Die Auswirkungen der Hypothekenkrise / Subprime Krise / Finanzkrise

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Schatten über Frankfurt

Auch das milliardenschwere Rettungspaket kann nicht verhindern, dass die Probleme der Mittelstandsbank IKB mit US-Hypotheken die gesamte Branche in Verruf bringen. Zwar sind die – bislang bekannten – Kreditrisiken vieler deutscher Finanzinstitute überschaubar. Dennoch droht Gefahr.

 

http://www.handelsblatt.com/news/Unternehm...-frankfurt.html

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Bei den US sub-primes ist die Spitze des Eisbergs noch nicht erreicht. Irgendwo stand, dass in diesem Jahr 500 Mrd. $ wackeln und im nächsten Jahr 700 Mrd. $. Ob die Zahlen so stimmen ist eigentlich wurscht. Da sich das Rad mit den sub-primes immer stärker gedreht hat und die Kreditvergabe erst seit diesem Jahr restriktiver gehandhabt wird werden die Ausfälle und Insolvenzen bei Banken, Hedgefonds etc. noch zunehmen und uns bis ins nächste Jahr beschäftigen.

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Geldmarktfonds wegen US-Hypothekenkrise geschlossen

 

Die Fondsgesellschaft Axa Investment Managers hat nach Informationen der Wirtschaftswoche wegen der Krise bei niedrig besicherten Hypothekenanleihen (Subprime-Anleihen) einen Geldmarktfonds geschlossen. Der Wert des 680 Millionen Euro schweren Axa IM US Libor Plus stürzte an einem Tag um 13 Prozent ab.

HB DÜSSELDORF. Der Wert des 680 Millionen Euro schweren Axa IM US Libor Plus stürzte an einem Tag um 13 Prozent ab. Als Kosequenz aus der Entwicklung wurde der Fonds für Neukunden "zeitlich begrenzt" geschlossen, wie es in der Pressemitteilung heißt. Neben einem Fonds der Union Investment ist dies der zweite in Deutschland von der Krise getroffene Fonds.

 

Wie der Union-Fonds wurde auch der Axa-Fonds am 23. Juli geschlossen. Der Axa IM US Libor Plus wurde in Deutschland an Privatanleger verkauft und sollte ihnen eine Rendite in Höhe von rund 3,5 Prozent bringen. Das ging gründlich schief. Der Fonds legt das Geld der Anleger auch in hypothekengesicherten Anleihen und anderen strukturierten Produkten an. 41 Prozent des Fondsvolumens waren in Subprime-Anleihen investiert.

 

Diese Papiere gerieten durch die US-Hypothekenkrise besonders stark unter die Räder. Die von Investmentbanken zusammen gebastelten Anleihen würden derzeit nur zu sehr schlechten Konditionen wieder zurückgenommen, berichtet die Wirtschaftswoche weiter. Die Fondsmanager müssten die Papiere derzeit zu einem besonders niedrigen Kurs an die Investmentbanken verkaufen, Käufer der Papiere würden einen sehr hohen Preis zahlen. Diese hohe Differenz zwischen dem Ausgabe und dem Rücknahmepreis (Spread) ist typisch für illiquide Märkte. Axa habe sich zu einer Rettungsaktion entschlossen und angekündigt, Anteile von Anlegern zu einem besseren als dem derzeit auf dem Markt zu erzielenden Preis zurückzunehmen.

http://www.handelsblatt.com/news/Zertifika...eschlossen.html

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Posted · Edited by Elvis77

Ich glaube die 13% Minus kommen noch aus besseren Zeiten. LOL

 

Liegt wohl momentan eher bei -25%.

 

http://fonds.onvista.de/snapshot.html?ID_I...;PERIOD=3#chart

 

KRASS!

Und das für einen Geldmarktfonds!

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Ich glaube die 13% Minus kommen noch aus besseren Zeiten. LOL

 

Liegt wohl momentan eher bei -25%.

 

http://fonds.onvista.de/snapshot.html?ID_I...;PERIOD=3#chart

 

KRASS!

Und das für einen Geldmarktfonds!

Da kann man jetzt günstig einsteigen :P

 

Im Ernst: Selbst der SEB Immoinvest ist gestern leicht ins Minus gegangen, was er sonst nur ganz selten tut. Als Laie frage ich mich, ob das auch mit der US-Hypothekenkrise zusammenhängt - oder sind Immobilienfonds davon nicht tangiert?

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Ich glaube die 13% Minus kommen noch aus besseren Zeiten. LOL

 

Liegt wohl momentan eher bei -25%.

 

http://fonds.onvista.de/snapshot.html?ID_I...;PERIOD=3#chart

 

KRASS!

Und das für einen Geldmarktfonds!

 

Wieso fühle ich mich jetzt mit meinem Geldmarktfonds unwohl -_-.

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Der Schaden ist wenn, dann schon passiert.

Die Auswirkungen in den Geldmarktfonds werden sofort sichtbar. Das lässt sich nicht vertuschen.

 

Wessen Geldmarktfonds bisher nicht eingebrochen ist, der brauch sich auch keine Sorgen machen.

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Posted · Edited by Grumel

Onvista Fondsporträt:

 

Ziel des Fonds ist es, den US-Libor bei einer Volatilität, die derjenigen des Referenzindex entspricht, um 50 Basispunkte zu übertreffen. Die Strategie besteht in der aktiven Verwaltung von kurzfristigen und zinsvariablen Produkten (MBS und strukturierte Produkte) des US-amerikanischen Marktes. Der Anlageprozess beruht auf einem Bottom-up-Ansatz, Fundamentalanalysen und einer ständigen Risikokontrolle.

 

Man war also gewarnt wenn man dieses Teil gekauft hat. Dachte das wär nen normaler Geldmarktfonds gewesen.

 

Alle die glauben sie können Risiko alleine mit Volatilität erfassen sind natürlich auf die Schnauze gefallen.

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Sehr lehrreich das ganze.

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Posted · Edited by kuki

Bei diesen Meldungen denke ich an folgenden Artikel vom 10. Januar 2006.

Wollen wir hoffen das er nicht Recht behält. ;)

 

George Soros warnt vor einer Rezession in den USA

 

Wegen der Entspannung am US-Immobilienmarkt erwartet der Finanzguru eine massive Abschwächung des Wirtschaftswachstums

Die Möglichkeit, daß der fünfjährige Boom am privaten Wohnbaumarkt in den USA ausläuft, hat Befürchtungen hervorgerufen, die weltgrößte Volkswirtschaft könnte an Wachstumsdynamik verlieren oder gar in die Rezession abgleiten und auch andere Volkswirtschaften mit nach unten ziehen. Die Zahl der Hypothekenkreditanträge sank in der letzten Woche des Jahres 2005 auf den niedrigsten Stand seit 2002, berichtete die Mortgage Bankers Association, der Branchenverband der Hypothekenbanken. "Das Wirtschaftswachstum wird durch einen schwächeren privaten Immobilienmarkt abgebremst", prognostiziert auch David Heike, Chef-US-Kreditstratege bei Lehman Brothers Holdings in New York. Eine Abschwächung am Wohnungsbaumarkt dürfte 0,5 bis ein Prozent an Wachstum kosten, erwartet Lehman.

 

Die Notenbank werde versuchen, eine sanfte Landung der US-Wirtschaft herbeizuführen, auch wenn der private Wohnbaumarkt sich weiter abkühlt. Aber die geplante "sanfte Landung könnte ein harter Aufprall werden", prognostiziert Soros. "Darum rechne ich für 2007 mit einer Rezession und nicht für 2006", erläuterte er.

 

Das Wirtschaftswachstum in den USA wird sich dieses Jahr auf 3,5 Prozent abschwächen, nach 3,6 Prozent im vergangenen Jahr und 4,2 Prozent in 2004. Das erwartet die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD. Ob die USA eine Rezession vermeiden können, hänge davon ab, ob die Notenbank mit den Zinserhöhungen aufhöre, erläuterte Soros. Die US-Währungshüter haben im Dezember den Leitzins das dreizehnte Mal hintereinander angehoben. Es bestehe die Gefahr, daß sie die Zinsen stärker erhöhen als notwendig ist, um das Wachstum abzubremsen und der Inflation Einhalt zu gebieten. "Fast zwangsläufig werden sie über das Ziel hinausschießen, weil sie (mit den Zinserhöhungen) nicht aufhören können, bis es Zeichen für eine Abschwächung gibt", erklärte Soros. "Bis diese Anzeichen zu erkennen sind, ist es wahrscheinlich zu spät. Ich gehöre deshalb zu den Pessimisten."

