Badenia ImmoFit Bausparvertrag auflösen und kündigen?

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Ich habe im Jahr 2006 einen Bausparer abgeschlossen, weil ich vom Vermögensberater der DVAG zugequatscht worden bin. Das kann man nicht anders sagen. Es handelt sich um einen Badenia ImmoFit. Neulich erhielt ich den Kontoauszug. Was dort steht, und mir bekannt ist: "Nach Erreichen der Mindestansparung des ersten Teilvertrages wird der zweite Bausparvertrag aktiviert und die Ansparrate automatisch auf diesen umgestellt. Somit können Sie das zinsgünstige Bauspardarlehen bestmöglich nutzen." Weiterhin steht dort, dass die Abschlussgebühr noch nicht erhoben sei und diese dann mit Beginn der Besparung mit den Einzahlungen verrechnet werde.

 

Ich nutze den Bausparvertrag nur, um die VWL vom Arbeitgeber zu ziehen. Für einen Hausbau, Modernisierung etc. soll der Bausparer sowieso nie genutzt werden! Der Arbeitgeber zahlt auch nur 6,65 Euro im Monat, eben den Minimalbeitrag. (Vermögenswirksam ist was anderes.)

 

Vertragsbeginn war: 09/2006

Steuerlich Lfz. Beg.: 09/2006

Bausparsumme: 10.000,- Euro

Mindestansparung: 4.000 Euro

Aktuelles Guthaben: dreistelliger Bereich

 

Folglich: Mindestansparung noch nicht erreicht!

 

 

Nun zahle ich jährlich 9,48 Euro Kontogebühr und wie oben geschrieben soll wohl noch eine Abschlussgebühr kommen. Das ist alles hirnrissiger Unfug! Aber von der DVAG so aufgeschwatzt, ganz bestimmt weil sie kein passendes Produkt zur VWL hatten bzw. die Badenia wohl die besseren Provisionen zahlt.

 

Was ich will: Ich hole mir einen stinknormalen VWL-Sparplan wie z.B. bei der Diba, der kostenlos ist und lasse dort die Mini-VWL einzahlen.

 

Was ich verhindern will: Dass der zweite Badenia-Bausparvertrag aktiviert wird. Das würde ja dadurch verhindert, dass ich die Mindestansparsumme erstmal gar nicht erreiche.

 

 

Kennt sich jemand mit diesem Badenia ImmoFit Unsinn aus?

Wie und wann kann ich den Bausparvertrag kündigen?

Damit der Arbeitgeber zahlen kann, muss er einen güligen Vertrag haben? Ich muss also erst bei der Diba das Ding abschließen?

 

Ich bin herzlich dankbar für eure Tipps!

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In aller Regel wird die Abschlussgebühr (in Deinem Fall wohl 160€) mit den Einzahlungen verrechnet.

Weiterhin steht dort, dass die Abschlussgebühr noch nicht erhoben sei und diese dann mit Beginn der Besparung mit den Einzahlungen verrechnet werde.

Das dürfte für die folgenden "Stufen" der Fall sein.Meines Wissens nach weist dieser Tarif einen Guthabenzins von 1% aus,das heißt,dass die eh schon kümmerliche Verzinsung von der Kontoführungsgebühr komplett aufgefressen werden dürfte.

Ist Dir das beim Studium der Kontoauszüge nie aufgefallen?

Das ist alles hirnrissiger Unfug! Aber von der DVAG so aufgeschwatzt,

Offenbar hatte es der "Vermögensberater" ja leicht,Dir Seinen "hirnrissigen Unfug aufzuschwatzen".Woran liegt das?

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Hallo,

 

in Deinen Vertragsunterlagen dürfte die Kündigungsfrist angegeben sein (Allgemeine Bedingungen zum BSV).

Meist sind es 3-6 Monate, je nach Anbieter.

 

Die Vorgehensweise hast Du ja schon eigentlich genannt:

 

Einzahlungen beim Arbeitgeber stoppen - bei der Diba neu abschliessen und dem Arbeitgeber die neuen Kontodaten mitteilen.

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Beim Banksparplan sieht das Vermögensbildungsgesetz keine staatliche Förderung vor.

Wenn Du eh mit Deinem zu versteuernden Einkommen über die Grenze kommst, kann Dir

dass natürlich egal sein. Dann empfehle ich Dir jedoch die EDEKABANK. Saftige Zinsen vom

Testsieger...

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Ok, besten Dank.

 

Eben nachgesehen: Der Bausparer kann nach Zahlung der Abschlussgebühr jederzeit gekündigt werden. Bausparguthaben wird frühestens 6 Monate nach Eingang der Kündigung ausgezahlt oder auch vorzeitig unter Einbehalt von 3% Diskont.

 

Danke für den Tipp mit der Edekabank. Kannte und wusste ich gar nichts davon. Klingt aber ganz ordentlich, hätte schon das Angebot der DiBa (https://www.ing-diba.de/sparen/vermoegenswirksame-leistungen/) im Visier.

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Läuft dein Bausparvertrag über 10.000 EUR (aufgeteilt in 2 x 5.000 Euro) oder über 20.000 Euro (aufgeteilt in 2 x 10.000 Euro ) ? Im Zweiteren Falle dauert es natürlich ewig bis du die Mindestansparung erreicht hast. Im ersten Fall würde ich mir überlegen vielleicht auf die 6,65 Euro noch etwas selbst draufzulegen um die Mindestansparung schneller zu erreichen. Soweit ich weiß hast du ja wenn du das Geld nicht nimmst und 7 Jahre wartest einen Guthabenzins von immerhin 4 % was nicht so schlecht ist. Da würde ich an Deiner Stelle noch mal in die Unterlagen schauen. Was den zweiten Teilvertrag betrifft würde ich mal bei der Badenia anrufen und direkt da nachfragen.

 

Gruß

 

Starship

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Zins liegt bei 1%. Meine Schlussfolgerung ist: Weg mit dem Mist!

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Zins liegt bei 1%. Meine Schlussfolgerung ist: Weg mit dem Mist!

Das liest sich hier mit Zinsplus bei Darlehensverzicht anders! Ich kann mir kaum vorstellen, dass 2006 deutlich andere Konditionen waren. Denn Eines galt bei der BADENIA immer: Beständigkeit, bevor die mal die Tarife ändern, da muss schon ganz schön was passieren in der Finanzwirtschaft. Ich habe auch alten Vertrag bei denen. Die sind mit Abstand die schnellste Bausparkasse, wenn es um Kundenanfragen oder einfache Jahresunterlagen geht. Im Haushalt sind noch Verträge bei LBS und Wüstenrot vorhanden, bei denen passiert über Wochen erst mal nichts ^_^.

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Hallo,

 

klinke mich mal ein, da ich auch über einen solchen Bausparvertrag besitze. Ebenfalls 2 Teilverträge mit jeweils eine Bausparsumme i.H.v. 8.400€.

 

Bei Durchsicht der Unterlagen bin ich auch auf den Satz "Nach Erreichen der Mindestansparung des ersten Teilvertrages wird der zweite Bausparvertrag aktiviert und die Ansparrate automatisch auf diesen umgestellt. Somit können Sie das zinsgünstige Bauspardarlehen bestmöglich nutzen." gestolpert. Dies möchte ich ebenfalls verhindern, da ich nur den ersten Teilvertrag nutzen möchte.

 

Treffe mich im März mit meinem Berater um dich zu besprechen. Hat bereits Jemand eine Info vorab?

 

Gruß, kalbi

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So, hab den neuen Sparvertrag erhalten und wollte den Kram an den Arbeitgeber geben. Jetzt sagt der AG: Laut neuem Tarifvertrag gibt es keine VWL mehr, alte Verträge werden aber weiterhin bezahlt. Ich bin sprachlos! Andere bekommen 40 Euro im Monat, ich nichtmal den Minibeitrag von 6,65 Euro.

 

Folge: Ich werde den Badenia-Mist behalten und die Edeka Bank kann leider doch keinen neuen Kunden gewinnen.

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Und du steigst bei dem VL Angebot der Edekabank durch? Das sieht für ein Zinsprodukt ja einfach "zu gut" aus... Da muss irgendwo ein Haken sein.

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Posted · Edited by RichyRich

Und du steigst bei dem VL Angebot der Edekabank durch? Das sieht für ein Zinsprodukt ja einfach "zu gut" aus... Da muss irgendwo ein Haken sein.

 

Da die EDEKABANK seit Monaten einen festen Stammplatz im WPF hat, kann da gar kein Haken sein. :-

 

Der Thread ist noch dazu von mir geschaffen, dass kann auch nur gutes verheißen... :lol:

 

@ crazytv, was verwirrt Dich denn? Das einzige was nachteilig ist, ist dass Banksparpläne nicht vom Staat mit der Sparzulage gefördert werden...

Ansonsten schau Dir doch mal im Link die berechneten Zinsen mit Bonus an. Kosten fallen ja erst gar keine an. :thumbsup:

 

Folge: Ich werde den Badenia-Mist behalten und die Edeka Bank kann leider doch keinen neuen Kunden gewinnen.

 

Calexa, Du kannst aber durchaus mehrere VL-Verträge beim Arbeitgeber einreichen unabhängig davon, ob er überhaupt einen fördert.

(er darf auch nur einen fördern). Wichtig ist, dass der AG z. B. im Falle der EDEKABANK die 40,- € von Deinem Nettogehalt abzieht und eben nicht

Du selbst überweist. Die Zinsen mitzunehmen geht also auch so. :)

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Posted · Edited by calexa

@ RichyRich

 

Danke für Deine Information!

 

Mir gehts ja darum, mit einem Sparvertrag die VWL vom Arbeitgeber zu ziehen, um einfach dieses Geld mitzunehmen. Wenn ich den Sparvertrag mache und alles aus der eigenen Tasche bezahlen soll, brauch ich nicht das Gezauber über den Arbeitgeber. Dann kann ich das auch ohne Edeka Sparplan machen, auch wenn ich aktuell nicht den guten Zinssatz mit Tagesgeld+Festgeld bekomme.

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Hallo zusammen,

verzeiht mir, dass ich das Thema noch einmal aufwärme. Ich habe gerade die gleiche Arie durch und den ImmoFit-Bausparvertrag während der Ansparphase des ersten Teilvertrags fristgerecht gemäß ABB unter Wahrung der sechsmonatigen Frist gekündigt, sodass es nicht zu einer Vorfälligkeitsentschädigung kommt. Ferner habe ich das Lastschriftmandat widerrufen.

In der Kündigungsbestätigung, die ich erhalten habe, steht, dass nach der Auflösung der ImmoFit-Folgevertrag aktiviert wird und künftige Einzahlungen jenem Vertrag gutgeschrieben werden.

Das ist natürlich nicht das, was ich beabsichtige. Stattdessen war es mein Plan, mich mit der Kündigung dieser Jugendsünde gänzlich zu entledigen. Richtig ist, dass ich im Kündigungsschreiben nur auf den ersten Teilvertrag Bezug genommen habe. Ich will also nun den zweiten Teilvertrag ebenfalls loswerden und zwar, bevor ein einziger Cent in diesen zweiten Teilvertrag wandert. Ferner will ich natürlich vermeiden, die dann fällig werdende Abschlussgebühr für den zweiten Teilvertrag zu zahlen.

In den ABB Paragraph 15.1 steht: "Der Bausparer kann den Bausparvertrag nach Zahlung der Abschlussgebühr jederzeit kündigen."

Auf den jährlichen Kontoauszügen zum zweiten Teilvertrag steht: "Die Abschlussgebühr für den oben genannten Vertrag ist noch nicht bezahlt. Diese werden wir erst bei Beginn der Besparung mit den Einzahlungen verrechnen."

Seht ihr eine Chance, den zweiten Teilvertrag ohne Entrichtung der Abschlussgebühr zu kündigen, solange die Besparung nicht begonnen hat?

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Posted · Edited by meerumschlungen

Hallo zusammen,

 

ich habe auf den letzten Beitrag im Thread leider keine Antwort erhalten, teile aufgrund einer PN diesbezüglich aber gerne nochmal für alle mit, was nun daraus geworden ist. Vielleicht hilft es ja noch jemandem.

Vorweg nochmal ein lieb gemeinter Rat: Wenn ihr einen ImmoFit-Bausparer habt, beendet das Drama. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Legt das Geld anders an. Packt es meinetwegen ins Kopfkissen oder gebt es aus. Aber helft mit, dass DVAG und seine Produktpartner sich nicht auf eure Kosten schamlos bereichern und warnt eure Lieben vor den Produkten. Selbst wenn ihr bis zum bitteren Ende durchhaltet, kommt unter dem Strich nur unter ganz gewissen Umständen ein positives Ergebnis dabei raus.

