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Stairway

Aufgaben/Lösungsthread

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Ra8er
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Ok, dann müsste der Wert des Unternehmens , zumindest in der Sparte permanent abnehmen oder? Also wenn man keine neuen Geräte installieren würde.

 

Wie wirkt sich das Abschrieben denn auf die Steuer aus?

 

Danke soweit

 

Ra8er

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Stairway
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Hallo, ich hoffe Du bist noch bereit Fragen zu deinen Lektionen zu beantworten, [...]

 

Selbstverständlich, ich bin nur grad auf dem Sprung, erinner' mich bitte per PN dran sollte ich bis morgen Abend nicht geschrieben haben. Heute Abend Bayern - ManU :w00t:

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Prospektständer
Posted · Edited by jschoeck

[edit] Wave hat recht...

 

2.) Um nochmal auf die "Finanziellen Vermögenswerte" zurückzukommen: Wertpapier, Eigenkapitalinstrumente, Beteiligungen, alles mögliche.

Im Konzernabschlussanhang gibt es auch meistens eine detailiertere Übersicht über die einzelnen Positionen.

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Wave XXL
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  • Ich verstehe das ganze System der Abschreibung nicht. Wann muss / kann etwas abgeschrieben werden? Ist das gut oder schlecht? Ich kann auch was von der Steuer abschreiben, das ist gut, obwohl die Abschreibung an sich eigentlich eine Wertminderung sei (laut Wikipedia).
 
Wie jschoeck schon geschrieben hat, dienen Abschreibungen dazu, die Wertminderung eines Unternehmenswertes auszudrücken. Jede Maschine, Gebäude, LKWs, usw, die ein Unternehmen besitzt verliert mit der Zeit an Wert. Es gibt festgelegte Abschreibungstabellen, nach denen ein Unternehmen die verschiedenen Gegenstände abschreiben kann, z.B. ein LKW wird über 8 Jahre abgeschrieben, eine Maschine über 15 Jahre usw (Werte stimmen nicht, und variieren je nach Gegenstand). Durch die Abschreibungen kann ein Unternehmen also einen Verlust (=Wertminderung) ausweisen. Dieser Verlust reduziert den Gewinn, der zu versteuern ist. Das Unternehmen zahlt also weniger Steuern, obwohl es ja garnicht weniger Geld eingenommen hat, denn die Abschreibungen sind ja erst einmal nur fiktive Verluste. Außerdem dienen die Abschreibungen der Kalkulation von Preisen des Unternehmens, denn ein Unternehmen muss ja nicht nur berücksichtigen, wieviel Material und Personal es einsetzt, sondern auch, dass sie irgendwann wieder eine neue Maschine kaufen muss, da die aktuelle sich immer mehr abnutzt.
 
Außerordentliche Abschreibungen müssen vorgenommen werden, wenn es Wertminderungen gibt, die nicht dem natürlichen Verlauf der Dinge entsprechen, z.B. wenn die Maschine schon früher kaputt geht, als erwartet usw....
 
 
Wo liegt der Unterschied zwischen Werthaltigem und Wertlosen Goodwill? Bzw. Wieso muss ein betrag der zu viel bezahlt wurde abgeschrieben werden?
 
Wenn ein Unternehmen einen höheren Kaufpreis für ein anderes Unternehmen bezahlt, als das die Höhe des Eigenkapitals rechtfertigen würde, so entsteht Goodwill auf der Aktivseite der Bilanz (= Unterschiedsbetrag zwischen Kaufpreis und Eigenkapital des gekauften Unternehmens). Der Betrag kann aktiviert werden, weil er einen Vermögensgegenstand darstellt, in dem Sinne, dass das kaufende Unternehmen davon ausgeht, aus diesem Unternehmen zukünftige Gewinne generieren zu können. Somit ist es also mehr wert, als das reine Eigenkapital. Ob der Wert Bestand hat (werthaltig ist) oder nicht wird in jährlichen Impairment Tests geprüft, in denen die geschätzen zukünftigen Ergebnisbeiträge des gekauften Unternehmens auf den heutigen Wert abgezinst werden. Kommt bei diesem Impairment Test raus, dass das Unternehmen den damaligen Kaufpreis nicht mehr wert ist, muss der Goodwill ganz oder teilweise abgeschrieben werden, je nachdem wie schlecht der Test ausfällt.
 
 
Ist die steuerrechtliche GuV wichtig? Wenn ja, wo finde ich diese, nicht in der Bilanz (in dem Bericht) oder?
 
es gibt eine handelsrechtliche und eine steuerrechtliche Bilanz, in denen ein paar Unterschiede zwecks Wahlrechten zur Aktivierung oder Abschreibungen gibt, aber die sind in der Bilanzanalyse eigentlich von keiner großen Bedeutung....schau dir als einfach die GuV im Konzernabschluss an
 
 
 
Nochmal zur Abschreibung, wie können Materialgüter abgeschrieben werden? Eine Wertminderung ist logisch, aber wer interessiert sich überhaupt für die Abschreibung? Ist das wichtig für die Steuern?
 
Was meinst du mit Materialgütern?
 
Für die Abschreibung interessiert sich das Unternehmen, weil es den zu versteuernden Gewinn senkt. Man muss hier zwischen Aufwand und Ausgaben unterscheiden. Das Unternehmen kann die Abschreibung als Aufwand in der GuV geltend machen, aber es gibt kein Geld aus dabei.....d.h. die Steuerersparnis fließt dem Unternehmen zu. Wenn du dir überlegst, dass ein Unternehmen mit dem Steuersatz 30% eine Maschine im Wert von 10.000 Euro über 10 Jahre mit 1000 Euro pro Jahr abschreibt, dann spart es pro Jahr 300 Euro, in 10 Jahren also 3000 Euro. Sprich 30% der Maschinenkosten sind allein durch die Steuerersparnis wieder reingeholt.
 
 
Finanzielle Vermögenswerte sind beispielsweise Depots o.Ä. die das Unternehmen selbst unterhält oder?

 

Ja, das können Anlagepapiere sein, aber auch Derivate zur Währungs- oder Zinssicherung, oder Rückkaufswerte von Lebensversicherungen, die für Pensionsrückstellungen verwendet werden usw.

 

 

 

Wäre schön wenn sich jemand der Sache annehmen könnte, ist viel schöner alles zu verstehen =)

 

hoffe das hat erstmal geholfen ;)

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Ra8er
Posted

Supergut erklärt Ihr beiden !

 

 

DANKE =)

 

Habe allerdings noch eine Frage zu dem Goodwill, das will ich irgendwie nicht begreifen. Unternehmen A kauft Unternehmen B, da die Marktkapitalisierung von B aber höher ist als der Buchwert entsteht eine Differenz. Diese ist der Goodwill.

 

A hat also nun B gekauft und mehr dafür bezahlt als nötig, eigentlich müsste der Goodwill also wieder in das Eigenkapital von A einfließen oder?

 

Dieser Goodwill entsteht ja nur wenn ein Unternehen das andere kauft oder?

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Wave XXL
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Supergut erklärt Ihr beiden !

 

 

DANKE =)

 

Habe allerdings noch eine Frage zu dem Goodwill, das will ich irgendwie nicht begreifen. Unternehmen A kauft Unternehmen B, da die Marktkapitalisierung von B aber höher ist als der Buchwert entsteht eine Differenz. Diese ist der Goodwill.

 

A hat also nun B gekauft und mehr dafür bezahlt als nötig, eigentlich müsste der Goodwill also wieder in das Eigenkapital von A einfließen oder?

 

Dieser Goodwill entsteht ja nur wenn ein Unternehen das andere kauft oder?

 

Ja Goodwill = Kaufpreis (= evtl Marktkapitalisierung) abzgl. Eigenkapital.

 

Auch das zweite ist korrekt - der Goodwill fließt ins EK ein, daher wird er auch von vielen Fundamentalanalysten wieder vom EK abgezogen, um das "reine" Eigenkapital zu ermitteln. Würde man den Goodwill sofort abschreiben, so würde sich das Eigenkapital um diesen Betrag vermindern.

