BU und Unfallversicherung

121 Beiträge in diesem Thema

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Hallo Freunde,

 

würde mal gerne eure Meinung zu folgender Frage höre:

 

Ich habe seit etlichen Jahren eine Unfallversicherung inkl. Invaliditätsrente 750 /Monat für ca. 40 /Monat. Seit einiger Zeit habe ich nun eine BU 1000 /Monat mit 3 % Dynamik jährlich- auch ca. 40 im Monat Beitrag. Jetzt stelle ich mir die Frage, ob ich die Unfallversicherung kündigen soll. Ich bin selbständiger Gartenbauer und als solcher trage ich berufsbedingt ein gewisses Unfallrisiko.

 

Was würdet ihr machen?

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Geschrieben · bearbeitet von supertobs

Ich bin kein Versicherungsexperte, aber habe gelesen, das die Hauptgründe für BU eben Krankheiten sind und nicht Unfälle. Laut FINANZtest sollte man eine Unfallversicherung nur abschließe, wenn man keine BU bekommt. Das ist bei Dir nicht der Fall.

 

Fall 1) Du wirst BU auf Grund von Krankheit.

Es bleiben Dir nur 1000 Euro! Das ist (je nach Wohnung etc.) knapp über Sozialhilfesatz

 

Fall 2) Du hast einen Unfall und wirst anschließend BU

Dann hast Du 1750 Euro. Kann bei einer zu versorgenden Familie immer noch knapp werden.

 

Du könntest Deine Einzahlungen auf die BU konzentrieren. Vielleicht geben Dir sie Dir 2000 Euro für 80 pro Monat. Immerhin hast Du ja eine BU bekommen.

 

Aber, um wirklich Deine Frage zu beantworten sind mehr Informationen benötigt:

- Alter, Familie zu versorgen, Einkommen Frau vorhanden?

- Aktueller Nettobedarf etc.

- Das sind ja nur die monatlichen Leistungen. Was bekommst Du im Unfallfall durch die Unfallversicherung?

- Könntest Du Wohnungsumbauten selbst tragen? Wieviel Ersparnisse hast Du?

- Immobile vorhanden oder auch gezwungen weiter Miete zu zahlen, etc etc.

 

Ohne die Infos bekommst Du nur pauschale Ausssagen.

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Hallo Freunde,

 

würde mal gerne eure Meinung zu folgender Frage höre:

 

Ich habe seit etlichen Jahren eine Unfallversicherung inkl. Invaliditätsrente 750 /Monat für ca. 40 /Monat. Seit einiger Zeit habe ich nun eine BU 1000 /Monat mit 3 % Dynamik jährlich- auch ca. 40 im Monat Beitrag. Jetzt stelle ich mir die Frage, ob ich die Unfallversicherung kündigen soll. Ich bin selbständiger Gartenbauer und als solcher trage ich berufsbedingt ein gewisses Unfallrisiko.

Ich würde versuchen die Versicherungssumme der BU zu erhöhen und danach die Unfallversicherung kündigen. Ein Unfall kann zu BU führen, Berufsunfähigkeit wird aber nur in den wenigsten Fällen durch einen Unfall verursacht.

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Geschrieben

die BU würde ich mit 75% des Nettoeinkommens absichern...

 

deine Unfallversicherung kostet 40 EUS??? Also der Verbraucherschutz sagt, mind. 100.000 Grundsumme mit 225%Progressionsstaffelung, Renten und solcher Kinderkram gehört da net rein, macht das Produkt unnütz teurer und die Rente bekommst du eh erst bei mind. 50% Behinderungsgrad.

 

Die meisten haben Unfallversicherungen mit 25-50.000 Grundsumme und zb, wie bei der DVAG mit 1000%Progr. Fakt ist, damit werft ihr der Versicherung nur Geld hinterher. Weil

 

1. fast 90% aller Unfälle zu max. 35% Behinderung führen

2. ihr somit fast 60% weniger bekommt, als wennn die Grundsumme bei mind. 100.000 liegt

 

das erstaunliche ist, derartige für den Kunden unnütze Produkte kosten meist noch mehr Geld als eine bedarfsgerechte Unfallversicherung.

