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nagualml

Börsenbriefe

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nagualml
Posted

Börsenbriefe sind grundsätzlich Abzocke und Verarschung!!! KEIN Börsenbrief (auch der oder die nicht, an die Sie jetzt gerade denken) kann dauerhaft und zuverlässig besser sein, als die Buy-and-Hold-Investition in einen großen Index (S&P, MSCI-World). Das hat im wesentlichen drei Gründe: 1.) Niemand kann aufgrund der Kursentwicklung in der Vergangenheit in die Zukunft blicken, denn die Kursverläufe einzelner Aktien sind zum allergrößten Teil ein RANDOM WALK, und nur selten und in geringem Maße durch die vergangene Entwicklung beeinflußt, d.h. Charttechnik ist Humbuk, 2.) Fundamentaldaten tauchen grundsätzlich überraschend und unvorhersehbar auf, und sind dann schneller in den Kursen eingepreist, als man in der Lage ist, auf Neuigkeiten zu reagieren, und man weiß nie, wie erwartete Neuigkeiten von der Mehrheit der Börsianer interpretiert werden, außerdem können sich bekannte Fakten als falsch herausstellen, oder im Licht anderer, überraschender neuer Faktoren plötzlich anders bewertet werden, und 3.) kann die Börse für die Investoren nicht mehr Geld ausspucken als andere Investoren gerade hineinpumpen (klingt trivial, weiß eigentlich jeder, wird aber häufig vergessen und verdrängt), und auch deswegen sollte man sich lieber mit dem durchschnittlichen Gewinn und zeitweiligen Verlustwerten der Indexentwicklung anfreunden, als zu glauben, man könne selbst (oder irgendein schlauer Analyst, Fondmanager oder Börsenbriefliterat) besser sein als alle anderen oder sogar dartpfeilewerfende Schimpansen.

 

EDIT: Aktiencrash

 

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AndyMcTwist
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hm...eigentlich versucht hier doch jeder im forum mehr rauszuholen, als irgendein index abwerfen würde. sonst bräuchten wir ja keine technische analyse und ähnliches zu besprechen.

 

charttechnik ist echt humbuk??? naja, ich werds trotzdem weiter versuchen...

 

und mit dem durchschnitt werd ich mich nie zufrieden geben! dann lieber was riskieren!!

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nagualml
Posted

Charttechnik ist nicht völliger Humbuk, aber zum größten Teil Humbuk. Nach wissenschaftlichen Analysen sollen die besten Charttechniken immer nur in dem Maße zuverlässig geringe Gewinne (z.B. Trefferchance 60 zu 40) hervorgebracht haben, wie die Indexe langfristig auch steigen, d.h. der einzige Vorteil bei guter Charttechnik ist, dass man auch in Baisse und Seitwärtsphasen plus machen kann, und nicht hilflos dem Index ausgeliefert ist. Aber im langfristigen Durchschnitt ist das dann wieder egal.

Die besten Charttechniken verlieren mit der Zeit ihre Wirksamkeit, weil sie immer bekannter werden, und von immer mehr Börsenteilnehmern angewendet werden, und sich deswegen die typischen Charaktereigenschaften der Kursverläufe ändern, und die Kurse noch unberechenbarer werden. Dieses Phänomen ist bei verschiedenen Charteigenschaften und Börsenphasen nachgewiesen worden, bei denen man früher quasi totsicher Gewinn machen konnte, aber heute ist der Effekt verschwunden, weil es irgendwann alle wussten.

Auch muss man die ganzen Nebenkosten für Wertpapierkäufe und -verkäufe berücksichtigen, sowie die Börsenliteratur, Börsenbriefe, Brokerjahres- oder Monatsgebühr und Kosten für Realtimedaten. Allein um diese Dinge wieder reinzuholen, muss die Charttechnik schon ganz gut optimiert sein, und die investierte Zeit nicht zu vergessen, in der man sich auch anders amüsieren oder anders Geld verdienen könnte.

Die meisten blenden diese Unkosten in ihren Bilanzen jedoch gerne aus.

 

Meiner Einschätzung ist die einzige funktionierende Charttechnik die, die von Profitradern angewendet wird, die die ganze Zeit vor ihren Tickern sitzen und mit Hilfe von Software die Kurse checken und plötzliche starke und schnelle Kursanstiege oder auch Kurseinbrüche entdecken und dann auf den Zug mit Staffelkäufen oder Shortselling und sehr engen Stopps aufspringen und sehr schnell wieder abspringen. Die monetäre Futter für diese Trader liefern die mittel- und langfristigen Anleger, die sich dann ersteinmal mit dem neuen Kursniveau anfreunden müssen. Diese Charttechnik erfordert aber teures Softwareequipment, teure Realtimedaten und viel Zeit, nämlich den ganzen Börsentag vom PC zu hängen, und viel Lernaufwand, bis man das draufhat. Für den normalen Kleinanleger, der bei Consors, Fimatex, DAB etc. tradet, sind diese Ralleys vorbei, eher er sie bemerkt hat.

Und wenn wirklich eine große Masse von Leuten zuhause mit billiger oder raubkopierter Software ohne großen Aufwand sich von diesen Effekten ein Stück vom Kuchen abschneiden könnte, würdem diese Effekte auch verschwinden, d.h. diese Ralleys würden noch kürzer und schwerer erkennbar werden, oder durch unberechenbare Störeffekte überlagert werden.

