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AKTIEN-PORTFOLIO - Qualität zum günstigen Preis

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Posted · Edited by juro66

Esprit - BMG3122U1457

 

Haupt- u. Verwaltungssitz von Esprit (Homepage) ist Hongkong. Der Sitz der Europazentrale befindet sich in Ratingen, Nordrhein-Westfalen. Von hier aus entwirft Esprit pro Jahr u. Sparte über 10 Kollektionen. Das Unternehmen ist in über 40 Ländern aktiv. Deutschland ist momentan der mit Abstand grösste Absatzmarkt.

 

Aus der Homepage:

 

Qualität steht für uns an erster Stelle

 

Esprit ist eine internationale junge Lifestyle-Marke, die Mode und Luxus bezahlbar macht und das Leben um frische, stilvolle Ideen bereichert. Die (Esprit) Gruppe betreibt weltweit über 800 selbstverwaltete Retail Stores und vertreibt ihre Produkte über mehr als 14.000 Wholesale POS-Standorte. Die gesamte Verkaufsfläche beträgt in mehr als 40 Ländern über 1.100.000 m².

 

Esprit lizenziert sein Logo an Drittlizenznehmer, deren Produkte der hohen Esprit Qualität und dem Charakter der Marke entsprechen. Darüber hinaus betreibt Esprit die Kosmetikmarke Red Earth, die Kosmetik-, Haut- und Körperpflegeprodukte umfasst.

 

Seit 1993 ist Esprit an der Hongkonger Börse gelistet und in folgenden Indizes enthalten: Hang Seng Index, MSCI Hong Kong Index, FTSE All-World Index for Hong Kong, S&P/HKEx LargeCap Index und S&P Asia 50 Index.

 

 

Der Konzern will den Ausbau des eigenen Einzelhandels auch in Zukunft forcieren. Esprit ist eine starke Einzelhandelsmarke u. hält am Wachstumskurs fest - auch wenn die Marktbedingungen teilweise schwierig sind. Die Fundamentaldaten, das Wachstum u. die Bewertungen sind gut. m.E. besteht gutes Kurspotenzial.

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Posted · Edited by juro66

Fuchs Petrolub - DE0005790406

 

Fuchs Petrolub (Homepage) ist der weltweit grösste Hersteler von Industrie- u. Kfz-Schmierstoffen sowie von verwandten chemischen Spezialitäten wie Metallbearbeitungsflüssigkeiten u. Korrosionsschutz-Ölen. Zu den Kunden gehören Unternehemn aus der Stahl-, Fahrzeug- u. Pharmaindustrie, der Landwirtschaft sowie dem Bergbau u. dem Maschinenbau.

 

Vor allem in China, dem Mittleren Osten u. Südafrika laufen die Geschäfte gut. Die Asia-Pazifik-Region u. Afrika legen im Wachstum stark zu. Auch finanziell macht Fuchs Petrolub eine gute Figur. Mit einer EK-Quote von über 50% ist Fuchs Petrolub nun so gut aufgestellt wie in den letzten 11 Jahren nicht. Das Unternehmen hat insgesamt gute Fundamentaldaten. Es wurden entsprechende Kostensenkungsmassnahmen durchgeführt. Fuchs Petrolub ist bestens positioniert, um von einem konjunkturellen Aufschwung zu profitieren. Können die Gewinne gesteigert werden besteht mE sehr gutes Kurspotenzial.

 

Das Unternehmen ist im MDax vertreten. Es bestehen AR-Beziehungen zB zu Allianz, BASF, BMW, Linde, Thyssen-Krupp, etc.

 

 

Ad hoc - FUCHS hat das schwierige Jahr 2009 erfolgreich gemeistert

 

- Ergebnis vor Zinsen und Steuern erreicht 179,9 Mio EUR (171,7)

- Freier Cashflow auf rund 180 Mio EUR gesteigert

- Dividende soll auf 1,70 EUR je Vorzugsaktie angehoben werden

 

Die im Schmierstoffgeschäft weltweit tätige FUCHS PETROLUB AG erzielte im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von 1.178 Mio EUR (1.394). Trotz des deutlichen Umsatzrückgangs als Folge der Finanzkrise und des daraus resultierenden Konjunktureinbruchs wurde beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der Vorjahreswert übertroffen. Das EBIT belief sich auf 179,9 Mio EUR (171,7), ein Anstieg um nahezu 5%. Das Ergebnis nach Steuern betrug 121,4 Mio EUR (110,3). Das Ergebnis pro Stammaktie lag bei 5,07 EUR (4,43) und pro Vorzugsaktie bei 5,13 EUR (4,49), das sind jeweils rund 14% mehr als im Vorjahr. Alle Zahlen sind noch vorläufig.

 

Der Cashflow erreichte im Berichtsjahr ein Rekordniveau. Durch den Abbau hoher Vorratsbestände und die gute Ergebnisentwicklung wurde ein freier Cashflow von rund 180 Mio EUR (7,5) erwirtschaftet.

 

Vorbehaltlich einer entsprechenden Beschlussfassung des Aufsichtsrates am 24. März 2010 wird der Vorstand der FUCHS PETROLUB AG der am 5. Mai 2010 stattfindenden Hauptversammlung eine Dividende von 1,70 EUR (1,60) je Vorzugsaktie und 1,64 EUR (1,54) je Stammaktie vorschlagen.

 

Für das Geschäftsjahr 2010 strebt FUCHS PETROLUB an, beim Umsatz wieder organisch zu wachsen. Das überdurchschnittlich gute Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des zweiten Halbjahres 2009 lässt sich jedoch nicht in die Zukunft fortschreiben.

Der vollständige Jahresabschluss 2009 wird am 25. März 2010 veröffentlicht und in der Bilanzpressekonferenz erläutert. Diese ad hoc Mitteilung ersetzt die in unserem Finanzkalender für den 26. Februar 2010 vorgesehene Veröffentlichung vorläufiger Zahlen zum Jahresabschluss 2009.

 

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Dies entspricht bei jetzigem Kurs einer Dividendenrendite von 2,6%.

