Spätestens bei der Hyperinflation bzw. Welt-Währungsreform wird es zu tragen kommen.

 

Wer jetzt noch mittel- oder längerfristig auf ANLEIHEN oder GELDWERTANLAGEN vertraut, legt ein unverantwortliches Maß an Naivität an den Tag.

 

 

Aktien

 

Veranlagungen in Aktien seitens der Privatanleger werden von den Notenbanken - grundsätzlich - befürwortet. Doch die Aktienmärkte und Anleihenmärkte stehen auch in einem Konkurrenzverhältnis. Wann immer an den Aktienbörsen über eine längere Zeitspanne hinweg kräftige Kursanstiege verzeichnet werden, geht den Bondmärkten die Luft aus. Wenn nämlich an den Aktienbörsen der Eindruck entsteht, dass ziemlich sicher Gewinne in Dimensionen von 15% bis 50% p.a. erzielt werden können, nimmt die Zahl jener Anleger ab, die sich mit Anleihenrenditen im unteren, einstelligen Prozentbereich begnügen.

 

Es wird beispielsweise kaum die Tatsache beachtet, dass bei einem Aktien-Crash (wenn dieser mit einem Kollaps der Rohstoffpreise einhergeht) abrupte panik- und fluchtartige Umschichtungen in Milliardenhöhe in die Anleihenmärkte erfolgen. Ein Aktiencrash wird daher oft zum Rettungsanker für die Anleihenmärkte. Ob daraus Rückschlüsse zu ziehen sind, ist nicht Gegenstand dieses Artikels.

 

Die privaten Baisse- und Crash- Spekulanten am Aktienmarkt müssen mit einer Gegnerschaft "Notenbanken" rechnen. Es liegt absolut nicht im Interesse der Notenbanken, dass Privatanleger vom Niedergang der Aktienmärkte profitieren. Sollte dieses Beispiel Schule machen, dann nimmt die Gefahr erheblich zu, dass die Märkte von den Privatanlegern "zugrunde spekuliert werden". Baisse- und Crash- Spekulanten müssen daher damit rechnen, dass die Notenbanken absolut ihre direkten Gegner sind. Unfair daran ist, dass die Privatanleger sich meist dieser Gegnerschaft nicht bewusst sind und natürlich auch nicht gewarnt werden.

 

Wie zufällig kommt es daher immer wieder zu Entspannungen an den Märkten, welche in Wirklichkeit aber auf handfeste Interventionen der Notenbanken zurückzuführen sind. Es ist daher kein Zufall, dass es kaum "private Baisse-Spekulanten" an den Aktienmärkten gab und gibt, welche von massiven Kurseinbrüchen oder Crash's profitieren konnten.

 

Derartige Spekulationen von Privatanlegern enden meist mit Extremverlusten. Und dies ist wahrlich kein Zufall. Wann immer es an den Aktienbörsen zu gewaltigen Finanzblasen mit extremen Überbewertungen gekommen ist, wurde ein Zusammenbruch absehbar. Obwohl diese gewaltigen Kurseinbrüche dann auch tatsächlich stattgefunden haben, sind kaum private Spekulanten bekannt, welche davon in großem Stil profitieren konnten. Der Grund dafür lag immer daran, dass die Baisse-Spekulanten vor dem erwarteten, großen Crash nochmals "ausgerottet" wurden. Dies ist in der Form erfolgt, dass nach den wilden Kursexzessen vorerst einmal "falscher Crash-Alarm" gegeben wurde.

 

Also vor dem Oktobercrash 1929 war im Frühjahr eine verdächtige, längere Kursschwäche feststellbar und ein unmittelbar bevorstehender Crash wurde angekündigt. Damit wurden die meisten der Realisten und Skeptiker, welche dem hysterischen Treiben an den Aktienmärkten schon lange misstraut hatten dazu verleitet, Baisse-Spekulationen zu tätigen. Urplötzlich hat sich nach einer längeren Unsicherheitsphase die Lage aber wieder aufgehellt und an Stelle eines Crash's kam es noch zu einer gewaltigen Sommerrallye an den Aktienbörsen. Der Crash stellte sich sodann erst im Oktober ein, als die meisten Baisse-Spekulanten zuvor noch "abkassiert und ausgerottet" wurden! Genau dieses Muster war auch vor dem Oktobercrash von 1987 feststellbar.

 

Und zum "Crash 2000" wäre anzumerken: Von Mitte Jänner 2000 ist der Dow Jones Index bis zum Oktober 2002 verkommen. (Andere Indizes sind allerdings in dieser Zeitspanne noch sehr viel stärker gefallen).

