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15 Beiträge gelöscht.

 

Wer das Wertpapier-Forum weiterhin als Plattform für politische Propaganda missbraucht, muss mit Konsequenzen rechnen.

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Zitat

 

Warren Buffett und sein atemraubender Wettsieg

...

In seinem Schreiben an die Aktionäre erinnerte Buffett an eine nun zu Ende gegangene Zehnjahreswette mit dem Vermögensverwalter und Beratungsunternehmen Protégé Partners. Buffett schloss die Wette am 19. Dezember 2007 ab - und gewann. Er wettete dabei, dass er durch eine Investition in einen einfachen Indexfonds, der sich am Börsenindex S&P 500 orientiert, besser abschneiden werde als eine Auswahl von Hedgefonds, die versprechen, besser als der Markt abzuschneiden. „Diese Frage zu adressieren, ist von enormer Bedeutung“, schreibt Buffett: „Amerikanische Anleger zahlen jährliche atemberaubende Beträge an Berater. (...) Bekommen die Anleger den Wert ihres Geldes? Bekommen Anleger irgendetwas für ihre Ausgaben?“

...

Protégé Partners habe fünf sogenannte „Funds of Funds“ ausgewählt. Das sind Vermögensverwalter, die ihrerseits das ihnen anvertraute Geld an eine Auswahl verschiedener Hedgefonds verteilen - mit dem Hintergedanken, das Risiko breit zu streuen. In dieser Wette hätte schlussendlich ein Pool aus ungefähr 200 Hedgefonds dahinter gestanden, schreibt Buffett weiter. „Die Auswahl war eine elitäre Gruppe, ausgestattet mit Grips, Adrenalin und Selbstvertrauen.“

...

Buffett, so bilanzierte er nun, schloss mit seiner Wahl auf einen einfachen Indexfonds besser ab als die Auswahl seines Wettgegners. „Lassen Sie mich betonen, dass es nichts Außergewöhnliches am Marktverhalten in den vergangenen zehn Jahren gegeben hat“, schreibt er. „In der Tat verdienten die ,Helfer' der Wall Street atemberaubende Summen. Während diese Gruppe prosperierte, erlebten viele ihrer Anleger eine verlorene Dekade.“ Buffett bringt das in seinem Rundschreiben dann so auf den Punkt: „Performance kommt, Performance geht. Gebühren schwanken nie.“

Die Wette hat aus seiner Sicht eine weitere Lektion ergeben: Während Märkte allgemein rational funktionierten, machten sie gelegentlich „verrückte Dinge“. Die sich daraus ergebenden Chancen zu nutzen, „erfordert keine große Intelligenz, keinen Abschluss in Wirtschaftslehre oder Vertrautheit mit dem Sprachgebrauch an der Wall Street wie etwa Alpha und Beta. Was Anleger dann stattdessen brauchen, ist die Fähigkeit, die Angst der Masse zu missachten und ein paar einfache Grundsätze zu beachten“. Und er fügte dem an: „Die Bereitschaft, eine Zeit lang ideenlos zu erscheinen - oder sogar dumm - ist ebenfalls essentiell.“

 

 

 

Quelle

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/warren-buffett-performance-kommt-performance-geht-gebuehren-schwanken-nie-15466016.html

 

Ausführlich in englisch im 2017 Annual Report ab Seite 24

http://www.berkshirehathaway.com/2017ar/linksannual17.html

 

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Posted · Edited by Ramstein

Zitat

Wie Pensionsrücklagen für Beamte in Kernkraftwerke investiert werden

Ministerialbeamte haben Pensionsrücklagen in Energieaktien-Fonds und damit auch in Atomkraft investiert. 

 

Blöd bloß, dass das im eklatanten Widerspruch zur Atomausstiegspolitik der Bundesregierung steht. Und dass das Geld sogar zum Teil in den sogenannten „Schrottmeilern“ in Belgien steckt, die die Bundesregierung seit Jahren unbedingt abgeschaltet sehen möchte. Dort sind nämlich immer größere Risse in den Reaktordruckbehältern zu finden, die den deutschen Experten ziemliche Sorgen machen.

