Türkische Börse

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hi

 

dank der googl habe ich hier ein nettes forum gefunden wo sich auch europear für die türkische wertpapiere interessieren .

ich lebe inder türkei/antalya /alanya und bin ein day trader sogar minuten trader :D wir haben niemlich ein sehr volatilives börsenmarkt .

taeglich folge ich über einen profotionellen börsen program matriks die kursen mit .

ich bin auch gerne bereit informationen mit euch aus zu tauschen .

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hi

 

dank der googl habe ich hier ein nettes forum gefunden wo sich auch europear für die türkische wertpapiere interessieren .

ich lebe inder türkei/antalya /alanya und bin ein day trader sogar minuten trader :D wir haben niemlich ein sehr volatilives börsenmarkt .

taeglich folge ich über einen profotionellen börsen program matriks die kursen mit .

ich bin auch gerne bereit informationen mit euch aus zu tauschen .

:welcome: im Forum pinkpanther :thumbsup: !

 

War im letzten Sommer in Side und bin daher mit dem Jet in Antalya eingeflogen.

Wie ist das Wetter bei euch am Mittelmeer ?

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Aktiencrash herzlichen dank für deinen willkommensgruss

 

hier ist das wetter zur zeit wechsellhaft der temperatur trend seitlich und schwachdown durchschnittstemperatur liegt um 13c

falls der weg nach alanya gelangt, ich war früher ein statlichgeprüfter fremdenführer hatte sogar die ehre im jahre 1994 die meklemburgvorpommern in antalya zu führen.

falls jemand unter uns skype tlf.program hat kann man mich auch telefonısch erreichen mein nickname ist pinkpanthersmemo.

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Koc und Unicredito kaufen Yapi Kredi Bankasi (YKB)

Das Interesse von Koc Finansal Hizmetler, ein Joint Venture zu gleichen Teilen von Koc Holding und der italienischen Unicredito, war schon seit Wochen bekannt. Nach dem die Cukurova Holding ihre Verbindlichkeiten an die YKB nicht fristgerecht zum 31. Januar zahlen konnte, verfiel auch die Wiederinbesitznahme der YKB, die sich seit längerem in der Zwangsverwaltung des Staatlichen Einlagensicherungsfonds (TMSF) befindet.

Gekauft werden sollen 57% der Aktien für etwa 1,5 2 Mrd. USD. Eine Fusion mit der mittelgroßen Kocbank vorausgesetzt, würde das neue Institut als drittgrößte Bank der Türkei nach der staatlichen Ziraat Bankasi und der belegschaftseigenen Is Bankasi (Miteigentümer auch die Republikanische Volkspartei CHP) aufsteigen. Mit diesem Coup würde die Koc Familie auch die Sabanci Familie mit ihrer äußerst profitablen Akbank überholen.

Der YKB-Deal ist damit aber nicht zu Ende. Im YKB-Portfolio befinden sich noch 13% der Aktien an der Turkcell. Auch darauf hat die Koc Holding ein Auge darauf geworfen. Sollte es dem Industriekonglomerat gelingen auch diese Aktien zu ergattern, dann könnte eventuell das Mitbieten bei der Türk Telekom-Privatisierung von der Wettbewerbsbehörde untersagt werden. Diesbezüglich hatte sich die Behörde jüngst besorgt gezeigt, dass auch Unternehmen an der Privatisierung der nationalen Telekommunikationsgesellschaft beteiligen wollen, die bereits im Mobilfunkgeschäft engagiert sind. Darunter fällt die Dogan Holding, die ein Anteil an Avea hält, die auch im Besitz der Türk Telekom ist. Auch eine Tochtergesellschaft der Turkcell will ein Gebot für die Türk Telekom abgegeben. Daher könnte es auch Konflikte mit der Koc Holding geben, die zusammen mit der Sabanci Holding ihr Interesse am ehemaligen Monopolisten bekundet hatten. In den nächsten Wochen dürfte es dazu bestimmt einige interessante Entwicklungen geben.

 

 

Quelle: TurkishEconomist vom 1.2.2005

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Daimler Chrysler Omnibusse erhält aus Istanbul Großauftrag 450

Mercedes-Benz Stadtbusse

 

Lieferung von 350 Solo- und 100 Gelenkbussen vom Typ Mercedes-Benz Citaro an Istanbuler Verkehrsbetriebe

 

Stuttgart/Istanbul, 31. Januar, 2005

 

DaimlerChrysler Omnibusse und die Istanbuler Verkehrsbetriebe IETT (Istanbul Elektrik Tramvay ve Tünel) unterzeichneten heute in Istanbul einen Vertrag über die Lieferung von 450 Stadtbussen. Der Großauftrag besteht aus 350 Solo-Fahrzeugen und 100 Gelenkbussen vom Typ Mercedes-Benz Citaro aus Mannheimer Produktion, die im Laufe des Jahres 2005 ausgeliefert werden sollen.

Wolfgang Diez, Leiter des Geschäftsbereichs DaimlerChrysler Omnibusse: Der Großauftrag von IETT unterstreicht die erfolgreiche Kooperation zwischen der Türkei und Deutschland innerhalb unseres europäischen Produktions- und Lieferverbunds. Mit den modernen Niederflurbussen setzt IETT einen neuen Standard im öffentlichen Personennahverkehr in dieser Region.

 

 

Der Mercedes-Benz Citaro Omnibus wird künftig auch in Istanbul Passagiere befördern.

