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Flughafen's - Depot

159 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben · bearbeitet von Flughafen

Hallo zusammen,

 

ich stolpere hier im Forum immer wieder über Beiträge, deren Autoren sich über Investment-Ansätze anderer Leute wundern. Daher stelle ich hier ein paar Infos über meinen Ansatz und mein Depot zusammen. Es sollte als Beispiel zeigen, wie unterschiedlich die Investment-Ansätze sein können und dass es keinen Universalweg für alle gibt.

 

Depot

 

Aktuell folgende Werte:

British American Tobacco

Fühle mich von kontinuerlich steigenden Gewinne angezogen. Teuer eingekauft, keine Sicherheitsmarge, aber OK. Wette, das Totgesagte länger leben.

 

Coca-Cola

Fühle mich von kontinuerlich steigenden Gewinnen angezogen. Teuer eingekauft, keine Sicherheitsmarge, aber OK. Der Klassiker. :)

 

Intel

Wette, das Totgesagte länger leben. Im Vergleich zu anderen, permanent überbewerteten Halbleiter-Herstellern und Distributoren (hatte ein Halbleiter-Musterdepot für 8-9 Jahre) sind sie momentan eigentlich saugünstig.

 

Tesco

Vernünftige Zahlen und Management. Mal sehen, was das Management aus dem Geschäft noch rausholen wird. Persönliche Schwierigkeit bei diesem Investment: ich kann sie kaum als Kunde beurteilen.

 

Deutsche Post

Versorger mit guter Marktstellung und einem intelligenten Vorstand. Der Kauf war eine Wette, das Totgesagte länger leben.

 

Sanofi

Mit 2,8% kleinste Position. Lahm, aber gutes Eigenkapital, kontinuerlich steigende Dividenden und auch im Generika-Bereich (Impfungen etc.) überlebensfähig, falls das Patent-Geschäft sich langfristig abschwächen sollte.

 

Allianz

Waren bei 60,80€ zu günstig, musste sie einsammeln. Langfristig bin ich vom Management nicht überzeugt.

 

Münchner Rück

Mit ca. 25% die größte Position. Nicht die beste Performance, dafür bringt die Masse richtig Kohle.

 

DZ auf Deutsche Post

Geld geparkt für 10 Monate zu 6%, Festgeldersatz

 

DZ auf Deutsche Bank

Cap 20, Fälligkeit Ende 2015, Seitwärtsrendite ist 5,23%, Maximale Rendite beim Kauf war glaube ich so um die 9%. An der DeuBa-Aktie selbst habe ich bereits so ca. 45-50% verdient, das ist der Restzock.

 

VENI15

Jeder Bond-Investor kennt dieses Papier. Waren mal mit 25% die größte Position, sind durch das Depot-Wachstum auf nur noch 6,7% abgerutscht. Das ist leider der Nachteil von Bonds, - das Principal bleibt über die Zeit konstant.

 

Cash: 22%

 

 

Erfahrungen:

 

ca. 1998-2003 Fasziniertes Beobachten des Börsentreibens

ca. 2001-2005 Templeton Growth Fund und 2-3 andere Fonds

ab 2007 Bonds

ab Herbst 2011 Aktien. Habe mit Aktien noch keinen kompletten Bärenmarkt durchgemacht, nur mit Bonds und Fonds.

 

Investment-Strategie, Taktik, Ziele, Glaubensgrundsätze

 

1. Diversifikation auf 6-10 Werte. Konzentrierter Ansatz (lege alle Eier in einen Korb und beobachte ihn aufmerksam). Bin introvertiert und beschäftige mich lieber mit wenigen Werten in die Tiefe statt mit vielen Werten in die Breite. Das verbessert mein Verständnis für die investments und spart Zeit.

 

2. Höhe der Einzelpositionen. Sollte 33% nicht überschreiten.

 

3. Kursschwankungen. Volatile Kurse gefallen mir, sie bringen günstige Einkaufskurse und gute Verkaufskurse. Wenn ein Wert wie Deutsche Bank zwei Tage hintereinander um -10% in die Tiefe rauscht und dann einen Sprung um 20% macht, fasziniert mich diese Dynamik. Nicht zufällig bin ich im Herbst 2011 in Aktien eingestiegen. Ich glaube nicht, das Risiko und Volatilität identisch sind.

 

4. Was funktioniert an der Börse? Ich glaube, dass es an der Börse ums Geld geht. Handelsstretegien und Methoden kommen und gehen, der Preis bleibt. Das "Billig kaufen, teuer verkaufen" funktioniert langfristig immer. Habe daher kein Problem, fallende Messer einzusammeln, wenn sie es wert sind. Bis jetzt war noch keins mehr als 20% unter meinen Einstandskurs gefallen. Die Nutzung von Stop-Losses schließen sich dabei aus.

 

5. Umgang mit Verlusten. Ich habe das Geld mental abgeschrieben. Es gehört mir allein, ich brauche es nicht zum Leben und kann es auch nicht sinvoll ausgeben. Wenn es daher weg ist, dann is es weg, was soll's. In meinem Leben würde das nichts ändern. Irgendwie habe ich es mental vom echten Geld abgekoppelt und es ist für mich zu einer Art Spieldepot geworden.

 

6. Ziele: es macht mir Spaß, den Gesamtwert des Depots zu steigern. Performance ist nachrangig, ich gebe mir nicht mehr die Mühe, sie auszurechnen. Und ich investiere auch mal ruhig in Papiere, von denen ich eine geringe Performance erwarte, wenn das Risiko dafür stimmt. Die erwartete Performance sollte allerdings über meiner persönlich geschätzten Inflation (4-4,5%) liegen, sonst ist mir die Untersuchung eines Papiers nicht wert.