 

Auch wenn ein Trader glaubt, es mal raus zu haben und für ein oder zwei Jahre gute Gewinne macht, wer weiß, ob es danach weiterhin klappt. Wer weiß, ob sich der Trader wirklich aller Faktoren, die zu seinem Erfolg beigetragen haben, bewußt gewesen ist, und es nicht doch Glück in dieser Hinsicht war? Vielleicht wird der Trader durch seinen Erfolg doch wieder etwas zu unvorsichtig, oder die Börse verändert ihr Verhalten, sei es durch den üblichen Hausse-Baisse-Wechsel oder dadurch, dass das Erfolgsrezept des Traders inzwischen bekannter geworden ist, und die entsprechenden Charteffekte nicht mehr funktionieren. Nach mehreren Jahren ist der Top-Trader dann auch nur noch ein Durchschnittstrader oder weniger.

 

Und sich Ausnahmegestalten wie Kostolani oder Buffet oder wen auch immer zum Vorbild zu nehmen, ist für mich genauso, wie sich den Gewinner der letzten Lottoziehung zum Vorbild zu nehmen.

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nagualml
Posted

Bei wewewepunktsniperpunktat, für die ich hier keinesfalls werben will, fassen sie diese Punkte in den FAQs auch noch mal zusammen, und behaupten, dass kein Tradingsystem langfristig bessere Ergebnisse als Buy-and-Hold eines Index liefern kann, sondern dass ein Tradingsystem nur dazu gut sein kann, evtl. längere Baissephasen der Indexe zu überstehen. Und die 2000 begonnene Baisse kann sich durchaus noch zehn bis fünfzehn Jahre hinziehen. In diesem Fall wären langfristig gesehen ein Gewinnzuwachs durch solide Charttechnik in der Höhe einer Sparbuchverzinsung schon ein enormes Toppen der Durchschnittsentwicklung.

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Aktiencrash
Posted

Komm doch mal auf den Punkt und sag was Du uns überhaupt mitteilen möchtest mit deinen Postings ! Ich fasse einmal hier Stichpunktartig Deine Postings zusammen.

 

1. Posting:

 

-Börsenbriefe sind grundsätzlich Abzocke und Verarschung!!!

 

-Niemand kann aufgrund der Kursentwicklung in der Vergangenheit in die Zukunft blicken

 

-Charttechnik ist Humbuk

 

-Fundamentaldaten tauchen grundsätzlich überraschend und unvorhersehbar auf

 

-kann die Börse für die Investoren nicht mehr Geld ausspucken als andere Investoren gerade hineinpumpen

 

 

2. Posting:

 

-Charttechnik ist nicht völliger Humbuk, aber zum größten Teil Humbuk

 

-Die besten Charttechniken verlieren mit der Zeit ihre Wirksamkeit

 

-Meiner Einschätzung ist die einzige funktionierende Charttechnik die, die von Profitradern angewendet wird

 

3.Posting:

 

-Bei wewewepunktsniperpunktat

 

 

Ich lese nur das Charttechnik humbuk ist, dann ist Charttechnik nicht völlig Humbuk und zu guter letzt verklickerst Du uns hier, das deiner Meinung nach

die einzige funktionierende Charttechnik die, die von Profitradern angewendet wird. Was deine letztes Posting betrifft, sehe ich hier keinen Zusammenhang mit dem was Du schreibst. Was ist den Charttechnik nun für dich wirklich ?

Offensichtlich bist Du sehr belesen über die Meinung anderer Leute zur Charttechnik und Fundamentalanalyse . Wirklich beschäftigt hast Du dich damit aber offensichtlich nicht, denn sonst würdest Du hier nicht wissenschaftlichen Analysen zum besten geben, die von anderen abstammen.

 

Du wirfst hier Sachen ins Forum, so beginnt man keine Diskussion. Falls dich die Börse, Charttechnik und Fundamentalanalyse ankotzt, dann bist Du hier im falschen Forum. Hier sind User unterwegs, die anderer Meinung sind.

Um auf dein Ursprungsposting zu kommen, da ging es in deiner Überschrift um Börsenbriefe. Das verläuft sich hier bei dir schon nach dem 1. Satz im Sande. Keinerlei Fakten zum 1. Satz :no: . Du mußt uns nicht für blöd halten, wenn Du hier www-Seiten angeben tust ! Ließ wie gesagt die Forenregeln und halte dich dran, dann brauchst Du hier nichts verstümmeln !!!

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Thomas
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Hier wird ja mit Halbwissen herum geschleudert, Wahnsinn :lol:

Ich weis jetzt echt nicht, worauf ich eingehen sollte. :blink:

Börse ist zum Teil Zufall, ja. Charttechnis kann in bestimmten Situationen hifreich sein. Je mehr sich an eine Chartmethode halten, um so genauer ist sie eigentlich :D

Fundamentaldaten sind keineswegs willkürlich veröffentlicht! Wo lebst denn du? :laugh:

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nagualml
Posted

Hallo,

und danke für die Antworten.

Zunächst einmal sorry für die in meiner Ausdrucksform bemängelten Dinge, ich habe meine Beiträge wohl etwas eilig verfasst.

