Wertpapier Forum: Anfängerthread: Rohstoffe

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Anfängerthread: Rohstoffe Anfängerthread Thema bewerten: ***** 2 Stimmen

#41 Mitglied ist offline   Antonia 

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Geschrieben 19. Februar 2012 - 21:40

Jetzt stelle ich auch einmal eine richtige Anfängerfrage. Ich habe mich bisher nie um Rohstoffe gekümmert, ein ETF hat mir da gereicht.

Nun schaue ich gerade bei Marktdaten durch und treffe auf eine Seite, die ich bisher nicht wahrgenommen hatte. Dort sind Charts abgebildet zu diversen Industriemetallen.

Beispiel: aus Marktdaten



Es geht um " Lagerbestände, die in lizensierten Lagerhäusern der London Metal Exchange (LME) gelagert werden. Mittlerweile gehören zum globalen Netzwerk über 400 Lagerhäuser, verteilt in 13 Ländern.
Für Kupfer sind zusätzlich die Lagerbestände der COMEX wie auch für Kupfer und Aluminium die der Shanghai Futures Exchange dargestellt."

Wie muss ich mir die Lagerbestände konkret vorstellen? Liegt da irgendwo Kupfer in einer Halle rum???? Und wieso sind die Lagerbestände so hoch, ist das normal? Kann man daraus etwas folgern?

Dieser Beitrag wurde von Antonia bearbeitet: 19. Februar 2012 - 21:43


 Weiterführende Informationen:

#42 Mitglied ist offline   Chemstudent 

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Geschrieben 19. Februar 2012 - 22:30

Beitrag anzeigenAntonia, 19. Februar 2012 - 21:40:

Wie muss ich mir die Lagerbestände konkret vorstellen? Liegt da irgendwo Kupfer in einer Halle rum????

Ja, genau so. Genauer: Es gibt viele warehouses rund um den Erdball. Heir hast du einen überblick:
Aluminium hat bspw.d as Produktsymbol "AH", Zink "ZS" etc.
Angehängte Datei  Active_Listed_Warehouses_150212.pdf (74,83K)
Anzahl der Downloads: 3577

Die CME beitet sowas auch, bspw. für Gold:
Angehängte Datei  Gold_Stocks.xls (22K)
Anzahl der Downloads: 245

Beitrag anzeigenAntonia, 19. Februar 2012 - 21:40:

Und wieso sind die Lagerbestände so hoch, ist das normal? Kann man daraus etwas folgern?

Das ist immer so ein Ding...es gibt m.W.n. die ein oder andere Untersuchung, Lagerbeständen und Forwardkurve in Verbindung bringen. Hohe Lagerbestände führen somit zu Contango, niedrige Lagerbestände hingegen zu Backwardation. (ist kaum was auf dem Markt, zahlt der Verbraucher des Rohstoffs einen Aufpreis um die Ware zu haben. Stichwort wäre da auch die Verfügbarkeitsrendite)
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#43 Mitglied ist offline   Antonia 

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Geschrieben 20. Februar 2012 - 00:01

Beitrag anzeigenChemstudent, 19. Februar 2012 - 22:30:

Genauer: Es gibt viele warehouses rund um den Erdball.

Logisch, in den Häfen. Sollte ich eigentlich wissen.
(Wobei ich immer noch nicht weiß, wie ich mir die dort lagernden Metalle konkret vorstellen soll - Kupfer ist glaube ich in Form von Pellets, oder? Au, Pb ...?)

Zitat

Das ist immer so ein Ding...es gibt m.W.n. die ein oder andere Untersuchung, Lagerbeständen und Forwardkurve in Verbindung bringen. Hohe Lagerbestände führen somit zu Contango, niedrige Lagerbestände hingegen zu Backwardation. (ist kaum was auf dem Markt, zahlt der Verbraucher des Rohstoffs einen Aufpreis um die Ware zu haben. Stichwort wäre da auch die Verfügbarkeitsrendite)

Ich habe versucht, mich da etwas einzulesen, verstehe jetzt den Begriff Verfügbarkeitsrendite - aber dann wird mir das Ganze zu mathematisch. Ich gebe auf. Es gibt Sachen, die muss ich nicht wissen ^_^ .

