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Teletrabbi

RWE

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hattifnatt

Sehr interessant, da kann noch einiges auf die "Großemittenten" zukommen:

Zitat

Eine Klimahaftung führe auch nicht zu einem „jeder gegen jeden“, wo etwa jede Autofahrerin Haftung befürchten müsse: Weil das Filterkriterium der Adäquanz eben nur erhebliche Emissionsbeiträge hindurchlasse und es hierfür auf eine relative Perspektive ankomme, geraten nur weit überdurchschnittliche Emissionsbeiträge auf den Haftungsradar – eben solche von Großemittenten wie RWE, nicht aber von Privatleuten oder Landwirtschaftsbetrieben (S. 63 f.).

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Schließlich wendet sich das OLG Hamm auch überzeugend gegen den sog. Legalisierungseinwand: RWE hatte vorgetragen, schon deshalb nicht haften zu müssen, weil der Kraftwerksbetrieb sich im Rahmen des öffentlich-rechtlich Erlaubten bewege – insbesondere im Einklang mit dem Emissionshandelsregime des TEHG. Dies ist nach Ansicht des Gerichts ein doppelter Kurzschluss: Erstens ließe sich aus den relevanten öffentlich-rechtlichen Regelungsregimen schon keine vollumfängliche Legalisierung der Emissionstätigkeit ableiten. Zweitens könne öffentlich-rechtlich legales Verhalten durchaus privatrechtlich pflichtwidrig sein.

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Hätte nicht Lliuya geklagt, sondern ein Nachbar mit einem flussnäheren Grundstück, hätten die Sachverständigen (trotz ihrer fragwürdigen Methode) das GLOF-Risiko wahrscheinlich deutlich höher bewertet (vgl. S. 104 ff.). Entsprechendes dürfte für Klimabetroffene in anderen Weltregionen gelten, insbesondere Küstenbewohner mit steigenden Meeresspiegeln vor der Haustür.

 

Für alle diese Klimabetroffenen gilt weiterhin, was das OLG Hamm unmissverständlich klargestellt hat: Grundsätzlich können Großemittenten nach deutschem Zivilrecht für Klimaschäden haftbar sein.

 

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Mithrandir77

RWE hebt die Prognose an und Krebber liefert die Gründe

 

Zitat

Am Dienstagabend hat RWE nach Börsenschluss mitgeteilt, dass es in diesem Jahr besser läuft als bisher erwartet – und die Prognose für das laufende und das nächste Geschäftsjahr angehoben.

Konkret: Statt eines Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in einem Korridor zwischen 5,2 und 5,8 Milliarden Euro erwarten RWE-Chef Markus Krebber und sein Finanzvorstand Michael Müller nun ein Ergebnis zwischen 5,75 und 6,35 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung von 10,6 Prozent am unteren Ende der Spanne, etwa 9,5 Prozent am oberen Ende der Spanne. Statt eines bereinigten Nettoergebnisses von 1,55 bis 2,05 Milliarden Euro erwartet RWE nun 1,95 bis 2,45 Milliarden Euro.  

 

DER AMPRION-DEAL ZAHLT SICH SCHON AUS

Die verbesserten Aussichten erklärt RWE mit einer stärkeren operativen Entwicklung in „allen Segmenten“ im ersten Halbjahr, vor allem aber mit verbesserten Windbedingungen und damit einem höheren Stromertrag bei der Windkraft auf See (Offshore).

Eine Rolle habe auch die Aufstockung der RWE-Beteiligung am deutschen Übertragungsnetzbetreiber Amprion gespielt. Vor wenigen Wochen hatte RWE verkündet, diesen Anteil auf 55 Prozent erhöhen zu wollen. Das führe bereits in der zweiten Jahreshälfte zu einem Beitrag zum Ergebnis. Ab 2027 führt RWE diese Beteiligung in einem neuen Segment namens „Regulierte Netzinfrastruktur“. Das solle, hatte CEO Markus Krebber gesagt, neben den Erneuerbaren Energien und der „flexiblen Erzeugung“, die vor allem das Geschäft mit Gaskraftwerken meint, eine weitere Säule des RWE-Geschäftsmodells bilden.

 

Die überwiegend positive Entwicklung bei RWE im vergangenen Jahr hängt vor allem mit zwei Entwicklungen zusammen: Nach einigem Zögern haben CEO Krebber und Finanzchef Müller Ende 2024 auf das Drängen auch von aktivistischen Aktionären reagiert und ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von 1,5 Milliarden Euro umgesetzt. Das Programm ist mittlerweile abgeschlossen.

Zudem haben der Hype um die Künstliche Intelligenz und der sich daraus ergebende Stromhunger in den USA dafür gesorgt, dass die umfassenden RWE-Investitionen in den USA genau richtig zu sein scheinen. 2022 hatte RWE die Erneuerbaren-Sparte des Versorgers Con Edison übernommen und war dadurch zu einem zentralen Player bei Windkraft an Land und bei der Fotovoltaik geworden.

CEO Krebber hatte darüber hinaus Anfang 2026 verkündet, dass etwa die Hälfte aller Investitionen von RWE in den nächsten Jahren in den USA getätigt werden sollen. Das birgt Risiken, weil es bekanntlich kaum einen größeren Gegner von Erneuerbaren Energien und vor allem Windkraft gibt als US-Präsident Donald Trump. Gleichzeitig erscheint der Strombedarf aber so groß, dass er ohne einen kräftigen Zubau auch bei den Erneuerbaren kaum zu befriedigen ist. Es ist eine bemerkenswerte Wette, die RWE-Chef Markus Krebber hier eingegangen ist.

 

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