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Ramstein

7,125% SiC Processing GmbH

Empfohlene Beiträge

Ramstein
· bearbeitet von Ramstein

Kommende Emission bei Bondm:

 

Inhaber-Teilschuldverschreibung der SiC Processing GmbH, fällig am 01.03.2016

Emissionsvolumen: bis zu 100.000.000 Euro

Stückelung: 1.000 Euro

ISIN: DE000A1H3HQ1

Laufzeit: 01.03.2011 – 29.02.2016

Zins: 7,125 % p. a., erstmals zum 01.03.2012

Kündigung durch Emittenten ganz oder teilweise mit 30 - 60 Tage Frist jeweils zum 1. März;

dabei Rückzahlung 2012: 101,00%, 2013: 100,50%, 2014: 100,25%, 2015: 100,00%

Firmenrating Creditreform: BBB+

 

Zeichnung ab 16. 02. 2011 bei Bondm

Handel im Freiverkehrsegment Stuttgart Bondm beabsichtigt

 

 

Die SiC Processing GmbH ist einer der führenden Anbieter für die Aufbereitung von Slurry aus der Photovoltaik- und Halbleiterindustrie und ist Ende 2010 mit einer Produktionskapazität von 215.000 Tonnen pro Jahr in 5 Ländern weltweit vertreten. Die Produktionsstandorte befinden sich in Deutschland, China, Norwegen, USA und Italien. Zum Jahresende 2010 sind 674 Mitarbeiter in der Gruppe beschäftigt.

Konkrete Erweiterungspläne liegen vor und befinden sich in Projektierung.

 

Gedanken:

Wurde zum 1.1.2011 von AG in GmbH umgewandelt, also weniger öffentliche Informationen verfügbar. Der Umsatz soll von 160 Mio (2010) auf 203 Mio (2011) und 300 Mio (2012) steigen. Ambitioniert, aber irgendwie müssen sie die 100 Mio neue Schulden untermauern.

 

Wertpapierprospekt_SiC-Processing-TechBond_Druck.pdf

 

Nachtrag: Jetzt ist die Bondm-Seite zur Emission online.

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Banane3

Die FAZ scheint der Anleihe gegenüber positiv gestimmt...

 

FAZ

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BondWurzel

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Drella

Ebitda marge von konstant 26% sieht wirklich nicht übel aus. Allerdings investiert das Unternehmen in den letzten Jahren erheblich. Sollte man sich näher anschauen.

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Fleisch

dann macht euch doch mal über das Unternehmen her, die Bilanzanalyse ist sicherlich interessant

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Andreas R.
· bearbeitet von Andreas R.

Welche Infos gibts bezüglich des Investors "Nordic Capital Fund VII"?

Kennt ihr weitere Beteiligungen und wie die bisher verlaufen sind?

 

Der Investor...

 

Leider kenn ich keine der im Portfolio befindlichen Firmen.

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Fleisch

du kennst Thule nicht ? Thule ist einer der bekanntesten Hersteller von Dachgepäckträgern für Fahrräder oder auch Pferdeanhänger. Fast jedes Dachgepäckträgersystem kommt von denen, wenn du irgendwie nen Fahrradträger suchst

 

Falck wiederum kenn ich nur als Rettungsdienst, die scheinen in Dänemark ganz dick im Rennen zu sein..zumindest düsen die da überall rum

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Drella
· bearbeitet von Drella

Falls Ihr die (vorläufigen) Zahlen für 2010 noch nicht gesehen habt:

Umsatz 2010: 160,6 Mio€

Umsatz 2009: 100,3 Mio€

Ebit 2010: 26,4 Mio€

Ebit 2009: 17,5 mio€

 

Ebit Marge 10: 16,4%

Ebit Marge 09: 17,4%

 

Die schlechtere Marge ist fast ausschließlich den Abschreibungen geschuldet. Der Bericht zum ersten Halbjahr deutet an, dass sich diese verdreifacht haben (!). Daraus folgt, dass die EBITDA Marge sogar saftig gestiegen ist.

 

 

Aus: http://www.fixed-income.org/fileadmin/ratings/SiC_Processing_Ratingbericht.pdf

 

Die Mittel aus der Anleihe sollen in Höhe von rd. 52 Mio. EUR für das Wachstum in China verwandt

werden. Abzüglich der Emissionskosten sollen die restlichen Mittel zur Ablösung von Verbindlichkeiten ge-

genüber dem Hauptanteilseigner sein, der mit dem Eintritt in die Gesellschaft Gesellschafterdarlehen (Kre-

ditlinie) in Höhe von aktuell rd. 26 Mio. EUR zur Verfügung stellt. Das Gesellschafterdarlehen wurde Mitte

2010 zur Verfügung gestellt, um kurzfristig einen weiteren Kapazitätsaufbau realisieren zu können, sollte

jedoch mittelfristig durch eine geeignete Fremdkapitalfinanzierung ersetzt werden, wie z. B. durch die ge-

plante Emission einer Inhaber-Teilschuldverschreibung. Auch ist die Ablösung der Verbindlichkeiten gegen-

über der HVB in Höhe von insgesamt rd. 17,1 Mio. EUR angedacht, um die Fremdfinanzierung auf eine

einheitliche Basis zu stellen. Die Mittelverwendung wurde plausibel dargestellt. Bei den chinesischen Ge-

sellschaften erfolgt die Mittelbereitstellung als Kapitalerhöhung, den restlichen Fremdfinanzierungsanteil in

Höhe ca. 60% zum Erwerb einer Aufbereitungsanlage sollen diese Gesellschaften bei lokalen Instituten

aufnehmen.

 

Also ein großer Teil der Anleihe ist "refinanzierung", es wäre auch ein dickes Ding, wenn sich die Bilanzsumme durch diese Anleihe von 253 Mio€ (1. Halbjahr 2010) auf 350 Mio€ erhöhen würde.

 

Total Capex 2011 & 2012: 143,7 Mio.€

Davon können rund 48 Mio. € durch die zusätzliche Schulden (s.o.) finanziert werden.

 

Das Ebitda sollte 2010 bei gut 38 Mio€ liegen.

Es ist anzunehmen, Umsatz und Gewinn 2010 nochmals deutlich ansteigen, gerade vor dem Hintergrund, dass weiter massiv in Anlagen investiert wird. In der Vergangenheit korrelierten die Investitionen sehr stark mit dem Wachstum. Die Entwicklung in 2010 deutet zudem an, dass die WC Anforderungen nicht direkt mit dem Umsatz korrelieren. Dies ist in der Branche auch nicht verwunderlich und sollte den Cashflow weiter stärken.

Aus der obigen Capex Guidance ergibt sich also vermutlich kein zusätzlicher Finanzierungsbedarf (!).

 

Und das folgende will man mit dem Capex anstellen:

 

Verfügt die SiC Processing Ende des Jahres 2010 faktisch über Aufbereitungskapazitäten von rd. 215.000 t, so werden bis Ende des Jahres 2013 Aufbereitungskapazitäten von rd. 465.000 t geplant.

 

Falls dafür die Nachfrage da ist, was ich nicht einschätzen kann, sollten Umsatz und Cashflows also weiter massiv steigen. Free Cashflows lägen dann in greifbarer nähe.

 

Um ein Gefühl zu bekommen was 465.000t Aufbereitungskapazität bedeuten:

 

Der SiC-Konzern ist eng in die Wertschöpfungskette der Photovoltaikindustrie eingebunden und hat nach eige-

nen Angaben mit einer aktuellen Aufbereitungskapazität von ca. 215.000t einen Weltmarktanteil von ca. 38-

40% und ist somit Weltmarktführer. Zu den wesentlichen Wettbewerbern zählt der SiC-Konzern Metallkraft

AS (Norwegen) und CRS Reprocessing LLC (USA), die mit jeweils unterschiedlichen Aufbereitungstechno-

logien Marktanteile von ca. 8% bzw. ca. 12% vereinnahmen.

 

Bombige Marktstellung. Jetzt kommt ein kleines Aber:

 

Die SiC-Gruppe hat mit ihren jeweils fünf größten Kunden im Geschäftsjahr 2009 77,9 % des Umsat-

zes, im Geschäftsjahr 2008 76,7 % des Umsatzes und im Geschäftsjahr 2007 65,1 % des Umsatzes

erwirtschaftet. In dem Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2010 belief sich der Anteil der fünf

größten Kunden am Gesamtumsatz der SiC-Gruppe auf 73,5 %.

Es wird nicht besser:

Mit ihrem größten Kunden, der REC Wafer Norway AS, Sandvika (Norwegen), erzielte die SiC-Gruppe im Geschäftsjahr 2009 54,4 % des

Umsatzes.

 

Uff, das ist natürlich keine diversifizierte Kundenbasis.

 

Hier gehts zu REC:

http://www.recgroup.com/en/ir/Reports/

 

Hier der Q4 2010:

http://hugin.info/136555/R/1486820/422463.pdf

 

Ganz grob:

Gearing: 36% --> moderat

Eigenkapitalquote: 60% --> gut

Ebit Marge: 7% --> schwach

Auch bei diesem Unternehmen wird saftig investiert und es gab 2010 keinen Free CF. 2009 war der Laden nicht einmal profitabel (!). Dafür konnte das Unternehmen ähnlich wie SiC 2010 den Umsatz um rund 56% steigern. Respekt.

 

Kleines Fazit von mir:

Die Margen sind solide und die Verschuldung vertretbar. Mit dem Geschäft geht eine hohe Anlagenintensität einher. Wer Wachsen will muss daher ordentlich investieren. Die neuen Anlagen sollten aber langfristig solide Free CFs generieren, wenn der Capex erstmal runter gefahren wird. Auf der finanziellen Seite sieht natürlich alles sauber aus. Die reinen Zahlen sprechen für ein "günstiges" Pricing des Bonds.

Problem: Hohe Abhängigkeit von der Solarindustrie (dessen zukünftige Entwicklung ich nicht einschätzen kann) und hohe Abhängigkeit von wenigen Kunden. Diese Faktoren relativieren das scheinbar günstige Pricing zum Teil.

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Drella

Weiß einer wie lange die Patente zu der verwendeten Technologie noch laufen?

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Perdox
· bearbeitet von Perdox

Falls Ihr die (vorläufigen) Zahlen für 2010 noch nicht gesehen habt:

Umsatz 2010: 160,6 Mio€

Umsatz 2009: 100,3 Mio€

Ebit 2010: 26,4 Mio€

Ebit 2009: 17,5 mio€

 

Ebit Marge 10: 16,4%

Ebit Marge 09: 17,4%

 

Die schlechtere Marge ist fast ausschließlich den Abschreibungen geschuldet. Der Bericht zum ersten Halbjahr deutet an, dass sich diese verdreifacht haben (!). Daraus folgt, dass die EBITDA Marge sogar saftig gestiegen ist.

 

 

Aus: http://www.fixed-income.org/fileadmin/ratings/SiC_Processing_Ratingbericht.pdf

 

Die Mittel aus der Anleihe sollen in Höhe von rd. 52 Mio. EUR für das Wachstum in China verwandt

werden. Abzüglich der Emissionskosten sollen die restlichen Mittel zur Ablösung von Verbindlichkeiten ge-

genüber dem Hauptanteilseigner sein, der mit dem Eintritt in die Gesellschaft Gesellschafterdarlehen (Kre-

ditlinie) in Höhe von aktuell rd. 26 Mio. EUR zur Verfügung stellt. Das Gesellschafterdarlehen wurde Mitte

2010 zur Verfügung gestellt, um kurzfristig einen weiteren Kapazitätsaufbau realisieren zu können, sollte

jedoch mittelfristig durch eine geeignete Fremdkapitalfinanzierung ersetzt werden, wie z. B. durch die ge-

plante Emission einer Inhaber-Teilschuldverschreibung. Auch ist die Ablösung der Verbindlichkeiten gegen-

über der HVB in Höhe von insgesamt rd. 17,1 Mio. EUR angedacht, um die Fremdfinanzierung auf eine

einheitliche Basis zu stellen. Die Mittelverwendung wurde plausibel dargestellt. Bei den chinesischen Ge-

sellschaften erfolgt die Mittelbereitstellung als Kapitalerhöhung, den restlichen Fremdfinanzierungsanteil in

Höhe ca. 60% zum Erwerb einer Aufbereitungsanlage sollen diese Gesellschaften bei lokalen Instituten

aufnehmen.

 

Also ein großer Teil der Anleihe ist "refinanzierung", es wäre auch ein dickes Ding, wenn sich die Bilanzsumme durch diese Anleihe von 253 Mio€ (1. Halbjahr 2010) auf 350 Mio€ erhöhen würde.

 

Total Capex 2011 & 2012: 143,7 Mio.€

Davon können rund 48 Mio. € durch die zusätzliche Schulden (s.o.) finanziert werden.

 

Das Ebitda sollte 2010 bei gut 38 Mio€ liegen.

Es ist anzunehmen, Umsatz und Gewinn 2010 nochmals deutlich ansteigen, gerade vor dem Hintergrund, dass weiter massiv in Anlagen investiert wird. In der Vergangenheit korrelierten die Investitionen sehr stark mit dem Wachstum. Die Entwicklung in 2010 deutet zudem an, dass die WC Anforderungen nicht direkt mit dem Umsatz korrelieren. Dies ist in der Branche auch nicht verwunderlich und sollte den Cashflow weiter stärken.

Aus der obigen Capex Guidance ergibt sich also vermutlich kein zusätzlicher Finanzierungsbedarf (!).

 

Und das folgende will man mit dem Capex anstellen:

 

Verfügt die SiC Processing Ende des Jahres 2010 faktisch über Aufbereitungskapazitäten von rd. 215.000 t, so werden bis Ende des Jahres 2013 Aufbereitungskapazitäten von rd. 465.000 t geplant.

 

Falls dafür die Nachfrage da ist, was ich nicht einschätzen kann, sollten Umsatz und Cashflows also weiter massiv steigen. Free Cashflows lägen dann in greifbarer nähe.

 

Um ein Gefühl zu bekommen was 465.000t Aufbereitungskapazität bedeuten:

 

Der SiC-Konzern ist eng in die Wertschöpfungskette der Photovoltaikindustrie eingebunden und hat nach eige-

nen Angaben mit einer aktuellen Aufbereitungskapazität von ca. 215.000t einen Weltmarktanteil von ca. 38-

40% und ist somit Weltmarktführer. Zu den wesentlichen Wettbewerbern zählt der SiC-Konzern Metallkraft

AS (Norwegen) und CRS Reprocessing LLC (USA), die mit jeweils unterschiedlichen Aufbereitungstechno-

logien Marktanteile von ca. 8% bzw. ca. 12% vereinnahmen.

 

Bombige Marktstellung. Jetzt kommt ein kleines Aber:

 

Die SiC-Gruppe hat mit ihren jeweils fünf größten Kunden im Geschäftsjahr 2009 77,9 % des Umsat-

zes, im Geschäftsjahr 2008 76,7 % des Umsatzes und im Geschäftsjahr 2007 65,1 % des Umsatzes

erwirtschaftet. In dem Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2010 belief sich der Anteil der fünf

größten Kunden am Gesamtumsatz der SiC-Gruppe auf 73,5 %.

Es wird nicht besser:

Mit ihrem größten Kunden, der REC Wafer Norway AS, Sandvika (Norwegen), erzielte die SiC-Gruppe im Geschäftsjahr 2009 54,4 % des

Umsatzes.

 

Uff, das ist natürlich keine diversifizierte Kundenbasis.

 

Hier gehts zu REC:

http://www.recgroup.com/en/ir/Reports/

 

Hier der Q4 2010:

http://hugin.info/136555/R/1486820/422463.pdf

 

Ganz grob:

Gearing: 36% --> moderat

Eigenkapitalquote: 60% --> gut

Ebit Marge: 7% --> schwach

Auch bei diesem Unternehmen wird saftig investiert und es gab 2010 keinen Free CF. 2009 war der Laden nicht einmal profitabel (!). Dafür konnte das Unternehmen ähnlich wie SiC 2010 den Umsatz um rund 56% steigern. Respekt.

 

Kleines Fazit von mir:

Die Margen sind solide und die Verschuldung vertretbar. Mit dem Geschäft geht eine hohe Anlagenintensität einher. Wer Wachsen will muss daher ordentlich investieren. Die neuen Anlagen sollten aber langfristig solide Free CFs generieren, wenn der Capex erstmal runter gefahren wird. Auf der finanziellen Seite sieht natürlich alles sauber aus. Die reinen Zahlen sprechen für ein "günstiges" Pricing des Bonds.

Problem: Hohe Abhängigkeit von der Solarindustrie (dessen zukünftige Entwicklung ich nicht einschätzen kann) und hohe Abhängigkeit von wenigen Kunden. Diese Faktoren relativieren das scheinbar günstige Pricing zum Teil.

 

Wer so schnell wächst braucht auch viel Geld und gerade in der Solarindustrie ist es sehr gefährlich wenn man von wenigen Auftraggebern abhängig ist. Das sah man prima an Systaic. Aber die Bilanz sieht insgesamt stimmig aus. Ist definitiv kein risikoloses Geschäft. Ist halt en sehr kapitalintensives Geschäft, wo Umsätze schnell mal wegbleiben können, weil vielleicht ein Hauptumsatzbringer selbst Probleme bekommt. Denke der Zinssatz ist nicht angemessen für das Risiko. Kann mir insgesamt allerdings dennoch vorstellen, dass es hier Kursgewinne geben könnte.

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Torman

Mehr als 50 Prozent der 100-Millionen-Euro-Anleihe am ersten Handelstag platziert.

 

http://www.boerse-frankfurt.de/DE/index.aspx?pageID=41&NewsID=170496

In Stuttgart sind aber nur 10 Mio. gezeichnet worden. Dann müsste der Rest direkt beim Emittenten geordert haben oder gibt es noch einen anderen Weg?

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Ramstein

Heute bei Fixed Income:

 

Interview mit Thomas Heckmann, CEO, und Dirk A. Müller, CFO, SiC Processing GmbH

 

fixed-income.org: Wie werden sich die Margen entwickeln?

 

Müller: Die EBITDA-Marge wird steigen, weil der Anteil von Werken in asiatischen Märkten steigen wird. Denn in Asien sind unsere Margen aufgrund einer niedrigen Kostenstruktur höher. Die EBITDA-Marge wird daher in den kommenden drei Jahren von über 30% auf über 40% steigen.

 

fixed-income.org: Und wie wird sich der Cashflow durch den Bau der neuen Werke entwickeln?

 

Müller: Eine Standard-Linie mit einer Kapazität von 15.000 Tonnen kostet zwischen 9 und 10 Mio. Euro. Die Bauzeit beträgt 12 bis 14 Monate. Der Cash Payback der neuen Werke liegt bei unter zwei Jahren.

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vanity

Und noch was von =1002&cHash=5588697422"]Fixed Income:

 

zur Informationspolitik ...

 

Das Agieren des Managements kann in diesem Zusammenhang bestenfalls als dilettantisch bezeichnet werden. Wenn die Gesellschaft börsennotiert wäre, dann hätte das Management jetzt ein ernstes Problem. Zudem stellt sich die Frage, weshalb Kontrollmechanismen auf eine derartige Weise versagen konnten.

 

... und zu den Emissionskosten (6%) ...

 

Wenn die Daten zu den Emissionskosten im Wertpapierprospekt korrekt sind, dann könnte man durchaus von einem groben Verstoß gegen die Sorgfaltspflicht durch das Management ausgehen. Handelt es sich jedoch um einen Fehler im Wertpapierprospekt, dann ist das natürlich auch kein Kavaliersdelikt.

 

... und als Fazit:

 

Fazit:

 

SiC Processing zählt zu den besten Unternehmen in Bondm. Der Kupon von 7,125% ist im Vergleich zu anderen Mittelstandsanleihen recht attraktiv. Bei dem Geschäftsgebaren des Managements (Kommunikation bzw. Emissionskosten) kann man jedoch nur den Kopf schütteln.

 

(Zitate sind nur ausschnittsweise - kompletten Beitrag im Link lesen)

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Torman

Mehr als 50 Prozent der 100-Millionen-Euro-Anleihe am ersten Handelstag platziert.

