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SkyWalker

MT Energie GmbH

Empfohlene Beiträge

SkyWalker

Durch eine Anzeige in meiner Tageszeitung bin ich auf o.g. Anleihe aufmerksam geworden. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben der führenden Biogasanlagenbauer und sitzt im nordeutschen Zeven bei Bremen.

 

Die Fakten:

 

Emittentin MT-Energie GmbH

Volumen Bis EUR 30 Mio.

Zins p.a. 8,25 %

Zinszahlung Jährlich zum 4. April, erstmals am 4. April 2013

Laufzeit 4. April 2012 bis 3. April 2017

Rückzahlkurs 100 %

Stückelung EUR 1.000

Mindesteinlage EUR 1.000

ISIN DE000 A1MLRM7

WKN A1MLRM

Financial Covenant Eigenkapitalquote i.H.v. 20%

BörsennotizFreiverkehr, Teilsegment „der mittelstandsmarkt“, Wertpapierbörse Düsseldorf

Unternehmensrating BBB- (erteilt am 28. Dezember 2011 durch Creditreform Rating AG)

 

Die Mittelverwendung: Klick!

 

Unternehmensprofil: Klick!

 

Die Branche: Klick

 

Meinungen eurerseits zur Anleihe?

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Bassinus

Zins p.a. 8,25 % <_<

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Investor93

Hallo Skywalker,

 

soweit ich es beurteilen kann, halte ich das Unternehmen als Schuldner geeignet.

 

Der hohe Zinssatz wird aber sicher nicht aus Nächstenliebe gezahlt. Neben fehlendem Bekanntheitsgrad außerhalb der Branche werden erhöhte Risiken enthalten sein.

 

Ich habe einen kleinen Betrag gezeichnet.

 

Grüße

 

Investor93

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Karl Napf
· bearbeitet von Karl Napf

Anleihen-Vergleich dreier Mittelstands-Anleihen, darunter MT Energie

 

- - - - - - - -

 

Wertpapier-Prospekt der MT-Energie-Anleihe (172 Seiten)

In einem Nachtrag des Prospekts wird die Anleihe nun (21.3.2012) auch in Österreich angeboten.

 

8,25% für Creditreform "BBB-" scheint im Mittelstand-Segment ein eher hoher Kupon zu sein. Das liegt sicherlich auch an den abgestürzten Anleihen für Solar- und Windkraft-Hersteller; die Energiewende in Deutschland wird derzeit ja von der Regierung eher abgewürgt als gefördert.

Und MT Energie weist im Abschnitt "Risiken" des Prospekts als erstes auf die Förderung hin, ohne die das enorme Wachstum der Branche in den vergangenen Jahren nicht möglich gewesen wäre, da Biogas-Anlagen im Vergleich zu konventionellen Anlagen noch nicht wettbewerbsfähig seien. MT Energie erwähnt ausdrücklich, dass aufgrund des neuen EEG zum 1.1.2012 zu erwarten sei, dass sich der Markt für Kleinanlagen in Deutschland "rückläufig entwickeln" werde. Das ist also ein riskanter Zeitpunkt für den Einstieg.

 

Das Unternehmen zeigt auf seiner Homepage noch keine vollständigen Zahlen für 2011; der Umsatz ist von 2009 zu 2010 um 64% gestiegen und soll 2011 um weitere 37% zugelegt haben.

Die 2010er-Zahlen weisen einen Jahresüberschuss von 5,8 Mio. Euro aus; die Anleihe in Höhe von 30 Mio Euro würde bei 8,25% Zinsen jährlich immerhin 2,475 Millionen Euro Zinsen kosten. Cash Flow-Daten für 2011 gibt es noch keine.

Im Prospekt sind immerhin 9-Monats-Zahlen für 2011 enthalten - und die sehen ernüchternd aus: Bei einem Umsatzwachstum von 18% ist das EBIT um 37% geschrumpft und das Konzernergebnis sogar um 69% zurückgegangen (auf nun 752.000 Euro). Allerdings sind die Zahlen sehr stark saisonal geprägt (Q4/2010 enthielt mehr als 50% des Jahresumsatzes), weshalb die 9-Monats-Zahlen für 2011 leider nicht so viel aussagen. Q4/2011 würde mich dann doch interessieren, bevor ich hier investieren wollte.