Seit Ex-Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) im vergangenen Sommer verkündete, nun würde aber schnellstmöglich aus diesem Investment ausgestiegen, weil es sich nicht vertrage, wenn „wir einerseits für die Abschaltung von Atomkraftwerken eintreten, deren Sicherheit fraglich ist, und gleichzeitig ein finanzielles Interesse am Betrieb der Anlagen haben müssen“, ist der eingesetzte Betrag sogar noch auf das Dreifache gestiegen. Inzwischen sind es ziemlich genau 100 Millionen Euro.

Das hat die grüne Bundestagsabgeordnete Sylvia Kotting-Uhl durch eine Anfrage an das Innenministerium herausgefunden. Zum einen stieg der Anlagebetrag, weil es eben einen erheblichen Wertzuwachs gab, zum anderen haben Versorgungsfonds und -rücklage des Bundes aber auch neue Anteile nachgekauft, indem sie weiter in einen Index-Fonds investierten. Dieser wiederum enthält Aktien der europäischen Versorger Eon (Deutschland), Iberdrola (Spanien), Enel (Italien), Engie (Frankreich und Belgien) in genannter Höhe.

 

Ich vermute, die haben einen Euro STOXX 50 ETF gekauft.

Als nächstes könnte man Waffenproduzenten, Banken, Tabakfirmen, Ölfirmen, Produzenten von Dieselautos und Spirituosen, etc., usw. rauskicken wollen. Was ist mit der bösen Gentechnik (Bayer)?

Für mein Verständnis haben die einen an der Waffel. Aber natürlich sei es den Grün-Öko-Müslis unbenommen, einen "korrekten" Fonds aufzulegen, z.B. mit Lastenfahrräder und Ruderbooten. Oder sind die alle schon bei den Freunden von Prokon?

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vor 18 Minuten schrieb Ramstein:

 

Ich vermute, die haben einen Euro STOXX 50 ETF gekauft.

Als nächstes könnte man Waffenproduzenten, Banken, Tabakfirmen, Ölfirmen, Produzenten von Dieselautos und Spirituosen, etc., usw. rauskicken wollen. Was ist mit der bösen Gentechnik (Bayer)?

Für mein Verständnis haben die einen an der Waffel. Aber natürlich sei es den Grün-Öko-Müslis unbenommen, einen "korrekten" Fonds aufzulegen, z.B. mit Lastenfahrräder und Ruderbooten. Oder sind die alle schon bei den Freunden von Prokon?

 

Was bleibt am Ende? Fonds auf vegane Aussteiger-Kommunen und Amazonas Naturvölker? 

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vor 5 Stunden schrieb Ramstein:

 

Ich vermute, die haben einen Euro STOXX 50 ETF gekauft.

Als nächstes könnte man Waffenproduzenten, Banken, Tabakfirmen, Ölfirmen, Produzenten von Dieselautos und Spirituosen, etc., usw. rauskicken wollen. Was ist mit der bösen Gentechnik (Bayer)?

Für mein Verständnis haben die einen an der Waffel. Aber natürlich sei es den Grün-Öko-Müslis unbenommen, einen "korrekten" Fonds aufzulegen, z.B. mit Lastenfahrräder und Ruderbooten. Oder sind die alle schon bei den Freunden von Prokon?

Bei dem konkreten Beispiel finde ich den Interessenkonflikt einleuchtend, auch wenn ich für die Grünen nichts über habe.

 

Aber warum zum Teufel werden bei solchen Summen keine Einzelaktien gekauft? Den Index kann ich mehr oder weniger nachbauen und kann solche "politisch problematischen" Positionen kurzfristig rausnehmen ohne die gesamte Investmentstrategie zu kippen!

 

Und bitte nix gegen Müsli! Ist eine gute Basis wenn man Sport machen will. Das hat mit grün nichts zu tun!

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vor 1 Stunde schrieb Warlock:

Aber warum zum Teufel werden bei solchen Summen keine Einzelaktien gekauft? Den Index kann ich mehr oder weniger nachbauen und kann solche "politisch problematischen" Positionen kurzfristig rausnehmen ohne die gesamte Investmentstrategie zu kippen!

Z.B. nach dem Vorbild des norwegischen Pensionsfonds, der auch nach gewissen ethischen Richtlinien investiert.