 

Die Fed-Ökonomen hatten in ihrer Prognose für die Sitzung des Offenmarktausschusses am 13. Dezember signalisiert, "daß sich das Wirtschaftswachstum" gegenüber dem 2005er Tempo "abschwächen, aber solide bleiben werde, wobei die Wirtschaftsleistung in den nächsten zwei Jahren nahe des Potentials der Volkswirtschaft halten werde" ist im Sitzungsprotokoll zu lesen, das am 3. Januar veröffentlicht wurde.

 

Soros äußerte sich nach einem Besuch in Indonesien, wo er eine Stiftung unterstützt, welche die demokratische Entwicklung in dem Land unterstützt. "Asien ist der dynamischste Teil der Weltwirtschaft", erklärte Soros. "Da Amerika seine Rolle als Führungsnation verliert, werden die Diskussionen über die Kooperation Asiens zunehmen."

http://www.welt.de/print-welt/article18989...in_den_USA.html

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Another one bites the dust dum dum dum ...

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Auch HSBC Trinkaus schließt ABS-Fonds vorläufig - FTD

 

 

 

 

HAMBURG (Dow Jones)--Nach Union Investment hat am Freitag auch HSBC Investments Deutschland ihren 200 Mio EUR schweren ABS-Fonds vorläufig geschlossen. "Wir haben die Ausgabe und Rücknahme von Anteilen zum Schutz der Anleger ausgesetzt", sagte HSBC-Trinkaus-Syndikus Norbert Stabenow der "Financial Times Deutschland" (FTD). ABS-Fonds investieren in forderungsbesicherte Wertpapiere (Asset Backed Securities, ABS), die in der aktuellen Liquiditätskrise an den Kreditmärkten teils nur noch zu hohen Preisabschlägen handelbar sind.

 

Der Markt sei so illiquide, dass derzeit keine faire Preisfindung möglich sei, sagte Leonhard Fröhling, Leiter des institutionellen Geschäfts bei HSBC Investments. "Die Bonität der Papiere ist unserer Meinung nach unkritisch. Aber wir wollen nicht, dass die Illiquidität die Bewertung bestimmt."

 

Der Fonds sei zu etwa 4% im Markt für bonitätsschwache US-Hypotheken (Subprime Mortgages) investiert - "allerdings nur in den besseren Jahrgängen 2005 und davor", sagte Fröhling. Die Bonität der Wertpapiere im Fonds sei mit der Durchschnittsnote "A"/"BBB+" solide.

 

Ende Juli hatte Union Investment nach Rückflüssen seinen ABS-Fonds für institutionelle Kunden geschlossen, um Notverkäufe zu vermeiden.

 

Bei der Fondsgesellschaft Frankfurt Trust, die einen 240 Mio EUR schweren ABS-Fonds verwaltet, hieß es am Freitag: "Wir beobachten den Markt sehr genau." Zu Mittelabflüssen wollte ein Sprecher keine Stellung nehmen. Die Deutsche-Bank-Tochter DWS verwaltet gut 3 Mrd EUR in einen ABS-Fonds für institutionelle Kunden. DWS-Fondsmanagerin Antje Lechner sagte der FTD: "Im DWS ABS Fund gibt es keine direkten Risiken aus dem US-Subprime-Segment."

 

Webseite: http://www.ftd.de

DJG/jhe/nas

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Von ABS habe ich zum ersten Mal im Juli 2006 in der FTD gelesen. Den Artikel habe ich noch einmal hervorgegoogelt: Weg vom Langweiler-Image ... Langeweile kommt mit ABS heute garantiert nicht auf.

