sparfux

Renten-ETF vs. Tagesgeld/Festgeld/Sparbriefe

461 posts in this topic

Posted · Edited by sparfux

Denke es ist Wert, dem Thema mal einen eigenen Thread zu widmen.

 

Ich glaube man wird mit einem Festgeld/Sparbrief Ansatz eine höhere Rendite erzielen als mit einem Renten-ETF auf Staatsanleihen, weil

 

a ) der Sparbriefanbieter den Anleger für die Illiquidität der Anlage entschädigt und ihm für dieses zusätzliche Risiko eine Prämie zahlt,

b ) man das Marketingbudget neu in den Markt gekommener und nach neuen Kunden suchender Banken regelmäßig anzapfen kann,

c ) man keine Kosten bei Sparbriefen hat und noch wichtiger

d ) die quasi-staatliche Einlagensicherung zu einer "systematischen Asymmetrie im Rendite-Risiko Kontinuum" führt :P

 

Was meine ich damit: Sowohl in D als auch im europäischen Ausland gibt es meist eine 100% Einlagensicherung. Das erlaubt z.B. türkischen, lettischen, ... Banken mit nicht ganz so guter Bonität und Zweigstellen z.B. in D/NL/Ö nicht AAA-Konditionen mit trotzdem 100% de facto-Sicherheit anzubieten.

Der Nachteil eines solchen Ansatzes ist sicher der erhöhte Aufwand zur regelmäßigen Auswahl der Sparbriefe und Festgeldanlagen.

 

Informationsquellen sind:

Kritische Anleger

Termingeldvergleich

Modern Banking

Biallo

 

Für die exotischeren EU-Bankprodukte:

Weltsparen

Savedo

Zinspilot

 

Hier der Langfristvergleich des Renditespreads Sparbriefe vs. Bundeswertpapiere und Sparbriefe vs. Pfandbriefe:

 

 

Sparbrief Renditevorsprung 03.19.png

 

Langfristiger Renditeverlauf von 5-jährigen Bundesanleihen und 5-jährigen Sparbriefen:

 

 

Renditeverlauf Bund Sparbriefe 03.19.png

 

Durchschnittlicher Renditevorsprung von Sparbriefen gegenüber

Bundesanleihen 0-5  Jahre  2,04% p.a.
Bundesanleihen 0-10 Jahre  1,91% p.a.
Pfandbriefen   1-5  Jahre  1,47% p.a.
Pfandbriefen   1-10 Jahre  1,30% p.a.

(arithmetischer Mittelwert seit Beginn der Analyse)

 

 

Übersicht über Sicherheit von Staatsanleihen und Bankeinlagen in verschiedenen Banken- und Staatskrisen der Vergangenheit:

Krise
Land Jahr Staatsanleihen Bankanleihen Bankeinlagen ungesichert Bankeinlagen gesichert
Argentinien 2001 ~50% Haircut in US$, ~50% Aufschlag in Peso wg. Peso-Abwertung ? Peso-Einlagen: Kein Haircut, Nominalbetrag bleibt erhalten, US$-Einlagen: Umtausch in Peso mit 40% Aufschlag (Anstatt 300%) Peso-Einlagen: Kein Haircut, Nominalbetrag bleibt erhalten, US$-Einlagen: Umtausch in Peso mit 40% Aufschlag (Anstatt 300%)
Island 2008 nicht betroffen betroffen betroffen gering betroffen (z.T. Zinsen)
Griechenland 2012 betroffen ? nicht betroffen nicht betroffen
Zypern 2012 nicht betroffen betroffen betroffen nicht betroffen

 

Für ausführlichere Informationen zu Argentinien siehe dieses Post.

 

 

Ich möchte an dieser Stelle noch auf den Thread "Deutsche Bundesanleihen erste Wahl für RK1 ?" verweisen, in dem es neben dem üblichen high-level gewschurbel der "usual suspects" auch meiner Ansicht nach 2 wertvolle Erkenntnisse gab. Diese ziehe ich mal zum leichteren Auffinden auch hier her.

 

Zum einen gab es da eine umfassende Risikobewertung des Users Bärenbulle über verschiedene Krisenszenarien und wie sich diese am wahrscheinlichsten auf Staatsanleihen und Bankeinlagen auswirken wird. Diese Abhandlung ist hier zu finden. Bärenbulle schließt mit folgender Zusammenfassung:

 

Zitat

Es gibt jedenfalls meines Wissens definitiv keinen Konsens das Staatsanleihen besser als Tagesgeld sind. Ich halte eher das Gegenteil für richtig (siehe Hackordnung/Entscheidungsbaum der Politik).

 

Dem stimme ich natürlich voll zu. :)

 

Außerdem hatte ich dort im Rahmen der Diskussion eine Studie von Moody's ergoogelt, die u.a. Restriktionen und Haircuts bei Bankeinlagen und Staatsanleihen in Krisensituationen von 1960 bis 2007 untersucht hat.

 

Sovereign Defaults and Interference: Perspectives on Government Risks

 

Dabei kommt heraus, dass bei den untersuchten Krisen weniger häufig in Bankeinlagen als in Staatsanleihen eingegriffen wurde. Besonders groß war der Unterschied in den ab 1997 untersuchten Krisenfällen. Begründet wird das mit der immer stärker werdenden Demokratisierung und der damit verbunden Bedeutung der Wählerstimmen. ... und wer will die schon verlieren, in dem er Bankeinlagen mit Haircuts belegt.

 

moodysd8js3.jpg

 

Neben dieser Erkenntnis enthält die Studie auch noch eine Zusammenfassung des Verlaufes jeder der untersuchten Staatskrisen. Auch das ist m.E. recht wertvoll, wenn man mal über einen speziellen Fall Informationen haben möchte.

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Hallo!

 

Biallo hat auch einen brauchbaren Konditionen-Vergleich.

Weiß eigentlich jemand, wie das mit der Einlagensicherung im Falle eines Falles aussieht? Geht so was halbwegs reibungslos oder sieht man sein Geld erst nach Monaten-Jahren, zig Briefen etc...? Aber die Zinsen, auf die ich mich so gierig gestürzt habe, sind auf jeden Fall weg, oder?

 

Grüße,

 

Müsli

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Weiß eigentlich jemand, wie das mit der Einlagensicherung im Falle eines Falles aussieht? Geht so was halbwegs reibungslos oder sieht man sein Geld erst nach Monaten-Jahren, zig Briefen etc...? Aber die Zinsen, auf die ich mich so gierig gestürzt habe, sind auf jeden Fall weg, oder?

Habe keine Erfahrungen für den Fall eines Falles. Aber die wiederangelegten Zinsen sind m.E. ebenfalls geschützte Einlagen.

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Posted · Edited by ben

Hier vermischt man m. E. zwei grundverschiedene Dinge: Staatsrenten und Bankeinlagen kann man nicht vergleichen.

 

Zur Bonität: Natürlich haben die verschiedenen Banken, die dem Bundesverband deutscher Banken und damit der Einlagensicherung, die über die "staatlichen" 20.000 Euro hinausgeht, angehören, unterschiedliche Bonitäten. Schau Dir alleine mal die Ratingunterschiede bei den verschiedenen Landesbanken an - von LBBW bis SachsenLB - wobei diese nicht der Einlagensicherung der Privatbanken, sondern der des VÖB angehören.. Die Ratingunterschiede bei den verschiedenen Privatbanken werden noch weiter gespreizt sein. Diese Ratingunterschiede machen sich natürlich auch in der Refinanzierung und dem auszulobenden Zinssatz auf dem Interbanken- und Anleihenmarkt bemerkbar.

 

Zu beachten: Inhaberschuldverschreibungen privater Banken fallen nicht unter die Einlagensicherung!!! Hier schlägt das Rating voll durch.

 

Zur Verzinsung/Volatilität: Man kann eine Festgeldeinlage oder einen Sparbrief nicht mit einer börsennotierten Anleihe vergleichen. Faktisch hat die Bankeinlage "kein Kursrisiko", da sie halt nicht börsennotiert ist und man gezwungen ist, bis zum Laufzeitende zu warten - man kommt vorher nicht raus. Wenn ich jetzt also in einen vierjährigen Sparbrief zu meinethalben 4,5 % der XY-Bank investiere, bekomme ich nach 4 Jahren meine Einlage zu 100 % zurück. Vorher kann ich aber auch nicht ran. Ich nehme also voll das Zinsänderungsrisiko mit.

 

Der ETF bietet hier m.E. den Vorteil, dass er über Laufzeiten diversifizieren kann - das kann ich mit Bankeinlagen nur bedingt, indem ich Einlagen verschiedener Laufzeiten anlege.

Ferner binde ich mich mit Bankeinlagen ausschließlich an den Euro (es sei denn, ich lege Währungsfestgelder an - da denke ich aber, dass die Abwicklungsprovisionen deutlich höher sein werden als die Provisionsbelastung eines ETF, der bspw. in internationale Government-Bonds investiert.)

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Hier vermischt man m. E. zwei grundverschiedene Dinge: Staatsrenten und Bankeinlagen kann man nicht vergleichen.

Wieso? Das kommt für mich aus Deinem Post nicht raus. Beide bieten mir ein minimalstes Risiko. Bankeinlagen bei der beschriebenen Vorgehensweise m.E. die bessere Rendite.

 

Der ETF bietet hier m.E. den Vorteil, dass er über Laufzeiten diversifizieren kann - das kann ich mit Bankeinlagen nur bedingt, indem ich Einlagen verschiedener Laufzeiten anlege.

Wieso "bedingt"? Nehmen wir mal folgende Strategie: Ich spare Geld auf einem Tagesgeldkonto an. Ein- oder Zweimal im Jahr kaufe ich dann einen Sparbrief mit Spitzenkonditionen mit einer Laufzeit von 3-5 Jahren. Freiwerdendes Geld lege ich wieder mit dieser Laufzeit an. Damit schaffe ich mir meinen eigenen kleinen "Fonds" mit diversifizierten Laufzeiten und ich bekomme auch regelmäßig Geld frei, falls ich es anderweitig benötige.

 

Wegen der Asymmetrie mit der "staatlichen " Einlagensicherung und den Bankbonitäten erziele ich eine bessere Rendite als Renten-ETF.

 

Klar, wie gesagt etwas mehr Aufwand aber eben auch bessere Rendite.

 

Ferner binde ich mich mit Bankeinlagen ausschließlich an den Euro .)

Das war ja auch die Randbedinung bei den einschlägigen Renten-ETF Diskussionen. In dieser Assetklasse möchte man gar kein Wähungsrisiko.

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Posted · Edited by Malvolio

Naja, das eine sind Bankeinlagen und das andere sind Fonds auf börsengehandelte Wertpapiere. Mal abgeshen davon, dass man Festgeld und Sparbriefe in der Regel nicht verkaufen oder vorzeitig auflösen kann. Ein Renten-ETF ist ein Rentenfonds und wird bei Zinsänderungen auch schwanken, je länger die Laufzeit der enthaltenen Anleihen, desto stärker die Schwankungen. Das hast du bei einer Bankeinlage nicht.

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Naja, das eine sind Bankeinlagen und das andere sind Fonds auf börsengehandelte Wertpapiere. Mal abgeshen davon, dass man Festgeld und Sparbriefe in der Regel nicht verkaufen oder vorzeitig auflösen kann. Ein Renten-ETF ist ein Rentenfonds und wird bei Zinsänderungen auch schwanken, je länger die Laufzeit der enthaltenen Anleihen, desto stärker die Schwankungen. Das hast du bei einer Bankeinlage nicht.

Das ist richtig. Die Liquidität bei der von mir beschriebenen Strategie ist etwas geringer. Dafür hat man kein Kursrisiko. UND: Wenn man sowieso langfristig investieren möchte (eben wegen der möglichen Kursschwankungen bei Renten) kann man genauso gut ein wenig auf Liquidität verzichten - meiner Meinung nach.

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Das ist richtig. Die Liquidität bei der von mir beschriebenen Strategie ist etwas geringer. Dafür hat man kein Kursrisiko. UND: Wenn man sowieso langfristig investieren möchte (eben wegen der möglichen Kursschwankungen bei Renten) kann man genauso gut ein wenig auf Liquidität verzichten - meiner Meinung nach.

 

Sicher, kann man machen. Aber so ein wenig ist das schon wie mit den Äpfeln und den Birnen. ;)

 

Alles zu seiner Zeit. Im Moment würde ich eh nichts langfristiges anlegen. Im Moment bekommst du bei manchen Tagesgeldangeboten mehr als für 10 jährige Bundesanleihen.

 

Hast du dir mal Bundesschatzbriefe angesehen? Mit einem Sparplan bei der Bundesfinanzagentur kann man recht einfach eine Tagesgeld/Festgeld-Ersatz basteln.