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Posted · Edited by Mountie

Zum einen dient ein Versorgungsfonds der bestmöglichen Versorgung der Beamten und nicht der Unterstützung aktueller politischer Leitlinien der Bundesregierung. Zum anderen wäre es völlig absurd, wenn ein Staat Streitkräfte unterhielte und gleichzeitig Investitionen in die Rüstungsindustrie als unethisch ablehnte. Aber mit Logik muss man den grünen Oberlehrern eh nicht kommen.

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Das Thema ist nicht so schwarzweiß, wie es manche hier sehen möchten. Man kann z.B. die Produktion von Nuklearwaffen ablehnen (und auch selber keine haben), ohne die ganze Rüstungsindustrie abzulehnen. So macht es z.B. der norwegische Fonds.

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vor 14 Stunden schrieb StefanU:

Z.B. nach dem Vorbild des norwegischen Pensionsfonds, der auch nach gewissen ethischen Richtlinien investiert.

Den hatte ich im Hinterkopf.

 

Der grüne Oberlehrer kaufe evtl. aus praktischen Gründen eine ETF wo alles drin ist, weil sich Einzeltitel nicht lohnen. Eine grüßere Pensionskasse hat da andere Möglichkeiten.

vor 13 Stunden schrieb Mountie:

Zum einen dient ein Versorgungsfonds der bestmöglichen Versorgung der Beamten und nicht der Unterstützung aktueller politischer Leitlinien der Bundesregierung. Zum anderen wäre es völlig absurd, wenn ein Staat Streitkräfte unterhielte und gleichzeitig Investitionen in die Rüstungsindustrie als unethisch ablehnte. Aber mit Logik muss man den grünen Oberlehrern eh nicht kommen.

So einfach ist das nicht. Unethische Investments haben ein höheres Risiko, da Geschäftsmodelle nicht auf gesellschaftlichen Konsens stoßen und unsicher für die Zukunft sind. Aber ohne Frage muss es klare Regeln dazu geben - heute ethisch vertretbar und morgen nicht ist kein gangbarer Weg bei langfristigen Investments.

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Ich pack es mal hierher unter Prognosen : 

FAZ: die-grundsteuer-steht-auf-der-kippe

 

Da deutet sich eine Ohrfeige aus Karlsruhe für Bund und Ländern an. 

 

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vor 21 Stunden schrieb WOVA1:

Da deutet sich eine Ohrfeige aus Karlsruhe für Bund und Ländern an. 

 

Ohrfeige, naja. Jetzt hat man bis 2025 Zeit, die Grundstücke neu zu bewerten. Und vielleicht kann man in der Neuregelung ja noch eine Steuererhöhung verstecken. Wurde ja nicht bemängelt, dass zu viel bezahlt wurde, sondern nur dass die Veteilung nicht mehr zeitgemäß ist.

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Genauer: 

Zitat

Der Gesetzgeber habe nun spätestens bis zum 31. Dezember 2019 eine Neuregelung zu treffen. Bis zu diesem Zeitpunkt dürfen die verfassungswidrigen Regeln weiter angewandt werden. Nach Verkündung einer Neuregelung dürfen sie laut dem Urteil für weitere fünf Jahre ab der Verkündung, längstens aber bis zum 31. Dezember 2024 angewandt werden.

 

Das Thema war ja auch nicht 'Zuviel bezahlt' - hier bestimmen ja ohnehin die Kommunen die Höhe der Hebesätze ( oder werden von den Ländern zu Erhöhungen angewiesen ). Das Thema waren die recht historischen Berechnungsgrundlagen.  

Die Frist, die Karlsruhe setzt, ist für eine Neuregelung durchaus bedeutsam - je kürzer, desto wahrscheinlicher, dass eine Reform schlicht nur noch die Grundstückswerte als Berechnungsgrundlage vorsieht - die sind ja ohnehin bekannt. 

Bei gleichem Steueraufkommen wäre das eine Umverteilung der Steuerlast.

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Am 25.2.2018 um 15:24 schrieb pillendreher:

Musste herzlich schmunzeln :lol: Dazu muss man aber auch sagen, dass Buffett den Trend auf seiner Seite hatte, denn eine 10-Jahres-Wette im Jahre 1998 wäre für ihn definitiv ungünstiger ausgefallen.