Zum steuerlichen Aspekt: Möglicherweise seid ihr zulageberechtigt für Arbeitnehmersparzulage (nur bis max. 17.900€ zu versteuerndes Einkommen als Alleinstehender; Eheleute 35.800€) und/oder Wohnungsbauprämie (nur bis max. 25.600€ zu versteuerndes Einkommen als Alleinstehender; Eheleute 51.200€). Ich als kinderloser Single liege bei beiden dieser staatlichen Förderungsvehikel mit meinem zu versteuernden Einkommen darüber, daher kann ich von dieser Seite keine Hilfe erwarten. Einerseits deshalb, andererseits, weil ich davon überzeugt bin, dass ein Anlageprodukt als solches nicht dadurch aufgewertet wird, weil der Staat es mittels finanzpolitischer Gesetzgebung, der bekanntermaßen eine relativ hohe Flexibilität innewohnt, begünstigt, lasse ich den steuerlichen Aspekt bei meiner Betrachtung außen vor. Ich rechne einmal mein Beispiel durch:

 

Teilvertrag 1 Eckdaten (Bausparsumme 25.000€, Zuteilung bei 40%, also 10.000€):

  • Guthabenzins: 0,5% p.a.
  • mtl. Sparrate (0,5% der Bausparsumme): 125,00€

Kosten:

  • Abschlussgebühr (1,6% der Bausparsumme): 400€
  • Kontoführungsgebühr: 9,48€ jährlich (unschwer zu erkennen, dass allein diese während eines Teils der Ansparphase die Zinsen fressen und euer Gespartes mindern)

Basierend hierauf ist die Mindestansparsumme nach ca. sieben Jahren erreicht. Was haben wir bis hierher erreicht?

  • 10.500€ gespart
  • ca. 168€ Zinsen erhalten
  • ca. 466€ Gebühren (Abschluss und Kontoführung) gezahlt
  • Der Bausparvertrag ist nun 10.202€ wert. Überraschung: Hättet ihr die Kopfkissenvariante gewählt, wärt ihr nun reicher.

Aber wir sind ja noch nicht am Ende. Ihr habt nun zwei Möglichkeiten:

  1. Inanspruchnahme des Darlehens: Dies solltet ihr aus zwei Gründen nicht tun. Erstens, da ihr momentan selbst mit nur passabler Bonität ein Annuitätendarlehen erhaltet, das bessere Konditionen bietet, als der gebundene Sollzins von 2,9% (3,42% p.a.) und zweitens, weil ihr Badenia nicht auch noch dafür bezahlen wollt, euch ärmer zu machen.
  2. Darlehensverzicht: Ihr erhaltet jetzt ein so genanntes „ZinsPlus“ in Höhe von 500% auf die bisher erhaltenen Zinsen. Macht 840€ oben drauf. Glückwunsch, euer Bausparvertrag ist nun 11.042€ wert. Die Rendite ist nun positiv. Jetzt müsst ihr nur noch kündigen und weitere sechs Monate warten (oder einen Abschlag von 3% (331,26€) für sofortige Auszahlung in Kauf nehmen), bis ihr über das Geld frei verfügen könnt. Einschränkung: Zweckbindung bei Bezug der staatlichen Prämien. Die Rendite beträgt rückwirkend durchschnittlich 0,72% p.a. (Stichwort: CAGR) nach ebendiesen sieben Jahren. Da die Inflationsrate aktuell 1,8% p.a. beträgt (Stand: 09/2017) und damit die vorgenannte Rendite übersteigt, ist euer Bausparvertrag am Ende real doch negativ bewertet. Hättet ihr das Geld mal besser ausgegeben. Zugegeben: Badenia hat die Kopfkissenvariante geschlagen.
  3. Findige Kunden könnten auf die Idee kommen, den Vertrag beitragsfrei weiterlaufen zu lassen oder gar weiter zu besparen, um so das o. g. „ZinsPlus“ nach oben zu treiben. Leider war Badenia schlauer und gewährt dieses natürlich nur für die Zinsen bis zum Zuteilungszeitpunkt. Damit entzaubert sich diese Option. Denn nur für die mageren 0,5% p. a. wollt ihr keinen Bausparvertrag durchschleppen, wobei ich auch nochmals an die Kontoführungsgebühren erinnere.

Badenia war noch aus einem anderen Grund schlau. Denn was passiert jetzt!? Vertrag gekündigt, Kündigungsbestätigung und Auszahldatum erhalten und am nächsten Ersten bucht Badenia eine Sparrate vom Konto ab. Achja. Da war ja was. Der zweite Teilvertrag. Die ganze Arie beginnt jetzt nämlich von vorn. Mit allem, was ich vorgenannt beschrieben habe. Neue Vertragsnummer mit 02 am Ende, neue Abschlussgebühr i. H. v. 400€, neue sieben Jahre warten bis zur Zuteilung und neue sieben Jahre in der die Kontoführungsgebühren und die Inflation am Wert des Bausparvertrags zehren.

