Chemstudent

Chartanalyse / Technische Analyse - Sinn oder Unsinn

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... ich habe nicht geschrieben, das Graham etwas bzgl. des Aktienpreises wusste, noch das er behauptet das eine Aktie besser als eine andere performen wird ...

Graham meint also, es ist egal, welche Aktie man kauft?

 

 

Komm schon, lass es uns nicht endlos ausdehnen, sonst gleitet das noch ins Kindische ab. Analyse = aktive Auswahl = Vorhersage über zukünftige Entwicklung.

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Andererseits dass TA einfach die Psychologie der Anleger vorweg nimmt, die nicht unbedingt bewusst nach der TA handeln.

 

Genau, z.B. das Prinzip der Elliott-Wellen.

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Posted · Edited by Emilian

... ich habe nicht geschrieben, das Graham etwas bzgl. des Aktienpreises wusste, noch das er behauptet das eine Aktie besser als eine andere performen wird ...

Übrigens ist auch die zentrale Frage der Fundamentalanalyse genau dieselbe. Ist der Kurs einer Aktie vorhersehbar? - Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Wenn es Graham egal wäre, welche Aktien man kauft - wozu hat er dann die ganzen Schinken geschrieben? Jede Aktienanalyse endet ursächlich in dieser Frage.

 

und um zu wissen wann dieser Aktienpreis den "wahren" Wert darstellt, muß er den selbigen ermitteln ... was eine Kernaufgabe der Aktienanalyse ist ...

Und was tut man dann mit dieser Information? Man sucht Unternehmen, die momentan unterbewertet oder überbewertet sind und setzt auf deren Anstieg oder Fall = "Ist der Kurs einer Aktie vorhersagbar?"

 

q.e.d.

 

Gruß Emilian.

 

PS: Zwischenfazit: Kein Mensch kann eine Börsenkurve von einer zufallsgenerierten Kurve unterscheiden. Die Fachwelt ist sich über die schlechte Vorhersagbarkeit (ist nicht unmöglich, aber der Erfolg ist eher mäßig) von Zufallskurven einig. Falls es jemand anders sieht, bin ich gern bereit ein paar halbaufgedeckte Kurven zu spendieren, an denen man die Treffsicherheit der Chartanalyse überprüfen kann.

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Graham meint also, es ist egal, welche Aktie man kauft?

 

 

Komm schon, lass es uns nicht endlos ausdehnen, sonst gleitet das noch ins Kindische ab. Analyse = aktive Auswahl = Vorhersage über zukünftige Entwicklung.

 

 

Nochmal, wenn ich davon ausgehe, dass der Wert eines Unternehmens sich im Laufe der Zeit im Aktienpreis abbildet, dann hat das nichts damit zu tun den Aktienkurs mit Hilfe einer Analyse vorhersagen zu wollen.

 

Was macht ihr wenn das Unternehmen nicht börsennotiert, eine Aktiengesellschaft ist?

 

Für meine Entscheidung ob ein Investment in dieses Unternehmen interessant ist oder nicht, macht das keinen Unterschied.

Diese Einstellung betont Buffett immer wieder.

 

Wenn ich eine Analyse mache, dann schau ich vorrangig darauf, ob der Cashflow den das Unternehmen in der Zukunft erwirtschaftet eine anständige Rendite auf mein Investment abwirft. Was die Marktteilnehmer bei der Preisfindung für das Unternehmen am Aktienmarkt draus machen muss mir dabei fast völlig egal sein - ich habe eh kaum einen Einfluss darauf.

 

Ich glaube, einige haben immer noch nicht wirklich verstanden, dass die Börse nur ein Marktplatz ist und die meiste Zeit Informationen liefert, die völlig uninteressant sind. Darauf bezieht sich Buffett wenn er meint, dass es ihm egal wäre, wenn die Börse für 5 Jahre schließen würde ... an seinen Investments würde er weiterhin festhalten ... ist ja auch logisch die Unternehmen arbeiten weiter und schütten z.B. Gewinne aus ... mein Investment rentiert sich ... da ist mir doch der Aktienkurs egal.

 

 

Emilian, bitte benenne mir eine "Stelle" aus der Fachliteratur, wo behauptet wird das die fundamentale Unternehmens-, Aktienanalyse sich um die Frage dreht, ob man einen Aktienkurs vorhersagen kann.