Auffällig finde ich auch den hohen Bestand an Vorräten, der sich in den ersten 9 Monaten in 2011 auf 24 Mio. Euro verdoppelt hat; Löhne und Gehälter haben im gleichen Zeitraum "nur" um 49% zugelegt. Bei Solarfirmen haben sich hohe Vorräte im Zeitalter fallender Modulpreise als Zeitbombe erwiesen - ist das hier vielleicht ähnlich?

 

Die Anleihe enthält einen Covenant für 20% Eigenkapitalquote. Auch hier sehen die 2011er-Zahlen (9 Monate) bedenklich aus: Das Eigenkapital ist von 10,0 auf 9,1 Millionen Euro gesunken, die Verbindlichkeiten im selben Zeitraum von 37,8 auf 51,6 Mio Euro gestiegen (bei relativ konstanten Forderungen in Höhe von 18-19 Mio. Euro). Nicht gerade die Entwicklung, die man sich als Investor wünschen würde, wenn jetzt weitere 30 Mio. Euro über die Anleihen-Emission hinzu kommen sollen.

 

Der Verwendungszweck sieht spannend aus: MT Energie will mit über 80% des Erlöses seinen Kunden Kredite geben, damit diese dadurch schneller Biogas-Anlagen kaufen können. Der Biogas-Hersteller spielt also selbst Bank. Das mag einerseits sinnvoll klingen (warum soll eine Bank an den Projekten mitverdienen), aber andererseits stellen sich dabei ein paar Fragen:

  • Ist eine solche Aktion es wert, dass der Biogas-Anlagen-Hersteller sich das Geld selbst für 8,25% leihen muss?
  • Sind die Renditen für solche Anlagen aufgrund reduzierter Förderung eventuell inzwischen nicht mehr hoch genug, um den Kunden eine Kreditfinanzierung über ihre Bank schmackhaft machen zu können?
  • Wie solide sind diese Kunden, wenn sie von der Bank keine günstigeren Kredite als 8,25% bekommen können?
    (Oder verbrennt der Hersteller sogar Geld, indem er das über diese Anleihe aufgenommene Geld zu niedrigeren Zinsen weiter verleiht?)

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Ramstein

Mich überzeugt der Artikel in keiner Weise und ist daher auch kein Argument für die MT-Anleihe, sondern eher ein Argument für mangelnde Qualifikation des Schreibers.

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Karl Napf

Ich wollte ihn auch nicht als solches verstanden wissen, sondern meiner eigenen Interpretation des Prospekts eine zweite Meinung gegenüberstellen.

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SkyWalker

Danke Karl Napf, das du die Anleihe so ausführlich beleuchtet hast. Ich kenne jemanden bei MT Energie, will mal probieren etwas zu den Q4 Zahlen zu erfahren. Persönlich werde ich die Anleihe nicht zeichen, ggf. kaufe ich später über die Börse.

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checker-finance

Na ja, Windenergie und Solar sind durch, jetzt kommt Biogas. Die MT Energie betreibt die Anlagen nicht, sondern baut diese. Werden die Subventionen, d. h. Einspeisvergütungen gesenkt, bricht sofort Geschäft weg. Ich meine sogar, dass die Subventionen für Großanlagen schon zum 1.1.2012 gekürzt worden sind, oder es entsprechende Pläne gibt.

 

Da wäre mir ein Betreiber von bereits genehmigten und errichteten Anlagen lieber, da die Cash Flows da "nur" von dem Preis abhängen, zu dem die Biomasse bezogen werden kann.

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Karl Napf

Ich finde es generell bedenklich, dass derzeit mehrere Unternehmen Anleihen emittieren, bevor sie ihre Zahlen für das Gesamtjahr 2011 bekannt gegeben haben. Insbesondere dann, wenn Q4 überproportional wichtig für ein Unternehmen ist (wie im vorliegenden Fall), halte ich dies für sehr fragwürdig, um nicht zu sagen unseriös.

 

Hätte das Unternehmen nichts zu verbergen, dann könnte es mit der Emission der Anleihe ja ein paar Wochen warten. Die Vermutung liegt also nahe, dass die Q4-Zahlen schlechter ausgefallen sein könnten, als man zu diesem Zeitpunkt zugeben will.

Auch die Auswirkungen des geänderten EEG zum 1.1.2012 dürften dem Unternehmen selbst bereits besser bewusst sein, als dies an den potenziellen Investor kommuniziert wird. Die Erwähnung als Risiko im Prospekt ist vermutlich juristisch erzwungen, aber das ersetzt keine konkreten Unternehmensdaten seit der Änderung des Gesetzes.

 

Für mich sieht diese Anleihe so aus, als ob der Emittent alles auf eine Karte gesetzt hat, nämlich auf das (im BondM-Vergleich) relativ gute Rating durch Creditreform. Welche Halbwertzeit Ratings heutzutage haben, das haben wir allerdings bei Griechenland, Portugal und Irland gesehen.

Zudem hat Windreich ein um zwei Stufen besseres Rating bei Anleihen-Kursen von inzwischen unter 50%; selbst SIC Processing, die mit alternativen Energien nix am Hut haben, bietet bei gleichem Rating und Kursen um 80% inzwischen fast die doppelte Rendite.

 

Ich betrachte das gesamte Mittelstand-Bond-Segment mit erheblichem Misstrauen.

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Chartwaves

Ich betrachte das gesamte Mittelstand-Bond-Segment mit erheblichem Misstrauen.

 

Kann ich soweit nachvollziehen.

Nur, was ist die bessere Alternative?

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Al Bondy
· bearbeitet von Al Bondy
Ich betrachte das gesamte Mittelstand-Bond-Segment mit erheblichem Misstrauen.

... kann ja grundsätzlich nicht schaden,

und ich will und werde jetzt auch keine Kritik kritisieren, sondern belasse es bei ein paar Anmerkungen dazu.

 

Ich selbst betrachte nicht erst seit neulich das gesamte (Euro)Finanzsystem mit erheblichem Misstrauen - in den letzten Jahren wurden hier Grenzen und Tabus nachhaltig gebrochen, ein Zurück (oder auch Vor) ohne erhebliche Konsequenzen, Zäsuren, Verluste und Schmerzen gibt es definitiv nicht mehr. Da kann die Politik soviel bunte Pillen verteilen, Fähnchen zum Schwenken ausgeben oder wertlose Willenserklärungen mit extrem kurzer Halbwertszeit verkünden. Die klassische Staatsanleihe ist inzwischen ein Hochrisikopapier mit bewusst manipuliert erbärmlicher Rendite zu völlig unkalkulierbaren Konditionen geworden, und das meint nicht nur GR oder PIGS sondern das Gesamtsystem Staatsanleihe und Staatsfinanzierung.

 

Ferner wundert mich, dass bezüglich Mittelstandsanleihen stets und ständig nur die ohne Zweifel vorhandenen Gurken kommentiert werden - die vielen überdurchschnittlich gut gelaufenen aber kaum positiv Erwähnung finden. Anfangs hieß es unisono, es sei bei den geringen Emissionsvolumina mit schnellem Austrocknen bis zur Illiquidität zu rechnen - stattdessen sind viele Titel hochliquide und hochvolatile Trading-Vehikel geworden, mit denen man aus Zins plus Kursgewinnen durchaus 20% p.A. machen kann, wenn man zyklisch nur zweimal im Jahr umschichtet oder halbwegs kontinuierlich traded. Was wiederum natürlich weniger für klassische Buy-and-Holder geeignet erscheint, die zudem unter der höheren Volatitliät dann auch eher zeitweilig leiden. Dazu bietet sich bei etlichen Titeln die Möglichkeit, mit einmal research sowohl die Anleihe wie auch die Aktie zu handeln bzw nach gusto zu switchen. Den (Rendite)Unterschied zwischen einem "M-Bond" und einem "Nicht-M-Bond eines M-DAX-Unternehmens" bleibt ebenso unerklärlich. Aber muss letztendlich jeder selbst wissen, nur wird reines Buy-and-Hold immer gefährlicher und dazu noch weniger einträglich, und früher oder später bleibt mE ohnehin nur der fast komplette Wechsel in andere deutlich weniger rein papierhaltige Assetklassen.

 

Unvermeidlich Pflichtveranstaltung bleibt dagegen Kritik an dem verlinkten Artikel:

Eurogate, Friedola, MT-Energie – Drei Anleihen mit unterschiedlichen Renditen und Sicherheiten

... das ist nun wirklich ein völlig unqualifizierter Vergleich - wenn zwei kleine plain vanilla M-Bonds gegen einen nachrangigen Fix-to-Float-Endlos-Hybrid mit 50k-Minimum-Batch (Eurogate) gestellt werden. Das sind mal vöillig verschiedene Assetklassen, genauso könnte man zwei gewöhnliche Senior Bankanleihen gegen ein Tier antreten lassen. Wenigstens vernünftig recherchieren hätte der Schreiberling dürfen - dann wäre ihm vielleicht aufgefallen, dass eine Eurogate wahrlich nicht ohne Risiko ist. Als die Frachtratenindices in der Krise zu Boden gingen, stand die Eurogate A0JQYS im Tief bei 45.- und hat zuletzt in nur einem knappen Jahr in der Spitze wiederum 15 Punkte im Kurs verloren http://charts.comdir...INGS=1&SHOWHL=1 die im Vergleich suggerierten "8% von Eurogate" gegenüber echten Festverzinslichen sind als Momentaufnahme rein fiktiv und endlos fix-to-float überhaupt nciht berechenbar. Da gehe ich mit "Ramstein" konform, eventuell sollte der Verfasser es zukünftig besser mit Sportberichterstattung versuchen, aber lieber nur leicht überschaubare Ballsportarten ohne hohe Torfrequenz.

 

Persönlich werde ich die Anleihe nicht zeichen, ggf. kaufe ich später über die Börse.

... dafür habe ich mich bei MT ebenfalls entschlossen, da der Absatz recht schleppend verläuft und "Erneuerbare" nach den biodynamischen Skandalen und Pleiten schlicht megaout sind. Damit wird die Plazierung vermutlich ein längerer Prozess, bei dem der Kurs nach oben entsprechend gedeckelt bleibt.

 

Ich finde es generell bedenklich, dass derzeit mehrere Unternehmen Anleihen emittieren, bevor sie ihre Zahlen für das Gesamtjahr 2011 bekannt gegeben haben

... Singulus hat grad eben das Gegenteil bewiesen,

gelungener Turnaround ohne wenn und aber, EBIT von minus 80M in 2010 auf knappe plus 7M in 2011, wobei der fortgesetzte Turnaround 2012 noch als nachhaltig bestätigt werden muss.

 

MT sehe ich dennoch weniger skeptisch, an der EEG-Novelle wird noch gestritten und vermutlich realitätsbezogen nachgebessert. Gegenüber Solar und Wind hat Biomasse den unbestreitbaren Vorteil, dass sie als natürlicher Rohstoff in D (auch ohne zusätzlichen Anbau) reichlich vorhanden ist (mW >200 Mio Tonnen p.A. aus Landwirtschaft und Viehzucht). Diese Form der "Bio-Energie" wird schon seit Jahrtausenden in Mitteleuropa landwirtschaftlich praktisch genutzt, nicht umsonst ging früher eine Küchentür meist direkt in den Stall, sodass Wärme von da nach hier und Abfälle von hier nach da in früher Kreislaufwirtschaft funktionierten. Der natürlich und permanent in großen Mengen anfallende Rohstoff "Biomasse" ist ein absolutes Problemgut mit hoher Eigendynamik und Pflegeintensität - auch wenn das vielleicht lustig klingt, praktisch isses das absolut nicht, man muss nichtmal besoffen sein, um in einem Güllesilo ungewollt ums Leben zu kommen. Näheres dazu siehe zB in der GüV ("Gülleverordnung"), Handel oder Export findet kaum noch statt, seit die Ausbreitung von Tierseuchen einen Grenzübertritt ohne vorherige teure Hochdruck-und-Hitze-Sterilisierung praktisch fast unmöglich gemacht hat. Die saisonal und wetterbedingt heute unumgängliche Zwischenlagerung ist mit sehr viel Aufwand verbuinden, alles muss permanent bewegt und ständig überwacht werden. Eine kleine dezentrale Biogasanlage löst also gleich mehrere Probleme auf einmal, die Kernsperr- und wetterbedingt unkalkulierbaren Sondersperrzeiten der GüV, die dadurch erforderliche aufwändige Zwischenlagerung oder finale Entsorgung plus der daraus möglichen Energieerzeugung. Technologie- und Einspeisevergütungen kommen dann noch dazu. Drei Viertel aller Anlagen gehen daher direkt an die Landwirtschaft, Viehzüchter, Zuckerfabriken, Dorfgemeinschaften oder regionale Stadtwerke. Der Markt wird sicher nicht mehr so dynamisch wachsen wie zu Anfang, sollte aber eher dauerhaft Bestand haben als andere in unseren Breiten viel weniger nützliche oder gänzlich überflüssige Verfahren. Dazu kommt ein permanenter Wartungs- und Servicebedarf von Biogasanlagen, da das gesamte Verfahren von Fermentierung bis Gasreinigung sehr viel komplexer und betreuungsintensiver strukturiert ist als Solar- oder Windenergie-Erzeugung. Das schließt auch den fleißig simpel kopierenden Chinesen als direkten Wettbewerber relativ aus. Wenn eine gewisse Anzahl Anlagen verkauft sind, wird der Service- und Wartungsbereich im Unternehmen anteilig immer stärker mittragend. Das "Finanzierungsmodell" erklärt sich letztendlich auch quasi von selbst - auf dem Land gibt es natürlich jede Menge Vermögensmillionäre (Grund-, Land- und Forstbesitz), nur Bares und Frauen haben die i.d.R. nicht bzw überwiegend viel zu wenig - auf jeden Fall im Verhältnis zur ständig anfallenden Biomasse. Und die kreditgebenden ländlichen Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken müssen ja zunehmend ihre maroden Landesbanken mittragen bzw. ihre Beteiligungen daran mit Eigenkapital unterlegen. Auf die endgültigen 2011er MT-Zahlen warte ich natürlich auch noch, dann wird man weiter sehen ...

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John Silver

Ich finde es generell bedenklich, dass derzeit mehrere Unternehmen Anleihen emittieren, bevor sie ihre Zahlen für das Gesamtjahr 2011 bekannt gegeben haben. Insbesondere dann, wenn Q4 überproportional wichtig für ein Unternehmen ist (wie im vorliegenden Fall), halte ich dies für sehr fragwürdig, um nicht zu sagen unseriös.

 

Hätte das Unternehmen nichts zu verbergen, dann könnte es mit der Emission der Anleihe ja ein paar Wochen warten. Die Vermutung liegt also nahe, dass die Q4-Zahlen schlechter ausgefallen sein könnten, als man zu diesem Zeitpunkt zugeben will.

...

Ich meine die hätten nicht warten sondern den Jahresabschluss ein wenig schneller fertig stellen sollen. Das spricht nicht gerade für das Rechnungwesen und die Wirtschaftsprüfer. Ist ja schon praktisch das erste Quartal wieder rum. Das hat noch nicht mal etwas mit Fast-Close oder so zu tun. Wenn man so eine Emission vor hat ist das für den Finanzvorstand eigentlich peinlich. Das wäre mal ein schönes Thema für eine IR-Sitzung. Da kann man auch gleich mal nachfragen was das Controlling wohl den ganzen Tag so macht.

 

...

Ein sehr schöner Beitrag, inbesondere der letzte Teil über die Biogasanlagen ist sehr informativ ...

 

Das "Finanzierungsmodell" erklärt sich letztendlich auch quasi von selbst - auf dem Land gibt es natürlich jede Menge Vermögensmillionäre (Grund-, Land- und Forstbesitz), nur Bares und Frauen haben die i.d.R. nicht bzw überwiegend viel zu wenig - auf jeden Fall im Verhältnis zur ständig anfallenden Biomasse. ...

... und zum Teil auch äußerst gelungen. :lol::thumbsup::D

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Stift
· bearbeitet von Stift

MT-Energie GmbH: Zeichnungsfrist der MT-Energie-Anleihe an der Börse Düsseldorf beendet

Düsseldorf / Zeven, den 2. April 2012 - Die offizielle Zeichnungsfrist der MT-Energie-Anleihe an der Börse Düsseldorf endete am 30. März 2012. Demnach konnte die MT-Energie, einer der führenden Biogasanlagenbauer Europas, bei privaten und institutionellen Anlegern insgesamt rund EUR 10 Mio. platzieren. Auch nach Ablauf der Zeichnungsfrist können interessierte Investoren die Anleihe weiter über die Gesellschaft zeichnen bzw. diese ab der geplanten Erstnotiz am 4. April 2012 über ihre Bank an der Düsseldorfer Börse erwerben.

 

...

 

 

Ganze Nachricht bei yahoo

 

Mit der MT-Energie GmbH emittiert einer der führenden europäischen Hersteller von Biogasanlagen eine Unternehmensanleihe im Volumen von bis zu 30 Mio. Euro.

 

Hervorhebungen von mir...

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Chartwaves

Bei alternativen Energien sind die Leute halt vorsichtiger geworden, siehe Solarindustrie und SIAG Schaaf Insolvenz.

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Stift
· bearbeitet von Stift

Nun sind es 13,6 Mio. geworden:

 

- Anleiheemission bringt 13,6 Mio. EUR

 

- Im laufenden Jahr mehr als 25 neue Biogasanlagen in Italien und der Slowakei

 

- Erste Referenzanlage in Polen geht in den Bau

 

- Investitionsstau im deutschen Markt nach EEG-Novelle löst sich noch nicht auf

 

 

DGAP-News

 

Gehen die Darlehn nach Italien und die Slowakei und nicht zu deutschen "Vermögensmillionären"?

Hoffentlich bleibt Italien im Euro :blushing:

 

...

Auch nach Ablauf der Zeichnungsfrist können interessierte Investoren die Anleihe weiter über die Gesellschaft zeichnen ...

 

Mit dem Zeichnen zu 100 ist es nun also vorbei, ein Kursfeuerwerk dürfte es aber leider nicht geben.

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Stift
(PresseBox) Zeven, 22.10.2012 , Die MT-Energie GmbH, einer der führenden Anlagenbauer Europas in der Zukunftsbranche Biogas, gibt bekannt, dass ihre Bonität mit der Note BBB- im Rahmen eines Rating-Updates von der Creditreform Rating AG bestätigt wurde. Das Unternehmen liegt damit weiterhin im Bereich "Investment Grade".

 

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Investor93
(PresseBox) Das Unternehmen liegt damit weiterhin im Bereich "Investment Grade".

 

 

 

Und jetzt?

 

 

Der Kurs ist seit gesten in Frankfurt von 106% auf 92% gefallen.

 

Ich finde keine Nachrichten neueren Datums im Netz.

 

 

 

 

Investor93

 

 

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Latscher

 

 

Und jetzt?

 

 

Der Kurs ist seit gesten in Frankfurt von 106% auf 92% gefallen.

 

Ich finde keine Nachrichten neueren Datums im Netz.

 

 

 

 

Investor93

 

 

 

Das ganze Marktsegment hängt seit der Emission der Titanic - äh - Deutschland - total durch. Laut bondboard knallt es auch gerade begründet bei travel24. Dazu wfg ...

 

Ähnliche Verläufe z.b. bei getgoods, eterna, homann, etc. So lange da einer vom anderen abschreibt, kann das schnell gehen ...

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BidiBondi

WICHTIGE INFORMATION VOM 13.12.2012 FÜR UNSERE ANLEIHEINVESTOREN

 

Liebe Anleger,

 

wie Sie vermutlich bereits bemerkt haben, ist der Kurs unserer Anleihe seit gestern und heute im Tagesverlauf stärker gefallen. Dazu können wir Ihnen mitteilen, dass es seitens MT-Energie keinerlei negative Nachrichten gibt, die dies begründen könnten. Es haben sich gegenüber den veröffentlichten Informationen keine Änderungen ergeben. Wenn Sie unsere jüngsten Veröffentlichungen verfolgt haben, waren diese eher durch positive Nachrichten wie der Kooperation mit Big Dutchman geprägt.