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Hast du dir mal Bundesschatzbriefe angesehen? Mit einem Sparplan bei der Bundesfinanzagentur kann man recht einfach eine Tagesgeld/Festgeld-Ersatz basteln.

Nein habe ich nicht. Niedrigere Rendite-Aussichten. Ausserdem habe ich von 3-5 Jahren Laufzeit gesprochen unc nicht von 10 Jahren (aus dem von Dir beschriebenen Grund)

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Das ist richtig. Die Liquidität bei der von mir beschriebenen Strategie ist etwas geringer. Dafür hat man kein Kursrisiko. UND: Wenn man sowieso langfristig investieren möchte (eben wegen der möglichen Kursschwankungen bei Renten) kann man genauso gut ein wenig auf Liquidität verzichten - meiner Meinung nach.

Doch, Du hast ein "Kursrisiko", nur kannst Du es nicht ablesen, da die Dinger nicht handelbar oder vorzeitig rückzahlbar sind. (Das einzige Papier, bei dem Du das nicht hast, wären Buscha, die Du nach 1 Jahr zu 100 zurückgeben kannst, aber max bis TEUR 5 p.m.).

Das Kursrisiko kommt doch dadurch zum Ausdruck, dass Du während der Laufzeit ein Zinsänderungsrisiko hast. Wenn es einen Markt für Deine Sparbriefe gäbe, würde Dir keiner zu pari diese Namensschuldverschreibung abkaufen, wenn die Zinsen steigen würden. Das Liquiditätsrisiko hast Du zusätzlich - Du kannst die Dinger nur beleihen.

Und in einem diversifizierten Depot sind die kompensierenden Kursschwankungen einer Anlage in Renten ja nicht ungewünscht. Du beraubst Dich schlussendlich dieser Chance.

Und Du kannst nicht selbst so diversifizieren, wie ein ETF es kann. Im Endeffekt machst Du mit der Anlage in einzelne Sparbriefe nix anderes, als Einzeltitel zu kaufen.

 

Dass die Bankeinlagen eine sichere Anlage sind, ist unbestritten. Dennoch haben sie nicht dieselbe Bonität wie eine Staatsanleihe. Das merkst Du alleine daran, dass Du für einen gedeckten Pfandbrief niedrigere Renditen als für eine IHS desselben Emittenten erhältst. Es ist etwas anderes, dass Dein persönliches Empfinden sagt, dass Du Dir das vermeintlich geringe höhere Risiko - das für Dich gegen Null tendiert - gerne mit einer höheren Rendite versüßen lässt.

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Posted · Edited by sparfux

Doch, Du hast ein "Kursrisiko", nur kannst Du es nicht ablesen, da die Dinger nicht handelbar oder vorzeitig rückzahlbar sind. (Das einzige Papier, bei dem Du das nicht hast, wären Buscha, die Du nach 1 Jahr zu 100 zurückgeben kannst, aber max bis TEUR 5 p.m.).

Das Kursrisiko kommt doch dadurch zum Ausdruck, dass Du während der Laufzeit ein Zinsänderungsrisiko hast. Wenn es einen Markt für Deine Sparbriefe gäbe, würde Dir keiner zu pari diese Namensschuldverschreibung abkaufen, wenn die Zinsen steigen würden. Das Liquiditätsrisiko hast Du zusätzlich - Du kannst die Dinger nur beleihen.

Ich stimme Dir zu, dass man sagen könnte, dass man bei "meiner" Strategie implizit das gleiche Kursrisiko hat, wie bei einem Renten-ETF bei gleicher mittlerer Anlagedauer. Da es dabei aber keinen Kurs gibt, äußert es sich eben in dem Liquiditätsrisiko, das ich dabei eingehe (brauche Geld, komme aber erst in beispielsweise 5 Monaten ran). Ich denke aber nicht, dass ich ein zusätzliches Risko dabei habe: Kursrisiko und Liquiditätsrisiko sind austauschbar.

 

Und in einem diversifizierten Depot sind die kompensierenden Kursschwankungen einer Anlage in Renten ja nicht ungewünscht. Du beraubst Dich schlussendlich dieser Chance.

Wenn Du - wie ich auch - annimmst, dass das Kursrisiko auch bei meiner Strategie implizit da ist, kann es auch nicht sein, dass ich mich irgenwelcher Chancen beraube.

 

Und Du kannst nicht selbst so diversifizieren, wie ein ETF es kann. Im Endeffekt machst Du mit der Anlage in einzelne Sparbriefe nix anderes, als Einzeltitel zu kaufen.

