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juro

Sammelthread für Aktiv / Passiv Grundsatzdiskussionen

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CorMaguire
· bearbeitet von CorMaguire
vor einer Stunde von etherial:

... Mir geht es um die praktischen Ableitungen. ... .... dass man mit einfacher Methodik den Markt schlagen kann  .... dass es ein System (eine Methodik) geben muss mit der man das Ziel erreicht. ...

Du hättest gerne einen Algorithmus der Dich sicher zum Ziel führt? Habe ich auch keinen.

Ich habe auch keinen wenn ich mit dem Auto von A nach B fahre. Schon so einer könnte ziemlich lang werden.

 

Aber das Netz dürfte doch voll mit Literatur sein. Wennn Du handeln oder Dein B&H-Depot selbst managen willst wirst Du was finden.

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Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days
Am 30.12.2025 um 16:12 von geldvermehrer:
Am 30.12.2025 um 13:49 von Glory_Days:
Am 29.12.2025 um 21:21 von geldvermehrer:

Anleger nach Marktkapitalisierung (z.B. Vanguard All World ETF) sind vor Kosten der Marktdurchschnitt (nach Kosten ein wenig schlechter). 

In jeder Periode invarianter Anlegergewichtung entspricht die kapitalgewichtete Summe der Renditen aller Marktteilnehmer vor Kosten der Marktrendite vor Kosten (William F. Sharpe, "The Arithmetic of Active Management", 1991).

Dein Satz 1 ist eine sinngemäße Wiedergabe von meinem Satz 1 vermutlich:huh:

Eine Präzisierung um genau zu sein. Zusatz: Der "Markt" ist bei globalen MCAP-Indizes typischerweise immer die free float-adjusted market capitalization. Sharpe's Arithmetik gilt aber grundsätzlich für jedes geschlossene Anlageuniversum.

Am 30.12.2025 um 16:12 von geldvermehrer:
Am 30.12.2025 um 13:49 von Glory_Days:
Am 29.12.2025 um 21:21 von geldvermehrer:

Es gibt viele Anleger heißt es immer, die schlechter als der Durchschnitt performen. Dann muss es doch auch viele Anleger geben, die besser als der Marktdurchschnitt performen

Man muss an dieser Stelle zwei Dinge beachten: Erstens die Bedeutung der Kapitalgewichtung (siehe oben). Zweitens der multiplikative Zusammenhang von Renditen. In diesem Sinne ist die Verteilung des Endvermögens stark rechtsschief und damit der Mittelwert > Median. 

Dein Satz 2  verstehe ich gar nicht? Kann man das gaaanz einfach beschreiben?

In der Betrachtung von Sharpe, unter den von mir in Satz 1 genannten Bedingungen, ist die Marktrendite der betrachteten Periode immer die (Kapital-)gewichtete Summe der Renditen aller Marktteilnehmer. Das sollte einleuchtend sein, da große institutionelle Anleger mit ihrem höheren Kapitaleinsatz den Markt natürlich weitaus stärker bewegen können als kleine Privatanleger.

Renditen kann man theoretisch auf vielfältige Art und Weise messen (z.B. absolut, relativ, normiert etc). Typischerweise werden für einen vorgebenen Zeitraum relative Renditen verwendet, da diese kapitalbereinigt sind und damit den direkten Vergleich der Performance verschiedener Assets oder Portfolien über verschiedene Zeiträume gleicher Länge unabhängig vom initialen absoluten Kapitaleinsatz ermöglichen. In dieser Beschreibung mit relativen Renditen kann die Gesamtrendite über mehrere Zeiträume/Perioden als das Produkt der einzelnen Perioden-Renditen geschrieben werden. Diese Multiplikation von Renditen sorgt letztendlich für das exponentielle Wachstum, wie wir es kennen. Bei dieser "Dynamik" können Größen wie der Mittelwert durch einzelne Werte stark verzerrt sein (das ist ungefähr so wie bei der Einkommensverteilung, bei denen einige Topverdiener, wie z.B. die DAX-Vorstände, den Mittelwert von allen stark nach oben ziehen, weswegen als aussagekräftigere Größe für die Allgemeinheit typischerweise der Median herangezogen wird (50% verdienen mehr, 50% verdienen weniger); auch bei diesem Beispiel ist der Mittelwert > Median). Bezogen auf die Renditen ist die kapitalgewichtete Summe der Renditen aller Portfolien zwar in jeder Periode gleich der Marktrendite, die kapitalgewichtete Fluktuation ist allerdings höher - weshalb die Marktrendite höher ist als die kapitalgewichtete Rendite aller aktiven Anleger. 

Am 30.12.2025 um 16:12 von geldvermehrer:
Am 30.12.2025 um 13:49 von Glory_Days:
Am 29.12.2025 um 21:21 von geldvermehrer:

Warum ist man im forum der mehrheitlichen Meinung, dass so gut wie kaum jemand den Markt  auf Dauer schlagen kann und falls doch, nur zufällig:-*

... risikoadjustiert(!) den Markt auf Dauer schlagen kann. Der Grund dafür ist in der Arithmetik des Problems und der Ungewissheit der Zukunft zu finden.

Dein Satz 3, den interpretiere ich so, risikoadjustiert kann man den Markt auf Dauer nicht schlagen, weil ein Privatanleger z.B. mit einer Auswahl von 20 Aktien aus dem Heuhaufen  immer ein höheres Risiko eingeht, als ein Anleger, der den ganzen Heuhaufen kauft:)

Das Risiko im statistischen Mittel ist über alle aktiven Anleger hinweg gegenüber dem Marktrisiko höher, aber das sagt nichts über den Einzelfall aus. Natürlich können und werden einzelne aktive Anleger den Markt - zumindest bei Betrachtung endlicher Zeiträume - risikoadjustiert schlagen. Das ist kein Widerspruch zu den zuvor gemachten Aussagen, die Aussagen im statistischen Mittel über alle Anleger darstellen. 

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geldvermehrer

Nun verstehe ich es besser, vielen Dank @Glory_Days

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