Der Link auf die Y-Gruppe habe ich nicht als Verweis auf ein Konkurrenzforum angesehen, weil sie in meinen Augen etwas anderes darstellt, aber ich verstehe und akzeptiere, wenn man sie hier als ein anderes Forum betrachtet und dann so etwas nicht mag.

Bezüglich des Inhaltes meiner Behauptungen habe ich manche Dinge zunächst etwas zu scharf formuliert, daher die etwas mäßigere Formulierung in meinem zweiten Posting.

Ich versuche daher mal, meine Aussagen inhaltlich noch einmal zu präzisieren und meine Motivation für meine Postings zu verdeutlichen.

Inhaltlich geht es mir um meine Meinung, dass man mit den üblichen Tradingmethoden, egal ob kurz- oder mittelfristiger Art, die durchschnittliche Performance des Indexes, oder der Indizes (wenn man z.B. nicht nur S&P-Werte sondern auch z.B. afrikanische Aktien handelt o.ä.), der/die der persönlichen Aktienauswahl zugrundeliegt/en, nicht zuverlässig übertrumpfen kann, sondern dass man sehr froh sein sollte, wenn man sie erreicht, und dass man meistens schlechter abschneidet, insbesondere wenn man seine Nebenkosten miteinrechnet. Dies entspricht sowohl meiner eigenen Erfahrung und auch dem, was ich in meiner Ansicht nach guter Litaratur gefunden habe.

Meine Motivation besteht darin, diesen Sachverhalt (meiner Ansicht nach ist es Sachverhalt, aber ich akzeptiere auch andere Meinungen und Perspektiven) bekannter zu machen, und Leute, die glauben, dass man seine Tradingtechnik nur gut genug optimieren muss, um dadurch auch extrem gute Performances z.B. von 50% oder 100% p.a. zu erreichen, auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Es kann natürlich sein, dass ich falsch liege, und würde mich gerne vom Gegenteil überzeugen lassen, denn ich finde, dass man gerade in der Börsenwelt in der Lage sein sollte, eigene Fehler zu erkennen, und sein Weltbild ständig anzupassen, wenn es nötig ist. Denn an der Börse wird ja gleichzeitig absolute geistige Flexibilität und parallel dazu absolut stures Durchhalten der Regeln der gerade angewendeten Tradingstrategie gefordert, und zu beiden extremen Seiten haben wir als Menschen Probleme, dies umzusetzen.

Außerdem nervt es mich inzwischen, wenn die überzogenen Hoffnungen vieler Tradern von kommerziellen Medien wie Börsenbriefen ausgenutzt werden, in denen mit künstlich geschaffenen Performances aus der Vergangenheit eben diese Hoffnung auf unrealistische Gewinne verstärkt wird, um Abonennten zu gewinnen. Daher würde ich mich gerne über die verschiedenen möglichen Tricks unterhalten, wie mit dubios erzeugten Musterdepots, doppeldeutigen Hinweisen usw. unseriöse Werbung gemacht wird.

Ich würde auch gerne einschätzen können, wie andere Leute über meine Meinung denken, und ob meine Ansicht eher auf Zustimmung oder eher auf Ablehnung stößt, und aus welchem Grund. Nehmen so eine Meinung andere eher als sowieso bekannte selbstverständliche Grundweisheit der Börse auf, und ich labere daher nur altbekanntes und triviales, oder bin ich in den Augen anderer ein miesmachender Pessimist, der nur keine Ahnung davon hat, welche Erfolge andere mit ihrer Technik seit Jahren haben?

Ich möchte daher auch motivieren, sich die Börsenbriefe, wenn man sie denn doch abonnieren will, genau anzuschauen, was sie versprechen, ob ihre Vergangenheitsperformances glaubwürdig sind, und ob der Preis nicht evtl. zu hoch ist, usw. und insbesondere, ob die Versprechungen auch im Rahmen der zumindest meiner Meinung nach vorhandenen Grenzen überhaupt realistisch und zukunftstauglich sind.

Zu meinen einzelnen Behauptungen:

1.) Charttechnik: ob man sie jetzt ganz unfreundlich als Humbuk oder mäßig unfreundlich als größtenteils Humbuk bezeichnet, finde ich unwichtig (ich will damit auch keinen Charttechniker beleidigen, denn wer es trotzdem kann, ist ein umso größerer Künstler), ich finde aber, dass man sich sehr deutlich der Grenzen und Probleme der Charttechnik bewußt sein sollte. Abgesehen von dem eher trivialen Problem, dass es bei jedem Kurs immer die gleiche Anzahl Leute gibt, die Kaufen oder ebent Verkaufen zu diesem Kurs für sinnvoller halten, dürfte das größte Problem sein, dass die Börse halt nicht mehr Geld ausspucken kann, als Geld hineingesteckt wird, und daher eine Charttechnik, die dauerhaft und zuverlässig überdurchschnittliche Performance ermöglicht, kaum existieren kann. Sollte es sie geben, dann muss es einen Grund geben, dass sie nur von wenigen Leuten praktiziert wird, denn wenn sie von zu vielen Leuten praktiziert würde, würden sich die Kursverläufe an den Börsen so verändern, dass sie nicht mehr funktionieren würde. Denn die überdurchschnittliche Performance von bestimmten Tradern muss zwangsläufig mit der unterdurchschnittlichen Performance von anderen Tradern einhergehen, denn von irgendwoher muss das Geld ja kommen. Jeder kann nur soviel richtig machen, wie andere falsch machen. Eine dauerhaft zuverlässige Charttechnik für Outperformance muss daher entweder z.B. an teure technische Ausstattung und/oder sehr hohen persönlichen Aufwand beim Beobachten der Kurse gebunden (siehe Profitrader), oder an sehr hohen Kapitaleinsatz beim Traden, oder sie muss extrem schwer verständlich, mitteilbar und/oder umsetzbar sein, oder sie muss künstlich geheim gehalten werden, damit nicht jeder beginnt, es auch so zu machen. Außerdem sollte man die Anpassungsfähigkeit der Börse an Tradingmoden nicht unterschätzen, und an das Problem denken, die Methoden, die gerade in Mode sind, als solche zu erkennen, und selbst der erste zu sein, der eine neue Methode verwendet, bevor sie dann in Mode kommt, und ihre Wirkung verliert. Vor 80 Jahren haben Elliotwaves (ich glaube, sie sind ungefähr so alt) bestimmt super funktioniert, weil es möglicherweise eine Art stillschweigendes Agreement unter den Tradern gab, an das man sich meistens halte sollte, ohne durch zu hohe Gewinnerwartungen andere zu sehr arm machen zu wollen. Eben Aktienhandel mehr als Anlage zu sehen und nicht als Möglichkeit, schnelle Tradinggewinne auf Kosten anderer zu machen.

2.) zu Fundamentaldaten: Früher gab es mal Berechnungen, wie man den "wahren" Wert einer Aktie ermitteln konnte, in dem man irgendwie die bekannten Kennzahlen KGV und KUV usw. sowie die Dividendenausschüttung zum gerade aktuellen Zinsniveau in Beziehung setzte. Die Aktie war daher noch eher als einer Anleihe recht ähnlich zu betrachten, weil man davon ausging, dass die Aktie stets zu diesem sich zwar auch immer ändernden Wert zurückkehren würde. Dann ist daraus die allgemeine Meinung über sog. faire Bewertungen, z.B. KGV zwischen 10 und 20 usw. geworden. Inzwischen ändern sich auch die Ansichten darüber, und sind teilweise völlig uninteressant geworden, weil man weiß, dass es genug Aktien gibt, die sich für extrem lange Zeit diesen Einschätzungen widersetzen können.

Ich halte die Veröffentlichung von Fundamentaldaten nicht für willkürlich.

Ich glaube aber inzwischen, dass sich Fundamentaldaten nicht besser für eine Prognose künftiger Entwicklungen eignen als Charttechnik, d.h. sie eignet sich so gut wie gar nicht dazu. Die Hauptprobleme sind eben das überraschende Auftauchen (bekanntes oder erahntes ist eben schon eingepreist), die Probleme beim Einschätzen der Reaktion der Börse darauf (z.B. selling the good news), und die Zuverlässigkeit der Informationen (siehe Bilanzierungsskandale oder falsche öffentliche Einschätzung von Rahmenfaktoren, z.B. Konjunkturentwicklung, Konkurrenzsituation in der Branche, politische Faktoren etc.)

 

Ich hoffe, meinen Standpunkt etwas klarer dargelegt zu haben, und freue mich über Kommentare. Insbesondere Erfahrungen mit Börsenbriefen fände ich sehr spannend, weil man da doch annehmen sollte, dass dort zumindest halbwegs fähige Leute hinter sitzen sollten.

 

Grüße an alle

nagualml

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Aktiencrash
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Na das nenne ich eine Formulierung :thumbsup: ! Ich denke damit sollte jeder User was anfangen können und bestimmt finden sich einige Mitglieder oder Neumitglieder die zu diesen Thema "Börsenbriefe" etwas zu sagen haben/können.

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Aktiencrash
Posted

Ich kann zwar nicht viel (besser gesagt nichts) zu Börsenbriefe sagen, da ich keine beziehe.

 

Allerdings lese ich die Börse-Online hin und wieder. Diese Zeitschrift/en kann man genauso hier in das Thema packen. Ich kann mich gut an die Zeiten von 2000-März/2003 erinnern, wo sehr viele Kaufempfehlungen in dieser Zeitung abgedruckt wurden. Wer sich daran hielt, durfte mächtig Wasser lassen ;) .

Die BO kann sich auch nicht damit rausreden, das die Empfehlungen von anderen Analysten stammen, wie sie es schon oft tat. Man sollte sich auch nicht von der Spezialwerte-List und Blue-Chip-Liste und deren Performance des letzten Jahres 2003/04 täuschen lassen, denn die Verluste sind damit aus den 3 Jahren vorher auch nicht rausgeholt.

 

Wer einen Börsenbrief einschließlich Zeitschriften bezieht, dem sollte/muß schon klar sein, das man von den oberen Köpfen dieser Medienmogule sehr schnell mißbraucht werden kann. Entweder um Wertpapiere im Kurs hochzutreiben, oder um überteuerte Wertpapiere aufzukaufen, von denen sich andere trennen möchten.

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nagualml
Posted · Edited by nagualml

Ich hatte jetzt zwei Jahre den iwatch abonniert und ein Jahr lang den Hebelzertifikate-Trader.

