StinkeBär

Turnaround- u. Dividendenaktien aus der Dax-Familie.

197 posts in this topic

Posted · Edited by MrStahlfelge

Das mit der Konzentration auf den Heimatmarkt finde ich immer toll. Was genau will man da eigentlich damit sagen?

Es gibt immer viele Tipps, aber in der Praxis widersprechen sie sich eben.

Ein anderer Tipp lautet nämlich auch, man solle, wenn man eine Aktie kauft, von der Zukunft und dem Geschäftsmodell des Unternehmens überzeugt sein. Deshalb habe ich meine Einzelaktien bis auf wenige Ausnahmen auch aus Deutschland: nur bei diesen Unternehmen (fast nur Small Caps bzw. Aktien, die nicht im Fokus der Masse stehen) sehe ich, dass Produkt und Marketing gut sind. Auf die genauen Zahlen pfeife ich da (was ja auch wieder falsch ist, andererseits soll man sie ja auch wieder nicht beachten, schließlich geben sie nur die Vergangenheit wieder...)

Ausnahmen sind natürlich ausländische Unternehmen, die ihre Waren auch in Deutschland anbieten. Die sind aber nur in wenigen Fällen kleine Unternehmen.

 

Meine Meinung dazu: Diversifikation läuft über Welt-Fonds.Mit Einzelaktien geht man immer ein erhöhtes Risiko ein. Und deshalb kann man da nur Unternehmen kaufen, mit denen man sich wohl fühlt. Das sind natürlich die, die man besser kennt.

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Ich lasse den Titel trotz Vorschläge jetzt erst einmal so. Name + Depot wie viele hier haben, ist genauso wenig hilfreich.

 

Ein- und Ausstiege erfolgen über Bauchgefühl und über zufälliges Zeit haben für Käufe und Verkäufe. Zudem progressives Verbilligen über ca. 3 Tranchen* und Beleihung von Buchgewinnen, wobei ich nicht auf die Cashflows der Dividenden zurückgreifen muss, was auch gefährlich wäre, da diese wie gesehen ausfallen können. Das Große Ziel ist ein recht langes Halten der billig erstandenen großen 3. Position, um später eine gute Eigenkapitalverzinsung zu haben. Bei schnell stark steigende Aktien, wird dann doch verkauft, insbesondere dann, wenn die Kursgewinne ein Vielfaches der Dividenden ausmachen. Bei Salzgitter wäre ich vor kurzem bei über 30 € fast wieder schwach geworden, leider wurde ich es nicht. :angry:

Die Risikostreuung ist schlecht, da bestimmte Sektoren Probleme haben, aktuell Finanzsektor (Minimalzinsen), Stahlbranche (billig Importe aus China), Energiesektor (Atomausstieg)..., wodurch man voll dabei und das Elend live miterleben kann.

 

Gründe für den Home Bias sind vielfältiger Natur:

teilw. höhere Transaktionskosten für ausländische Werte, geringe Informationen über diese Titel, keine Quellensteuer, keine Absicherung von Währungsrisiken, recht guter Staat, gute Handelbarkeit der heimischen Werte, ...

 

Über ausländische Aktien weiß ich zu wenig, um mich damit wohl zu fühlen und ich kann auch keine Fremdsprachen. Außerdem weltweit Einzelwerte zu suchen und zu beobachten ist mir zu aufwendig und würde mich stressen, dann lieber über die Zeit diversifizieren bei einer überschaubaren Anzahl von Werten.

 

Dass der Home Bias nun total riskant wäre, kann ich nicht bestätigen. Es zieht ja auch viele ausländische Investoren in die deutschen Werte und die Firmen tätigen grenzüberschreitenden Investitionen im Ausland. Eher sehe ich einen Gleichlauf bei den großen Konzernen Dow versus DAX versus Eurostoxx, die zucken doch meist zugleich in die gleiche Richtung.

 

Wer Amiland vergöttert, kann ja den Dow kaufen und den Dax verkaufen, um die Überlegenheit der amerikanischen Aktien auf breiter Front als Alpha abzuschöpfen.

Man wird mutmaßlich keine systematisches Alpha generieren.