#44 Mitglied ist offline   Tooni 

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Geschrieben 21. Februar 2012 - 10:41

Danke an Chemstudent für die ausführliche Antwort und für die Mühe, nach alternativen
Möglichkeiten zu suchen.

Aber ich würde gerne noch einmal kurz auf die bei mir im Hintergrund noch immer unklare
Anfängerfrage zurückzukommen:

Beitrag anzeigenChemstudent, 19. Februar 2012 - 20:21:


Beitrag anzeigenTooni, 19. Februar 2012 - 18:36:

Aber mir würde ja auch schon eine Erhöhung von 2,8$ auf 3,5$
reichen, wenn ich denn in gleichem Masse davon profitieren würde.

Profitieren kannst du dann, wenn der Kursanstieg schneller geht. ;)


Ich habe mich bisher (schon recht lange) mit Aktien, Optionsscheinen und Zertifikaten
befasst und bin es von daher gewöhnt, dass ich eine Einschätzung über eine zukünftige
Kursentwicklung - sofern sie sich denn als richtig erweist - auch in bare Münze umsetzen
kann.

Wenn ich z.B. momentan annehme, dass sich der Kurs der Commerzbank früher oder
später von momentan ca. 2 Euro auf dann ca. 3 Euro erholen wird, so kann ich die
Aktie kaufen und (bei richtiger Einschätzung) irgendwann 50% Gewinn kassieren.

Bin ich etwas vorsichtiger, so greife ich evtl. lieber zu einem Zertifikat (Bonus oder Discount),
welches bei geringerem Ertrag einen gewissen Puffer bietet. Liebe ich es etwas aggressiver,
nehme ich einen Optionschein mit den entsprechendem grösseren Risiko/Gewinn Potential.

Tritt meine Erwartung nicht so ganz ein, ist mein Gewinn eben ein bisschen geringer.
Vielleicht nur 30% (beim Aktienkauf).

Und genau das scheint mir bei Rohstoffen (oder besser im konkreten Fall bei Erdgas H/H)
gar nicht möglich zu sein ?! D.h. ich habe eine Einschätzung und obwohl sie u.U. annähernd
eintritt, mache ich evtl. einen Verlust.

Da bleibt bei mir einfach immer noch die Frage, wie ich denn eine angenommene Entwicklung,
die ich natürlich nur tendenziell erwarte und nicht mit einem exakten Kurs definieren kann,
in eine gewinnbringende Anlage umsetzen kann. Das ist mir immer noch nicht klar...

Gruß, Tooni

#45 Mitglied ist online   otto03 

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Geschrieben 21. Februar 2012 - 11:03

@Tooni

größerer Emittent von HH bezogenen Papieren ist die RBS

http://markets.rbs.d...e_Natural_Gas_1


aber keine Empfehlung von einem vor Jahren mit tierischen Rollverlusten eines "open End" Zertifikats der damaligen ABN/Amro Gepeinigtem.

Wahrscheinlich ist der einzige Weg dort Geld zu verdienen der Futurehandel.
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#46 Mitglied ist offline   Chemstudent 

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Geschrieben 21. Februar 2012 - 20:14

Beitrag anzeigenTooni, 21. Februar 2012 - 10:41:

Da bleibt bei mir einfach immer noch die Frage, wie ich denn eine angenommene Entwicklung,
die ich natürlich nur tendenziell erwarte und nicht mit einem exakten Kurs definieren kann,
in eine gewinnbringende Anlage umsetzen kann. Das ist mir immer noch nicht klar...

Wenn du den Rohstoff direkt selber halten könntest, dann könntest du das entsprechend umsetzen. Aber das geht bekanntlich eher schlecht. Also bleibt dir nur die Wahl auf entsprechende Rohstofffutures zu setzen. Hier hast du die Wahl zwischen verschiedenen "Laufzeiten". Im endeffekt musst du also eine gewisse zeitliche Erwartung haben. Dann kannst du schauen, was der Markt für diese Zeitspanne erwartet.
Wenn eine Erwartungshaltung nicht größer als die der anderen Marktteilnehmer ist, so wirst du - auch wenn du richtig liegen würdest - natürlich nichts verdienen, denn deine Erwartung war ja bereits konsens und eingepreist.

