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Sammelthread für Aktiv / Passiv Grundsatzdiskussionen

Empfohlene Beiträge

CorMaguire
· bearbeitet von CorMaguire
vor einer Stunde von etherial:

... Mir geht es um die praktischen Ableitungen. ... .... dass man mit einfacher Methodik den Markt schlagen kann  .... dass es ein System (eine Methodik) geben muss mit der man das Ziel erreicht. ...

Du hättest gerne einen Algorithmus der Dich sicher zum Ziel führt? Habe ich auch keinen.

Ich habe auch keinen wenn ich mit dem Auto von A nach B fahre. Schon so einer könnte ziemlich lang werden.

 

Aber das Netz dürfte doch voll mit Literatur sein. Wennn Du handeln oder Dein B&H-Depot selbst managen willst wirst Du was finden.

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Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days
Am 30.12.2025 um 16:12 von geldvermehrer:
Am 30.12.2025 um 13:49 von Glory_Days:
Am 29.12.2025 um 21:21 von geldvermehrer:

Anleger nach Marktkapitalisierung (z.B. Vanguard All World ETF) sind vor Kosten der Marktdurchschnitt (nach Kosten ein wenig schlechter). 

In jeder Periode invarianter Anlegergewichtung entspricht die kapitalgewichtete Summe der Renditen aller Marktteilnehmer vor Kosten der Marktrendite vor Kosten (William F. Sharpe, "The Arithmetic of Active Management", 1991).

Dein Satz 1 ist eine sinngemäße Wiedergabe von meinem Satz 1 vermutlich:huh:

Eine Präzisierung um genau zu sein. Zusatz: Der "Markt" ist bei globalen MCAP-Indizes typischerweise immer die free float-adjusted market capitalization. Sharpe's Arithmetik gilt aber grundsätzlich für jedes geschlossene Anlageuniversum.

Am 30.12.2025 um 16:12 von geldvermehrer:
Am 30.12.2025 um 13:49 von Glory_Days:
Am 29.12.2025 um 21:21 von geldvermehrer:

Es gibt viele Anleger heißt es immer, die schlechter als der Durchschnitt performen. Dann muss es doch auch viele Anleger geben, die besser als der Marktdurchschnitt performen

Man muss an dieser Stelle zwei Dinge beachten: Erstens die Bedeutung der Kapitalgewichtung (siehe oben). Zweitens der multiplikative Zusammenhang von Renditen. In diesem Sinne ist die Verteilung des Endvermögens stark rechtsschief und damit der Mittelwert > Median. 

Dein Satz 2  verstehe ich gar nicht? Kann man das gaaanz einfach beschreiben?

In der Betrachtung von Sharpe, unter den von mir in Satz 1 genannten Bedingungen, ist die Marktrendite der betrachteten Periode immer die (Kapital-)gewichtete Summe der Renditen aller Marktteilnehmer. Das sollte einleuchtend sein, da große institutionelle Anleger mit ihrem höheren Kapitaleinsatz den Markt natürlich weitaus stärker bewegen können als kleine Privatanleger.

Renditen kann man theoretisch auf vielfältige Art und Weise messen (z.B. absolut, relativ, normiert etc). Typischerweise werden für einen vorgebenen Zeitraum relative Renditen verwendet, da diese kapitalbereinigt sind und damit den direkten Vergleich der Performance verschiedener Assets oder Portfolien über verschiedene Zeiträume gleicher Länge unabhängig vom initialen absoluten Kapitaleinsatz ermöglichen. In dieser Beschreibung mit relativen Renditen kann die Gesamtrendite über mehrere Zeiträume/Perioden als das Produkt der einzelnen Perioden-Renditen geschrieben werden. Diese Multiplikation von Renditen sorgt letztendlich für das exponentielle Wachstum, wie wir es kennen. Bei dieser "Dynamik" können Größen wie der Mittelwert durch einzelne Werte stark verzerrt sein (das ist ungefähr so wie bei der Einkommensverteilung, bei denen einige Topverdiener, wie z.B. die DAX-Vorstände, den Mittelwert von allen stark nach oben ziehen, weswegen als aussagekräftigere Größe für die Allgemeinheit typischerweise der Median herangezogen wird (50% verdienen mehr, 50% verdienen weniger); auch bei diesem Beispiel ist der Mittelwert > Median). Bezogen auf die Renditen ist die kapitalgewichtete Summe der Renditen aller Portfolien zwar in jeder Periode gleich der Marktrendite, die kapitalgewichtete Fluktuation ist allerdings höher - weshalb die Marktrendite höher ist als die kapitalgewichtete Rendite aller aktiven Anleger. 