 

Wenn du nicht in einem Risikoberuf tätig bist, kostet eine solide Unfallversicherung mit Sicherheit nicht über 15 und wenn es

doch eine höhere Gefahrengruppe ist, dann nicht mehr als 25. ( bei einem Netto-Einkommen zwischen 1000- 1500)

Alles was darüber geht bedarf sogar einer höheren Grundsumme.

 

cya

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Geschrieben

ich hab da auch mal ne frage, und wollte nicht direkt ein neues thema aufmachen, deshalb der post hier.

 

letztlich in einem gespräch mit bekannten kam das thema BUR auf den tisch, meine tante meinte das sei nicht sinnvoll für ihre tochter,

obwohl ihr mann selber als betonmeister körperlich tätig war und wegen seinem rücken (bandscheibe oder so) den beruf wechseln musste.

 

kurz bevor ihr mann "berufsunfähig" in seinem beisherigen betonbaumeister beruf wurde, wurde ein einfamilienhaus gekauft.

er trat nach der feststellung der "berufsunfähigkeit" eine umschulung zum finanzbuchhalter an wo er auch eine zeit lang tätig blieb.

 

das haus haben sie immer noch...

 

 

ist das hier eine ausnahme, das da niemand in den finanziellen ruin gestürzt ist ? für den Vater lag/liegt keine bu rente vor, d.h. sie müssens finanzielle irgendwie anders geschafft haben.

 

meinungen dazu wären nett...

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Geschrieben

Na das kommt halt sehr stark auf den Einzelfall, die konkrete Erkrankung, familiäre/finanzielle Situation etc. an. Im von Dir dargelegten Fall war eine Umschulung scheinbar gut möglich, und der Betroffene hatte das Glück, schnell wieder einen Job zu finden. Wenn darüber hinaus die finanzielle Situation so ist, dass man was gespart hat, kann man damit auch erstmal einen gewissen Zeitraum überbrücken und auf Umschulung, Genesung etc. hoffen.

 

Es gibt aber genauso Fälle von Familien, die in Hartz 4 abrutschen, weil der einzige Ernährer berufsunfähig wird und keinen anderen Job bekommt bzw. gar nicht mehr in der Lage ist zu arbeiten.

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Geschrieben

Ich möchte das Thema gern nochmal aufgreifen: Auch ich frage mich, ob es sinnvoll ist neben der BU auch ene Unfallversicherung zu haben.

 

In Kombination mit einer BU halteich eine Prograssion eigentlich für nicht sinnvoll. Wenn ich zu 100% Invalide bin, dann werde ich wohl auch BU sein. Insofern kann man hier sicherlich einiges sparen. Jetzt kommt die Versicherungssumme. Hier ist mür mich entscheidend: Wenn ich nicht berufsunfähig werde, muss sie ausreichen, um meine Ummgebung weitestgehend an die Behinderung anpassen zu können, falls nötig. Regelmäßiges Einkommen habe ich ja weiterhin, wenn ich nicht berufsunfähig bin.

 

Daher denke ich, dass 100.000 Euro ausreichen. Bei Verlust eines Beins werden (je nach Tarif) rund 50% der Versicherungssumme fällig. Das sind dann 50.000 Euro. Ich denke, dass man dafür schon viele Anpassungen an die neue Situation vornehmen kann. Es würde dafür so rund 70 Euro im Jahr anfallen. Für eine Porgrassion mit 225% nehmen die Versicherungen rund 15 Euro mehr im Monat,

 

200.000 Euro ohne Prograssion kosten dann schon rund 130 Euro im Jahr.

 

Sinnvolle Tarife (100.000 Euro, keine Progression) scheinen da im speziellen die folgenden zu sein:

  • NV-Versicherungen Maxx 59,50 Euro
  • Gothaer Classic - 65,45 Euro

 

Was haltet ihr von der Variante der "kleinen Unfallversicherung" in Kombination mit einer BU?

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Geschrieben

Was haltet ihr von der Variante der "kleinen Unfallversicherung" in Kombination mit einer BU?

