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Türkische Börse

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ada
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Société Generale plant Einstieg in den Bankensektor

Nach Angaben der Tageszeitung Aksam hat die französische Großbank Société Generale eine Zusammenarbeit mit der mittelgroßen Disbank vereinbart. Bereits in der Vorwoche tauchten Gerüchte auf, wonach das Finanzinstitut der Dogan Gruppe (vor allem Medien) mit einem ausländischen Investor Verhandlungen führt. Nach BNP Paribas, das Anteile an der TEB erworben hat, ist SocGen das zweite französische Kreditinstitut das ein Engagement in der Türkei eingeht. Disbank verfügt über 172 Filialen und gehört mit einem Bilanzvolumen in Höhe von etwa 5,3 Mrd. USD und einem Nettogewinn von etwa 80 Mio. USD (Zahlen 2004) zu den mittelgroßen Banken in der Türkei.

Interesse am türkischen Bankensektor hat inzwischen auch die niederländische Rabobank gezeigt. Objekt der Begierde ist die Sekerbank.

 

 

 

Quelle: TurkishEconomist vom 17.3.2005

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ada
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Grundig kommt wieder auf die Beine

 

Mit zehn Prozent Marktanteil sieht sich Deutschlands bekanntester Fernsehgeräte-Anbieter Grundig Intermedia GmbH wieder in der ersten Liga der Unterhaltungsgeräte-Branche hier zu Lande. Jetzt wollen die Nürnberger das Geschäft im Ausland forcieren, und zu alter Größe zurückkehren.

 

"Wir haben das Comeback in kurzer Zeit geschafft", sagte Grundig-Chef Hubert Roth. Der türkische Elektronik-Konzern Beko und der britische Unterhaltungsgeräte-Anbieter Alba hatten das Unternehmen im Frühjahr 2004 für 80 Mill. Euro aus der Insolvenzmasse der Grundig AG übernommen.

 

Während der Insolvenz erreichte Grundig bei Fernsehern einen Marktanteil von kaum vier Prozent. Das schnelle Wachstum auf zehn Prozent hat allerdings einen hohen Preis, denn Grundig erreicht diesen Wert nur mengenmäßig. Vom Wert her sind es laut GfK nur acht Prozent.

 

Roth will aber auch vom Wert her die zehn Prozent schaffen. Dabei nimmt der Wettbewerb selbst im eigenen Hause zu: Die Konzernmutter Beko beliefert seit einigen Wochen exklusiv die neu gegründete Unterhaltungsgeräte-Marke Phocus, die 2005 mehr als 300 Mill. Euro Umsatz einfahren will. Das wäre deutlich mehr als Grundig im letzten Geschäftsjahr erwirtschaftete.

 

Unter Führung von Winfried Hoffmann, dem früheren Chef von Fujitsu-Siemens Computers, präsentiert sich Phocus kommende Woche auf der IT-Messe Cebit erstmals dem Fachpublikum. In Real-Supermärkten und Karstadt-Kaufhäusern gibt es die TV-Geräte und Videorekorder bereits mit der Technologie, die auch Grundig verwendet.

 

Denn eigene Werke besitzt Grundig nicht mehr. Allerdings werde Beko für seine Nürnberger Tochter bald eine eigene Fertigungsreihe eröffnen, unterstreicht Roth: Wir verkaufen wieder so viele Fernseher, dass sich das lohnt.

 

Der Grundig-Chef bleibt daher bei seinem Ziel, im neuen Geschäftsjahr (Start 1. April) 500 Mill. Euro umzusetzen. In drei Jahren soll es eine Milliarde sein. Damit würde Grundig an das Niveau des Jahres 2000 anknüpfen. Dazu hat der Manager die Produktpalette kräftig erweitert, etwa um MP3-Player. Zudem zeigt Lizenznehmer Vitelcom auf der Cebit erstmals Grundig-Handys.

 

Den Anteil der Auslandserlöse von derzeit 50 Prozent will Grundig kräftig steigern. Deshalb greifen die Anteilseigner den Franken unter die Arme. Beko baut für Grundig den Vertrieb in der Türkei auf, Alba übernimmt den Verkauf in Großbritannien. In ganz Europa hat Grundig Aufholbedarf, denn der Marktanteil liegt bei nur 1,4 Prozent. Marktführer Sony erreicht 15,5 Prozent.

 

Quelle: Handelsblatt vom 15.3.2005

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ada
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Ausländische Telekomkonzerne an Telsim interessiert

 

Der Mobilfunknetzbetreiber Telsim mit etwa 7,5 Mio. Abonnenten scheint bei den ausländischen Telekomkonzernen wie Vodafone, Telenor oder Telefonica heiß begehrt zu sein. Der Staat, genauer gesagt der staatliche Einlagensicherungsfonds (TMSF), plant den Verkauf seit der Zwangsverstaatlichung des Unternehmens infolge des Imar Bankasi-Skandals. Dieses Institut hatte den gruppeneigenen Uzan-Unternehmen (weniger Telsim, aber dafür anderen Industrieunternehmen) zinsgünstige Kredite vergeben, die freilich nicht zurückgezahlt werden sollten bzw. konnten. Erst als Uzan die erste Rate für das ersteigerte Petrochemieunternehmen Petkim nicht hatte zahlen können, brach das ganze Kartenhaus zusammen. Die Banken wurden unter die Aufsicht des TMSF gestellt, und die Unternehmen wurden nach und nach enteignet. Die Einlagensicherung der Imar Bankasi kostet den Staat über eine Milliarde USD. Inzwischen werden die Einlagen von der staatlichen Ziraat Bankasi verwaltet. Parallel dazu hat Telsim seine Verbindlichkeiten an Motorola und Nokia in Höhe von 3,2 Mrd. USD nicht getilgt. Daher wird der Staat den Verkaufserlös wohl oder übel an diese namhaften Gläubiger entrichten müssen. Denn Telsim soll Einnahmen genau in dieser Höhe erbringen.

Hingegen kann der Staat verbleibende Einnahmen beim Verkauf des Fernsehsenders Star TV und den zahlreichen Zementfabriken erwarten. Bei diesen Transaktionen werden die Einnahmen in Höhe von etwa 900 Mio. USD geschätzt.