Im HT führen sie ein Musterdepot, das ein Echtgeld-depot sein soll. Sie machen Kurzfrist- bis kürzeres Mittelfristtrading. Selbst im Jahr 2003, als eine langandauernde, extrem gute Rally abging, haben sie es nicht geschafft, eine positive Performance in das Musterdepot zu bringen. Nun, es wurde dann einfach durch ein neues ersetzt, dass dann wieder bei Null anfing. im Laufe des Jahres 2004 ist dieses Musterdepot dann ebenfalls ins Minus gerutscht, und das, obwohl sie nicht nur Long- sondern auch Short-Turbos empfehlen. Sie arbeiten nach herkömmlicher Charttechnik, sind allerdings wegen des relativ beschränkten Angebots an Turbos in der Aktienauswahl beschränkt. Aber wenn man davon ausgeht, dass man mit gekonnter Charttechnik eigentlich eine sichere Performance von z.B. +5% p.a. erreichen müsste, dann müßte man die doch mit Hebelprodukten auf zumindest 10-15% steigern können??? Oder kann man mit Charttechnik eben doch nicht so ganz sicher ins plus kommen???

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Teletrabbi
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Sicher ist nur, dass die Börse keine Einbahnstraße ist. Also gibt es bei Aktien keine garantierte Rendite.

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thor_of_asgard
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Hallo, ich überlege derzeit, einen Börsenbrief zu abonnieren und nach diesem Empfehlungen anzulegen.

 

Der Taipan wird ja allgemein sehr gelobt.

 

Auch den Austria-Börsenbrief finde ich interessant.

 

Neuerdings habe ich noch den Trendtrader empfohlen bekommen; theoretisch scheint mir das interessant, da ich schon einige (gute) Erfahrungen mit der OShaugnessy-Strategie (besser den Strategien) gemacht habe. Nur der Verlag scheint mir etwas .... hhmmm .... sagen wir mal dubios.

 

Mir geht es nicht ums Zocken, sondern um eine langfristig ausgerichtete, regelmässige Arbeit mit Wertpapieren.

 

Wer von Euch hat Erfahrung?

 

Würde mich gerne mit einigen Leute regelmässig austauschen.

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thor_of_asgard
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Liest hier keiner einen Börsenbrief ????

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Toni
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Doch, ich habe Berneckers "Aktionärsbrief" abonniert.

 

Ich habe ihn seit 5 Jahren, kostet 10 Euro/Monat.

 

Gestern habe ich ihn gekündigt....

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thor_of_asgard
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Du warst also nicht zufrieden? Warum?

 

Hier ein interessanter (etwas älterer) Artikel aus dem Handelsblatt ....

 

 

HANDELSBLATT, Dienstag, 27. April 2004, 08:57 Uhr

Untersuchung aber umstritten

Börsenbriefe überraschen mit guten Treffern

Von Gertrud Hussla

Ein Test ergab: Börsenbriefe geben oft bessere Tipps als mancher bekannte Vermögensverwalter. Allerdings bleibt der Risikofaktor außer Acht

 

 

 

DÜSSELDORF. Vor Börsenbriefen können sich Anleger kaum retten. Unzählige bieten die vermeintlich todsicheren Tipps zum schnellen Geld an. Trotz des eher zweifelhaften Rufs hat jetzt ein Test des Düsseldorfer Finanzberaters WSH überraschende Ergebnisse gebracht: Wären Anleger seit Anfang 2003 den Empfehlungen von 22 getesteten Briefen gefolgt, hätten sie in der Regel ein besseres Geschäfts gemacht, als wenn Sie ihr Vermögen Deutschlands bekanntesten Vermögensverwaltern überlassen hätten. Bei allen methodischen Einschränkungen stelle das Ergebnis auch die Leistung mancher Vermögensverwalter in Frage, erklärte die WSH, die regelmäßig Vermögensverwalter bewertet. Andere Finanzexperten hielten dagegen, bei dem Vergleich sei der Risikoaspekt ausgeblendet worden.

 

Dem Test zufolge hätte der auf Asienwerte spezialisierte beste Börsenbrief Taipan den Wert eines Portfolios im Jahr 2003 um genau zwei Drittel vermehrt. Mit dem Value Investor hätten Anleger ihr Vermögen um 56,7 % steigern können. Unter den besten von der WSH getesteten Vermögensverwaltern erreichte Gebser & Partner eine Rendite von 47,7 %. Im Mittel erzielten die besten Verwalter einen Gewinn von 9,3 %, die getesteten Börsenbriefe kamen auf 29,5 % ein Börsenbrief hätte das Vermögen allerdings auch um 90 Prozent dezimiert.