Mit normalen Produkten ist das schlichtweg ein sehr schwieriges Feld, da man mit ihnen letztlich nicht die Flexibilität der Wahl der Kontrakte hat, sondern natürlich darauf beschränkt ist, auf welchen Kontrakt sich das Produkt bezieht.
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#47 Mitglied ist offline   gurke 

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Geschrieben 12. Juni 2012 - 17:24

Hi,

kann mir bitte jemand erklären, ob und wo die Risiken bei dem Zertifikat NL0000407625 bestehen?
Kann ich auch durch andere Faktoren, als dass der Ölpreis fällt, Verluste machen und das Zertifikat einfach geschlossen werden? Auf Dauer wird der in meinen Augen sicher steigen.

Der Kurs muss doch immer 1:1 zum Ölpreis gehandelt werden oder?



vielen Dank im voraus

vg

#48 Mitglied ist online   otto03 

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Geschrieben 12. Juni 2012 - 17:38

Beitrag anzeigengurke, 12. Juni 2012 - 17:24:

Hi,

kann mir bitte jemand erklären, ob und wo die Risiken bei dem Zertifikat NL0000407625 bestehen?
Kann ich auch durch andere Faktoren, als dass der Ölpreis fällt, Verluste machen und das Zertifikat einfach geschlossen werden? Auf Dauer wird der in meinen Augen sicher steigen.

Der Kurs muss doch immer 1:1 zum Ölpreis gehandelt werden oder?



vielen Dank im voraus

vg


Das Zertifikat bildet nicht "den" Ölpreis ab, sondern den Preis des jeweils terminlich nächstliegenden Futurepreis; durch die dadurch zwingend erforderlichen Rollvorgänge können Rollverluste/-gewinne enstehen; es sind auch schon Rollverluste entstanden erkennbar an der Partizipation.
http://markets.rbs.d...IN=NL0000407625

Weiterhin können Verluste durch den Quantomechanismus entstehen; RBS berechnet dafür z.Zt. unverschämte 5,65%.

Lies bitte die entsprechenden Produktinformationen:
http://markets.rbs.d..._End_Quanto.pdf
und den Verkaufsprospekt
http://markets.rbs.d..._Prospectus.pdf

Solange Du den Mechanismus eines solchen Produktes und den Inhalt der Informationen nicht verstanden hast, solltest Du die Finger von solchen Produkten lassen

PS
Wo siehst Du bei dem Preis des Zertifikats übrigens eine 1:1 Entwicklung zum Ölpreis?

Dieser Beitrag wurde von otto03 bearbeitet: 12. Juni 2012 - 17:51

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#49 Mitglied ist offline   Chemstudent 

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Geschrieben 12. Juni 2012 - 17:52

Beitrag anzeigengurke, 12. Juni 2012 - 17:24:

Hi,

kann mir bitte jemand erklären, ob und wo die Risiken bei dem Zertifikat NL0000407625 bestehen?
Kann ich auch durch andere Faktoren, als dass der Ölpreis fällt, Verluste machen und das Zertifikat einfach geschlossen werden? Auf Dauer wird der in meinen Augen sicher steigen.

Der Kurs muss doch immer 1:1 zum Ölpreis gehandelt werden oder?



vielen Dank im voraus

vg


Hallo und Willkommen im Forum!

Aus der Fragstellung entnehme ich, dass dein Wissen über Rohstoffinvestments bisher recht rudimentär ist. Bitte ließ dir im Sticky die Grundlagen durch, dann wird dir einiges des nachfolgenden sicher verständlicher:

"Den" Ölpreis gibt es nicht. Es gibt mehrere Ölsorten, die bekanntesten sind WTI und Brent. Dieses Zertifikat bezieht sich auf die Ölsorte Brent. Wie im sticky erklärt, werden Rohstoffe über Futures gehandelt, also laufzeitlimitierte Kontrakte. Das Zertifikat bezieht sich auf den kürzesten Futurekontrakt auf Brent, aktuell ist das der Juli 2012 Future.
Es handelt sich hier also letztlich um ein Futureinvestment, d.h. es gibt sog. Rollvorgänge und damit auch Rollgewinne oder Rollverluste. Aktuell notiert Brent in Backwardation. (näheres im sticky)
"Den" Ölpreis, den man häufig auf Websiten, im Fernsehen etc. zu sehen bekommt ist zu 99% lediglich der sog. Continuous Contract oder der Spotpreis. Bei beiden werden Rollgewinne / Verluste sowie Zinserträge - anders als bei einem Futureinvestment - nicht mit berücksichtigt. Das Zertifikat bildet daher nicht "den Ölpreis" ab, sondern die Investition in den kürzesten Brent-Future. (allerdings ohne Zinseinnahmen, es ist ein Excess Return Investment, siehe Sticky)

Zudem ist das Zertifikat währungsgesichert, d.h. Wechselkursschwankungen werden ausgeblendet. Das ganze kostet allerdings Geld, aktuell 5,65% p.a.

Das Zertifikat stellt überdies eine ungesicherte Inhaberschuldverschreibung dar. Geht der Emittent insolvent, ist das Geld hinüber.

Statt einfacher Zertifikate können auch ETCs sinnvoll sein.
Ohen Wähurngssicherung bspw. DE000A0KRKM5 und mit DE000A1N3G19. Diese stellen besicherte Schuldverschreibungen dar, im Falle der Insolvenz des Emittenten selbst wird der ETC also nciht wertlos. allerdings erfolgt die Nachbildung mittels eines Swap, sodass hierbei ein Kontrahentenrisiko auftritt.

Sollte das ganze für dich wie chinesisch rückwärts klingen, so rate ich dringend von einem Kauf entsprechender Zertifikate / ETCs ab. Die Grundprinzipien des Rohstoffhandels müssen klar sein, da es eine einfache Nachbildung "des Ölpreises" nicht gibt.
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#50 Mitglied ist offline   fenster1 

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Geschrieben 23. Juni 2012 - 17:50

hallo


was muss ich beachten wenn ich mit eine index zertifiakt kaufen will das den ölpreis brent 1:1 abildet


wäre eines von diesen eine gute wahl ?

ISIN: AT0000489778
http://www.boersenne...te/at0000489778

ISIN: AT0000A0CV71
http://www.boersenne...te/at0000a0cv71



mfg
fenster

Dieser Beitrag wurde von fenster1 bearbeitet: 23. Juni 2012 - 17:51


#51 Mitglied ist offline   Chemstudent 

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Geschrieben 23. Juni 2012 - 18:19

Hallo und Willkommen im Forum!

Bei Rohstoffinvestments solltest du beachten,dass es sich hierbei um Futures handelt. Den "Ölpreis" wie du ihn in den Nachrichten etc. vorfindest 1:1 abbilden, ist mit solchen Zertifikaten (und sonstigen Investmentprodukten) nicht möglich, da sich diese auf Ölfutures beziehen. Die Kursentwicklung eines solchen Zertifikats ist daher nicht identisch mit der Preisentwicklung des Rohstoffs, sondern kann - bisweilen sehr erheblich - abweichen. Das kann soweit gehen, dass man trotz steigender Rohstoffpreise Verluste erleidet, oder trotz fallender Preise Gewinne erzielt.
Vor kurzem hatten wir eine ganz ähnliche Frage, daher möchte ich dich auf meine dort gemachte Antwort hinweisen:
http://www.wertpapie...post__p__759255
Ebenso will ich dir den Rohstoff-Sticky nahelegen, der dir einige Grundlagen erklären sollte.

Darüberhinaus hast du natürliche in entsprechendes Währungsrisiko, da diese Zertifikate nicht währungsgesichert sind.