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Wenn Du keine Fremdsprachen kannst, wären dann neben deutschen nicht auch österreichische und schweizerische Aktien was für Dich? Aktien aus der Schweiz sind zwar oft teuer. Aber es gibt dort zahlreiche gute Industriewerte und auch internationale Großkonzerne wie Nestlé, Novartis, Roche, ABB etc. Aus Österreich wiederum sei z. B. STRABAG genannt. Und was das Absichern von Fremdwährungsrisiken betrifft. Hast Du Dir schonmal angesehen, in welchen Währungsräumen Deine Unternehmen ihre Ergebnisse erzielen und ob bzw. wie sie ihre Fremdwährungsrisiken absichern?

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Wer Amiland vergöttert, kann ja den Dow kaufen und den Dax verkaufen, um die Überlegenheit der amerikanischen Aktien auf breiter Front als Alpha abzuschöpfen.

Man wird mutmaßlich keine systematisches Alpha generieren.

 

Dann leg halt ganz einfach den DOW und den Kursindex vom DAX übereinander, dann wirst du vielleicht egal welchen Zeitraum du nimmst den Unterschied mit blossem Auge erkennen.

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Posted · Edited by Stockinvestor

Ich hätte das Depot Dax-Trading-Depot genannt. Das würde es meiner Meinung nach am ehesten treffen, was Du hier veranstaltest. Werte aus dem DAX-Bereich traden.

 

Home Bias ist nicht unbedingt schlecht. Nur es kostet halt Rendite. Das haben Untersuchungen ergeben. Brauchst nur mal "Home Bias Deutschland" bei Google eingeben und bekommst so was wie das hier.

 

Ich habe irgendwie Bedenken, ob Du in einzelne Aktien investieren solltest. Vielleicht solltest Du Dich lieber ins Thema ETF/Indexfonds einarbeiten.

 

 

Ein Dividendendepot hat die Aufgabe einen stetig möglichst steigenden Dividendenfluss zu generieren und da ist die "Dog of the Dax"-Strategie oder wie immer man das nennen will eine denkbar schlechte Vorgehensweise. Sie setzt ja nicht auf einen ständigen Dividendenzufluss, sondern man verkauft die gefilterten Aktien nach einem Jahr und erhofft so Kursgewinne zu erzielen. Die Dividendenstrategie hat aber nicht in erster Linie Kursgewinne im Auge, sondern steigende Dividendeneinnahmen.

 

Orientiere Dich an Depots von Schinderhannes, Tutti, Juro oder Kezboard, dann wirst Du mehr Erfolg haben. Auch, wenn diese nicht explizit eine Dividendenstrategie verfolgen, ist es das, was ich unter Aktiensparen verstehe. Langfristiges Investieren in Qualitätsaktien.

 

Kaufen und lange Halten. Ständiges Hin-und-Her-Traden, wie Du es macht, wird Dich auf Dauer Rendite kosten.

 

Letztendlich ist es Dein Geld und ich weiß auch nicht, ob Du nur einen "Spieltrieb" befriedigen willst oder tatsächlich so was wie eine Altersvorsorge mit Deinem Depot betreiben willst.

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Trading ist bei mehrmonatiger oder teils mehrjähriger Haltedauer auch nicht so treffend.

 

Kurzbeschreibung meiner Vorgehensweise:

 

Kauf einer aus meiner Sicht Turnaround-Aktie.

Diese sind per Definition Titel von Krisenunternehmen mit Aussicht bzw. zumindest Chance auf eine Wende. Chancen und Risiken sind hier äußerst hoch!

 

Da ich nicht den optimalen Griff ins fallende Messer am Tiefpunkt schaffe, erfolgt der Kauf über drei Tranchen je Titel, wobei das Anlagevolumen jedes Mal sich erheblich vergrößert, mit dem Ziel im Idealfall bei der dritten Position viel Volumen möglichst in der Nähe vom Tiefpunkt auf den Tisch gelegt zu haben.

 

Die erst und zweite Tranche soll bei nächste Gelegenheit kapitalschonend wieder verkauft werden.