Nach der Diskussion hier bin ich auch zu diesem Ergebnis gekommen.

 

Grundsumme 100k

Progression 225%

keine KHTG

kein Genesungsgeld

keine Übergangsleistung

 

Die Gesellschaft steht noch nicht fest, ich schwanke hinsichtlich der Tarife noch beim Leistungsumfang (hoch oder sehr hoch).

 

saludos,

el galleta

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Geschrieben

Nach der Diskussion hier bin ich auch zu diesem Ergebnis gekommen.

 

Grundsumme 100k

Progression 225%

keine KHTG

kein Genesungsgeld

keine Übergangsleistung

 

Die Gesellschaft steht noch nicht fest, ich schwanke hinsichtlich der Tarife noch beim Leistungsumfang (hoch oder sehr hoch).

 

saludos,

el galleta

Speziell die Prograsseion finde ich aber irgendwie nicht sinnvoll. Kommt natürlich auf die Höhe der BU an... aber ich habe mich da so abgesichert, dass ich auch über die Runden komme, wenn ich berufsunfähig ohne Unfall werde. Insofern ist die Progression nicht wirklich nötig in diesem Fall.

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Geschrieben

Speziell die Prograsseion finde ich aber irgendwie nicht sinnvoll. Kommt natürlich auf die Höhe der BU an... aber ich habe mich da so abgesichert, dass ich auch über die Runden komme, wenn ich berufsunfähig ohne Unfall werde. Insofern ist die Progression nicht wirklich nötig in diesem Fall.

Die kleine Progression habe ich drin, da ich ohne BU zu werden reichlich Invaliditätsprozente erreichen könnte. Klar, die Unfallversicherung deckt die Lücke bis zur BU, da wird i.d.R. wenig Invalidität und daher wenig Progression greifen. Aber sicher ist das nicht.

 

saludos,

el galleta

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Geschrieben

Ich finde eine niedrige Grundsumme aber hohe Progression wichtiger.

Noch wichtiger ist eine gute(!) Gliedertaxe, weil diese maßgeblich für die Versicherungsleistungen ist.

 

1. 100k Grundsumme, 225% Progression (normale Gliedertaxe)

2. 100k Grundsumme, 225% Progression (gute Gliedertaxe)

3. 100k Grundsumme, 400% Progression (gute Gliedertaxe)

4. 75k Grundsumme, 400% Progression (gute Gliedertaxe)

 

1. Verlust eines Daumens: 20k Verlust einer Hand: 90k Verlust eines Fußes: 55k

2. Verlust eines Daumens: 35k Verlust einer Hand: 220k Verlust eines Fußes: 220k

3. Verlust eines Daumens: 40k Verlust einer Hand: 220k Verlust eines Fußes: 220k

4. Verlust eines Daumens: 30k Verlust einer Hand: 165k Verlust eines Fußes: 165k

 

Progression ist wirklich nicht teuer, so dass man immer eine hohe Progression abschließen sollte um sich für wirklich schlimme Unfälle abzusichern!

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Geschrieben

Ich finde eine niedrige Grundsumme aber hohe Progression wichtiger.

Noch wichtiger ist eine gute(!) Gliedertaxe, weil diese maßgeblich für die Versicherungsleistungen ist.

 

1. 100k Grundsumme, 225% Progression (normale Gliedertaxe)

2. 100k Grundsumme, 225% Progression (gute Gliedertaxe)

3. 100k Grundsumme, 400% Progression (gute Gliedertaxe)

4. 75k Grundsumme, 400% Progression (gute Gliedertaxe)

 

1. Verlust eines Daumens: 20k Verlust einer Hand: 90k Verlust eines Fußes: 55k

2. Verlust eines Daumens: 35k Verlust einer Hand: 220k Verlust eines Fußes: 220k

3. Verlust eines Daumens: 40k Verlust einer Hand: 220k Verlust eines Fußes: 220k

4. Verlust eines Daumens: 30k Verlust einer Hand: 165k Verlust eines Fußes: 165k

 

Progression ist wirklich nicht teuer, so dass man immer eine hohe Progression abschließen sollte um sich für wirklich schlimme Unfälle abzusichern!

