Schwachzocker 30. September vor 20 Minuten von stolper: ...Die Wirtschaft in USA läuft und wächst, aber in der Eurozone mit den Schwergewichten Deutschland u. Frankreich ist eher das Gegenteil der Fall (von schuldenfinanzierten Strohfeuern abgesehen). Ja, in den USA ist es bestimmt über die Portokasse finanziert. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schildkröte 11. Oktober Zitat Hedgefonds könnten die derzeitige Krise am Markt für Staatsanleihen verschärfen. Diese Warnung kommt von der Fondsgesellschaft Pimco, einem der weltgrößten Anleiheinvestoren. Die Folge wäre ein weiterer Anstieg der Renditen für Staatsanleihen, was die Refinanzierung von Ländern, aber auch Unternehmens- und Immobilienkredite teurer machen würde. Pimco-Chefanlagestratege Dan Ivascyn schließt eine Rendite von sechs Prozent für zehnjährige US-Staatsanleihen nicht aus. Quelle: Capital Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stolper 12. Oktober Am 30.9.2026 um 11:55 von Sapine: @stolper Wenn es um die Überbrückung eines festen Zeitraums geht, kann man gut mit einem Auszahlplan (Z.B. Gefa) arbeiten oder mit einer Anleihen Leiter, die die geforderten Fristen berücksichtigt. Das ist noch mal wieder eine andere Anforderung als die Frage, worin man investiert, wenn man langfristig eine weitere Anlageklasse berücksichtigen will. @Sapine ...etwas verspätet, aber dennoch sehr herzlichen Dank für die Anregung mit der Leiter. Ich war jetzt eine Woche im Urlaub und habe dabei festgestellt, dass ich mich momentan in einer "seltsamen" Phase befinde, in der ich mich für nichts richtig entscheiden kann. Ich sehe nur Risiken. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine 12. Oktober Wandel ist immer auch Unsicherheit. Damit bist Du nicht alleine (falls es Dich tröstet). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
migieger Mittwoch um 15:10 Frankreichs 10 Jahresanleihen erreichen nach 24 Jahren die Schallmauer von 5 % Rendite. https://www.reuters.com/world/europe/french-10-year-bond-yields-hit-5-highest-since-2002-2026-10-21/ Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation Mittwoch um 15:43 · bearbeitet Mittwoch um 15:51 von stagflation Das ist schlecht. Weniger die 5% an sich, als vielmehr der Spread zu den Bundesanleihen (150 Basispunkte). Dieser Spread ist wieder so hoch wie bei der Euro-Krise 2011-2012. Damals griff die EZB ein ("whatever it takes"). Möglicherweise wird in der EZB schon wieder an einem Rettungspaket gearbeitet. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi Mittwoch um 16:02 · bearbeitet Mittwoch um 16:04 von Puppi Unser "Experte" Andreas Beck wird die ganze Sache bestimmt die nächsten Tage in einem Youtube Video erklären . Der redet ja schon länger über Frankreich-Anleihen, welche u.a. ja auch in seinem Fonds enthalten sind. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi Donnerstag um 09:30 · bearbeitet Donnerstag um 09:33 von Puppi ...aber Herr Beck sagt ja ": Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
basti_ Donnerstag um 12:08 Vielleicht verstehe ich es nicht so wirklich, aber ich denke nicht, dass sich die beiden Aussagen wiedersprechen. Ein Schuldenschnitt für Frankreich wäre extrem teuer, deshalb geht afaik die Mehrheit nicht davon aus. Trotzdem kann es sehr teuer werden -> Inflation. Vermutlich wird Herr Glogger deshalb auch zu Sachwerten raten, die idR insbesondere langfristig vor Inflation schützen. Am Ende des Tages sagt Herr Beck eigentlich nur, dass man sehr sicher den Nennwert zurück erhält oder sehe ich das falsch? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schwachzocker Donnerstag um 13:41 vor 1 Stunde von basti_: Vielleicht verstehe ich es nicht so wirklich, aber ich denke nicht, dass sich die beiden Aussagen wiedersprechen. Ich denke das schon! Ich habe gehört, dass der eine sagt: "Keine Staatsanleihen ins Portfolio!" und der andere sagt: "Doch doch, die Zinssteigerungen sind nur Show!" Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi Donnerstag um 14:13 · bearbeitet Donnerstag um 14:14 von Puppi Sofern sich z.B. eine neue französische Regierung weigert, die Staatsausgaben zu kürzen, darf die EZB meines Wissens nach rechtlich gar nicht eingreifen. Hat da jemand mehr Ahnung von? PS: Heute sind wir übrigens nochmals hoch auf mittlerweile 5,14% bzw.1,75% (!) Spread zu Bundesanleihen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
basti_ Donnerstag um 15:29 vor 50 Minuten von Schwachzocker: Ich denke das schon! Ich habe gehört, dass der eine sagt: "Keine Staatsanleihen ins Portfolio!" und der andere sagt: "Doch doch, die Zinssteigerungen sind nur Show!" Der eine sagt er will keine Staatsanleihen (ganz allgemein), der andere sagt die Zinsen bei französischen Staatsanleihen werden sich wieder normalisieren. Kann es nicht sein, dass die Renditen bei französischen Staatsanleihen wieder fallen und man zeitgleich real einen Wertverlust erleidet, wegen hoher Inflation? Damit hätten dann beide recht!? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schwachzocker Donnerstag um 16:00 vor 1 Stunde von Puppi: Sofern sich z.B. eine neue französische Regierung weigert, die Staatsausgaben zu kürzen, darf die EZB meines Wissens nach rechtlich gar nicht eingreifen. Hat da jemand mehr Ahnung von?... Nein! Keine Ahnung! Aber die Frage stellt sich doch gar nicht. Wie soll die EZB denn einen Staat zu irgendetwas zwingen? Zwang entsteht, wenn Frankreich auf Geld von den anderen angewiesen ist, diese das Geld aber nur unter Auflagen geben. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi Donnerstag um 16:07 vor 4 Minuten von Schwachzocker: vor 1 Stunde von Puppi: Sofern sich z.B. eine neue französische Regierung weigert, die Staatsausgaben zu kürzen, darf die EZB meines Wissens nach rechtlich gar nicht eingreifen. Hat da jemand mehr Ahnung von?... Nein! Keine Ahnung! Aber die Frage stellt sich doch gar nicht. Wie soll die EZB denn einen Staat zu irgendetwas zwingen? Ich meinte mit "Eingreifen" Folgendes: In früheren Krisen hat die EZB über Programme wie das TPI (Schutzinstrument für die Transmission) eingegriffen, um die Zinsen eines Landes künstlich zu drücken. Das TPI-Programm hat aber glaube ich strenge Auflagen. Ein Land muss glaube ich eine solide Haushaltsdisziplin haben. Wenn eine neue Regierung diese nicht vorweisen kann, darf die EZB sozusagen nicht helfen. Soweit mein Kenntnisstand. Aber ich bin mir da nicht 100%ig sicher, ob das immer noch so stimmt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation Donnerstag um 16:11 vor 8 Minuten von Schwachzocker: Zwang entsteht, wenn Frankreich auf Geld von den anderen angewiesen ist, diese das Geld aber nur unter Auflagen geben. Oder wenn der Euro platzt und die anderen Staaten gezwungen werden, einen Teil der französischen Schulden zu übernehmen. Oder etwas vorher: wenn der Euro zu platzen droht und die EZB sich gezwungen sieht, Frankreich zu unterstützen (in Erfüllung ihres Auftrags, den Euro zu erhalten, koste es, was es wolle). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
finisher Donnerstag um 16:14 vor 1 Minute von stagflation: Oder wenn der Euro platzt Ist er eine Blase? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schwachzocker Donnerstag um 16:17 vor 4 Minuten von stagflation: Oder wenn der Euro platzt und die anderen Staaten gezwungen werden, einen Teil der französischen Schulden zu übernehmen. Ich kann mit Begriffen wie "Platzen", "Explodieren" oder ähnlichem immer nicht so viel anfangen. Was meinst Du damit? Und wie soll dadurch Zwang auf Frankreich entstehen? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