 

Wenn ich mit renommierten Researchern und dem gesamten Apparat einer Vermögensverwaltung schlechtere Ergebnisse erziele als Redakteure, die sich übers Internet informieren, wirft das einige Fragen zum Mehrwert einer Vermögensverwaltung auf, sagte WSH-Tester Mark Overwien. Die WSH folgte im Test mit fiktiven Buchungen jeder Kaufempfehlung der Briefe und setzte bei jedem Geschäft 1000 Euro ein. Bei einer Verkaufsempfehlung wurde der Wert veräußert. Getestet wurden sämtliche Börsenbriefe des Verlags Norman Rentrop sowie des Verlags für Deutsche Wirtschaft mit Titeln wie Zürich Club, Der Depot-Optimierer, Value Investor oder Der Deutsche Wirtschaftsbrief. Der Test im Auftrag der Verlage sei keinesfalls repräsentativ, räumt Overwien ein. Aber das Ergebnis habe ihn dennoch überrascht. Die Redakteure haben keinesfalls ihre Titel wahllos aus Schuhkartons gezogen, sagte Overwien. Überraschend sei auch die Vielzahl der Titel gewesen. Während wir beim Test einer Vermögensverwaltung auf zwei oder drei neue Werte stoßen, sind es bei Börsenbriefen oft 20 gewesen. Namen wie etwa Coeur dAlene Mines, Ligand Pharmaceuticals oder Vogt Electronic seien in der Öffentlichkeit kaum geläufig, hätten aber in den fiktiven Portfolios ausgezeichnete Kursgewinne erzielt.

 

Die Börsenbriefe, die von ihren Abonnenten bis zu 1 000 Euro im Jahr kassieren, beziehen ihre Informationen häufig nur aus zweiter Hand. Gelegentlich haben sie aber auch eigene kleine Analyseabteilungen. Wir lassen jeden Wert über unsere Fundamentalanalysten prüfen, sagt Herausgeber Hans Joachim Oberhettinger vom Börsenblatt Der Depot-Optimierer. Ein Grund für das positive Abschneiden der Briefe könnte die generell gute Kursentwicklung der Nebenwerte im Untersuchungszeitraum gewesen sein. Die Redaktionen wählen häufig kleinere Werte mit höherem Schwankungsrisiko, beobachtete Overwien. Andere Finanzexperten werfen die Frage auf, ob nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden. So ein Börsenbrief kann Empfehlungen abgeben, ohne dass er sich um die Konsequenzen scheren muss, sagt der unabhängige Vermögensverwalter Lutz Gebser, der im Aktienbereich Spitzenrenditen erzielt hat, wir aber haben echte Verantwortung gegenüber unseren Kunden. Hohe Verluste blieben bei Börsenbriefen oft ohne Konsequenz.

 

Der auf Finanzmärkte spezialisierte Wissenschaftler Professor Reinhart Schmitt von der Universität Halle sagt, in einen fairen Test müsse der Risikofaktor berücksichtigt werden. Auch der gewählte Zeitraum spiele eine wichtige Rolle. So mag das Börsenboom-Jahr 2003 den Börsenbriefen in die Hände gespielt haben. Schmitt hält es für möglich, dass viele Börsenbriefe vor allem in einem Aufschwung besser abschneiden als Vermögensverwalter.

Schmitt, der selbst schon Börsenbriefe getestet hat, erlebte oft, dass die bekanntesten nicht immer die besten waren. Auch seien ihm Titel begegnet, die ihre Empfehlungen nach der Astrologie ausgerichtet hätten. Vorsichtig sollten Anleger in dem kaum transparenten Markt immer dann werden, wenn ein Börsenbrief besonders aggressiv werbe. Es gibt aber durchaus gute und sehr solide Briefe, sagt Schmitt.

 

 

 

Was da nicht drin steht - der Taipan hatte damals am Besten abgeschnitten.

 

Der Austria-Börsenbrief war leider nicht dabei. Soll aber ein Insidertipp sein, leider nur für die Wiener Börse

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cubanpete
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Ich lese manchmal Börsenbriefe, wenn ich sie gratis bekomme. Sind meist ganz amüsant aber ansonsten Zeitverschwendung. Schlimmer noch, sie verhindern, dass ihre Leser, sofern sie die Börsenbriefe ernst nehmen, sich mit dem Thema im Bezug auf sich selbst auseinandersetzen.

 

Wenn jemand nach einem Börsenbrief handelt, so wird er niemals eine für sich selber funktionierende zuverlässige Strategie entwickeln können. Glaubt Ihr wirklich, jemand verschenkt Diamanten?

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thor_of_asgard
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Naja, kostenlose Börsenbriefe meine ich ja nun grade nciht.

 

Dazu hätte ich auch kein Zutrauen. Aber der Austria-Börsenbrief wird z.B. von einem Vermögensverwalter herausgegeben, der seine normale Arbeit so nochmal zusätzlich versilbert. Und zwar mit einem bis 1988 zurückverfolgbaren Musterdepot.

 

Auch der TAIPAN-Brief läuft seit Ende der Achtziger.

 

Hier gibt es kein so konrektes Musterdepot, aber die obige Untersuchung war nicht die Einzige, die den Taipan sehr gelobt hat.

 

Schliesslich kann ich mir keine Strategie aus den Finger saugen, da ich keine Mega-Rechner und ein Team studierter Spezialisten habe .....

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Toni
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Ganz einfach: Ich habe noch nie auch nur eine Aktie gekauft,

die in dem Börsenbrief empfohlen wurde und bin trotzdem

gut gefahren. Entweder der Chart gefiel mir nicht oder die

fundamentalen Daten.

 

Dieses Jahr habe ich das stärkste Musterdepot des Börsenbriefs

outperformt. Ich denke, ich brauche den Brief nicht mehr. Es

steht so gut wie nie etwas Neues für mich darin.

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thor_of_asgard
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Naja, das ist schon schön, wenn man so ein schlaues Kerlchen ist.

 

Nur: Ich bin nun mal nicht so schlau ....... wie mache ich es also am Besten??