 

Eine Anlagestrategie für die Altersvorsorge ist dies nicht, eher pure Spekulationen.

 

Spieltrieb, ja sicher auch, andererseits sind es namenhafte Unternehmen, was die Gefährlichkeit eines Totalausfall etwas mindert, da diese Unternehmen grundsätzlich das Potential haben sich zu sanieren, auch haben sie Kapitalmarktzugang.

 

Vielleicht bin ich zu blauäugig, aber den in meinen Depot befindlichen Aktien traue ich schon eine Rückkehr in die Dividendenzahlung in den nächsten Jahren und eine Wende zum Besseren zu.

Im Idealfall habe ich dann jahrelang eine gute Eigenkapitalverzinsung per Dividende und brauch nichts mehr machen. Die Coba könnte sich gerade an einen solchen Wendepunkt befinden.

 

2-5 Jahre braucht es im Regelfall schon, um sich erfolgreich zu transformieren.

Bei von Rohstoffpreis abhängenden Aktien, geht es bei einer Besserung der Preise sehr schnell wieder hoch, das ist für mich auch Neuland mit solchen Zyklikern umzugehen.

Die schwanken schon extrem die Aktien.

 

Der hohen Risiken und Chancen bin ich mir bewusst, danke euch aber für eure mahnenden Wort.

Das Börsengeld ist Geld was ich nicht zum Leben brauche. Selbst wenn alle Aktien insolvent gehen, dreht sich die Welt für mich weiter, kurzum spekulieren just for fun.

Mir macht das auch noch nach 20 Jahren riesigen Spaß und man bleibt am aktuellen Zeitgeschehen dran.

Und wenn es dann mal genau wie gedacht aufgeht, fühlt man sich wie ein kleiner Gott, so abgeklärte nach strengen Regeln erfolgende ETF Transaktionen sind mir zu langweilig oder perfekt gestreute Anlagen sind nix für mich. Ich will eine Story/Wette spielen, wie gesagt - Hopp oder Top.

Nur weil es tief runter gehen kann, heißt das nicht automatisch, dass der Flop garantiert ist.

Am Lebensende weiß ich mehr, bin dann zumindest an Erfahrungen und Erlebnissen reicher. ;)

Getreu der Redensart: Wenn der Kuh zu wohl wird, geht sie aufs Eis. :)

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Posted · Edited by Stockinvestor

... Eine Anlagestrategie für die Altersvorsorge ist dies nicht, eher pure Spekulationen...

...Das Börsengeld ist Geld was ich nicht zum Leben brauche. Selbst wenn alle Aktien insolvent gehen, dreht sich die Welt für mich weiter, kurzum spekulieren just for fun....

 

O.K., dann bin ich ja beruhigt.

 

Für mich steht Trading dafür, dass man öfters mal handelt. Das muss jetzt nicht unbedingt täglich sein. Im Gegensatz zu Kaufen-und-Halten eben, wo man möglichst über viele Jahre hinweg halten will.

 

"Dax-Turn-around-Werte" wäre dann ja wohl eine ganz treffende Bezeichnung für Dein Depot, die Deine Strategie beschreibt.

 

Oder, weil Du irgendwie auch auf Dividenden stehst. "Dax-Turn-around + Dividende"

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Haha, ich würde es einfach "Stinke(Bärs)-Aktien" nennen. Da ist der Name Programm und er hat sogar den Nutzernamen drin laugh.gif

Irgendwie les ich den Thread gerne. Ist mal was anderes. Wäre noch schön, immer den aktuellen Kurs oder Stand noch zu sehen, so wie bei den verkauften Werten.Dann könnte man den Wasserstand einfacher sehen.

Aber wenn du dafür zu faul bist, kann ichs auch verstehen :)

 

 

 

 

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Posted · Edited by StinkeBär

Wegen den Quellensteuern, meide ich Österreich und Schweiz, hatte aber bereits früher mal Strabag und Jowood (Pleite gegangene Spielesoftwareschmiede, ein Spiel "Industriegigant" wird heute noch vermarktet, aber das nur am Rande). Zu faul für Steuerrückhol- und Erstattungsaktionen.