basti_ Donnerstag um 19:35 vor 3 Stunden von Puppi: Ich meinte mit "Eingreifen" Folgendes: In früheren Krisen hat die EZB über Programme wie das TPI (Schutzinstrument für die Transmission) eingegriffen, um die Zinsen eines Landes künstlich zu drücken. Das TPI-Programm hat aber glaube ich strenge Auflagen. Ein Land muss glaube ich eine solide Haushaltsdisziplin haben. Wenn eine neue Regierung diese nicht vorweisen kann, darf die EZB sozusagen nicht helfen. Soweit mein Kenntnisstand. Aber ich bin mir da nicht 100%ig sicher, ob das immer noch so stimmt. Wie du selbst andeutest gibt es bereits Mechanismen ala ESM, TPI und OSM. Das wird aber im Fall Frankreich wenig bringen. OSM wurde afaik noch nie angewendet und Vorraussetzung wäre auch ESM, der aber viel zu klein für Frankreich ist. Auch müsste Frankreich sich hier erstmal dem ESM unterwerfen und sie sind selbst einer der größten Zahler des ESM. Die mehrheitlich Meinung aktuell ist: - Sparmaßnahmen nach den Wahlen wie damals Italien 2011/12 - Staatsanleihen liegen meist sowieso bei heimischen Versicherungen/Banken - wenn die EZB die Gefahr einer Ausbreitung oder Übergreifen auf andere Länder sieht würde sie eingreifen, vorher sollte sie das eigentlich nicht Was man nicht ausser acht lassen sollte ist, dass die Amtszeit von Lagarde im Oktober 2027 endet. Idr stimmen sich Deutschland und Frankreich bzgl der Besetzung ab, in Frankreich könnte aber die extrem Rechte an die Macht kommen, was die Besetzung zusätzlich erschwert. Auch gibt es das Thema EU Haushalt bei dem Deutschland und Frankreich gegenteilige Meinungen haben. Deutschland würde gerne sparen, für Frankreich heißt das weniger Geld von der EU, also quasi sparen ... Es gibt also jede Menge potential, dass man mit dem Thema noch eine ganze Weile beschäftigt ist. Eigentlich kann sich Frankreich bzw Europa das nicht wirklich leisten, weshalb man eine schnelle Lösung nach den Wahlen erwartet. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
migieger Freitag um 06:12 · bearbeitet Freitag um 06:15 von migieger Bevor Frankreich seine Schulden nicht mehr bedienen könnte, müßte die EZB eingreifen. Und zwar egal mit welchem Programm. Beck hatte ein gutes Beispiel im Video: zig Pensionsfonds haben französische Anleihen im Portfolio. Sollen die alle hops gehen? Rendite des A4ETLR/FR0014017Z10 zum Schlußkurs in Stuttgart: 5,11 % https://www.boerse-stuttgart.de/de-de/produkte/anleihen/stuttgart/a4etlr-frankreich-eo-oat-2026-37/ Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schwachzocker Freitag um 07:46 vor einer Stunde von migieger: Bevor Frankreich seine Schulden nicht mehr bedienen könnte, müßte die EZB eingreifen. Und zwar egal mit welchem Programm. Beck hatte ein gutes Beispiel im Video: zig Pensionsfonds haben französische Anleihen im Portfolio. Sollen die alle hops gehen?... Warum nicht? Und was interessiert es überhaupt die EZB? Haben die Banken sich nicht auch mit französischen Staatsanleihen vollgesogen? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
basti_ Freitag um 07:58 vor einer Stunde von migieger: Bevor Frankreich seine Schulden nicht mehr bedienen könnte, müßte die EZB eingreifen. Und zwar egal mit welchem Programm. Beck hatte ein gutes Beispiel im Video: zig Pensionsfonds haben französische Anleihen im Portfolio. Sollen die alle hops gehen? Rendite des A4ETLR/FR0014017Z10 zum Schlußkurs in Stuttgart: 5,11 % https://www.boerse-stuttgart.de/de-de/produkte/anleihen/stuttgart/a4etlr-frankreich-eo-oat-2026-37/ Sorry, aber das ist doch genau der Punkt. Rechtlich gibt es keinen Grund, dass die EZB eingreifen muss. Es ist ein Problem Frankreichs, nicht der EZB oder EU. Die entsprechenden Instrumente sind freiwillig und an Bedingungen geknüpft. Die Erwartungshaltung ist, dass die EZB eingreifen wird um das schlimmste zu verhindern. Dazu müsste das Problem aber zunächst die gesamte EU betreffen und das tut es (zumindest aktuell) nicht afaik. Aktuell kann sich Frankreich noch finanzieren, nur eben zu höheren Zinsen. Das kann also alles noch sehr lange dauern. Die EZB hat auch schon sehr klar gesagt, französische Probleme müssen in Frankreich gelöst werden und nicht von der EZB. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi Freitag um 09:18 · bearbeitet Freitag um 09:21 von Puppi vor einer Stunde von basti_: Die Erwartungshaltung ist, dass die EZB eingreifen wird um das schlimmste zu verhindern. Richtig. Daher gibt es auch aktuell "nur" gut 5% für 10-jährige dort. Wäre die Erwartung nicht oder zweifelhaft, dass die EZB eingreift, würden die Renditen nochmal deutlich hochlaufen, weil dann wirklich der Laden brennen könnte, ähnlich wie im High-Yield-Bereich. vor 3 Stunden von migieger: Beck hatte ein gutes Beispiel im Video: zig Pensionsfonds haben französische Anleihen im Portfolio. Sollen die alle hops gehen? Das mit den Pensionsfonds stimmt, aber reicht das aus, um sich auf so eine Aussage von Beck zu verlassen? Ich halte das für gefährlich. Erstens liegt Beck mit seinen Prognosen regelmäßig daneben und zweitens gab es schon einige Fälle, in denen eben Dinge passiert sind, die eigentlich "nicht möglich" waren. Krisen oder Crashs jeglicher Art zeichnen sich eben dadurch aus, dass etwas passiert, was zuvor noch nie so in dieser Art passiert ist. Sachen, die schon passiert sind, kennt der Markt eben schon und kann eher damit umgehen. Das ganze Thema kann vielleicht auch nicht nur schwarz oder weiß enden. Auch, wenn wir uns das nicht vorstellen können, kann es durchaus sein, dass am Ende irgendeine "Lösung" gefunden wird, welche französische Anleihen nicht komplett ausfallen lässt, aber bei Anlegern zu nicht unerheblichen Verlusten führen könnte trotz Halten bis zur Fälligkeit. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schwachzocker Freitag um 09:25 vor einer Stunde von basti_: ...Die EZB hat auch schon sehr klar gesagt, französische Probleme müssen in Frankreich gelöst werden und nicht von der EZB. Sind es denn französische Probleme, wenn in Europa die Pensionsfonds über die Wupper gehen? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
basti_ Freitag um 11:17 · bearbeitet Freitag um 11:38 von basti_ vor 1 Stunde von Schwachzocker: Sind es denn französische Probleme, wenn in Europa die Pensionsfonds über die Wupper gehen? Sind die Pensionsfonds den über die "Wupper" gegangen? vor 2 Stunden von Puppi: Richtig. Daher gibt es auch aktuell "nur" gut 5% für 10-jährige dort. Wäre die Erwartung nicht oder zweifelhaft, dass die EZB eingreift, würden die Renditen nochmal deutlich hochlaufen, weil dann wirklich der Laden brennen könnte, ähnlich wie im High-Yield-Bereich. Nochmal ... die durschnittliche Laufzeit für französische Anleihen ist aktuell 8+ Jahre. Die Frage wäre was der Zinssatz ist, den Frankreich nicht mehr bezahlen kann. Wenn du von 5% ausgehst, dann wäre man da in gut 8 Jahren (nicht ganz korrekt, aber grob), vorausgesetzt die Zinsen bleiben so, wenn sie weiter steigen entsprechend früher etc pp. Frankreich zahlt doch nur auf neue Schulden diese hohen Zinsen, dh die Zinslast steigt nach und nach. Japan ist bei über 200% Verschuldung und zahlt ~2.5% Zinsen auf seine Schulden Frankreich bei 120+ und zahlt aktuell ~2,2% Zinsen auf seine Schulden Griechenland hat 2010 auf ~140% Verschuldung 4-5% gezahlt Frankreich ist nicht Japan, aber auch noch weit entfernt von Griechenland. PS: Daten bitte selbst prüfen Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
alex08 Freitag um 11:24 vor 3 Stunden von basti_: . Es ist ein Problem Frankreichs, nicht der EZB oder EU. Das redet man sich gerne ein, v.a. in Deutschland. Es ist jedoch falsch. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag