basti_ Freitag um 11:50 vor 16 Minuten von alex08: Das redet man sich gerne ein, v.a. in Deutschland. Es ist jedoch falsch. Hat Varoufakis bei Griechenland auch gesagt. Es mag auch stimmen, das diese Argumentation für Frankreich noch stärker zutrifft, als damals für Griechenland. Abschreckung funktioniert aber in beide Richtungen, ein Ausfall trifft Frankreich stärker als alle anderen. Bei der aktuellen politischen Lage in zB Deutschland wäre ich mir auch nicht sicher, ob man bedingungslose Hilfe, für ein Land das seinen Haushaltprobleme nicht lösen kann oder will, vermittelt bekommt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi Freitag um 12:12 vor 21 Minuten von basti_: ein Ausfall trifft Frankreich stärker als alle anderen. Es reicht, dass alle anderen voll mit drin hängen. Es ist eine EU-Sache und daher betrifft es uns leider auch Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
basti_ Freitag um 13:59 vor 1 Stunde von Puppi: Es reicht, dass alle anderen voll mit drin hängen. Es ist eine EU-Sache und daher betrifft es uns leider auch Ich habe auch nicht gesagt, dass es spurlos an allen anderen vorbeigeht ... Aber gut, dann halt ... L’Allemagne paiera Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cepha vor 18 Stunden · bearbeitet vor 17 Stunden von Cepha Am 22.10.2026 um 21:35 von basti_: Was man nicht ausser acht lassen sollte ist, dass die Amtszeit von Lagarde im Oktober 2027 endet. Idr stimmen sich Deutschland und Frankreich bzgl der Besetzung ab, in Frankreich könnte aber die extrem Rechte an die Macht kommen, was die Besetzung zusätzlich erschwert. Bei "extrem rechts" muss man bedenken, dass die AfD(!), durchaus auch mit künftiger Regierungsoption hierzulande, den meisten europäischen rechten Parteien, die hier als "extrem rechts" benannt sind, derart zu extrem war, dass man die AfD Abgeordneten von der rechten Fraktion im EU Parlament (Identität und Demokratie) ausgeschlossen hat. Wer es bereits vergessen hat: https://www.dw.com/de/europawahl-2024-afd-zu-extrem-für-die-rechte-fraktion/a-69149366 Diese Parteien, egal ob Frankreich oder Deutschland, gedeihen vorzüglich in der Opposition, indem sie dort zum einen den Untergang des Landes herbei beschwören und zum zweiten einfache Lösungen dagegen anbieten, die überhaupt nicht funktionieren können. Das ist halt der Vorteil der Opposition, man kann sich die Welt beliebig zusammen lügen. Sollten diese Parteien tatsächlich regieren, müssen auch sie sich der Realität beugen. Man konnte sich das beispielsweise seinerzeit auch in Griechenland anschauen. Geld herbei zaubern konnte noch keiner, selbst wenn man das im Wahlkampf noch so oft versprochen hat. vor 21 Stunden von Schwachzocker: Sind es denn französische Probleme, wenn in Europa die Pensionsfonds über die Wupper gehen? In Griechenland wurden die Pensionen seinerzeit deutlich gekürzt. Ist eine naheliegende Option. Am 22.10.2026 um 18:11 von stagflation: Oder wenn der Euro platzt und die anderen Staaten gezwungen werden, einen Teil der französischen Schulden zu übernehmen. Welche "anderen" Staaten sollen das denn sein? Italien und Spanien vermutlich eher nicht. vor 20 Stunden von basti_: Sind die Pensionsfonds den über die "Wupper" gegangen? Nochmal ... die durschnittliche Laufzeit für französische Anleihen ist aktuell 8+ Jahre. Die Frage wäre was der Zinssatz ist, den Frankreich nicht mehr bezahlen kann. Wenn du von 5% ausgehst, dann wäre man da in gut 8 Jahren (nicht ganz korrekt, aber grob), vorausgesetzt die Zinsen bleiben so, wenn sie weiter steigen entsprechend früher etc pp. Frankreich zahlt doch nur auf neue Schulden diese hohen Zinsen, dh die Zinslast steigt nach und nach. Japan ist bei über 200% Verschuldung und zahlt ~2.5% Zinsen auf seine Schulden Frankreich bei 120+ und zahlt aktuell ~2,2% Zinsen auf seine Schulden Griechenland hat 2010 auf ~140% Verschuldung 4-5% gezahlt Frankreich ist nicht Japan, aber auch noch weit entfernt von Griechenland. PS: Daten bitte selbst prüfen Sind sie halt ein paar Jahre entfernt von Griechenland. In 2027 muss Frankreich laut KI ca. 340 Mrd. Euro an neuen Anleihen emittieren. 5% Zins darauf wären 17 Mrd. Euro jährliche Zinslast nur für die neuen Anleihen aus 2027. Im Grunde erzwingt das mMn bereits Reformen oder wer möchte ernsthaft behaupten, dass das nachhaltig funktionieren kann? In DE werden es wohl 2027 über 550 Mrd. Euro an neuen Anleihen sein (inkl. "Sondervermögen"), bei 3,5% Zins wären das sogar noch mehr. Allerdings ist unsere gesamte Zinslast in 2027 mit 42 Milliarden Euro deutlich geringer als die Frankreich mit 74 Mrd. Euro bei gleichzeitig höherem BIP. Aber auch bei uns in DE kann das so nicht weiter gehen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
alex08 vor 12 Stunden · bearbeitet vor 12 Stunden von alex08 FT Alphaville sagt zur Situation alles, was man wissen muss. Fazit: "Andgiven how large and important the French economy to the Eurozone as a whole, and how any austerity in France might credibly retard aggregate demand in a disinflationary way, it seems likely that, if things get tougher for France, that expectations for the path of interest rates set by the ECB — the biggest part of the overall interest rate, at least today — will fall, helping France at the margin. Put this together, and the IMF reckons that, yes, the share of France’s GDP that must be spent paying interest to public debt holders is set to ratchet up. But they also reckon that it won’t hold a torch to the share of American GDP set for the same purpose. Paradoxically, this all means that absent a really enormous leap in spreads or a failed bond auction, bond vigilantes don’t look hugely powerful in the case of France, at least in the short-run. We’re not saying things can’t or won’t get hairy for France. Weekend visitors to major cities might reasonably think things are already pretty hairy, and this is before a polarising presidential election campaign kicks off in earnest. But we are saying that, despite the headlines, French bond markets are a heck of a long way from proper panic." How nervous are bond markets about France? - https://www.ft.com/content/9aa4549e-26f4-4963-94eb-50cf0fc0b8f9?shareType=nongift via @FT Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag