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Gerald1502

Wie bringe ich Kindern einen geeigneten Umgang mit Geld bei, bis hin zum Heranführen an Aktien, Anleihen, Fonds sowie Aufklärung über Versicherung

Empfohlene Beiträge

Norbert-54

Wir haben drei Kinder, die inzwischen erwachsen sind.

 

Im Grunde genommen sind wir bezüglich des Geldes dreistufig vorgegangen:

 

1. Mit Eintritt in Schule: da gab´s Taschengeld, das so bemessen war dass sie haushalten mussten.

 

2. Ab ca. 14 oder 15, so genau weiss ich es nicht mehr, haben wir Giro Konten auf ihren Namen eingerichtet. Damit konnten sie nicht überziehen, mussten also auch haushalten. Sie haben meist Geldgeschenke z.B. von Grosseltern eingezahlt und "größere" Anschaffungen finanziert z.B. Handy, Computerspiele (der Sohn, nicht die Töchter) etc.

 

3. Wir haben frühzeitig einen Sparplan (internationaler Rentenfonds) eingerichtet. Die Kids haben das zwar gewusst, sich aber damit nicht weiter beschäftigt. Mit 18 haben sie dann die Summe zur Verfügung gestellt bekommen. Die Höhe hat sie dann doch überrascht, der Dankbarkeitseffekt war riesig.

 

Massgaben was sie ihrem Geld machen sollen, haben wir praktisch nicht gemacht, wesentlich war meines Erachtens der Effekt der Notwendigkeit zum Haushalten.

 

Heute gehen sie mit ihren Finanzen vernünftig um.

 

Norbert

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molari

Wie bringt man Kindern den Umgang mit Geld bei.

 

Letztendlich wird das jeder anders durchführen, ich will aber gerade mal die meiner Meinung nach festhaltenswerten Ansätze und Punkte kurz festhalten.

 

1. Spielerisch

 

-bereits früh beginnend im Sinne von Charakterfestigung und als Basis Interesse für Finanzen zu entwickeln.

 

· Mensch ärger dich nicht: als Basis um den Umgang mit Verlusten/Niederlagen zu vermitteln

 

· Monopoly sehr Immobilien behaftet aber nun ja es soll ja Immobilien geben die Geld abwerfen. Hier kann man vielleicht Interesse wecken hinsichtlich wie kann ich mein Geld investieren um es zu vermehren

 

· Spiele etwas mit Kopfrechnen zu den Grundrechenarten sollten ausprobiert werden

 

2. Taschengeld

 

· Sinnvoll etwa ab Schuleintritt

 

- Höhe so anpassen, dass gehaushaltet werden muss

 

 

· Zu Beginn wöchentlich um die Überschaubarkeit zu gewährleisten

 

· Bei zunehmender Reife monatlich

 

· Hier sind die Ansätze sehr unterschiedlich, folgend eine kurze Zusammenstellung:

 

o Taschengeld in abhängig von Leistung:

 

kein Bemühung schulisch gut zu sein -> kein Taschengeld, keine Erledigung der Pflichtaufgaben im Alltag -> kein Taschengeld

 

Vorteil:

 

In diesem Ansatz wird die Notwendigkeit des Arbeitens für Geld verdeutlicht

 

Nachteil:

 

Hilfsbereitschaft wird an Zahlungsbereitschaft der Eltern gekoppelt

 

o Taschengeld immer unabhängig von Leistungen

 

Vorteil: Vermittlung von Hilfsbereitschaft ohne Entgelt fällt leichter

 

Nachteil: Beziehung zwischen Geld und Leistung wird undeutlich

 

o Kein Taschengeld

 

Vorteil: Kinder erfahren das es ohne Arbeit kein geregeltes Einkommen gibt

 

Nachteil: eher extreme Variante die dem Kind gegebenenfalls den Schulalltag erschwert,

 

Planung von Finanzen kann nicht erlernt werden

 

3. Lernen in der Theorie

 

o Was ist die Grundlager allen Umgangs mit Geld?

 

o Mathematik angefangen bei den Grundrechenarten und Kopfrechnen

 

o Also vlt. Der Verweise Spiele zu gestalten die ein wenig Kopfrechenanteil für die Kleinen haben

 

4. Lernen in der Praxis

 

o Kinder zum Einkaufen mitnehmen, Vorbild sein und Preise vergleichen

 

o Kinder gegebenenfalls zahlen lassen

 

o Später dann entsprechendes Girokonto/TG

 

o Jugendlichen auch zeigen wie man Entscheidungen zu eigenen Anlagen trifft, warum habe ich Aktien/Fond/Anleihe xy gekauft

 

o Welche Versicherung sind später individuell machbar, welche sind notwendig

 

o Gesundes Misstrauen vermitteln, Vorsicht bei Leuten die beraten wollen und gleichzeitig vermitteln hier eben Prävention gegen Strukkies leisten.

 

 

 

5. Vorsorge für den Start ins Leben

 

o Möglichkeiten gibt es hier viele

 

o Aktienanteil auf Hinblick der Anlagedauer

 

o Sparpläne hier vlt auch Großeltern mit einbeziehen:

 

Besser die tun dem Kind so etwas Gutes als es anderweitig zu überhäufen, was einigen

 

Eltern als nervig betrachtet wird

 

 

 

 

 

 

 

Ergänzungen und Anregungen sind gerne willkommen

 

 

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

 

Was ist eurer Meinung nach noch wichtig auch in Hinblick auf die Vorsorge, welche Versicherungen sollte man für ein Kind haben. Gerade das sollte man als Eltern im Blick haben, denn ich denke die Versicherer finden hier einen wunden Punkt zum ansetzen wenn es darum geht, das Allroundversicherungspaket auszupacken.

 

Grüße

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Geparda

Meiner Meinung nach brauchen Kinder nur ein minimales Versicherungspaket.

1. Krankenversicherung

2. Unfallversicherung

3. Haftpflichtversicherung

Wobei die Punkte 1 und 3 meistens über die (hoffentlich) bestehenden Versicherungen der Eltern abgedeckt sein sollten.

 

Absolut unsinnig sind meiner Meinung nach:

- Lebensversicherung

- Berufsunfähigkeitsversicherung

- Rentenversicherung

- Ausbildungsversicherung

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Delphin
· Monopoly sehr Immobilien behaftet aber nun ja es soll ja Immobilien geben die Geld abwerfen. Hier kann man vielleicht Interesse wecken hinsichtlich wie kann ich mein Geld investieren um es zu vermehren

Krasses Weltbild, finde ich. - Gut bin da vielleicht zu moralisch geprägt, denn solch ein Spiel hätten meine Eltern mir nie gegeben. (Ich habe es nur bei Freunden gespielt.)

 

o Taschengeld in abhängig von Leistung:

 

kein Bemühung schulisch gut zu sein -> kein Taschengeld, keine Erledigung der Pflichtaufgaben im Alltag -> kein Taschengeld

 

Vorteil: In diesem Ansatz wird die Notwendigkeit des Arbeitens für Geld verdeutlicht

 

o Taschengeld immer unabhängig von Leistungen

 

Nachteil: Beziehung zwischen Geld und Leistung wird undeutlich

Krasses Weltbild, finde ich. (Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen.)

 

Beziehung zwischen Geld und Leistung wird undeutlich.

Meine Sorge wäre nicht, dass meinen Kinder dieser Zusammenhang nicht früh antrainiert wird. Meine Sorge wäre vilemehr, dass sie vielleicht nicht selbständig und kritisch genug denken und beobachten lernen. Dass sie also z.B. nicht feststellen, dass es einen solchen Zusammenhang keinsewegs überall gibt. Wenn sie genau hinschauen, stellen sie vielleicht fest, dass aber bestimmte Leute gerne einen solchen Zusammenhang hätten, vielleicht finden sie auch raus warum usw.

 

Das ist doch das spannende, wenn sich Menschen entwickeln und unsere manchmal verquere Gesellschaft kennenlernen. Das Drillen auf den künftigen Arbeitsalltag usw., darum braucht man sich nicht kümmern, das bekommen die überall frei Haus geliefert. Wichtig ist mir, dass sie die Dinge durchschauen und hinterfragen, das kann unsere Gesellschaft weiterbringen - einfach nur nach den derzeitigen Gegebenheiten mitspielen, dafür braucht man keine Bildung/Erziehung. - Gut, ganz persönliche Meinung.