 

Ich habe auch einige Bücher dazu gelesen ... eine solche Aussage, muss ich dann aber überlesen haben ...

 

Ansonsten wäre die Diskussion hier für mich erst einmal abgeschlossen ;)

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...

Die Fachwelt ist sich über die schlechte Vorhersagbarkeit (ist nicht unmöglich, aber der Erfolg ist eher mäßig) von Zufallskurven einig.

...

 

Geil! Man möge mir meine Unwissenheit verzeihen, aber ich denke "Zufall" ist per Definition nicht vorhersagbar, sonst wäre es ja keine Zufallsvariable mehr.

Deshalb ist TA auf Zufallskurven maximal sinnlos - was soll das bringen? Natürlich wird im Rahmen z.B. einer Monte-Carlo-Simulation die TA bei einigen Runs den weiteren Verlauf korrekt "vorhersagen". Das hat allerdings nichts mit der TA zu tun, sondern damit, dass sie zufällig (!) richtig lag. Da helfen auch keine Lösungen von Differentialgleichungssystemen - wo sind denn die ganzen reichen Mathematiker?

Insgesamt sollte jeder, der an der Börse investiert, davon ausgehen, dass Börsenkurse langfrisitg nicht (!) durch Zufallsbewegungen beschreibbar sind. Ansonsten wäre investieren ziemlich dämlich.

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Wenn ich eine Analyse mache, dann schau ich vorrangig darauf, ob der Cashflow den das Unternehmen in der Zukunft erwirtschaftet eine anständige Rendite auf mein Investment abwirft.

 

... ist ja auch logisch die Unternehmen arbeiten weiter und schütten z.B. Gewinne aus ...

 

Dass man mit TA immer nur höhere Wahrscheinlichkeiten handeln kann, ist und war schon immer meine Position.

 

Aber dass o.g. Sätze keine Wahrscheinlichkeiten darstellen, sondern als Fakt angesehen zu werden scheinen, entbehrt natürlich schon einer gewissen Logik. ;)

 

Gruß

-man

 

P.S. Auch Buffett hat bei dieser Krise mächtig geblutet. Gerettet hat ihn sein Finanzpolster, das aber nicht jeder im Rücken hat.

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Posted · Edited by Emilian

Emilian, bitte benenne mir eine "Stelle" aus der Fachliteratur, wo behauptet wird das die fundamentale Unternehmens-, Aktienanalyse sich um die Frage dreht, ob man einen Aktienkurs vorhersagen kann.

 

Ich habe auch einige Bücher dazu gelesen ... eine solche Aussage, muss ich dann aber überlesen haben ...

Dann tuts mir leid, dass ich es so sagen muss, aber die Bücher hast Du wohl umsonst gelesen. - Sorry! Man kanns vielleicht bestreiten, aber ändern wird es nichts daran.

Dies ist und bleibt nun mal der Sinn jeder Aktienanalyse. Kommst Du da nicht durch einfaches Nachdenken drauf?

 

Gruß Emilian.

 

 

Deshalb ist TA auf Zufallskurven maximal sinnlos - was soll das bringen?

Das ist die Quintessenz der TA.

 

GRuß Emilian.

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Posted · Edited by Chemstudent

@cashfloh:

 

Was die beiden dir versuchen zu sagen ist:

 

Wenn ich behauptet, dass die Aktie A in Zukunft ihren wahren Wert erreicht, dann ist dies eine Vorhersage.

Ebenso wie wenn ich behauptet, dass Aktie A eine Outperofmrance generieren wird. (was ja letztendlich der Sinn jedes Aktiven Investment ist)

 

Eine Analyse die keinerlei Vorhersage macht ist absolut sinnfrei. Das macht niemand, weder Graham, noch Buffet, noch der heimische Trader.

Sie alle treffen die Vorhersage, dass sich die Aktie A besser bzw. schlechter entwicklen wird und treffen daraufhin ihre Entscheidung sie zu kaufen oder eben nicht.

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Wenn ich behauptet, dass die Aktie A in Zukunft ihren wahren Wert erreicht, dann ist dies eine Vorhersage.

Ebenso wie wenn ich behauptet, dass Aktie A eine Outperofmrance generieren wird. (was ja letztendlich der Sinn jedes Aktiven Investment ist)

Vielleicht noch als Ergänzung: eine Outperformance inklusive Dividenden. Denn auf nichts anderes kommt es an.

 

Ich habe den Eindruck, cashfloh ging es vor allem um den Unterschied Aktienkurs <-> Dividende. Aber das ist gar nicht voneinander trennbar, schließlich sind die antizipierten diskontierten Dividenden teil des Aktienkurses.

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Posted · Edited by DON

Also dann, bitteschön:

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Was davon ist eine Börsenkurve und welche sind Random Walks?

 

Gruß Emilian.

 

Sorry, aber kannst Du in dem Gewusel was erkennen? :o

Wenn ich jetzt tippen müsste, würd ich blau sagen, aber die ganzen Linien, die seitwärts laufen sind ja kaum zu erkennen.

 

 

:thumbsup:

 

So eine ähnliche Frage hatte ich beim Lesen dieses Threads auch im Kopf. Nur ist diese noch suggestiver. *g*

 

Welche dieser Folgen sieht "zufälliger" aus?

00100001001110110110010000100010111100110010000011

00110010100110101100110101011101001101001001110010

 

Antwort und Moral:

[ Versteckter Text ]

 

Mag ja sein, das Menschen Muster sehen wo keine sind (da muss ich irgendwie an A Beautiful Mind denken :thumbsup:), aber es ist unbestreitbar, dass es bei Charts bestimmte Muster gibt und bestimmte eben nicht!

Beispiel: Es werden häufig 3ecke beobachtet mit der Spitze nach rechts gerichtet aus denen dann mit einer bestimmter nicht näher angegebenen "höheren" Wahrscheinlichkeit ein Ausbruch erfolgt. Ob diese Wahrscheinlichkeit hoch genug ist um nach allen Transaktionskosten und Fehlausbrüchen einen Gewinn zu erzielen ist wiederum eine andere Frage. Allerdings wird man so gut wie nie einen mittelfristigen Chart sehen, der ein gleichseitiges 3eck mit der Spitze nach links gerichtet darstellt (wär ja auch irgendwie komisch, wenn eine Aktie zB in 6 Monaten mehrere neue Hochs und Tiefs bildet). Charts haben also gewisse Muster und sind kein random walk, denn somit wären alle Muster gleich wahrscheinlich, dagegen spricht aber stark die Statistik.

 

 

In diesem Faden wird man aber eh nie zu einer Einigung kommen, die TA wird weder bewiesen noch widerlegt werden können (ist ja fast wie mit der Religion ^^). Wegen dieses Themas kloppen sich ja auch seit Jahren etliche Wirtschaftswissenschaftler und kommen auch nicht voran.

 

 

 

kennst Du die Deutsche Übersetzung oder nur das Original? Ist die Übersetzung gut? Wenn nicht kaufe ich mir lieber das Original.

 

Lieben Dank!

 

Hab die dt. Version gelesen, tut sich aber nix weil die ganzen TA Begriffe eh auf englisch eingeführt werden. Wenn Du der engl. Sprache aber mächtig bist, würde ich die Original Ausgabe kaufen, einfach weil billiger :thumbsup:

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@Don: Also Du tippst auf die blaue Kurve. Ok.

 

@ all: Ich nehme weiter Vorschläge an bevor ich auflöse.

 

Gruß Emilian.

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In diesem Faden wird man aber eh nie zu einer Einigung kommen, die TA wird weder bewiesen noch widerlegt werden können (ist ja fast wie mit der Religion ^^). Wegen dieses Themas kloppen sich ja auch seit Jahren etliche Wirtschaftswissenschaftler und kommen auch nicht voran.

 

Aber wenn die Wirksamkeit der Analyse empirisch nicht belegt werden kann, welchen Sinn hat sie dann? Dann ist sie Esoterik - wie eben Astrologie oder meinetwegen Eigenbluttherapie etc.

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Aber wenn die Wirksamkeit der Analyse empirisch nicht belegt werden kann, welchen Sinn hat sie dann? Dann ist sie Esoterik - wie eben Astrologie oder meinetwegen Eigenbluttherapie etc.

Oder eben ketzerischer gesagt: Man könnte einem Affen die Augen verbinden und mit Dartpfeilen bewaffnen...

Den Rest der Geschichte kennen wir.

 

Gruß Emilian.

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Aber wenn die Wirksamkeit der Analyse empirisch nicht belegt werden kann, welchen Sinn hat sie dann? Dann ist sie Esoterik - wie eben Astrologie oder meinetwegen Eigenbluttherapie etc.