Im Herbst 1999 war von allen Seiten zu hören, dass erhebliche Gefahren bezüglich eines Crash's zur Jahrtausendwende bestünden. Wegen diesem angeblich bevorstehenden "Jahr 2000 (Y2K) - Crash" haben Millionen Anleger weltweit - welche dem verrückten Treiben an den Aktienbörsen schon die längste Zeit misstraut haben - noch kurzfristige Baisse-Spekulationen in einem ganz erheblichen Ausmaß getätigt.

 

(Dabei wurden meist folgende Überlegungen angestellt: Es macht doch keinen Sinn langfristige Puts zu kaufen, wenn der Crash zwischen dem 31. Dezember 1999 und dem 2. Jänner 2000 stattfinden wird).

 

Von Oktober 1999 bis Mitte Jänner 2000 wurde aber der Dow Jones noch von 9970 auf 11750 hochgezogen. Damit waren all diese kurzfristigen Put-Optionen wertlos. Nachdem die Baissiers "ausgeweidet und ausgeschaltet" waren, hat ab Mitte Jänner dann der "wahre" große, langfristige Kursverfall eingesetzt.

 

Übrigens: Die Abonnenten des Midas-Investment-Reports wurden im Jahr 1999 vor einer - etwa zur Jahrtausendwende einsetzenden - Extrembaisse gewarnt. Dabei wurde aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dieser Crash etwa 2½ Jahre bis zum Oktober 2002 anhalten wird. Eine derart konkrete Warnung und einsame Prognose war einmalig in der gesamten Branche. Unsere Abonnenten wurden durch diese konkreten Warnungen vor großen finanziellen Verlusten bewahrt. Etliche Midas-Abonnenten konnten in diesen 2½ Jahren auch erhebliche Gewinne durch den Niedergang der Märkte erzielen.

 

 

Merke

 

Die breite Masse darf niemals vom Niedergang der Märkte Profite ziehen. Das Risiko, dass diese die Börsen durch massive Baisse-Spekulationen zum totalen Einsturz bringen könnten, ist viel zu groß. Aktien-Baisse-Spekulanten müssen daher von den Notenbanken immer wieder ausgerottet werden!

 

Der "Crash 2000" stellt eigentlich nur den Auftakt einer langfristigen Extrembaisse dar. Der Teil 2 des Aktiendesasters sollte uns im Jahr 2005 bevorstehen. Ohne mich darauf verbeissen zu wollen, ein neuerlicher Absturz des DAX in den Bereich 2000 ist dabei im nächsten Jahr nicht auszuschliessen! Diese Prognose ist ebenfalls wieder sehr einsam.

 

 

Inflations-Spekulanten: Gold- & Silber-Anlagen

 

Auch Inflations-Spekulanten dürfen niemals "Überhand gewinnen". Inflationsspekulanten erwarten steigende Zinsen und verdienen an fallenden Anleihenkursen. Sie verkaufen Anleihen und Aktien und kaufen Gold. Die Goldanleger heben sich von der breiten Masse ab. Ihre Handlungsweise lässt erkennen, dass sie entweder klar erkannt haben, oder aber zumindest intuitiv ahnen, dass - wegen der totalen Überschuldung - am Ende der gegenwärtigen Entwicklung, der Niedergang des Finanz- und Währungssystems stehen muss.

 

Sie haben aus den Erfahrungen der letzten Jahrtausende gelernt, dass mit Gold letztlich noch immer alle Kriege, Revolutionen, Inflationen, Hyperinflationen und Währungsreformen ohne finanzielle Verluste überstanden wurden. Oft sogar mit erheblichem Wertzuwachs.

 

Was diese Goldanleger aber sehr oft nicht bedenken ist der Umstand, dass diese Einstellung von den Notenbanken mit größtem Argwohn verfolgt wird. Sollte dieses "ketzerische Gedankengut" von breiten Bevölkerungskreisen übernommen werden, dann würden alle Geldwertanlagen (Anleihen, Sparkonten, ) aufgelöst werden und eine Massenflucht ins Gold einsetzen.

 

Das System wäre damit vom Zusammenbruch bedroht. Genau dies gilt es zu verhindern. Aus diesem Grund müssen Goldanleger auch immer wieder bestraft werden. Dieser Artikel wurde übrigens nicht deshalb geschrieben, um Anleger von Goldanlagen abzuhalten und in die Anleihenmärkte zu treiben.

 

 

 

Ganz im Gegenteil! Er soll vielmehr aufzeigen: Es gibt keine Alternative zur Flucht ins Gold!