 

Ich wäre durchaus auch bereit, einen von Dir erstellten Börsenbrief zu kaufen .... :-"

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Toni
Posted · Edited by Toni

Ich kann Dir die letzen 20 Ausgaben des Bernecker-Börsenbriefs

verkaufen...die liegen bei mir im Altpapier...

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thor_of_asgard
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Ja, danke, die helfen mir auch nicht.

 

Wenn, würde ich lieber den von Dir persönlich verfassten Brief lesen .... Du sagst ja, dass Du Dich gut auskennst .....

 

Ich war die letzten fünf Jahre mit Fonds recht erfolgreich und würde jetzt gerne in Einzelwerte umsteigen.

 

Gelesen hab ich auch einiges .... aber wie anfangen ..... ich such halt a bisserl Anschluss; wobei ich nicht zocken, sondern investieren will ....

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maximale
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So eine Sache mit den Börsenbriefen.

 

Habe z.B. schon vor mehr als 20 Jahren in meiner Ausbildung in einer Bank immer die Möglichkeit gehabt den Frankfurter Börsenbrief zu lesen.

Erinnere mich noch, daß bereits damals eine seiner Lieblingsaktien Kali und Salz war.

 

Ansonsten kenne ich als Österreicher natürlich auch den Austria Börsenbrief.

Hatte den schon mal vor mehr als 10 Jahren im Abo u. kann auch gegenwärtig an und zu mal einen Blick in eine aktuelle Ausgabe machen.

 

Fakt ist aber, die Performance die sich Börsenbriefe ausweisen, ist immer die optimalste.

Was das heißt? Der Austria Börsenbrief z.B. verzinst sich sein Verr. Kto. momentan mit 3%. Ok ist nur eine Kleinigkeit aber macht über die Jahre auch Performance die ein Privatanleger nicht erreichen kann.

Dann kaufen die Börsenbriefe ja immer fiktiv zum Redaktionsschluß in ihr Musterdepot z.B. Donnerstag. Freitag erscheint er dann u. ein enger Nebenwert mit wenigen Umsätzen wird empfohlen. Der Privatanleger kann oftmals nur noch 5% höher kaufen...usw.

 

Gutes Forum zu österr. Aktien:aktien online

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thor_of_asgard
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Hallo, Maximale!

 

Danke für Deinen Beitrag und den Link.

 

Das mit den 3% war mir beim Austria-Börsenbrief auch schon aufgefallen.

 

Ich hab mal bei denen angefragt und die haben wirklich nett geantwortet und auch extra drauf hingewiesen, dass es sehr wichtig wäre, immer gleich am Freitag zu kaufen.

 

Die Frage ist halt:

 

Wenn ich keine Fonds mehr will, um ein bisschen mehr Plus mit Aktien zu machen .... nach welcher Strategie gehe ich dann vor?

 

Langfristig gut laufen anscheinend nachweislich der Taipan und der Austria-Brief bzw. genau gesagt: Das österreichische Depot des Austria-Briefes.

 

Welcher Weg ist besser ... ?

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maximale
Posted · Edited by maximale

Oh shit, jetzt muß ich alles nochmal schreiben, weil plötzlich das Antwortfenster mit meiner umfassenden Antwort verlorenging.

 

Nun ganz kurz: Taipan ist schon so lange am Markt, da müssen sie was drauf haben. Gehen vornehmlich in SC u. EM. EM haben herkömmliche Börsenbriefe nicht, weil sie dazu keine fundierten Infos haben.

 

Andere Nebenwertebriefe haben wie gesagt fast nur deutsche Firmen unter Beobachtung.

In folgende Musterepots kannst du aber auch ohne Abo mit 2-3 Tagen Verspätung jederzeit hineinschauen.

 

value stocks

http://www.depotspider.de/start.php4

http://www.tradecentre.de/

 

Andere Briefe, die es sagen wir mal ruhiger angehen:

 

kapitalschutz

werminghausen

böerse.de

http://www.investor-verlag.de/spezial/vi5489/

http://www.value-investment.de/

Bei letzterem melde dich an, u. du erhälst den Brief strateg.investieren 1 mal kostenlos u. ohne jede Verpflichtung.

Arbeit mit 4 erfolgreichen Strategien u. 4 Musterdepots incl. Gesamtgewichtung.

Bei Value gute solide Werte.

Bei SC so mancher interessanter Wert der wirklich längerfristig noch nach oben zieht.

Haben per 30.8. R. Stahl 725.772 emppfohlen, wer da zu 21 reinkam, der steht nun bei über 26,--. Auch Geox A0DNCF machte schon was nach oben.

Schau dir die Werte bei onvista.de mal an, da siehst du rechts unten gleich ein Empfehlungsfenster u. welcher Börsenbrief wann wie empfohlen hat.

 

Zum Austria BB nochmal.

Das Wiener Musterdepot steht ziemlich still schon einige Zeit.

Nicht zu vergessen, dort wurde viel Performance mit dem Depotschwergewicht Bet and Win teilweise gemacht. Wenn eine Aktie so steigt dann schlägt das durch.

Die Cash Quote momentan eher hoch. ABB meint daß der Wiener Markt mittlerweile fair bewertet ist. Ausnahme Miba.

Es gibt jedoch keine Werte mehr die noch unendecktes Potential haben.