 

http://www.boerse-frankfurt.de/DE/index.aspx?pageID=41&NewsID=170496

In Stuttgart sind aber nur 10 Mio. gezeichnet worden. Dann müsste der Rest direkt beim Emittenten geordert haben oder gibt es noch einen anderen Weg?

 

 

Und noch was von =1002&cHash=5588697422"]Fixed Income:

 

zur Informationspolitik ...

 

Das Agieren des Managements kann in diesem Zusammenhang bestenfalls als dilettantisch bezeichnet werden. Wenn die Gesellschaft börsennotiert wäre, dann hätte das Management jetzt ein ernstes Problem. Zudem stellt sich die Frage, weshalb Kontrollmechanismen auf eine derartige Weise versagen konnten.

 

Vielleicht war die 50% Meldung auch nur ein Kommunikationsproblem. Vielleicht wollten sie sagen, dass sie auch mit einer Platzierung von gut 50% zufrieden wären? :w00t:

 

Heute wurden in Stuttgart jedenfalls nur 3 Mio. gezeichnet.

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polydeikes

Welchen Broker nutzt ihr fürs zeichnen? Netbank zeichnet gleich gar nicht und das Papier ist zudem RK 5 eingestuft (?!?!?). :angry:

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PeterPan

Welchen Broker nutzt ihr fürs zeichnen? Netbank zeichnet gleich gar nicht und das Papier ist zudem RK 5 eingestuft (?!?!?). :angry:

 

Alle BondM Zeichnungen werden zumindest bei Comdirect nicht als Zeichnungen ausgewiesen, sondern als ganz normale Käufe an der Börse Stuttgart (und ebenso erfolgt auch die Abwicklung - allerdings werden dann nur die bankinternen Provision berechnet). Dass sollte eigentlich bei allen Brokern so sein.

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Stairway
· bearbeitet von Stairway

Vielleicht war die 50% Meldung auch nur ein Kommunikationsproblem. Vielleicht wollten sie sagen, dass sie auch mit einer Platzierung von gut 50% zufrieden wären? :w00t:

 

Heute wurden in Stuttgart jedenfalls nur 3 Mio. gezeichnet.

 

Die 50 Mio. € sind schon möglich. Man kann ja auch über den Broker direkt und eben nicht über die Börse STU ordern. Hatte diesbezüglich auch noch Kontakt mit der Börse und dem Broker.

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mylowg

Weshalb ist SiC Processing bereit 6 Mio. Euro für seine Berater zu zahlen?

Transaktion zeigt exemplarisch die Schwachstellen von Bondm auf

 

Die SiC Processing GmbH, Hirschau, emittiert eine Unternehmensanleihe im Volumen von 100 Mio. Euro und hat dabei laut Wertpapierprospekt geradezu abenteuerliche Kosten von 6 Mio. Euro. Da spezialisierte Investmentbanken eine solche Transaktion für 3 Mio. Euro, max. 4 Mio. Euro durchführen würden, stellt sich die Frage, weshalb sich Management und Gesellschafter darauf einlassen. Wissen Sie es nicht besser, oder steckt etwas ganz anderes dahinter?

 

Qualifikation

 

Die SiC Processing GmbH wird von CEO Thomas Heckmann und CFO Dirk A. Müller geführt. Müller war zuvor CFO der A.T.U Auto-Teile-Unger Holding, für die er bereits eine High-Yield-Anleihe platziert hatte. Mitte letzten Jahres hat der Nordic Capital Fund VII eine Mehrheitsbeteiligung an der SiC Processing AG erworben. An der Qualifikation dürfte es wohl kaum liegen. Doch weshalb sind Heuschrecken bereit, 2 bis 3 Mio. Euro zu viel zu zahlen?

 

Die wahren Hintergründe

 

In Bondm ist die Mandatierung eines Beraters (Coach) zwingend vorgeschrieben. Zur Zeit sind jedoch nur sechs Coaches zugelassen: Blättchen Financial Advisory, FMS, FION, Günther & Partner, IKB und PWC. Der Markt ist also sehr oligopolistisch geprägt. Einen echten Wettbewerb gibt es, wie aus einigen Angeboten, die der Redaktion vorliegen, nicht. Doch es kommt noch besser: Bei der Zahlstelle gibt es ein Monopol. Diese Dienstleistung wird exklusiv vom Bankhaus Gebr. Martin angeboten.