 

 

Dabei ist aber größte Vorsicht geboten. Auf die möglichen Interventionen seitens der Notenbanken muss man immer vorbereitet sein. Dies setzt jedoch voraus, dass man derartige Interventionen kennt bzw rechtzeitig erkennen kann.

 

 

© Johann A. Saiger

Quelle: http://www.goldseiten.de/content/kolumnen/...php?storyid=430

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und noch eine Meinung:

 

Am Geld-Unwesen wird Amerika genesen

 

Mit dem "Mythos Geld" ließen sich ganze Bibliotheken füllen. Kaum eine andere Thematik wird so inbrünstig aus allen Blickwinkeln des menschlichen Handelns und Fühlens betrachtet wie eben das Geld. Längst ist Geld als virtueller Kunstwert durch hemmungslose Vermehrung nicht mehr Sachgut oder Abbild einer realen Leistung, vielmehr sind Banknoten Geldersatz - Verbindlichkeiten einer Notenbank. Befassen wir uns mit dem zyklischen Muster des Geldwesens in der menschlichen Geschichte:

 

 

Wie sich Finanzgeschichten doch gleichen

 

Schon einmal im 17ten Jahrhundert gab es eine riesige Finanzkrise. Damals sollte der schottische Finanzakrobat Laws den maroden französischen Staatshaushalt sanieren. Dieser Spieler druckte und vermehrte für die Banque Royale Unmengen Papiergeld. Anfangs wuchs und gedieh tatsächlich die französische Wirtschaft. Laws verstand es durch geschickte Tricks die Liquidität der Bürger durch die legendär gewordene Mississippi-Company-Aktie abzuschöpfen. Dieser Wert stieg zwischen 1719 und 1720 um das 40fache. Am Pleitepunkt brach dann das Vertrauen in das inflationäre Papiergeld wie ein Kartenhaus zusammen. Am Hype-Gipfel hielt man die Bürger mit hohe Strafen davon ab, Gold zu horten, ja es wurde einfach konfisziert. Die Staatsbank selbst hielt nur 2% ihrer Vermögenswerte in Gold. Erkennen Sie gewisse Ähnlichkeiten zur heutigen Finanzsituation? Ein anderer Finanzjongleur, der die geplünderten Staatsfinanzen (Reparationszahlungen an die Alliierten) sanierte, war Hjalmar Schacht, den H***** 1933 bis 39 als Reichsbank-Präsident ernannte. Mit einem Finanzierungstrick, den so genannten Mefo-Wechseln (Metallurgische Forschungsanstalt), konnte 1936 die Aufrüstung finanziert werden.

 

 

Blicken wir hinter die Kulissen des heutigen dominierenden Dollarsystems, das mit einem aufoktroyierten Volumen von fast 80% an Währungsreserven die Weltfinanzmärkte beherrscht. Von Anbeginn (1913) war das Federal-Reserve-System der USA das Machtzentrum der US-Hochfinanz - ein privates Kartell unter der Führung der beiden Gruppen Rothschild und Rockefeller.

 

 

Wertvolle Rohstoffe für faule Dollar

 

Wie eine Pandemie breitete sich nach dem Zweiten Weltkrieg die Macht dieses Kartells über die ganze Welt zu einem riesigen legalisierten Betrugsmanöver aus: die von ihnen kontrollierten Rohstoffmärkte mußten ihre Sachwerte wie etwa das Öl in schwindsüchtige Dollar verkaufen. Mit anderen Worten: die Erzeugerländer bekommen de facto für ihre Rohstoffe immer weniger "Gegenwert". Ein erklärter Terrorist wie Saddam Hussein, der sein Öl in Euro fakturieren wollte, wurde kurzerhand entsorgt. Nicht genug damit, auch die Zentralbanken in aller Welt wurden gezwungen, den Dollar als Währungsreserve zu unterlegen. Eine der Konsequenz: der Unwert des Euro besteht zu 80% aus Dollar-Papierfetzen.