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Es ist aber schon auffällig das manche Zinstreppen der Geldmarktfonds die mit ABS arbeiten jetzt ins stolpern geraten sind.

 

Was meinst du denn mit Zinstreppen?

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Nichts wildes.

Die meisten Geldmarktfondst steigen jeden Börsentag z.B. um ca. 0,02%. Im Chart sieht das dann aus wie eine ganz kontinuierliche Treppe mit winzigen Stufen. Freitags ist die Stufe bei einigen etwas höher, weil das Wochenende schon eingepreist wird.

 

Man konnte aber selbst bei denen mit geringem ABS Anteil sehen, das diese Stufen aus dem Tritt geraten sind. Sackte ab, holte wieder auf und blieb dann z.B. ein paar Tage glatt.

 

Bei den meisten Geldmarktfonds konnten die Kursverluste schnell mit Zinszahlungen aus den Papieren aufgefangen werden.

Trotzdem ist bei den meisten ein kleines Schlagloch in der sonst so geraden Zinstreppe.

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Bear Stearns - Kreditkrise ist schlimmer als Internetblase 2000

 

Die jüngsten Turbulenzen an den Anleihemärkten könnten der US-Investmentbank Bear Stearns zufolge schlimmere Auswirkungen haben als der Einbruch an den Aktienmärkten in den 80ern oder das Platzen der Blase bei den Internet-Aktien 2000. "Das ist das schlimmste, was ich in 22 Jahren gesehen habe", sagte Bear-Stearns-Finanzchef Sam Molinaro am Freitag. Die Situation sei vergleichbar mit Marktereignissen wie Anleihekrise in den späten 90er Jahren.

 

Finanzchef Molinaro: "Das schlimmste, was ich in 22 Jahren gesehen habe"

 

Steigende Zinsen und fallende Immobilienpreise hatten zuletzt Schuldner mit geringer Bonität vermehrt in die Pleite getrieben. Weil die Finanzierungen gebündelt und als Derivate weiterverkauft wurden, sind neben den Banken auch Hedgefonds und andere Investoren betroffen. Das löste an den Finanzmärkten zuletzt heftige Turbulenzen aus. Wo die Risiken derzeit genau liegen, ist kaum noch nachzuvollziehen. Zwei Hedge-Fonds von Bear Stearns brachen wegen der Krise bei den zweitklassigen Hypotheken bereits zusammen. (Schluss) za

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Dass das für Bear Stearns die größte Krise ist, glaube ich gern. :lol:

 

Ich stelle mir ganz naiv die Frage, warum die ganzen Finanzierer Kredite an Leute mit offensichtlich null Bonität gegeben haben. Gier frisst Hirn?

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Dass das für Bear Stearns die größte Krise ist, glaube ich gern. :lol:

 

Ich stelle mir ganz naiv die Frage, warum die ganzen Finanzierer Kredite an Leute mit offensichtlich null Bonität gegeben haben. Gier frisst Hirn?

Macht doch nix, schliesslich ist es nicht ihr Geld sondern wird von anderen geliehen (Banken, Fonds usw.). Hat schon fast was ironisches ...

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Posted · Edited by Elvis77

Dass das für Bear Stearns die größte Krise ist, glaube ich gern. :lol:

 

Ich stelle mir ganz naiv die Frage, warum die ganzen Finanzierer Kredite an Leute mit offensichtlich null Bonität gegeben haben. Gier frisst Hirn?

 

Weil die Finanzierer die das getan haben, diese Kredite überwiegend gar nicht behalten haben, sondern als Päckchen mit mit einem völlig unzutreffenden Rating an die Investmnethäuser durchgereicht haben, die zuerst gar nicht genau wussten was da eigentlich drin ist. Man hat dem Rating vertraut.

 

Was beunruhigt ist, das die größten Pleiten der wirklichen Finanzierer, also derjenigen, welche die Kredite auch vergeben haben, gar nicht erst im Sub-Prime Segment drinnen waren.

American Home Mortgage, als 10.größter Immobilienfinanzierer, war z.B. überhaupt nicht im Sub-Prime Segment tätig, sondern mindestens immer eine Klasse höher. Und trotzdem hat es ihn jetzt völlig zerlegt. Das Unternehmen dürfte nicht mehr zu retten sein.