 

Von daher können wir den Kursrückgang aus fundamentaler Sicht in keiner Weise nachvollziehen. Aus dem Kapitalmarkt hören wir, dass angesichts vereinzelter negativer Nachrichten von anderen Emittenten aus dem Segment der Mittelstandsanleihen möglicherweise einzelne Anleiheinvestoren ihre Positionen nun zum Jahresende zu teilweise unlimitierten Kursen auflösen. Dies betrifft aktuell auch die Kurse anderer Emittenten, nicht nur MT-Energie.

 

Offenbar besteht dadurch heute und gestern aber ein Angebotsüberhang, dem aktuell nicht eine entsprechende Nachfrage gegenübersteht. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne unter den im Bereich Kontakt" genannten Kontaktdaten zur Verfügung.

 

Freundliche Grüße und frohe Weihnachten

 

Die Geschäftsführung von MT-Energie

 

http://www.mt-energie.com/de/anleihe

 

Ist von der Homepage des Unternehmens.

 

 

Ich habe zusätzlich noch das Gerücht gehört, ein Fonds haette sich von seinem Bestand (200k) getrennt.

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franko1313
· bearbeitet von vanity
Verschoben aus Transen-Thread (deshalb nicht über die Reihenfolge wundern!)

Kauf A1MLRM @93,5 in Düsseldorf (gibt es mittlerweile in Frankfurt billiger)

MT-Energie GmbH Anleihe v.2012

 

 

 

Warum ist die Anleihe in den letzten Tagen von 105 auf 93 gefallen? Gibt es Infos? konnte nichts finden

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tonipolster

Die Meldung von Mitte Dezember hat man mittlerweile wieder von der Homepage gelöscht. War ja auch nicht so professionell, oder will man in Zukunft jede Kursbewegung kommentieren?

 

Grundsätzlich finde ich das Risiko bei der Anleihe nicht angemessen eingepreist: Im Halbjahr hat man deutlich höhere Personal- und Sachkosten ausgewiesen und der Verlust war dementsprechend deutlich größer als im Vorjahr. In Verbindung mit der gestiegenen Bilanzsumme ist man darauf angewiesen, einen ordentlichen Gewinn in der 2. Jahreshälfte auszuweisen, damit der Eigenkapital-Covenant eingehalten werden kann. Da bin ich sehr gespannt, der Biogas-Verband spricht von einer "katastrophalen" Auftragslage (http://www.biogas.org/edcom/webfvb.nsf/id/DE_PM-29-12).

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tonipolster

Die Konkurrenz hat ein paar Probleme:

http://www.envitec-b...-notwendig.html

 

EnviTec Biogas erwartet deutlichen Umsatzrückgang in 2013

 

Lohne, 28. Januar 2013 Die niedrige Nachfrage nach Biogasanlagen wird in diesem Jahr zu einem signifikanten Umsatzrückgang für die EnviTec Biogas AG im Bereich des Anlagenbaus führen, der durch die Segmente Eigenbetrieb, Service und Energy nicht vollständig kompensiert werden kann. Aufgrund der geringer ausfallenden Umsatzerwartungen für 2013 hat der Vorstand der niedersächsischen EnviTec Biogas daher entschieden, mit sofortiger Wirkung nachhaltige Struktur- und Personalanpassungen im Segment Anlagenbau vorzunehmen.

 

Wir bedauern sehr, dass wir an unseren beiden Standorten Lohne und Saerbeck knapp 70 Stellen reduzieren müssen und dadurch Mitarbeiter verlieren", sagt Olaf von Lehmden, Vorstandsvorsitzender der EnviTec Biogas. Der überwiegende Teil der Personalanpassungen ist im Bereich der Abwicklung zu verzeichnen, Kürzungen werden jedoch auch in der Verwaltung und anderen Bereichen vorgenommen. Darüber hinaus werden in den nächsten Wochen alle Auslandsniederlassung auf Nachhaltigkeit und Effizienz überprüft.

 

Das zu Beginn 2012 in Kraft getretene Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat zu einem dramatischen Einbruch der Nachfrage in Deutschland geführt. Die veränderten Rahmenbedingungen werden zudem von der Politik laufend in Frage gestellt, so dass es an politischer und ökonomischer Planungssicherheit fehlt. Auch in den ausländischen Märkten sind wir einer ständigen Veränderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen ausgesetzt, dies macht es für uns notwendig, uns noch flexibler aufzustellen und noch effizienter zu wirtschaften," so von Lehmden weiter. Um dem Marktumfeld gerecht zu werden und weiterhin profitabel bleiben zu können, sei eine nachhaltige Ausrichtung des Unternehmens unabdingbar.