 

(Börse wäre übrigens auch ein denkbar schlechtes Beispiel, Menschen die dort viel Geld verdienen haben keineswegs immer besonders viel geleistet. Auch die Bezahlung von Arbeit ist in unserer Gesellschaft nur manchmal an Leistung gekoppelt, sie richtet sich viel öfter nach dem Nutzen, den eine bestimmte Arbeit hat (für den Auftraggeber) und nach Angebot und Nachfrage.)

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XYZ99

.... Wichtig ist mir, dass sie die Dinge durchschauen und hinterfragen, das kann unsere Gesellschaft weiterbringen - einfach nur nach den derzeitigen Gegebenheiten mitspielen, dafür braucht man keine Bildung/Erziehung. - Gut, ganz persönliche Meinung.

Leistung, Bildung und Erziehung werden gesellschaftlich rein utilitaristisch und materialistisch verstanden. Das Geld gehört als höchste abstrakte Macht in dieses Bezugssystem. Der Erziehung mit "Zuckerbrot und Peitsche" mag die Einsicht zur Seite stehen, dass eine diesbezügliche Konditionierung für die Kinder vorteilhaft ist. Eine sehr praktische Moral. Die erstaunlich wandelbar ist, was ihren abstrakten Zielen, allen voran dem Geld, dienlich ist.

Ich bin mir nicht sicher, ob es überhaupt Sinn macht, eine gesellschaftliche Funktion von "Bildung und Erziehung" in den Vordergrund zu stellen. Und auch wenn es durch den Verweis auf kritische Reflexion "Durchschauen und Hinterfragen" geschieht. Denn man kann diese Dinge auch als reinen Selbstzweck ansehen, der zuallererst dem Individuum untergeordnet ist.

 

Die Leistungsgesellschaft ist ein Ideologem, welches sich die ehemalige Klasse der Bürgerlichen bediente, um moralische Rechtfertigtigung für ihre Revolution zu produzieren. Schon seit langem, durch die Eugenik vor allem, ist diese Ideologie in eine der Besitzstandwahrung ungewandelt worden (mit "Intelligenz" "Elite", "Leistungsträger" u.ä. als Begriffen) mit dem Mythos der Leistung als verrichtete, bewältigte Arbeit für den Parvenü.

 

Genausowenig wie eine höhere Moral in diesem zweckgebundenem Glauben besteht, so wenig ist das Geld irgendwie moralisch zu werten. Die Protestanten haben dafür den konsequentesten Ausdruck gefunden, etwa indem sie dem "Reichen" eine besondere "Gottgefälligkeit" angedichtet haben.

 

:teach: Man kann immer viel erzählen, man weiss leider nicht, ob einem auch zugehört wird....

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Stephan09

Find ich nicht. :P

Bei leistung mag man ja noch zustimmen, da sie sich ohne gesellschaftliche Normen nicht auskommt. Bildung und Erziehung sind freistehende Begriffe. Man kann Menschen auch deviant erziehen.

Wie soll es denn ein Individuum ohne Reflexion geben? Das waere dann wirklich Konditionierung, nur dies mit Bildung oder Erziehung gleichzusetzen, verkürzen die beiden letzteren Begriffe schon ein wenig.

Ich würde es umgekehrt verstehen, der Calvinismus hat dem Reichtum mit dem Mantel der Moral umgeben, und das zweifeln daran ist wiederum mit der Todsünde des Neides belegt worden.

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molari

Wieso soll denn Monopoly ein schlechtes/verwerfliches Spiel sein?

 

Das der Zusammenhang zwischen Leistung in unserer Gesellschaft natürlich in oft relativ und weitesgehend in Abhängigkeit von Bildung besteht is auch klar. Natürlich nicht immer, siehe Fußball ect.

Natürlich ist es auch Mist wenn ein Maurer der sich extrem abbuckelt in seiner Arbeit weniger verdient als irgendein Büromensch der den ganzen Tag nur Zettel stempelt. Aber naja deswegen sage ich auch Bildung ist wichtig, ein kann noch so ein moralischer Mensch sein wenn ich am Ende nur Harz IV beziehe weil ich nie gelernt habe mit Geld zu wirtschaften und Leistung zu erbringen, was genau habe ich dann davon?