Dieser Beitrag wurde von Chemstudent bearbeitet: 23. Juni 2012 - 18:22

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#52 Mitglied ist offline   Sthenelos 

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Geschrieben 23. Juni 2012 - 19:56

Das was Chem schreibt kann ich bestätigen, aus eigener Erfahrung. Das Instrument ist zwar "ok" weil es weniger Risiko hat als ein KO / Hebel oder Optionsschein, auch im Regelfall keine Finanzierungsgebühren, aber gleichzeitig ist es auch intransparent, weil man dem Brentkurs und dem Wert des Zertifikates nicht ohne weiteres folgen kann, aus dem Grund den Chem erklärt. Das gilt aber für den überwiegenden Teil anderer Brentinstrumente auch, mit dem Vorteil des 1:1, das es Open-End ist, wenig Risiko im Verhältnis und keine Barrier/KO Schwelle oder Finanzierungskosten hat.

Währungsabsicherung ist kein Problem, das ist bei manchen 1:1 möglich, aber natürlich nicht umsonst... :-)

Z.B. von Xmarkets (Deutsche Bank)
Brent Crude Oil Future X-pert Zertifikat Quanto
WKN: DB2BRE / ISIN: DE000DB2BRE3


was hast du denn vor? Haltedauer? mit dem 1:1 kann man auch konservativ investieren, aber vielleicht gibt es auch noch andere Möglichkeiten,
abhängig von der Strategie.


Hier noch eine Erklärung + viele Details, bitte lesen, besonders "Rollvorgang" : http://www.xmarkets....d=995&inrnr=987
Im Gegensatz zu Aktien oder Anleihen müssen Anleger bei Investments in die meisten Rohstoffe den Umweg über die Terminbörsen gehen.

Die Lagerung von Öl und Gas ist kompliziert, Agrargüter sind häufig verderblich. Aus diesem Grund beziehen sich Rohstoffzertifikate, abgesehen von Edelmetallen, stets auf Future Kontrakte. So referieren die Anlage-Produkte auf Brent Crude Oil des X-markets Teams nicht auf den aktuellen Spot-Preis in Rotterdam, sondern auf den in USD berechneten „ICE Brent Crude Oil“ Futures Kontrakt („ICE“ = Intercontinental Exchange).


Vereinfacht ausgedrückt kauft der Anleger mit dem Zertifikat also nicht Öl zum Preis für sofortige Lieferung, sondern er kauft Öl, das erst in der Zukunft geliefert und bezahlt wird.


Dieses Öl kauft er über ein Termingeschäft in Form eines Future.

Rollvorgang:

Futures sind zeitlich begrenzt. Sie sind im Prinzip ein standardisierter Vertrag, der die Lieferung einer bestimmten Menge Öl von genau festgelegter Qualität zu einem bestimmten Preis zu einem bestimmten Termin festlegt. Dabei werden die Preise für die zukünftigen Lieferungen von Marktteilnehmern bestimmt und weichen in der Regel vom Spot-Preis ab.

Um den Anlegern eine Partizipation möglichst nahe am Spot-Preis zu ermöglichen investiert die Emittentin eines Derivates auf Öl in den jeweils am kürzest laufenden Future. Also in das Termingeschäft das die Lieferung des Rohstoffes zum nächstmöglichen Termin vorsieht.

Aktuell investieren z.B. Anleger des Index Zertifikates DB2BRE in den Mai Future. Die jeweiligen Futures haben ihre Fälligkeit ca. in der Mitte des Vormonats. Der Mai Future hat bspw. die Fälligkeit 15. April 2010. Zu den einzelnen Fälligkeitsterminen s.u.

Da der Anleger jedoch kein Interesse daran hat das Öl zur Fälligkeit des Futures wirklich physisch geliefert zu bekommen verkauft die Deutsche Bank als Emittentin des Zertifikates die Futures acht Tage vor Fälligkeit und kauft dafür den nächsten Future. Also den Future dessen Fälligkeit am nächsten liegt.

So ist es möglich ein zeitlich unbegrenztes Engagement zu verwirklichen. Die Deutsche Bank verkauft also im aktuellen Fall ihre Positionen im April Future, die sie ca. einen Monat gehalten hat und kauft von den erhaltenen Mitteln Positionen im Mai Future. Diesen Vorgang nennt man „Rollen“.

Für die Anleger die im Februar durch das Zertifikat in den April Future investiert waren bedeutet dies, dass sie auf Grund der Fälligkeit des April Future am 16.03.2010 und dem Puffer von acht Geschäftstagen ab dem 04.03.2010 in den Mai Future investiert sind.