 

Erstmals in der Türkei werden mit den Citaro Stadtbussen niederflurige Busse für den Einsatz im Istanbuler Linienverkehr geordert. Sie lösen die bisherigen Hochbodenbusse ab und setzen durch ihre Niederflurigkeit neue Standards im türkischen Stadtlinienverkehr. Der Mercedes-Benz Citaro ist die erfolgreichste Niederflurlinienbus-Familie in Europa. Im Herbst 2004 rollte bereits der 10 000ste Citaro vom Band. Allein im Jahr 2004 verkaufte sich der Mercedes-Benz Citaro über 2 500 Mal. Der Citaro setzt durch seine Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit Maßstäbe in seinem Segment.

Passagiere schätzen die fahrgastfreundliche Niederflur-Technik und den hell und freundlich gestalteten Innenraum mit großzügiger Stehhöhe sowie einer leistungsstarken Klimatisierung. Der Citaro verfügt zudem über das Elektronische Brems-System (EBS) mit Scheibenbremsen rundum und ABS. Die Betreiber profitieren mit dem Citaro von gleichermaßen leistungsstarken wie wirtschaftlichen Motoren, der wartungs- und reinigungsfreundlichen Bauweise und der hohen Fahrgast-Beförderungs-Kapazität.

Die Istanbuler Verkehrsbetriebe IETT befördern mit einer Flotte von mehr als 2 500 Bussen rund 1,5 Millionen Fahrgäste pro Tag auf 475 Linien. Jeder Bus wird täglich von durchschnittlich 600 Passagieren genutzt. Seit Anfang 1997 hat IETT ausschließlich Busse von Mercedes-Benz gekauft. Jedes fünfte Fahrzeug von IETT trägt bereits heute den Mercedes-Stern.

 

 

 

Quelle: DaimlerChrysler vom 4.2.2005

:thumbsup:

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ISE 100 Index

 

 

Zeitraum der Graphik: 01/2003 bis heute; Wochenschlusskurse

Und wieder verzeichnete der Leitindex der Istanbul Stock Exchange (ISE) einen Wochenanstieg von knapp 3% auf 27.813 Punkte. Die geplante Übernahme der Yapi Kredi Bankasi (YKB) durch die Koc Finanz Hizmetler (Koc Holding und Unicredito) hat den gesamten Markt beflügelt. Die Marktkapitalisierung beläuft sich mittlerweile auf 111 Mrd. USD. Die Aussichten bleiben weiterhin gut, wobei die Anleger stets Gründe für etwaige Gewinnmitnahmen suchen dürften.

Die Devisenkurse befinden sich weiterhin im freien Fall. Diesmal verlor der Euro mehr an Wert als der USD. Der Euro kostet nunmehr offiziell 1,7087 YTL. Das sind 1,8% weniger als in der Vorwoche.

Die positiven Inflationszahlen haben für eine kleine Erleichterung gesorgt. Denn aufgrund der Währungsumstellung waren versteckte Preiserhöhungen erwartet worden. Die Umlaufrendite für die Referenzanleihe mit Fälligkeit 9. August 2006 fiel im Wochenvergleich um 119 Basispunkte auf 17,93%. Eine mögliche Zinssenkung am 8. Februar der so genannte Geldmarktrat der TCMB tagt könnte zu einer weiteren Senkung führen.

 

 

Letzte Änderungen: 4.2.2005

 

Quelle:TurkishEkonomist

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Hi Eurofetischist,

 

je grösser die EU wird desto wichtiger wird nun endlich mal eine richtige verfassung. jedes land macht seinen eigenen senf.

 

Richtig. Aber vertraust du wirklich darauf, das die EU, je größer sie anwächst, desto einheitlicher auch wird?

 

Wir stoßen hier ganz schnell auf den größten Irrtum der Menschheit, der sich z.B. auch im römischen Reich und in der Sowjetunion widerspiegelt hat: je mehr Nationen/Nationalitäten/Glaubensgemeinschaften/eigene autoritäre Staaten zu einem großen "Über-Ich" gebündelt werden soll(t)en, desto eher ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, das der ganze Brocken in sich zusammen fällt.

 

Die "Zwinglichkeit" der Ost-Erweiterung der EU habe ich, ehrlich gesagt, nicht ganz verstanden. Einen EU-Beitritt seitens der Türkei verbinde ich, vor allem geographisch gesehen, mit einer Annektion Mexicos an die Vereinigten Staaten.

 

Warum kein Zusammenschluß der osteuropäischen Staaten bzw westasiatischen Staaten unter sich? Das würde wenigstens einen Sinn ergeben.

Warum dieser große unbewegliche Klotz, dem die CIA laut einer aktuellen Studie eh das Scheitern innerhalb von 15 Jahren voraussagt, z.T. aus den gleichen Gründen wie ich.

(http://news.scotsman.com/archive.cfm?id=56762005)

 

 

Ein schönes Wochenende:thumbsup: wünscht

CyanSky

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19.02.2005

 

Türkei lock internationales Kapital an

 

Während die Politiker noch darüber diskutieren, ob der Beitritt der Türkei zur Europäischen Union (EU) sinnvoll ist, spekulieren die Anleger auf die Macht des Faktischen. Der rasante Kursanstieg an den türkischen Finanzmärkten in den vergangenen Jahren lässt viele Akteure nicht mehr daran zweifeln, dass das Land zwischen Europa und Asien in absehbarer Zeit EU-Mitglied wird.

 

Das schürt Kursphantasie, wie es im Börsianer-Jargon heißt. So setzen viele Fachleute auf weiter, wenn auch nicht mehr so stark steigende Notierungen und sehen als Garanten dafür Reformen und politische Stabilität. Gleichwohl stehen großen Renditechancen auch Risiken gegenüber.

