Niniveh

Gesetzliche Rente / Rendite

197 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben

Hallo

 

In absehbarer Zeit mache ich mich möglicherweise selbständig und könnte, weil ich Angestellte haben würde, aus der gesetzlichen Rentenversicherung aussteigen.

Bis dahin wäre ich 50 Jahre alt und hätte knapp 35 Jahre Beiträge an die gesetzliche entrichtet. Wenn es gut geht, hätte ich ca. 600 monatlich für meine weitere Rentenabsicherung. Das ist z.Zt. aus bekannten Gründen besonders heikel. Zumal meine Zeit bis zur Rente dann vielleicht nur noch 15 oder 20 Jahre beträgt.

Hier ein Link zur angeblichen Rendite der gesetzlichen Rentenversicherung. Das sieht, wenn die Angaben stimmen gar nicht so schlecht aus:

Rendite der ges. rente

So 3%, keine geldwerte Anlage, "Wärungskriesen"-sicher und mir scheint das allgemeine Ausfallrisiko relativ gering zu sein.

 

Natürlich habe ich noch etwas private Vorsorge geleistet und werde voraussichtlich mietfrei in der Rente wohnen können.

Alternativ überlege ich mir direkten Aktienkäufe, das hat aber einige Haken wie ich finde, oder einen Rentensparplan von Ottes "PI Global Value Fund" EUR P (WKN A0NE9G).

Was meint ihr dazu?

 

Danke

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Geschrieben · bearbeitet von Fondsanleger1966

Hallo!

 

Die Renditeberechnung der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) ist etwas getunt. Schau Dir dazu mal http://www.faz.net/aktuell/finanzen/fonds-mehr/rentenversicherung-die-rentabilitaet-der-gesetzlichen-rente-laesst-zu-wuenschen-uebrig-1281118.html an oder die alternativen Berechnungen bei Finanztest (z.B. http://www.test.de/G...mmer-1685941-0/ ).

 

Und natürlich sind Eingriffe von Seiten der Politik auf die GRV jederzeit möglich.

 

Ein heikler Punkt ist die Absicherung der Erwerbsunfähigkeit (BU). Der Schutz der GRV geht nach ein paar Jahren verloren. Eine freiwillige Weiterversicherung würde ihn nicht in jedem Fall erhalten. Es gab dafür einen Stichtag beim Alter. Du solltest Dich da nach Details erkundigen.

 

Ansonsten müsstest Du die BU über eine private Versicherung abdecken, was in Deinem Alter je nach Gesundheitszustand teilweise nicht einfach ist. Am besten gehst Du das Thema mglst. frühzeitig mit professioneller Hilfe an (kompetenter Honorarberater oder spezialisierter Makler).

 

Ähnlich sieht es bei dem Thema Hinterbliebenenschutz aus.

 

Die verbleibenden Mittel würde ich vermutlich in einer freien, jederzeit verfügbaren Form anlegen. Dann hättest Du auch einen vorzeitigen Zugriff auf das Geld. Dafür kämen z.B. Fonds- oder ETF-Sparpläne infrage, vorzugsweise mit bewährten, soliden Misch- oder Anleihenfonds oder eine entsprechende ETF-Mischung. Den Otte-Fonds würde ich höchstens beimischen.

 

Allerdings besteht dann kein Pfändungsschutz für diese Anlagen. Und auch Hartz-IV-fest sind sie - über die allgemeinen Freibeträge hinaus - nicht.

 

Eine Alternative könnte eine pfändungsgeschützte Police nach § 851 ZPO sein. Rürrup zählt nur eingeschränkt dazu - siehe z.B.

http://www.fiala.de/...-2012_60-61.pdf

 

Nachteil ist, dass kein vorzeitiger Zugriff auf das aufgebaute Kapital möglich ist. Außerdem nur eingeschränkte Vererbbarkeit usw.

 

Gutes Start in die Selbständigkeit!

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Geschrieben

Was meint ihr dazu?

Ich habe mir die Rendite-Berechnung nicht angesehen.

Du solltest aber berücksichtigen, daß die gesetzliche RV noch mehr bietet:

- In deinem Alter kommst du vermutlich ggf. noch in den Genuß einer BU-Rente (oder hat dein Jahrgang die knapp verpasst?)

- die gesetzliche RV zahlt nach einem Unfall ggf. auch Reha-Maßnahmen usw.

 

Stattdessen in Aktien zu investieren hat den Nachteil, daß du nicht wissen kannst, wie lange du von dem Geld leben mußt.

Die gesetzliche RV zahlt ja ggf. unendlich lange.

 

Andererseits, wenn ich die aktuelle Diskussion berücksichtige: Wozu dann überhaupt noch groß vorsorgen?

Solange du "lange genug" gearbeitet hast, scheinen doch 850Euro sicher zu sein, egal ob CDU oder SPD ans Ruder kommen bzw. da bleiben.

 

Gruß, Michael

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Geschrieben

Ich habe mir die Rendite-Berechnung nicht angesehen.

Du solltest aber berücksichtigen, daß die gesetzliche RV noch mehr bietet:

- In deinem Alter kommst du vermutlich ggf. noch in den Genuß einer BU-Rente (oder hat dein Jahrgang die knapp verpasst?)

- die gesetzliche RV zahlt nach einem Unfall ggf. auch Reha-Maßnahmen usw.

Das ist in der Zahl oben alles bereits rausgerechnet worden.

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Geschrieben

In deinem Alter kommst du vermutlich ggf. noch in den Genuß einer BU-Rente (oder hat dein Jahrgang die knapp verpasst?)

In den Genuss kommen seit 2001 nur noch die vor 1961 geborenen Jahrgänge.Wenn er in "absehbarer Zeit" 50 wird,ist es damit leider Essig...

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Geschrieben

Bis dahin wäre ich 50 Jahre alt und hätte knapp 35 Jahre Beiträge an die gesetzliche entrichtet.

 

Wie hoch ist Deine bisher erreichte Rentenanwartschaft nach der letzten Renteninformation? Welche Rentenanwartschaft könntest Du mit dem Mindestbeitrag oder dem Regelbeitrag für Selbständige bis zum Renteneintritt erreichen? Rechnest Du mit einer Einheitsrente oder einer Rente in Höhe von 43% des letzten Nettoverdienstes? Welche Versorgungslücke wird nach der aktuellen Rentenanwartschaft vorliegen?

 

Das ist z.Zt. aus bekannten Gründen besonders heikel. Zumal meine Zeit bis zur Rente dann vielleicht nur noch 15 oder 20 Jahre beträgt.

 

Vielleicht stehe ich ja gerade auch dem Schlauch, aber welche Gründe meinst Du?

 

600 Euro pro Monat über 15 bis 20 Jahre könnte je nach Einkommen und Versorgungslücke zu wenig sein.

 

 

So 3%, keine geldwerte Anlage, "Wärungskriesen"-sicher und mir scheint das allgemeine Ausfallrisiko relativ gering zu sein.

 

Bei den 3% fehlt meiner Einschätzung nach noch das Minuszeichen. Zudem sehe ich zwar kein Währungsrisiko, das allgemeine Ausfallrisiko für hohe freiwillige Zahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung würde ich aber im Vergleich zu einer breit gestreuten AV als wesentlich höher einschätzen.

 

 

Natürlich habe ich noch etwas private Vorsorge geleistet und werde voraussichtlich mietfrei in der Rente wohnen können.

 

Ist die selbstgenutzte Immobilie die einzige "Vorsorge", oder bestehen noch Lebensversicherungen oder eine betriebliche Altersvorsorge? Wie hoch und zu welchem Zinssatz ist die Immobilie belastet, sind Sondertilgungen möglich? Welche Rechtsform ist geplant?

 

 

Alternativ überlege ich mir direkten Aktienkäufe, das hat aber einige Haken wie ich finde, oder einen Rentensparplan von Ottes "PI Global Value Fund" EUR P (WKN A0NE9G).

 

Von dem Fonds würde ich die Finger lassen, da gibt es bessere Möglichkeiten für den diversifizierten Vermögensaufbau zur AV.

 

 

 

Ausgehend von den eingangs genannten Daten würde ich

> maximal den Mindestbeitrag in die GRV einzahlen (Sinnhaftigkeit prüfen mit Rentenberater)

> private BU-/EU-Versicherung abschließen

> vor Einführung der Unisex-Tarife eine kleine kostengünstige klassische Rürup-Versicherung abschließen ohne Fondsgedöns

> die Hypothek möglichst schnell tilgen

> das was dann noch übrig bleibt zur Häflte in einen oder mehrere weltweite Aktienfonds investieren und die andere Hälfte risikolos anlegen

 

 

 

 

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Geschrieben

So ein Mist, seit einer halben Stunde schreibe ich an einer Reaktion auf eure Antworten und mit einem Mausklick ist alles gelöscht. crying.gif

 

Auf jeden Fall bedanke ich mich bei euch.

 

P.s.:

Von Ottes "PI Global Value Fund" (WKN A0NE9G) scheint ihr allgemein nicht so viel zu halten.

Warum eigentlich? Ich finde ihn und seine Ansichten eher subjektiv super, objektiv kann ich seine Anlagegeschäfte nicht wirklich beurteilen.Problematisch sehe ich dabei jedenfalls die relativ hohen Gebühren, welche erst durch eine Wertsteigerung ausgeglichen sein wollen, zusätzlich möglicherweise eine Quellensteuer und möglicherweise nochmals eine Quellensteuer aus dem Land, wo der Fond geführt wird. Das kann man sich zwar zurückerstatten lassen, das soll aber ein erheblicher bürokratischer Aufwand sein und die Rückzahlung dauert angeblich Jahre.

Ob da am Ende etwas übrig bleibt ist die Frage. :(

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Geschrieben · bearbeitet von Fondsanleger1966

Von Ottes "PI Global Value Fund" (WKN A0NE9G) scheint ihr allgemein nicht so viel zu halten.

Warum eigentlich?

Es gibt einen eigenen Thread zu dem Fonds: http://www.wertpapie...max-otte-fonds/ . Da findest Du einige Pro/Contras.

 

Bei Morningstar kannst Du den Fonds mit verschiedenen Indizes vergleichen und das Portfolio analysieren lassen.

 

Bei einem Vergleich mit Indizes muss man natürlich berücksichtigen, dass der Fonds stark in Midcaps, Smallcaps und sogar Microcaps investiert. http://www.morningst...000001ZTX&tab=3

 

Im Vergleich mit einem MSCI World Small Cap verschwindet die Outperformance des Fonds fast vollständig. Das Risiko entspricht sich annäherend.

 

EDIT: Laut http://www.boerse-on...619299.html?p=5 ist der Fonds erst seit dem Frühjahr 2011 zum Vertrieb in Deutschland zugelassen und musste dafür Änderungen in der Anlagestrategie vornehmen (kein physisches Gold mehr, ausreichend starke Streuung der Titel). Seitdem läuft der Fonds unterdurchschnittlich. Zit Max Otte aus dem Interview: "In der Tat kann es zu einer Minderperformance kommen." Das ist wohl eingetreten.

 

Außerdem stellt sich die Frage, bis zu welchem Volumen der Fonds in Microcaps investieren kann, ohne ein zu hohes Liquiditätsrisiko einzugehen.

 

Schließlich ist auch noch die Frage interessant, wie stark und wie dauerhaft Otte mit eigenem Geld im Fonds investiert ist.