 

 

Die USA als Goldakku

 

In einem weiteren Schlag nötigte man den Nationalbanken ihre Goldvorräte gegen den maroden Dollar einzutauschen. Diese Aktion entlockte u.a. der Schweiz über 1.200 Tonnen und Österreich 30 Tonnen "belastendes" Gold. Unser vor 60 Jahren "verwahrtes" Staatsgold mit 3.433 Tonnen, fand bisher nicht den Rückweg in die Heimat. Nach wie vor lagert es zum größten Teil in New York. Strategisch gesehen, ist der Goldentzug der wichtigste Schlag gegen Nichtdollar-Währungen. Die USA akkumuliert weiter - wie vor der ersten Weltwirtschaftskrise - als Haupteigentümer das Weltgold mit 8.135 Tonnen. Selbst wenn in einigen Jahren die einzige Rettung aus dem Finanzchaos ein Goldstandard oder eine teils goldunterlegte Währung wäre, behalten die steuernden Oligarchen abermals die Oberhand. Greenspan, der Gralshüter der US-Finanzen, ist in tiefster Seele ein "Goldbug", und er selbst sah im Falle einer "Geld-Anomalie" den Goldpreis bei 6.000 US$/Unze.

 

 

Gläubiger und Schuldner im großen Monopoly

 

Warum es den USA gelingt, die ganze Rohstoffwelt zusammen zu klauben, ist mit der inflationären Vermehrung, also mit der unbegrenzten Liquidität des Dollar zu erklären. Mit der Dollarunterlegung als Devisenreserve sind die Zentralbanken in Japan, China und Europa gleichsam Helfershelfer und Sklaven der Verursacher. Sie forcierten die wundersamen Geldmengenvermehrung. Der Großschuldner USA hat es damit in der Hand, wie stark er durch Dollar-Abwertung seine Gläubiger entreichern und sich selbst entschulden will.

 

 

Geldscheine sind Hoffnungsträger - solange Vertrauen besteht

 

Trotz dieses Riesenschwindels haben die privaten Dollarbesitzer in der Welt nach wie vor ein naives Vertrauen in die Illusionsnummer "Dollarwert". Wäre das nicht der Fall, würde längst die Flucht in die Sachwerte einsetzen, die Geldumlaufgeschwindigkeit dramatisch steigen und damit die Inflation in die Gangart Galopp wechseln. Eine Währungsreform stünde unmittelbar bevor. Unter diesen Gesichtspunkten haben die wichtigsten Währungen Dollar, Yen, Yuan und Euro natürlich keine Wertaufbewahrungsfunktion. Wüßte der Bürger, dass der gedruckte Wert auf irgend einer Geldnote eine wahre Lüge ist, würde das Vertrauen in den Geldwert zusammenbrechen. Ein Geldschein ist nichts anderes als ein Hoffnungswert wie etwa ein Aktienpapier, das in vielen Fällen keinen Substanzwert darstellt.

 

 

Brandgefährliche Monopolbildungen

 

Welche Gefahr steckt hinter dem nachhaltigen Bestreben der Hochfinanz bestimmte Marktsegmente mit faulem Dollar aufzukaufen und diese zu ihren Marktmonopolen zu entwickeln? Überlegen wir, um welche Märkte es da geht. Das wären wichtige Rohstoffe wie Edelmetalle, Uran, dann die Medien, die Rüstungsindustrie, aber auch die weltweite Energieversorgung, ferner genmanipulierte Agrargüter wie Soja und Rohrzucker. Gefährlich wird das Spiel, wenn die Oligarchen bis in die Vorstandsränge deutscher Unternehmen eindringen und die Geschicke bestimmen. Ein Falke der Bush-Administration, nämlich Brzezinski, bekannte sich übrigens unverhohlen zur Begehrlichkeit, demnächst das Wasser der Erde zu monopolisieren.

 

 

Was ist das Ziel der Rothschild-Gruppe?

 

Die Geldmenge so lange ausweiten und entwerten, bis damit alle existentiellen Sachwerte der Welt aufgekauft und monopolisiert sind. Die US-Geldmenge M3 wuchs von 1980 bis 2005 von 2 auf 9,5 Bio. US$. Dabei soll die schleichende Inflation möglichst lange versteckt bleiben, damit das Vertrauen der Weltbürger nicht gestört wird. Der springende Punkt dabei: die US-Hochfinanz kann mit dem faulen Dollar in Ruhe in Sachwerte umschichten, ehe eine Weltwährungsreform losbricht. Die Rothschild-Gruppe hat bereits in vielen Marktsegmenten eine Weltmonopolstellung - z.B. bei Uran - ergaunert, sie kann mehr und mehr die Preise nach Belieben festsetzen und einen "Zins" darauf erheben, eine Art Welt-Mehrwertsteuer. Aber auch die Chinesen sichern sich ihre Öl-pfründe im Sudan, Venezuela und Kanada. Da könnte uns um die Jahrzehntwende ein Krieg um die Rohstoffe ins Haus stehen.