 

 

Quelle: TurkishEconomist vom 24.3.2005

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ada
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Wachstum 2004 in der Türkei fast 10%

Entgegen den Erwartungen verzeichnete die türkische Wirtschaft für das abgelaufene Jahr ein Wachstum von 9,9%. Im vierten Quartal nahm die Wirtschaftsleistung um 6,6% zu

Näheres unter Indices BSP

 

 

 

Quelle: TurkishEconomist vom 31.3.2005

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ada
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Ausländische Institute kaufen türkische Banken

Die jüngste Transaktion Fortis kauft Disbank (Dogan Holding) für knapp 1 Mrd. Euro wird nicht die letzte im türkischen Bankensektor sein. Es laufen bereits Gespräche zwischen der niederländischen Rabobank und Sekerbank. Zudem wird die Dogus Gruppe einen neuen Anlauf mit dem Teilverkauf von Garanti Bankasi starten.

Indessen hat die Deutsche Bank die Investmentbank Bender Securities vollständig übernommen.

Die Beteiligung der französischen Großbank BNP Paribas an der mittelgroßen Türkiye Ekonomi Bankasi ist bereits abgewickelt. Ein weiterer Großdeal wartet auf seine Abwicklung: Zusammen mit der Koc Gruppe will die italienische Unicredito die Mehrheitsanteile an der Yapi Kredi Bankasi kaufen.

Trotz dieser Verkaufswelle wird der Auslandsanteil der türkischen Banken Ende 2005 gerade mal 20% betragen, so der Präsident der Bankenaufsichtsbehörde (BDDK) Bilgin.

 

 

 

Quelle: TurkishEconomist vom 14.4.2005

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ada
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Weiterhin kräftiges Exportwachstum

Auch im ersten Quartal des laufenden Jahres präsentiert sich die türkische Außenwirtschaft robust. Nach Angaben des Staatlichen Amtes für Statistik (DIE) in Ankara ist der Export im März im Vergleich zum Vorjahr um über 23% auf 6,4 Mrd. USD gestiegen. Hingegen hat der Import mit 20% auf 10,2 Mrd. USD langsamer zugenommen. Entsprechend weitete sich das Außenhandelsdefizit nur moderat um 15% auf 3,7 Mrd. USD aus.

Für das erste Quartal 2005 ergibt sich ein ähnliches Bild: Der Export legte gegenüber dem Vorjahresquartal um 26% auf 17,1 Mrd. USD (13 Mrd. Euro) zu. Eingeführt wurden dagegen in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres Waren in Wert von 25,7 Mrd. USD (19,6 Mrd. Euro) , 23% mehr als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Somit ergibt sich ein Außenhandelsdefizit von 8,6 Mrd. USD (+17%).

Bei den Produktgruppen verzeichneten Investitionsgüter mit 53% auf 2 Mrd. USD ein überdurchschnittliches Exportwachstum. Mit einem Anstieg im ersten Quartal um 51% auf 2,4 Mrd. USD gehört die Automobilindustrie nach wie vor zu den Exportstützen des Landes.

Das Außenhandelsvolumen mit Deutschland entwickelt sich indessen unterdurchschnittlich. Während im ersten Quartal die gesamten Exporte um 26% gestiegen sind, wurden nur 14% mehr Waren (2,3 Mrd. USD) nach Deutschland ausgeführt. Aus Deutschland wurden hingegen Güter in Wert von 3 Mrd. USD eingeführt, 11% mehr als im Vergleich zum Vorjahresquartal. Aber die türkischen Importe sind insgesamt um 23% gewachsen.

 

 

Quelle: TurkishEconomist vom 1.5.2005

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ada
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Deutsche Autos Made in Turkey

 

Die Türkei gewinnt als Produktionsstandort wachsende Bedeutung.

Istanbul - Nicht nur Ministerpräsident Tayyip Erdogan und Bundeskanzler Gerhard Schröder geben sich die Ehre, wenn am Mittwoch in Istanbul der Deutsch-Türkische Wirtschaftskongress eröffnet wird, sondern auch ein Großaufgebot von Wirtschaftsführern beider Länder versammelt sich am Bosporus. Deutschland ist traditionell der größte Handelspartner der Türkei. Aus Deutschland beziehen die Türken 15 Prozent ihrer Importe, und nach dort liefern sie 20 Prozent ihrer Exporte. Aus deutscher Sicht liegt die Türkei bei den Einfuhren auf Platz 20 und bei den Exporten auf Platz 17 der Rangfolge der deutschen Handelspartner.

 

Das bilaterale Handelsvolumen stieg allein im Jahr 2004 um 20 Prozent und erreichte knapp über 20 Milliarden Euro. Spitzenreiter bei den deutschen Ausfuhren sind vor allem der Maschinenbau, die Kfz-Industrie und die Chemie. Bei den türkischen Exporten nach Deutschland steht der Textilsektor mit einem knappen Drittel der Gesamtausfuhren zwar noch als die Nummer eins da. Aber hochwertige Konsumgüter spielen für die türkische Exportwirtschaft eine immer größere Rolle. So stammt inzwischen fast jeder dritte in Deutschland verkaufte Fernseher aus türkischer Produktion - auch wenn Markennamen wie Philips, Grundig oder Toshiba auf den Gehäusen stehen.

 

Nicht nur als Handelspartner, sondern auch als Produktionsstandort gewinnt die Türkei für die deutsche Wirtschaft immer größere Bedeutung. Deutschland ist der größte ausländische Investor in Anatolien. Allein seit 1980 investierten deutsche Unternehmen hier über 4,5 Milliarden US-Dollar in Niederlassungen und Produktionsstätten.

 

Produktion für den Export

 

Heute sind etwa 1200 deutsche Unternehmen in der Türkei tätig, viele von ihnen mit türkischen Partnern. Wachsende Bedeutung bekommt die Türkei als Standort für die Automobilindustrie. DaimlerChrysler und MAN haben inzwischen einen großen Teil ihrer Bus- und Lkw-Produktion in die Türkei verlagert. Ein Großteil der Produktion geht in den Export, auch nach Deutschland. Im Gefolge der beiden Automobilhersteller sind inzwischen etwa mehrere Hundert deutsche Zulieferbetriebe in die Türkei gekommen.

 

Auch als Dienstleistungsstandort wird die Türkei immer interessanter. So betreiben Lufthansa und Siemens in Istanbul zwei große Call-Center. In den Telefonzentren werden auch Service-Hotlines für Drittkunden wie Toshiba und Quelle bedient. Die Türkei lockt die deutschen Investoren nicht nur mit niedrigen Lohnkosten - in der Automobilindustrie liegen sie bei weniger als einem Drittel dessen, was in Deutschland anzusetzen ist. Zu den Standortvorteilen gehört auch die hohe Motivation und durchweg gute Qualifikation der Mitarbeiter. Und für deutsche Unternehmen kommt hinzu: Sie können aus einem Reservoir von rund 2,5 Millionen Rückkehrern schöpfen, die einen Teil ihres Lebens in Deutschland verbracht haben.

 

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger vom 3.5.2005

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ada
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Keine neuen Bedingungen für Beitrittsgespräche mit Türkei

 

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat die Türkei hinsichtlich der geplanten Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen beruhigt. Es werde keine zusätzlichen Bedingungen geben, sagte Schröder in einem Interview des türkischen Nachrichtensenders NTV. Beide Seiten müssten zu ihrem Wort stehen. Wichtig sei, dass die Türkei die beschlossenen Reformen umsetze, das neue Strafgesetz verabschiede und das Zusatzprotokoll zur Ausweitung der Zollunion ratifiziere.

 

Quelle: RTL vom 29.4.2005

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ada
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Überraschung: Sabanci schnappt der Koc-Gruppe Gima weg

Es schien schon alles unter Dach und Fach zu sein. Migros (Koc-Gruppe) sollte die Warenhausketten Gima und Endi von der Fiba-Holding übernehmen. Entsprechende Presseberichte wurden nicht dementiert. Nach einem Verhandlungsmarathon am letzten Wochenende gab das börsennotierte Unternehmen Gima heute bekannt, dass CarrefourSa (Carrefour 60%, Sabanci 40%) den Zuschlag für Gima (81 Filialen) und Endi (50 Filialen) erhalten wird.

Insgesamt soll der Kaufpreis 132,5 Mio. USD betragen. Die Transaktion wird sich zunächst auf nur 60% der Aktien von Gima für 120 Mio. USD erstrecken. Eventuell sollen die restlichen Aktien aufgekauft werden.

CarrefourSa betreibt in der Türkei 12 so genannte Hypermärkte. Mit dem Kauf der kleineren Konkurrenten wird nunmehr die Standortpräsenz erweitert.

Indessen dürfte die Familie Koc nicht sehr erfreut sein, über die Pendants von Sabanci. Eine derartige Konfrontation kommt zwischen den beiden ältesten und größten Unternehmerfamilien nicht sehr häufig vor. Migros dürfte nun die Fühler auf Tansas ausstrecken. Denn die Warenhauskette der Dogus Gruppe steht bereits auf der Verkaufsliste.

 

Quelle: TurkishEconomist vom 3.5.2005

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ada
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Mittal Steel setzt Fuß in die Türkei

Der multinationale Stahlkonzern hat 55% der Aktien von Izmir Demir Celik (Izdemir) für knapp 80 Mio. USD erworben. Damit setzte Mittal Steel einen Fuß in den türkischen Markt. Zuvor hatte das Unternehmen des indischen Milliardärs Lakshmi Mittal mehrfach verkündet, Interesse an Erdemir, dem größten Stahlerzeuger der Türkei, zu haben. 46% der Anteile des staatlichen Unternehmens sollen demnächst en bloc verkauft werden. Mitbieten werden voraussichtlich auch unter anderem Arcelor und US Steel. Türkische Interessenten sind die Borusan Gruppe und Kibar Holding.

Mit dem Verkauf von Izdemir hat die Is Bankasi einen Teil ihres umfangreichen Industrieportfolios bereinigt. Das Kreditinstitut besitzt jedoch noch die Sise Cam Holding, die zu den größten Glasherstellern der Welt gehört. Der Verkauf von Izdemir wurde jedoch an der Istanbul Stock Exchange (ISE) mit Enttäuschung aufgenommen, denn der Kaufpreis lag etwas unter dem Börsenwert des Unternehmens. Daraufhin verloren die Aktien von Izdemir an Wert.

 

Quelle: TurkishEconomist vom 7.5.2005

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ada
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Verkauf der Yapi Kredi Bankasi (YKB) perfekt

 

Als habe der Übernahmekampf im Einzelhandelssektor eine beschleunigende Wirkung gehabt: Der Finanzdienstleister Koc Finansal Hizmetler (Joint Venture zwischen Koc Gruppe und Uncredito) hat gestern offiziell 57,4% der Aktien der Yapi Kredi Bankasi (YKB) für 1,16 Mrd. Euro erworben. Dabei stammen 44,53% der Aktien von der Cukurova und 12,89% vom Staatlichen Einlagensicherungsfonds (TMSF), wohin die YKB wegen Liquiditätsschwierigkeiten hinein geriet.

Die Verhandlungspartner verhandeln bereits seit Monaten über einen Kauf. Für einen kurzen Moment schien es sogar, als wolle die Akbank (Sabanci Gruppe) beim Kauf der YKB mitmischen. Die Beteiligten haben aber dies dementiert. Mit dem Kauf der YKB dürfte die Bankensanierung in der Türkei vorerst abgeschlossen sein.

 

Quelle: TurkishEconomist vom 9.5.2005

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ada
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Türkische Zentralbank (TCMB) senkt erneut den Leitzins

Mit dem jüngsten Zinsschritt von 15 auf 14,5% hat die TCMB nun zum fünften Mal in diesem Jahr den so genannten Overnight-Rate herabgesetzt. Dieser Schritt kam für einige überraschend, wohingegen die Analysten von Is Investment mit dieser Zinssenkung gerechnet haben.

Nach Einschätzung der Analysten von Morgan Stanley wird der Zinssatz in diesem Jahr noch insgesamt um 150 Basispunkte reduziert. Ende nächsten Jahres soll dann der Leitzins bei 10% liegen.

 

 

 

Quelle: TurkishEconomist vom 10.5.2005

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mynameis106
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Ist schon krass wie die letzten zwei Jahren der Leitzins gesenkt worden ist :w00t:

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ada
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Versicherungsmarkt auf Wachstumskurs

 

Nach Angaben des Versicherungsaufsichtsrates (SDK) nahmen die Prämieneinnahmen der türkischen Assekuranz von 3,6 auf 4,8 Mrd. USD (6,6 Mrd. YTL) zu. Das entspricht einem Pro-Kopf-Zuwachs von 50 auf 68 USD.

Von den Gesamtprämieneinnahmen entfielen auf Lebensversicherungen 1,2 Mrd. YTL, wohingegen die Bereiche Unfall und Verkehr insgesamt 3,2 Mrd. YTL auf sich vereinnahmten.

Die Gewinne der Unternehmen in der Branche konnten um 21% auf 371 Mio. YTL zulegen. Einen ähnlichen Zuwachs verzeichnete die Aktiva der Versicherungsgesellschaften um 30% auf 10,6 Mrd. YTL.

 

 

Quelle: TurkishEconomist vom 13.5.2005

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ada
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09.05.2005 - 12:49

 

Türkischer Leitindex ISE100 - Bullische Konsolidierung

 

(©GodmodeTrader - http://www.godmode-trader.de/)

 

 

ISE 100: 24.794 Punkte. Wochenchart (1 Kerze = 1 Woche).

 

Kurz-Kommentierung: Der türkische Leitindex befindet sich seit März 2003 in einer intakten Aufwärtsbewegung. September 2004 konnte eine sehr wichtige charttechnische Widerstandslinie bei 20.617 Punkten passiert wird. Der Ausbruch erfolgte signifikant. Dies ist von mittel- bis langfristiger Richtungs-weisender Bedeutung! Das Kurslevel von 20.617 Punkten fungiert ab jetzt als harte charttechnische Unterstützung. Etwaige Korrekturen dürften auf der Chartmarke aufgefangen werden. Durch den signifikanten Anstieg über 20.617 Punkte wurden mittel- bis langfristige Kursziele von 40.000 und 60.000 Punkten für den ISE100 ausgelöst. Der Kursverfall der letzten 12 Wochen spielt sich in einer so genannten bullischen Keilformation ab. Das Kursmuster kündigt bereits einen Folgeanstieg an. Die 20.617er Marke dürfte gar nicht mehr erreicht werden.

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ada
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13.05.2005

 

Türkischer Leitindex ISE100 : 25.325 Punkte

 

:thumbsup:

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ada
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Turkish stocks, government bonds and currency fell on concern the country's bid to join the European Union may be hampered after one of its strongest backers, German Chancellor Gerhard Schroeder, suffered an election defeat.

 

``This news is going to put pressure on the Turkish markets,'' said Matthew Vogel, head of emerging markets strategy for Europe, the Middle East and Africa at Barclays Capital in London. Germany's main opposition party is ``very cynical about Turkey joining the EU and Schroeder was a strong supporter, so it's a big loss.''

 

Schroeder said he'll seek a national election for later this year after his party lost a vote yesterday in Germany's most populous state. The opposition Christian Democrats oppose Turkish EU membership. Turkey's currency and benchmark stock index have also dropped in the past month on concern French voters may defeat the EU constitution on May 29, delaying new-member applications.

 

Turkey's benchmark ISE National 100 Index dropped 4.5 percent to 24,329, the biggest one-day loss in two months and the worst performance today among the 80 benchmarks tracked by Bloomberg worldwide. The lira fell 0.6 percent to 1.3855 per dollar and 0.8 percent against the euro, to 1.7430.

 

The country's benchmark domestic bond due in November 2006 also slid, pushing yields up 55 basis points to 17.93 percent. A basis point is 0.01 percentage point.

 

A poll yesterday by Infratest Dimap showed Germany's opposition CDU would win a national vote with a 17 percentage point margin. Some 2.5 million people of Turkish origin live in Germany. The resident population climbed after a 1961 agreement to recruit Turkish workers, according to the German finance ministry.

 

`Wouldn't Be Good'

 

Turkey is due to start membership talks with the EU in October. The government has said accession negotiations will help attract foreign investment and lower borrowing costs.

 

Schroeder's Social Democrats lost power in the state of North Rhine-Westphalia after 39 years in an election yesterday. Support for Schroeder, 61, has slumped amid a stagnating economy and as unemployment rose by 1 million to close to 5 million since he took office in 1998.

 

Edmund Stoiber, head of the Christian Social Union, said May 12 he will ``do everything within a new government's legal power to make sure'' Turkey doesn't join the EU. His party is the Bavarian affiliate of the Christian Democratic Union.

 

``It wouldn't be good for Turkey if Schroeder left,'' said Kerem Koz, who helps manage about $1 billion of Turkish assets at Denizbank AS in Istanbul. ``A CDU government would bring big problems in terms of Turkish accession to the EU.''

 

EU Constitution

 

Investors may also shun Turkish assets on concern that a rejection of the EU constitution by France and the Netherlands in referendums in the next two weeks will set back EU expansion plans, Kos said.

 

Opposition in France, which votes on May 29, is at 53 percent, according to a May 20 survey by polling company BVA. Twice as many Dutch say they will reject it on June 1 as those who will support it, a poll by TNS NIPO showed the same day.

 

A `no' vote in France would implicitly be a vote against Turkey joining the EU, and may cause Turkish bonds to fall, said Andrew Bosomworth, a Munich, Germany- based fund manager for Pacific Investment Management Co., in a report last week.

 

Koc, Turkey's largest company, is headed for its biggest drop in two years, sinking 7.4 percent to 5.65 liras. Akbank, the nation's second-biggest non-government-owned lender, lost 5.4 percent to 7.00 liras, sliding from a two-week high.

 

Turkcell

 

Stocks also fell because of concern that the sale of Turkcell Iletisim Hizmetleri AS, the country's biggest mobile phone company, to Sweden's TeliaSonera AB may be derailed, said Emre Birkan, a trader at Raymond James Securities in Istanbul.

 

Turkey's Cukurova group, which reached a preliminary agreement in March to sell a controlling stake to TeliaSonera, said today it will seek to retain control of Turkcell instead. Stockholm-based TeliaSonera said it will take legal action to complete the purchase.

 

``This is negative for perceptions, but I don't see any derailment of the long-term membership process,'' said Roman Swaton, who helps manage $2.8 billion in emerging market debt at DWS Investment GmBH in Frankfurt. ``No one is thinking that Turkey would join before 2015 anyway.''

 

Quelle: Bloomberg vom 24.5.2005

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ada
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Bisher zwölf Interessenten für Tüpras

Nach Angaben der Privatisierungsbehörde haben für die anstehende Privatisierung des Öl-Raffinerieunternehmens Tüpras bisher zwölf Gesellschaften ernsthaftes Interesse gemeldet. Bis zum 22. Juni haben potenzielle Investoren noch Zeit, um die Emissionsbroschüre zu erwerben. Die Angebote müssen danach bis zum 2. September abgegeben werden. Zum Verkauf steht ein Aktienpaket von 51%.

Unter den ausländischen Unternehmen befinden sich unter anderem Repsol (Russland), PKN (Polen), IOC (Indien), ENI (Italien), OMV (Österreich), Shell (Großbritannien, Niederlande) sowie US-Private Equity Gesellschaften. Petrol Ofisi, die Zorlu Gruppe, die Oyak Gruppe und OPET (Aygaz) gehören dabei zu den möglichen inländischen Käufern. Im Laufe des Verfahrens könnte es durchaus möglich sein, das sich noch Konsortien bilden.