 

Bondm-Coaches berechnen für Ihre Dienstleistung etwa 1,5% des Emissionsvolumens. Hat der Emittent einen anderen (evtl. besseren) Berater, so wird ggf. formal ein Coach mandatiert, der dafür praktisch keine echte Leistung erbringt. Er fungiert einfach offiziell als Caoch. In einem, der Redaktion bekannten Fall, hat ein Coach für eine solche Leistung das folgende Angebot unterbreitet (es geht um eine 50 Mio. Euro Emission, bei der ein anderer Berater bereits die gesamte Strukturierung und Beratung geleistet hat): Der Coach wollte für diese Leistung, die er nur formal erbringt 0,75% des Emissionsvolumens (= 375.000 Euro) zuzüglich 40.000 Euro.

 

SiC Processing hat als Coach die FMS AG und als Kommunikationsagentur die biallas - communication & consulting GmbH gewählt. Die Unternehmen treten am Markt gemeinsam mit dem Monopolisten Bankhaus Gebr. Martin auf und verteilen sogar gemeinsame Broschüren. Zudem fällt auf, dass FMS und Biallas noch nie eine Transaktion außerhalb von Bondm begleitet haben, die am öffentlichen Kapitalmarkt platziert wurde. Weshalb zahlt SiC insgesamt 6 Mio. Euro u.a. für solche Berater.

 

Den Betrag, den SiC allein an FMS zahlt (dem Vernehmen nach über 1 Mio. Euro), hat in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland noch nie ein Emittent beim Börsengang einem deutschen IPO-Berater gezahlt. Dabei sind Börsengänge wesentlich aufwendiger.

 

Die Antwort ist ganz einfach:

 

SiC zahlt 6 Mio. Euro und damit bewusst ca. 2 bis 3 Mio. Euro zu viel für die Emission. Doch dafür richtet sich die Emission gezielt an Privatanleger (die ein geringeres Know-how haben als institutionelle Investoren). Institutionelle Investoren würden bei den Transaktionen, wie sie in Bondm platziert werden, jedoch einen Kupon verlangen, der um mind. einen Prozentpunkt p.a. höher ist. Das macht in diesem Fall eine Ersparnis beim Kupon von mind. 1 Mio. Euro p.a. für SiC also 5 Mio. Euro über die Laufzeit der Anleihe.

 

Zudem, und das ist ganz entscheidend, sind in den Anleihebedingungen der bisherigen Bondm-Emissionen praktisch keinerlei Covenants (Garantien) vorgesehen. Bei Anleihen, die bei professionellen Investoren platziert werden, geht hingegen der Trend ganz klar hin zu stärkeren Rechten für den Investor (also mehr Covenants).

 

Das SiC-Management und die Gesellschafter dürften sich bei der Transaktion also doch etwas gedacht habe. Doch ist das im Interesse gutgläubiger Anleger?

 

http://www.fixed-income.org/index.php?id=51&tx_ttnews[tt_news]=1005&cHash=05a3c688e2

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BondWurzel

Berater, die die das Geld bekommen.Ein richtiges Imressum kann ich bei denen nicht finden....

 

http://www.fms-ag.de/c/ueber_fms/

 

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2008/09 neben den 3 Vorstandsmitgliedern einen weiteren Mitarbeiter.

 

https://www.ebundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet?session.sessionid=51304633a21cd70bccb1848cef55c582&page.navid=detailsearchlisttodetailsearchdetail&fts_search_list.selected=9fc691d4c2319059&fts_search_list.destHistoryId=06200

 

Vielleicht sind Dirk Müller und und Wolfgang Müller ja verwandt.

 

biallas - communication & consulting GmbH ist eine neue GmbH, die von einem Journalisten geleitet wird...

