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Volkswagen

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Holgerli

Seat soll wohl (auch) platt gemacht werden:

 

Spätestens Ende 2029 - Bericht: VW will bei Seat die Produktion einstellen

 

Zitat

Seat werde nicht mehr als Bestandteil des Zielbilds 2030 geführt. Das Auslaufen der spanischen Marke reduziere die Komplexität und die Investitionsbelastung in der Markengruppe Core, hieß es zur Begründung. "Eine Fortführung von Seat in der bisherigen Form würde zusätzliche Ressourcen binden, während die strategische Weiterentwicklung innerhalb der Markengruppe Cupra fokussiert werden soll." Ein Volkswagen-Sprecher erklärte, das Unternehmen kommentiere interne Unterlagen nicht. "Diese werden in den zuständigen Gremien besprochen und verabschiedet. Diesem Prozess greifen wir nicht vor."

 

Das wären dann weitere ca. 600.000 Fahrzeuge/Jahr bzw. 10.000 Arbeitsplätze weniger

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s1lv3r
· bearbeitet von s1lv3r
vor 55 Minuten von Holgerli:

Das wären dann weitere ca. 600.000 Fahrzeuge/Jahr bzw. 10.000 Arbeitsplätze weniger

 

Bei SEAT ist es ja aber eh ein schleichender Prozess gewesen, dass man die ursprünglich nur für die sportlichsten Top-Modelle reservierte "Cupra" Modellbezeichnung als eigenständige Marke ausgegliedert und mit teilweise den gleichen Modellen 1-zu-1 als Konkurrenz im eigenen Haus aufgebaut hat. Seltsamerweise hat das auch funktioniert und die Leute haben lieber 5000€ Euro mehr für einen Cupra, als für das gleiche Modell bei SEAT bezahlt (und dafür dann im Prinzip nur gold angemalte Felgen bekommen) ... die Einstellung von SEAT ist im Prinzip dann nur der folgerichtige letzte Schritt zum Abschluss dieser Strategie.

 

(Ein anderes Thema ist, dass das wohl eher ein kurzfristiger Effekt sein dürfte ... wenn der kleinste Cupra jetzt 116 PS hat, hat das mit dem ursprünglichen Margenimage von Sportlichkeit natürlich nichts mehr zu tun und langfristig verliert man diese Wahrnehmung dann wohl zwangsweise auch komplett in der Öffentlichkeit ... im Prinzip "verbraucht" man daher m.M.n. nur für eine kurzzeitige Absatzzahlen-Optimierung dann langsam die über Jahrzehnte aufgebaute Wahrnehmung von Cupra als exklusives sportliches Modell.)

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Holgerli
vor 22 Minuten von s1lv3r:

(Ein anderes Thema ist, dass das wohl eher ein kurzfristiger Effekt sein dürfte ... wenn der kleinste Cupra jetzt 116 PS hat, hat das mit dem ursprünglichen Margenimage von Sportlichkeit natürlich nichts mehr zu tun und langfristig verliert man diese Wahrnehmung dann wohl zwangsweise auch komplett in der Öffentlichkeit ... im Prinzip "verbraucht" man daher m.M.n. nur für eine kurzzeitige Absatzzahlen-Optimierung dann langsam die über Jahrzehnte aufgebaute Wahrnehmung von Cupra als exklusives sportliches Modell.)

Guter Punkt.

Ich frage mich auch, welche Auswirkungen das Seat-Aus in Spanien auf den Absatz der anderen VW-Marken haben wird. Weil es verschwindet eine spanische Marke auf Geheiss eines deutschen Konzerns. 

Bezüglich der 10.000 Arbeitsplätze bin ich mir hingegen nicht mehr so sicher, weil der VW-Konzern diverse Kleinwagen unter dem Namen VW, Skoda und halt Cupra aufgrund der geringeren Kosten in Spanien produzieren lässt.

Man wird sehr was passiert.

 

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Holgerli

Lt. den neusten Zahlen des KBA hat die Kernmarke "Volkswagen" im August 14% und YTD fast 6% weniger als im Vorjahreszeitrum in Deutschland verkauft. Und das in einem Gesamtmarkt, der in beiden Zeiträumen um fast 3% bzw. fast 5% gewachsen ist.

Interessant ist, dass selbst das zur Disposition stehende "Seat" sich prozentual gesehen besser geschlagen hat als die Kernmarke "Volkswagen".

"Cupra" als Marke ist hingegen selber nicht aufgeführt, dass es möglich ist, dass diese Marke beim KBA auch als "Seat" geführt wird.

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basti_

Mal eine ernst gemeinte Frage zum Thema Kosten, die drei größten Punkte bzgl Kosten sind afaik:

  • Strom
  • Sozialabgaben
  • Gewerkschaft bzw Sondersituation VW Gesetz

dh das Problem von VW ist, dass man ein deutscher Staatskonzern ist!?

 

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alex08
vor einer Stunde von Holgerli:

Lt. den neusten Zahlen des KBA hat die Kernmarke "Volkswagen" im August 14% und YTD fast 6% weniger als im Vorjahreszeitrum in Deutschland verkauft. Und das in einem Gesamtmarkt, der in beiden Zeiträumen um fast 3% bzw. fast 5% gewachsen ist.

Interessant ist, dass selbst das zur Disposition stehende "Seat" sich prozentual gesehen besser geschlagen hat als die Kernmarke "Volkswagen".

"Cupra" als Marke ist hingegen selber nicht aufgeführt, dass es möglich ist, dass diese Marke beim KBA auch als "Seat" geführt wird.

Laut 

 

Handelsblatt: Keine Lösung bei finalem Einigungsversuch – Showdown bei VW-Aufsichtsratssitzung 

https://hbapp.handelsblatt.com/cmsId/100251685.html?utm_medium=in&utm_source=app&utm_campaign=share

 

sucht man einen "Minimalkonsens". Das wird nicht reichen.

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Holgerli

Die Bertelsmann-Presse bringt sich in Stellung: Showdown in Wolfsburg - Wer kann VW-Chef Oliver Blume jetzt noch stoppen?

 

Der Schuldige ist auch schon gefunden: "Wie konnte sich Oliver Blume so in die Sackgasse manövrieren?"

 

 

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howhardgerrard87

Blume opfern ? Dafür einen Gewerkschaft freundlichen CEO einstellen der einfach 2-3 Jahre laufen lässt um dann später festzustellen, dass es doch so nicht weitergehen kann? 

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alex08

"starkes Signal" - den Politsprech beherrschen sie schon sehr gut.

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s1lv3r
vor 17 Stunden von Holgerli:

Der Schuldige ist auch schon gefunden: "Wie konnte sich Oliver Blume so in die Sackgasse manövrieren?"

 

Ich lese in dem Artikel eigentlich nur folgende Sätze:

Zitat

Die Personalkosten pro Beschäftigtem liegen demnach bei rund 163.000 Euro im Jahr - an ausländischen Standorten, beispielsweise in China, bei etwa 74.000 Euro. [...] Die IG Metall hat deshalb bereits klargemacht, dass sie einen Angriff auf den Haustarif nicht kampflos akzeptieren werde.

:boxed:

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 14 Minuten von s1lv3r:

 

Ich lese in dem Artikel eigentlich nur folgende Sätze:

:boxed:

Oh wunder oh wunder, in China sind die Menschen billiger zu haben als bei uns, was eine Neuigkeit.  Da gibts immerhin auch mehr Auswahl über knapp 1,4 Milliarden und bei uns nur 84 Millionen. Angebot und Nachfrage halt :-D

 

Kaufkraftbereinigtes BIP pro Kopf (KKP) China ~25.066 USD ;  Deutschland ~67.000 USD              Deutschland ist ca. 2,7-mal höher

Wirtschaftsstatus insgesamt Zweitgrößte Volkswirtschaft China;     Drittgrößte Volkswirtschaft Deutschland                   China führt beim Gesamt-BIP

 

 

Da muss ich wieder an den lieben Volker denken. Hier ab: Minute 3:16 

 

Das geht zurück auf Martin Winterkorn 2007: "Als Martin Winterkorn im Januar 2007 den Vorstandsvorsitz von Volkswagen übernahm, stand der Konzern vor massiven Effizienzproblemen an den deutschen Standorten. Damals gaben Winterkorn und der damalige VW-Betriebsrat das Ziel aus, die Produktivität drastisch zu steigern. In dieser Ära wurde die „7-Prozent-Formel“ etabliert: Um die im internationalen Vergleich extrem hohen deutschen Lohn- und Produktionskosten auszugleichen, forderte das Management Jahr für Jahr ein Produktivitätsplus von rund 7 %." -> aus der KI

 

Und bei dem Fazit, wer soll das alles an Autos kaufen, da sind wir heute. Denn bisher haben das die Weltmärkte, allen voran China, eben abgenommen. Und das ist dort jetzt vorbei. Und gleichzeitig drängen die nun auch auf unseren Markt. 