 

7. Investment-Horizont: 30-50 Jahre. Es wird wahrscheinlich anders kommen, das Leben kommt meistens anders, als ich es mir vorstelle. :)

 

8. Management. Für ein langfristiges Investment muss ich Vertrauen ins Management haben. Seine Integrität und seine Intelligenz.

 

9. Produkte. Muss ihre Produkte als Kunde beurteilen können. Oder die Reaktion anderer Kunden beurteilen können (z.B ich rauche ja nicht). Die kommende Abschreibung von Vodafone auf südeuropäische Beteiligungen habe ich z.B. vorgeahnt. Im Vodafone-Laden um die Ecke gab es sichtbar weniger Kunden, als noch im letzten Jahr, dafür eine Menge günstiger Daten-Tarife von der Konkurrenz auf dem Markt, u.a. von Telefonica-Resellern.

 

10. Gegenspieler. Ich glaube, dass Fondsmanager und Bänker durchaus intelligente Leute sind. Aus diesem Grund lasse ich mich auch nicht auf komplexe Derivate ein. Allerdings haben die Gegenspieler aufgrund des Performance-Zwangs und diverser Restriktionen nicht die Freiheit, die ich habe. Wenn die Kurse tief fallen, sind viele von ihnen gezwungen, zu verkaufen, während ich mir das Kaufen bei jedem Wetter leisten kann. Dazu können sich Profis langfristige Investment-Horizonte i.d.R. nicht leisten, müssen kurzfristig liefern.

 

11. Sympathische Investoren: Walter Schloss, Warren Buffet, Benjamin Graham, John Templeton. Ich versuche nicht, ihre Strategien abzubilden, finde aber viele ihrer Ideen und Gedanken interessant.

 

12. Lieblingsbücher: Irrational Exuberance von Robert Schiller, Contrarian Investment Strategies: The Next Generation von David Dreman.The Bond Bible von Marylin Cohen.

 

13. Analysten. Analysen, wenn man an sie denn rankommt, sind eine gute Quelle von interessanten Fakten zu einem Unternehmen, der Industrie, dem Markt und der Konkurrenz. Allerdings nutze ich nur die Fakten und bilde mir daraus meine eigene Meinung. Die prozyklische Art der Jungs ist mir bekannt. :) Bewährt hat sich in meiner Praxis der Ansatz, dass Kurse gut steigen können, wenn die Summe aller Analystenmeinungen auf overweight bzw. accumulate oder buy steht. Sprich wenn die Analysten der Meinung sind, dass man den Wert kaufen könnte, aber noch nicht jeder diesen hat, noch kein strong buy.

 

14. Bottom-Up-Ansatz. Wenn mir eine Firma oder eine Branche besonders attraktiv erscheint, kann ich sie übergewichten, auch wenn die Diversifikation darunter leidet. Wenn ich keinen interessanten Wert finde, kann eine ganze Branche im Depot fehlen.

 

15. Psychologie. Ich habe einen Batchelor in Socionics (2009) und nutzen Methoden der Sozionik, um die Qualität der Informationen von anderen Menschen zu bewerten. Bei besonders schwerwiegenden oder unsicheren Investments gebe ich mir die Mühe, den Persönlichkeitstyp des jeweiligen Vorstandsvorsitzenden zu diagnostizieren. Kenntnisse seiner persönlichen Stärken und Schwächen erlauben mir die Qualität und Vertrauenswürdigkeit seiner Informationen besser einzuschätzen. Was natürlich nicht ausschließt, dass er irren kann, - jeder Experte kann mal gutgläubig irren, wenn auch deutlich seltener als Außenseiter. Die daneben liegende Insider-Käufe beweisen das. :)

 

 

Falls mir noch was einfällt, schreibe ich es dazu.

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Geschrieben

Deutsche Post

Versorger mit guter Marktstellung und einem intelligenten Vorstand. Der Kauf war eine Wette, das Totgesagte länger leben.

 

Ist da die Erläuterung richtig gewählt?

 

Die sind zwar in gewisser Weise auch Versorger aber eher mit Briefen und Paketen.

 

Die Intelligenz von den Herren Frank Appel und Co. möchte ich ungern beurteilen ich kenn sie nicht persönlich.

 

Zu welchem Zeitpunkt hattest Du das Gefühl, dass die Deutsche Post AG totgesagt war?

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Geschrieben

Abgesehen davon, dass ich viel stärker diversifiziere (vor allem bei den Anleihen), finde ich in der Anlagephilosophie vieles wieder, dem ich mich anschließen würde, hauptsächlich in den Punkten 4 (Stop-Loss), 6 (Zielsetzung), 10 (Gegenspieler) und 13 (Analysten).

 

Ein Problem sehe ich in der Kombination von großen Klumpen mit fehlendem Stop-Loss. Dadurch habe ich selbst am meisten Geld verloren. Dein aktuelles Depot ist sehr finanzlastig - ähnlich wie meines bei der Lehman-Pleite, wo die KGVs der Finanztitel auch sehr niedrig waren.

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Geschrieben

Ich schreibe mal nur etwas zu den aus meiner Sicht kritischen Werten.

 

British American Tobacco

Fühle mich von kontinuerlich steigenden Gewinne angezogen. Teuer eingekauft, keine Sicherheitsmarge, aber OK. Wette, das Totgesagte länger leben.

Weltweit sagen Politik und Gesellschaft der Tabakindustrie den Kampf an. Natürlich wird immer ein Restmarkt bleiben und in gewissen Teilen der Welt gibt es vielleicht sogar Wachstumspotential. Aber die Risiken überwiegen aus meiner Sicht langfristig bei weitem.

 

Coca-Cola

Fühle mich von kontinuerlich steigenden Gewinnen angezogen. Teuer eingekauft, keine Sicherheitsmarge, aber OK. Der Klassiker. :)

Solange die Zinsen nicht steigen, keine Probleme. Wenn sie aber eines Tages signifikant steigen, könnte vielen Marktteilnehmer der aktuelle Coca-Cola-Kurs zu hoch sein.

 

Allianz

Waren bei 60,80€ zu günstig, musste sie einsammeln. Langfristig bin ich vom Management nicht überzeugt.

 

Münchner Rück

Mit ca. 25% die größte Position. Nicht die beste Performance, dafür bringt die Masse richtig Kohle.

Beide Unternehmen sind sehr stark von Staatsanleihen abhängig und profitierten zuletzt stark von fallenden Zinsen (=steigenden Kursen der Staatsanleihen) , also auf Sondereffekten und nicht unbedingt auf langfristig gleichbleibender Geschäftsgrundlage. Sollten Staatsanleihen nicht zurückgezahlt werden oder im Kurs fallen (weil die Zinsen steigen), entstehen darüber hinaus nicht unerhebliche Risiken. Gefahr nicht gering, Zukunftsaussichten evtl. schwächer als aktuelle Situation -> Reduzieren oder verkaufen.

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Geschrieben

@Postguru:

 

Offizielle Branche für die Deutsche Post ist natürlich Logistik, nicht Versorger. Das Gefühl, die Deutsche Post AG wurde totgesagt, hatte ich 2010 und 2011. Zum Herbst 2011 wurden dann Pläne bekannt, mehr ins Paketgeschäft zu investieren, große Investitionen in Sortierzentren zu tätigen. Zeitnah zur Bekanntgabe dieser Investitionen hat der für dieses Ressort zuständige Jürgen Gerdes wieder für 200.000€ Aktien gekauft. Ich konnte die Auswirkung der geplanten Investitionen nicht abschätzen, aber sein Schritt zeigte doch Zuversicht, dass sie Gewinne generieren werden. Im Weihnachtsgeschäft 2011 begann dann die Meinung des Marktes zu drehen, da hat man bereits gesehen, dass das Paketgeschäft anzieht.

 

@Karl Napf:

 

So finanzlastig ist das Depot nicht mehr, wie es mal war. Ich hatte noch Aktien der Deutschen Bank, alle drei französischen Großbanken: SocGen, Credit Agricole, BNP Paribas und die AXA. Lanfristig möchte ich den Finanzsektor auch gar nicht so stark übergewichten. Das hat sich aus dem Zeitpunkt meines Einstiegs ergeben. Wenn man in den Zeiten einsteigt, wenn Finanzwerte runtergeprügelt sind, nimmt man natürlich mehr davon, als z.B. von einer teuren Nestle. Sie waren ja schließlich billig. :) Wenn nächstes Mal eine andere Branche unter die Räder kommt, werde ich sie wahrscheinlich auch übergewichten. Das hatte ich auch so mit RWE gemacht (bereits verkauft). Mit der Zeit erholen sich die Problembranchen, kommen wieder in Mode bei Anlegern und dann kann man etwas davon wieder abgegeben. Oder wenn sich früher bessere Alternativen finden, in die man umschichten kann. Aktuell haben sich Allianz und die Müncnener Rück m.E. noch nicht ausreichend erholt. Die Allianz hat immer noch eine Dividendenrendite von 4,1% und die Münchner Rück kann ruhig bis 182 laufen.

 

Und bei der Suche nach Alternativen tue ich mich schwer, die 22% Cash habe ich noch nicht untergebracht.

 

So groß ist der Klumpen übrigens nicht mehr, der Kaufwert von beiden verbleibenden Finanzwerte beträgt nur 20% vom aktuellen Depotwert. Und obwohl ich ohne Stop-Loss auskomme, beobachte ich sehr wohl die Nachrichtenlage und kann die Reißleine ziehen, wenn der Preis mir dieser nicht angemessen erscheint.

 

 

@ImperatoM:

 

Weltweit sagen Politik und Gesellschaft der Tabakindustrie den Kampf an. Natürlich wird immer ein Restmarkt bleiben und in gewissen Teilen der Welt gibt es vielleicht sogar Wachstumspotential. Aber die Risiken überwiegen aus meiner Sicht langfristig bei weitem.

 

Ich weiß von diesem Kampf. Und als Nicht-Raucher freue ich mich auch, dass in Deutschland am Arbeitsplatz und in Restaurants nicht mehr gequalmt werden darf. Allerdings glaube ich nicht, dass Politik und Gesellschaft den Kampf gegen das Rauchen gewinnen wird. :) Zurückdrängen – ja, gewinnen - nein. Und da wird noch der Wohlstand und die Kaufkraft in vielen Ländern weiter steigen (Industrie-Länder haben vielleicht 1,2 Mrd von 7 Mrd Weltbevölkerung). Und da ist der No-Name-Markt noch groß genug, um ihn zu besetzen. Und es gibt wenig Konkurrenz. So schlecht finde ich diese Situation nicht.

 

Beide Unternehmen sind sehr stark von Staatsanleihen abhängig und profitierten zuletzt stark von fallenden Zinsen (=steigenden Kursen der Staatsanleihen) , also auf Sondereffekten und nicht unbedingt auf langfristig gleichbleibender Geschäftsgrundlage. Sollten Staatsanleihen nicht zurückgezahlt werden oder im Kurs fallen (weil die Zinsen steigen), entstehen darüber hinaus nicht unerhebliche Risiken. Gefahr nicht gering, Zukunftsaussichten evtl. schwächer als aktuelle Situation -> Reduzieren oder verkaufen.