 

Problematisch sehe ich dabei jedenfalls die relativ hohen Gebühren, welche erst durch eine Wertsteigerung ausgeglichen sein wollen

Die Charts sind immer nach Abzug der fondsinternen Kosten.

 

Abgesehen davon sind die laufenden Kosten des Fonds für das Produkt eines kleinen Vermögensverwalter zwar nicht wirklich günstig, sie liegen aber auch nicht richtig hoch. Es gibt immerhin keine Performance Fee.

 

zusätzlich möglicherweise eine Quellensteuer und möglicherweise nochmals eine Quellensteuer aus dem Land, wo der Fond geführt wird. Das kann man sich zwar zurückerstatten lassen, das soll aber ein erheblicher bürokratischer Aufwand sein und die Rückzahlung dauert angeblich Jahre.

Quellensteuererstattung aus Liechtenstein? Das solltest Du noch einmal gründlich überprüfen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass viele Staaten eine Steueroase wie Liechtenstein über DBAs auch noch fördern.

 

Außerdem ist der Fonds als ausländischer Thesaurierer für deutsche Anleger mit inländischer Verwahrstelle steuerlich umständlich:

1.) mglw. jedes Jahr Anlage KAP erforderlich.

2.) Doppelbesteuerung beim Verkauf.

3.) mglw. sogar Strafbesteuerung beim Verkauf.

 

Wenn man das nicht selbst machen will oder kann, ist auch noch ein Steuerberater erforderlich.

 

Mein Resümee: Kann man beimischen, wenn man es unbedingt will, aber ich würde den Fonds im Depot nicht zu stark gewichten. Und es gibt meiner Meinung nach genügend gute Alternativen.

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Geschrieben

https://www.tagesschau.de/inland/rentenalter-101.html

 

Rente mit 69 darf kein Tabu mehr sein. Ich hoffe, man denkt auch mal über die Abschaffung der Rente nach und zahlt den Leuten ihr Geld aus und überlässt sie sich selber, anstatt zu überlegen wie man die wohl größte Kapitalvernichtungsmaschinerie künstlich beatmet bekommt. Das wäre mal ein richtiger Fortschritt. Menschen, die für sich selber (vor)sorgen. 

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Geschrieben

vor 15 Minuten schrieb Juninho:

Rente mit 69 darf kein Tabu mehr sein.

Das sehe ich auch so. Die Rentenbezugsdauer hat sich seit Einführung der Umlagefinanzierung fast verdoppelt. Und der Beginn der Erwerbstätigkeit hat sich ebenfalls nach oben verschoben.

 

vor 15 Minuten schrieb Juninho:

Das wäre mal ein richtiger Fortschritt.

Träum weiter... das wird nicht funktionieren.

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Geschrieben · bearbeitet von Juninho

vor 14 Minuten schrieb odensee:

Die Rentenbezugsdauer hat sich seit Einführung der Umlagefinanzierung fast verdoppelt. Und der Beginn der Erwerbstätigkeit hat sich ebenfalls nach oben verschoben.

 

Ja richtig und die Geburtenraten sind auch noch eingebrochen. Ich schließe daraus, dass die Umlagefinanzierung Blödsinn ist und mit der Lebensweise der Menschen in diesem Land nicht vereinbar ist. Insbesondere die DINK-Akademiker Schicht, die der Motor des Landes sind, interessiert sich vor allem für sich selber, ihre Karriere, Sportwägen und Dachgeschosswohnungen und eben nicht für Kinder und Rentner. Warum diese Personengruppe dann gerade mit sämtlichen Regulierungen und Zwängen gegängelt wird, ist mir ein Rätsel und großer Schwachsinn. 

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Geschrieben

vor 21 Minuten schrieb odensee:

Das sehe ich auch so. Die Rentenbezugsdauer hat sich seit Einführung der Umlagefinanzierung fast verdoppelt. Und der Beginn der Erwerbstätigkeit hat sich ebenfalls nach oben verschoben.

 

Träum weiter... das wird nicht funktionieren.

Ich will dir nicht zu nahe treten , aber ich gehe davon aus , dass du Rentner oder Pensionär bist , insofern ist deine Zustimmung zu 69 natürlich verständlich .

Du bist doch auch ein Leben lang mit diesem System vertraut , warum musste das denn alles so kommen , es gibt immerhin Länder wie z.B. Österreich , die wesentlich gescheiter aufgestellt sind .

Fühlst du sich mitschuldig ,?  bist du nicht auch der Meinung , dass man die Jugend in eine Situation bringt , bei der ihr früher auf die Strasse gegangen und protestiert hättet und ja , selbst vorsorgen vielleicht allenfalls für Leute , die sich im Finanzsystem auskennen und traden , für Normalos gilt bei Null-Zins eben Null- Ertrag .

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Geschrieben · bearbeitet von odensee

vor 13 Minuten schrieb pecunia magna:

Ich will dir nicht zu nahe treten , aber ich gehe davon aus , dass du Rentner oder Pensionär bist ,

Falsch. :rolleyes:

 

Es hat (meinetwegen: zuwenig, aber immerhin) einige Änderungen an der gesetzlichen Rentenversicherung gegeben, die meiner Meinung nach in die richtige Richtung weisen. Das ist zum einen der Einstieg in die staatlich geförderte kapitalgedeckte Altersvorsorge ("Riester" und "Rürup"). Mag technisch deutlich verbesserungswürdig sein, aber die Richtung stimmte mMn.

Zum anderen ist da die mit den Jahren zunehmende Besteuerung der Altersrenten und damit einhergehend die (teilweise) steuerliche Absetzbarkeit der Einazhlungen in die GRV "heute".

 

vor 13 Minuten schrieb pecunia magna:

selbst vorsorgen vielleicht allenfalls für Leute , die sich im Finanzsystem auskennen und traden , für Normalos gilt bei Null-Zins eben Null- Ertrag .

Tja, genau das ist der Grund (mMn), warum wir eine gesetzliche Rentenversicherung brauchen. Die von dir so bezeichneten "Normalos" legen viel zuwenig zurück (und das auch noch zu miserablen Konditionen). Bei einer Abschaffung der GRV ist Altersarmut in breiten Kreisen vorprogrammiert.

 

edit: ich halte das Thema für ziemlich wichtig, gerade für jüngere, aber hier ist es off-topic und es wird "politisch" (und "Umlageverfahren" vs. "Kapitaldeckung" wurde auch schon oft durchgekaut)

 

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Geschrieben

vor 42 Minuten schrieb pecunia magna:

... es gibt immerhin Länder wie z.B. Österreich , die wesentlich gescheiter aufgestellt sind ...

So toll scheint es in Österreich wohl auch nicht zu sein:

Zitat

Das österreichische Rentensystem
"In keiner Weise vorzüglich"
Rentnerparadies Österreich: Diesen Ruf genießt die Alpenregion wegen vergleichsweise hoher Renten - auch für Menschen, die nicht zu den Spitzenverdienern gehört haben oder längere Zeit ausgesetzt haben. Doch das angebliche Vorbild für ein funktionierendes Rentensystem hat ein Finanzierungsproblem.

hier der ganze Artikel KLICK

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Geschrieben · bearbeitet von Juninho

vor einer Stunde schrieb odensee:

Tja, genau das ist der Grund (mMn), warum wir eine gesetzliche Rentenversicherung brauchen. Die von dir so bezeichneten "Normalos" legen viel zuwenig zurück (und das auch noch zu miserablen Konditionen). Bei einer Abschaffung der GRV ist Altersarmut in breiten Kreisen vorprogrammiert.

Eine Mutter hat die Möglichkeit ihre Kinder zu selbstständigen Wesen zu erziehen oder sie zu verhätscheln, so dass Pflegefälle rauskommen, die sich nicht mal selber die Schuhe binden können. Die Leute sind also ahnungslos, weil der Staat ihnen vorgaukelt, man könne sich auf ihn verlassen. Gäbe es keine ges. Rentenversicherung, würden die Menschen sich selber Gedanken machen (müssen). Vor allem im Informationszeitalter ist das auch kein Problem mehr und damit auch nicht mehr zeitgemäß. Des weiteren gibt es ja durchaus Leute, die Leben gar nicht darauf ausrichten die 60 Jahre zu erreichen. Diese Leute werden völlig grundlos enteignet. 

 

vor einer Stunde schrieb odensee:

ich halte das Thema für ziemlich wichtig, gerade für jüngere, aber hier ist es off-topic

Hier ist doch der off-topic Bereich? Wo würde es denn hinpassen?

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Geschrieben

vor 1 Stunde schrieb jogo08:

So toll scheint es in Österreich wohl auch nicht zu sein:

hier der ganze Artikel KLICK

Ja , danke für den link ,es gibt die uneingeschränkt gute Lösung wohl kaum , aber die in Österreich ist besser als unsere .

Das , was da mit 15 Milliarden angegeben wird ist natürlich winzig , gemessen an dem , was wir an Pensionen zahlen und die sind allemal Steuerfinanziert und genau genommen liegen sie über den üblichen Renten .

Die Durchschnittsrenten werden bei unds zusätzlich durch Komplementärmittel bezuschusst , auch Milliarden , Wohnungsgeld , Grundsicherung usw.

Wo wäre denn dann der Ort wo man es , wenn überhaupt angemessen diskutieren kann , hier wird man bei Politischen Äußerungen wohl zurückgepfiffen , wie ich hin und  wieder lese und Rente ist nunmal politsch .

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Geschrieben

vor 1 Stunde schrieb Juninho:

Hier ist doch der off-topic Bereich? Wo würde es denn hinpassen?

 

Gerade eben schrieb pecunia magna:

Wo wäre denn dann der Ort wo man es , wenn überhaupt angemessen diskutieren kann , hier wird man bei Politischen Äußerungen wohl zurückgepfiffen , wie ich hin und  wieder lese und Rente ist nunmal politsch .

 

In den Politikthread ... :-*

(P.S.: Mundschutz nicht vergessen!)

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vor 5 Minuten schrieb Kezboard:

 

 

In den Politikthread ... :-*

(P.S.: Mundschutz nicht vergessen!)

Will ja kein Kirschkernschnitzer sein, allerdings ist Rente doch eher Einzelwirtschaft? Wie viel habe ich eingezahlt, wie viel bekomme ich raus... bzw. Volkswirtschaft wenn man es gesamtwirtschaftlich betrachtet. Vom Mackenroth-Theorem hab ich jedenfalls mal in VWL gehört. 

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vor 33 Minuten schrieb Juninho:

Will ja kein Kirschkernschnitzer sein, allerdings ist Rente doch eher Einzelwirtschaft? Wie viel habe ich eingezahlt, wie viel bekomme ich raus... bzw. Volkswirtschaft wenn man es gesamtwirtschaftlich betrachtet. Vom Mackenroth-Theorem hab ich jedenfalls mal in VWL gehört. 

""Wie viel habe ich eingezahlt, wie viel bekomme ich raus "" ?

Dann gäbe es keine Pensionen ;)

Volkswirtschaft und Politische Solidargemeinschaft sind eben etwas anderes , Rente lässt sich nunmal nicht so einfach rechnen , das ist ähnlich der Solidarversicherung gestrickt , da wird mitgetragen , waren ehemals , unter anderen demographischen Verhältnissen sicherlich humanistisch geprägte Grundgedanken , die ja auch funktioniert haben .