 

 

Greenspan hat den Euro-Dollar im Visier

 

Erstmals bei einer Notenbank-Konferenz 1999, später auch in Dubai bei der Arabischen Liga sprach Greenspan "von einer grundsätzlichen Dollarkorrektur bis 2007" und weiter von einer "Vereinigung Dollar Euro zum Euro-Dollar", einer neuen Welt-Währung. Vielleicht bekommt man dann für 100 alte Euro nur noch 10 neue Euro-Dollar. Das ist eine arglistige Methode, um die Währungsschulden der Staaten abzuwerten und damit den Bürgern ihr Altgeld "zu entsorgen". Hauptgewinner in diesem ungleichen Monopoly wäre der US-Staat; dieser könnte mit einem Schlag seine Auslandsschulden von etwa 8 Billionen Dollar drastisch reduzieren, mit dem obigen Abwertungsbeispiel von 8 auf 0,8 Bio. oder auf 800 Milliarden. Nicht nur der Weltbürger, sondern alle Zentralbanken mit Dollarreserven würden zu den Gelackmeierten zählen.

 

 

Aufgepaßt: schöne Worthülsen sind Bluffs

 

Nicht ob, sondern wann es zu einer Weltwährungsreform kommt, ist die 1-Million-Euro-Frage. Was für ein garstiges Wort! Sicherlich wird man den größten Finanzcrash aller Zeiten mit einem angenehmen Begriff belegen, z.B. mit einer "Weltwährungsharmonisierung", und er wird dann stattfinden, wenn es die Oligarchen beschließen. Sie als sensibilisierter Leser kennen mannigfaltige Beispiele aus Politik und Wirtschaft für weitere sinnentstellende Schönfärbereien. So suggerieren die Diäten eine magere Entschädigung der Abgeordneten, eine Bilanzkosmetik soll über eine krasse Fälschung hinweg täuschen. Oder: früher hieß sie Bundesschuldenverwaltung, heute nennt sie sich Bundeswertpapierverwaltung. Ein Genußschein, der Anspruch auf Unternehmeranteile, kann durch mitgetragene Verluste ungenießbar werden. Schließlich sind Bundesschatzbriefe eher "sichere" Staatsschulden, ebenso das Teufelszeug der US-Treasure Bonds (Schatzbriefe). Diese Danaergeschenke garantieren das spätere Unheil einer Null-Diät.

 

 

Neues Spiel mit gezinkten Karten

 

Der tiefere Sinn in diesem Monopoly wäre die Herrschaft über eine neue Euro-Dollar-Weltwährung: Von Anfang an würde das System durch die US-Hochfinanz mehrheitlich beherrscht, denn die infrage kommende BIZ - die Bank für internationalen Zahlungsausgleich - ist bereits von der US-Oligarchie z.T. heimlich aufgekauft worden. Der Wolf steckt also bereits im Schafspelz. So wurde auch der Falke Paul Wolfowitz, der umstrittene Vize-Chef des Pentagons, mit dem Chefposten der Weltbank beauftragt; ein ähnlicher Fall wie damals der ehemaligen US-Verteidigungsminister McNamara.

 

Im neuen Währungsspiel würde der alte Täterkreis agieren, dies nach den alten Regeln. Wieder würde ein Währungsmonopol zur eigenen Bedienung geschaffen. Verlierer wären alle Marktteilnehmer die zu vertrauensselig waren, da sie glaubten, Geld hätte mehr als eine Tauschfunktion, nämlich auch eine wertaufbewahrende Funktion. Ein neues, solides Geldsystem wäre aber nur mit einer unabhängigen Zentralbank erreichbar. Die Geldmenge dürfte nicht stärker wachsen als die Gütermenge. Eine edle Vision - allein mir fehlt der Glaube.

 

Wenn Sie langfristig Ihr Vermögen im Wert erhalten möchten, können Sie nicht in geldartigen Papierfetzen verweilen, also nicht in Bargeld, nicht in Lebensversicherungen, Langläufer-Anleihen und Renten, nicht in Industrieaktien: Sie müssen vielmehr genau das machen, was die US-Oligarchie vormacht: Gehen Sie in Sachwerte. Damit schützen Sie sich vor einem Totalverlust. Mit dieser Strategie können Sie bei einer "Neuorientierung" bestmöglich Ihre Chancen nutzen - auch zum Wohle Ihrer Familie.