 

- Nicht falsch verstehen, Moral ist wichtig aber das Thema des Threads ist nunmal wie bringe ich Kindern den Umgang mit Geld bei und nicht wie mache ich meine Kinder zu gesellschaftskritischen Übermenschen-

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abbreviation

Zur Ausbildungsversicherung möchte ich nicht nur die Möglichkeit in den Raum stellen die Beiträge steuerlich geltend zu machen, sondern auch darauf hinweisen, dass eine Vertragsgestaltung denkbar ist, die BaföG-Bezug ermöglicht - jedoch trotdzem die Rückzahlung abdeckt.

 

Bei vielen scheint allerdings ein entscheidender Planungsfaktor zu sein die Freibeträge der Kinder auszunutzen, weil der eigene bereits ausgeschöpft ist, das ist natürlich ein legitimer Grund, aber eben auch eine bereits ziemlich spezifische Ausgangslage.

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molari

Was für eien Vertragsgestaltung wäre das denn, also wie sieht das in der Realität aus mit Versicherung und Bafög?

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abbreviation

Eltern oder Großeltern schließen ab und setzen Elternteil als Begünstigten ein. Hat übrigens auch den Vorteil, dass die Eltern einen gewissen Einfluss haben was mit dem Geld gemacht wird. Wobei mir natürlich die Vorteile von Anlagen auf den Namen von Kindern bewusst sind. Das wird dann allerdings voll angerechnet auf den Vermögensfreibetrag.

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jumpsuit27

Ich bin ein paar Jahre über 20, ob ich jetzt näher am "Kind sein" oder "Kind haben" dran bin weiß niemand...möchte nur kurz einfach meine eigenen Erfahrungen dazu berichten:

 

Für ein Kind ist es (zumindest habe ich das im Rahmen meiner Erziehung selbst positiv wahrgenommen) wichtig, einen Zusammenhang herstellen zu können zwischen Geld und Arbeit, ich glaube dann kann sich ein "Gefühl" für den Wert dieser erstmal abstrakten Sache ausbilden und eine Einschätzung möglich werden, ob das was da vor einem steht den Aufwand den man hat um an das Tauschmittel zu kommen wirklich wert ist. Das geht wohl allerdings erst ab 14, 15, 16 Jahren oder so, früher ist Geld wohl wirklich etwas das die Eltern einfach haben. Wenn ich Sachen aus der Klasse meines kleinen Bruders mitbekomme (6. Klasse), wo Kinder iPhones haben, diese verlieren und zwei Tage später von den Eltern ein neues bekommen haben wundert mich die von klausk genannte Mentalität kaum...dem Kind kann ja garnicht klar werden das es Aufwand bedeutet, um sich ein iPhone leisten zu können, man kriegt ja schnell und ohne Leistung ein neues.

Auf was ich an sich raus will ist, das ich glaube für die Beziehung zum Geld ist es wichtig, dafür zu arbeiten, und wenn es nur Prospekte austragen oder Regale einräumen ist. Wenn ein Jugendlicher es immer nur geschenkt bekommt ist es schwer bis unmöglich ein Gefühl für den Wert zu entwickeln. Allerdings sollte dieses arbeiten wohl besser außerhalb familiärer/verwandtschaftlicher Verhältnisse stattfinden, weil sonst die Entwicklung von Hilfsbereitschaft zu kurz kommen könnte.

 

Stimme 100% zu.

 

Meine Kinder wissen, dass ich jeden Tag zur Arbeit gehen muss, um Geld zu verdienen. Und dass Geld Lebensmittel, Licht, Strom usw. bedeutet. Mehr erwarte ich von ihnen erst mal nicht (sie sind 7 und 3).

 

Ansonsten bekommen sie Taschengeld (2 EUR von Opa, 50 Cent von uns), das sie so ausgeben können, wie sie wollen. Da sie aber wirklich nichts brauchen (das wird sich ändern), kommt das Geld alle paar Monate auf das Sparbuch. Ich weiß, dort gibt es 0,0005% Zinsen usw. aber es ist vor allem für den 7jährigen wichtig, ein Buch in der Hand zu haben, in dem schwarz auf weiß steht, dass er 12 EUR dort hat. Online Banking ist für ihn viel zu abstrakt.