 

 

 

Quelle: TurkishEconomist vom 8.6.2005

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ada
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Türkei-Bonds sind für die DZ Bank ein Kauf

 

Meißner: Konvergenz wird die Situation in Europa und den umgebenden Regionen weiter dominieren

 

ck Istanbul - Auch wenn Anleihen des türkischen Staates seit Jahresbeginn eine nicht gerade berauschende Entwicklung gezeigt haben, bieten sie nach Einschätzung der DZ Bank attraktives Potenzial. Einer der Gründe ist der fortgesetzte Konvergenzprozess, der dem EU-Kandidaten nach Meinung des Instituts bevorsteht.

 

Ablesbar beispielsweise an fünfjährigen Credit Default Swaps habe die Türkei zuletzt eine relativ negative Performance gezeigt, erklärte Thomas Meißner, Head of Fixed Income Market Research der DZ Bank, auf der Emerging Markets Conference des Instituts in Istanbul. Belastet habe das französische Referendum über die EU-Verfassung bzw. deren sich bereits in den Umfragen ankündigende Ablehnung. Meißner sprach sich jedoch entschieden gegen Schwarzmalerei in Bezug auf die Türkei aus. Das Land sei eine Art "Shining Star". Die Reformen würden fortgesetzt.

 

 

Risiko nicht kompensiert

 

Insgesamt ist das Institut für Eurobonds von Emerging-Market-Ländern jedoch vorsichtig gestimmt. Grund sind die extrem niedrigen Renditeabstände. Der Credit Spread Squeeze könne sich nicht ewig fortsetzen, sagte Meißner. Zuletzt habe der Trend bereits leicht gedreht. Meißner rechnet mit weiteren Spread-Ausweitungen in diesem Jahr. Insgesamt sei das Segment Staatsanleihen der Emerging Markets durch die jüngste Gegenbewegung noch nicht in den attraktiven Bereich zurückgekehrt. Das Risiko, dass Investoren mit Anlagen in solchen Papieren eingingen, werde nicht kompensiert. Dennoch sei in dem Bereich noch Wert zu finden. Es komme darauf an, zu differenzieren und gut auszuwählen.

 

 

Im Schnitt Investment Grade

 

Nach Auffassung von Meißner besteht kein Anlass, die Perspektiven von Eurobonds aus den Emerging Markets düster einzuschätzen. Die starken Schwankungen zeigten zwar, dass eine Anlage in Emerging Markets ein Risiko bedeute. Aber wenn ein guter Einstiegszeitpunkt gewählt werde, könnten überdurchschnittliche Renditen erzielt werden. Vor allem aber bestehe gegenwärtig kein Grund, in Panik zu verfallen, nur weil die amerikanische Notenbank ihren Leitzins in den kommenden Monaten um weitere 75 Basispunkte anheben werde. Die Emerging Markets seien noch nie in einem besseren Zustand in einen Fed-Zinserhöhungszyklus gegangen als gegenwärtig. Das gelte insbesondere für die Länder Zentral- und Osteuropas. Im Durchschnitt sei ihre Bonitätsbewertung mittlerweile auf Investment-Grade-Niveau. Es sei auch nicht zu erkennen, dass der positive Rating-Trend der Region aufhören werde.

 

Mit ihrem "Cresta Score" (Credit Standing Score) genannten hausinternen Rating-Modell stuft die DZ Bank die Türkei derzeit mit "BB -" ein, was der aktuellen Note von Standard & Poor's entspricht. Ermittelt wird der Wert zum einen aus ökonomischen Daten. Auf dieser Basis habe die "Maschine" einen Wert von "BB" errechnet. Allerdings könne der vom Rechner produzierte Wert aufgrund anderer Kriterien um eine Stelle verändert werden. Dass der Cresta Score "BB -" betrage, liege an den geopolitischen Risiken aus dem Nahen und Mittleren Osten.

 

 

Spreads sinken

 

Insgesamt ist Meißner jedoch überzeugt, dass sich die Ratings der Türkei weiter verbessern werden. Vorteile gegenüber vergleichbaren Ländern habe die Türkei vor allem durch ihr überproportionales Wachstum (durchschnittlich 7,2 % in den letzten drei Jahren). Die Zinskurve des Landes liege unter derjenigen vergleichbarer Emittenten. Meißner äußerte sich überzeugt, dass die Türkei-Spreads weiter sinken werden. Dass der Markt in schwierigere Fahrwasser geraten könnte, glaubt der Analyst dagegen nicht. Die Credit Default Swaps befänden sich auf einem normalen Niveau. Auch die Zinskurvensteilheit sei normal. Beides zeige, dass der Markt gegenwärtig keine größeren Erschütterungen für das Land erwarte.

 

 

Börsen-Zeitung, 7.6.2005

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ada
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Fischer wirbt in Washington für EU-Beitritt der Türkei

Außenminister Joschka Fischer hat während seines Besuchs in den USA erneut die Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei verteidigt. Der Grünen-Politiker verwies auf die strategische Bedeutung des Landes.

Fischer beharrt auf dem vereinbarten Fahrplan für die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Die Entscheidung, am 3. Oktober zu beginnen, sei gefallen. Nun müsse in der EU noch der Verhandlungsrahmen beschlossen werden, sagte Fischer am Dienstag nach einem Gespräch mit US-Sicherheitsberater Stephen Hadley in Washington. Dies setze Einstimmigkeit voraus. Sich von diesem Fahrplan zu verabschieden, würde erhebliche Risiken mit sich bringen.

 

Zum Abschluss seiner zweitägigen Konsultationen in Washington wollte er am Mittwoch auch mit US-Außenministerin Condoleezza Rice zusammentreffen. Die Unterredung ist die erste mit der konservativen Politikerin in ihrem neuen Amt.

 

 

Fischer: "Türkei wichtig für Sicherheit in Europa"

 

Sowohl die Gegner als auch die Befürworter eines Beitritts seien sich in der Frage der strategischen Bedeutung der Türkei für die Sicherheit Europas einig, sagte Fischer. "Ich wüsste nicht, warum man sich davon verabschieden sollte, es sei denn, man ist blind und geht sehr sträflich mit europäischen Sicherheitsinteressen um", sagte der Grünen-Politiker mit Blick auf die Beitrittsgegner.

 

In einen Zusammenhang mit der Türkeifrage stellte Fischer auch die Entwicklung im Nahen und Mittleren Osten sowie die Atompolitik Irans. In allen Punkten gehe es um enge Konsultationen mit den USA.

 

Einigkeit bestehe Fischer zufolge aber, dass die Türkei noch eines langen Transformationsprozesses mit europäischer Hilfe bedürfe. Die Verhandlungen mit der Regierung in Ankara sähen zudem keinen "Beitrittsautomatismus" vor. "Im Gegenteil: Die EU kann die Verhandlungen unterbrechen oder auch ganz aussetzen." Auch die USA machen sich für eine Aufnahme des Nato-Mitgliedstaates in die Europäische Union stark.