 

Das wird meines erachtens kaum wahrgenommen, das es nicht nur die Sub-Prime trifft. Es ist ein Beleg, das es eine ganz gewaltige Kreditklemme gibt, die sich scheinbar nicht nur auf ein paar nachlässig vergebene Kredite beschränkt.

 

Irgendwas läuft in Übersee scheinbar ganz gewaltig schief.

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Posted · Edited by obx

Aus n-tv.de

Samstag, 4. August 2007

Neuauflage der 90er?

Furcht vor US-Kreditkrise

 

Die jüngsten Turbulenzen an den Anleihemärkten könnten der US-Investmentbank Bear Stearns zufolge schlimmere Auswirkungen haben als der Einbruch an den Aktienmärkten in den 80ern oder das Platzen der Blase bei den Internet-Aktien 2000. "Das ist das schlimmste, was ich in 22 Jahren gesehen habe", sagte Bear-Stearns-Finanzchef Sam Molinaro. Die Situation sei vergleichbar mit Marktereignissen wie Anleihekrise in den späten 90er Jahren.

 

Steigende Zinsen und fallende Immobilienpreise hatten zuletzt Schuldner mit geringer Bonität vermehrt in die Pleite getrieben. Weil die Finanzierungen gebündelt und als Derivate weiterverkauft wurden, sind neben den Banken auch Hedgefonds und andere Investoren betroffen. Zwei Hedge-Fonds von Bear Stearns brachen wegen der Krise bei den zweitklassigen Hypotheken bereits zusammen, in Deutschland geriet die Düsseldorfer Mittelstandsbank IKB in die Schieflage. Die Furcht vor Kettenreaktionen löste an den Finanzmärkten heftige Turbulenzen aus und schickte am Freitag auch die deutschen Finanztitel tief ins Minus.

 

 

Suche nach einem Ausweg

 

Auf der Suche nach einer Lösung der Krise bei den zweitklassigen Hypotheken haben mehrere US-Banken nun auch die Kreditvergabe an Schuldner mit besserer Bonität eingeschränkt. Die viertgrößte US-Bank Wachovia stieg nach sogar ganz aus dem Geschäft mit "Alt-A"-Hypotheken aus. Diese Kredite liegen in der Bonität eine Stufe über den "Subprime Mortgages", die zuletzt besonders stark in Bedrängnis geraten waren.

 

Das lustige und zu gleich deprimierende ist ja, dass sich viele Leute in Deutschland immer darüber aufgeregt haben, namentlich Politiker und Wirtschaftswissenschaftler, dass die deutschen Banken in ihrer Kreditvergabe viel zu restriktiv sind und kaum Kredite an den Mittelstand vergeben. Dadurch gehe eine menge Wachstumspotential verloren weil der dt. Mittelstand "gesund und solide" aufgestellt ist...

 

Ok, nun zum lustigen Teil. Auch wenn die deutschen Banken das ein bisschen zu restriktiv mit der Vergabe handhaben muss man sich ja zumindest freuen, dass sie nicht die Kredite wie auf'm Jahrmarkt vergeben haben, a la USA.

 

Das deprimierende aber: Ich hoffe wirklich nicht dass das, was sie in Deutschland aufgrund ihrer restriktiven Haltung nicht getan haben, dafür in den USA, und zwar über den Umweg ihrer Finanzinstrumente indirekt getan haben, indem sie die Risiken dieser Subprimes angekauft haben. Siehe IKB, AXA...

 

Sollte das der Fall sein wär das nen ganz schöner Knaller :angry:

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...sondern als Päckchen mit mit einem völlig unzutreffenden Rating an die Investmnethäuser durchgereicht haben, die zuerst gar nicht genau wussten was da eigentlich drin ist. Man hat dem Rating vertraut.

Das höre ich aber zum ersten mal Elvis?! Völlig unzutreffende Ratings? So wie ich die Sache überblicke war den Ankäufern, welche nahezu alle Profis und Finanzexperten waren, durchaus bewusst was sie da kaufen und was für Risiken in Subprimes verbunden sind.