 

Ich denke, Kinder lernen den Umgang mit Geld nur durch den Verlust des (hart verdienten) Geldes. Ich betrachte das bißchen Geld auf dem Sparbuch als "Spielgeld", dass sie später ruhig "verspielen" können, solange es schmerzt und sie deswegen auf etwas verzichten müssen (Lerneffekt).

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Geparda

Mich würde an dieser Stelle mal interessieren wie das mit dem Taschengeld bei mehreren Kindern gehandhabt wird.

Bekommen alle das Gleiche egal wie alt sie sind, oder bekommen sie nach Alter gestaffelt?

Wie macht man es am sinnvollsten, dass sich niemand ungerecht behandelt fühlt?

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ImperatoM

Also für die Alterstufen 10-16 gibt es einige sehr gute Politik-Bücher für den Schulunterricht (NRW), in denen man eine ganze Menge über Geld, Verbraucherrechte, Verträge und wirtschaftliche Zusammenhänge lernen kann. Ab 16 Jahren kann ich den "Ordner Wirtschaft" (http://www.schulbank.de/wirtschaftswissen/ordner-wirtschaft) vom Bundesverband deutscher Banken empfehlen, der für die gymnasiale Oberstufe ausgelegt ist und auch viel darüber hinaus gehendes Material enthält.

 

Auch wenn dieser Ordner relativ neutral verfasst ist und ich ihn insgesamt sehr schätze solltest Du allerdings den Urheber nicht vergessen und das ein oder andere was die Rolle der Banken betrifft auch kritisch hinterfragen.

 

Zudem würde ich sehr empfehlen, in der Schule geeignete Wahlfächer zu belegen, in NRW wäre das das Fach Sozialwissenschaften, das über einen hohen Wirtschaftsanteil verfügt.

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Gerald1502
· bearbeitet von Gerald1502
Mich würde an dieser Stelle mal interessieren wie das mit dem Taschengeld bei mehreren Kindern gehandhabt wird.

Bekommen alle das Gleiche egal wie alt sie sind, oder bekommen sie nach Alter gestaffelt?

Wie macht man es am sinnvollsten, dass sich niemand ungerecht behandelt fühlt?

Sehr gute Frage. :thumbsup:

Ich habe ja erst ein Kind, aber in 2 Jahren möchten wir gerne noch ein zweites haben. Jetzt würde man sagen, dass das zweite Kind benachteiligt ist. Wir werden es dann so handhaben, dass wir das bis dahin angesparte Geld auf dem Tagelsgeldkonto durch zwei nehmen und es für beide Kinder verwenden. Ich würde es nicht ok finden, dass das zweite Kind dann ein neues Tagesgeldkonto mit anfangs 0€ bekommt. Es kann nun mal nix dafür, dass es später gezeugt wurde.

So sehe ich das. Vielleicht machen wir auch ein PrämienSparen für das zweite Kind und einen Fondsparplan. Das wird aber dann die Zeit zeigen. Kann man ja alles in 2 Jahren berichten.

 

 

Gruß Gerald

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Anleger Klein

Das Spiegel - Geschichte Heft "Geld" ist auch sehr interessant, könnte dein ein oder anderen ab 14 aufwärts schon das ein oder andere beibringen, auch weil teils echt spannende Geschichten aus Fuggerzeit, Mittelalter, Industrialisierung etc. dabei sind. Hab's mir damals am Kiosk gekauft, war gut investiert und interessant zu lesen.

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sekino

Meiner Meinung nach brauchen Kinder nur ein minimales Versicherungspaket.

1. Krankenversicherung

2. Unfallversicherung

3. Haftpflichtversicherung

Wobei die Punkte 1 und 3 meistens über die (hoffentlich) bestehenden Versicherungen der Eltern abgedeckt sein sollten.

 

Absolut unsinnig sind meiner Meinung nach:

- Lebensversicherung

- Berufsunfähigkeitsversicherung

- Rentenversicherung

- Ausbildungsversicherung

 

Ich stimme im großen und ganzen zu, mit einer Ausnahme:

 

Ich halte die Krankenversicherung und Haftpflichtversicherung für unabdingbar und beide Risiken sollten auch bereits mit der Gesetzl. Krankenversicherung (Familienversicherung) über die Eltern bzw. eine Familienhaftpflicht abgedeckt sein. Auch die Unfallversicherung ist wichtig, wobei hier ein Tarif mit Progression gewählt werden sollte (der bei großen Unfallschäden eine höhere Leistung vorsieht als bei geringen Schäden).