 

Veröffentlicht von Hans Jörg Müllenmeister am 28.06.2005 um 8:38 Uhr, bei

http://www.goldseiten.de/content/kolumnen/...hp?storyid=1300

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ob Mr. A:Greenspan´s Nachfolger dessen Visionen umsetzt :ask:

 

 

Themenwechsel, Aktuelles aus heimatlichen Gefielden :

 

Frankfurt schafft den Spread ab

Börsen locken Investoren mit Vergünstigungen - Bei 2000-Euro-Order lassen sich bis zu 21 Euro sparen

von Karsten Seibel und Holger Zschäpitz

 

 

Frankfurt/Main - Die Mitarbeiterin der Deutschen Börse auf der Galerie des Frankfurter Parketts rührte kräftig die Werbetrommel: "Heute feiern wir eine neue Ära: den spreadlosen Handel", sagte sie den Besuchern, die gestern im Stundentakt durch das Gebäude am Börsenplatz geführt wurden. Zur Feier des Tages gab es Kuchen und Gutscheine für einen Einkauf auf dem angrenzenden Wochenmarkt.

 

 

Schon lange hat sich der führende Börsenplatz in Deutschland nicht mehr so intensiv um Privatanleger bemüht. Noch vor fünf Jahren gab es Bestrebungen, das unliebsame Parkett ganz zu schließen und sich ganz auf den gerade von institutionellen Investoren genutzten elektronischen Handel zu konzentrieren. Doch die Zeiten haben sich geändert. Frankfurt hat den von Stuttgart und München initiierten Kampf um Privatanleger angenommen: "Bei uns gibt es von jetzt an in allen 160 Werten von Dax, MDax, TecDax und SDax keinen Spread mehr", sagte Rainer Riess, verantwortlich für den Aktienhandel in Frankfurt. Das gilt für die gesamte Handelszeit zwischen 9 bis 20 Uhr. Bislang gab es stets zwei unterschiedliche Kurse, einen Kauf- und einen Verkaufskurs (Brief und Geld). Üblicherweise kaufte der Anleger zum höheren Briefkurs und verkaufte zum niedrigeren Geldkurs. Die Spanne dazwischen gehörte zum Gewinn des Kursmaklers, auch Skontroführer genannt. Seit 1. Juli gibt es für Käufer und Verkäufer in Frankfurt nur noch einen Preis in der Mitte der Spanne.

 

 

Für Privatanleger werden Aktienorders günstiger. Wieviel es ausmacht, hängt jedoch von den einzelnen Werten ab. Faustregel: Je größer die Werte, desto kleiner die Ersparnis. Beim Dax ist der Nutzen kaum fühlbar. Im Durchschnitt lagen die Preisspannen am gestrigen Handelstag 0,03 Prozent auseinander. Das heißt, bei einer 2000-Euro-Order hätte der Anleger gerade einmal im Schnitt 30 Cent gespart. Lohnender war der MDax. Hier wurde der Aktienkauf um 1,80 Euro günstiger, im TecDax um drei Euro, im SDax blieben im Schnitt 8,40 Euro mehr in der Kasse - immer die Order von 2000 Euro angenommen. Bei einzelnen Titeln im Kleinwertesegment kann es sogar noch mehr sein. So hätten Anleger bei der Aktie des Herstellers von Unterhaltungselektronik Loewe gestern nachmittag dank der neuen Regel satte 21 Euro gespart. Generell fällt auf, daß sich das Deutsche-Börse-Angebot bei Werten mit einer niedrigen Anzahl frei verfügbarer Aktien (Streubesitz) besonders lohnt.

 

 

Stuttgart hat dieses Angebot schon seit längerer Zeit. Allerdings nur für die 30 Dax-Werte - was sich wie gesehen nur in Ausnahmefällen wirklich in Euro niederschlägt. Dafür verweist Andreas Willius, Vorstand der Börse Stuttgart, auf die Garantie, daß die Preise des Stuttgarter Parketts bei allen Werten der Auswahlindizes Dax, MDax, TecDax, SDax besser sind als die der elektronischen Handelsplattform Xetra. Frankfurt biete diese Garantie nicht, Xetra diene höchstens als Orientierungspunkt für die Kursmakler. Ob Stuttgart den spreadlosen Handel über die 30 Dax-Werte hinaus anbieten will, ließ Willius offen.

 

 

München lockt mit einem Best-Price-Prinzip. Das heißt, besser oder gleich gut wie andere Märkte - und das gilt für alle dort notierten Aktien.

 

 

Noch nicht recht in den Preiskampf um den Privatanleger eingestiegen sind die Handelsplätze in Düsseldorf, Berlin und Hamburg. Berlin setzt immerhin mit einem offenen Orderbuch auf Transparenz. Der Anleger kann sich im Internet die aktuelle Angebots- und Nachfragelage genau anschauen.