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Ra8er
Posted

Huhu,

 

ich glaube Du hast micht nicht ganz verstanden. Wenn Unternehmen A Unternehmen B kauft, dann fließt der Goodwill ja zurück zu Unternehmen A, da Unternehmen B ja in seiner ursprünglichen Form nicht mehr existiert.

 

Wenn nun aber der Goodwill zurück zu A fließt (wo er ja auch her kommt) dann füllt er ja bei Unternehmen A eigentlich nur einen Teil dessen auf, was die Übernahme von B gekostet hat.

 

Und das bedeutet im Endeffeckt, dass das Eigenkapital von A am Ende der übernahme gering ist als davor, und davon soll dann noch Goodwill abgezogen werden?

 

Das ergibt für mich keinen Sinn.

 

 

Ich bin mir sicher das da ein Denkfehler drinn ist, wer findet ihn?

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Wave XXL
Posted

Huhu,

 

ich glaube Du hast micht nicht ganz verstanden. Wenn Unternehmen A Unternehmen B kauft, dann fließt der Goodwill ja zurück zu Unternehmen A, da Unternehmen B ja in seiner ursprünglichen Form nicht mehr existiert.

 

Wenn nun aber der Goodwill zurück zu A fließt (wo er ja auch her kommt) dann füllt er ja bei Unternehmen A eigentlich nur einen Teil dessen auf, was die Übernahme von B gekostet hat.

 

Und das bedeutet im Endeffeckt, dass das Eigenkapital von A am Ende der übernahme gering ist als davor, und davon soll dann noch Goodwill abgezogen werden?

 

Das ergibt für mich keinen Sinn.

 

 

Ich bin mir sicher das da ein Denkfehler drinn ist, wer findet ihn?

 

Ich habe dich schon verstanden - vielleicht wirds an einem Beispiel klarer:

 

Unternehmen B hat ein EK von 900.

 

Unternehmen A bezahlt 1000 für Unternehmen B.

 

Was passiert in der Bilanz?

 

Es fließen 1000 liquide Mittel aus den Aktiva, sowie 1000 EK aus den Passiva des Unternehmens A ab.

 

In die Bilanz von A fließen aber 900 Aktiva von B, sowie 900 EK von B.

 

Außerdem entsteht auf der Aktivseite von A Goodwill in Höhe von 100, der auf der Passivseite als EK bilanziert wird.

 

--> Das Unternehmen hat also das gleiche EK, wie vor der Transaktion, allerdings sind 100 dieses EK nur auf Basis des Goodwills entstanden und müssten nach Betrachtung vieler Gegner dieser Praxis abgezogen werden, da das Unternehmen ja Geld ausgegeben hat, ohne einen Sachwert dafür zu bekommen.

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vanity
Posted · Edited by vanity

Unternehmen B hat ein EK von 900.

Unternehmen A bezahlt 1000 für Unternehmen B.

Was passiert in der Bilanz? ...

Ich mische mich als Bilanzlaie mal ein: Wenn wir hier von einem Kauf (und nicht von einer Verschmelzung) reden, dann passiert m. E. Folgendes:

 

Bei Unternehmen A (dem Käufer) fließen 1000 liquide Mittel auf der Aktivseite ab.

Bei Unternehmen A (dem Käufer) fließen 1000 (900 Buchwert + 100 Goodwill) auf der Aktivseite zu (Posten Beteiligungen oder Finanzanlagen)

Die Passivseite von Unternehmen A (das EK) ist durch die Transaktion nicht berührt.

 

Nachtrag:

Bei Unternehmen B (dem gekauften) passiert in der Bilanz gar nichts. Der Eigentümer hat gewechselt, aber das ist in der Bilanz nicht relevant.