 

Das Ziel, welches bei NTV ausgegeben wird ist letztlich klar: "Ziel ist es, die Rendite bis 2030 auf neun Prozent zu steigern, von 3,8 Prozent im ersten Halbjahr 2026." Mitarbeiter raus, Rendite hoch, Aktienkurs los gehts: https://www.n-tv.de/wirtschaft/der_boersen_tag/Der-Boersen-Tag-Freitag-4-September-2026-id31268288.html Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren. Und "zu kleine Gewinne" und zu wenig Rendite ebenso dadurch steigern, dass man das sozialisiert. Quasi die Vorstufe von "Verluste".

 

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Caveman8
vor 44 Minuten von satgar:

Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren. Und "zu kleine Gewinne" und zu wenig Rendite ebenso dadurch steigern, dass man das sozialisiert. Quasi die Vorstufe von "Verluste".

Ich denke die VW Aktionäre haben schon gut für die mangelnde Rentabilität „bezahlt“. Habe bisher nichts davon gelesen, dass der Staat dort Verluste kompensiert hat :-*

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 11 Minuten von Caveman8:

Ich denke die VW Aktionäre haben schon gut für die mangelnde Rentabilität „bezahlt“. Habe bisher nichts davon gelesen, dass der Staat dort Verluste kompensiert hat :-*

In den Jahren 2020 bis 2025 betrug der Nachsteuergewinn des Volkswagen-Konzerns insgesamt zwischen rund 71,44 und 71,67 Milliarden Euro.

 

Von den erzielten Nachsteuergewinnen hat der Volkswagen-Konzern im Zeitraum von 2020 bis 2025 insgesamt rund 23 bis 24 Milliarden Euro als Dividende an seine Aktionäre ausgeschüttet. 

Die Ausschüttungsquote lag in diesen Jahren meist bei soliden 25 bis 40 Prozent des auf die Aktionäre entfallenden Gewinns. 

 

Der Hauptaktionär der Volkswagen AG ist die Porsche Automobil Holding SE.               [Bei der läuft es übrigens auch immer gut. Außer 2024:]

 

Milliardenverlust: Aufgrund der Absatzkrise bei VW musste die Holding eine gigantische, rein bilanzielle Wertberichtigung auf ihre VW-Anteile in Höhe von fast 20 Milliarden Euro vornehmen.

 

Die Dividende der Porsche Automobil Holding SE (kurz Porsche SE, gehandelt als Vorzugsaktie) lag im Zeitraum von 2020 bis 2025 je Aktie bei insgesamt 13,97 Euro. 

Aufgrund der stabilen Zuflüsse aus den Beteiligungen hielt die Holding ihre Ausschüttungen über weite Strecken auf einem konstant hohen Niveau, bevor sie infolge der Krise beim Hauptinvestment Volkswagen gekürzt werden musste.

 

Die Hauptaktionäre der Porsche Automobil Holding SE sind die Mitglieder der Familien Porsche und Piëch. 

 

(KI)

 

 

Ich kann jetzt wirklich nicht erkennen, dass es ganz schlimm um das Unternehmen stünde. Weder um VW, noch Porsche oder die SE. Da läuft es noch immer letztlich. Autos werden verkauft. Aber die Rendite ist halt nicht mehr so hoch wie früher. Gewünscht wird 9% wie im NTV Artikel genannt wird. Und damit 9% Rendite übrig bleiben, für die Eigentümer, müssen halt Mitarbeiter gehen. So einfach doch letztlich. Kosten runter, Rendite rauf.

 

 

Ich versteh das doch letztlich auch. Es ist immer eine Interessenabwägung zwischen dem Eigentümer und seinem Invest, was er gerne aus dem Invest als Gewinn raus haben möchte, und den Mitarbeitern und anderer Kostenstellen wie auch Zulieferer (die ja zeitweise auch ausgepresst wurden wie eine Zitrone). Und natürlich ist ein Wirtschaftsunternehmen nicht die Wohlfahrt und nicht die Caritas. Aber man sollte das schon so benennen, wie es ist. Hier werden Leute nicht entlassen, um den Konzern zu retten oder Verluste wieder in Gewinne zu verwandeln. Sondern Leute müssen gehen und Werke werden geschlossen, weil die Rendite nicht hoch genug ausfällt. Und da hat die Gewerkschaft im Sinne der Interessenvertretung für die Arbeitnehmer, schon den Kampf aufzunehmen.

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