 

Bin mir nicht sicher, das es so einfach ist. Die Versicherungen freuen sich irgendwie nicht über fallende Zinsen, die steigende Kurse auf Staatsanleihen in ihren Beständen bewirken müssten, sondern sondern prangen diese vielmehr an. Niedrige Zinsen würden ihre Geschäftsgrundlage zerstören. Dazu sind sie gegen steigende Zinsen teilweise abgesichert, für die Münchner Rück wäre ein Anstieg unter 2% wohl noch kein Beinbruch. Zugegeben, das Ganze ist für mich zu komplex, um alle Zusammenhänge durchzuschauen und abzuwiegen. Versuche ich auch nicht, verlasse mich in diesem Punkt darauf, dass das Management dieser Firmen genug Erfahrungen besitzt, um dieses Risiko selbst zu managen. Aber ja, wenn sich der Kurs ausreichend erholt, werde sie reduzieren.

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Geschrieben

So groß ist der Klumpen übrigens nicht mehr, der Kaufwert von beiden verbleibenden Finanzwerte beträgt nur 20% vom aktuellen Depotwert. Und obwohl ich ohne Stop-Loss auskomme, beobachte ich sehr wohl die Nachrichtenlage und kann die Reißleine ziehen, wenn der Preis mir dieser nicht angemessen erscheint.

Der Kaufwert ist aber irrelevant für Dein aktuelles Risiko.

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Geschrieben

Abgesehen davon, dass ich viel stärker diversifiziere (vor allem bei den Anleihen)

 

Ich habe früher auch mehr Anleihen gehabt. Sie haben das Problem begrenzter Laufzeit, begrenzter Gewinnhöhe und sind arbeitsintensiver, als Aktien.

Die Arbeit, die man in die Untersuchung eines Schuldners und eines Papiers reinsteckt, zahlt sich für ein paar Jahre aus, dann ist die Rendite ausgelaugt und man muss das nächste Papier suchen. Aktien sind in dieser Hinsicht praktischer, ein gutes Papier kann man Jahrzehnte halten und muss sein Wissen nach der initialen Untersuchung nur noch aktualisieren. Dazu ist in den letzten Jahren die Rendite von Anleihen etwas gefallen, sie sind nicht mehr so lukrativ wie noch vor 5 Jahren.

 

Keine Frage, wer eine RF für 18 gekauft und für 160 verkauft hat, hat ein gutes Geschäft gemacht, und ich werde auch künftig ein offenes Ohr für gute Schuldnerpapiere haben.

 

Ein Problem sehe ich in der Kombination von großen Klumpen mit fehlendem Stop-Loss. Dadurch habe ich selbst am meisten Geld verloren. Dein aktuelles Depot ist sehr finanzlastig - ähnlich wie meines bei der Lehman-Pleite, wo die KGVs der Finanztitel auch sehr niedrig waren.

 

Ich gehe das Klumpenrisiko gerne ein, wenn die Werte stimmen. Risiko ist schließlich die Kehrseite von Chance. :) Ich verfolge den Bottom-Up-Ansatz, d.h. es kommt mir auf die Qualitäten des einzelnen Wertes an. Wenn ich z.B. 2007 die Münchner Rück gekauft hätte (wobei man den Peak erst mal erwischen muss, ist sicherlich nicht leichter als das Low zu erwischen), dann hätte ich heute immer noch einen ein minimales Plüschen und gute Dividenden für die vergangene Zeit gehabt.

 

Bei der Deutschen Bank sieht es natürlich anders aus, da habe ich selbst bei einem extrem tiefen DZ immer noch kein besonders gutes Gefühl. Muss noch einmal darüber schlafen, vielleicht werde ich den Schweinekramm rauskegeln. Wäre immerhin auch eine Risiko-Reduktion. :)

 

Ob man die Situation vor der Lehmen-Pleite mit der jetzigen vergleichen darf, wäre ich mir nicht so sicher. Die Blase bei US-Immobilien war damals eine genauso gut und allseits bekannte Marktverzerrung, wie es jetzt die Negativzinsen sind, aber damals haben die Banken munter darauf gewettet und ihre Gewinne waren als Folge dieser Wette explodiert. Durch diese Gewinnexplosion kamen auch die günstigen KGVs zustande, an diesem Fakt kann man übrigens häufig erkennen, dass sich ein zyklisches Treiben dem Ende nähert. Aktuell sind die Banken und Versicherungen nicht so optimistisch, die Versicherungen versuchen glaube ich eher sich gegen die aktuelle Verzerrung abzusichern, statt darauf munter zu wetten. Wobei es nicht heißen soll, dass sie dabei nicht in Schieflagen hineinlaufen könnten. Daher habe ich auch keine AXA mehr. :)

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Geschrieben · bearbeitet von Flughafen

Update: habe bei den aktuellen Kursturbulenzen die DZ auf Deutsche Bank und DZ auf die Deutsche Post verkauft.

Somit ist der Cash-Anteil auf 28% angestiegen und keine Optionsscheine aktuell im Depot.

 

Zwecks Risiko-Diversifizierung habe ich ein zweites Depot bei einer Genossenschaftsbank eröffnet. Sie ist zwar stark in die Immobilienfinanzierung in Oberbayern involviert, hat aber eine Sicherheitsmarge von ca. 30% und ist konservativ bei Vergabe von Immobilienkrediten, daher rechne ich mit ihrem Überleben selbst wenn der Immo-Markt stark zurückgehen sollte.

 

Auf dem Untersuchen-Radar: die geplante Bondemission von Ekoniva.

 

Auf der Watch-List: RDS Shell, kann mich aber irgendwie nicht dazu durchringen. Es ist für mich schwer, den fairen Firmenwert zu beurteilen und aus der Bewertung den Einfluss von Rohstoffpreisen rauszurechnen.