Bis vor kurzem noch hatten sich Ökonomen, Analysten und Anleger über die Wertentwicklung türkischer Finanzmärkte verwundert die Augen gerieben. Immer wieder war die Frage nach den Ursachen der Höherbewertung zu hören, die türkische Vermögenswerte während der vergangenen vier Jahre verzeichnet haben. Oft wurde der Aufschwung der weltweit üppigen Liquidität in Verbindung mit fehlenden Anlage-Alternativen zugeschrieben. Dadurch schrumpften die Risikoprämien von Geldanlagen in den Schwellenländern (Emerging Markets) deutlich. Doch an den türkischen Finanzmärkten fiel der Aufschwung überdurchschnittlich aus. Daher sind die meisten Analysten inzwischen überzeugt, dass die Ursachen für die zunehmende Anziehungskraft der Türkei als Anlageland in günstigen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen des Landes selbst zu suchen sind.

Der einst auf der Intensivstation liegende Patient Türkei hat sich inzwischen so gut erholt, das ihm bereits nach kurzer Regenerationsphase eine gute Konstitution bescheinigt wird. Dies kommt auch in der verbesserten Bonitätseinstufung der großen Ratingagenturen zum Ausdruck. Bei Fitch und S&P erhält die Türkei ein Rating von BB- und bei Moodys von B1 allerdings sind das bei allen Fortschritten immer noch Noten für ein spekulatives Investment.

Ein Spiegelbild des politischen und wirtschaftlichen Aufwärtstrends in der Türkei ist die Börse in Istanbul. Die Aktienkurse sind gemessen am ISE-100-Aktienindex seit Anfang 2003 um rund 200 Prozent gestiegen.

Das für die Bevölkerung und die Wirtschaft gleichermaßen schmerzhafte Anti-Inflationsprogramm der Regierung hat dazu geführt, dass die Zinsen in der Türkei in den vergangenen Jahren kräftig gesunken sind. Ein Beispiel: Der Kurs der 2030 fälligen 11,875-prozentigen türkischen Dollar-Benchmark-Anleihe hat sich von 70 Prozent im September 2001 auf 145 Prozent mehr als verdoppelt, so dass die Rendite von 17 auf knapp acht Prozent gefallen ist.

Was viele Anleger an Türkei-Investments reizt, ist die Erwartung, dass die Renditen von in Lira ausgegebenen Inlandsanleihen im Hinblick auf den EU-Beitritt weiter fallen und sich dem Euro-Niveau annähern. Diese Konvergenzspekulation hatte Anlegern bei Anleihen anderer EU-Beitrittsländer hohe Renditen beschert. Die jüngste Auktion fünfjähriger Lira-Staatsanleihen brachte am Donnerstag eine Rendite von 15,15 Prozent und damit immerhin zwölf Prozentpunkte mehr als vergleichbare Euro-Bundesanleihen. Auch der Devisenmarkt reflektiert das höhere Anlegervertrauen. Noch im Februar 2003 mussten Türken für einen Dollar 1,80 Lira zahlen derzeit kostet ein Dollar noch 1,35 Lira .Analysten der DZ Bank halten die jüngste Aufwertung indes für übertrieben und erwarten eine Korrektur.

 

Finanzmarkt-Analysten sind sich einig: Die Attraktivität von Kapitalanlagen in türkischen Finanzwerten hängt maßgeblich von der politischen Zukunft des Landes ab. Giancarlo Persasso von der WestLB ist sich nach seinem jüngsten Treffen mit Regierungsvertretern in Ankara sicher, dass die positive wirtschaftliche Entwicklung des Landes anhalten wird und die Beitrittsverhandlungen des Landes letztlich wie geplant am 3. Oktober beginnen werden.

Persasso zeigt sich beeindruckt von der Entschlossenheit der Akteure, die kluge Politik der Vergangenheit fortzusetzen. So sei davon auszugehen, dass die Fiskalpolitik weiter vorsichtig bleiben und man im Zypern- Konflikt eine Lösung finden werde. Auch in der nicht zuletzt auf die weitere Reduzierung der Inflation ausgerichteten Notenbankpolitik sehen Fachleute die Türkei auf dem richtigen Weg. Bemerkenswert sei, so heißt es bei Analysten in London und in Istanbul, das das Zentralbankgesetz der Türkei von der Europäischen Zentralbank mit lediglich kleinen Abweichungen akzeptiert worden sei.

Nach der für viele Marktteilnehmer überraschend positiven Entwicklung der türkischen Finanzmärkte ist die Frage zu stellen, ob für die nächste Zukunft auf eine Fortsetzung dieses Trends gesetzt werden kann. Wir glauben, dass die Türkei eine zwingende Möglichkeit für weiteres Wachstum bietet, sagt Dimitris Spanodimos von UBS. Bei allen positiven Vorzeichen sollte der Anleger vor allem das Wahljahr 2007 sorgsam beobachten, wenn sowohl der EU-Annäherungskurs als auch auch der Wirtschaftskurs der Regierung auf den Prüfstand gestellt werden, ergänzt Persasso. Dietmar Hornung von der DekaBank äußert leichte Zweifel: Ob die türkische Politik die Geduld hat, den Prozess bis zur EU-Reife über die nächsten anderthalb Jahre hinweg zu forcieren und die große Chance nutzt, bleibt abzuwarten.