 

Hier der Hinweis, dass meiner Meinung offensichtlich eine gewisse emotionale Färbung innewohnt und ihr bitte selbst mit euren eigenen Daten rechnen müsst. Ferner ist das Ganze bestimmt in gewissen Teilen, aber natürlich nicht uneingeschränkt auf andere Bausparkassen und -verträge übertragbar. Insbesondere der steuerliche Aspekt kann einen Unterschied ausmachen; meine Meinung dazu habe ich weiter oben bereits kundgetan. Trotzdem gibt es sinnvollere Dinge, die ihr mit eurem Geld anfangen könnt. Im richtigen Forum seid ihr hier schonmal. Die DVAG ist entschieden das falsche.

 

Um noch die Frage zu beantworten, die ich selbst im letzten Post in diesem Thread gestellt habe: Ich selbst habe während der Ansparphase den ersten Teilvertrag gekündigt und den zweiten in der Kündigung nicht explizit genannt. Daraufhin kam die Kündigungsbestätigung mit der Aussage, dass nach Auflösung der Folgevertrag aktiviert wird und künftige Einzahlungen diesem gutgeschrieben würden. Das wollte ich natürlich unbedingt vermeiden (Stichwort: Zweite Abschlussgebühr). Ich hatte schon Paranoia, dass ich dafür Rechtsmittel einlegen muss. Es kam anders. Ich rief bei der Hotline an um mir zunächst die Möglichkeiten aus Sicht von Badenia aufzeigen zu lassen. Die Dame war absolut freudlich und zuvorkommend und sagte, ich müsse dies nur noch einmal schriftlich mitteilen. Die Abschlussgebühr würde in diesem Fall natürlich nicht ein zweites Mal erhoben. Gesagt, getan: Ein paar Tage später hatte ich eine Bestätigung im Briefkasten, in der steht, dass der zweite Teilvertrag ebenfalls aufgelöst wird. Dafür: Chapeau Badenia.

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Am 9.10.2017 um 01:59 schrieb meerumschlungen:

Aber wir sind ja noch nicht am Ende. Ihr habt nun zwei Möglichkeiten:

  1. Inanspruchnahme des Darlehens: Dies solltet ihr aus zwei Gründen nicht tun. Erstens, da ihr momentan selbst mit nur passabler Bonität ein Annuitätendarlehen erhaltet, das bessere Konditionen bietet, als der gebundene Sollzins von 2,9% (3,42% p.a.) und zweitens, weil ihr Badenia nicht auch noch dafür bezahlen wollt, euch ärmer zu machen.
  2. Darlehensverzicht: Ihr erhaltet jetzt ein so genanntes „ZinsPlus“ in Höhe von 500% auf die bisher erhaltenen Zinsen. Macht 840€ oben drauf. Glückwunsch, euer Bausparvertrag ist nun 11.042€ wert. Die Rendite ist nun positiv. Jetzt müsst ihr nur noch kündigen und weitere sechs Monate warten (oder einen Abschlag von 3% (331,26€) für sofortige Auszahlung in Kauf nehmen), bis ihr über das Geld frei verfügen könnt. Einschränkung: Zweckbindung bei Bezug der staatlichen Prämien. Die Rendite beträgt rückwirkend durchschnittlich 0,72% p.a. (Stichwort: CAGR) nach ebendiesen sieben Jahren. Da die Inflationsrate aktuell 1,8% p.a. beträgt (Stand: 09/2017) und damit die vorgenannte Rendite übersteigt, ist euer Bausparvertrag am Ende real doch negativ bewertet. Hättet ihr das Geld mal besser ausgegeben. Zugegeben: Badenia hat die Kopfkissenvariante geschlagen.
  3. Findige Kunden könnten auf die Idee kommen, den Vertrag beitragsfrei weiterlaufen zu lassen oder gar weiter zu besparen, um so das o. g. „ZinsPlus“ nach oben zu treiben. Leider war Badenia schlauer und gewährt dieses natürlich nur für die Zinsen bis zum Zuteilungszeitpunkt. Damit entzaubert sich diese Option. Denn nur für die mageren 0,5% p. a. wollt ihr keinen Bausparvertrag durchschleppen, wobei ich auch nochmals an die Kontoführungsgebühren erinnere.

Badenia war noch aus einem anderen Grund schlau. Denn was passiert jetzt!? Vertrag gekündigt, Kündigungsbestätigung und Auszahldatum erhalten und am nächsten Ersten bucht Badenia eine Sparrate vom Konto ab. Achja. Da war ja was. Der zweite Teilvertrag. Die ganze Arie beginnt jetzt nämlich von vorn. Mit allem, was ich vorgenannt beschrieben habe. Neue Vertragsnummer mit 02 am Ende, neue Abschlussgebühr i. H. v. 400€, neue sieben Jahre warten bis zur Zuteilung und neue sieben Jahre in der die Kontoführungsgebühren und die Inflation am Wert des Bausparvertrags zehren.

 

Hier der Hinweis, dass meiner Meinung offensichtlich eine gewisse emotionale Färbung innewohnt und ihr bitte selbst mit euren eigenen Daten rechnen müsst. Ferner ist das Ganze bestimmt in gewissen Teilen, aber natürlich nicht uneingeschränkt auf andere Bausparkassen und -verträge übertragbar. Insbesondere der steuerliche Aspekt kann einen Unterschied ausmachen; meine Meinung dazu habe ich weiter oben bereits kundgetan. Trotzdem gibt es sinnvollere Dinge, die ihr mit eurem Geld anfangen könnt. Im richtigen Forum seid ihr hier schonmal. Die DVAG ist entschieden das falsche.

 

Um noch die Frage zu beantworten, die ich selbst im letzten Post in diesem Thread gestellt habe: Ich selbst habe während der Ansparphase den ersten Teilvertrag gekündigt und den zweiten in der Kündigung nicht explizit genannt. Daraufhin kam die Kündigungsbestätigung mit der Aussage, dass nach Auflösung der Folgevertrag aktiviert wird und künftige Einzahlungen diesem gutgeschrieben würden. Das wollte ich natürlich unbedingt vermeiden (Stichwort: Zweite Abschlussgebühr). Ich hatte schon Paranoia, dass ich dafür Rechtsmittel einlegen muss. Es kam anders. Ich rief bei der Hotline an um mir zunächst die Möglichkeiten aus Sicht von Badenia aufzeigen zu lassen. Die Dame war absolut freudlich und zuvorkommend und sagte, ich müsse dies nur noch einmal schriftlich mitteilen. Die Abschlussgebühr würde in diesem Fall natürlich nicht ein zweites Mal erhoben. Gesagt, getan: Ein paar Tage später hatte ich eine Bestätigung im Briefkasten, in der steht, dass der zweite Teilvertrag ebenfalls aufgelöst wird. Dafür: Chapeau Badenia.

 

Hallo meerumschlungen,

 

Danke, dass du das nochmal ergänzt hast!

 

Habe tatsächlich denselben Bausparer und dazu auch ein Thread erfasst. Ich bin mir ein wenig unsicher, ob ich das ganze behalten, oder kündigen soll. 

 

Bei mir sind nämlich andere Umstände im Spiel. Ich bin aktuell Azubi, und hoffe darauf, dass ich nach der Ausbildung bei meinem AG studieren kann. Demzufolge dürften mich, sofern ich das ganze weiterhin fleißig einzahle, gute staatliche Förderungen erwarten. Zum Einen die Arbeitnehmersparzulage, und zum Anderen die Wohnungsbauprämie, weil ich noch unter 25 bin.

 

Ich bin mir absolut sicher, dass ich mir den Bausparer, wenn überhaupt, auszahlen lassen würde. Die Konditionen sind nicht gerade ideal für ein Darlehen (Mehr dazu in meinem Thread).

 

Des Weiteren zahle ich auch VL in einen Fondssparplan, bei welchem ich ebenfalls Arbeitnehmersparzulagen erwarten darf. 

 

Auch wenn ich mittlerweile weniger von der DVAG halte, muss ich sagen, dass das Ganze nicht schlecht klingt. 

 

Ich hoffe, es ist der Regelfall, dass man den zweiten Teilvertrag einfach kündigen kann. Habe nämlich nicht vor danach diesen Bausparer nochmal zu besparen.

 

Blöd an dem Konstrukt ist jedoch, dass man das Ganze eben mehrere Jahre durchziehen muss. Sollte ich nach der Ausbildung nicht bei meinem Arbeitgeber bleiben, muss ich die 40€ VL noch selbst tragen. 

 

 

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