Quelle: siehe Link

Dieser Beitrag wurde von Sthenelos bearbeitet: 23. Juni 2012 - 20:02

cogito, ergo sum speculator

#53 Mitglied ist offline   Chemstudent 

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Geschrieben 23. Juni 2012 - 20:07

Beitrag anzeigenSthenelos, 23. Juni 2012 - 19:56:

Das was Chem schreibt kann ich bestätigen, aus eigener Erfahrung. Das Instrument ist zwar "ok" weil es weniger Risiko hat als ein KO / Hebel oder Optionsschein, auch im Regelfall keine Finanzierungsgebühren, aber gleichzeitig ist es auch intransparent, weil man dem Brentkurs und dem Wert des Zertifikates nicht ohne weiteres folgen kann, aus dem Grund den Chem erklärt.

Wirklich intransparent werden Rohstoffanlagen deswegen nicht, man muss sich eben nur über de Funktionsweise von Futures im klaren sein. ;)
Das ist zugegeben allerdings für Anfänger nicht gerade das leichteste.
Übrigens:
Das es keine "Finanzierungsgebühren" gibt, ist in Wirklichkeit nicht ganz richtig. Denn bei derartigen zertifikaten (wie im kürzlich verfassten Beitrag erklärt) handelt es sich i.d.R. um Excess Return (statt Total Return) Produkte. Die zu einem Futureinvestment gehörenden Zinseinahmen steckt sich also der Emittent ein. ;)

Dieser Beitrag wurde von Chemstudent bearbeitet: 23. Juni 2012 - 20:08

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#54 Mitglied ist offline   Sthenelos 

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Geschrieben 23. Juni 2012 - 21:21

Beitrag anzeigenChemstudent, 23. Juni 2012 - 20:07:

Beitrag anzeigenSthenelos, 23. Juni 2012 - 19:56:

Das was Chem schreibt kann ich bestätigen, aus eigener Erfahrung. Das Instrument ist zwar "ok" weil es weniger Risiko hat als ein KO / Hebel oder Optionsschein, auch im Regelfall keine Finanzierungsgebühren, aber gleichzeitig ist es auch intransparent, weil man dem Brentkurs und dem Wert des Zertifikates nicht ohne weiteres folgen kann, aus dem Grund den Chem erklärt.

Wirklich intransparent werden Rohstoffanlagen deswegen nicht, man muss sich eben nur über de Funktionsweise von Futures im klaren sein. ;)
Das ist zugegeben allerdings für Anfänger nicht gerade das leichteste.
Übrigens:
Das es keine "Finanzierungsgebühren" gibt, ist in Wirklichkeit nicht ganz richtig. Denn bei derartigen zertifikaten (wie im kürzlich verfassten Beitrag erklärt) handelt es sich i.d.R. um Excess Return (statt Total Return) Produkte. Die zu einem Futureinvestment gehörenden Zinseinahmen steckt sich also der Emittent ein. ;)


Ja. Soviel ich das in Erinnerung habe, könnte man zumindest mit CFDs dieses Problem umgehen und evtl. davon sogar profitieren. Aber das wird jetzt zu komplex (Carry Trades).

Siehst du persönlich einen (nennenswerten) Vor- oder Nachteil, im Vergleich von dem DB 1:1 Zerti oben (aber ohne Quanto) mit einem
CFD auf Brent, 100 % EK, gehandelt / gehalten ohne Fremdfinanzierung?
cogito, ergo sum speculator

#55 Mitglied ist offline   Chemstudent 

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Geschrieben 23. Juni 2012 - 21:59

Beitrag anzeigenSthenelos, 23. Juni 2012 - 21:21:

Ja. Soviel ich das in Erinnerung habe, könnte man zumindest mit CFDs dieses Problem umgehen und evtl. davon sogar profitieren. Aber das wird jetzt zu komplex (Carry Trades).

