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Fleisch

Daimler Int. Finance B.V. 09/14 MTN

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Ramstein
· bearbeitet von Ramstein

Bei mir (Deutsche Bank) läuft das anders:

 

Beim Kauf der Anleihe erhalte ich eine Steuergutschrift (auf dem Konto) auf den Zinsanteil. Dafür wird später der komplette Zins versteuert.

 

Wenn bei Fälligkeit (zu 100%) ein Verlust gegenüber dem Einstandspreis (z.B. 105%) auftritt, gibt es auf die 5% eine Steuererstattung aufs Konto.

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marky2k
Beim Kauf der Anleihe erhalte ich eine Steuergutschrift (auf dem Konto) auf den Zinsanteil. Dafür wird später der komplette Zins versteuert.

 

Meinst du mit Zinsanteil den Stückzins? Also eine Gutschrift in Höhe von Steuersatz*Stückzins?

 

Das wäre natürlich optimal. Dann könnte man Verluste ja immer direkt steuerlich geltend machen, unabhängig davon, ob man Gewinne zum verrechnen hat.

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Ramstein
Beim Kauf der Anleihe erhalte ich eine Steuergutschrift (auf dem Konto) auf den Zinsanteil. Dafür wird später der komplette Zins versteuert.

 

Meinst du mit Zinsanteil den Stückzins? Also eine Gutschrift in Höhe von Steuersatz*Stückzins?

 

Das wäre natürlich optimal. Dann könnte man Verluste ja immer direkt steuerlich geltend machen, unabhängig davon, ob man Gewinne zum verrechnen hat.

Exakt. thumbsup.gif

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Karl Napf

Es kommt darauf an, ob Du bei der betreffenden Bank im laufenden Jahr schon Steuern abgeführt hast oder nicht. Wenn ja, dann gibt es für Stückzinsen eine sofortige Erstattung dieser Steuern durch die Bank (Stückzins mal Steuersatz plus Soli), ansonsten legt die Bank für Dich einen Verrechnungstopf an, der durch nachfolgende Kapitalerträge (Zinsen, Dividenden, Kursgewinne etc.) wieder verbraucht wird. Wenn Du mehr Stückzinsen gekauft hast, als zuvor Einnahmen angefallen sind, dann erstattet die Bank so viele Steuern wie möglich und steckt den Rest in den Verrechnungstopf.

 

Die Bank verrechnet also vorrangig alle Gewinne und Verluste innerhalb des laufenden Jahres miteinander (dazu ist sie anscheinend sogar gesetzlich verpflichtet). Dies ist insofern problematisch, als man nicht verhindern kann, dass Aktiengewinne mit Stückzinsen verrechnet werden. Genau das will man aber möglicherweise, wenn man beim Finanzamt noch Verlustvorträge aus Aktiengeschäften während der Finanzkrise stehen hat, die man bis spätestens 2013 mit künftig anfallenden Aktiengewinnen verrechnen möchte. Dies kann im Detail zu Zielkonflikten bei der Steueroptimierung führen.

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marky2k

Hm O.K. Ich habe mal ausgerechnet, was passiert, wenn es so ist wie Ramstein schreibt. Also, dass man eine Steuererstattung in Höhe des Stückzinzes*Steuersatz in t=0 bekommt und am Ende der Laufzeit eine Steuererstattung in Höhe von (Preis-Nominalbetrag)*Steuersatz (bei Verlusten). Die Kupons werden natürlich normal besteuert. Als Steuersatz habe ich 0,25*1,055 genommen.

 

Komme auf ein net yield von 2,03% für die Anleihe hier im Thread. D.h. für einen Zinssatz von 2,03% ist die Summer der abgezinsten after tax-cashflows gleich dem heutigen Preis von 112,42. Angenommen das oben genannte Festgeld hat das selbe Risiko (wahrscheinlich ist es sogar noch safer), dann macht die Anleihe keinen Sinn, denn beim Festgeld wäre das net yield wohl ungefähr (1-0,25*1,055)*3% = 2,20%.

 

Widerspricht irgendwie meiner Intuition, dass eine vermeintlich risikoreichere Investition weniger Rendite bringt als eine nicht so risikoreiche. :(

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Karl Napf

Zeig mir irgend eine Anlage mittlerer Laufzeit mit Investment Grade, die Santander-Festgeld (4% für 3 Jahre) bei der Rendite schlägt und die keine ungarische Staatsanleihe ist...

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marky2k

Warum kauft dann überhaupt jmd die Anleihen? Sollte nicht jeder von Anleihe in Festgeld switchen wollen, der Preis der Anleihe demzufolge sinken und die yields bei gleichem Risiko gleich sein? Oder ist der Markt doch so ineffizient ...

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Andreas R.

Warum kauft dann überhaupt jmd die Anleihen? Sollte nicht jeder von Anleihe in Festgeld switchen wollen, der Preis der Anleihe demzufolge sinken und die yields bei gleichem Risiko gleich sein? Oder ist der Markt doch so ineffizient ...

 

Weil nicht jeder sein Geld bei Santander fix anlegen will. Die Anleihe kann ich in vier Wochen wieder verkaufen, wenn ich Geld brauche. Das Festgeld ist, naja, fest.

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marky2k

Macht Sinn, danke. :)

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vanity
· bearbeitet von vanity

Zeig mir irgend eine Anlage mittlerer Laufzeit mit Investment Grade, die Santander-Festgeld (4% für 3 Jahre) bei der Rendite schlägt und die keine ungarische Staatsanleihe ist...

Großzügig wie ich bin, egänze ich noch als Bedingung und in kleiner Stückelung erhältlich ist, denn sonst hätten wir z. B.

 

A1AZRF :) mit 4,2% p. a. und Rating AA

sowie eine Vielzahl spanischer Cedulas.

 

So aber greifen wir zu

 

A1AJ7y mit 4,6% p. a. und Rating A

A1GL53 mit 4,3% p. a. und Rating AA

 

wenn wir Irland (BBB+) und Portugal (BBB-) mit jeweils über 10% p. a. aus dem Weg gehen wollen.

 

PS @marky2k: Tut mir leid, falls ich dich durch meinen Zahlendreher oben in unnötige Recherche- und Rechenarbeit gestürzt haben sollte!

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marky2k
· bearbeitet von marky2k

Wo ist denn da schon wieder der Haken. Wieso geben die Dinger fast doppelt soviel Rendite wie die Daimler Anleihen bei gleichem Risiko. (wobei die Anleihe sogar besseres Rating hat als die Daimler Anleihe).

 

PS: kein Problem, hab's relativ schnell gecheckt ;)

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Karl Napf

Die PIGS waren bei meiner Frage natürlich ausgeschlossen (und damit alle genannten Anleihen), die Diskrepanz zwischen Rating und Rendite bei diesen Ländern ist hinlänglich bekannt. Es hat schon einen Grund, warum ich Ungarn erwähnt habe.

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