 

Das in Lohne ansässige Unternehmen erwartet für das laufende Geschäftsjahr bei einem positiven Konzernergebnis einen Konzernumsatz von 170 - 180 Millionen Euro.

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Stift

Nicht nur die Konkurrenz hat ein paar Probleme:

 

Nachfragerückgang auf dem deutschen Markt erfordert Personalabbau bei MT-Energie

Nachfragerückgang auf dem deutschen Markt erfordert Personalabbau bei MT-Energie

 

MT-Energie GmbH / Schlagwort(e): Strategische Unternehmensentscheidung

 

18.03.2013 09:00

 

Veröffentlichung einer Corporate News, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

 

Zeven, den 18. März 2013 - Das zu Beginn des Jahres 2012 in Kraft getretene novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und die stark gestiegenen Agrarpreise haben dazu geführt, dass die Nachfrage nach neuen Biogasanlagen in Deutschland deutlicher zurückgegangen ist als der Zevener Biogasspezialist MT-Energie GmbH erwartet hatte. Die geänderten Marktgegebenheiten erfordern daher aus Sicht des Unternehmens nachhaltige strukturelle Anpassungen.

 

Mit dem Abbau von Überkapazitäten, die durch das starke und profitable Unternehmenswachstum der Vorjahre entstanden waren, wurde bereits im Jahresverlauf 2012 begonnen. Nun wird sich das Unternehmen in einem weiteren Schritt am Hauptstandort Zeven kurzfristig von etwa 70 Mitarbeitern trennen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Kostensituation des MT-Energie Konzerns an die veränderte Marktlage anzupassen, um die Ertragssituation wieder nachhaltig zu stärken. Zum 31. Dezember 2012 beschäftigte der MT-Energie Konzern insgesamt rund 715 Vollzeitarbeitskräfte.

 

Hinzu kommen Kapazitätsanpassungen in den Auslandsniederlassungen entsprechend den jeweiligen Marktperspektiven. Mit einem Auslandsanteil in Höhe von etwa 50 Prozent ist MT-Energie bereits heute in 10 Ländern engagiert und will sein Auslandsgeschäft weiter fokussiert ausbauen. MT-Energie sieht weltweit ein großes Potenzial für die effiziente Nutzung der Biogastechnologie. Das weitere Wachstum des Unternehmens wird aus Sicht des Unternehmens daher vornehmlich in den internationalen Märkten stattfinden.

 

Den Konzernjahresabschluss für das Geschäftsjahr 2012 wird die MT-Energie GmbH wie geplant im Mai 2013 veröffentlichen. Die Zahlung des ersten Zinskupons der Anleihe findet am 4. April statt.

 

Über MT-Energie

 

Die MT-Energie GmbH zählt zu den führenden Anlagenbauern in der Zukunftsbranche Biogas. MT-Energie bietet das gesamte Portfolio der Biogastechnologie an. Weltweit stehen MT-Mitarbeiter für eine hohe Kompetenz in Projektierung und Anlagenbau. Zudem werden allen Biogasanlagen, unabhängig vom Hersteller, technische und prozessbiologische Services angeboten. Über die Tochtergesellschaft MT-Biomethan GmbH ist die MT-Energie darüber hinaus der führende Anbieter von Biogas-Aufbereitungstechnik. Damit kann Biogas auf Erdgasqualität gereinigt und in das allgemeine Erdgasnetz eingespeist werden. Hierdurch ergeben sich vielfältige Nutzungsmöglichkeiten für diese Energieform.

 

Weitere Information zur MT-Energie unter www.mt-energie.com

 

Kontakt:

 

Henryk Deter Telefon: +49 (0)611 - 20 58 55-13 E-Mail: deter@cometis.de

 

Patrick Ortner Telefon: +49 (0)611 - 20 58 55-16 E-Mail: ortner@cometis.de

 

cometis AG Unter den Eichen 7 65195 Wiesbaden www.cometis

 

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