Ich frage mich, wie das wohl für die Reputation von Ted Seides als "Hedgefond-Brüter" ankam :shit:

 

Am 21.3.2018 um 11:14 schrieb Ramstein:

 

Ich vermute, die haben einen Euro STOXX 50 ETF gekauft.

Als nächstes könnte man Waffenproduzenten, Banken, Tabakfirmen, Ölfirmen, Produzenten von Dieselautos und Spirituosen, etc., usw. rauskicken wollen. Was ist mit der bösen Gentechnik (Bayer)?

Für mein Verständnis haben die einen an der Waffel. Aber natürlich sei es den Grün-Öko-Müslis unbenommen, einen "korrekten" Fonds aufzulegen, z.B. mit Lastenfahrräder und Ruderbooten. Oder sind die alle schon bei den Freunden von Prokon?

Gesetz ist Gesetz (egal ob es - wie im Falle Atomausstieg - wenig Sinn macht). Außerdem, ja, es gibt tatsächlich Unternehmen oder Strategien (wie von meinen Mitrednern angesprochen), die deutlich ethischer sind. Eine der großen Börsenblätter, dessen Name mir entfallen ist, hat sogar eine Bewertungskriterium "Christlich/ethisch".

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Am 21.3.2018 um 11:14 schrieb Ramstein:

Ich vermute, die haben einen Euro STOXX 50 ETF gekauft.

Als nächstes könnte man Waffenproduzenten, Banken, Tabakfirmen, Ölfirmen, Produzenten von Dieselautos und Spirituosen, etc., usw. rauskicken wollen. Was ist mit der bösen Gentechnik (Bayer)?

Für mein Verständnis haben die einen an der Waffel. Aber natürlich sei es den Grün-Öko-Müslis unbenommen, einen "korrekten" Fonds aufzulegen, z.B. mit Lastenfahrräder und Ruderbooten. Oder sind die alle schon bei den Freunden von Prokon?

 

Und nun tut es mir wieder leid, daß es keinen "Gefällt mir" Button gibt. Ich würde ihn drücken.

Bei dem Investment  in Ruderbootflotten ist aber drauf zu achten, daß Boote und Ruder nur aus Holz gefertigt wurden, das aus nachhaltiger Produktion stammt.

 

Wir, nein, mache in unserem wunderbaren Land, sind ziemlich bekloppt.

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Passt thematisch hier vielleicht nicht so gut, aber ich fand den Gedanken in diesem Artikel recht interessant: Warum Wettbewerb den Banken schadet

 

Zitat

[...] Wettbewerb im Bankensektor führt in der Regel nicht zu Innovationssprüngen. Das Bankengeschäft besteht auf der Differenz zwischen Passiv- und Aktivzinsen. Eine Bank kann höchstens das Kreditwachstum erhöhen oder sich stärker im Markt verschulden, um den Eigenhandel hochzufahren. [...] Weil das Kreditgeschäft nur kontinuierlich wachsen kann, führt erhöhter Wettbewerbsdruck in erster Linie zu einer höheren Wahrscheinlichkeit einer Bankenkrise. Der Mechanismus läuft folgendermassen: Die Starken verdrängen die Schwachen, sodass die Schwachen ins Hochrisikogeschäft ausweichen müssen.

 

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vor 35 Minuten schrieb Maciej:

Passt thematisch hier vielleicht nicht so gut, aber ich fand den Gedanken in diesem Artikel recht interessant: Warum Wettbewerb den Banken schadet

 

Das finde ich ein wenig einseitig gedacht.

 

Hätte es ohne Konkurrenzdruck Innovationen wie Geldautomaten, Online-Kontoführung etc. gegeben? Selbst wenn, bestimmt nicht so früh.

Man denke z.B. an die früheren trägen Staatsunternehmen Post und Telekom.

 

Dazu kommt: Ein "Ausweichen" von Banken ins Hochrisikogeschäft führt dazu, daß innovative Unternehmen leichter Kredite bekommen können; so werden Innovationen indirekt gefördert.