 

Mit den Wasserstandsmeldungen überlege ich mir noch..., bin wirklich ein extrem fauler Mensch, was an der Börse aber nicht so tragisch ist. :)

 

Im realen Leben dann schon, aber dafür ist mein krisensicheres Fettdepot so üppig, dass es keiner Krisenvorsorge mit Lebensmitteln mehr Bedarf. :lol:

 

Wo wir gerade beim Thema sind, neulich habe ich ein klein wenig Gold und Bargeld gar im Wald versteckt, die GPS Technologie macht es möglich.

So langsam werde ich zum Gollum, mein Schatz...

 

Ich hoffe, ich bekomme mal keine Demenzerkrankungen im Leben, wäre echt blöde.

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Wegen den Quellensteuern, meide ich Österreich und Schweiz, hatte aber bereits früher mal Strabag und Jowood (Pleite gegangene Spielesoftwareschmiede, ein Spiel "Industriegigant" wird heute noch vermarktet, aber das nur am Rande). Zu faul für Steuerrückhol- und Erstattungsaktionen.

 

Mit den Wasserstandsmeldungen überlege ich mir noch..., bin wirklich ein extrem fauler Mensch, was an der Börse aber nicht so tragisch ist. :)

 

Im realen Leben dann schon, aber dafür ist mein krisensicheres Fettdepot so üppig, dass es keiner Krisenvorsorge mit Lebensmitteln mehr Bedarf. :lol:

 

Wo wir gerade beim Thema sind, neulich habe ich ein klein wenig Gold und Bargeld gar im Wald versteckt, die GPS Technologie macht es möglich.

So langsam werde ich zum Gollum, mein Schatz...

 

Ich hoffe, ich bekomme mal keine Demenzerkrankungen im Leben, wäre echt blöde.

 

Industriegigant war eins meiner Lieblingsspiele. Habs sogar jetzt noch rumliegen. Haha, das mit dem Gold wär mir zu heikel. Das is quasi schon Geocaching mit Extra Nervenkitzel. Dann hoffen wir mal, dass da keiner zufällig mit nem Metalldetektor vorbeispaziert und das Erinnerungsvermögen intakt bleibt hehe. Nagut, ich hör mal wieder auf, den Beitrag zuzumüllen. Freu mich drauf, wie es hier weitergeht.

 

Beste Grüße, der Kuchen!

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Ich versuche eigentlich ähnlich Aktien zu kaufen, nur habe ich keine zwei Tranchen sondern maximal zwei.

 

Wie gestaltest du den Verkauf? All out oder auch in Schritten? Das System mit mehreren Tranchen könnte man eigentlich auch hier anwenden. Ich wollte letztes Jahr BMW Aktien verkaufen, war aber zu gierig mit 140€. Nach dem Hoch im letzten Jahr, sind viele Dax Aktien recht tief gefallen und ich konnte die Gewinne nicht mitnehmen.

 

Durch die Dividende müsste ich jetzt wohl 40 Jahre warten bis das Geld wieder drin ist.

 

 

 

Das mit dem Gold im Wald, finde ich auch recht riskant. Ich weiß jetzt nicht um wieviel es geht, aber ein paar Unzen kann man immer verstecken oder besser in einem Safe unterbringen.

 

 

 

 

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Posted · Edited by StinkeBär

Wichtiger als der Einkauf ist tatsächlich der Verkauf, den ich viel schwieriger finde und über den sich im Allgemeinen weniger Gedanken gemacht wird.

Sicher ein perfekter Ausstieg gelingt fast nie, was für eine Staffelung sprechen würde. Die Verkaufsentscheidung muss jeder selber treffen. Ich tendiere dazu, dass nur realisierte Gewinne echte Gewinne sind und würde den einmaligen Exit präferieren, sofern bestimmte Kursobergrenzen überschritten worden sind.

Man läuft zwar dann Gefahr, dass die Aktie weiter steigt und man sich schwarz ärgert, aber dann doch lieber den Spatz in der Hand.