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ISRA VISION - DE0005488100

 

Isra Vision Systems (Homepage) entwickelt u. vertreibt ISRA-Brainware, eine anwendungs-spezifische Softwarre für die visuelle Überwachung von Arbeitsprozessen. Die Software wird in der Steuerung von automatisierten Produktions-Prozessen eingesetzt. Zielmärkte sind Automations-Lösungen für die Roboterführung ("Robot Vision"), die Oberflächeninspektion ("Surface Vision") sowie die Qualitätskontrolle in der Montage. Das Unternehmen beschäftigt momentan ca. 300 MA.

 

Das Unternehmen ist nach eigener Aussage einer der globalen Top-Five Anbieter für industrielle Bildverarbeitung (Machine Vision) und Weltmarktführer für Oberflächen-Inspektionssysteme.

 

Isra Vision hat sich in der Krise gegen konjunkturelle Schwankungen gut behauptet. Im Geschäftsjahr 2009 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 58,2 Mio. EUR u. hebt sich damit positiv von der Branche ab. Der operative CF wurde um mehr als 150% verbessert. Mithilfe der starken Liquidität sind die kurzfristigen Bankkredite um 11,3 Mio. EUR zurückgeführt worden. Insgesamt verbesserte sich die Nettoverschuldung um 15% auf 22 Mio. EUR. Wie im Vj. erreichte das Unternehmen eine Umsatzrendite von 11%.

 

Aufgrund der guten Profitabilität wurde das EK um 6,7 Mio. EUR gestärkt. Die EK-Quote verbesserte sich um 7 %-Punkte auf 57% u. bildet eine solide Basis für künftiges Wachstum. Im Geschäftsjahr 2009 hat sich erneut der Erfolg der Multisegment-Strategie gezeigt. Das Unternehmen diversifiziert sich sowohl über unterschiedliche Bildverarbeitungstechnologien für unterschiedliche Anwendungen als auch über verschiedene Industriebranchen u. Regionen mit unterschiedlichen wirtschaftlichen Zyklen. Neben dieser breiten strategischen Aufstellung haben frühzeitig eingeleitete Massnahmen zur Produktivitäts- u. Effizienzsteigerung die Profitabilität gesichert. Mit einer weiteren Vertriebs- u. Innovationsoffensive bereitet Isra die Rückkehr auf den langfristigen Wachstumskurs vor. So plant das Management in den nächsten beiden Jahren mehr als 20 neue Lösungen bei den Kunden einzuführen.

 

Insgesamt ist ISRA VISION sehr günstig bewertet. Aber nicht nur die Bewertungskennzahlen sehen gut aus. Auch die Graham-Kriterien, Rentabilitätskriterien, Wachstum etc. sind überdurchschnittlich. m.E. ein sehr interessantes Unternehmen mit sehr gutem Kurspotenzial.

 

ISRA VISION AG: Bericht über das 1. Quartal 2009/2010 inkl. Konzern-Bilanz, -GuV, -Kapitalflussrechnung, etc. für das Geschäftsjahr 2009

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juro
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KSB - DE0006292030

 

KSB (Homepage) gehört zu den führenden Herstellern von Pumpen u. Armaturen für die Gebäude-, Industrie-, Wasser- sowie für die Energie- u. Öltechnik. Die Produktpalette reicht von Fördersystemen für die private Regenwassernutzung über den Bau von Pumpstationen u. hydraulischen Systemen bis hin zu Pumpen für Grosskraftwerke.

 

Das Unternehmen hat die Folgen der Krise gut gemeistert. Nach vorläufigen Zahlen sank der Umsatz 2009 nur um 5%. Der Auftragseingang ging auch nur um 11% auf 1,93 Mrd EUR zurück. Schwach war vor allem die Nachfrage nach Standardprodukten. Besser lief das Geschäft mit auftragsbezogen konstruierten Hochdruckpumpen u. Armaturen für Kraftwerke. Zum Gewinn wurden noch keine Aussagen getroffen. KSB erwartet aber 150 bis 200 Mio. EUR vor Steuern , das zweitbeste ERgebnis der Firmengeschichte. In 2010 strebt KSB einen AE u. Umsatz auf Vorjahresniveau an. Je nach Geschwindigkeit der Konjunkturerholung sei auch ein moderates Wachstum möglich. Das Ergebnis wird aber durch höhere Abschreibungen für die in den Vorjahren getätigten Investitionen belastet. Hinzu kommen die Effekte eines wachsenden Preisdrucks wegen der am Markt bestehenden Überkapazitäten.

 

Grosse Wachstumschancen sieht KSB in China, das in den nächsten 12 Jahren 60 Kernkraftwerke bauen will. Diese werden mit Pumpen u. Armaturen ausgerüstet, die höchsten Sicherheitsanforderungen genügen müssen. Bereits im Oktober hat KSB einen Auftrag zur Ausrüstung von Kernkraftwerksblöcken auf der Insel Hainan erhalten. Die Chancen, Folgeaufträge zu erhalten, stehen gut.

 

KSB hat seine Schulden seit Anfang 2009 reduziert, hat mehr als 200 Mio. EUR in der Kasse, notiert nur knapp über Buchwert u. ist nach Bewertungskriterien preiswert. Die Fundamentaldaten sind gut - lediglich die Umsatzrendite könnte höher sein. Die niedrige Bewertung als auch das hohe Wachstumspotenzial in China bieten gutes Kurspotenzial m.E.

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LUKOIL - US6778621044

 

Lukoil (Homepage) ist der grösste russische Ölkonzern, der von der Ölförderung bis zum Tankstellennetz die gesamte Wertschöpfungskette abdeckt. Lukoil entstand 1991 aus drei der grössten sibirischen Ölgesellschaften. Luoil ist in 60 russischen Regionen u. 30 Ländern weltweit aktiv. An mehr als 6.700 Tankstellen in 18 Ländern werden die Produkte vertrieben. Lukoil beschäftigt über 150.000 MA.

 

Die Financial Results aus dem Geschäftsjahr 2009 werden erst im April 2010 bekanntgegeben.

 

LUKOIL: Development Strategy Focus on Value Growth

 

Lukoil geht davon aus, dass sich das Wachstum der russischen Ölproduktion verlangsamen u. mittelfristig sogar sinken wird. Denn es gibt keine Auktionen für die Vergabe fon Förderlizenzen mehr. Lukoil selbst sieht sich aber aufgrund seiner Projekte im Kaspischen Meer u. im Ausland auf Wachstumskurs. Die Auslandsexpansion hat für Lukoil höchste Priorität. Die Finanzierung steht. Im Juni hat Lukoil für 725 Mio. USD 45% an der holländischen Raffinerie Vlissingen von Total erworben. Der Einstieg passt zur Strategie, die Raffineriekapazität langfristig um 70% zu erhöhen u. dort auszubauen, wo die Produkte abgesetzt werden. Zudem will Lukoil mit Total bei der Exploration zusammenarbeiten. Lukoil ist günstig bewertet u. gehört zu den wenigen der Branche, die noch Förderwachstum erzielen.

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juro
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Teva Pharmaceutical - US8816242098

 

Teva Pharmaceutical Industries (Homepage) wurde 1901 gegründet u. ist heute ein globales Pharmaunternehmen mit Sitz in Israel. Der Konzern fokussiert sich auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Medikamenten, die ihren Patentschutz verloren haben, sog. Generika, aber auch patentgeschützte Medikamente u. spezielle Markenpräparate. Teva ist das weltweit grösste Unternehmen im Generikamarkt. Das Unternehmen beschäftigt an die 40.000 MA.

 

Teva bleibt auf Wachstumskurs. Im Generikasegment profitierte Teva von zahlreichen Produktneueinführungen. Auch mit dem patentgeschützten Multiple-Sklerose-Mittel (MS) Copaxone eilt die Firma von einem Rekord zum nächsten. Copaxone konnte seine Stellung als weltweit führendes MS-Mittel ausbauen. Der Konzernchef äusserte sich zur Zukunft des Unternehmens optimistisch. Kein Wunder, stellt sich die Generikaindustrie doch auf eine Flut von Patentabläufen ein. Bis dato hat Teva allein in Europa mehr als 3.000 Zulassungsanträge für Generika eingereicht. An die 1.000 Zulassungen wurden erteilt. In den USA wartet Teva aktuell auf die Zulassung von 210 Produkten. Darüber hinaus dürfte der Kostendruck im Gesundheitswesen den Generika in die Hände spielen. Hier dürfte noch erhebliches Nachholpotenzial bestehen.

 

Vor allem in den südlichen EU-Ländern wie Italien, Frankreich oder Spanien liegt der Marktanteil von Nachahmerprodukten bei unter 20%. In Deutschland u. GB sind bereits weit über 50% der vertriebenen Medikamente Generika.

 

Die absatzstärkste Region ist mit Abstand die USA. In Europa u. anderen Regionen besteht noch erhebliches Wachstumgspotenzial. Mit dem Kauf von ratiopharm hat Teva den Anfang in Europa gemacht, inkl. Produktionsstandort. Unabhängig vom Kaufpreis strategisch m.E. ein super Deal, auch für ratiopharm. Ratiopharm ist in D die Nr. 2 auf dem Generikamarkt. Die Deutschlandzentrale von Teva soll nach der Übernahme in Ulm sein. Nach Aussage von Teva-Chef Yanai und Europa-Chef Gerard van Odijk soll Ulm zur "Drehscheibe des Europageschäfts" werden. Teva erwartet durch die Übernahme in den nächsten drei Jahren Synergieeffekte von mindestens 300 Mill. Euro. Teva-Chef Yanai sagte: "Diese Transaktion fügt sich perfekt in unsere langfristige Strategie ein, in der Europa eine wichtige Säule und ein entscheidender Wachstumstreiber ist." Ratiopharm biete dem Unternehmen eine ideale Plattform zum Ausbau der Führungsposition auf den europäischen Schlüsselmärkten - allen voran Deutschland, aber auch auf den Wachstumsmärkten Spanien, Italien und Frankreich. Die Marke Ratiopharm soll erhalten bleiben. In Europa erzielte Teva 2009 Erlöse in Höhe von 3,3 Mrd. Dollar, weltweit waren es 13,9 Mrd. Dollar. Mit Ratiopharm zusammen liegt der Umsatz in Europa bei 5,2 Mrd. Dollar. Ratiopharm verbuchte 2009 weltweit einen Umsatz von 1,6 Mrd. Euro.

 

 

Handelsblatt vom 18.03.2010:

 

Generika-Branche: Teva, der Eroberer

 

Der Ratiopharm-Deal ist die dritte milliardenschwere Übernahmen innerhalb von fünf Jahren. Und es dürfte nicht die letzte sein.

 

Die Konsolidierung im Generikamarkt beschleunigt sich und Teva ist der Schrittmacher. Drei milliardenschwere Übernahmen innerhalb von fünf Jahren: die US-Generikahersteller Ivax und Barr 2005 und 2008 und jetzt Ratiopharm zeigen, dass kein anderes Generikaunternehmen derzeit mit dem Akquisitionstempo von Teva mithalten kann.

 

Der Abstand zum marktzweiten Sandoz/Novartis vergrößert sich noch einmal: Teva macht zusammen mit Ratiopharm fast 16 Mrd. Euro Umsatz und damit doppelt so viel wie Sandoz. Größe ist im weltweiten Generikamarkt ein wichtiger Faktor: Nicht nur wegen der Economies of Scale bei der Produktion der ganz einfachen generischen Nachahmerprodukte.

 

Denn hier wächst die Konkurrenz aus den billigeren Produktionsländern wie Indien und China beständig. Auch bei dem Zukunftsthema der Generika-Industrie ist Größe ein wichtiger Hebel: Wer die so genannten Biosimilars, die Nachahmerprodukte der biotechnologisch erzeugten Medikamente auf den Markt bringen will, braucht Forschungs-Know-how und Finanzkraft.

 

Denn die Entwicklung eines Biosiomilars kostet mit 80 bis 100 Mio. Dollar ein Vielfaches der chemischen Nachahmerprodukte, mit denen die Generikaindustrie groß geworden ist. Das können sich auf Dauer nur wenige große Unternehmen leisten. Der Ratiopharm-Übernahme werden deshalb andere folgen: Die Konsoliderung ist noch längst nicht zuende.

 

Das Wachstum war in den letzten 10 Jahren sehr hoch. Laut dem Teva-CEO soll der Umsatz von zuletzt rund 14 Mrd. Dollar auf 31 Mrd. Dollar im Jahr 2015 mehr als verdoppelt werden. Das entspricht einer durchschnittlichen Wachstumsrate von etwas mehr als 14 Prozent pro Jahr.

 

Die Flut von Neuzulassungen bzw. der sehr starke Erfolg mit Copaxone u. das hohe Wachstum spricht absolut für das Unternehmen. Mit Patentstreitigkeiten ist natürlich immer zu rechnen. Teva geht m.E. beim Wachstum sehr strategisch u. konsequent vor um die starke Marktmacht weiter auszubauen.

 

Von der Bewertung her ist die Aktie zwar nicht günstig, aber m.E. angemessen. Das hohe Wachstum, die hohe Rentabilität u. Margen u. die starke Marktmacht bieten m.E. weiterhin sehr gutes Kurspotenzial. Und somit ist sie momentan auch in meinem Portfolio drin.

 

 

*****

 

Und somit wären jetzt alle derzeitigen Portfolio-Unternehmen durch. :)

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juro
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Und jetzt doch Gilead Sciences - US3755581036. :)

 

Kauf ist erfolgt. Einen Wert wollte ich noch. Nach 2010-er KGV von ca. 13 ist Gilead Science historisch günstig bewertet. So tief war das KGV noch nie. Die ohnehin schon hervorragenden Fundamentaldaten wurden im Geschäftsjahr 2009 nochmal deutlich übertroffen. Das Unternehmen hat sehr attraktive Produkte gegen Grippe, Hepatitis u. HIV - im Bereich HIV ist das Unternehmen Marktführer. In 2009 hat sich der Aktienkurs erstmals seit langem unterdurchschnittlich zum Gesamtmarkt entwickelt. Dadurch ist die Aktie jetzt deutlich preiswerter u. für mich ein ganz klarer Kauf.

 

Somit steht das Portfolio und wird nächstmalig Ende April überprüft. Die Überprüfung des Portfolios wird zukünftig immer Ende jeden Monats erfolgen - also ca. 12mal im Jahr.

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Kaffeetasse
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Im Nachfolgenden die Unternehmensvorstellungen. Werde mich kurz fassen - da könnte man ausholen ohne Ende...

 

Ausgewählte Fundamental-Daten der Unternehmen wurden ja bereits in #14 gepostet.

 

 

 

Analytik Jena - DE0005213508

 

Analytik Jena (Homepage) entwickelt u. vertreibt moderne Analyse-Messtechniken, die in den Bereichen Pharma, Biotechnologie u. Umwelttechnik zur Anwendung kommen. Kerngeschäft ist die Entwicklung optischer Hochleistungs-Analysesysteme sowie das Miniaturisieren u. Automatisieren neuer Analyse-Technologien.

 

Das Unternehmen ist günstig bewertet. Das Wachstum ist hoch, die Akquisitionen sinnvoll. Die Absatzmärkte sind gut diversifiziert. Rund 1/3 wird in Asien umgesetzt. Tendenz steigend. Momentan sind ca. 800 MA beschäftigt.

 

Die Referenzliste beinhaltet Unternehmen wie ABB, Abbott, Astra Zenica, BASF, Bayer, Baxter, BMW, Boehringer Ingelheim, Bosch, BP, Chevron, Coca-Cola, Daimler, Dow Chemical, DuPont, Exxon, Gillette, GlaxoSmithKline, HP, Henkel, Linde, Novartis, Phillips, Roche Diagnostics, Samsung, Schering, Siemens, Shell, VW, etc.

 

Analytik Jena trotzt der Krise. Im März 2010 hat Analytik Jena einen Mega-Auftragseingang von 20 Mio. EUR aus Russland erhalten. Ausserdem einen 0,5 Mio. EUR Auftrag nach China.

 

also juro, du alter pusher...seit deiner ankündigung am 15.3. is die aktie gleich mal fahnenstangenartig um über 10% gestiegen. :thumbsup:

danke auch für die restlichen einschätzungen, great job, dude ;)

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juro
Posted · Edited by juro66

maddin, komm da nur auf 5,5% bei Analytik Jena seit Einstieg. :) Der Big-Player Teva ist genausogut gelaufen, der andere Big-Player Lukoil sogar über 1%-Punkt besser mit Stand heute.

 

Bei Analytik Jena seh ich aufgrund der günstigen Bewertung u. den guten Fundamentaldaten noch viel Luft nach oben. Bei den Auftragseingängen siehts auch gut aus. Die geb ich die nächste Zeit nicht her. ;) Kurzfristige Kursbewegungen sind mir da völlig egal.

 

Wollte die Performance eigentlich erst in ein paar Wochen posten, aber wenns sein muss:

 

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Das Gesamtportfolio hat seit letzten Montag ca. 2,5% zugelegt - die Benchmarks haben ebenfalls alle zugelegt. Benchmarkvergleiche folgen zu gegebener Zeit - ist noch viiiiel zu früh um irgendwelche Wasserstandsmeldungen abzugeben. :-

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juro
Posted · Edited by juro66

Seit Start Echtbetrieb vor knapp 2 Wochen hat sich der Aktienmarkt insgesamt positiv entwickelt. Das AKTIEN-PORTFOLIO fundamental konnte wie auch alle Benchmarks Buchgewinne erzielen. Alle Angaben bzw. Berechnungen in EUR.

 

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Bis auf den Carmignac Investissement sind alle Benchmarks über 3% im Plus. Das Aktienportfolio ist mit Stand gestern ca. 4,3% im Plus. Man muss dazusagen, dass das Ergebnis ein wenig verfälscht ist, da bei den Benchmarks die Kurse nur bis vorgestern berücksichtigt sind, da die KAG für gestern noch keine Kurse zur Verfügung gestellt hat.

 

Bis auf den Neukauf Gilead Sciences sind alle Einzelaktien im Plus. Die höchsten Buchgewinne mit über +7% erzielten Bertrandt, Teva u. Esprit. Es folgen mit über +5% Isra Vision, BHP Billiton u. Analytik Jena.

 

Isra Vision sowie BHP Billiton haben bereits Dividenden ausgeschüttet - diese sind im Cash-Bestand berücksichtigt.

 

Die Performance des AKTIEN-PORTFOLIO fundamental wurde zeitgewichtet ermittelt - also wie ein Fonds. Gilead Sciences ist ja erst am 22.03.2010 dazugekommen. Zugänge mit frischem Geld bzw. Portfolioabflüsse wirken sich somit performanceneutral aus.

 

***

 

Das Excel-Portfolio-Verwaltungs-Tool werde ich in Kürze im Thread Excel-Musterportfolio-Verwaltung incl. automat. Kursaktualisierungen zur Verfügung stellen - für wen es interessiert. Incl. mit der Option zeitgewichtete Performance - d.h. es können jetzt auch Zugänge mit frischem Geld bzw. Abgänge performanceneutral berücksichtigt werden, was in den alten Versionen nicht der Fall war.

 

Die Beträge in der Excel-Datei werden fiktiv sein - aus Vereinfachungsgründen 1.000 EUR pro Einzelposition. Die Gewichtung wird aber so ziemlich analog wie hier beschrieben sein.

 

***

 

 

Naja, auch wenn man im folgenden Diagramm noch so ziemlich gar nichts erkennen kann stell ichs trotzdem mal rein. Sagt zum jetzigen Zeitpunkt genauso wie obige Tabelle natürlich noch rein gar nichts aus.

 

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Es wird immer Phasen geben wo einzelne Benchmarks oder hoffentlich das Portfolio eine höhere Rendite haben - insofern ist die Performance aufgrund der mittel- bis langfristigen Strategie zumindest im ersten Jahr zweitrangig - sofern eine Abweichung nach unten einigermassen im Rahmen bleibt. Ich hoffe, dass ich mittel- bis langfristig den Grossteil der Benchmarks outperformanen kann. Ob mir das tatsächlich gelingt bleibt abzuwarten, zumal ich die Strategie zuvor nicht erprobt habe.

 

Bin da positiv gestimmt u. sehe die Wahrscheinlichkeit als gut an, dass sich Unternehmen mit überdurchschnittlichen Fundamentalzahlen u. Bewertungskriterien im Mix sich besser rentieren als der Marktdurchschnitt. Auf der anderen Seite weiss ich aber auch wie schwer es ist den Markt zu schlagen u. die allermeisten aktiven Fonds daran scheitern, zumindest nach Kosten.

 

Denke u. hoffe aber dass ich im Worst-Case nicht wesentlich schlechter sein werde wie die Benchmarks. :) Und im Best-Case die Benchmarks klar outperformen werde. :- Naja, warten wirs ab.

 

Wie gesagt erfolgt die Überprüfung des Portfolios / Aktien-Analyse immer am Ende jeden Monats. Transaktionen werden idR am gleichen Tag, spätestens aber am Folgetag gepostet. Kosten werden performancemindernd berücksichtigt.

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juro
Posted · Edited by juro66

Gilead Sciences - US3755581036

 

Gilead Sciences (Homepage) entwickelt Therapeutika gegen Krebs u. Infektionskrankheiten wie Grippe, Hepatitis u. HIV. Im Bereich HIV ist Gilead Marktführer. Gilead verfügt zurzeit über 8 marktreife Produkte: Viread, AmBisoe, Tamiflu, Vistide, Hepsera, Atripla, Truvada u. Emtriva. Die Produkte werden weltweit vermarktet. Roche, Pharmacia u. Bristol-Myers Squibb sind strategische Partner. Das Unternehmen beschäftigt ca. 3.900 Mitarbeiter.

 

Es bestehen AR-Beziehungen u.a. zu Coca-Cola, J.P. Morgan Chae, Wells Fargo, etc.

 

Die Zahlen von Gilead sind einfach hervorragend - die 2009-er Ergebnisse sind auf Rekordniveau. Der Umsatz stieg um 31% auf ca. 7 Mrd. USD. Der Gewinn/Aktie konnte um 34% gesteigert werden. Das 4. Quartal 2009 war sehr stark:

 

FINANCIAL TEAR SHEET — Q4 2009

 

Der Umsatz/Mitarbeiter beträgt sage u. schreibe ca. 1,8 Mio. USD, der Gewinn/Mitarbeiter ca. 680.000 USD!!

 

Das Umsatzwachstum der letzten 10 Jahre war mit ca. 45% p.a. gigantisch. Ebenso das Gewinnwachstum zumindest in den letzten 5 Jahren.

 

Das KGV ist mit momentan ca. 13 historisch günstig. KGV war in den letzten 10 Jahren im Schnitt sehr deutlich höher. Das aktuelle PEG ist mit 1,1 auch günstig.

 

Die Umsatzrendite betrug in 2009 ca. 37%, die EK-Rendite ca. 41% (und das bei einer hohen EK-Quote von ca. 66%).

 

Die Cash-Flow-Marge betrug hervorragende 44%. Die Investitionen in % zum Cash-Flow betrugen niedrige 7,3%.

 

 

Gilead erfüllt 4 Graham-Kriterien (2 sind notwendig um berücksichtigt zu werden).

 

 

Wenn Gilead die hohen Wachstumszahlen bei Gewinn u. Umsatz auch nur annähernd halten kann (das gleiche gilt für die restlichen Zahlen u. Margen), dann dürften entsprechende Kurssteigerungen m.E. nur eine Frage der Zeit sein. Gilead hat m.E. ein sehr überdurchschnittliches Kurspotenzial.