 

Und was erzählst Du einem Menschen, der mit Eigenbluttherapie einen Heilungserfolg hatte? Das dies eigentlich ein Schmarrn war, weil eben nicht empirisch nachweisbar.

 

Wer mit TA Erfolg hat, der soll sie anwenden und wer nicht, der eben nicht.

 

Gruß

-man

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Und was erzählst Du einem Menschen, der mit Eigenbluttherapie einen Heilungserfolg hatte? Das dies eigentlich ein Schmarrn war, weil eben nicht empirisch nachweisbar.

 

Dass die Eigenbluttherapie vielleicht nicht der Grund für den Heilungserfolg war.

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Dass die Eigenbluttherapie vielleicht nicht der Grund für den Heilungserfolg war.

 

Diese Möglichkeit besteht allerdings auch bei Heilerfolgen durch Medizin, deren Erfolg belegt ist.

 

Aber kommen wir zurück zum Thema. Eine Frage habe ich an alle "TA-Rundherumablehner". Wie geht ihr vor, wenn euch nach langen Studien der Firmendaten eine unterbewertet AG besonders auffällt.

Wird dann sofort, oder spätestens am nächsten Tag gekauft. Oder schaut man nicht ganz zufällig auf den entsprechenden Chart, ob nicht doch gerade ein intakter Abwärtstrend läuft?

 

Gruß

-man

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Posted · Edited by SIRIS

Meiner Meinung nach kann die Technische Analyse durchaus wertvolle Informationen preisgeben. Es ist letztendlich ein Blick in die Vergangenheit. Man untersucht wie sich Kurse in der Vergangenheit verhalten haben, versucht Auffälligkeiten, Regeln bzw. Muster zu erkennen und hofft dann darauf, dass sich diese in der Zukunft wiederholen.

Kann das funktionieren?

In einer Welt mit perfekt rationalen Individuen und perfekter Information wären diese Informationen ohne Wert.

In einer solchen Welt gäbe es aber keine Preisblasen und Kursverläufe der Vergangenheit wären unerklärbar.

Hier setzt nun die TA ein und versucht Erklärungen für die Kursrealisationen der Vergangenheit zu finden.

Der wichtigste Grundlage der TA sind tatsächlich psychologischer Art, dazu gehören Gruppendynamik, Angst und Gier usw.

Kursmuster werden mit menschlichen Verhaltensweisen in Verbindung gebracht und es wird davon ausgegangen, dass sich diese Verhaltensweisen auch in der Zukunft beobachten lassen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Annahme von Informationsassymetrien. Die Annahme ist wie folgt: Es gibt Gruppen, die über die Zukunft eines Unternehmens besser Bescheid wissen als andere und daher über einen Informationsvorteil verfügen. Die Gruppen ohne Informationsvorteil versuchen nun anhand der Kurse, bzw. Umsätze herauszufinden wann die Insider kaufen bzw. verkaufen und reagieren darauf. So enstehen Trends, die in der Realität durchaus beobachtbar sind, aber durch klassischen Modelle nicht erklärbar sind.

 

Ein häufig geäußerter Kritikpunkt gegen die Charttechnik ist, dass Vergangenheitsdaten nicht auf die Zukunft übertragbar seien.

Diese Kritik würde dann aber auch nahezu jedes andere ökonomische Modell treffen. Auch die Fundamentalanalyse, schätzt Cashflows, Zinsen und Marktentwicklungen auf Basis von Vergangenheitsdaten. Auch Risikomodelle und ökonometrische Modelle sind im Endeffekt nichts anderes als eine Vergangenheitsanalyse die in die Zukunft extrapoliert wird.

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Posted · Edited by Emilian

Eine Frage habe ich an alle "TA-Rundherumablehner". Wie geht ihr vor, wenn euch nach langen Studien der Firmendaten eine unterbewertet AG besonders auffällt.

Wird dann sofort, oder spätestens am nächsten Tag gekauft.

Nur damit keine Missverständnisse auftreten - ich betreibe weder Chart- noch Fundamentalanalyse. Für mich gibts da kein entweder - oder.

 

Gruß Emilian.

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Für mich gibts da kein entweder - oder.

 

Das ist m. E. die Quintessenz der ganzen Angelegenheit. Aber ich würde von den Fundipuristen schon gerne eine Antwort haben.