Bei einem Börseplatz der praktisch nur ca. 50 Aktien hat, übersieht man einfach keine. Habe selber noch blutjung am Wiener Parkett als Juniorhändler einer Bank meine ersten Schritte gemacht. Was da früher an ausgemachten Partien, mit vorbörslichen Kurs raufziehen am internationalen Reutersschirm u. Ringelreihertrades nach oben usw. passierte od. sein könnte - wie gesagt alles nur Fiktion ;) .

Einer meiner damaligen Lehrmeister hat heute eine eingeschränkte Privatbanklizenz. Die Austria Telekom mußte zu einem Stichtag über ein gewisses Limit gehen, dann hatten die Manager dort Anspruch auf Prämien im Gesamtausmaß eines 8 stelligen Betrages gehabt. Und er hat es am letzten Tag der Frist in den letzten 30 Sekunden der Börsensitzung geschafft den Kurs für 2 Trades über das Limit zu bringen, er hat den Wert mit Kaufaufträgen mit einem Volumen ohne gleichen torpediert. Übrigens dies geschah vor nicht mal 2 Jahren. Kann ich offen erzählen weil es bereits mal in einem österr. Journal publiziert worden ist.

 

Nun zum heute, Wien ist 3 Jahre lang super gestiegen. Da geht jedes Österreichdepot schlagartig nach oben.

Nur Ostfantasie ist eingepreist.

Hauptgrund für die Steigerung war meines Erachtens aber eine neue Pensionsvorsorge in Österreich mit staatlich Förderung. Bei Förderungen kennen die Österreicher nichts, da schlagen sie ungeschaut zu.

Nur dieses Prudodukt hat so zurechtgezimmerte Anlagerichtlinien, daß sie praktisch 50% der jährlich eingezahlten Prämien in österr.Aktien anlegen müssen.

10 Jahre ist Mindestlaufzeit u. das Geld daraus erhält man erst ab 65.

Mittlerweile wurden ca. 800.000 Verträge oder mehr gezeichnet, und alle zahlen monatlich bzw. jährlich ordentlich ein u. die Anbieter des Produktes müssen zwangsweise an der Wiener Börse anlegen. Jahr für Jahr u. die ersten Auszahlungen als Privatrente gibt es ja erst frühestens in 7 Jahren. Nur viele zahlen noch 30 Jahre da ein. Natürlich an einem kleinen Börsenplatz wie Wien führt so eine zwangshafte Kapitalschwemme dazu, daß die Kurse generell nach oben mußten. Der Finanzminister gab selber zu, daß damit die Börse belebt werden sollte.

Aber unterbewertete od. gar vielleicht nicht entdeckte Schnäppchen bei weniger Börsenwerten als es Banken, Pensionskassen u. Versicherungen in Österreich gibt ist da ja nicht mehr möglich.

 

So gesehen kann der ABB da auch keine großen Sprünge mehr machen.

Mittlerweile machen die ja schon Stillhaltergeschäfte auf Aktien in ihrem Österreich Musterdepot um Rendite zu erzielen. So etwas kann aber ein Privatanleger im Regelfall nicht nachmachen.

Trotzdem würde ich sagen ist die Publikation solide u. seriös, wenngleich mich etwas stört, daß sie einen Brief anbieten u. extra noch moneymail sowie Tipp der Woche um noch besser u. schneller informiert zu sein.

Hinterläßt etwas schalen Beigeschmack nach dem Motto ich zahle den normalen Brief u. andere die noch eines der obigen Zusatzabos haben, erhalten vielleicht so manchen Tipp der Briefes sagen wir mal 1-2 Tage vorher.

 

mfg

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thor_of_asgard
Posted

Hallo, Maximale ,,,,,,,,,,,,,,, Teufel und eins, mir ist eben das Gleiche wie Dir passiert und ich muss den ganzen Text nochmal tippen ... naja, was soll es ...

 

Danke für Deinen ausführlichen und hilfreichen Beitrag.

 

Das mit den Stillhaltergeschäften finde ich eher schlau und als Privatkunde kann man das zumindest bei Consors auch machen.

 

Insgesamt hast Du aber schon recht, Wien ist halt mehrere Jahre stark gestiegen und irgendwann muss es mal eine Korrektur geben. Da muss man nicht gerade einsteigen.

 

Ausserdem stört mich, dass ich im Grunde ein Auslandskonto einrichten muss, um das gescheit umzusetzen und die Kosten in Austria sind viel höher als bei uns.

 

Das mit dem "Getratsche" an der Wiener Börse und den "hmm"-Geschäften war einer der Hauptgründe, warum ich an dem Brief Interesse hatte - immerhin sollen die da ... durchblicken.

 

Ausserdem waren die Rückmeldungen auf meine Emails wirklich vernünftig und seriös.

 

Langfristig sehe ich für Österreich übrigens weiter gute Chancen, weshalb ich der Empfehlung von Taipan, den Wert "Raiffeisen International Bank" direkt gefolgt bin.

 

Auf jeden Fall will ich mir Deine Links ansehen. Aktuell tendiere ich zum Taipan, wobei ich NICHT mein ganzes Geld auf eine Karte setzen und es auch sonst eher ruhig angehen lassen will.

 

Nochmal vielen Dank für Deine Profi-Tipps! :thumbsup:

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