 

Kritisch sehe ich allerdings Deine Haltung zur Lebensversicherung bzw. Rentenversicherung. Die gesetzl. Rente wird später, wenn unsere Kinder einmal zu den Rentenbeziehern gehören, gerade noch ausreichen für das tägliche Brötchen. Für die Butter wirds dann nicht mehr reichen. Hier halte ich eine private Ergänzung für unabdingbar und nicht für unsinnig. Meiner Meinung nach sollte man hier bereits so früh wie möglich eine ergänzende Versicherung abschließen, je früher je besser.

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Gerald1502

Sinnvolle Versicherungen für Kinder

 

Eltern denken daran, dass ihre Kinder die wichtigsten Versicherungen haben, beziehungsweise dass sie ab Geburt in die Versicherungen der Eltern mit aufgenommen werden. Das sind zum Beispiel die Krankenversicherung, die Unfallversicherung und die Private Haftpflichtversicherung. Nun will man vielleicht aber auch rechtzeitig die Zukunft des Kindes mit Zusatzversicherungen absichern, wie die Altersvorsorge oder die Ausbildungsversicherung. Wir haben die sinnvollen Versicherungen für Kinder im Folgenden dargestellt:

 

1) Private Unfallversicherung: Wie anfangs des Berichtes schon erwähnt, ist diese Versicherung durchaus sinnvoll. Zu beachten ist, dass solche Verträge neben der Grundsumme auch eine so genannte Progression enthalten, sodaß mit der Schwere des Unfalls die Entschädigung auch über die Grundsumme hinaus geht.

 

2) Kinder-Invalidität: Diese Versicherung ist auch als sinnvoll zu erachten. Denn sollte das Kind, was man ja nicht hofft, durch eine Erkrankung eine lebenslange Behinderung erleiden, so gäbe es diese Kinder-Invaliditäts-Versicherung dafür. Sinnvoll ist es, wenn in der Versicherung eine monatliche Rentenzahlung enthalten ist.

 

3) Ausbildungsversicherung: Der Name machts. Dadurch denkt man, diese Versicherung ist gewissermaßen ein Muß für die Kinder. Weit gefehlt. Diese Ausbildungsversicherung ist oft überflüssig. Für das angelegte Geld gibt es nach 16 oder 18 Jahren relativ wenig Zinsen. Ein normaler Sparplan ist meist sinnvoller.

 

4) Altersvorsorge: Da die Laufzeit bis zu 60 Jahre betragen kann und am Ende vergleichsweise wenig raus kommt, ist diese Art von Versicherung auch eher nicht für Kinder empfehlenswert. Es reicht hier die normale Altersvorsorge zum Berufsbeginn vollkommen aus.

 

5) Kranken-Zusatzversicherung: Für Kinder übernehmen in der Regel die gesetzlichen Kassen die Kosten für die Behandlung. Man sollte genau prüfen, welche Zusatzleistungen die private Versicherung anbietet und ob man diese überhaupt für die Kinder braucht.

 

6) Krankenhaus-Tagegeld: Diese Versicherung ist für Kinder überflüssig. Auch, wenn der Vater oder die Mutter im Krankenhaus rund um die Uhr bei dem kranken Kind sind, zahlen die Kassen einen festen Tagessatz.

 

7) Haftpflichtversicherung: In der privaten Haftpflichtversicherung der Eltern sind die Kinder in der Regel bis zum Abschluss ihrer Ausbildung mitversichert. Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten hält die Privathaftpflicht für eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt. Bevor Eltern über weitere Policen für ihre Kinder nachdenken, sollte unbedingt eine Haftpflicht bestehen. Zu bedenken gilt es: Haftbar gemacht werden kann der Nachwuchs erst ab einem Alter von sieben Jahren, bei Schäden im Straßenverkehr ab zehn Jahren. Es gibt Versicherungen, die gegen einen Aufpreis bereits Schäden einschließen, die durch jüngere Kinder verursacht werden

 

8) Risiko-Lebensversicherung: Eine weitere sinnvolle Police für Eltern ist die Risiko-Lebensversicherung. Sie sichert beim Tod eines oder beider Elternteile das Familieneinkommen ab. Bei einem Jahresbeitrag von etwa 150 Euro erhält das Kind im Todesfall – abhängig vom Eintrittsalter des Versicherten – zwischen 100.000 und 150.000 Euro. Auch diese Versicherung ist wichtiger als spezielle Kinderversicherungen. Denn fällt das Familieneinkommen weg, wird es schwierig, überhaupt noch Versicherungspolicen zu bezahlen.