 

Gruß

-man

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Also dann, bitteschön:

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Was davon ist eine Börsenkurve und welche sind Random Walks?

 

Ist die vertikale Achse absolut oder prozentual? Falls prozentual, haben die Wege die eine höhere Abweichung zur Mitte haben, eine wesentlich geringere Wahrscheinlichkeit, zufällig generiert worden zu sein, es sei denn, die Wahrscheinlichkeiten nach oben zu gehen und nach unten zu gehen sind unterschiedlich. Einfach deshalb, weil die Wahrscheinlichkeitsrechnung sagt, dass random walks gegen null gehen, wenn die Wahrscheinlichkeiten nach oben und unten gleich sind. Falls die Achsen absolut sind, würden Einheiten gebraucht - schätzungsweise aber ähnlich.

Sicher lassen sich auch Aktienkurse finden, die horizontal verlaufen - und mit einer geringen Wahrscheinlichkeit random walks wie der blaua generieren.

 

Die Frage ist aber ja nicht, in wie weit Aktienkurse generell vorhersagbar sind - ich denke, das versuchen wir alle wenn wir Aktien kaufen, bzw verkaufen. Ich glaube kaum, dass einer von Euch rein zufällig Aktien kauft und verkauft ;).

 

Die Frage ist nur, in wie weit die Chartanalyse, nicht die Unternehmsanalyse, dabei helfen kann, die Kursentwicklung zu bestimmen. Die Frage, wie genau man Aktienkurse vorhersagen kann, stellt sich natürlich, aber andererseits würde es ja reichen, wenn die Chartanalyse zumindest einen Trend bestimmen kann, der mit wesentlich höherer Wahrscheinlich eintritt, als dass er verlassen wird.

 

Beispiel: Es werden häufig 3ecke beobachtet mit der Spitze nach rechts gerichtet aus denen dann mit einer bestimmter nicht näher angegebenen "höheren" Wahrscheinlichkeit ein Ausbruch erfolgt. Ob diese Wahrscheinlichkeit hoch genug ist um nach allen Transaktionskosten und Fehlausbrüchen einen Gewinn zu erzielen ist wiederum eine andere Frage. Allerdings wird man so gut wie nie einen mittelfristigen Chart sehen, der ein gleichseitiges 3eck mit der Spitze nach links gerichtet darstellt (wär ja auch irgendwie komisch, wenn eine Aktie zB in 6 Monaten mehrere neue Hochs und Tiefs bildet). Charts haben also gewisse Muster und sind kein random walk, denn somit wären alle Muster gleich wahrscheinlich, dagegen spricht aber stark die Statistik.

 

Wenn es eine höhere Wahrscheinlichkeit hat, dem Trend zu folgen, sollte es möglich sein, sie näher anzugeben - ansonsten lässt sich auch nicht wirklich sagen, dass es wahrscheinlicher ist. Selbst aber wenn sie nicht näher angebbar ist, sollte es aber trotzdem so sein, dass damit zumindest geringe Gewinne erziehlt werden können - angenommen man würde damit keine Gewinne erziehlen, würde ja bedeuten, dass die TA keinerlei Sinn ergibt, bzw keine verwertbaren Signale setzt.

 

Ok, ein 3eck mit Spitze nach rechts. Da muss ja geradezu ein Ausbruch erfolgen, die Frage die sich dazu jetzt stellt, wäre aber dann ja, wie sieht der Ausbruch aus? Wenn man das nicht sagen kann, bringt es ja auch nicht all zu viel, sagen zu können, dass es ausbrechen wird - nach oben oder unten?! Ich meine, der Kurs kann auch einfach weiter horizontal verlaufen, dann war das zwar ein Ausbruch, jedoch konnte man mit dem Wissen, dass er ausbrechen wird, relativ wenig anfangen - es sei denn, man kann mit erhöhter Wahrscheinlichkeit sagen, in welche Richtung es weiter gehen wird - und dies auch mehrheitlich zutrifft. Ansonsten wäre ja die Wahrscheinlichkeit nicht wirklich höher.

 

 

Nur damit keine Missverständnisse auftreten - ich betreibe weder Chart- noch Fundamentalanalyse. Für mich gibts da kein entweder - oder.

 

Gruß Emilian.

 

Wie entscheidest Du Dich dann für den Kauf oder Verkauf?

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Posted · Edited by Emilian

Ist die vertikale Achse absolut oder prozentual?