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Geschrieben

Depot-Update

 

Aktuell habe ich folgende Werte und Gedanken dazu:

British American Tobacco

passt

 

Coca-Cola

so teuer war der Einkauf doch nicht. Entsprechend erfreulich ist die Entwicklung, die +13% seit Frühjahr haben meine Erwartungen klar übertroffen.

 

Intel

Obwohl ich zu früh gekauft hatte (aus Angst, dass die Kurse wieder hochschnellen), hat der Kurs gedreht und ich bin nun im Plus. Ist mir aber egal, ich glaube dass nennenswerte Gewinnsteigerungen nicht vor 1,5-3 Jahren kommen werden. Neue Märkte zu erobern braucht Zeit.

 

Tesco

Enttäuschend. Einziger Wert, der seit August letztes Jahres bei Plusminus 0 steht. Die Ursache dafür ist sicherlich auch im Rückzug aus den USA zu suchen, ist kostspielig (3 Mrd?) und nimmt den Analysten Wachstumsphantasien. Missfallen hat mir die neulich vorgenommene Immobilienabschreibung. Genauer gesagt die Begründung, dass die Immobilien-Werte auf der Höher der britischen Immo-Blase zu teuer eingekauft wurden. Bin skeptisch, wenn Firmen-Management glaubt, zu jedem Preis kaufen zu müssen. Habe die Tesco-Filialien in Thailand besucht, - nichts Besonderes, die Regale waren halbleer. Filialien der Konkurrenz ("7 Eleven") haben eine größere Artikelauswahl und deutlich mehr Kundenverkehr. Mangels interessanter Anlage-Alternativen halten und beobachten.

 

Deutsche Post

Haben vernünftige und angemessene Abschlüsse bei Gehaltsverhandlungen erzielt. Angesichts des guten Gewinns, aber gleichzeitig zunehmender Unsicherheit war das ein echter Drahtseilakt zwischen Interessen der Aktionäre und Motivation der Angestellten. Aktionäre sind zwar ohne Dividendenerhöhung ausgegangen, aber angesichts der gestiegenen Kurse kann man nicht meckern. Dazu ist das Auszahlungsratio vom oberen Rande des Korridors 40-60% etwas gesunken, was künftige Dividenden sicherer macht.

 

Sanofi

passt

 

Allianz

Dividende ist gleich geblieben, beträgt nur noch 3,75%, ist aber zum Halten noch akzeptabel.

 

Münchner Rück

Entwickelt sich gut, bin zufrieden. Was sogar auf der HV.

 

VENI15

passt

 

Barrick Gold

Neuzugang. Haben sich seit 1985 ziemlich gut gehalten, auch in Niedrigpreisphasen. Die eingeleiteten Sparmaßnahmen greifen und ermöglichen es auch bei Goldpreisen unter 1.000 USD/Unze zu operieren. Vor allem der Sinneswandel von mehr Produktion zu mehr Rentabilität gefällt mir. Sollte der Goldpreis nur eine temporäre Delle haben und mittelfristig (3-6J) sich wieder berappeln, könnten interessante Gewinne entstehen.

 

Gold selbst interessiert mich übrigens genauso wenig wie das Rauchen und Cola. Ich kenne allerdings die Trägheit der menschlichen Psyche und glaube daher nicht, dass Gold in unserer Generation seine Funktion als Anlagewährung verlieren wird.

 

Cash: 23%

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Geschrieben

Bin auch der Meinung, dass die Veni15 "passt". Wie hast Du denn das geplant?

Bis praktisch zum Ende halten? Oder irgendwann nächstes Jahr Kasse machen?

Restrendite derzeit noch ca. 5,5%.

 

Wie war es denn auf der HV?

 

Vielen Dank für das Update. thumbsup.gif

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Geschrieben

Hallo Flughafen,

 

schöne Titel hast du da.

 

Bei der Post würde ich gerne mal eine kleine Anfangsposition aufbauen. Die Ausschüttung ist doch komplett steuerfrei, oder? Wie schätzt du den Wert auf dem aktuellen Kursniveau ein? Anja

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Geschrieben

Die Veni15 würde ich bei Gelegenheit gerne in eine Ölaktie tauschen. Falls sich aber keine günstige Einstiegs-Gelegenheit bei den Ölwerten ergibt, werde ich sie wohl bis zur Fälligkeit halten. Habe eh immer 20-40% an Cash rumliegen, und bei den aktuell bescheidenen Zinsen fürs geparkte Geld freut man sich auch auf die 5,5%, die Veni15 noch einbringt.

 

Zur HV der MünchnerRück habe ich zwei Berichte erfasst, einen fachlichen und einen kulinarischen. :- Das Management weiß ziemlich gut, was sie tun. Ca. zweimal pro Jahrzehnt kommen in der Rückversicherung besonders schlimme Großschäden (2011 und ich glaube 2003), aber erstens haben sie genug Rückstellungen, um die Dividende trotzdem zu halten und zweitens holen sie das über Beitragserhöhungen im nächsten Jahr wieder rein.

 

Hallo Anja,

 

die Post wäre mir auf dem aktuellen Niveau zu teuer, da ich das mittel- und langfristige Gewinnwachstum nicht einschätzen kann. Die Bilanzen der letzten Jahre waren stets von Einflüssen der Postbank geprägt und auch sonst treibt es die Post bilanztechnisch ziemlich bunt, z.B. mit Wandelanleihen auf Rentenverpflichtungen eigener Mitarbeiter. Ich kann das alles nicht bewerten und gehe vorsichtshalber davon aus, dass die Post trotz all ihrer Kreativität und super Marktposition kein Wachsumtswert ist und nur ein bescheidenes, aber dafür in nahezu jeder Situation sicheres Wachstum hinlegt. Die geringe Gesamtkapitalrendite und der Ansatz, für interne Projekte eine Mindestrendite von 8% anzusetzen, deuten darauf hin. Damit wäre für mich das FairValue bei ca. KGV 10-12 und die Aktie wäre aktuell gut bewertet, ein Kauf würde sich nicht aufdrängen.