 

Quelle / Aktuelle Geld News

 

Welt.de

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el galleta
2) Kinder-Invalidität: Diese Versicherung ist auch als sinnvoll zu erachten. Denn sollte das Kind, was man ja nicht hofft, durch eine Erkrankung eine lebenslange Behinderung erleiden, so gäbe es diese Kinder-Invaliditäts-Versicherung dafür. Sinnvoll ist es, wenn in der Versicherung eine monatliche Rentenzahlung enthalten ist.

Selbst die Stiftung Warentest sieht das aufgrund der hohen Kosten und vor allem der bereits vorhandenen staatlichen Absicherung durchaus kritischer. Ich auch. Eine über den staatlichen Grundschutz hinausgehende Leistung der Versicherung kostet ein Vermögen. Außerdem verliert man (mindestens teilweise) die staatlichen Leistungen. Habe diese Versicherung daher für die Kinder nicht abgeschlossen, dafür aber die Unfallversicherung sehr großzügig ausgebaut (Bedingungen und Leistungen).

 

saludos,

el galleta

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eurofetischist

Hallo,

 

in meiner Kindheit war zwar für alles nötige wie Essen und Kleidung gesorgt, Taschengeld gab es aber nicht und grössere Geschenke waren auch kaum drin.

Damals sah ich das als grosse Ungerechtigkeit an, aber ich musste mir sehr früh selbst überlegen, wie man zu Geld kommt.

 

Das erste eigene Fahrrad habe ich mir mit 9 jahren damit finanziert, das ich Weinbergschnecken gesammelt habe. Die konnte man an einen Herrn verkaufen die Weinbergschnecken in Konserven verarbeitet hat und Delikatssläden beliefert hat.

Das BMX-fahrad hat damals bei Quelle 1590,- ATS gekostet, eine Weinbergschnecke war 50groschen wert, ganz grosse Schnecken auch mal 70groschen.

 

 

Mit 14 war ich dann im Internat als Süßwarenhändler aktiv.

Im Großmarkt gab es damals Süßwaren zum halben Preis: Datum abgelaufen, Ware in ordnung

Ich hab die normalen Einzelhandelspreise verlangt, damit waren für mich immer über 60% Gewinn drin.

 

 

mfg

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fireball

Ich handhabe es so,

 

meine Tochter 14 darf sofern es die Situation zulässt bei mir im Betrieb mithelfen - arbeiten, dafür bekommt Sie einen "Lohn". Sie hat quasi mit der Muttermilch schon immer mithelfen und "arbeiten" müssen, um so zu verstehen wie hart man für das "luxus" Leben das wir im Verhältnis führen eigentlich arbeiten muss, hat außerdem den Effekt das Sie weiß was und wie der Hase im Betrieb läuft den Sie irgendwann ja weiterführen soll wenn ich mich ganz aufs Altenteil lege, um in Zermatt auch schon vor Weihnachten in Urlaub fahren zu können gelle BW :D.

Auch hat Sie ein kleines Depot bei der Bank mit dem Sie wenn Sie es begründen kann (schon lustig welche Begründungen da kommen und wie abstrakt das ganze manchmal ist) gewisse Anlageklassen selbständig kaufen und verkaufen darf. Natürlich alles unter meiner Aufsicht, will ja nicht das Sie mich schon in so jungen Jahren an der Börse schlägt :'(

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BondWurzel

Ich handhabe es so,

 

meine Tochter 14 darf sofern es die Situation zulässt bei mir im Betrieb mithelfen - arbeiten, dafür bekommt Sie einen "Lohn". Sie hat quasi mit der Muttermilch schon immer mithelfen und "arbeiten" müssen, um so zu verstehen wie hart man für das "luxus" Leben das wir im Verhältnis führen eigentlich arbeiten muss, hat außerdem den Effekt das Sie weiß was und wie der Hase im Betrieb läuft den Sie irgendwann ja weiterführen soll wenn ich mich ganz aufs Altenteil lege, um in Zermatt auch schon vor Weihnachten in Urlaub fahren zu können gelle BW :D.