Richtig. Es wude aber auch von etlichen Usern schon darauf hingewiesen, dass bei Renten guter Bonität (oder Einlagen mit quasistaatlicher Absicherung) auch nicht so viel Diversifikation nötig ist. Sprich es gibt da keine Risikoreduktion mehr, bei viel stärkerer Diversifizierung. Die nötige Diversifikation besteht darin, dass ich aufpassen muss, nicht über die Grenzen der Einlagensicherung pro Bank zu kommen.

 

Dass die Bankeinlagen eine sichere Anlage sind, ist unbestritten. Dennoch haben sie nicht dieselbe Bonität wie eine Staatsanleihe.

Wie gesagt, ich glaube dass es hier eine Chance für Privatanleger gibt eine Asymmetrie im Sicherungssystem für höhere Renditen ohne signifikant höheres Risiko auszunutzen. Ein Free Lunch sozusagen. :-"

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Nein habe ich nicht. Niedrigere Rendite-Aussichten. Ausserdem habe ich von 3-5 Jahren Laufzeit gesprochen unc nicht von 10 Jahren (aus dem von Dir beschriebenen Grund)

 

Schau sie dir mal an. Du hast hier eine Laufzeit von 6 oder 7 Jahren, kannst aber nach einem Jahr bis zu 5.000 Euro monatlich zurückgeben. Entweder wenn du Geld brauchst, oder wenn du in höher verzinsliche Tranchen oder anderer Anlageformen wechseln willst. Ich mache es auch nicht, aber ist eine ganz interessante Sache, finde ich.

 

http://www.deutsche-finanzagentur.de/DE/pr....html__nnn=true

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Posted · Edited by inDexTER

Nein habe ich nicht. Niedrigere Rendite-Aussichten.

ich fall vom Stuhl, aber mit kostenpflichtigen Renten ETF´s hast du höhere Renditeaussichten oder was ? ;):thumbsup::w00t:

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Wie gesagt, ich glaube dass es hier eine Chance für Privatanleger gibt eine Asymmetrie im Sicherungssystem für höhere Renditen ohne signifikant höheres Risiko auszunutzen. Ein Free Lunch sozusagen. :-"

 

Wieso glaubst du nur? Diese Theorie kann man doch relativ einfach testen. Was bekommst du denn im Moment bei deiner Bank für Sparbriefe und Festgeld?

 

Ich bezweifele leider sehr, dass normale Privatanleger dies "Asymmetrie" ausnutzen können und von der Bank "effiziente" Konditionen bekommen.

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Posted · Edited by sparfux

ich fall vom Stuhl, aber mit kostenpflichtigen Renten ETF´s hast du höhere Renditeaussichten oder was ? ;):thumbsup::w00t:

Ich habe nicht Bundeswertpapiere mit ETF verglichen sondern Bundeswertpapiere mit Sparbriefen mit Spitzenkonditionen.

 

Wieso glaubst du nur? Diese Theorie kann man doch relativ einfach testen. Was bekommst du denn im Moment bei deiner Bank für Sparbriefe und Festgeld?

Brauchst doch bloß mal auf die weiter oben verlinkten Seiten schauen (lesen bildet ;)):

 

Bundesschatzbrief Typ A 4,15% p.a. (6 Jahre Laufzeit)

Sparbrief Bausparkasse Mainz 4,6% p.a. (6 Jahre Laufzeit)

 

"Glaube ich" habe ich geschrieben, weil ich die ETF Rendite in den nächsten 6 Jahren nicht kenne.

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Posted · Edited by Malvolio

Ich habe nicht Bundeswertpapiere mit ETF verglichen sondern Bundeswertpapiere mit Sparbriefen mit Spitzenkonditionen.

Brauchst doch bloß mal auf die weiter oben verlinkten Seiten schauen (lesen bildet ;)):

 

Bundesschatzbrief Typ A 4,15% p.a. (6 Jahre Laufzeit)

Sparbrief Bausparkasse Mainz 4,6% p.a. (6 Jahre Laufzeit)

 

"Glaube ich" habe ich geschrieben, weil ich die ETF Rendite in den nächsten 6 Jahren nicht kenne.