Am 30.12.2025 um 16:12 von geldvermehrer:
Am 30.12.2025 um 13:49 von Glory_Days:
Am 29.12.2025 um 21:21 von geldvermehrer:

Warum ist man im forum der mehrheitlichen Meinung, dass so gut wie kaum jemand den Markt  auf Dauer schlagen kann und falls doch, nur zufällig:-*

... risikoadjustiert(!) den Markt auf Dauer schlagen kann. Der Grund dafür ist in der Arithmetik des Problems und der Ungewissheit der Zukunft zu finden.

Dein Satz 3, den interpretiere ich so, risikoadjustiert kann man den Markt auf Dauer nicht schlagen, weil ein Privatanleger z.B. mit einer Auswahl von 20 Aktien aus dem Heuhaufen  immer ein höheres Risiko eingeht, als ein Anleger, der den ganzen Heuhaufen kauft:)

Das Risiko im statistischen Mittel ist über alle aktiven Anleger hinweg gegenüber dem Marktrisiko höher, aber das sagt nichts über den Einzelfall aus. Natürlich können und werden einzelne aktive Anleger den Markt - zumindest bei Betrachtung endlicher Zeiträume - risikoadjustiert schlagen. Das ist kein Widerspruch zu den zuvor gemachten Aussagen, die Aussagen im statistischen Mittel über alle Anleger darstellen. 

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geldvermehrer

Nun verstehe ich es besser, vielen Dank @Glory_Days

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reko
· bearbeitet von reko
vor 53 Minuten von Lazaros:

Aktuell ist beim Investieren die Passiv-Strategie das Non plus ultra und dazu ist alles gesagt.

Die Mehrheit hat nicht immer recht.

Google KI:

Zitat

Die Aussage, dass die passive Anlagestrategie (insbesondere über ETFs) das "Non plus ultra" ist, trifft zu großen Teilen auf das Marktumfeld der letzten Jahre zu, zeigt aber zum Jahreswechsel 2025/2026 erste Risse. Während passive Strategien 2024 noch Rekordzuflüsse verzeichneten und die Dominanz von US-Indizes ausnutzten, gewinnt die Debatte um Risiken und die Rückkehr aktiver Ansätze an Dynamik. 

 

Aktueller Status: Passiv dominiert, wird aber hinterfragt (Stand 2025/2026) 

  • Dominanz der Flows: Passive Fonds verzeichneten 2024 ein Rekordjahr mit massiven Nettozuflüssen in Europa (über 300 Mrd. Euro).
  • Marktanteile: In den USA haben passive Indexfonds die aktiven Fonds mittlerweile bei den verwalteten Vermögen (AUM) überholt.
  • Performance-Vergleich: Langfristig ist die passive Strategie für viele Anleger aufgrund geringerer Gebühren und breiterer Diversifikation oft überlegen.
  • Trendwende 2025: Trotz der Dominanz zeigen Studien, dass aktive Manager im volatilen Marktumfeld 2024/2025 (geprägt von Zinspolitik und Geopolitik) teilweise wieder bessere Chancen hatten. Es gibt Anzeichen, dass 2025 das Jahr der "aktiven ETFs" werden könnte, da sich der Markt von einer reinen "Kauf-alles"-Phase wegbewegt. 