Auch hat Sie ein kleines Depot bei der Bank mit dem Sie wenn Sie es begründen kann (schon lustig welche Begründungen da kommen und wie abstrakt das ganze manchmal ist) gewisse Anlageklassen selbständig kaufen und verkaufen darf. Natürlich alles unter meiner Aufsicht, will ja nicht das Sie mich schon in so jungen Jahren an der Börse schlägt :'(

 

Ja ja...und zum nächsten Geburtstag gibt es kostenlos für's Kind Tier 1-Aneihenprospekte zum Lesen und ein RealTimeKurssystem...und in zwei Jahren heißt es, Pappi ist doof, der macht nur 60% p.a....und ich 120... :lol:..ansonsten find ich gut was du machst. ;)

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fireball
· bearbeitet von fireball

He lach nicht, das könnte bald der Fall sein. Aber noch ist es noch nicht so weit B), aber um so früher um so früher hat das malochen ein Ende ;) werde mich dann deiner allumfassenden Reisegesellschaft anschließen ...

 

Aber eins ist bemerkenswert, wie jung man doch noch so leicht lernt und sich für eine Sache begeistern kann, und ich glaube meine kleine versteht mehr aus einem Anleihenprospekt wie der ein oder andere der mir so im Leben auf diesem Gebiet über den Weg gelaufen ist.

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losemoremoney
· bearbeitet von losemoremoney

Schönes Thema.

Meine Kinder erlernen den Umgang mit Geld spielerisch.

Wir machen zusammen Rubbelbilder von Münzen und bauen Papierflieger. B)

 

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Für etwas ältere Kids empfehle ich nen Kaufmannsladen und Monopoly.

 

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molari

@ fireball,

 

klingt wirklich sehr gut was du schreibst. Aber ich frage mich wie du das Interesse für Anlageklassen du bei ner 14Jähirgen geweckt hast, darum geht es ja hier grundlegend und das ist auch der interessanteste Punkt, denn ich denke ein Heranführen wird ja stattgefunden haben, in dem Alter interessiert man sich sonst eher selten für verschiedene Anlageklassen...

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SumSum

@ fireball,

 

klingt wirklich sehr gut was du schreibst. Aber ich frage mich wie du das Interesse für Anlageklassen du bei ner 14Jähirgen geweckt hast, darum geht es ja hier grundlegend und das ist auch der interessanteste Punkt, denn ich denke ein Heranführen wird ja stattgefunden haben, in dem Alter interessiert man sich sonst eher selten für verschiedene Anlageklassen...

 

 

(a) Schenk einem 16 jährigen ein paar Hundert Euro verbunden mit der Bedingung, dass er es damit bei einem Online Broker handeln soll.

> Den Wert weiß er dann zu schätzen, wenn es verzockt ist :-)

 

(B) Oder ein Handy ohne Prepaid schenken. Die Mahnungen / Inkassoschreiben kommen früher oder später mit einer relativ hohen Wahrscheinlichkeit in den Briefkasten.

> Dann weiß er was Schulden sind :-)

 

Das mal "Ernsthaft" übersetzt:

Man muss wohl lernen, dass man für Geld auch wirklich arbeiten muss. Beispiel (a) ist ja das Gegenteil.

> Insofern ist eine eigene "Beteiligung" an größeren Anschaffungen ist wohl sinnig. Wenn es ein Moped sein soll, dann muss er auch was dazu tun.

 

Man muss mit Geld auch umgehen lernen. Verdienen und "Haben" reicht halt auch nicht immer aus. Vermutlich muss man wohl zumindest einmal auf die Nase fallen. Mehr Ausgeben als Einnehmen führt einen durachaus auch einmal ins TV - zu Peter Z (passiert ja auch Erwachsenen noch haufenweise... - die sind zum Teil ja wirklich sooo dooof....).

> Siehe Beispiel (B)

 

Ist halt ein langer Lernprozeß.

Vielleicht 10% aller Jugendlichen raffen das vor einem "finanziellen Unfall" aus Verstand....

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