 

Zum nachfolgenden Beitrag:

Aktivseite und Passivseite der Bilanz sind wertmäßig immer identisch. Eine Addition beider macht in der Tat keinen Sinn. Eine einfache, bilanzwirksame Transaktion ist entweder

- nur auf der Aktivseite wirksam (ein Aktivposten wird reduziert, ein anderer Aktivposten wird im gleichen Maße erhöht - Aktivtausch), oder

- nur auf der Passivseite wirksam (... - Passivtausch)

(die Bilanzsumme ändert sich in beiden Fällen nicht), oder

- Aktiv- und Passivseite werden in gleichem Maße erhöht oder reduziert (je ein Aktiv- und Passivposten wird erhöht oder reduziert)

(die Bilanzsumme ändert sich entsprechend)

 

Nachtrag 2: Oder geht's hier um konsolidierte Bilanzen? Dann ziehe ich mich lieber zurück!

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Ra8er
Posted · Edited by Ra8er

Vom Wert her ist Aktiv und passivseite ja das gleiche. Oder irre ich?

 

Hier zu addieren wäre also falsch.

 

Ich werd mir nochmal genau anschauen, was Aktiva und Passiva sind, ich denk das habe ich zu große Lücken, danke soweit, ich meld mich morgen :)

 

Gut Nacht Bullen und Bären

 

 

EDIT:

 

Ich denke ich habs jetzt im Groben verstanden. Ein paar Einzelheiten fehlen hier und da noch aber ich denke das wird schon.

Ist halt ein wenig komisch das eigentlich gild: "Vor dem Kauf ist nach dem Kauf", denn eigentlich ändet sich ja nichts, bis auf den dazu kommenden Goodwill.

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Wave XXL
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Unternehmen B hat ein EK von 900.

Unternehmen A bezahlt 1000 für Unternehmen B.

Was passiert in der Bilanz? ...

Ich mische mich als Bilanzlaie mal ein: Wenn wir hier von einem Kauf (und nicht von einer Verschmelzung) reden, dann passiert m. E. Folgendes:

 

Bei Unternehmen A (dem Käufer) fließen 1000 liquide Mittel auf der Aktivseite ab.

Bei Unternehmen A (dem Käufer) fließen 1000 (900 Buchwert + 100 Goodwill) auf der Aktivseite zu (Posten Beteiligungen oder Finanzanlagen)

Die Passivseite von Unternehmen A (das EK) ist durch die Transaktion nicht berührt.

 

Den Schritt mit dem EK habe ich nur zur Verständlichkeit miteingebaut - unterm Strich bleibt das EK natürlich unberührt....aber wenn du die Schritte aufgliederst, dann würde sich im ersten Schritt natürlich das EK um 1000 reduzieren, denn wenn 1000 liquide Mittel abfließen, dann muss die Passivseite auch um 1000 reduziert werden, sprich das EK wird um 1000 geringer....aber wie gesagt, das ist natürlich eine übertriebene Aufgliederung und dient nur zur Verständlichkeit ;)

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Ra8er
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Ich glaube ich habe mein größtest Problem entdeckt.

 

Bei mir hängt es bei folgendem:

 

Die Seite der Aktiva ist klar, hier sind alle Vermögenswrte, Kapitalanlagen und weiteres aufgelistet.

 

 

In meinen Augen müsste Die rechnugn in den Passiva dann aber so aussehen

 

Aktiva = 500

 

Passiva = 500 - Steuern

 

 

Kurzum ergibt es für mich keinen Sinn, warum auf Beiden Seiten das Gleiche stehen sollte, wenn ich doch mit dem Eigenkapital noch kurz und Langfristige Schulden verrechnen muss.

 

Im Bericht von Fielmann:

 

EK: 383991T

Langfristigen Schulden 27846T

Kurzfristigemn Schulden 121448T

 

Daraus ergibt sich eine Summe von 533285T

 

Aber da wir hier ja von Schulden sprechen müssen die Lang und Kruzsfristigen Werte doch vom EK abgezogen werden?

 

Es ist klar, dass dies nicht gemacht wird, aber warum?