 

Favoriten an der Aktienbörse in Istanbul

Holdings: Wer in Aktien bekannter türkischer Holdinggesellschaften investiert, reduziert nach Meinung von Wertpapier-Fachleuten das Risiko seiner Kapitalanlage, da er auf diese Weise in verschiedenen Branchen vertreten ist. Klopft man die einzelnen Wirtschaftszweige ab, betrachten Analysten Bank- und Bauaktien als interessant. Auf den Kauflisten der Banken stehen derzeit unter anderem folgende Aktien, die auch an der Berliner Börse gehandelt werden:

Turkiye IS Bankasi: Die Bank verfügt in der Türkei über den größten Marktanteil bei Spareinlagen. Die Aktie hat nach Ansicht von UBS-Analyst Feysa Sensoy ein Kurspotenzial von 40 Prozent. Sabanci Holding: Die nach Branchen (Banken, Textil, Reifen, Zement, Nahrungsmittel) am breitesten aufgestellte Holding der Türkei weist eine im Vergleich zum Gesamtmarkt unterdurchschnittliche Kursentwicklung auf. Analysten von Garanti Securities raten zum Kauf. Das Kurspotenzial wird auf zwölf Prozent veranschlagt. Alarko Holding: Auch die Aktie der in den Bereichen Bau, Energie, Immobilien und Tourismus aufgestellten Holding hat sich zuletzt unterdurchschnittlich entwickelt. Bei Garanti Securities wird dem Titel ein Kurspotenzial von mehr als 15 Prozent zugeschrieben,

Aksa: Der Textilhersteller plant den Bau einer Produktionsanlage in China. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von knapp acht gilt die Aktie als niedrig bewertet. Das Kurspotenzial wird mit rund 20 Prozent veranschlagt.

Cimsa: Kemal Ozmen von Garanti Securities erwartet, dass die positive Entwicklung der Zementindustrie in der Türkei anhält. Der Zementhersteller Cimsa werde hiervon überdurchschnittlich profitieren. Der mit einem KGV von knapp elf bewerteten Aktie traut er einen Kursanstieg um zwölf Prozent zu.

 

Quelle: Udo Rettberg, Handelsblatt vom 19.2.2005

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Posted · Edited by ada

Boom bei Türkei Fonds

 

Neben Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Thailand, Korea oder Ägypten zählen Türkei-Fonds mit über 20 Prozent Plus seit Jahresbeginn zu den größten Gewinnern. Obwohl kurzfristig die meisten Fondsmanager für den Gesamtmarkt vorsichtig sind, versprechen türkische Banken noch viel Kurspotential.

 

Nach dem positiven Bescheid der EU Mitte Dezember 2004, mit der Türkei Beitritts-Verhandlungen aufzunehmen, ging es mit der Börse Istanbul steil bergauf. Seit 16.12.2004 legte der MSCI Turkey um rund 26 Prozent zu, der ISE National 100 Index sogar 27,7 Prozent. Der ESPA Stock Istanbul konnte das sogar noch leicht übertreffen und legte 27,8 Prozent zu. Anhand der risikoadjustierten Performance (Sharpe Ratio) der letzten 3 Jahre ist dieser Fonds der einzige der den ISE National 100 schlagen konnte. Weitere Fonds in der noch sehr kleinen Vergleichsgruppe sind der Türkei 75 Plus (welcher bis zu 25 Prozent in türkische Staatsanleihen investieren darf) und der EMIF Turkey Fund von Sinopia Asset Management. Neu hinzugekommen ist vor 2 Monaten der Magna Turkey Fund und auch der mittlerweile über 1 Milliarde Euro große Griffin Eastern European Fund hat vor kurzem sein Anlageuniversum um die Türkei erweitert und plant langfristig bis zu 10 Prozent an der Börse in Istanbul zu investieren.

 

Thema Türkei bleibt ein sehr heißes

 

Als Grund für die zuletzt so gute Performance sieht ESPA-Fondsmanager Manfred Zourek das Zögern vieler Investoren: Nachdem die Entscheidung in Brüssel gefallen ist, war die Unsicherheit aus dem Markt. Aber auch längerfristig sieht er den türkischen Aktienmarkt als klaren Kauf: Das Konvergenzthema bleibt für die Türkei ein sehr heißes. Die generellen Rahmenbedingungen für Dividendenpapiere seien gut: Die Inflationsraten haben sich von 16,2 Prozent vor einem Jahr auf mittlerweile 9,2 Prozent reduziert und das BIP-Wachstum liegt mit aktuell 4,5 Prozent weit über dem EU-Schnitt von 1,7 Prozent, so Zourek. Für 2005 rechnet er noch mit weiteren Kurssteigerungen im ISE National 100 Index von 10-15 Prozent. Ich bin für den Markt auch kurzfristig noch optimistisch, so der Experte, der neben dem ESPA Stock Istanbul auch den ESPA Stock Vienna verwaltet. Sektoral setzt er vor allem auf Banken, welche er aktuell mit 38 Prozent im Fonds gegenüber 35 Prozent im Index übergewichtet. Als Gründe nennt er die nach wie vor hohen Realzinsen von rund 10 Prozent im kurzfristigen Bereich: Das sich daraus ergebende Zinssenkungspotential macht Banken derzeit besonders attraktiv.

 

Gewinnmitnahmen kurzfristig nicht auszuschließen

 

Etwas skeptischer ist da schon Baris Büyükdemir, zusammen mit Mike Bayer Fondsmanager des mit rund 40 Mio. Euro größten Türkei-Aktienfonds Türkei 75 Plus. Nach den starken Kursgewinnen seit Mitte Dezember ist der Markt jetzt generell angemessen bewertet und das weitere Potential ist kurzfristig begrenzt. Eine Performance wie in den letzten 2 Jahre, als der ISE National 100 Index rund 150 Prozent zulegen konnte, erwarten wir nicht mehr, aber bei Beginn der Beitrittsverhandelungen Ende 2005 sollte sich die EU-Phantasie langfristig positiv auf den Aktienmarkt auswirken und die durchschnittliche Performance türkischer Aktien für die nächsten 10 Jahre besser als in der EU oder in den USA sein, fasst er zusammen. Als einen der Hauptgründe für die starken Kursgewinne in Istanbul nennt er das Engagement vieler neuer ausländischer Investoren, die langsam beginnen sich dort zu positionieren. Der US-amerikanische Pensionsfonds Calpers etwa, der aktuell über 180 Mrd. US-Dollar für die öffentliche Hand in Kalifornien verwaltet, investiert seit Jahresende auch in die Türkei. Bis dorthin waren die Rahmenbedingungen für den institutionellen Asset Manager noch nicht ausreichend gewesen.

