JustLuckNoSkill 14. Juli vor 5 Stunden von ImperatoM: -toM, nicht -tor, kleines Wortspiel Hätte mir auffallen sollen nachdem ich seit mehreren Jahren mitlese... Zitat Danke für Deinen Kommentar! Autonomes Fahren, Robo-Taxis und E-Mobilität sind in Der Tat wichtige Themen. Das sind auch auf den HVen der letzten Jahre imemr schon Themen gewesen. Sixt sieht hier selbst vor allem Chancen, denn die Software- und Autobauer hinter dem autonomen Fahren haben tendentiell wenig Lust, Infrastruktur und Expertise, einen Fuhrpark effizient zu managen, Reparaturen durchzuführen, sich mit Mietkunden auseinanderzusetzen, Fahrzeuge zu reinigen etc pp. Übrigens ist ein interessanter SideFact, dass sich in SanFransico, einem lokalen Markt mit außergewöhnlich hoher RoboTaxi-Quote die Mietwagennachfrage sehr positiv entwickeln soll. Möglicherweise verzichtet man hier eher mal aufs eigene Auto und kombiniert RoboTaxis für kurze Strecken mit dem Mietwagen für den Ausflug? Jedenfalls wirkt der Blick in die Zukunft hier durchaus sonnig. Ich wollte an dieser Stelle nicht sagen, ob ich die aufgeführten Argumente sinnvoll finde oder nicht. Mir ging es nur darum aufzuzeigen, dass der Kurs oder die Marktstimmung nicht nur von Zahlen abhängig sind, sondern eben auch Narrative eine entscheidende Rolle spielen. Für die Sixt-Diskussion will ich nicht dein Musterdepot kapern Weiterhin viel Erfolg! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
ImperatoM 22. Juli Zurück im Depot ist die Deutsche Rohstoff. Das war ein klasse Trade - verkauft vor acht Wochen für zuletzt für 108 Euro, nun zurückgekauft für 76 Euro (bei 2,25 Euro ausgelassener Dividende). Damals war klar, dass die Iran-Krise für eine Übertreibung gesorgt hatte. Heute ist das Gegenteil der Fall: Die Krise ist weniger präsent in den Medien, aber Trump findet weiter keinen Ausweg aus der selbst und ohne jede Not betretenen Iran-Falle. Das ist geradezu eine Garantie für noch längere Zeit erhöhte Ölpreise. Dass die Ukraine russische Ölinfrastruktur sukzessive schwächt und hochlaufende Produktion in Venezuela könnten sich auf dem Weltmarkt dagegen ungefähr ausgleichen - die Golf-Region kann man größenordnungstechnisch ohnehin nicht ersetzen. WTI steht schon wieder bei 87 USD - mit reichlich geopolitischem Upside-Potential Richtung 100 und aus meiner Sicht wenig Gefahr so bald wieder unter 70 zu fallen. Zur Erinnerung: die DRAG kalkulierte vor der Iran-Krise mit einem Ölpreis von 60 USD. Anschließend gab es ein Update mit 270 Mio Umsatz bei 200 Mio laufendem EbitDA (plus 100 Mio zusätzlich für Almonty-Verkauf) aus 270 Mio Umsatz. Das war kalkuliert mit 75 USD, da stehen wir nun 16% höher und die zusätzlichen Umsätze dürften fast 1:1 in den Vorsteuergewinn durchlaufen, also etwa 40 Mio zusätzliches EBT alleine im laufenden Jahr. Das alleine sind 10% der Marktkapitalisierung. Es war stark, dass die DRAG schon im März auf den Iran-Konflikt reagiert hat und direkt neue Bohrungen in Auftrag gegeben hat, deren erste im Juni bereits Öl geliefert hat - mit starker Produktion laut Meldung vom 3.6.. Wie groß das war ergibt sich aus der Meldung vom 12.5.: Ausgehend von einer Tagesproduktion von 12.300 BOEPD YTD möchte man für das Gesamtjahr über 17.000 