 

Dem Anleger kommt der Konkurrenzkampf zwischen den Börsen gerade recht. Denn die Anlageprofis in den Banken haben für das zweite Halbjahr steigende Kurse in Aussicht gestellt. Einige Optimisten halten beim Dax die 5000 Punkte in diesem Jahr noch für möglich. Im Durchschnitt sehen die Strategen den Index bis auf 4820 Punkte steigen. Für kleinere Werte, bei denen sich die neue Börsenofferte besonders lohnt, könnte es sogar noch stärker aufwärts gehen. Diese Titel würden von einer vorgezogenen Bundestagswahl profitieren, weil viele von ihnen im Vergleich zu den weltweit aufgestellten Blue Chips des Dax einen hohen Anteil inländischen Geschäfts haben. Sie sind Nutznießer einer Stimmungswende in Deutschland. Gleichzeitig könnte eine mit einer Neuwahl verbundene stärkere Flexibilisierung am Arbeitsmarkt besonders die kleinen Werte auf der Kostenseite entlasten, wodurch die Gewinne noch kräftiger steigen als bislang erwartet. Dieses Muster zeigte sich bereits beim Regierungswechsel 1982/83.

 

 

Artikel vom 2. Juli 2005

http://www.welt.de/data/2005/07/02/740074.html

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vom Frankfurter Parkett zurück in die große, weite, ratlose Welt :-"

 

Ratlose Zentralbanken

Von Gerald Braunberger

 

 

03. Juli 2005 "Nicht nur Privatpersonen, auch Zentralbanken besitzen nur ein begrenztes Wissen darüber, wie Wirtschaft wirklich funktioniert." Das ist ein bemerkenswertes Eingeständnis des Chef-Volkswirts der Deutschen Bundesbank, Hermann Remsperger. Denn gerade die Bundesbank galt jahrzehntelang vielen Deutschen als Hort ganz besonderer ökonomischer Weisheit. Das war schon früher übertrieben, und heute ist es nicht anders.

 

 

Daß führende Vertreter von Zentralbanken Zweifel und Unwissenheit öffentlich ungern eingestehen, besitzt eine leicht verständliche Ursache: Als Hüter der Währungen müssen sie Vertrauen und Sachkunde ausstrahlen, andernfalls könnten die Bürger um den Wert ihres Geldes fürchten. "Wer würde schon in ein Taxi steigen, wenn an der Qualifikation des Fahrers Zweifel bestünden?" präsentiert ein Beteiligter eine Analogie.

 

Von einem Rätsel möchte ich nicht sprechen

 

 

Sitz der EZB in Frankfurt

Deshalb paßt es in der Branche nicht jedem, daß ausgerechnet der Zentralbanker Nummer eins in der Welt, Alan Greenspan, während einer Anhörung vor dem amerikanischen Parlament offen die Schwierigkeiten ansprach, die historisch niedrigen Renditen am Kapitalmarkt zu erklären: "Im Moment stellt das weitgehend unerwartete Verhalten der Anleihemärkte in der Welt ein Rätsel dar. Bei den Bewegungen der Anleihekurse mag es sich um eine kurzfristige Übertreibung handeln, aber es wird einige Zeit dauern, bevor wir besser verstehen, welche Kräfte hier am Wirken sind." Kollegen Greenspans griffen danach das Wort "Rätsel" mehrfach auf.

 

Für den Chef-Volkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Otmar Issing, fällt Greenspans Bemerkung zu drastisch aus: "Unser Wissen um die Welt und die Wirtschaft ist immer mit Unsicherheit behaftet, manchmal mehr, manchmal weniger. Von einem Rätsel möchte ich nicht sprechen." Auch andere europäische Zentralbanker beklagen, Greenspan habe durch die Betonung eines "Rätsels" die Öffentlichkeit erst richtig auf die Unsicherheit aufmerksam gemacht, in der sich Geldpolitik bewegt.

 

Mathematisch hochgezüchtete Modelle

 

Das kann den Zentralbanken nicht gefallen, deren Kommunikation, wie Remsperger feststellt, schwieriger geworden ist: "Die Medien sind allgegenwärtig, und die Bedeutung der Finanzmärkte hat erheblich zugenommen." Dort aber scheint man immer noch zu glauben, die Währungshüter verfügten qua Amt über höheres Wissen. "Mein Eindruck ist, daß viele Adressaten der Geldpolitik unterstellen, wir wüßten unmittelbar nach jeder Zinsentscheidung immer auch schon, wie die nächste ausfällt", hat Remsperger beobachtet. "Diese Annahme ist falsch."