 

Dividendenausschüttungen sind bei der Post nicht steuerfrei, die Steuern werden nur anders gerechnet. Meines Wissens (ohne Gewähr) verbilligen die Dividenden rechnerisch den Einstiegskurs. Wenn Du z.B. die Aktie für 18,70€ kaufen würdest und die Post 0,70€ aussschüttet, bekommst Du die 0,70€ zwar voll, aber wenn Du später mal die Aktie wieder verkaufst, dann wird gerechnet, als ob Du sie für 18,70€ - 0,70€ = 18,00 € gekauft hättest und nicht für die tatsächlichen 18,70€. Die 70 Cent werden steuerlich in Kursgewinne umgewandelt und darüber versteuert. Positives an dieser Methode: 1. die Gewinne werden beim Verkauf gegen evtl. Kursverluste anderer Aktien verrechnet, da anderer steuerlicher Verrechnungstopf; 2. solange man nicht aussteigt, zahlt man gar nichts, hat das Geld und es arbeitet für Dich weiter. Und wenn man erst in 25 Jahren aussteigt, dann hat die Inflation die Steuer halbiert, die 70 Cents werden dann eine viel geringere Kaufkraft haben. Der Ansatz von Buffett, Steuern möglichst lange zu schieben, statt zu zahlen, läßt sich damit bestens realisieren.

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Geschrieben

 

Dividendenausschüttungen sind bei der Post nicht steuerfrei, die Steuern werden nur anders gerechnet. Meines Wissens (ohne Gewähr) verbilligen die Dividenden rechnerisch den Einstiegskurs. Wenn Du z.B. die Aktie für 18,70€ kaufen würdest und die Post 0,70€ aussschüttet, bekommst Du die 0,70€ zwar voll, aber wenn Du später mal die Aktie wieder verkaufst, dann wird gerechnet, als ob Du sie für 18,70€ - 0,70€ = 18,00 € gekauft hättest und nicht für die tatsächlichen 18,70€. Die 70 Cent werden steuerlich in Kursgewinne umgewandelt und darüber versteuert. Positives an dieser Methode: 1. die Gewinne werden beim Verkauf gegen evtl. Kursverluste anderer Aktien verrechnet, da anderer steuerlicher Verrechnungstopf; 2. solange man nicht aussteigt, zahlt man gar nichts, hat das Geld und es arbeitet für Dich weiter. Und wenn man erst in 25 Jahren aussteigt, dann hat die Inflation die Steuer halbiert, die 70 Cents werden dann eine viel geringere Kaufkraft haben. Der Ansatz von Buffett, Steuern möglichst lange zu schieben, statt zu zahlen, läßt sich damit bestens realisieren.

 

Mal 'ne dumme Frage... Ist somit ein negativer Einstiegskurs möglich?

 

mfg

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Geschrieben

Hallo Flughafen,

 

danke für das Posting.

Vielleicht muss ich auch noch etwas warten, mir einen Logistiker ins Depot zu holen.....UPS läuft stramm Richtung 100$ und ist nicht gerade "günstig", zahlt aber Dividende.

 

Bei FedEx ist mir die Ausschüttung zu niedrig....da bietet sich die Post geradezu an. Ich warte dann wohl auf eine kleine Korrektur. Danke und Gruss Anja

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Geschrieben

Mal 'ne dumme Frage... Ist somit ein negativer Einstiegskurs möglich?

 

Kann ich leider nicht sagen, bin nicht so tief in den Steuerthemen. Halte mein Wissen dazu eher praxisorientiert und die Frage eines negativen Einstiegskurs wird sich bei mir vor 9-12 Jahren wohl nicht stellen. :)

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Geschrieben

Dividendenausschüttungen sind bei der Post nicht steuerfrei, die Steuern werden nur anders gerechnet. Meines Wissens (ohne Gewähr) verbilligen die Dividenden rechnerisch den Einstiegskurs. Wenn Du z.B. die Aktie für 18,70€ kaufen würdest und die Post 0,70€ aussschüttet, bekommst Du die 0,70€ zwar voll, aber wenn Du später mal die Aktie wieder verkaufst, dann wird gerechnet, als ob Du sie für 18,70€ - 0,70€ = 18,00 € gekauft hättest und nicht für die tatsächlichen 18,70€. Die 70 Cent werden steuerlich in Kursgewinne umgewandelt und darüber versteuert. Positives an dieser Methode: 1. die Gewinne werden beim Verkauf gegen evtl. Kursverluste anderer Aktien verrechnet, da anderer steuerlicher Verrechnungstopf; 2. solange man nicht aussteigt, zahlt man gar nichts, hat das Geld und es arbeitet für Dich weiter. Und wenn man erst in 25 Jahren aussteigt, dann hat die Inflation die Steuer halbiert, die 70 Cents werden dann eine viel geringere Kaufkraft haben. Der Ansatz von Buffett, Steuern möglichst lange zu schieben, statt zu zahlen, läßt sich damit bestens realisieren.

 

Mal 'ne dumme Frage... Ist somit ein negativer Einstiegskurs möglich?

 

mfg

 

 

Wie bei Radio Eriwan: im Prinzip ja, aber ...

 

Aus steuerlicher Sicht kann es theoretisch durchaus zu einem negativen Anschaffungskurs kommen, praktisch dürfte das aber nur sehr selten der Fall sein.