Bergauf geht es nämlich meist mit der Treppe, aber runter wird der Fahrstuhl genommen, weil alle mit einmal aus der Aktie wollen, so dass die Buchgewinne schnell wieder weg sind. Preisblasen platzen halt lieber als das aus ihr die Luft langsam entweicht.

Beispielsweise war nach Verkauf der Baudienstleistungssparte bei Bilfinger wegen der Hoffnung auf eine Sonderdividende noch mal über 40 € gelaufen, um nach der Absage innerhalb kurzer Zeit unter 30 € abzutauchen. Da bleibt kaum Zeit zum Handeln.

Die große Ernte sollte daher schnell eingeholt werden, maximal ne kleinere Position kann man weiter laufen lassen, was dann aber bezogen auf die absoluten Beträge auch nur noch nervenaufreibende und aus meiner Sicht unnötige Spielerei wäre.

 

Kurzum nur einmal die Reißleine ziehen und gut ist.

 

Abstauber-Limits, Stopps oder fest definierte Verkaufsaufträge platziere ich nicht, würde die Arbeit aber ziemlich erleichtern.

Führt aber letztlich dazu, dass die Aktien nicht mit der nötigen Aufmerksamkeit beobachtet werden und dann Aktien wie KTG Agrar beispielsweise einfach mal eingebucht werden, ohne dass man sich über die Probleme im Klaren ist.

Das selber Entscheiden zwingt vor dem Kauf sich noch einmal zur Aktie Gedanken zu machen, weswegen solch in Mode gekommene mechanische Handelsansätze nicht so mein Ding sind.

 

Es ist unsinnig, die Aktienkurse jedes Mal mitanzugeben, weswegen ich bei meiner Darstellungsform bleibe, zumal ich nur noch hin und wieder im Forum bin.

Wenn es interessiert, kann nebenher schnell mal den Index aufrufen oder hat die ungefähren Kursregion ohnehin im Hinterkopf gespeichert.

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...

Wo wir gerade beim Thema sind, neulich habe ich ein klein wenig Gold und Bargeld gar im Wald versteckt, die GPS Technologie macht es möglich.

So langsam werde ich zum Gollum, mein Schatz...

 

Ich hoffe, ich bekomme mal keine Demenzerkrankungen im Leben, wäre echt blöde.

Das ist dann auch egal. Du hast dann ja vergessen, dass Du jemals Gold besessen hast.:huh:

 

 

 

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Posted · Edited by StinkeBär

Ich frage mich, warum Du Dein Depot als Dividendendepot führst. Die jetzt gekauften Werte sind alles andere als sichere Dividendenzahler. Vom Wachstum mal ganz zu schweigen. Außerdem ist Dein Depot viel zu sehr auf den Heimatmarkt konzentriert.

 

Dein Depot ist für mich ein gutes Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte.

 

Sorry, für die harten Worte.

 

Also womöglich hat er ja noch andere Depots. Das mit der Konzentration auf den Heimatmarkt finde ich immer toll. Was genau will man da eigentlich damit sagen? Talanx, Allianz etc. erzielen vielleicht ein Viertel ihres Umsatzes in Deutschland. Und die deutschen Kunden sind zB. selber Versicherungen, die wiederum weltweit vernetzt sind. Bei Salzgitter oder BASF spielen Rohstoffpreise eine herausragende Rolle. Und wer weiß, wie viele Niederlassungen die im Ausland haben. Würdest du sagen, Exxon Mobile ist ein Unternehmen, das von der US-Wirtschaft abhängt?

 

Ich selber hab 50% US-Unternehmen in meinem Depot und selbst wenn alle von den USA wären, so könnte man vom Umsatz etc. eventuell sogar ein Weltdepot haben.

 

Mein Problem ist:

 

Nicht abgesicherte Währungspositionen im Weltportfolio können zu einer Erhöhung des Risikos führen und zugleich – je nach Entwicklung des Wechselkurses – zu positiven oder negativen Renditeeffekten.

Das Währungsrisiko ist halt eine weitere nicht einschätzbare Komponente für mich.

Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass grundsätzlich eine Hedging-Strategie vorteilhafter sein müsste, als auf diese ganz zu verzichten, wie dies regelmäßig bei Privatanlegern der Fall ist.