 

Der Grund für die Schwierigkeiten der Zentralbanker ist einfach: Es existiert keine ökonomische Theorie, deren Anwendung in der Geldpolitik über eine längere Zeit gut funktioniert hat. Fachleute stellen den Zentralbanken zwar mathematisch hochgezüchtete Modelle zur Verfügung, deren Brauchbarkeit ist aber nur eingeschränkt.

 

Modethema Nummer eins der Zentralbanker

 

"Geldpolitische Entscheidungsträger benötigen Modelle, die Beziehungen zwischen dem Preisniveau, geldpolitischen Variablen und anderen Einflüssen wie Ölpreis- oder Wechselkursveränderungen herstellen. Diese Beziehungen sind aber von Unsicherheit geprägt. Daher sollten Zentralbanken mehrere Modelle benutzen", meint Remsperger vorsichtig. Die verwendeten Modelle kommen aber nicht immer zu identischen Schlußfolgerungen. Das gilt auch für das Modethema Nummer eins der Zentralbanker: In welchem Ausmaß die Geldpolitik Veränderungen an Finanzmärkten in ihren Entscheidungen berücksichtigen sollte, bleibt vorerst umstritten.

 

Fast alle bedeutenden Zentralbanken haben sich von simplistischen geldpolitischen Konzepten verabschiedet und schauen heute auf eine Vielzahl ökonomischer, sich gelegentlich widersprechender Indikatoren, ehe sie eine Zinsentscheidung treffen. "Daraus folgt eine Forderung nach einer vorsichtigen Geldpolitik, die auf Schnellschüsse verzichtet", schlußfolgert Remsperger.

 

Intuition spielt eine Rolle

 

So entsteht ein widersprüchlicher Befund. Einerseits studieren die Führungsmitglieder der EZB heute weitaus mehr ökonomische Analysen als ihre Vorgänger vor ein paar Jahrzehnten. Andererseits gilt aber nach wie vor die Feststellung des schweizerischen Ökonomen Jürg Niehans, wonach Geldpolitik weniger eine Wissenschaft, sondern vielmehr Kunst sei.

 

"Bei unseren Entscheidungen spielt auch Intuition eine Rolle", gesteht ein Geldpolitiker. Ein anderer widerspricht nur halb: "Das Wort Intuition gefällt mir nicht. Sagen wir lieber: durch Erfahrung gestützte Urteilskraft." Das ist freilich nichts Neues: Früher spielte die Intuition bei der geldpolitischen Entscheidungsfindung eine noch größere Rolle als heute.

 

Umfeld der Unsicherheit

 

Schwer tun sich nicht nur die Währungshüter. Auch der Rest der Fachwelt kommt nicht zu einer einheitlichen Beurteilung der Geldpolitik. So haben in jüngerer Vergangenheit mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zwei angesehene internationale Institutionen der EZB eine Senkung ihrer Leitzinsen nahegelegt. Im gleichen Sinn hat sich dieser Tage das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) geäußert. Dagegen hat die renommierte Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), die "Bank der Zentralbanken", die Notwendigkeit einer Erhöhung der Leitzinsen betont, weil die Geldmenge zu schnell wachse.

 

In diesem Umfeld der Unsicherheit und der Widersprüche trifft sich am kommenden Donnerstag der Zentralbankrat der EZB. Die Signale aus dem Eurotower waren zuletzt nicht ganz klar. Von einer Zinserhöhung, die Präsident Jean-Claude Trichet bis ins Frühjahr in den Raum gestellt hatte, ist seit einigen Wochen keine Rede mehr. Statt dessen kursieren Gerüchte, die EZB werde wegen der schlechten Wirtschaftslage in den kommenden Monaten vielleicht sogar noch einmal ihre Zinsen senken - und damit den Wünschen vieler Politiker entsprechen. Daraufhin versicherten mehrere Mitglieder des Zentralbankrats öffentlich, sie hielten das gegenwärtige Zinsniveau für angemessen.

 

EZB durchaus zu unerwarteten Handlungen fähig

 

Die Ökonomen, die von Berufs wegen die Geldpolitik eng verfolgen - sie tragen die nicht gerade wohlklingende Bezeichnung "EZB-watcher" -, sind in großer Mehrheit der Auffassung, die Zentralbank werde sich weiter passiv verhalten und ihre Leitzinsen erst zum Jahresende oder noch später verändern - und zwar eher erhöhen als senken.

 

Das klingt vernünftig, aber wahr ist auch: Die EZB ist durchaus zu schnellen und unerwarteten Handlungen in der Lage.

http://www.faz.net/s/Rub034D6E2A72C942018B...n~Scontent.html

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