Dafür habe ich aber meine BU, denn bei wirklich schlimen Unfällen, werde ich wohl berufsunfähig sein.

 

Ich habe aber noch eine Frage zur Progression: Die greift doch nur bei einer 100%igen Invalidität, oder? Sprich: Ich verliere einen Daumen und bekomme doch z.B. 10% von der Grundsumme. Deine Beispielrechnung bestätigt das nicht, daher wundere ich mich etwas.

 

Wenn die Progression immer auf die Grundsumme gerechnet wird, würde das ja heißen, dass eine Grundsumme von 225.000 Euro ohne Progression exakt einer Grundsumme von 100.000 Euro mit 225% Progression entspricht.

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Geschrieben

Progression greift ab 25%. 225k Grundsumme und 100k Grundsumme mit 225% sind nur bei 100% Invalidität gleich.

 

Beispiel:

 

1. Grundsumme: 225k - ohne Progression (Gute Gliedertaxe)

2. Grundsumme: 100k - 225% Progression (Gute Gliedertaxe)

 

1. Verlust eines Daumens: 67,5k Verlust einer Hand: 157,5k Verlust eines Fußes: 157,5k 100% Invalide: 225k

2. Verlust eines Daumens: 35k Verlust einer Hand: 135k Verlust eines Fußes: 135k 100% Invalide: 225k

 

Dafür ist 1 doppelt so teuer wie 2. Je schlimmer der Unfall ist, desto geringer sind die Leistungsunterschiede. Wenn ich also einen Vertrag ohne Progression nehme, dafür mit hoher Grundsumme bin ich bei geringeren Unfällen höher abgesichert. Das rechtfertigt aber - meine Meinung - nicht den hohen Mehrpreis. Ich will mich für schlimme Unfälle absichern und nehme deswegen eine Progression mit rein.

 

Bist Du BU wenn Du das Gehör auf einem Ohr verlierst? Einen Fuß? Ein Bein? Eine Hand? Was machst Du, wenn Du nur ein Auge verlierst? Bei der Hand wird es bei mir kritisch (Büro-Job), aber ohne Beine könnte ich sicherlich noch arbeiten...

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Geschrieben · bearbeitet von Lobster

Progression greift ab 25%. 225k Grundsumme und 100k Grundsumme mit 225% sind nur bei 100% Invalidität gleich.

 

Beispiel:

 

1. Grundsumme: 225k - ohne Progression (Gute Gliedertaxe)

2. Grundsumme: 100k - 225% Progression (Gute Gliedertaxe)

 

1. Verlust eines Daumens: 67,5k Verlust einer Hand: 157,5k Verlust eines Fußes: 157,5k 100% Invalide: 225k

2. Verlust eines Daumens: 35k Verlust einer Hand: 135k Verlust eines Fußes: 135k 100% Invalide: 225k

 

Dafür ist 1 doppelt so teuer wie 2. Je schlimmer der Unfall ist, desto geringer sind die Leistungsunterschiede. Wenn ich also einen Vertrag ohne Progression nehme, dafür mit hoher Grundsumme bin ich bei geringeren Unfällen höher abgesichert. Das rechtfertigt aber - meine Meinung - nicht den hohen Mehrpreis. Ich will mich für schlimme Unfälle absichern und nehme deswegen eine Progression mit rein.

 

Bist Du BU wenn Du das Gehör auf einem Ohr verlierst? Einen Fuß? Ein Bein? Eine Hand? Was machst Du, wenn Du nur ein Auge verlierst? Bei der Hand wird es bei mir kritisch (Büro-Job), aber ohne Beine könnte ich sicherlich noch arbeiten...

 

Moment: Verlust eines Daumens ist z.B. bei der Ammerländer 30%. Dadurch habe ich bei 100k Grundsumme schonmal 30.000 Euro, aber bei einer Progression von 225% bekomme ich davon doch nicht 225% (67500 Euro). Dazu gibt es doch die Progressive Invaliditätsstaffel. Demnach würde ich bei Progression statt 30.000 Euro 35.000 Euro bekommen.