Ein vollständiges Hedging der gesamten Währungspositionen dürfte nicht optimal sein, da Wechselkurse naturgemäß nicht perfekt mit Aktienkursentwicklungen korrelieren und man die zukünftigen Aktienbeträge wissen müsste.

Das ist dann ein Problem, wenn ich in kleinere Firmen, die sich auf den Heimatmarkt konzentrieren, investiere.

Internationale Konzerne betreiben dagegen mutmaßlich selber ein bisschen Währungsabsicherung .

Kurzum Währungsschwankungen können ein zusätzliches Risiko oder eine Chance sein, was der Aktionär eigentlich einzuschätzen hat, meiner Meinung nach aber nicht macht, sondern sich ausschließlich auf die Firma selbst konzentriert.

Da ich zu Wechselkursen keine langfristige Meinung habe, will ich diese Komponente nicht in meine Überlegungen einbeziehen müssen.

Selbst große Währungspaare wie Euro/Dollar schwanken in solchen Ausmaßen, dass diese auf die Rendite schon erheblichen Einfluss haben und nicht einfach so ausgeblendet werden können.

Darüber will ich mir keine Gedanken machen, wo wir wieder bei meiner Faulheit wären. Keep it simple.

Home Bias versus Welt, bedarf immer einer gründlichen Adjustierung von diversen Effekten, ob das immer gemacht wurde, weiß ich nicht, weswegen ich einen Renditenachteil nicht in Abrede stellen will.

Die Ermittlung der optimalen Hedging-Strategie ist was für Profis.

Dies bedeutet abschließend, dass Währungsrisiken bei internationalen Engagements wichtig sind und nicht außer Betracht gelassen werden können.

Renditeeinbußen durch fehlendes Hedging ist bei international anlegenden Investoren ein Thema, womit sich auch der Privatanleger mal beschäftigen sollte.

Es ist liegt bei mir immer die Sorge eines Äpfel-Birnenvergleichs im Hinterkopf, schon allein wegen der unterschiedlichen Steuer- und Politiksysteme. Der reine Aktienkursvergleich ist problembeladen.

 

Zusammenfassend wollte ich nur sagen, dass das Währungsrisiko zu unrecht immer bei den Betrachtungen von ausländischen Aktien außer Acht gelassen wird von den Privatanlegern, die regelmäßig kein Hedging betreiben. Bei großen Konzernen entschärft sich dies, da diese mutmaßlich selbst firmenintern aktiv werden.

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Wer Amiland vergöttert, kann ja den Dow kaufen und den Dax verkaufen, um die Überlegenheit der amerikanischen Aktien auf breiter Front als Alpha abzuschöpfen.

Man wird mutmaßlich keine systematisches Alpha generieren.

 

Dann leg halt ganz einfach den DOW und den Kursindex vom DAX übereinander, dann wirst du vielleicht egal welchen Zeitraum du nimmst den Unterschied mit blossem Auge erkennen.

 

Na dann ist der Gral endlich gefunden, gehebelte Alpha-Quanto-Zertifikate (Dow long und Dax short). ;)

 

*Ironie*

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Du kannst aber auch mehr oder weniger jede DOW Aktie in Euro und den DAX übereinanderlegen und wirst auch keinen negativen Unterschied feststellen eher nur positive.

 

Aber ganz ehrlich gesagt du musst noch viel lernen, leider ist das Hindernis wie du ja selbst schreibst deine Faulheit.

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Du kannst aber auch mehr oder weniger jede DOW Aktie in Euro und den DAX übereinanderlegen und wirst auch keinen negativen Unterschied feststellen eher nur positive.

 

Aber ganz ehrlich gesagt du musst noch viel lernen, leider ist das Hindernis wie du ja selbst schreibst deine Faulheit.

 

Eben.

Systematisch lässt sich kein Alpha abgreifen.

Im Prinzip Gleichlauf.

 

Ansonsten bleibe ich, insbesondere bei heimatmarktorientierte Aktiengesellschaften, bei meiner Ansicht, dass die positiven Diversifikationseffekte bei ausländischen Anlagen durch Währungsrisiken teilkompensiert werden, insbesondere durch fehlende Hedging Strategien, was bei Dow Aktien wegen mutmaßlicher Eigenabsicherung nicht ganz so heftig ausfällt.