 

Naja, gegenüber Bundeswertpapieren hast du da einen Vorsprung von gut 0,4%. Und dafür verzichtest du auf die Liquidität. Vom praktischen Aufwand, immer den besten Konditionen herzulaufen, mal ganz zu schweigen. Vom Hocker haut einen das dann auch nicht. ;) Wenn du das mit Anleihen mit einem ähnlichen Rating vergleichst, liegst du vermutlich sogar hinten. Und speziell mit Bundesschatzbriefen hättest du sogar noch den Vorteil, sie bei steigenden Zinsen in Emissionen mit höherm Kupon tauschen zu können.

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SAagt mir mal einer welchen Vorteil ein Bundeschatzbrief gegenüber einem Renten ETF bringt und umgekehrt?

Es wird ja oft behauptet das die Renten ETF`s schlechter abschneiden als Bundesschatzbriefe.

 

Nun was ist wenn ich z. B. 10.000 in Bundesschatzbriefen anlege zu einem Zinssatz von 4,25% und im nächsten Monat wird der Zinssatz auf 5 % angehoben.

 

Wie reagiert ein ETF darauf und wie ist es beim Bundesschatzbrief?

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SAagt mir mal einer welchen Vorteil ein Bundeschatzbrief gegenüber einem Renten ETF bringt und umgekehrt?

Es wird ja oft behauptet das die Renten ETF`s schlechter abschneiden als Bundesschatzbriefe.

 

Nun was ist wenn ich z. B. 10.000 in Bundesschatzbriefen anlege zu einem Zinssatz von 4,25% und im nächsten Monat wird der Zinssatz auf 5 % angehoben.

 

Wie reagiert ein ETF darauf und wie ist es beim Bundesschatzbrief?

 

Sowas kann man pauschal nicht sagen. Das kommt ganz auf den ETF und die Entwicklung des Zinsniveaus an. Tendenziell werden Bundeswertpapiere immer relativ geringe Renditen bringen, da sie als sehr sicher gelten. Bei den nicht börsengehandelten Bundeswertpapiere hast du auch kein Kursrisiko. Die Zinsen über die Laufzeit sind bei Bundesschatzbriefen festgelegt. Ob danach die Zinsen steigen oder fallen ändert daran nichts. Man kann nach einem Jahr monatlich 5.000 Euro zurückgeben, soviel ich weiß. Das könnte man dann theoretisch in den dann aktuellen Bundesschatzbrief mit dann ggf. höherem Zins stecken. Wie Rentenfonds auf Zinsänderungen reagieren, hängt von der Zusammensetzung des Fonds ab. Im Prinzip entwickelt sich der Kurswert der Renten entgegengesetzt zur Entwicklung des Zinsniveaus. Dh. steigen die Zinsen, sinkt der Wert des Rentenfonds und umgekehrt. Renten mit längerer Laufzeit reagieren hierbei deutlich stärker, Kurzläufer weniger stark.

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Naja, gegenüber Bundeswertpapieren hast du da einen Vorsprung von gut 0,4%. Und dafür verzichtest du auf die Liquidität.

 

Das ist richtig. 0,4% sind aber eine ganze Menge. Rechne mal mit Zinseszinzeffekt über ein paar Jahre ...

Ausserdem wenn Du die von mir beschriebene Vorgehensweise anwendest, hast Du auch regelmäßig Anlagen, die liquide (fällig) werden.

 

Vom praktischen Aufwand, immer den besten Konditionen herzulaufen, mal ganz zu schweigen.

Buschas kaufen und verkaufen und umschichten und Konditionen überwachen ist auch Arbeit. Ich halte den Aufwand zweimal im Jahr einen Sparbrief zu kaufen (und dabei ggf. ein Postident zu machen) und vielleicht einmal im Jahr (oder einmal aller 2 Jahre) das Tagesgeldkonto zu wechseln, für vertretbar.

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Posted · Edited by Malvolio

Das ist richtig. 0,4% sind aber eine ganze Menge. Rechne mal mit Zinseszinzeffekt über ein paar Jahre ...

Ausserdem wenn Du die von mir beschriebene Vorgehensweise anwendest, hast Du auch regelmäßig Anlagen, die liquide (fällig) werden.

Buschas kaufen und verkaufen und umschichten und Konditionen überwachen ist auch Arbeit. Ich halte den Aufwand zweimal im Jahr einen Sparbrief zu kaufen (und dabei ggf. ein Postident zu machen) und vielleicht einmal im Jahr (oder einmal aller 2 Jahre) das Tagesgeldkonto zu wechseln, für vertretbar.