 

Edit: Hast du ja auch geschrieben. sorry. Ich habe mich verlesen ;)

 

Ok, mir war vorher nicht klar, dass die Progression auch anteilig gilt. Dann macht sie tatsächlich Sinn, da gebe ich dir recht.

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Geschrieben · bearbeitet von highline

Richtig, 35k statt 30k (100k Grundsumme, 225% Progression).

Die 67,5k bei Verlust des Daumens waren für 225k Grundsumme ohne Progression.

 

30% für einen Daumen ist übrigens sehr gut! So habe ich oben bei den Beispielen auch gerechnet. In den Bedingungen der Ammerländer müsste doch eine Gliedertaxe und eine Anlage zur Progression sein. Schau Dir das mal an.

 

edit:

Mein Post kam, während Du Dich verbessert hast :)

Hab mich auch umständlich ausgedrückt...

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Geschrieben · bearbeitet von Lobster

Richtig, 35k statt 30k (100k Grundsumme, 225% Progression).

Die 67,5k bei Verlust des Daumens waren für 225k Grundsumme ohne Progression.

 

30% für einen Daumen ist übrigens sehr gut! So habe ich oben bei den Beispielen auch gerechnet. In den Bedingungen der Ammerländer müsste doch eine Gliedertaxe und eine Anlage zur Progression sein. Schau Dir das mal an.

 

edit:

Mein Post kam, während Du Dich verbessert hast :)

Hab mich auch umständlich ausgedrückt...

Jor, hat etwas gedauert, bis ich verstanden habe, aber nun ist's mir klar. Primär möchte ich die Versicherung vor allem nutzen um kurzfristige Maßnahmen ergreifen zu können: Sprich Wohnugn/Auto umbauen usw.. Sowas benötige ich aber ja im Prinzip auch nur, wenn ich Arm, Hand, Bein oder Fuß verliere. Dafür möchte ich dann so 50.000 Euro zur Verfügung haben.

 

Die erwähnten Glieder beginnen in der Gliedertaxe bei 65%. Bei einer 225% Progression bekomme ich (bei 65%) 120%. Demzufolge würde mir dann ja schon eine Grundsumme von ca. 50.000 Euro reichen. Ist jetzt sozusagen mal von der anderen Seite herangegangen.

 

Edit: Alternativ: 25.000 Euro bei 500% Progression durch Porgression 220% --> 55.000 Euro (kostet knapp 30 Euro im Jahr)

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die BU würde ich mit 75% des Nettoeinkommens absichern...

 

deine Unfallversicherung kostet 40 EUS??? Also der Verbraucherschutz sagt, mind. 100.000 Grundsumme mit 225%Progressionsstaffelung, Renten und solcher Kinderkram gehört da net rein, macht das Produkt unnütz teurer und die Rente bekommst du eh erst bei mind. 50% Behinderungsgrad.

 

Die meisten haben Unfallversicherungen mit 25-50.000 Grundsumme und zb, wie bei der DVAG mit 1000%Progr. Fakt ist, damit werft ihr der Versicherung nur Geld hinterher. Weil

 

1. fast 90% aller Unfälle zu max. 35% Behinderung führen

2. ihr somit fast 60% weniger bekommt, als wennn die Grundsumme bei mind. 100.000 liegt

 

das erstaunliche ist, derartige für den Kunden unnütze Produkte kosten meist noch mehr Geld als eine bedarfsgerechte Unfallversicherung.

 

Wenn du nicht in einem Risikoberuf tätig bist, kostet eine solide Unfallversicherung mit Sicherheit nicht über 15 und wenn es

doch eine höhere Gefahrengruppe ist, dann nicht mehr als 25. ( bei einem Netto-Einkommen zwischen 1000- 1500)

Alles was darüber geht bedarf sogar einer höheren Grundsumme.

 

du hast recht 90 % der unfälle bewegen sich im raum 35 % invalidität.

 

aber warum ist niedrige grundsumme mit hoher progression sinnvoll ?