 

Große Chancen im Finanzbereich

 

Auch für Stefan Herz, der den Mitte Dezember aufgelegten Magna Turkey Fonds verwaltet, findet nach den Kursanstiegen türkische Aktien in einigen Sektoren bereits sehr teuer: Man darf aber nicht vergessen von welch niedrigem Niveau aus die Rally begonnen hat, fügt er hinzu. Denn besonders im Finanzbereich sieht

er noch großes Potential: Dort hat die Konsolidierung gerade erst begonnen, so der seit September 2004 bei Charlemagne Capital in London tätige Fondsmanager. In seinem Magna Turkey Fonds hält er deswegen auch zu knapp 60 Prozent Finanzwerte, als Benchmark dient im Unterschied zu den anderen Fonds der MSCI Turkey.

 

Fazit

 

Das Anlagethema Türkei ist ein langfristiges. Mit der Bestätigung der Aufnahme von Beitrittsverhandlungen am 17. Dezember letzen Jahres besteht aber erstmals eine reale Chance dass die Türkei zu einer neuen "Konvergenz-Story" wird. Kurzfristig bleiben die meisten Fondsmanager jedoch skeptisch: Denn vor allem das starke ausländische Engagement - erstmals in der Geschichte der Istanbuler Börse waren die gehandelten Volumina von ausländischen Investoren größer als die Volumina von inländischen Investoren trieb die Kurse und damit die Bewertungen der meisten Aktien deutlich nach oben.

 

Quelle: e-fundresearch.com vom 17.2.2005

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Aufschwung in der Türkei kühlt ab

 

Wirtschaftsminister Babacan will das Haushaltsdefizit senken

 

Von Gerd Höhler, Handelsblatt

14. Februar 2005

 

An das vergangene Jahr denkt Nedim Berkin gerne zurück. Die Kunden standen Schlange, sagt der Istanbuler Autoverkäufer. Wir kamen mit den Zulassungen kaum mehr nach. Die türkische Kfz-Branche verzeichnete 2004 im Vergleich zum Vorjahr ein Absatzplus von 98,7 Prozent. Hohe Umsatzsteigerungen meldeten auch Verkäufer von Hausgeräten.

 

Doch in diesem Jahr dürfte es in den türkischen Verkaufsräumen ruhiger zugehen. Nach Jahren stürmischen Wachstums schwächt sich die Konjunktur nun ab. 2002 stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 7,9 Prozent, 2003 um 5,8 Prozent und im vergangenen Jahr voraussichtlich um etwa acht Prozent, schätzt Emin Öztürk, Chefvolkswirt beim Istanbuler Brokerhaus Bender Securities. Die Regierung prognostiziert für dieses Jahr nur noch einen Zuwachs von fünf Prozent. Öztürk rechnet mit sechs Prozent. Analysten, die vor einer Überhitzung gewarnt hatten, sind nun erleichtert.

 

Bereits im Herbst gab es erste Anzeichen eines sanften Abschwungs: Nachdem das BIP in den ersten beiden Quartalen um 14,4 und 12,4 Prozent zugelegt hatte, ging der Zuwachs im dritten Quartal auf 4,7 Prozent zurück. Nach vorläufigen Berechnungen hat sich dieser Trend in den letzten drei Monaten fortgesetzt. Auf eine Abschwächung deutet auch die Entwicklung der Industrieproduktion hin. Sie wuchs in den ersten beiden Quartalen 2004 noch um beachtliche 10,3 und 15,8 Prozent, im dritten jedoch nur noch um 7,6 und im vierten Quartal um 5,1 Prozent. Analysten hoffen auf eine weiche Landung der Konjunktur: Ein Wachstum, das groß genug ist, um eine Rezession zu vermeiden, aber gering genug, um Inflationsgefahren zu bannen und höhere Zinsen zu vermeiden.

 

Trotz der starken Binnennachfrage hat die türkische Regierung 2004 ihr Inflationsziel sogar übertroffen. Auf zwölf Prozent sollte der Preisanstieg gebremst werden, tatsächlich waren es 9,3 Prozent. Damit lag die Teuerung auf dem niedrigsten Niveau seit Ende 1975. Für 2005 peilen wir ein Ziel von acht Prozent an, sagt Wirtschaftsminister Ali Babacan.

 

Auch beim Abbau der Staatsverschuldung macht das Land Fortschritte. Im Jahr 2001 betrug der Schuldenstand noch 90 Prozent des BIP. Damals stürzte die Türkei in die schwerste Finanzkrise ihrer jüngeren Geschichte. Inzwischen wurde der Schuldenstand auf rund 70 Prozent abgetragen. Bis 2006 werden wir die Stabilitätspakts-Kriterien für das Haushaltsdefizit von maximal drei Prozent des BIP und bis 2007 die Vorgaben für die Gesamtverschuldung von höchstens 60 Prozent des BIP erfüllen, verspricht Minister Babacan.

 

Die pünktliche Bedienung der Staatsschulden scheint gesichert, seit sich die Türkei Mitte Dezember mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) auf ein weiteres Beistandsabkommen einigte. In den kommenden drei Jahren wird der Fonds, der dem Land nach der schweren Krise von 2001 bereits mit Krediten in Höhe von 19 Mrd. Dollar half, Darlehen von weiteren zehn Mrd. bereitstellen. Die Gewährung der Gelder ist an strikte Vorgaben geknüpft: Der IWF verlangt von Ankara Haushaltsdisziplin sowie weitere Reformen im Bankensektor, der Finanzverwaltung und bei der Sozialversicherung.