 

Um das zu verstehen, muß man wissen, was es mit der "steuerfreien Dividende" auf sich hat. Wenn eine Gesellschaft ertmals Aktien ausgibt, liegt der Verkaufspreis einer Aktie normalerweise deutlich über ihrem Nennwert ( oder bei nennwertlosen Aktien über dem entsprechenden Anteil am Grundkapital). Der Verkäufer verkauft also z.B. eine 1 EUR-Aktie für 10 EUR. Manche Verkäufer stecken die Differenz vollständig in die eigene Tasche (häufig wenn der Verkäufer selbst nur Kasse machen und nicht weiter an dem Unternehmen beteiligt sein will), in vielen Fällen aber fließt wenigstens ein Teil der Differenz dem Unternehmen zu (häufig dann, wenn der Börsengang in erster Linie der Wachstumsfinanzierung dienen soll und die Altaktionäre weiter beteilgt sein wollen, um selbst vom Wachstum zu profitieren). Dieser dem Unternehmen zufließende Anteil des Verkaufspreises wird in der Bilanz auf einem Rücklagekonto gebucht.

 

Wenn nun ein Unternehmen eine solche "steuerfreie" Dividende ausschüttet, zahlt es sie formal nicht aus dem erzielten Gewinn sondern aus diesem Rücklagekonto. Aus Sicht des Aktionärs erhält dieser also keine Gewinnausschüttung sondern eine Rückvergütung eines "überhöhten" Kaufpreises - und das ist eben steuerlich neutral, führt aber natürlich zu einer Verringerung des Kaufpreises. Und da derzeit bei einem Verkauf der erzielte Verkaufsgewinn (also die Differenz aus Verkaufs- und Ankaufspreis) besteuert wird, erfolgt die Versteuerung der Dividende scheinbar erst später beim Verkauf.

 

Natürlich kann eine Aktiengesellschaft nur solange "steuerfreie" Dividenden ausschütten, bis das Rücklagekonto aufgebraucht ist, bis also der "überhöhte" Kaufpreis vollständig zurückerstattet wurde. Daher ist ein negativer Anschaffungspreis (aus steuerlicher Sicht) nur möglich, wenn ein erheblicher Teil des Kaufpreises dem Unternehmen zugeflossen und die Aktie nach dem Börsengang drastisch im Kurs abgestürzt ist. Vielleicht sehen wir es ja tatsächlich einmal bei der Telekom-Aktie ...

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Geschrieben

Hier im Forum kann ich wirklich eine Menge lernen......Danke und einen schönen Tag :thumbsup:

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Geschrieben

Die Veni15 würde ich bei Gelegenheit gerne in eine Ölaktie tauschen. Falls sich aber keine günstige Einstiegs-Gelegenheit bei den Ölwerten ergibt, werde ich sie wohl bis zur Fälligkeit halten. Habe eh immer 20-40% an Cash rumliegen, und bei den aktuell bescheidenen Zinsen fürs geparkte Geld freut man sich auch auf die 5,5%, die Veni15 noch einbringt.

 

Wie wärs den damit als Alternative: http://www.boerse-frankfurt.de/de/anleihen/petroleos+d+ven+07+17+XS0294364103

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Geschrieben

@Sisphos:

Danke für die interessanten Informationen! :thumbsup:

 

 

 

Die Veni15 würde ich bei Gelegenheit gerne in eine Ölaktie tauschen. Falls sich aber keine günstige Einstiegs-Gelegenheit bei den Ölwerten ergibt, werde ich sie wohl bis zur Fälligkeit halten. Habe eh immer 20-40% an Cash rumliegen, und bei den aktuell bescheidenen Zinsen fürs geparkte Geld freut man sich auch auf die 5,5%, die Veni15 noch einbringt.

 

Wie wärs den damit als Alternative: http://www.boerse-fr...17+XS0294364103

 

Ist nicht mein Risikoprofil, danke.

Ich kenne keine Details zu PDVSA, habe aber grundsätzlich Bedenken bei Firmen, die als staatliche Cash-Cow hinhalten müssen. Sie sind m.E. wirtschaftlich mehr gefährdet, da sie öfters für Interessen der politischen Eliten hinhalten müssen, - siehe Beispiele Petrobras und Gazprom. Staatsanleihen sind sicherer.

Dazu holt man sich bei USD-Anleihen ein unnötiges Fremdwährungsrisiko.

Und ich möchte aus der VENI15 gar nicht wegen des geringen YTM raus, sondern mir gefällt nicht, dass bei Anleihen das eingesetzte Kapital nicht wächst. :) Da macht ein Tausch in eine andere Anleihe nicht viel Sinn.

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Geschrieben · bearbeitet von Flughafen

Depot-Update

 

Seit dem Letzten Update ist Folgendes geschehen:

 

1. BAT verkauft. Der Wert war und bleibt teuer und ich fühlte mich damit nicht wohl. Habe einen kleinen Gewinn von +4% realisiert. Für ein paar Monate Haltedauer war das gut. Werde ihn künftig beobachten und evtl. ein bei Gelegenheit traden.

 

2. Barrick Gold verkauft, mit einem persönlichen Rekordverlust, ca. -26%. Hatte mich damit auf ein Eis begeben, dass eigentlich nicht meinem Risiko-Profil entspricht. War mir eine Lehre, - nicht alles, was günstig ist, paßt auch zu mir.

 

3. K + S heute für 20,- € gekauft. Da es bereits der Buchwert-Preis ist, und sowas bei DAX-Werten nicht gerade alltäglich vorkommt, habe ich etwas zugelangt und mich gleich für 5% des Portfolios eingedeckt. Für den Fall, dass es noch um 20-30% fällt, habe ich die gleiche Summe noch einmal reserviert.

 

4. Ich habe ein weiteres Depot eröffnet. Für eine bessere Diversifizierung über Banken und die Nutzung von vielfältigen Order- und Abrechnungsvorteilen sind mehrere Depots bei unterschiedlichen Banken nützlich.