 

weil die schweren unfälle einem zu schaffen machen, nicht unbedingt die niedrigeren.

für leute die nur wenig geld haben, kommt eine kleine summe mit hoher progression gut,

weil für den worste-case-fall genug geld ausgezahlt wird.

 

mein vater z.b. hat aufgrund eines fahrrad unfalles den kleinen finger verloren, hat eine grundsumme von über 200.000, keine progression (nur mehrleistung), zahlt aber dafür fast 50 euro im monat und die 4.000 euro für den kleinen finger war zwar toll zu bekommen, aber er hatte sie weder nötig noch hat er was sinnvolles damit angestellt :-)

 

übrigens würde ich eine unfallrente mit einer BUR rente nie vergleichen,

denn die Unfallrente wird lebenslang bis zum tode gezahlt, die BUR nur bis zum vereinbarten ablauftermin - und das ist meist das rentenalter.

 

also eine kleine unfallrente ist immer nett, weil diese auch über den ruhestand hinaus gezahlt wird.

 

ein kunde von uns hat z.b. das augenlicht auf einem auge verloren, er ist dadurch nicht BUR geworden - erhält aber jetzt monatlich, lebenslang (und er ist erst 25) 650 euro.

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Geschrieben

du hast recht 90 % der unfälle bewegen sich im raum 35 % invalidität.

 

aber warum ist niedrige grundsumme mit hoher progression sinnvoll ?

 

weil die schweren unfälle einem zu schaffen machen, nicht unbedingt die niedrigeren.

für leute die nur wenig geld haben, kommt eine kleine summe mit hoher progression gut,

weil für den worste-case-fall genug geld ausgezahlt wird.

so sehe ich das eben auch... Wenn ich einen Finger verliere, bin ich dadurch nicht so sonderlich eingeschränkt. Zumindest nicht in der Hinsicht, dass mir ein paar tausend Euro da wirklich helfen. Ich schließe eine Versicherung nicht ab, um damit Geld zu verdienen, sondern viel mehr um im Schadensfall meine Kosten aufzufangen und meinen Lebensstandard erhalten zu können.

 

mein vater z.b. hat aufgrund eines fahrrad unfalles den kleinen finger verloren, hat eine grundsumme von über 200.000, keine progression (nur mehrleistung), zahlt aber dafür fast 50 euro im monat und die 4.000 euro für den kleinen finger war zwar toll zu bekommen, aber er hatte sie weder nötig noch hat er was sinnvolles damit angestellt :-)

Ja, die 4.000 Euro sind natürlich nett, aber benötigt werden sie sicherlich nicht, wenn man den kleinen Finger verliert.

 

übrigens würde ich eine unfallrente mit einer BUR rente nie vergleichen,

denn die Unfallrente wird lebenslang bis zum tode gezahlt, die BUR nur bis zum vereinbarten ablauftermin - und das ist meist das rentenalter.

 

also eine kleine unfallrente ist immer nett, weil diese auch über den ruhestand hinaus gezahlt wird.

 

ein kunde von uns hat z.b. das augenlicht auf einem auge verloren, er ist dadurch nicht BUR geworden - erhält aber jetzt monatlich, lebenslang (und er ist erst 25) 650 euro.

Das ist sicherlich etwas, was jeder selbst schauen muss. Wichtig ist für mich eine ausreichend hohe Einmalzahlung. Ein Unfall kommt ja leider immer schnell und unvermittelt und genauso schnell und unvermittelt kann dann der Kapitalbedarf sein. Daher sehe ich da klar die Priorität. Eine Unfallrente werde ich persönlich nicht abschließen, weil ich entweder noch Einkommen habe (wenn ich nicht BU bin) oder eben die BU zahlt.

 

Na ja, insgesamt haben wir aber ja sonst die gleiche Ansicht. Ich werde wohl tatsächlich nur eine Versicherungssumme von ca. 25.000 Euro mit 500% Progression abschließen. Somit habe ich bei wirklich schlimmen Unfällen mind. 50.000 Euro zur Verfügung. Bei "kleineren" Unfällen wie einem verlorerenen kleinen Finger sind es dann zumindest noch 3.750 Euro als Trostpflaster.