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Prospektständer
Posted · Edited by jschoeck

Aktiva besteht aus Anlagevermögen(langfristig), Gebäude, Grundstücke, Maschinen, Fuhrpark, immaterielles Vermögen etc.. und Umlaufvermögen(kurzfristig), Vorräte, Forderungen, Liquide Mittel etc..

 

Passiva: Verbindlichkeiten bzw. Schulden und EK (AV + UV - Schulden).

 

Comprendre?

 

Eine Bilanz zeigt auf der rechten Seite das Kapital, das einem Unternehmen zur Verfügung steht (Passiva). Auf der linken Seite zeigt sie, in welcher Form dieses Kapital im Unternehmen vorhanden ist (Vermögenswerte, Aktiva). Die Summe der linken Seite muss daher stets den gleichen Wert wie die Summe der rechten Seite ergeben.

Quelle

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Ra8er
Posted

Aktiva besteht aus Anlagevermögen(langfristig), Gebäude, Grundstücke, Maschinen, Fuhrpark, immaterielles Vermögen etc.. und Umlaufvermögen(kurzfristig), Vorräte, Forderungen, Liquide Mittel etc..

 

Passiva: Verbindlichkeiten bzw. Schulden und EK (AV + UV - Schulden).

 

Comprendre?

 

Eine Bilanz zeigt auf der rechten Seite das Kapital, das einem Unternehmen zur Verfügung steht (Passiva). Auf der linken Seite zeigt sie, in welcher Form dieses Kapital im Unternehmen vorhanden ist (Vermögenswerte, Aktiva). Die Summe der linken Seite muss daher stets den gleichen Wert wie die Summe der rechten Seite ergeben.

Quelle

 

Halleluja,

 

dsas hätte mir mal einer sagen müssen, Passiva sind das was da ist und die Aktiva sagen, in welcher Form die Passiva vorliegen. Na endlich =)

 

Danke

 

Ra8er

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vanity
Posted

das hätte mir mal einer sagen müssen, Passiva sind das was da ist und die Aktiva sagen, in welcher Form die Passiva vorliegen. Na endlich =)

Es ist eher umgekehrt: Aktiva sind das, was da ist (Vermögen) und Passiva sagt etwas darüber, wem es gehört (Kapital - den Eigentümern (EK) oder jemand anderem (FK)).

 

Den Schritt mit dem EK habe ich nur zur Verständlichkeit miteingebaut - unterm Strich bleibt das EK natürlich unberührt....aber wenn du die Schritte aufgliederst, dann würde sich im ersten Schritt natürlich das EK um 1000 reduzieren, denn wenn 1000 liquide Mittel abfließen, dann muss die Passivseite auch um 1000 reduziert werden, sprich das EK wird um 1000 geringer....aber wie gesagt, das ist natürlich eine übertriebene Aufgliederung und dient nur zur Verständlichkeit ;)

Ich fürchte, es verwirrt mehr als es entwirrt. :( Es handelt sich um eine Transaktion, die immer (mindestens) zwei Posten in der Bilanz berührt. Wenn es nicht so wäre, wäre der erste Hauptsatz der Bilanzdynamik (Aktiva=Passiva) gestört. Dein Kunstgriff mit dem EK irritiert, weil das EK eben nur bei erfolgswirksamen Transaktionen tangiert ist - durch die Einbeziehung des Good Will haben wir es hier aber nicht mit einer solchen zu tun. Also wenn du die Transaktion schon zerlegen willst, dann so:

 

1. Kauf Firma B führt in Bilanz Firma A zu

1a. Erhöhung Aktiva (Posten Beteiligungen)

1b. Erhöhung Passiva (Posten Verbindlichkeiten - der Kaufpreis wird geschuldet) im Fremdkapital

2. Zahlungsvorgang führt in Bilanz Firma A zu

2a. Reduktion Aktiva (Posten lquide Mittel)

2b. Reduktion Passiva (Posten Verbindlichkeiten - die Schuld wird ausgeglichen)

und alles ist im Lot! :)

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Wave XXL
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das hätte mir mal einer sagen müssen, Passiva sind das was da ist und die Aktiva sagen, in welcher Form die Passiva vorliegen. Na endlich =)

Es ist eher umgekehrt: Aktiva sind das, was da ist (Vermögen) und Passiva sagt etwas darüber, wem es gehört (Kapital - den Eigentümern (EK) oder jemand anderem (FK)).