 

Die von der Union anstelle einer Vollmitgliedschaft favorisierte "privilegierte Partnerschaft" für die Türkei lehnte Fischer erneut ab: "Die ist schon heute Realität." Der Unterschied liege darin, ob am Ende eine Vollmitgliedschaft stehe oder "etwas, was heute schon existiert, nämlich privilegierte Partnerschaft - also keine Vollmitgliedschaft".

 

 

Gesprächsthema EU-Krise

 

Auf der Tagesordnung der Gespräche zwischen Fischer und den US-Vertretern steht auch die EU-Krise als Folge der Rückschläge bei den Volksabstimmungen in Frankreich und den Niederlanden über den Verfassungsvertrag. Von besonderem Augenmerk für die USA sei eine möglicherweise nachlassende Attraktivität der EU als stabilisierender Faktor auf dem Balkan und in den Beziehungen zur Türkei gewesen.

 

Fischer unterstrich nach eigenen Worten, dass die EU die Weltbühne nicht verlassen könne. Im Kosovo stehe hinsichtlich der Verhandlungen über den Endstatus ein "entscheidendes Jahr" bevor. Die Perspektive eines EU-Beitritts sei die Grundlage der Strategie für den Balkan und auch der Anker für Rumänien und Bulgarien.

 

ftd.de, 10:45 Uhr

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ada
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Türkei: Dämpfer für EU-Beitritt

 

Die Ablehnung der EU-Verfassung durch die Franzosen ist auch ein Nein zu einem EU-Beitritt der Türkei. Der Attraktivität der Börse in Istanbul schadet es aber nicht. Ob das Land tatsächlich eines Tages EU-Mitglied wird, sei den Türken vielleicht gar nicht so wichtig. "Entscheidend für sie ist, daß die Regierung weiterhin den europäischen Weg verfolgt", sagt Manfred Zourek, Fondsmanager des Espa Stock Istanbul (ISIN AT 000 070 434 1).

 

"Die Türkei hat jetzt eine sehr schwierige Phase vor sich"

 

Offiziell gibt sich die Türkei gelassen. Das Nein zur EU-Verfassung sei eine innere Angelegenheit der EU und betreffe nicht die Türkei, verlautet es aus Ankara. In Wahrheit ist die türkische Regierung aber auf das Höchste alarmiert. Das seit Jahren anvisierte Projekt einer Vollmitgliedschaft in der EU droht zu scheitern.

 

Auch wenn die Türkei zahlreiche Bedingungen der EU erfüllt hat und das Land sich dank der Reformen von Ministerpräsident Tayyip Erdogan demokratischer, rechtsstaatlicher und wirtschaftlich stärker als je zuvor präsentiert.

 

"Die Türkei hat jetzt eine sehr schwierige Phase vor sich", sagt Udo Steinbach, Direktor des Deutschen Orient-Instituts. "Sie muß sich bei den Anfang Oktober beginnenden Beitrittsverhandlungen auf erhebliche Widerstände einstellen."

 

Die Türkei verliert wohl Gerhard Schröder, ihren wichtigsten Befürworter

 

Denn seit vergangener Woche ist klar: Europas Bürger haben die Verfassung auch deshalb abgelehnt, weil sie nicht bereit sind, die Türkei als Partner willkommen zu heißen. Zudem droht Erdogan, den wichtigsten Befürworter für eine Vollmitgliedschaft zu verlieren: Gerhard Schröder. Der Kanzler hatte in der Vergangenheit immer wieder die EU-Ambitionen der Türkei unterstützt.

 

Doch nun finden im September voraussichtlich Neuwahlen statt, und Schröders potentielle Nachfolgerin schlägt andere Töne an. Die an sich gute Verfassung habe keine Zustimmung gefunden, weil die Menschen zu Recht Sorge hätten, die Grenzen in Europa seien nicht klar abgesteckt, meint Kanzlerkandidatin Angela Merkel. Sie fordert deshalb eine ehrliche Diskussion über die Mitgliedschaft der Türkei.

 

"Stoibers Türkei-Rhetorik stärkt die nationalistischen Kräfte in der Türkei"

 

Noch klarer bringt es der unter anderem als neuer Außenminister gehandelte bayerische Ministerpräsident auf den Punkt. Schon vor Wochen hatte Edmund Stoiber angekündigt, er werde alles daransetzen, um einen Beitritt der Türkei zu verhindern. Seine Furcht: Der überwiegend muslimische Staat überdehnt die EU kulturell und finanziell.

 

Stoibers Türkei-Rhetorik stößt bei Steinbach jedoch auf heftige Kritik. "Der EU-Beitrittsprozeß sorgt in dem geopolitisch so wichtigen Land für innere Stabilität. Äußerungen wie die von Stoiber heizen die bereits ansgepannte Atmosphäre weiter an, stärken die nationalistischen Kräfte in der Türkei und gefährden die bereits erzielten Erfolge."

 

"Die Mehrheit der Türken will, daß ihre Regierung die Reformen fortsetzt"

 

An der türkischen Börse haben die dramatisch verschlechterten EU-Perspektiven ihre Spuren hinterlassen. Nach Schröders Ankündigung von Neuwahlen rutschte der ISE 100 um 4,5 Prozent nach unten. In der vergangenen Woche erholte sich der Leitindex der Istanbuler Börse zwar wieder um drei Prozent. Trotzdem: Seit seinem Höchststand Ende Februar verlor er über neun Prozent.

 

Ein Teil der Anleger fürchtet, die türkische Politik könne angesichts der Ablehnungsfront in der EU an Reformdynamik verlieren. Auslandsinvestitionen und Wirtschaftswachstum gingen dann aber zurück.

 

Manfred Zourek, Fondsmanager des Espa Stock Istanbul, teilt den Pessimismus nicht: "Die Mehrheit der Türken will, daß ihre Regierung die Reformen fortsetzt." Ob das Land tatsächlich eines Tages EU-Mitglied wird, sei den Türken vielleicht gar nicht so wichtig. "Entscheidend für sie ist, daß die Regierung weiterhin den europäischen Weg verfolgt", sagt Zourek. Für zusätzlichen Druck, den Reformkurs nicht zu verlassen, sorgt auch der Internationale Währungsfonds (IWF).