 

Herrn Torsten Biallas, Journalist

 

http://www.biallas-cc.de/leistungen.html

 

https://www.ebundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet?session.sessionid=b960829063d0e42ec8c98c6a88182893&page.navid=detailsearchlisttodetailsearchdetail&fts_search_list.selected=e6cd7d823d0dd208&fts_search_list.destHistoryId=83629

 

Und für die gab es alleine 6 Mio?

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Stairway

Berater, die die das Geld bekommen.Ein richtiges Imressum kann ich bei denen nicht finden....

 

http://www.fms-ag.de/c/kontakt/impressum.php

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polydeikes

Heute bei Fixed Income:

 

Interview mit Thomas Heckmann, CEO, und Dirk A. Müller, CFO, SiC Processing GmbH

 

fixed-income.org: Wie werden sich die Margen entwickeln?

 

Müller: Die EBITDA-Marge wird steigen, weil der Anteil von Werken in asiatischen Märkten steigen wird. Denn in Asien sind unsere Margen aufgrund einer niedrigen Kostenstruktur höher. Die EBITDA-Marge wird daher in den kommenden drei Jahren von über 30% auf über 40% steigen.

 

fixed-income.org: Und wie wird sich der Cashflow durch den Bau der neuen Werke entwickeln?

 

Müller: Eine Standard-Linie mit einer Kapazität von 15.000 Tonnen kostet zwischen 9 und 10 Mio. Euro. Die Bauzeit beträgt 12 bis 14 Monate. Der Cash Payback der neuen Werke liegt bei unter zwei Jahren.

 

Für mich heißt das, jeder investierte Euro brauch mind. 1 Jahr bis er wieder kleine Euro(-cents) produziert. D.h. im Umkehrschluss für mich, man hat wenigstens 1 Jahr + x Zeit zu sehen was mit der Firma und dem evtl. eingeworbenen Geld angestellt wird. Insofern die einen das im Rahmen der Geschäftsberichte überhaupt sehen lassen.

 

Oder mal anders formuliert: Ich glaub nicht, dass die sich binnen 1,5 Jahre groß von 100 % nach oben lösen können, eher Abschlag. Vor allem wenn der Passus mit der Kleinanleger Verdödelei so stimmt.

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Ramstein

So ganz verstehen kann ich den geschlagenen Schaum nicht. Da werden Tartarenmeldungen über die Emissionskosten aus Fixed Income Berichten zitiert und problematisiert.

 

In dem von mir in Post #13 verlinktem Artikel der gleichen Quelle steht aber auch

 

fixed-income.org: Weshalb planen Sie eine Emission in Bondm? Bei bis zu 6 Mio. Euro Emissionskosten (lt. Wertpapierprospekt) stellt man sich die Frage nach dem Sinn der Transaktion.

 

Müller (SicC CFO): Wir rechnen realistisch eher mit 4 Mio. Euro Emissionskosten.

Und die Überschrift zu dem aufgeschlagenen Artikel lautet immerhin

 

Anleihen-Check: SiC Processing GmbH eines der attraktivsten Unternehmen in Bondm

Das Agieren des Managements am Kapitalmarkt trübt jedoch das insgesamt positive Bild

Vermutlich ist es aber einfacher zu schreiben, als erst alle verlinkten Quellen zu lesen ....

 

PS: Ich habe gezeichnet.

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Apophis

Die Antwort ist ganz einfach:

 

SiC zahlt 6 Mio. Euro und damit bewusst ca. 2 bis 3 Mio. Euro zu viel für die Emission. Doch dafür richtet sich die Emission gezielt an Privatanleger (die ein geringeres Know-how haben als institutionelle Investoren). Institutionelle Investoren würden bei den Transaktionen, wie sie in Bondm platziert werden, jedoch einen Kupon verlangen, der um mind. einen Prozentpunkt p.a. höher ist. Das macht in diesem Fall eine Ersparnis beim Kupon von mind. 1 Mio. Euro p.a. für SiC also 5 Mio. Euro über die Laufzeit der Anleihe.

 

 

http://www.fixed-inc...id=51&tx_ttnews[tt_news]=1005&cHash=05a3c688e2

 

Kapitalistisches Grundgesetz, der Unbedarfte wird gnadenlos abgezogen.

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