Wie entscheidest Du Dich dann für den Kauf oder Verkauf?

Zu Frage 1: - Die Werte sind absolut.

Zu Frage 2: Ich kauf den ganzen Markt und geb mich mit dem Durchschnitt zufrieden.

 

aber andererseits würde es ja reichen, wenn die Chartanalyse zumindest einen Trend bestimmen kann, der mit wesentlich höherer Wahrscheinlich eintritt, als dass er verlassen wird.

Das würde dann aber auch heißen, das TA outperformt - tut sie aber nicht.

 

Gruß Emilian.

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Das ist m. E. die Quintessenz der ganzen Angelegenheit. Aber ich würde von den Fundipuristen schon gerne eine Antwort haben.

 

Gruß

-man

 

Ich schaue vorm Aktienkauf nie auf Charts. Ich beschränke aber auch mein Engagement in Einzelaktien ziemlich stark, weil ich bei meinen Fundamental-Analysen nie weiß, ob ich überhaupt hoffen sollte, dass der Markt ineffizient ist. :P

 

Ich gestehe aber, dass ich mich noch nie intensiv mit TA beschäftigt habe. Deshalb finde ich die Diskussion hier sehr interessant und würde mich von überzeugenden Argumenten auch durchaus überzeugen lassen. Bisher ist das aber nicht passiert.

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Posted · Edited by balu09

Also dann, bitteschön:

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Was davon ist eine Börsenkurve und welche sind Random Walks?

 

Gruß Emilian.

 

In meinen Augen spielt das keine Rolle und die Diskussion kann nur in eine Endlosschleife führen. Jedenfalls zeigen auch die RW-Charts Trends (wenn auch zufällig) und auf den ersten Blick müsste man hier mit einem Trendfolgesystem auch Geld verdienen können. Es ist völlig egal, ob ein Trend zufällig oder begründet entsteht. Auf dem Bildchen sieht man jedenfalls, dass auch zufällige Trends sehr stabil verlaufen können!

 

Lange Rede kurzer Sinn: (EDIT) blau ist der echte Chart - herausgefunden durch Münzwurf :)

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Posted · Edited by Emilian

In meinen Augen spielt das keine Rolle und die Diskussion kann nur in eine Endlosschleife führen. Jedenfalls zeigen auch die RW-Charts Trends (wenn auch zufällig) und auf den ersten Blick müsste man hier mit einem Trendfolgesystem auch Geld verdienen können.

Ja, aber eben auch nicht mehr als der berühmte Affe und seine Dartpfeile - darum geht es letztendlich.

 

Gruß Emilian.

 

PS: Die blaue Wette nehm ich an. (2x blau ist also schonmal vergeben)

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Posted · Edited by �-man

Ich gestehe aber, dass ich mich noch nie intensiv mit TA beschäftigt habe.

 

Ich vermute einmal stark, dass dies bei vielen hier so ist. ;)

 

Man könnte jetzt 100 Charts einstellen, bei denen die erwartete Richtung des Kurses eingetroffen ist. Dabei betone ich immer wieder, dass eine Angabe zu einem festen Kursziel sehr spekulativ ist.

Ebenso kann man aber auch 100 Charts zeigen, bei denen die Erwartung nicht eingetroffen ist.

 

Das Problem scheint mir hier in der jeweils angewandten Chartanlyse und dem evt. nicht vorhandenen Money Management zu liegen. Es gibt zig Möglchkeiten Charts zu zerlegen und mit fast allem, was die Technik hergibt, zuzumüllen. Von Fibonacci über Elliot, Bollinger, Widerständen, Trendlinen usw. werden Charts manchmal bis zur totalen Unkenntlichkeit verunstaltet, weil viel auch viel helfen soll.

 

Doch in der Schlichtheit einer Chartaufmachung bleibt der Blick für mögliche Aktivitäten relativ ungetrübt. Es sind auch die persönlichen Vorlieben für bestimmte TA-Anwendungen, die man tunlichst verfeinern sollte. Man wird dann seine individuelle Note finden, die einem beste Dienste leistet.

 

Erspart bleibt aber letztlich keinem, zuerst die indivduellen Vorlieben herauszufinden und als Hilfestellung zu akzeptieren.

 

Gruß

-man

 

Edit: Für den Einstieg würde ich z. B. einmal versuchen Charts zu screenen, bei denen sich das Bollinger Band stark verengt.

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