 

Aufgrund der Zahlen gerate ich schon ein bisschen ins Schwärmen. Kenne kaum ein Unternehmen, das so excellente Zahlen vorweisen kann. Neben den hervorragenden Fundamentalzahlen hat Gilead auch qualitativ was zu bieten. Die Produkte sind attraktiv u. m.E. eher unzyklisch. Die Bewertung ist momentan m.E. günstig. Produkt- u. Forschungsrisiken sind in der Branche natürlich immer vorhanden.

 

Bei HIV-Mitteln werden weltweit mehr als 12 Mrd USD umgesetzt. Hier hat Gilead mit den Medikamenten Truvada (2,5 Mrd. USD Umsatz), Altripla (2,4 Mrd. USD) u. Viread (0,7 Mrd.) einen hohen Marktanteil u. die Marktfühererschaft. Der Patentschutz läuft noch etliche Jahre.

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juro
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Die Aufteilungen seit dem letzten Kauf.

 

 

Hauptbranchen:

 

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Land:

 

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juro
Posted · Edited by juro66

Zukünftige Updates erfolgen 1 x monatlich gegen Monatsende - nach der monatlichen Überprüfung der Portfoliowerte.

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Kezboard
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Sehr schön, dann bin ich mal gespannt, wer den Markt besser outperformen kann ;)

 

Insbesondere spannend finde ich die Frage(n), wie weit noch der bislang gut gelaufene Bereich Rohstoffe/Energie (ich zähle Lukoil mal gedanklich zu den Rohstoffen) steigen wird oder sich der eher "langweilige" Sektor der Industrieunternehmen entwickelt, der ja massiv unter niedrigen Auftragseingängen leidet.

Gerade bei letzterem bin ich etwas untergewichtet (bis auf MAN und evtl. Gamesa habe ich keine größeren Industriebeteiligungen im Portfolio), was eigentlich eher untypisch für einen Value Investor sein sollte. Bei den anderen Sektoren (Pharma/Gesundheitswesen, IKT, a weng Textilien) sind wir wieder d'accord.

 

Finanztitel wolltest du (auch) nicht im Depot haben? Warum?

 

Trotz einiger Überschneidungen liegt dann der Unterschied im Detail. Ich freue mich auf die nächsten Auswertungen.

 

Weiterhin viel Erfolg - auch für die interessanten Großprojekte! :thumbsup:

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funky1
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Hallo Juro! Du leistest hier wirklich eine tolle Arbeit die ich persönlich sehr hoch einschätze ;) . Durch deinen Thread habe ich bereits einiges über die Fundamental-Analyse gelernt. Als sehr gelungen, stufe ich auch deine Firmen-Vorstellungen ein :thumbsup: . Ich wünsch Dir weiterhin viel Erfolg :thumbsup:

 

Gruß funky

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juro
Posted · Edited by juro66

Kez, du alter Outperformer. ;) Glückwunsch zu Norilsk Nickel, hoffe dass die Performance nachhaltig ist.

 

Ob der Industriesektor langweilig ist weiss ich nicht. Jedenfalls gibt es m.E. hier insbesondere im Mid- u. Small-Cap-Bereich interessante u. solide Unternehmen die günstig bewertet sind u. gute Fundamentalzahlen haben.

 

Bei den Blue-Chips gibt es derzeit insgesamt zwar fundamental gute Unternehmen, diese sind inzwischen aber idR (sehr) ambitioniert bewertet. Schnäppchen gibt es fast keine mehr. Für mich momentan bis auf wenige Ausnahmen relativ uninteressant.

 

Denke bei den Finanztiteln sind wir uns einig. Banken sind fundamental relativ schwer zu beurteilen. Da gelten bzgl. Bilanzanalyse u. Fundamental-Analyse eigene Gesetze – Black-Box lässt grüssen. Deutsche Bank halte ich langfristig für sehr interessant, ebenfalls Banco Santander, die hervorragend in Südamerika präsent sind. Aber das Rückschlagspotenzial bei Banken ist derzeit m.E. hoch. Die Deutsche Bank ist in den USA ziemlich präsent u. auch entsprechend im Immobilien-Bereichen involviert. Bei gleichzeitig natürlich gutem Kurspotenzial. Eine Prognose ist schwierig. Deshalb warte ich vorerst ab. Es gibt m.E. weitaus besser prognostizierbare u. kalkulierbare Unternehmen.

 

Im Gesundheitswesen sind die Margen idR hoch wie in keiner anderen Branche. Ebenso das Wachstum. Die Markteintrittsbarrieren sind hoch. Da dürfte sich gut Geld verdienen lassen. Und da gibt es ein paar sehr schöne Unternehmen. Unabhängig von der Konjunktur u. Demographie.

 

Bei ä wenig Textilien dürfte Esprit eine gute Wahl sein – fundamental in jedem Fall. Gerry Weber steht auf der Watchlist u. hat leider Gilead Sciences weichen müssen. H&M steht momentan nicht zur Disposition.

 

Bzgl. Rohstoffe steht Posco auf der Watchlist, aber die Stahlbranche ist sehr zyklisch u. ich warte noch ab. Keine Ahnung ob das mit Posco noch was wird.

 

Auf die interessanten Grossprojekte freue ich mich u. möchte mich hier aus Zeitgründen ausschliesslich auf das Wesentliche konzentrieren. Deshalb die Beschränkung auf monatliche Aktualisierungen.

 

So long, bis demnächst.

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juro
Posted · Edited by juro66

Freut mich funky, wenn du was mitnehmen kannst. Wenn man sich für Direktanlage in Aktien entscheidet sollte man aus eigenem Interesse m.E. stets begründen können warum man sich für ein Unternehmen entschieden hat. Deshalb auch die Unternehmensvorstellungen.