 

Zusammen mit der vom Europäischen Rat im Dezember bestätigten EU-Beitrittsperspektive gilt das neue IWF-Abkommen den Analysten als wichtiger Garant einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung. Das könnte nicht zuletzt die ausländischen Investitionen ankurbeln. Die fortgesetzte innenpolitische Stabilität und die Doppelanker EU und IWF dürften 2005 die sich abschwächende Binnennachfrage ausgleichen, meint Yarkin Cebeci, Analyst bei JP Morgan.

 

Gefördert werden dürfte der Zustrom ausländischer Gelder vor allem durch anstehende große Privatisierungsvorhaben. So rechnet das Institute of International Finance (IIF) damit, dass die Türkei in diesem Jahr ausländische Direktinvestitionen von 3,8 Mrd. Dollar anziehen wird, nach rund zwei Mrd. im Jahr 2004.

 

Quelle: HANDELSBLATT vom 15.2.2005

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Sehr interessant, was man hier ueber die Oekonomie der Tuerkei alles lesen kann! :thumbsup:

 

Jetzt habe ich aber gelesen und gescrollt bis mir die Augen brennen - und vielleicht habe ich es auch uebersehen, aber...

 

...mich wuerden sehr Angaben zur Handels- und Leistungsbilanz der Tuerkei interessieren und...

...zum Wechselkurs der Lira zum Euro

 

:-"

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Ausländische Investoren kaufen Tüpras Aktien

 

Überraschend hat die Türkische Privatisierungsbehörde (ÖIB) 14,76% der Aktien des Mineralölunternehmens Tüpras an ausländische Investmentfonds verkauft. Erlöst wurde dabei eine Summe in Höhe von 445 Mio. USD. Damit ergibt sich für Tüpras eine Marktkapitalisierung von 3 Mrd. USD. 49% der Aktien befinden sich nun im freien Umlauf, während die restlichen 51% von der ÖIB gehalten werden. Diese werden voraussichtlich in einem en bloc-Verkauf an einen strategischen Investor gehen. Allerdings könnten sich die Pläne rasch wieder ändern, zumal auch der jüngste Deal auch nicht vorgesehen war. Diese Transaktion der ÖIB wird von den Finanzmärkten am Bosporus als positives Zeichen für den weiteren Verlauf der Privatisierung gewertet.

 

 

Quelle: TurkishEconomist vom 2.3.2005

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Niedrige Inflationsrate im Februar

 

Entgegen den Erwartungen fielen die Preissteigerungsraten für den Monat Februar niedrig aus. So nahm der Konsumentenpreisindex (TÜFE) im Monatsvergleich nur um 0,02% zu (Erwartungen der Analysten bei 0,7%); im Jahresvergleich notiert das Staatliche Amt für Statistik (DIE) einen Zuwachs von 8,69% (offizielle Inflationsrate).

Der so genannte Produzentenpreisindex (ÜFE) verzeichnete einen monatlichen Anstieg von 0,11% (Erwartungen: 0,68%); im Jahresvergleich steht ein Zuwachs von 10,58% zu Buche. Angesichts dieser Zahlen dürfte die Türkische Zentralbank (TCMB) den Leitzins um 50, vielleicht sogar um 100 Basispunkte senken. Der Satz liegt derzeit bei 16,5%. Es könnte allerdings sein, dass die TCMB erst den Abschluss des neuen Beistandsabkommens mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) abwartet. Dies hat sich nach jüngsten Unstimmigkeiten (Provinzsubventionen) erst einmal um 1-2 Wochen verzögert.

 

 

Quelle: TurkishEconomist vom 3.3.2005

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Weg frei für ausländische Medienkonzerne

Dem türkischen Parlament wird demnächst ein Gesetzesentwurf vorgelegt, wonach ausländische Investoren TV-Sender komplett übernehmen können. Bisher durften Investoren aus dem Ausland nur 25% der Anteile an einem TV-Sender halten. Diese Beschränkung wird gestrichen. Allerdings darf der Anteil der ausländischen Sender 25% des gesamten Marktes nicht überschreiten. Derzeit strahlen 24 TV-Sender ein landesweites Programm aus; davon dürfen dann nur 6 in der Hand von ausländischen Investoren sein. Absolutes Kaufverbot besteht hingegen bei lokalen Radio- und TV-Stationen.

Konkrete Auswirkungen hätte das Gesetz bei Star TV, das derzeit vom Staatlichen Einlagensicherungsfonds (TMSF) kontrolliert wird. Die ehemaligen Eigentümer, die Uzan-Gruppe, wurden infolge des Imar Bankasi-Skandals enteignet. Zum Verkauf stehen neben Star TV, auch Zementfabriken und Telsim, dem zweitgrößten Mobilfunknetzbetreiber der Türkei.

 

 

Quelle: TurkishEconomist vom 4.3.2005

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ISE 100 Index

 

 

 

Eher uneinheitlich kann die Stimmung an der Istanbul Stock Exchange (ISE) gewertet werden. Einerseits zieht sich der Abschluss des bereits angekündigten Beistandsabkommens mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) in die Länge. Es wird erwartet, dass erst Ende März eine Einigung erzielt wird und somit 10 Mrd. USD nach Ankara fließen können. Bis dahin werden die Verhandlungen als Grund für das Auf und Ab an den Märkten herhalten müssen.