 

Ob man praktisch den theoretischen Restrenditevorteil, der oft nur am Kursverlauf unter Ausblendung anderer Risiken gemessen wird, dann noch generiert, ist bei den über lange Zeiträume entstehenden Schwankungen ohnehin sehr fraglich.

 

Wie gesagt, ich lege ja bewusst kein Wert auf internationale Risikostreuung, mich stört halt nur der Fokus auf die ausländischen Aktien ohne sich dabei über die Entwicklung der Währungen Gedanken zu machen, jedem das Seine.

 

Mit dem Lernen gebe ich Dir recht, deswegen bin ich hier ja angemeldet.

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Wie gesagt, ich lege ja bewusst kein Wert auf internationale Risikostreuung, mich stört halt nur der Fokus auf die ausländischen Aktien ohne sich dabei über die Entwicklung der Währungen Gedanken zu machen, jedem das Seine.

 

Und du glaubst dass Investoren sich keine Auswirkungen auf die Entwicklung der Währungen machen. Woher hast du denn diese Weisheit.

 

Ich bin seit fast 40 Jahren an der Börse und ohne Wertpapiere aus anderen Währungsräumen wäre mir sehr viel entgangen.

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Wie gesagt, ich lege ja bewusst kein Wert auf internationale Risikostreuung, mich stört halt nur der Fokus auf die ausländischen Aktien ohne sich dabei über die Entwicklung der Währungen Gedanken zu machen, jedem das Seine.

 

Und du glaubst dass Investoren sich keine Auswirkungen auf die Entwicklung der Währungen machen. Woher hast du denn diese Weisheit.

 

Ich bin seit fast 40 Jahren an der Börse und ohne Wertpapiere aus anderen Währungsräumen wäre mir sehr viel entgangen.

 

Und trotzdem gibt es Marktteilnehmer, die gerade nicht weltweit diversifiziert, sondern bewusst (unter Inkaufnahme der Nachteile/Chancen), sehr fokussiert und konzentriert sein wollen. Blödes Beispiel aus dem Immobilienmarkt, regionale Wohnungsbaugesellschaft versus global anlegender Immobilienfond. Es führen viele Wege nach Rom, auch wenn als non plus ultra immer die weltweite Anlage (AERO Konzept und so) gepriesen wird. Vielleicht liegt dem Renditevorteil nur eine andere Risikostruktur zugrunde, weil (noch blöderes Beispiel, um es deutlich zu machen) die Bergbaukonzerne in Afrika ohne Arbeits- und Umweltschutz unter Billigung des Diktators XY durch Hungerlöhne fette Gewinne einfahren.

 

Keine Weisheit, nur ein persönlicher Eindruck, da ich selten dazu (zu der innewohnenden Währungsspekulation) was lese, wenn sich jemand hier für eine ausländische Aktie entscheidet.

Wenn sich jeder Investor dessen Zusatzrisiko/chance bewusst ist, dann ist doch alles schick.

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Mit 2 Kauftagen ein langweiliges Jahr 2016.

 

Cash wächst und wächst, Buchgewinne auch, es fehlen die Ideen für 2017.

 

Mein alter Freund der Shortdax wird wohl 2017 mein Gast werden, aber es ist noch zu früh ihn rein zu bitten.

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Spannende Vorgehensweise.

 

Hast du einen Überblick der derzeitigen Positionen?

 

Würde mich sehr interessieren!