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vor 2 Minuten schrieb pecunia magna:

Volkswirtschaft und Politische Solidargemeinschaft sind eben etwas anderes , Rente lässt sich nunmal nicht so einfach rechnen , das ist ähnlich der Solidarversicherung gestrickt , da wird mitgetragen , waren ehemals , unter anderen demographischen Verhältnissen sicherlich humanistisch geprägte Grundgedanken , die ja auch funktioniert haben .

 

Was heißt funktioniert? Wenn man genug Annahmen trifft, funktioniert natürlich alles. Aber schlägt 40 Jahre gesetzliche Rentenversicherung 40 Jahre Weltportfolio? Mal ab davon, dass sich bei seinem eigenen Portfolio jeder selbst aussuchen könnte, wann er in Rente geht und wie viel er sich monatlich auszahl.

Die Bedingungen waren ne zeitlang so, dass es "funktioniert". Scheinbar hat man sich aber nie Gedanken gemacht, ob diese Bedingungen immer so gelten. Man hat in diese Annahmen weder technischen, medizinischen noch gesellschaftlichen Fortschritt miteinbezogen, sowie das es ein massiver Eingriff in die Freiheit der Bürger ist. Das ist dann Politik/Religion. 

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vor einer Stunde schrieb Juninho:

Aber schlägt 40 Jahre gesetzliche Rentenversicherung 40 Jahre Weltportfolio? Mal ab davon, dass sich bei seinem eigenen Portfolio jeder selbst aussuchen könnte, wann er in Rente geht und wie viel er sich monatlich auszahl.

 Ich steige aus Zeitgründen aus , aber deinen Hinweis , wenn er denn wirklich Ernst gemeint ist , was ich nicht bezweifele , mich nur wundert , den könnte man in wenigen Sätzen verdampfen .

Diskutiere es ausführlich mit Interessierten und wenn du schon wissen willst , was der eigentliche Vorteil einer solchen Lösung wäre , dann nimm diesen Punkt mit , der Vorteil wäre die Versorgung des Ehepartners , der könnte nach deinem Tod voll verfügen ,funktioniert bei Renten in dieser Form natürlich nicht mehr .

Good luck .

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Geschrieben

Man kann halten was man möchte von der gesetzlichen Rentenversicherung - in der Vergangenheit hat sie jedoch gezeigt, dass sie ganz gut funktioniert. Zudem ist eine Abschaffung aus politischen Gründen völlig unwahrscheinlich und daher sollte man lieber konstruktiv über sinnvolle Veränderungen diskutieren. Das passiert leider derzeit in der Politik nicht - ganz im Gegenteil: es werden Wahlgeschenke auf Kosten der Beitragszahler und Rentner finanziert.

 

Meine persönliche Meinung ist, dass man ein sinnvollen Mechanismus finden muss, der einen Ausgleich zw. Beitragszahler und den derzeitigen Rentnern ermöglicht. Derzeitige Beitragszahler sollten eine Aussicht auf das gleiche Rentenniveau wie die aktuellen Rentner (die sie ja finanzieren) haben. Das könnte man bspw. durch eine Senkung der aktuellen Renten und Kapitalanlage dieser Senkung für spätere Rentner (= derzeitige Beitragszahler) erreichen.

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Geschrieben

Solange das Gesetz zur Nachhaltigkeitsrücklage in dieser Form besteht, ist doch alles andere Schwachsinn.

 

- Wir wissen alle schon etwas länger wie es um die zukünftige Rente steht, warum wird dieses Gesetz nicht geändert?!

 

- ab dem 1,5fachen der Monatsausgabe muss der Beitragssatz gesenkt werden! Warum???!!!

 

- warum sind wir mit der Rente nicht auf dem Kapitalmarkt vertreten, zumindest mit einem Teil?!

 

Sollen ihn doch ruhig bei 20% einfrieren und einen entsprechenden staatlichen Fond auferlegen....mit Blick Richtung Norwegen

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