Andererseits wurden die Marktteilnehmer durch die Februar-Inflationszahlen positiv überrascht. Die Preise standen nahezu still. Das nährt die Hoffnung, dass die Türkische Zentralbank (TCMB) den Leitzins von derzeit 16,5% um 50-75 Basispunkte senken wird. Bis Dienstag müssen sich allerdings die Anleger noch in Geduld üben, denn dann tritt der neu geschaffene Geldmarktrat (PPK) zusammen.

Pünktlich zu Wochenschluss hatte die TCMB noch mit den Leistungsbilanzzahlen für Januar aufgewartet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist das Defizit um 75% auf 1,6 Mrd. USD gestiegen. Rufe nach einer Abwertung der Neuen Türkischen Lira (YTL) dürften wieder lauter werden. Das wundert auch nicht, schließlich hat der USD in der vergangenen Woche gegenüber der YTL um 1,4% an Wert verloren. Der Euro verlor sogar fast 2% an Wert.

Vor dem Hintergrund der positiven Preisentwicklung und der damit verbundenen Erwartung nach einer Leitzinssenkung, bröckelte die Umlaufrendite für die Referenzanleihe mit Fälligkeit 27. September 2006 erdrutschartig um 108 Basispunkte auf 16,47%.

Die Stimmung bleibt insgesamt positiv, jedoch wirken die Leistungsbilanzentwicklung, Aufwertung der YTL in Zusammenhang mit weiter strömenden Portfolioinvestitionen bedrohlich.

 

Marktdaten:

ISE 100-Index: 27.633,22 (-1,3%)

1 USD: 1,2760 (-1,4%)

1 Euro: 1,6737 (-1,9%)

Umlaufrendite: 16,47% (-108 Basispunkte)

 

Wochengrafik des ISE 100-Index zeigt den Verlauf seit Januar 2004

 

 

 

Letzte Änderungen: 4.3.2005

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Produktionszuwachs im 4. Quartal 2004 deutlich niedriger

Es hatte sich schon mehrfach angekündigt, dass die Konjunktur gegen Ende 2004 lahmen wird. Jetzt hat das Statische Amt für Statistik (DIE) in Ankara die Produktionszahlen für das letzte Quartal veröffentlicht. Demnach ist die Produktion in der Industrie im Jahresvergleich nur um 4,4% gestiegen. Der entsprechende Index fiel von 129,1 Punkten im 3. Quartal auf 123,4 Punkte. Die Quartalswerte für die Industrieproduktion dienen auch als guter Annäherungswert für das Wirtschaftswachstum in dem jeweiligen Zeitraum. 4-5% Wachstum wären demnach für das 4. Quartal zu erwarten. Die offiziellen Zahlen werden Ende des Monats bekannt gegeben. Für das gesamte Jahr 2004 beträgt das Produktionswachstum 9,8%.

 

 

Quelle: TurkishEconomist vom 7.3.2005

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Türkische Zentralbank senkt Leitzins

Erwartungsgemäß hat der neu geschaffene Geldmarktrat (PPK) der Türkischen Zentralbank (TCMB) den Leitzins (overnight-rate) von 16,5% auf 15,5% herabgesetzt. Damit reagieren die Notenbanker auf die jüngst, positiv ausgefallenen Inflationszahlen.

 

 

 

Quelle: TurkishEconomist vom 9.3.2005

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Analysten erwarten für 2005 ein Wachstum von 5,4%

Nach einer Befragung von CNBCe liegt die Konsensschätzung der Analysten für das Wirtschaftswachstum im 4. Quartal 2004 bei 5%. Demnach wäre die Wirtschaft im vergangenen Jahr um 8,5% gewachsen. Für 2005 liegt die durchschnittliche Prognose bei 5,4%.

Die endgültigen Daten veröffentlicht das Staatliche Amt für Statistik (DIE) Ende März.

 

 

 

Quelle: TurkishEconomist vom 12.3.2005

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Automobilbranche: Export stark, Inlandsabsatz schwach

Die Wachstumsverlangsamung der türkischen Wirtschaft macht sich in der Automobilherstellung bemerkbar. Nach Angaben des Automobilherstellerverbandes (OSD) hat der Export in den ersten beiden Monaten um 49% auf 84.000 Kraftfahrzeuge zugenommen. Gleichzeitig ist der Absatz im Inland um 21% auf 63.000 gesunken. Indessen bleibt die Produktion dank des Exports auf Hochtouren. Der Ausstoß legte im Januar und Februar um 17% auf 121.000 zu. Dieses Bild dürfte sich in diesem Jahr des Öfteren wiederholen.

 

 

 

Quelle: TurkishEconomist vom 15.3.2005

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Puenktlich zu Wochenschluss hatte die TCMB noch mit den Leistungsbilanzzahlen für Januar aufgewartet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist das Defizit um 75% auf 1,6 Mrd. USD gestiegen. Rufe nach einer Abwertung der Neuen Tuerkischen Lira (YTL) duerften wieder lauter werden. Das wundert auch nicht, schließlich hat der USD in der vergangenen Woche gegenüber der YTL um 1,4% an Wert verloren. Der Euro verlor sogar fast 2% an Wert.

Das sieht mir nach der Achillesverse aus!

 

Ein Leistungsbilanzdefizit verstaerkt die Abwertungserwartungen der tuerkischen Lira. Eine Abwertung mag die tuerkischen Exporte relativ billiger machen und soll - nach der oekonomischen Theorie - die Leistungsbilanz zum Ausgleich bringen.

 

Aber wir duerfen hier nicht vergessen, dass die Tuerkei nicht in ihrer eigenen Waehrung, sondern ueberwiegend im Dollar (und Euro?) verschuldet ist. Eine Abwertung fuehrt dann zu einem ANstieg der Verschuldung bei gleichzeitiger Kapitalflucht. Die Zentralbank muesste dann die Zinsen stark erhoehen, was wiederum die inlaendische Produktion drosselt/abwuergt.