 

Den Schritt mit dem EK habe ich nur zur Verständlichkeit miteingebaut - unterm Strich bleibt das EK natürlich unberührt....aber wenn du die Schritte aufgliederst, dann würde sich im ersten Schritt natürlich das EK um 1000 reduzieren, denn wenn 1000 liquide Mittel abfließen, dann muss die Passivseite auch um 1000 reduziert werden, sprich das EK wird um 1000 geringer....aber wie gesagt, das ist natürlich eine übertriebene Aufgliederung und dient nur zur Verständlichkeit ;)

Ich fürchte, es verwirrt mehr als es entwirrt. :( Es handelt sich um eine Transaktion, die immer (mindestens) zwei Posten in der Bilanz berührt. Wenn es nicht so wäre, wäre der erste Hauptsatz der Bilanzdynamik (Aktiva=Passiva) gestört. Dein Kunstgriff mit dem EK irritiert, weil das EK eben nur bei erfolgswirksamen Transaktionen tangiert ist - durch die Einbeziehung des Good Will haben wir es hier aber nicht mit einer solchen zu tun. Also wenn du die Transaktion schon zerlegen willst, dann so:

 

1. Kauf Firma B führt in Bilanz Firma A zu

1a. Erhöhung Aktiva (Posten Beteiligungen)

1b. Erhöhung Passiva (Posten Verbindlichkeiten - der Kaufpreis wird geschuldet) im Fremdkapital

2. Zahlungsvorgang führt in Bilanz Firma A zu

2a. Reduktion Aktiva (Posten lquide Mittel)

2b. Reduktion Passiva (Posten Verbindlichkeiten - die Schuld wird ausgeglichen)

und alles ist im Lot! :)

 

natürlich kann man es auch so schreiben, wie du es aufgeführt hast....da es aber ja um die Entstehung des Goodwills geht, schien es mir brauchbar, das anhand des EK zu erklären....die "Lücke", die zwischen EK von B und Abfluss liquider Mittel entsteht, wird quasi vom Goodwill mit zugehörigem Schließen der EK-Lücke ausgeglichen.....aber gut, dass das eher Verwirrung stiftet, war mir nicht klar....vielleicht versteht es der Fragesteller ja besser in deiner Version :)

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Ra8er
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Ich glaube ich habs soweit verstanden, dank Euch.

 

Hab aber schon wieder neue Fragen:

 

I.5:

 

 

Wir arbeiten heute mit dem GB 2007 (http://www.fielmann.de/downloads/fielmann_bericht_2007.pdf) !

 

Diesmal rollen wir das Feld von hinten auf und gehen zuerst auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ein, dabei schauen wir zuerst im Anhang den wahren Betrag dieser VLL nach und sehen, dass die VLL von 42.0 auf 44.7 Mio. gestiegen sind.

 

Wie kommen diese Zahlen zu stande?

 

Man kann sich das auch als Buchungssatz vorstellen:

 

Zuerst Verkaufen wir das Produkt auf Ziel, also:

 

Forderungen 100 an Umsatzerlöse 100

 

Nun haben wir also Umsatz, aber kein Geld in der Kasse/Bank, erst wenn die Forderungen beglichen werden, haben wir auch etwas davon:

 

Bank/Kasse 100 an Forderungen 100

 

Was möchtest Du damit aussagen?

 

Wir verkaufen 100 Produkte mit je einem Erlös von 1 ?

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Wave XXL
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Wie kommen diese Zahlen zu stande?

 

was meinst du damit? Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 2,7 Mio gestiegen....wo hast du da ne Frage?

 

 

Was möchtest Du damit aussagen?

 

Wir verkaufen 100 Produkte mit je einem Erlös von 1 ?