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Silicon Valley has oversold the near-term potential of the technologies of the future.

 

An der Unterregulierung ist etwas dran. Ohne IT geht es heute in kaum einem Unternehmen mehr und die Digitalisierung nimmt weiter zu. Trotzdem sind die Anforderungen an Softwarehersteller sehr gering. Der Datenschutz muss eingehalten werden. Aber wie das konkret umgesetzt werden soll ist nicht vorgeschrieben. Faktisch jede Software hat immer wieder mit bekannten Sicherheitslücken wie SQL-Injection oder XSS zu kämpfen. Fehlende Verschlüsselung, Passwörter die leicht zugänglich herum liegen etc. kommen noch hinzu.

Bei einer Branche die schon fast so kritisch wie die Nahrungsmittelindustrie geworden ist, sind die Vorschriften unterdimensioniert. Steigende Vorschriften würden natürlich zwangsläufig zu einer Verlangsamung von Innovationen und einer Erhöhung der Personalkosten führen. Sprich fallende Margen und damit Börsenkurse.

Dafür bekämen wir mehr Sicherheit und Arbeitsplätze, die durch AI an einer Stelle eingespart werden würden, müssten so an anderer Stelle neu entstehen.

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Posted · Edited by Juninho

Am 9.5.2018 um 08:31 schrieb Marfir:

Dafür bekämen wir mehr Sicherheit und Arbeitsplätze, die durch AI an einer Stelle eingespart werden würden, müssten so an anderer Stelle neu entstehen.

Das ja auch nur ne These. Wer sagt mir, dass die Regulierung den Abstand der Firmen, die die Möglichkeiten haben, diese Regularien fix umzusetzen, ihren Abstand gegenüber denen, die noch nichtmal in der Digitalisierung richtig angekommen sind, noch größer wird. Regularien sind halt immer auch Eintrittsbarrieren. Außerdem wie sollen denn Menschen, die ihre Jobs aufgrund der Deigitalisierung verloren haben, im It-Recht fußfassen? Das funktioniert doch gar nicht.

Im Endeffekt ist das so schon schwierig umzusetzen. Wo findet man bitte Big Data Experten, die meist n phd in Mathe, Statistik, Physik oder so haben, die dann auch noch bock haben nen halbes Rechtsstudium durchzuziehen? Bzw. wo findest du Juristen, die Plan vom Programmieren und Statistik haben. Das sind halt extrem wenige und die können nicht überall gleichzeitig sein und das sind sowieso nicht die Leute, die je iwo auf der Straße gesessen haben.  

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vor 34 Minuten schrieb Juninho:

Das ja auch nur ne These. Wer sagt mir, dass die Regulierung den Abstand der Firmen, die die Möglichkeiten haben, diese Regularien fix umzusetzen, ihren Abstand gegenüber denen, die noch nichtmal in der Digitalisierung richtig angekommen sind, noch größer wird. Regularien sind halt immer auch Eintrittsbarrieren. Außerdem wie sollen denn Menschen, die ihre Jobs aufgrund der Deigitalisierung verloren haben, im It-Recht fußfassen? Das funktioniert doch gar nicht.

Im Endeffekt ist das so schon schwierig umzusetzen. Wo findet man bitte Big Data Experten, die meist n phd in Mathe, Statistik, Physik oder so haben, die dann auch noch bock haben nen halbes Rechtsstudium durchzuziehen? Bzw. wo findest du Juristen, die Plan vom Programmieren und Statistik haben. Das sind halt extrem wenige und die können nicht überall gleichzeitig sein und das sind sowieso nicht die Leute, die je iwo auf der Straße gesessen haben.  

Du hast falsche Vorstellungen. Nur weil etwas reguliert (vorgeschrieben) wird, ist es nicht automatisch umgesetzt. Im Bundestag entstehen sicherlich keine neuen Arbeitsplätze deswegen.

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Posted · Edited by Ramstein

Als ich die Überschrift gelesen habe

 

Zitat

EU-Kommission will grüne Investments gesetzlich fördern
Fondsmanager sollen Kunden künftig über die Klimaauswirkungen ihrer Anlagen informieren. Die EU-Kommission prüft einen entsprechenden Gesetzesvorschlag.