 

Argumente für die Passive Strategie (Warum sie so populär ist)

  • Geringe Kosten: Passive ETFs sind wesentlich günstiger als aktive Fonds.
  • Einfachheit: Anleger müssen keine Marktanalyse betreiben, sondern bilden den Markt ab.
  • Transparenz: Die Zusammensetzung ist jederzeit einsehbar. 

 

Argumente für Aktive Strategien (Warum "passiv" nicht immer das Non plus ultra ist)

  • Konzentrierte Märkte: Passive Indizes (wie der S&P 500) sind aktuell stark auf wenige "Mega-Caps" konzentriert. Wenn diese fallen, fällt der Index stark.
  • Höheres Risiko in Korrekturen: In Abwärtsphasen fallen passive Portfolios ungebremst mit. Aktive Manager können defensiv umschichten.
  • Markteffizienz vs. Ineffizienz: In Nischenmärkten (z.B. Small Caps) können aktive Manager den Markt weiterhin schlagen. 

 

Fazit:
Passiv ist nach wie vor der Standard für den langfristigen Vermögensaufbau (10-20 Jahre). Dennoch sprechen zunehmende Marktvolatilität und die hohe Konzentration in großen Indizes dafür, "passiv" neu zu denken – weg vom simplen "ein ETF für alles" hin zu einer modulareren, differenzierteren Auswahl (z.B. Ergänzung durch Faktor-ETFs oder aktive Komponenten)

 

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Schwachzocker
Zitat

 

Argumente für Aktive Strategien (Warum "passiv" nicht immer das Non plus ultra ist)

 

  • Konzentrierte Märkte: Passive Indizes (wie der S&P 500) sind aktuell stark auf wenige "Mega-Caps" konzentriert. Wenn diese fallen, fällt der Index stark.
  • Höheres Risiko in Korrekturen: In Abwärtsphasen fallen passive Portfolios ungebremst mit. Aktive Manager können defensiv umschichten.
  • Markteffizienz vs. Ineffizienz: In Nischenmärkten (z.B. Small Caps) können aktive Manager den Markt weiterhin schlagen. 

 

 

:P2 Schwer zu ertragen. Immer die gleiche Schlotze.

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finisher
· bearbeitet von finisher

Also meine KI sagt dazu:

vor 1 Stunde von reko:

Konzentrierte Märkte: Passive Indizes (wie der S&P 500) sind aktuell stark auf wenige "Mega-Caps" konzentriert. Wenn diese fallen, fällt der Index stark.

Am Aktienmarkt ist die Rendite positiv schief verteilt (Skewness). Das bedeutet: Die Marktperformance wird nicht von der breiten Masse der Aktien getragen, sondern von ganz wenigen, extremen Ausreißern nach oben.
Bessembinders Forschung belegt, dass nur magere 4 % aller Aktien für den gesamten Marktzuwachs verantwortlich sind, während der Rest langfristig kaum besser als Cash abschneidet. Wenn ein aktiver Manager versucht, das "Risiko" der Mega-Caps (wie früher Exxon/GM, heute Apple/Nvidia) zu reduzieren, ist die Wahrscheinlichkeit statistisch extrem hoch, dass er genau diese 4 % der "Super-Performer" untergewichtet oder ganz verpasst.
John Bogle schlussfolgerte daraus, dass das aktive Meiden von "teuren" Top-Unternehmen das größte Risiko darstellt, da man statistisch fast zwangsläufig die wenigen Renditetreiber verpasst und sagte dazu oft: "Suchen Sie nicht die Nadel im Heuhaufen, kaufen Sie einfach den ganzen Heuhaufen."Wer also aus Angst vor Konzentration den Heuhaufen sortiert, entfernt meist genau die Nadeln, die das Vermögen überhaupt erst aufbauen.

vor 1 Stunde von reko:

Höheres Risiko in Korrekturen: In Abwärtsphasen fallen passive Portfolios ungebremst mit. Aktive Manager können defensiv umschichten.