 

nein, die 100 sind lediglich eine Beispielgröße....ausgeschrieben würde es heißen "Forderungen im Wert von 100 an Umsatzerlöse im Wert von 100".....das Beispiel soll zeigen, dass Umsatzerlöse nicht zwingend mehr liquide Mittel, sprich Einnahmen, bedeuten müssen....

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Ra8er
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Wie kommen diese Zahlen zu stande?

 

was meinst du damit? Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 2,7 Mio gestiegen....wo hast du da ne Frage?

 

 

Ich vergas leider, dass man für genaue Werte nicht in den Aktiva und Passiva, sondern in dem jeweiligen Anhang nachschauen muss.

 

In Anhang Nr. 22 stehen dann auch die von stairway angegebenen Zahlen.

 

sorry, mein Fehler

 

danke Wave für die antwort =)

 

Gruß Ra8er

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Stairway
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Wie kommen diese Zahlen zu stande?

 

was meinst du damit? Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 2,7 Mio gestiegen....wo hast du da ne Frage?

 

 

Ich vergas leider, dass man für genaue Werte nicht in den Aktiva und Passiva, sondern in dem jeweiligen Anhang nachschauen muss.

 

In Anhang Nr. 22 stehen dann auch die von stairway angegebenen Zahlen.

 

sorry, mein Fehler

 

danke Wave für die antwort =)

 

Gruß Ra8er

 

Hallo Ra8er,

 

schön das du nachfragst, bin mir sicher das einige andere auch diese Fragen hätten. Und Danke auch an Wave und Vanity für das Beantworten, ich komm' zur Zeit leider kaum dazu mitzulesen / -posten.

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Ra8er
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So, ich bin nun ein wenig weiter vor gedrungen und bei I.7 angekommen, dort habe ich wieder einmal eine Frage:

 

Ich komm nicht ganz beim Beispiel von Schlafmütze mit:

Beispiel

 

Eigenkapital: 100 Mio. Euro

 

Gewinnreihe:

Jahr 1: 1 TEUR

Jahr 2: 2 TEUR

Jahr 3: 4 TEUR

Jahr 4: 8 TEUR

Jahr 5: 16 TEUR

 

Gewinnwachstum: 100 % p.a.

Eigenkapitalrendite: ~0,00 Prozent

 

Das von den Aktionären eingebrachte Kapital sollte ordentlich Erträge abwerfen. Die separate Betrachtung des Gewinnwachstums besitzt eine geringe Aussagekraft.

Hier wirft das Eigenkapital doch Erträge ab, wieso ist die Rendite dann 0% ?

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Prospektständer
Posted

@Ra8er: Naja, er meint ja nahezu Null, im Jahr 1 zum Beispiel beträgt sie 0,1% (Jahresgewinn*100)/Eigenkapital.

 

Vielleicht ist das verständlicher sich das aus Sicht des Unternehmers zu verdeutlichen:

Du bringst in die Firma Eigenkapital in Höhe von 100 Mio. ein, versorgst das Unternehmen mit Kapital für operative Geschäfte und Investitionen. Wärst du dann mit einer Verzinsung von 0,1% p.a. zufrieden?

 

Gruß

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Ra8er
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@Ra8er: Naja, er meint ja nahezu Null, im Jahr 1 zum Beispiel beträgt sie 0,1% (Jahresgewinn*100)/Eigenkapital.

 

Vielleicht ist das verständlicher sich das aus Sicht des Unternehmers zu verdeutlichen:

Du bringst in die Firma Eigenkapital in Höhe von 100 Mio. ein, versorgst das Unternehmen mit Kapital für operative Geschäfte und Investitionen. Wärst du dann mit einer Verzinsung von 0,1% p.a. zufrieden?

 

Gruß

 

Natürlich nicht. Was heißt denn p.a.? Pro Aktie?

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Prospektständer
Posted · Edited by jschoeck

per annum, google hilft weiter... :- (pro Aktie wäre per share, abkürzend verwendet bei, beispielsweise EPS = earnings per share)

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Ra8er
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Dankesehr =), bin nicht so der Lateiner, habs aber.

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