 

Zumindest für mich sind Fundamental-Daten / Aktien-Analyse / Geschäftsmodell, etc. bei der Aktien-Auswahl da am plausibelsten um Unternehmen realistisch beurteilen zu können bzw. Aussagen über zukünftige Kursentwicklungen machen zu können. Andere schwören wiederum auf Technische Analyse, etc.

 

Und wahrscheinlich die meisten Privatanleger entscheiden nach Bauchgefühl oder sog. "Expertentips" bzw. "Analysteneinschätzungen" oder vertrauen dem Bankberater ihres Vertrauens. :) Oder rennen Modethemen hinterher. Dies dürften m.E. die schlechtesten Lösungen sein.

 

Ob ich damit im Echtbetrieb Erfolg haben werde muss ich erst noch beweisen. Da müssen erstmal ein paar Monate/Jahre rumgehen um einigermassen realistische Einschätzungen machen zu können. Wie gesagt wird es auch immer Phasen geben wo das Portfolio underperformt. Einzig u. allein entscheidend ist der mittel- u. langfristige Zeithorizont.

 

 

Zu den "Benchmarks" noch einiger Erläuterungen:

 

Da sich die Auswahlkriterien fast ausschliesslich auf Unternehmens-Analyse konzentrieren spielen Land, Unternehmensgrösse, Branche, etc. nur eine untergeordnete Rolle. Dies kann sich im Laufe der Zeit auch im Mix entsprechend stark verändern.

 

Somit hatte ich mich entschieden einfach mehrere (alle) Märkte mit Benchmarks abzudecken. Hierzu hatte ich mich für marktbreite, marktkapitalisierungsgewichtete Indizes entschieden. Als ob man alle Aktien bzw. den Gesamtmarkt kaufen würde. Für die entwickelten Länder ist dies der MSCI World (incl. Dividenden), für die Schwellenländer der MSCI Emerging Markets (inkl. Dividenden). Ausserdem zusätzlich MSCI USA sowie MSCI Europe - ebenfalls inkl. Dividenden. Als Option zusätzlich der DAX. Ebenfalls als "DER" Fonds der Vergangenheit der Carmignac Investissement - auch interessant.

 

So stehen m.E. genügend Benchmarks zur Verfügung wo sich m.E. jeder wiederfinden kann - egal wie das Portfolio tatsächlich aussieht. Kombination der Benchmarks ist gedanklich möglich. Ziel ist es natürlich möglichst alle Benchmarks mittel- bis langfristig outzuperformen, was aber sehr, sehr schwierig werden dürfte - da hab ich einfach zuviel Demut vor dem Markt. Wenn der Carmignac Investissement auch nur annähernd gut outperformt wie in der mittel- bis langfristigen Vergangenheit dürfte diese Nuss nur ganz schwer zu knacken sein. Ich geb mein Bestes. :) Sehr zufrieden wäre ich, wenn ich das Mix der Benchmarks mit ca. mind. 2% p.a. outperformen könnte. Nach oben gibt es im Best-Case keine Grenzen. :- Ob mir das tatsächlich gelingt wird sich zeigen.

 

Relativ sicher bin ich mir aber, dass ich im Worst Case nicht wesentlich schlechter als die Benchmarks abschneiden werde, da ich von Unternehmen mit guten Zahlen u. günstigen Bewertungen überzeugt bin. Hoffe, dass ich richtig liege.

 

Nichtsdestotrotz:

egal wie das Ganze letztendlich ausgeht bringt das erworbene Wissen über die Unternehmen, Anwendung u. Ausbau der Aktien-Analyse u. der Spass / Leidenschaft der die ganze Sache macht für mich einen schönen Mehrwert, Lerneffekt u. Erfahrungen.

 

Ein klein wenig Technische Analyse ist dann doch dabei. Beim Kauf schau ich ein wenig drauf, dass sich die Aktie im Aufwärtstrend befindet.

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juro
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Update April 2010

 

 

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Ca. 4 Wochen nach Start Echtbetrieb interessiert mich zu jetzigem Zeitpunkt der Benchmark-Vergleich wenig bis gar nicht sondern ist mehr Spielerei.

 

Bisher ging es am Aktienmarkt fast nur nach oben. Hierbei liegt das Aktien-Portfolio mit ca. 8,4% knapp vor dem MSCI EM. Der Carmignac Investissement kommt auf 6,0%, gefolgt von MSCI USA mit 5,4%.

 

Das beste Pferd im Stall war bisher Bertrand mit 19,2%, gefolgt von Fuchs Petrolub mit 15,7% u. Analytik Jena mit 15,2%. Alles Mid- u. Small-Caps. Dann kommt Lukoil mit 11,4%, Isra Vision mit 9,6% u. BHP Billiton mit 9,3%.

 

 

 

Das Diagramm sieht wie folgt aus:

 

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Die Portfolio-Überprüfung April hat ergeben, dass alle Unternehmen weiterhin den Kriterien entsprechen u. somit das Portfolio unverändert bleibt. Lukoil ist sicherlich ein wenig spekulativ, bleibt aber wegen der sehr niedrigen Bewertung im Portfolio.

 

Die nächste Portfolio-Überprüfung erfolgt im Mai mit anschliessendem Update.

 

Wahrscheinlich morgen folgt noch die aktualisierte Fundamentaldaten-Matrix.

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juro
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Da sich die Daten nicht gross verändert haben, poste ich nochmal die angekündigte u. bereits vor ein paar Wochen gepostete Fundamentaldaten-Matrix u. verspreche beim nächsten Update im Mai eine aktualisierte Version, dann auch mit Gilead Sciences.

 

Hab die aktuellen Daten zwar alle vorliegen, aber bin zu faul diese entsprechend aufzubereiten. :)

 

 

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Bis dann.

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juro
Posted · Edited by juro66

Da es bisher noch nicht erwähnt wurde: Käufe erfolg(t)en immer zum gleichen absoluten Betrag.

 

Dies hat auch disziplinarische Gründe / Risikomanagements-Gesichtspunkte um mich nicht zu sehr von Emotionen für eine Aktie leiten zu lassen. Somit wird immer der gleiche Betrag in jede Aktie angelegt.