 

schwante mir schon Übles. Allerdings rühren die deutschen Medien in der allgemeinen Allgemeinheit rum, ohne konkret zu werden. Also habe ich Google angeworfen und dann die offizielle EU-Pressemitteilung dazu gefunden:

Nachhaltiges Finanzwesen: Den Finanzsektor zu einem starken Akteur im Kampf gegen den Klimawandel machen

Was für ein unsägliches Gesülz. Zumindest etwas konkreter werden sie aber:

 

Zitat

Kernpunkte der Maßnahmen

  1. Einheitliches EU-Klassifikationssystem („Taxonomie“): Anhand der im entsprechenden Vorschlag vorgesehenen harmonisierten Kriterien lässt sich bestimmen, ob eine wirtschaftliche Tätigkeit ökologisch nachhaltig ist. Die Kommission wird Schritt für Schritt festlegen, welche Tätigkeiten als „nachhaltig“ zu betrachten sind. Dabei wird sie bestehenden Marktpraktiken und Initiativen Rechnung tragen und sich von einer Sachverständigengruppe beraten lassen, die derzeit eingerichtet wird. Auf diese Weise sollen Wirtschaftsakteure und Investoren Gewissheit darüber erlangen, welche Tätigkeiten als nachhaltig gelten, sodass sie fundiertere Investitionsentscheidungen treffen können. Die entsprechenden Arbeiten können als Grundlage für die künftige Einführung von Normen und Kennzeichen für nachhaltige Finanzprodukte dienen, wie sie im Aktionsplan der Kommission für ein nachhaltiges Finanzwesen angekündigt wurden.
  2. Investorenpflichten: Die vorgeschlagene Verordnung wird für Kohärenz und für Klarheit darüber sorgen, wie institutionelle Anleger, etwa Vermögensverwalter, Versicherungsunternehmen, Pensionsfonds oder Anlageberater, die Faktoren Umwelt, Soziales und Governance (ESG-Faktoren) in ihren Investitionsentscheidungsprozessen berücksichtigen sollten. Die Vorschriften sollen im Wege delegierter Rechtsakte präzisiert werden, die die Kommission zu einem späteren Zeitpunkt erlassen wird. Im Übrigen müssten Vermögensverwalter und institutionelle Anleger künftig nachweisen, inwieweit ihre Investitionen an ESG-Zielen ausgerichtet sind, und offenlegen, in welcher Weise sie ihren Pflichten nachkommen.
  3. Referenzwerte für geringe CO2-Emissionen: Mit den vorgeschlagenen Vorschriften wird eine neue Kategorie von Referenzwerten eingeführt, die einen Referenzwert für geringe CO2-Emissionen („Dekarbonisierungsvariante“ von Standardindizes) sowie einen Referenzwert für positive CO2-Effekte umfasst. Dieser neue Marktstandard soll den CO2-Fußabdruck von Unternehmen widerspiegeln und für eine bessere Information von Anlegern über den CO2-Fußabdruck eines Investitionsportfolios sorgen. Der Referenzwert für geringe CO2-Emissionen würde auf einem Standard-Referenzwert für „Dekarbonisierung“ beruhen. Der Referenzwert für positive CO2-Effekte würde es ermöglichen, ein Investitionsportfolio besser an dem im Übereinkommen von Paris festgelegten Ziel der Begrenzung der Erderwärmung auf weniger als 2°C auszurichten.
  4. Bessere Kundenberatung in Sachen Nachhaltigkeit: Die Kommission hat eine Konsultation eingeleitet, um zu eruieren, wie sich ESG-Aspekte am besten in die Beratung von Privatkunden durch Wertpapierfirmen und Versicherungsvertreiber integrieren lassen. Ziel der Konsultation ist die Änderung delegierter Rechtsakte zur Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID II) und zur Versicherungsvertriebsrichtlinie. Bei der Beurteilung, ob ein Anlageprodukt den Kundenbedürfnissen entspricht, sollten die betreffenden Unternehmen nach den vorgeschlagenen Vorschriften außerdem die Nachhaltigkeitspräferenzen der jeweiligen Kunden berücksichtigen. Auf diese Weise dürfte ein breiteres Spektrum von Anlegern Zugang zu nachhaltigen Anlagen erhalten.