 

"Die Konjunktur in der Türkei bleibt weiter auf Kurs"

 

Er hat der Türkei einen Kredit in Höhe von zehn Milliarden Dollar eingeräumt. Das Geld hat Ankara dringend nötig, um seinen Schuldenverpflichtungen nachzukommen. Die Auszahlung der IWF-Gelder ist jedoch an Bedingungen geknüpft. So muß die Türkei in diesem Jahr ein Plus im Staatshaushalt von 6,5 Prozent (vor Zinszahlungen) erzielen. Auch hat sich die Regierung verpflichtet, weiterhin für Preisstabilität zu sorgen.

 

Die bislang erzielten Resultate stimmen positiv. Mit aktuell 7,9 Prozent liegt die Inflationsrate so niedrig wie seit 30 Jahren nicht mehr. Zourek: "Das eröffnet der türkischen Zentralbank Spielräume für Zinssenkungen. Die Konjunktur bleibt daher weiter auf Kurs."

 

Anleger brauchen gute Nerven

 

Und die wächst kräftig. Mit einem Plus von 8,9 im vergangenen Jahr ließ die Türkei die Länder der EU weit zurück. Der Vorsprung dürfte anhalten. Bis zum Jahr 2020 werden Wachstumsraten von jährlich fünf Prozent prognostiziert. Grund genug für Investoren sich langfristig am Bosporus zu engagieren.

 

Allerdings: Sie brauchen Nerven. Ungünstige politische Entwicklungen können immer wieder Kursschwankungen von zehn bis 15 Prozent auslösen. "Dafür steigt die Börse in einem anderen Jahr dann wieder um 50 bis 70 Prozent," sagt Zourek.

 

Osteuropa: Wer schon in der EU drin ist, hat Vorteile

 

Von derartigen Schwankungen sind die Börsianer, die in den EU-Ländern Osteuropas anlegen, verschont. Sie müssen auch nicht fürchten, daß das negative Verfassungsvotum etwa die Einführung des Euro in diesen Ländern verzögert. Diese ist an das Erreichen von Wirtschaftsdaten gebunden und unterliegt nicht politischen Entscheidungen.

 

Auch die Konvergenzphantasie für Rumänien und Bulgarien bleibt bestehen. Der Beitritt der Länder ist von der EU-Staaten bereits gebilligt. Die Türkei muß darauf wohl noch lange warten.

 

 

 

 

EU-Phantasie: Keine Garantie auf Vollmitgliedschaft

Am 3. Oktober dieses Jahres beginnen die Beitrittsverhandlungen zwischen der Türkei und der EU. Experten rechnen mit einer Dauer von zehn bis 15 Jahren. Ob die Verhandlungen für die Türkei positiv enden, ist fraglich. Im Gegensatz zu den Gesprächen mit den osteuropäischen Staaten werden die Unterredungen ergebnisoffen geführt. Eine Garantie für eine Vollmitgliedschaft, wie sie die EU Polen, Tschechien oder Ungarn eingeräumt hatte, besitzt die Türkei also nicht. Als Alternative zu einer Vollmitgliedschaft könnte die EU der Türkei eine privilegierte Partnerschaft anbieten. Subventionszahlungen würden dann deutlich niedriger ausfallen, und innerhalb der EU hätte die Türkei keinerlei Mitwirkungsrechte.

 

Wirtschaft: Niedriges Einkommensniveau

Nach einer schweren Wirtschaftskrise in den Jahren 2000 und 2001 ist das Land wieder auf Wachstumskurs. 2003 wurde ein Plus des Bruttoinlandsprodukts von sechs Prozent gemeldet, 2005 machte die Konjunktur einen Sprung von fast neun Prozent. Trotz der Dynamik sind die Einkommensunterschiede zu den etablierten EU-Staaten noch erheblich. Das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen in der Türkei beträgt gerade mal ein Drittel des EU-Durchschnitts. Auch wenn die Wirtschaft in den kommenden 40 Jahren jährlich um fünf Prozent wachsen sollte, wären erst 75 Prozent des EU-Niveaus erreicht.

 

Börse: Günstige Bewertung lockt

Der Leitindex ISE 100 der Börse in Istanbul wird von Finanzwerten wie etwa der Akbank sowie Unternehmenskonglomeraten wie der Sabanci-Holding dominiert. Das durchschnittliche Kurs/Gewinn-Verhältnis liegt bei 7,1 Prozent, die Dividendenrendite beträgt drei Prozent. Mit einem täglichen Handelsvolumen von rund 600 Millionen Euro zählt die türkische Börse zu den liquidesten Emerging Markets. Seit Jahresanfang hat der ISE 100 um xy Prozent zugelegt. Bester Titel im Index: die Is-Bank. Die Aktie verbesserte sich seit Anfang Januar um 98 Prozent.

 

Privatanleger: Klare Vorteile für Fonds

Dem deutschen Privatanleger fällt es schwer, an der Börse in Istanbul direkt zu investieren. Für türkische Aktien, die in Deutschland notieren, muß er einen hohen Abschlag in Kauf nehmen. Besser ist es, über einen Fonds die Chancen zu nutzen. Neben der Risikostreuung bieten sie den Vorteil, daß die türkische Börse institutionellen Anlegern günstige Konditionen bei Neuemissionen einräumt. Neben reinen Türkeifonds bieten sich auch Osteuropafonds an, die einen Teil der Mittel in Istanbul anlegen.

 

 

Türkei-Fonds*

 

Fonds: Performance seit 01.01.05 (in %)

1. Türkisfund-Equity A: 21,8

2. ESPA Stock Istanbul T: 19,2

3. Magna Turkey Fund A: 14,3

4. EMIF Turkey (thes.): 14,3

5. Türkei 75 Plus: 4,3

 

 

Fonds mit hohen Türkei-Anteil*

 

Fonds: Performance seit 01.01.05 (in %)

1. JPMF Middle East Equity A $: 28,9

2. Morgan St. Emerg.Euro.&Mi.E. A: 22,2

3. Deka ConvergenceAktien CF: 18,9

4. JPMF Emerging Europe Eq A USD: 17,1

5. MLIIF Emerging Europe A EUR: 14,9

6. Activest Osteuropa C: 11,9

7. WestAM European Convergence C: 8,7

 

 

Quelle: *FINANZEN Fundanalyzer. Performance auf Euro-Basis. Stand: 03.06.2005.

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ada
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Wirtschaft drängt auf EU-Beitritt der Türkei

 

Berlin (AFP) - Die deutsch-türkische Industrie- und Handelskammer hat die Unionsparteien davor gewarnt, die geplanten EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei zum Thema im Bundestagswahlkampf zu machen. "Das Thema eignet sich nicht für Wahlkampfpolemik", sagte Kammerchef Marc Landau. "Ein undifferenziertes Hochkochen der Türkei-Frage im Wahlkampf würde niemandem nützen." Landau, der in Istanbul die Interessen deutscher und türkischer Firmen vertritt, betonte: "Die hier ansässige deutsche Wirtschaft will den EU-Beitritt der Türkei."