 

D.h. im Umkehrschluss auch, dass sich Aktien mit einem höheren Portfoliogewicht in der Vergangenheit besser entwickelt haben (vorausgesetzt sie befinden sich schon längere Zeit im Portfolio).

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juro
Posted · Edited by juro66

Anbei aktualisierte Fundamentaldaten-Matrix des Aktienportfolios.

 

Basis der Bewertungs-Kriterien sind die Schlusskurse vom Freitag. Gilead Sciences ist jetzt ebenfalls enthalten.

 

Die Tabelle wurde um weitere Kriterien erweitert.

 

 

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juro
Posted · Edited by juro66

Wenn man die Fundamentaldaten-Matrix betrachtet sieht man schön, dass das Portfolio ausschliesslich Unternehmen enthält mit sehr überdurchschnittlichen Wachstumsraten in den letzten 10 Jahren (Umsatz, Gewinn, Cash-Flow).

 

Desweiteren Unternehmen, die nach Graham-Kriterien (Bewertung + Sicherheit) überdurchschnittlich abschneiden.

 

Auch die Rentabilitäts-Kriterien als auch die errechneten Kurspotenziale sind im Mix sehr überdurchschnittlich - bezogen auf den Markt.

 

Bzgl. Bewertungs-Kriterien ist das Aktien-Portfolio momentan eher gering überdurchschnittlich. Das KGV ist eher leicht überdurchschnittlich - hier kommt insbesondere auch das PEG ins Spiel. Das PEG (Price-Earning-to-Growth) zeigt, ob ein hohes KGV bei einem Wachstumswert gerechtfertigt ist. Wenn das PEG einen Wert kleiner als 1 hat, ist die Aktie unterbewertet. D.h. das PEG setzt das KGV ins Verhältnis zum Wachstum.

 

Wie bereits erwähnt setzt das Portfolio insbesondere auch auf Wachstumswerte bzgl. Umsatz, Gewinn u. CF. Also kein typisches Value-Portfolio, das insbesondere auf günstige Bewertungen aus ist. Eher Wachstumsaktien günstig einkaufen. Dass zwischen Value u. Growth kein Widerspruch sein muss wurde bereits zu Beginn des Threads erörtert.

 

Auch wenn das Portfolio bewertungstechnisch einige klassische Value-Werte enthält (z.B. Analytik Jena, Isra Vision, KSB, Lukoil) legt es insbesondere Wert auf Wachstumswerte zum günstigen Preis. Lässt sich schön aus der Fundamental-Matrix erkennen.

 

***

 

Anfang der 60-er-Jahre war die Dividendenrendite für Fundamental-Analyse die entscheidende Unternehmenskennzahl.

 

Ich persönlich halte von der Dividendenrendite als Ertragsgrösse sehr wenig. Zum einen muß ich Dividendenerträge jährl. versteuern und zum anderen was nützt mir eine Dividendenrendite von 2%, wenn der Aktienkurs selbst täglich um ein bis zwei Prozent schwankt?! Außerdem sinkt der Aktienkurs am Auszahlungstag sowieso um den Betrag der Dividende - eine Anlageentscheidung allein von der Dividendenrendite abhängig zu machen, halte ich folglich für unsinnig. Dass man sie dennoch in eine Analyse einbeziehen sollte, hat zwei gute Gründe: einerseits sollte man die Dividendenentwicklung der vergangenen Jahre betrachten. Solide Unternehmen zahlen oft eine kontinuierlich steigende Dividende - Ausfälle oder Dividendenkürzungen werden von Investoren nicht gern gesehen. Auf der anderen Seite bewirken starke Kurseinbrüche unter Umständen phantastisch hohe Renditen. Zahlt ein Unternehmen z.B. eine Dividende von 2% und der Aktienkurs viertelt sich, springt die Dividendenrendite auf 8%!

 

Relativ gesehen kein gutes Geschäft wenn man investiert ist. Von demher lasse ich die Dividendenrendite bei der Aktienauswahl so ziemlich aussen vor. Deshalb ist die Dividendenrendite im Aktienportfolio auch "nur ca. 2%" u. eher unterdurchschnittlich.

 

***

 

Bin grad am überlegen, ob ich bewertungstechnisch noch die letzten 10 Jahre berücksichtigen soll - also KGV10, KBV10, KCV10, KUV10. Und die jetzigen Bewertungskennzahlen in Relation setzen soll. Was meint ihr?

 

Ist zwar ziemlich Arbeit aber könnte ggf. interessant sein?

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Prospektständer
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Bin grad am überlegen, ob ich bewertungstechnisch noch die letzten 10 Jahre berücksichtigen soll - also KGV10, KBV10, KCV10, KUV10. Und die jetzigen Bewertungskennzahlen in Relation setzen soll. Was meint ihr?

 

Ist zwar ziemlich Arbeit aber könnte ggf. interessant sein?

Wenn du Lust hast, macht das sicher Sinn, auch wenn ich es persönlich nur zum Einstiegspunkt abschätzen verwenden würde, allerdings wie du schon geschrieben hast eine Menge Arbeit...(ich bin schon bedient, wenn ich dass bei einem Unternehmen machen muss)

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juro
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O.K., ich machs, brauch aber ein bisschen Zeit dafür. :)

 

Pauschal/branchenübergreifend macht eine Aussage m.E. eh wenig Sinn - ziemlich branchenspezifisch das Ganze.

 

Von demher seh ich die 10-Jahresvergleiche der Unternehemen bzw. innerhalb der Branche als entspr. aussagefähig an - aber nicht pauschal!

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Prospektständer
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Ah okay, jetzt hab ichs, du willst die 10 Jahrs KGV, KBV etc. deiner Unternehmen "untereinander" vergleichen, dachte erst du möchtest das KGV, KUV etc der letzten 10 Jahre. aller Unternehmen ausrechen, um zu schauen ob du historisch gesehen günstig eingestiegen bist.

 

Mach wie du denkst, dein Thread... :)

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