erreichen, was für die verbleibenden Monate eine Produktion um 20.000 bedeuten dürfte - also eine schnelle Erhöhung der Produktion um etwa zwei Drittel! Insgesamt ist für 2026 schon ohne den Almonty-Verkauf ein EPS von über 30 Euro aus heutiger Sicht hochwahrscheinlich - auch deutlich darüber hinaus könnte es gehen. Zusammen mit dem durchgeführten Almonty-Verkauf liegt es dann über 50 Euro. Da ist der Preis der Aktie von 80 Euro fast schon hinterhergeschmissen. Die Halbjahreszahlen kommen am 19. August - und mit ihnen sicherlich ein Update zu Produktion und Ausblick. Die tpyische Depotpositionsgröße liegt nun bei rund 6%, und die DRAG ist dabei. Auch wenn es mir sehr schwer gefallen ist, kleine Teile anderer Positionen zu verkaufen, habe ich es getan, um die großen Chancen der DRAG-Aktie angemessen abzubilden. Das Wikifolio bewegt sich auf neuem Rekord bei 546 Euro. Blick ins Depot: https://www.wikifolio.com/de/de/w/wf0dchance Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
ImperatoM 22. Juli ... Und noch am gleichen Abend kommt die Prognoseerhöhung per Ad-hoc: https://www.eqs-news.com/news/ad-hoc/deutsche-rohstoff-ag-erhohung-der-prognose-2026-ebitda-von-rund-365-mio-eur-erwartet/899c14c1-6431-4325-b19b-6f3ac23b204d_de Die lesen wohl bei mir mit Der Grund der Erhöhung ist allerdings nicht wie erwartet das laufende Geschäft, sondern ein weiterer Almonty-Teilverkauf. Eine weitere Prognoseerhöhung wegen des laufenden Geschäfts bleibt daher denkbar. Ich drücke als Aktionär die Daumen! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
ImperatoM 12. August · bearbeitet 12. August von ImperatoM Die ersten Halbjahresergebnisse sind gekommen und bislang eher gemischt ausgefallen. Sprechen wir zunächst über die Enttäuschungen und kommen dann zum Besseren: Lastminute.com hat für mich völlig überraschend ein Q2 hingelegt, das ein solch negatives Ebit hatte, dass es sogar das positive Ebit des Q1 übertroffen hat. Die Erklärungen im Call waren überraschend dürftig und widersprachen teilweise den Aussagen aus dem Q1 Call. Im Anschluss habe ich versucht, die IR zu erreichen - und bis heute keine Antwort bekommen. Ein absolutes No-Go! Dementsprechend bin ich ausgestiegen - und werde meien Erfahrung dem Management gegenüber auf dem Eigenkapitalforum vortragen. Lastminute war sicherlich die größte Enttäuschung. Auch Radcom hat ein sehr enttäuschendes Q2 hingelegt - und auch hier gab es technische Probleme im heutigen Call und es wird sich zeigen, wei das Unternehmen damit umgeht. Immerhin: Der Call war technisch deutlich verbessert, das Management wollte sich wohl Mühe geben. Technisch ist das leider in die Hose gegangen und wird nun wahrscheinlich nachgeholt – Radcom hat in kürzester Zeit entsprechende Signale gesendet. Hier kam zudem ein fettes Bonbon, das für die schwachen Q2-Zahlen (die übrigens reine Verschiebungen aufgrund hoher Hardware-Kosten sein sollen): Wie vom im Frühjahr neu gewählten Management erhofft, möchte man zeitnah für mindestens 20 Mio USD eigene Aktien zurückkaufen und somit zumindest schonmal einen Teil der gewaltigen Bargeldbestände an die Aktionäre zurückführen. Das sind dann rund 10% aller Aktien und könnte einen spürbaren Markteffekt haben! Theoretisch hat