 

Sicher sind 0,4% langfristig nicht unerheblich. Aber gerade Bundeswertpapiere sind ja nun auch die absolute Untergrenze. Wenn man den "Sonderangeboten" hinterherjagt, dann kann man sicher das ein oder andere Schnäppchen machen. Aber ich habe nach wie vor meine Zweifel, ob sich für Otto Normalanleger der Aufwand wirklich lohnt. Und ob man wirklich besser fährt als z.B. mit Geldmarkt- oder Rentenfonds oder anderen Anlagen, daß weiss man auch nicht. Wenn man nicht unbedingt ein AAA-Rating haben will, kann man sich auch einfacher ein paar Extraprozente holen. ;)

 

... ganz abgesehen davon, momentan würde ich eh nichts längeres als ein Jahr abschließen.

 

Ich habe kein Depot bei der Bundesschuldenverwaltung, aber ich glaube nicht, das es sehr kompliziert ist, Buschas zu kaufen und zu verkaufen, wenn man einmal ein Konto dort hat.

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Was haltet ihr eigentlich von dem Geldmarkt ETF der DB-X-Tracker, welcher den EONIA nachbildet.

 

Ich habe spontant gedacht, dass das ein Schwachsinns-ETF ist, aber der EONIA-Index ist ja recht stabil und derzeit bei 4,2..%. Wenn die DB es hinbekommt einen geringen Tracking Error zu produzieren und wenn die SWAP-Strategie weiterhin steuerfrei bleibt kann man damit womöglich sowohl Renten-ETFs als auch Tagesgeld/Festgeld schlagen

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Posted · Edited by sparfux

Was haltet ihr eigentlich von dem Geldmarkt ETF der DB-X-Tracker, welcher den EONIA nachbildet.

 

Ich habe spontant gedacht, dass das ein Schwachsinns-ETF ist, aber der EONIA-Index ist ja recht stabil und derzeit bei 4,2..%. Wenn die DB es hinbekommt einen geringen Tracking Error zu produzieren und wenn die SWAP-Strategie weiterhin steuerfrei bleibt kann man damit womöglich sowohl Renten-ETFs als auch Tagesgeld/Festgeld schlagen

Der EONIA lieg derzeit bei 3,8% und nicht bei 4,2% und steuerfrei ist der Fonds garantiert nicht!.

 

Ich halte nichts von einem Tagesgeldfonds.

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Wo Eonia liegt weiß ich nicht.

Was ich aber weiß:

http://finfox.nzz.ch/s/markets_interestmoneylist.xhtml

Und jetzt gute Nacht, bevor uns der schreckliche Elvis ( der Barbar) trifft.

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Der EONIA lieg derzeit bei 3,8% und nicht bei 4,2% und steuerfrei ist der Fonds garantiert nicht!.

 

Vor 5 Tagen lag er noch höher. Deswegen die Diskrepanz. Und er ist ein thesauriender Total Return ETF. Wäre zwar seltsam wenn der Steuerfrei wäre aber eigentlich auch nicht seltsamer als die Steuerfreiheit bei Dividenden-Swaps.

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Die wichtigste Frage ist doch - was bringt (nach KOsten natürlich) die höhere Rendite: Direktanlage in Bobls/Bu-Schatzbriefe/o.ä. oder Renten ETFs wie zB DJ-Jumbopfandbriefe etc.

 

Da kann man rechnen wie man will, die Ankauf und evtl.Verkaufsspesen sowie jährliche TER von 0,19% oder mehr, die können die Renten-ETF´s dorch gar nicht reinholen - oder ???

 

 

Was haltet ihr eigentlich von dem Geldmarkt ETF der DB-X-Tracker, welcher den EONIA nachbildet.

 

Ich habe spontant gedacht, dass das ein Schwachsinns-ETF ist, aber der EONIA-Index ist ja recht stabil und derzeit bei 4,2..%. Wenn die DB es hinbekommt einen geringen Tracking Error zu produzieren und wenn die SWAP-Strategie weiterhin steuerfrei bleibt kann man damit womöglich sowohl Renten-ETFs als auch Tagesgeld/Festgeld schlagen

 

...aber nur vor Kosten - Ankaufs und Verkaufsspesen schlagen doch alles weg, es sei denn das Zeug bleibt jahrelang im Depot.... :w00t:

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