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Posted · Edited by StinkeBär

bereits wieder verkauft:

Südzucker (729700) Kaufkurs____10,34 € (-0,25 €) VK zu 18,84 €

Deutsche Lufthansa (823212) zu__11,20 € (-0 €) VK zu 15,09 €

 

 

Bestand: Dividenden (ab 2014)

Xetra Gold (A0S9GB) Kaufkurs___28,89 € (-0 €)

E.on (ENAG99) Kaufkurs________13,00 € (-0,6 €, -0,5 €;-0,5 €) und 10,45 € (-0,5€) und 8,34 € (0,5 €)

Metro Vz. (725753) zu__________19,94 € (-1,13 €,-1,06 €)

Freenet (A0Z2ZZ) zu ___________20,80 € (-1,50 €;-1,55 €)

Münchner Rück. (843002) zu____142,50 € (-7,75 €;-8,25 €)

Deutsche Bank (514000) zu______23,13 € (-0,75 €) und 16,33 € (0€) und 12,91 € (0€)

RWE Vz. (703714) zu___________19,40 € (-1 €;-0,13) und 16,99 € (-0,13 €) und 12,44 € (-0,13 €)

Talanx (TLX100) zu_____________24,46 € (-1,25 €; -1,30 €)

Allianz (840400) zu ____________119,40 € (-6,85 €; -7,30 €)

Bilfinger (590900) zu____________43,63 € (-2 €) und 38,425 € (-0 €) und 28,36 €

Euromicron (A1K030) zu _________10,50 € (- 0 €)

BASF (BASF11) zu______________69,45 € (-2,90 €)

Commerzbank (CBK100) zu _______10,14 € (-0,20€) und 7,49 € (-0,20€) und 6,24 (0€)

Salzgitter zu ___________________19,56 € (-0,25 €)

K&S zu________________________19,72 € (0€)

Deutsche Lufthansa______________11,02 € (0€)

Uniper________________________10,015 €

 

Zukünftig eher buy and hold, der ersten beiden Tranchen werden aktuell mangels Reinvestmentsideen nicht verkauft. Hab momentan eher das Problem Cash in den Markt zu kriegen.

Metro teilt sich 2017(Spinoff), ob die Vz. ebenso bedacht werden, weiß ich gar nicht, mal schauen.

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Verkaufst Du die ersten beiden Tranchen von JEDER obigen Position nicht oder meinst Du die ersten beiden der obigen Positionen, also XETRA Gold und e.on? Warum willst Du die nicht verkaufen?

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Verkaufst Du die ersten beiden Tranchen von JEDER obigen Position nicht oder meinst Du die ersten beiden der obigen Positionen, also XETRA Gold und e.on? Warum willst Du die nicht verkaufen?

 

Nein ich meine die ersten beiden Tranchen bei Positionen die ich nachgekauft habe:

bei E.on, RWE ging das progressive Verbilligen ordentlich in die Hose,

bei Bilfinger, Coba und Deutsche Bank war das ruinöse Nachkaufen sehr erfolgreich.

Entweder tiefe Nacht oder eitel Sonnenschein, (wage-)mutiges Verbilligen bindet halt viel Kapital durch die Progression.

 

Mit den Verkäufen soll sichergestellt werden, dass nur das beste Timing mit größten Volumen im Markt bleibt, somit das Eigenkapital gut angelegt ist (so eine Art Optimierung).

 

Da erfreulicherweise Cash seit 2016 schneller wächst sinkt kontinuierlich die Aktienquote(derzeit 53%), weswegen ich Volumen im Markt belassen will statt es zu verkaufen.

 

Mit der komfortablen Situation kann ich gut leben, da Ungemach für die Aktienmärkte bei Abkehr von der lockeren Geldpolitik nicht ausgeschlossen ist.

In einem solchen Fall ist Cash King, da dann wieder billig eingekauft werden kann.

 

Es sieht erneut nach einen sehr langweiligen Jahr aus, auf die dritte Reihe habe ich keine Lust und von der Modebranche habe ich auch keine Ahnung.

 

Also weiter der Hauptbeschäftigung dem Warten nachgehen, was mir als sehr fauler Mensch grundsätzlich leicht fällt.

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Du willst also allen Ernstes die ersten beiden Tranchen einer nachgekauften Position nicht verkaufen, auch wenn es dem Unternehmen schlecht geht oder die Aktie krass überbewertet ist? Und wenn Du da was von Einstandskursverbilligung schreibst. Du solltest Dich nicht auf Deinen persönlichen Einstandskurs konzentrieren, die Börse tut das auch nicht. Die fundamentale Bewertung und die Zukunftsaussichten sind entscheidend.

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