 

Der IHK-Geschäftsführer sagte der "Berliner Zeitung", die Wirtschaft werde auch im Falle eines Wahlsieges der Union auf einem Beginn der Aufnahmeverhandlungen zum 3. Oktober bestehen werde. "Der Beschluss, in diesem Oktober Verhandlungen mit der Türkei aufzunehmen, ist Ende vergangenen Jahres von allen 25 Mitgliedsstaaten einstimmig gefasst worden", sagte Landau. Die CDU/CSU lehnt einen EU-Beitritt der Türkei ab und tritt stattdessen für eine "privilegierte Partnerschaft" ein.

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ada
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Türkei: Keine Angst vor Angela Merkel

 

In der Türkei sieht man eine Bundeskanzlerin Angela Merkel skeptisch. Denn anders als Gerhard Schröder, strebt die CDU-Chefin für die Türkei keine EU-Vollmitgliedschaft an, sondern nur eine "privilegierte Partnerschaft". "Eine neue Bundesregierung kann die Aufnahme von EU-Beitrittsgesprächen mit der Türkei am 3. Oktober 2005 jedoch nicht rückgängig machen", sagt Stefan Herz, der den Magna Turkey Fund managt.

 

"Kein Ende der Türkei-Story"

 

Zudem könne eine CDU-geführte Bundesregierung die ökonomischen und politischen Reformen in der Türkei nicht umkehren. "Fundamental ist das Land weiterhin auf einem positiven Pfad. Von einem Ende der Türkei-Story kann nicht gesprochen werden", betont Herz.

 

 

 

Fonds im Überblick:

 

Fonds: Magna Turkey Fund A

Anlageschwerpunkt: Aktien Türkei

 

Fondsgesellschaft: Charlemagne Capital

Fondsmanager: Stefan Herz

 

ISIN: IE 00B 04R 396 8

WKN: A0D N7J

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ada
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Türkei: Hier ist Platz für jeden!

Von Ingo Bierschwale

 

Am Bosporus herrscht Goldgräberstimmung trotz der eingetrübten EU-Perspektive.

 

Istanbul. Ungeachtet des bevorstehenden EU-Referendums hat die Französische Entwicklungsbank (AFD) erst vor kurzem mit der Türkei ein Rahmenabkommen über technische und finanzielle Hilfe geschlossen. Eine Delegation des französischen Unternehmerverbandes Medef unter Leitung von Ex-Renault-Chef Louis Schweitzer hat sich für Mitte Juni in Ankara angekündigt. Auf die Wirtschaftsbeziehungen der EU mit der Türkei wirken sich politische Turbulenzen, abgesehen von nervösen Börsenreaktionen, nur begrenzt aus. So sieht es auch Marc Landau von der Deutsch-Türkischen Industrie- und Handelskammer in Istanbul.

 

Das Nein der Franzosen, aber auch ein möglicher Regierungswechsel in Deutschland, ändert an der Sachlage unmittelbar nichts, sagt der Türkei-Experte. Für Investoren sieht Landau keinerlei Veranlassung, unternehmerische Entscheidungen zu überdenken. Das tut auch keiner. Natürlich wäre eine positive Entwicklung aus Sicht der Wirtschaft wünschenswert. Doch selbst wenn die EU-Träume der Türkei ganz platzen sollten, rechnet Landau schlimmstenfalls mit einer Verlangsamung der Dynamik, nicht aber damit, dass Unternehmen aus der Türkei abziehen oder ihre Brücken abbrechen.

 

Das Land hat ein riesiges Potenzial. Hier ist Platz für jeden, schwärmte der Türkei-Chef des französischen Handelsriesen Carrefour, Luc de Noirmont, nach der Übernahme der türkischen Supermarktkette Gima. Die ausländischen Direktinvestitionen, die sich früher auf magere eine Million Dollar pro Jahr beliefen, stiegen 2004 auf 2,5 Milliarden Dollar (zwei Milliarden Euro) mit der Folge einer regelrechten Goldgräberstimmung. Keiner will zu spät kommen, sagt Landau.

 

Längst ist die Türkei ein wichtiger Produktionsstandort für europäische Automobilbauer. Begehrt sind der Einzelhandel- und Finanzsektor. Die Kunden standen Schlange, als das schwedische Möbelhaus Ikea Anfang des Monats ein erstes Kaufhaus in Istanbul eröffnete. Ikea investiert in keinem Land, in dem die Inflation nicht unter Kontrolle ist, lautete das türkische Eigenlob. Große Pläne hat auch die deutsche Metro AG, die schon 800 Millionen Euro in Groß- und Baumärkte investiert hat.

 

Stürmisch entwickeln sich Übernahmen und Beteiligungen im Bankensektor. Die italienische UniCredito stieg bei einer der führenden türkischen Banken ein, der Yapi Kredi Bankasi. Die französische BNP Paribas beteiligte sich an der Türkiye Ekonomi Bankasi. Die niederländisch-belgische Gesellschaft Fortis gab für die siebtgrößte türkische Privatbank, Disbank, fast eine Milliarde Euro aus. Die Deutsche Bank übernahm die Investmentbank Bender Securities.

 

An Fahrt gewinnt die Privatisierung der Staatsbetriebe, die lange Zeit nicht so recht in Gang kommen wollte. Mit dem Stahlunternehmen Erdemir, der Öl-Raffinerie Tüpras und Türk Telekom stehen in diesem Jahr gleich drei Große auf dem Programm. An Türk Telekom zeigen sich unter anderem die Italiener interessiert, die schon jetzt beim Mobilfunkunternehmen Avea mit Türk Telekom in einem Boot sitzen. Der skandinavische Telekomkonzern TeliaSonera bot für die Mehrheit an der größten türkischen Mobilfunkfirma Türkcell 3,1 Milliarden Dollar.

 

Die deutschen Schwergewichte Daimler-Chrysler, MAN, Mannesmann, Siemens, Bosch, BASF oder Bayer sind bereits seit Jahrzehnten in der Türkei verwurzelt und expandieren weiter. Zunächst zogen sie den Mittelstand nach sich. Inzwischen kommen aber immer mehr mittlere und kleine Unternehmen aus eigenem Antrieb bis hin zum Existenzgründer ohne große Geschäftserfahrung, berichtet Landau. (dpa)

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