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Geschrieben

Öhm mal eine Frage.

 

Schließt ihr das mit Dynamik ab?

 

Ich habe heute von meiner Versicherung (AXA) den Nachtrag zur dynamischen Anpassung erhalten.

 

Von 500 EUR BU Rente geht es nun hoch auf 548,51 EUR. +9,7%

 

Finde ich schon happig. Selbst wenn ich zweimal widerspreche und einmal dynamisieren lasse, dann wäre das einfach gerechnet immernoch eine jährliche Steigerung von 3,2%. Also weit über "normaler" Inflation.

 

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

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Geschrieben

Von 500 EUR BU Rente geht es nun hoch auf 548,51 EUR. +9,7%

Ist das nicht ein bissl zu wenig BU? Der Staat wird es Dir danken...

 

Aber zum Thema: Eigentlich war ich immer darauf bedacht, die Dynamisierungen so knapp wie möglich zu halten, da ich mich nicht ständig um die Aussetzungen kümmern wollte. Bei meiner BU war aber eine höhere Dynamik Pflicht. Jetzt freue ich mich drüber, weil aufgrund erheblicher Einkommensveränderungen (leider ohne formale Positionsveränderung, eine Vertragsanpassung fällt deshalb leider aus) die jährliche (hohe) Dynamik meine BU-Rente Stück für Stück den Erfordernissen anpasst.

 

saludos,

el galleta

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Geschrieben · bearbeitet von Lobster

Öhm mal eine Frage.

 

Schließt ihr das mit Dynamik ab?

 

Ich habe heute von meiner Versicherung (AXA) den Nachtrag zur dynamischen Anpassung erhalten.

 

Von 500 EUR BU Rente geht es nun hoch auf 548,51 EUR. +9,7%

 

Finde ich schon happig. Selbst wenn ich zweimal widerspreche und einmal dynamisieren lasse, dann wäre das einfach gerechnet immernoch eine jährliche Steigerung von 3,2%. Also weit über "normaler" Inflation.

 

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

Ich halte eine Dynamik durchaus für sinnvoll. Ich habe 5%, darf ebenfalls zweimal in Folge widersprechen. Der Vorteil ist, dass man sich relativ flexibel der Inflation anpassen kann: Ist die Inflationsrate hoch, verzichtet man mehrere Jahre in Folge einfach nicht. Ggf. möchte man aber ja auch mit der Dynamikrate über der Inflationsrate liegen, da man seinen Lebensstandard im Falle einer BU halten möchte... und im Allgemeinen verdient man ja mit der Zeit vor allem auf Grund von Berufserfahung mehr.

 

Fazit: Eine Dynamik halte ich für sehr sinnvoll. Dabei sind 10% aber schon sehr, sehr viel. 5% halte ich für sinnvoll.

 

Edit: Bei der Unfallversicherung sehe ich das anders: Die schließe ich ab, damit ich im Schadensfall sofort viel Geld bekomme, um meine Umgebung (Wohnung, Auto) an meinen körperlichen Schaden anzupassen. Hier sollte man direkt so hoch abschließen, dass man die Kosten decken kann. Der Bedarf steigt hier nicht unbedingt.

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Geschrieben

habt ihr denn auch eine dynamik im leistungsfall vereinbart? das ist enorm wichtig!

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habt ihr denn auch eine dynamik im leistungsfall vereinbart? das ist enorm wichtig!

Das verstehe ich jetzt nicht so ganz? Wieso sollte eine Dynamik denn ausschließlich für die Beiträge, ncith aber für die Versicherungssumme gelten?

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Geschrieben

Dynamik z.B. 5% im Leistungsfall bedeutet:

Du wirst bu und bekommst in

2009: 2000 EUR BU-rente

2010: 2100

2011: 2205

2012: 2315

2013: 2430

2014: ....

 

Wenn Du keine garantierte Dynamik im Leistungsfall in Deinem Vertrag hast, kann es sein, dass sich Deine BU-Rente nicht erhöht wenn Du BU bist. Das bedeutet - wegen der Inflation - dass Deine Rente jedes Jahr an Wert verliert!

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