Dafür braucht man keine CFDs, mit denen man sich nur wieder viele andere Probleme ins Boot holt. ETFs (und bei Einzelnen Rohstoffen) ETCs, sind i.d.R. Total Return Anlagen, beinhalten also die Zinskomponente.
Die "Carry Trades" (ich nehme an, das hast du von CMC), haben damit nichts zu tun, sondern diese beziehen sich schlichtweg darauf, Rohstoffe in Contango zu verkaufen, und Rohstoffe in Backwardation zu verkaufen. Jeweils mit der Hoffnung, dass der Preis weniger stark steigt bzw. fällt.

Beitrag anzeigenSthenelos, 23. Juni 2012 - 21:21:

Siehst du persönlich einen (nennenswerten) Vor- oder Nachteil, im Vergleich von dem DB 1:1 Zerti oben (aber ohne Quanto) mit einem
CFD auf Brent, 100 % EK, gehandelt / gehalten ohne Fremdfinanzierung?

Einige CFD-Anbieter, wie bspw. marketindex und CMC, diskontieren die Futures ab, um einen fiktiven Kassakurs zu bilden. Hier muss man schauen, wie "gut" diese Methode tatsächlich ist und ob daher Contango / Backwardation akzeptabel weitergereicht werden. Gerade bei CFDs ist das aber nicht allzu einfach, da sie schwerer Vergleichbar sind.
Für eine normale Investition in einen einzelnen Rohstoff halte ich für den normalen Anleger ETCs am geeignetsten. Sie sind Total Return, vergleichbar und i.d.R. besichert.

Dieser Beitrag wurde von Chemstudent bearbeitet: 23. Juni 2012 - 22:03

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#56 Mitglied ist offline   BarrenWuffet 

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Geschrieben 11. Februar 2013 - 07:19

Wende bei Pensionsfonds: US-Firmen flüchten aus Rohstoffinvestments

Der Artikel bietet nun nicht wirklich etwas etwas Neues, trotzdem würde mich mal die Meinung der werten Forums-Mitglieder interessieren. Gut, dass etwas Druck abgelassen wird?

#57 Mitglied ist offline   Chemstudent 

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Geschrieben 11. Februar 2013 - 14:39

Beitrag anzeigenBarrenWuffet, 11. Februar 2013 - 07:19:

Wende bei Pensionsfonds: US-Firmen flüchten aus Rohstoffinvestments

Der Artikel bietet nun nicht wirklich etwas etwas Neues, trotzdem würde mich mal die Meinung der werten Forums-Mitglieder interessieren. Gut, dass etwas Druck abgelassen wird?

Meiner ersten Meinung nach sollten etwas weniger Großanleger weniger market impact und weniger frontrunning bedeuten, würde ich meinen. Auch für das Korrelationsverhalten sollte das nicht schlecht sein, sofern es sich signifikant auswirkt.
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#58 Mitglied ist offline   Antonia 

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Geschrieben 30. März 2013 - 11:13

Industriemetalle stehen ja nicht gut da. Comex Kupfer sieht charttechnisch sogar bedenklich aus.

Nun habe ich dazu etwas gestöbert und bin auf diese Seite bei Bloomberg gekommen. Copper an der London Metal Exchange. Ich habe im Internet nach NLSCA geschaut, was wird hier überhaupt angezeigt, aber ich bin nicht fündig geworden. (Mir ist der Rohstoffbereich einfach fremd. Ich verstehe schon die Vokabeln nicht.)

Kann mir jemand sagen, was dieser Chart aussagt? NLSCA

#59 Mitglied ist offline   Antonia 

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Geschrieben 30. März 2013 - 12:04

Beitrag anzeigenAntonia, 30. März 2013 - 11:13:

Kann mir jemand sagen, was dieser Chart aussagt? NLSCA

Meine Frage hat sich erledigt. Dieser Chart zeigt die gelagerten Kupfermengen in Tonnen an. Also viel Kupfer auf Lager - passt zum Preisverhalten.

#60 Mitglied ist offline   Verdix 

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Geschrieben 29. August 2013 - 20:26

danke für die Rücksicht ! :D bin auch neu und werds mir hinter die Ohren schreiben, schön dass die möglichkeit besteht seperat seinem mangelndem wissen dazu, den krieg zu erköären,leiben gruß :)

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