Market Timing ist extrem schwierig; Depots aktiver Manager fallen oft genauso tief oder verpassen den Rebound. 
Das Problem mit dem Markttiming ist nicht, dass es nicht funktioniert, sondern dass man es zweimal richtig machen muss. Die Daten zeigen, dass fast niemand beides schafft.

vor 1 Stunde von reko:

Markteffizienz vs. Ineffizienz: In Nischenmärkten (z.B. Small Caps) können aktive Manager den Markt weiterhin schlagen.

Der SPIVA-Report liefert hier ernüchternde Zahlen. Über einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren verlieren meist über 80 % bis 90 % der aktiven Small-Cap-Fonds gegen ihren Vergleichsindex.

 

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Schwachzocker
vor 57 Minuten von finisher:

Das Problem mit dem Markttiming ist nicht, dass es nicht funktioniert, sondern dass man es zweimal richtig machen muss. Die Daten zeigen, dass fast niemand beides schafft.

Das klingt für mich so, als wenn es nicht funktioniert.

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Barqu
14 minutes ago, Schwachzocker said:

Das klingt für mich so, als wenn es nicht funktioniert.

Bzw das Gegenteil. Wenn Markettiming - 'einmal' muss wohl gemeint sein - funktioniert, dann kann die Quote bei zweimal (noch) nicht "fast niemand" sein. Das kommt dann erst später. 

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker

 

vor 29 Minuten von Barqu:
vor 46 Minuten von Schwachzocker:

Das klingt für mich so, als wenn es nicht funktioniert.

Bzw das Gegenteil...

Es funktioniert also?

 

vor 29 Minuten von Barqu:

Wenn Markettiming - 'einmal' muss wohl gemeint sein - funktioniert, dann kann die Quote bei zweimal (noch) nicht "fast niemand" sein. Das kommt dann erst später. 

Was bringt es, wenn es einmal funktioniert und 100x nicht? Kann man dann sagen, dass es funktioniert wegen diesen einem Mal?

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Barqu
9 hours ago, Schwachzocker said:

 

Es funktioniert also?

 

Was bringt es, wenn es einmal funktioniert und 100x nicht? Kann man dann sagen, dass es funktioniert wegen diesen einem Mal?

Das musst du mit @finisher ausmachen. Er meint, dass es funktioniert, aber nur nicht 2mal. 

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finisher
vor 13 Minuten von Barqu:

Das musst du mit @finisher ausmachen. Er meint, dass es funktioniert, aber nur nicht 2mal. 


Frage an die KI:
Woher hat du diesen Spruch: "Das Problem mit dem Markttiming ist nicht, dass es nicht funktioniert"

Antwort:



Das Zitat ist eine Sinngemäße Übersetzung der Kernbotschaft, die John Bogle über Jahrzehnte in seinen Büchern und Interviews verbreitet hat. Er nutzte oft eine rhetorische Struktur, die genau dieses "Es ist nicht so, dass es nicht funktioniert, aber..." Schema verwendet, um die Falle des Markttimings zu erklären.

Die exakten Quellen und Wortlaute

Bogle hat diesen Gedanken in zwei berühmten Varianten formuliert:

Die "Zweimal richtig liegen"-Variante (Die bekannteste):

"The problem with market timing is not that it doesn't work, it's that you have to be right twice." (Oft zitiert in Interviews mit CNBC und Morningstar sowie in seinen Reden vor der Bogleheads-Community).

Die "Niemand weiß es"-Variante (Aus seinem Buch Common Sense on Mutual Funds):

"The idea that a bell rings to signal when investors should get into or out of the market is simply not credible. After nearly 50 years in this business, I do not know of anybody who has done it successfully and consistently."

Warum die Formulierung "nicht, dass es nicht funktioniert" so gewählt ist

In der Finanzliteratur wird dieser Satz oft als pädagogisches Werkzeug genutzt, um zu erklären:

Theoretisch funktioniert Timing (wenn du die Zukunft kennst, wirst du reich).

Praktisch scheitert es an der Ausführung.

Bogle wollte damit den Hochmut derer bremsen, die einen Crash korrekt vorhergesagt hatten (Teil 1), dann aber den Wiedereinstieg (Teil 2) verpassten und so schlechter dastanden als jemand, der einfach "liegengeblieben" ist.

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Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days

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CorMaguire
· bearbeitet von CorMaguire
vor 7 Stunden von Glory_Days:

Ich denke Du hast die Warnung falsch verstanden. Firmenname und Adresse von "J&E Davy and it’s subsidiaries" werden missbraucht.

Du beschuldigst imo eines der Opfer als unseriös.

 

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satgar
vor 16 Minuten von PaulPanther:

und bin mit der Performance sehr zufrieden

Darf ich fragen, woran du das festmachst bzw. misst? Du musst das ja in irgendeinem Vergleich bewerten, um festzustellen, ob „ das“ gut ist.

 

Hast du mehr Rendite gemacht als mit einem normalen breit gestreuten MCAP Investment?

Hattest du weniger Risiko, weniger Vola?

 

Wie kommst du also zu deiner Bewertung?

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Lazaros
vor 1 Minute von satgar:

Darf ich fragen, woran du das festmachst bzw. misst? Du musst das ja in irgendeinem Vergleich bewerten, um festzustellen, ob „ das“ gut ist.

Man muss gar nichts messen, bewerten und vergleichen.

Gut ist ein Produkt, das meine Erwartungen (z.B. ich will im Jahr 30000€ entnehmen und mein Depot soll real nicht an Wert verlieren) erfüllt.

Ob es bessere Produkte gab, kann mir egal sein, solange der gewählte Fonds dieses Ziel erreicht.

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Sapine
· bearbeitet von Sapine
vor 16 Stunden von Puppi:

Bevor ich mir die Finger wund tippe, empfehle ich, die sehr guten Posts von @etherial ab hier zu lesen und (hoffentlich) zu verstehen.

Wer danach immer noch in teure, aktive Fonds anlegt (vor allem mit Timing in Form von Performance Chasing), der ist selbst schuld.

Grundsätzlich stimme ich Dir zu. Aktive Fonds mit einer Kostenbelastung von 1,5 % und mehr haben kaum eine Chance, längerfristig gegen einen marktbreiten Index zu bestehen. Natürlich kann man mit höherem Risiko arbeiten (Bsp Unifonds). 

 

Wo ich Dir nicht zustimme ist Dein Verständnis von Market Timing. Das entspricht eher dem Hinterherlaufen einer verpassten Strassenbahn. Bei antizyklischem Verhalten sind die Chancen von Market Timing deutlich höher. Ausnahmen gibt es sicher im Bereich Trading, was aber nicht meiner Erfahrung entspricht. Momentum Strategien funktionieren schlecht bei einem sterbenden Trend.

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satgar
· bearbeitet von satgar
Am 30.6.2026 um 10:00 von Sapine:

Wo ich Dir nicht zustimme ist Dein Verständnis von Market Timing. Das entspricht eher dem Hinterherlaufen einer verpassten Strassenbahn. Bei antizyklischem Verhalten sind die Chancen von Market Timing deutlich höher.

Ich seh das auch so. Quasi wie bei Beck. Es ist sicherlich nicht falsch, wie im Corona März 2020, einfach mal nachzukaufen. Selbst wenn man nicht weiß, ob „der Boden“ sich schon gebildet hat, weiß man natürlich nicht. Vielleicht steigt man auf den ersten Blick, zu früh mit neuem Geld wieder ein. Aber das spielt langfristig keine Rolle, weil die gesunkenen Kurse langfristig wieder übertroffen werden. Da muss man nicht den genauen Bodensatz-Punkt im Chart erwischt haben. Das klappt eh nie. 
 

Aber wenn man regelbasiert, ähnlich wie bei Beck sagt: „immer dann, wenn gewisse Werte unterhalb des ATH erreicht wurden, und ich Geld übrig habe, investiere ich das einfach“, finde ich das eine valide Handlungsweise. Auch wenn das sicherlich unter den Begriff des market timing fällt.

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 46 Minuten von satgar:

Ich seh das auch so. Quasi wie bei Beck. Es ist sicherlich nicht falsch, wie im Corona März 2020, einfach mal nachzukaufen....

Das ist nicht nur nicht falsch, sondern sicherlich richtig. Die spannenden Fragen sind dann aber:

 

1.) Warum habe ich das Geld zum Nachkaufen überhaupt?

2.) Wie lange stehe ich mit diesem Geld schon an der Seitenlinie?

und

3.) Wieviel Rendite habe ich dadurch bereits liegen gelassen?

4.) Was ist, wenn es keinen Corona-März-2020 gibt und die Kurse weiter hoch laufen? Das kann man nämlich - man glaubt es kaum - vorher nicht wissen.

 

Fragen, die niemanden von denen interessieren, die meinen, Markettiming würde irgendwelche Chancen bieten.

 

vor 46 Minuten von satgar:

Aber wenn man regelbasiert, ähnlich wie bei Beck sagt: „immer dann, wenn gewisse Werte unterhalb des ATH erreicht wurden, und ich Geld übrig habe, investiere ich das einfach“, finde ich das eine valide Handlungsweise....

Nein, das ist absoluter Nonsens aus den o.g. Gründen, jedenfalls dann wenn man Glücksspiel für Nonsens hält.

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satgar
vor einer Stunde von Schwachzocker:

Warum habe ich das Geld zum Nachkaufen überhaupt?

Weil man letztlich nie all in mit seinem gesamten Vermögen ist, mit allem, was man so besitzt. Und von daher hat jeder eine gewisse Liquidität zur Verfügung, die vielleicht auch etwas über das notwendige Maß eines Notgroschens hinausgeht.

 

vor einer Stunde von Schwachzocker:

Was ist, wenn es keinen Corona-März-2020 gibt und die Kurse weiter hoch laufen? Das kann man nämlich - man glaubt es kaum - vorher nicht wissen.

Langfristig klar. Aber du schließt kategorisch aus, dass einen Rücksetzer gibt? Das man das nicht vorher wissen, könne, dass es sie gibt? Wann es sie gibt, und wie stark es sie gibt: geschenkt, das weiß keiner. Aber das es sie generell gibt, ist safe.

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 8 Minuten von satgar:

Weil man letztlich nie all in mit seinem gesamten Vermögen ist, mit allem, was man so besitzt. Und von daher hat jeder eine gewisse Liquidität zur Verfügung, die vielleicht auch etwas über das notwendige Maß eines Notgroschens hinausgeht.

Und warum hat man Geld, das über das notwendige Maß eines Notgroschens hinaus geht?

Warum lässt man freiwillig Rendite liegen?

Warum ist man plötzlich bereit, von seinem Notgroschen zu investieren? Benötigt man den Notgroschen in dieser Höhe womöglich gar nicht? Warum investiert man dann nicht gleich?

 

Keine Angst, das sind nur rhetorische Frage, die sich and diejenigen richten, die noch klar und nüchtern nachdenken können und eben dazu anregen sollen, also nichts für Dich. Sie sollen nicht beantwortet werden.

 

vor 8 Minuten von satgar:

...

Langfristig klar. Aber du schließt kategorisch aus, dass einen Rücksetzer gibt? Das man das nicht vorher wissen, könne, dass es sie gibt? Wann es sie gibt, und wie stark es sie gibt: geschenkt, das weiß keiner. Aber das es sie generell gibt, ist safe.

Safe ist der Umstand, dass die Kurse langfristig nach oben tendieren. Und safe ist auch der Umstand, dass man daran nicht voll umfänglich teilnimmt, wenn man Geld zurückhält, dass für die Sicherheit nicht benötigt wird.

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Lazaros
vor 6 Minuten von satgar:

Weil man letztlich nie all in mit seinem gesamten Vermögen ist, mit allem, was man so besitzt. Und von daher hat jeder eine gewisse Liquidität zur Verfügung, die vielleicht auch etwas über das notwendige Maß eines Notgroschens hinausgeht.

Wenn man von der geplanten Assetaufteilung abweicht, weil man gerade meint Schnäppchenkäufe zu machen oder warum auch immer, also versucht durch gezielte Kauf- und Verkaufsentscheidungen günstige Zeitpunkte an den Kapitalmärkten zu nutzen, dann nennt man das wie?

Die Antwort: Markttiming (Market Timing).

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Barqu
On 6/30/2026 at 2:50 AM, Lazaros said:

Man muss gar nichts messen, bewerten und vergleichen.

Gut ist ein Produkt, das meine Erwartungen (z.B. ich will im Jahr 30000€ entnehmen und mein Depot soll real nicht an Wert verlieren) erfüllt.

Ob es bessere Produkte gab, kann mir egal sein, solange der gewählte Fonds dieses Ziel erreicht.

In Schulnoten "ausreichend", im Arbeitszeugnis „erledigte die ihm übertragenen Aufgaben zur Zufriedenheit.“

"Gut" ist das nicht.

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 13 Minuten von Lazaros:

Wenn man von der geplanten Assetaufteilung abweicht, weil man gerade meint Schnäppchenkäufe zu machen oder warum auch immer, also versucht durch gezielte Kauf- und Verkaufsentscheidungen günstige Zeitpunkte an den Kapitalmärkten zu nutzen, dann nennt man das wie?

Chancen nutzen?

Am 29.6.2026 um 20:50 von Lazaros:

Man muss gar nichts messen, bewerten und vergleichen.

Gut ist ein Produkt, das meine Erwartungen (z.B. ich will im Jahr 30000€ entnehmen und mein Depot soll real nicht an Wert verlieren) erfüllt.

Ob es bessere Produkte gab, kann mir egal sein, solange der gewählte Fonds dieses Ziel erreicht.

Das heißt, es ist egal, ob ich einen Liter Benzin für 1,40 Euro kaufe oder für 2,10 Euro, denn beide Produkte erfüllen meine Erwartungen gleichermaßen?

Nichts anderes sagst Du aus.

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Lazaros
· bearbeitet von Lazaros
vor 47 Minuten von Schwachzocker:

Das heißt, es ist egal, ob ich einen Liter Benzin für 1,40 Euro kaufe oder für 2,10 Euro, denn beide Produkte erfüllen meine Erwartungen gleichermaßen?

Nichts anderes sagst Du aus.

Wer macht sich das Leben einfacher?

Der, der ständig diverse Tankstellen vergleicht und dann statt für 2,10€ für 1,90€ tankt 

oder 

derjenige, der für 2,10€ tankt und gar nicht weiß, dass es woanders günstiger gewesen wäre?

 

Um zu dem Thema "Beobachtung/Vergleich der interessantesten 1-Fonds-(Misch)-Produkte" zurückzukommen:

Vergleichen schafft Verdruss und bringt nichts, weil ja die Vergangenheit nichts über die Zukunft aussagt.

Der Grund, warum ja Passivanleger (wie Du auch?) an ihrer gewählten Assetaufteilung festhalten  obwohl es, rein von der Rendite, die letzten Jahre  eine bessere Aufteilung gegeben hat (= ständig diverse Tankstellen vergleichen und dann doch statt für 1,90€ für 2,10€ tanken).

Voraussetzung: man hat ein kostengünstiges und diversifiziertes Produkt, das langfristig die finanziellen Bedürfnisse erfüllt.

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