 

Zugegeben, meine Argumentationskette ist sehr vereinfacht und muss nicht so eintreten. Aber ich lasse lieber die Finger von dem Markt, wobei Einzelwerte durchaus weiter interessant sein koennen. :thumbsup:

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Hierzu ein aktueller Artikel ueber die tuerkische Lira, die auch die Millionen Technische Analysten in diesem Forum interessieren koennte:

 

Technische Korrektur der türkischen Lira

http://www.faz.net/s/Rub72B1B2E621EE41E687...n~Scontent.html

 

B)

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ISE 100 Index

 

 

Als Außenstehender wäre man geneigt zu sagen: es musste ja derart kommen. Die Turbulenzen in der vergangenen Woche haben den Anleger wieder vor Augen geführt, wie heiß der türkische Finanzmarkt sein kann. Ähnlich erging es jedoch auch anderen Schwellenländermärkten. Ausgangspunkt der Nervosität waren die Rentenmärkte in den USA. Lange hatte man sich verwundert gezeigt, warum die langfristigen Zinsen trotz der Leitzinserhöhungen der FED auf der Stelle verharrten. Letzte Woche war es dann soweit, die Marke von 4,5% wurde überschritten und die Hot Money-Manager dieser Welt haben den sicheren Anlagehafen der Wallstreet wieder entdeckt. Die so genannten emerging markets haben dabei natürlich das Nachsehen. Raus aus den plötzlich riskant erscheinenden Papieren und rein in den USD. Dieser Trend könnte anhalten, da die FED ihren Zinserhöhungszyklus weiter fortsetzen wird.

In der Türkei wurde nun erreicht, was die Türkische Zentralbank (TCMB) letzte Woche mit einer 2,4 Mrd. USD (Nebeneffekt: Devisenreserven steigen) schweren Transaktion nicht geschafft hat. Die Neue Türkische Lira (YTL) verlor gegenüber den beiden Leitwährungen deutlich an Wert. Letzte Woche kostete der USD noch 1,27 YTL, mit Bekanntgabe neuer Hiobsbotschaften aus den USA kletterte der USD bis auf 1,34 YTL. Gegen Ende der Woche stabilisierte sich der Wechselkurs bis auf 1,32 YTL. Gegenüber der Woche entspricht das einem Plus von über 4%. Auch der Euro legte zu mit 3,3%.

Im Zuge dessen fiel zwangsläufig der nationale Leitindex ISE 100-Index an der Istanbul Stock Exchange (ISE) um 8% auf 25.348,51 Punkte. Auch die Umlaufrendite für die Referenzanleihe mit Fälligkeit 27. September 2006 schnellte bis auf 17,5% hoch, aber zu Wochenschluss notiert der Satz bei 16,88%. Das ist ein Anstieg von 88 Basispunkten.

Positiv betrachtet, handelt es sich um eine technische Korrektur. Die YTL war überbewertet und der ISE 100-Index befand sich bereits auf einem hohen Niveau. Der Wertverlust der YTL wird die defizitäre Leistungsbilanzentwicklung entlasten. Zudem hat der türkische Finanzmarkt diese Turbulenzen ohne größere Nervosität überstanden, so sehen es auch die Analysten der Disbank, die dazu eigens einen Risikobarometer entwickelt haben.

Aber ein Engagement in der Türkei scheint derzeit etwas für risikobewusste Anleger zu sein. Denn der Höhenflug ist erst einmal dahin. Indessen könnte die Regierung wieder ihre Hausaufgaben wieder erledigen. Beispielweise das Beistandsabkommen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) endlich zum Abschluss bringen. Darauf warten die Anleger schon seit dem Jahresanfang.

 

Marktdaten:

ISE 100-Index: 25.348,51 (-8,07%)

1 USD: 1,3164 (+4,06%)

1 Euro: 1,7528 (+3,26%)

Umlaufrendite: 16,88% (+88 Basispunkte)

Veränderungen im Vergleich zur Vorwoche

 

Wochengrafik des ISE 100-Index zeigt den Verlauf seit Januar 2004

 

 

Letzte Änderungen: 18.3.2005

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Türkei am Eurofighter interessiert

 

Nach Berichten der "Turkish Daily News" ist die Türkei an 40 bis 80 Kampfflugzeugen vom europäischen Typ Eurofighter interessiert. Die Türkei plant derzeit das Rückrad der Luftstreitkräfte, welches derzeit aus mehr als 220 in der Türkei gefertigten amerikanischen F-16 besteht, mit der F-35 "Joint Strike Fighter" (JSF) aus den USA zu ersetzten. Dabei wird u.a. auch Boing und Airbus beliefert. Die Türkei ist zu einem kleinen Teil auch an der Entwicklung dieses amerikanischen Kampfjets beteiligt. Mit der TAI (Turkish Aircraft Industries) in Ankara verfügt die Türkei bereits signifankte Kapazitäten in dieser Branche.

 

Der Kauf von Eurofightern durch Ankara wäre neben der Deckung des mittelfristigen Bedarfs der Luftstreitkräfte auch ein Signal der Türkei an Europa. Nach Einschätzung von Experten würde ein solcher Schritt den Beitrittskandidaten Türkei näher an die EU heranbringen zumal die Projektkosten beim Eurofighter weiter aus dem Ruder laufen und man daher sehr an weiterem Export interessiert ist.

 

Erste Testflüge türkischer Piloten in Italien hätten bereits stattgefunden, meldete die englischsprachige Turkish Daily News unter Berufung auf Regierungskreise.

 

 

Quelle: TurkishEconomist vom 18.3.2005

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