 

Die sollten eigentlich schon gewusst haben das sie hier genau wussten das ihre Investments mit hohem Risiko verbunden war. Wenn sie darüber im unklaren belassen worden sind und quasi "getäuscht" worden sind über das was das Rating eigentlich sagt, würde hier ja noch eine nicht zu unterschätzende kriminelle Komponente mit ins Spiel kommen.

 

Das glaube ich aber nicht. Ich denke schon das alles insofern koscher war, nur das viele sich extrem verschätzt haben und alle auf diesen Zug aufspringen mussten. Er hat in der Vergangenheit ja auch sehr gute Renditen abgeworfen...

 

Aber wenn die Gesamtsparquote schon negativ ist, dann ist es natürlich nur eine Frage der Zeit bis die ersten ihre Kredite nicht mehr bedienen können.

 

Sparquote USA liegt bei -0,5%. Die Amis haben gleichwohl einen Anteil am Weltkonsum von sage und schreibe 20%!!! Verkonsumieren die Amis "nur" 10% weniger würde das bedeuten das der Weltkonsum schon um 2% einstürzt----nicht gut was da auf uns zukommen könnte.

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Bernanke soll mal mit den Zinsen runtergehn. Dann wird das schon wieder mit den Immobilien. 5,25% sind einfach eine Frechheit.

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Bernanke soll mal mit den Zinsen runtergehn. Dann wird das schon wieder mit den Immobilien. 5,25% sind einfach eine Frechheit.

Und was ist mit der Inflation?

Ausserdem wird dies meiner Meinung nach das Problem eher verstärken. Bei sinkenden Zinsen gewöhnen sich die Banken an diese Handhabung der FED. Die Leute haben zuwenig Geld um ihre Kredite zu bedienen und nehmen dann neues Geld bei den Banken zum Zwecke der Kreditbedienung auf, welches ja dann sogar dank sinkender Zinsen noch günstiger ist.

 

Und ob die Banken soweit denken ihre laxe Kreditvergabepolitik dann auch wirklich zu ändern, glaube ich nicht wirklich. Das wird im schlimmsten Fall ein langer Lernprozess für die Amis die sich erst daran gewöhnen müssen das eine negative Sparquote nicht die Regel sein darf, sondern die Ausnahme.

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Das höre ich aber zum ersten mal Elvis?! Völlig unzutreffende Ratings? So wie ich die Sache überblicke war den Ankäufern, welche nahezu alle Profis und Finanzexperten waren, durchaus bewusst was sie da kaufen und was für Risiken in Subprimes verbunden sind.

 

Die sollten eigentlich schon gewusst haben das sie hier genau wussten das ihre Investments mit hohem Risiko verbunden war.

 

War ihnen in weiten Teilen nicht bewusst.

Ansonsten hätten viele dieser Päckchen gar nicht erst gemäß den Anlagerichtlinien in vielen Geldmarkt-, Pensionsfonds und Versicherungen landen dürfen.

 

Keiner weis, welche Hypotheken in einem Päckchen sind. Kann man auch gar nicht nachvollziehen.

Genau dafür zahlen sie den Ratingagenturen ja auch ein SChweinegeld. Das sie das richtige Risikoschildchen an die Päckchen hängen.

 

Die Ratingagenturen Moodys, Fitch und wie sie alle heissen, haben bitterlich versagt, aber dabei bestens verdient.

Die Schrottpakete, die an Hedgefonds gegangen sind, war auch einigermaßen bekannt, das die Dinger extrem heiss sind.

 

Aber die Krise beschränkt sich eben nicht nur auf die unterste Kreditliga.

Die Ausfallraten wurden durch die Bank weg völlig falsch eingeschätzt.

 

Erst jetzt bei der denkbar ungünstig vorstellbarsten Situation steigender Zinsen, bei deutlich sinkenden Immobilienpreisen, verschieben sich die Qualitäten fast sämtlicher Klassen.

 

Sub-Prime ist da nur ein Teilstück der ganzen Päckchengeschichte.

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