 

Wieso schwätzt der Kommissar eigentlich von "Wir sollten unsere Geld ...", wenn er nicht sein Geld, sondern meins meint. Und wie ich das anlege, möchte ich entscheiden. Oder von "Künftig sollen mehr Investitionen in nachhaltige Tätigkeiten gelenkt werden." Ich will nicht gelenkt werden, ich will mein Geld so anlegen, wie es mir gefällt (und wie es mir Rendite bringt).

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Das sind aber nicht nur die Ansichten von einigen EU-Traumtänzern:

https://www.theguardian.com/business/2017/dec/12/uk-banks-join-multinationals-pledge-come-clean-climate-change-risks-mark-carney

Zitat

Britain’s six leading banks – Lloyds, Barclays, HSBC, Royal Bank of Scotland, Santander and Standard Chartered – have all supported the Task Force on Climate-Related Financial Disclosures, set up by Carney in his role as chairman of the Financial Stability Board, an international body charged with preventing a repeat of the 2008 banking crisis. 

Under the plan, companies pledge to use their financial reports to disclose their direct and indirect exposure to global warming under a range of different scenarios. Banks are obliged to say how much they have lent to companies with climate-related risks.

Carney said 20 of the 30 globally systemically important banks and eight out of 10 of the largest asset managers and leading insurance companies were committed to informing investors. Leading construction, consumer goods, transport, mining and energy companies have also signed up.

“Markets need the right information to seize the opportunities and mitigate the risks that are being created by the transition to a low-carbon economy,” Carney said. 

 

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vor 13 Stunden schrieb Ramstein:

Wieso schwätzt der Kommissar eigentlich von "Wir sollten unsere Geld ...", wenn er nicht sein Geld, sondern meins meint. Und wie ich das anlege, möchte ich entscheiden. Oder von "Künftig sollen mehr Investitionen in nachhaltige Tätigkeiten gelenkt werden." Ich will nicht gelenkt werden, ich will mein Geld so anlegen, wie es mir gefällt (und wie es mir Rendite bringt).

Da stimme ich zu. Allerdings klingt es so als würde es um dumb money gehen. Anleger, die nicht wissen in was sie investieren, sollen nun über ihre indirekten Umweltsünden aufgeklärt werden. Dieser Unsinn scheint in letzter Zeit sehr populär zu sein. Anstatt dass die Politik dringend notwendige Umweltgesetze erlässt, werden einzelne Branchen schlecht geredet und können sich so ggf. nicht mehr richtig finanzieren. Wie soll ein Minenkonzern in einer einsamen Gegend das dringend benötigte Kupfer abbauen, ohne dafür einen Liter Diesel zu verbrauchen? Statt dessen werden wohl Millionen Anleger in Windrad-Produzenten getrieben, die natürlich 100% umweltfreundlich sind. Kupfer und Stahl sind zur Produktion natürlich nicht notwendig. Und die Auslieferung erfolgt per umweltfreundlichen Elektro-LKW.

Das können sich nur Leute ausgedacht haben, die keine Ahnung von Wirtschaft haben.

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vor 15 Stunden schrieb Ramstein:

Wieso schwätzt der Kommissar eigentlich von "Wir sollten unsere Geld ...", wenn er nicht sein Geld, sondern meins meint. Und wie ich das anlege, möchte ich entscheiden.

Willst du behaupten , dass du nach MIFID II noch in der Lage bist das zu tun ?

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Habe einen interessanten Artikel gefunden:

 

https://www.nzz.ch/finanzen/anleger-hoert-die-signale-ld.1389538

 

Unter anderem ist dort folgendes zu lesen:
 

Zitat

 

Selbst eine leichte Abschwächung der Wirtschaft hat in den vergangenen zwanzig Jahren beim deutschen Leitindex DAX zu einem durchschnittlichen Kursrückschlag von 30% geführt


 

 

Was sagt ihr dazu? Haben wir derzeit ernstzunehmende Signale oder ist das eher als belangloses Medien-Getöse abzutun?

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Die Zinstrukturkurve in den USA ist jetzt so flach wie zuletzt in 2007:

 

ZSK.png

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