 

 

Aktuell habe ich folgende Werte:

 

Coca-Cola

Ist wieder etwas zurückgekommen, liegt leicht im Plus.

 

Intel

Interessiert mich aktuell nicht besonders, erwarte keine schnellen Gewinne in den nächsten 1,5-3 Jahren. Neue Märkte zu erobern braucht Zeit.

 

Tesco

Beobachte weiter die Entwicklung, bin aber auch einem Ausstieg nicht abgeneigt, falls sich ein passender Kurs ergibt.

 

Deutsche Post

Hat den Tugendpfad der Value-Aktie verlassen und ist jetzt auf dem wackeligen Pfad der Wachstumswerte. Es sind eine Menge positiver Erwartungen und nichts Negatives eingepreist. Müsste man eigentlich verkaufen, habe aber keine Lust. :(

 

Sanofi

passt

 

Allianz

Dividende ist gleich geblieben, beträgt nur noch 3,75%, ist aber zum Halten noch akzeptabel. Warte bis 130€.

 

Münchner Rück

Geiz ist nicht immer gut. Erst wollte ich die Dividende unter 140 reinvestieren, zu über 5% Dividendenrendite. Als es unter 140 war, habe ich dann auf einen Rückgang bis 130 gehofft. :) Aber dann hat der Kurs wieder gedreht und es wurde nichts mit Dividende reinvestieren. Andererseits habe ich genug von der Münchner Rück, ein Druck zu reinvestieren bestand nicht.

 

K + S

 

VENI15

Vermute, dass Venezuela bis zur Fälligkeit nicht Pleite gehen wird und halte. Manchmal juckt es mir in den Fingern, bei Kursschwankungen zwischen 98 und 104 zu traden, aber ich bin doch zu gemütlich, wegen ein paar % den Finger zu rühren.

 

Cash: 33% (hm, wo kommt das wieder her?)

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Geschrieben

Sanofi verkauft. Die Halbjahresergebnisse waren nicht berauschend, das Geschäft ging etwas zurück, die Dividendenrendite ist auf Vorjahresbasis nur noch 3,6%, und zum allen Übel haben sie noch ihre ohnehin schwer lesbaren Berichte umgestellt. Habe dann doch lieber den Gewinn mitgenommen, mit zweimal Dividende waren seit September 2011 ca. 70% aufgelaufen.

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Geschrieben

Habe heute eine erhebliche McDonalds-Position aufgebaut.

 

Der Cash-Anteil in meinem Portfolio war auf 34% angewachsen und das war mir zu viel. Ich fühle mich nicht wohl, wenn viel Geld rumliegt, ich nehme es nicht als Besitz wahr, sondern als Papier.

 

McDonalds hat ein sehr gutes Geschäftsmodell, sie verkaufen praktisch ein hocheffizientes, standardisiertes und bestens skalierbares Fließband. Plus, sie dürften prächtig an den Franchise-Nehmern verdienen, wenn man den Verkaufswert einer Restaurant-Ausstattung mit ihren Herstellerkosten vergleicht. Ja, gelegentlich bauen sie ziemlich Misst mit den Menüs, das Sortiment und die Qualität schwankt stark von gutes Essen bis Billigfraß, aber sie sind kreativ und probieren immer wieder Neues. Das verringert die Gefahr, dass ihre Küche mit den Trends nicht mitkommt und lässt Spielraum, um Fehler zu korrigieren.

 

Für mich ist das Geschäft gut nachvollziehbar, ich kann es als Kunde bewerten.

 

Dazu haben sie genug Wachstumspotenzial. Durch den Aufholprozess der Entwicklungsländer wird die Zeit ihrer Einwohner immer mehr kosten. Das wird Tante-Emma-Imbissbuden unrentabel machen und die Bevölkerung in industrialisierte Schnellimbiß-Läden mit gesicherter Essensqualität in wenigen Minuten treiben. Von über 7 Mrd leben aktuell nur ca. 1,5 Mrd in Industrieländern und der Aufholprozess dürfte meine Generation noch voll andauern.

 

Die aktuell Dividendenrendite ist OK, das Kursverhalten der vergangenen Krisen läßt vermuten, dass sie auch bei einem allgemeinen Crash wenig in Mitleidenschaft gezogen werden, daher gönne ich mir den Einstieg auch bei aktuelle hohen Index-Ständen. Wenn ich mir den Chart ansehe, dann kann ich mir vorstellen, dass die aktuelle Seitwärtsentwicklung noch bis Ende 2014 andauern kann. Stört mich aber nicht. Langfristig rechne ich mit einer Kursentwicklung von 5-10% p.a. + Dividende und das ist für mich absolut ausreichend.

 

Jetzt ist etwas Cash abgebaut und die Portfolio-Diversifikation hat sich wieder verbessert.

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Nicht schlecht .Mcd kann man immer kaufen. Und zum jetzigen Kurs ist die Aktie nicht zu teuer.

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Geschrieben · bearbeitet von Flughafen

K+S habe ich mit einem symbolischen Mini-Gewinn wieder verkauft. Rohstoff-Firmen sind nicht mein Ding. Man kann sich wenig von der Konkurrenz abheben und ist sehr abhängig von den Schweinezyklen.

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Geschrieben

K+S habe ich mit einem symbolischen Mini-Gewinn wieder verkauft. Rohstoff-Firmen sind nicht mein Ding. Man kann sich wenig von der Konkurrenz abheben und ist sehr abhängig von den Schweinezyklen.

 

Rohstofftitel sind ebenso wie Immobilienwerte derzeit einfach nicht gefragt. Diese Schwäche scheint irgendwie nicht zu enden.

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