man sogar genug Geld, um bis zu 50% der Aktien zurückzukaufen - und interessanterweise gibt es laut KI keine vergleichbare 10%-Grenze, wie sie für eine deutsche AG gelten würde. Ich bleibe investiert und habe sogar den Kurssturz für Nachkäufe genutzt. Die von Inter&Co präsentierten Zahlen waren aus meiner Sicht eigentlich ziemlich gut, auch der anschließende Call. Es gab erneut Rekordergebnisse, wie so ziemlich jedes Quartal. Auch das Umsatzwachstum von 29% zum Vorjahresquartal darf man wohl als sehr erfreulich bezeichnen, allerdings war man hier in der Vergangenheit auch schon (noch) höhere Werte gewohnt. Vielleicht war das ein Grund, weshalb die Kurse weiter stagnieren. Erfreulich im Call war insbesondere der Hinweis, dass mit einem Rückgang der Quote verzögerter Kreditraten im zweiten Halbjahr gerechnet wird. Deutlich erfreulicher waren die Ergebnisse bei Mediclin, mit einem EPS von nunmehr 28 Cent alleine im ersten Halbjahr. Das war stark und setzt den Trend der vergangenen Quartale fort. Dementsprechend steigen die Kurse hier auch schön an! Bereits vor einer Woche meldete die Deutsche Rohstoff eine erneute Prognoseanhebung – noch vor Bekanntgabe der Halbjahresergebnisse! Nicht nur ich rechne hier wohl trotz kleiner Einmalabschreibung mit starken Zahlen, und daher steigt auch hier der Kurs ordentlich weiter. Heute kamen dann noch die sehr starken Indus-Zahlen. Hier muss man etwas genauer hingucken: Das EPS hat sich im Vergleich zum Vorjahresquartal mehr als verdreifacht. Das beruht jedoch zu guten Teilen auf positiven Effekten durch steigende Wolfram-Preise. Hier gilt es, zwei Faktoren zu unterscheiden: Einerseits gibt es den Effekt, dass günstig eingekaufter Wolfram bereits teurer (und zum Werkzeug verarbeitet) weiterverkauft werden kann, und dieser Effekt wird sich bei nun seit Mai etwa konstanten Wolframpreisen nicht im Q3 wiederholen. Andererseits gibt es aber den zweiten Effekt, dass sich das Recycling von Wolfram nun natürlich immer mehr lohnt und immer bessere Margen abwirft, je höher die Preise klettern. Gleichzeitig gibt es natürlich mehr als das Wolfram-Geschäft: Insbesondere die Infrastruktur-Sparte ist im Glasfaserbereich sehr kräftig gewachsen und macht gute Gewinne, aber alle Geschäftsbereiche wachsen. Insofern überdeckt die enorm starke Wolfram-Story die ohnehin sehr gute Entwicklung bei Indus ein wenig – man sollte den Rest aber nicht vergessen. Ich habe nachgekauft. Damit ist etwa die erste Hälfte der Halbjahresergebnisse eingetroffen, wie gesagt mit recht gemischten Ergebnissen, aber überwiegend schwachen Kursreaktionen, allem voran bei Radcom. Dies führte zu einem insgesamt leichten Rückgang des Wiki-Kurses auf aktuell 527 Euro. Weitere Halbjahresergebnisse dürften in Kürze folgen, drücken wir die Daumen auf eine starke zweite Halbzeit! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
ImperatoM 17. August Ich habe mir vor der HV nochmal ein paar Net-Digital-Aktien nachgekauft. Die Steigerung des Ergebnisses von Halbjahr zu Halbjahr war bisher stark. Die Halbjahreszahlen dürften vor oder spätestens mit der HV kommuniziert werden, und die ist nächste Woche Freitag. Ich setze nun etwas spekulativ darauf, dass sie ähnlich stark oder sogar noch etwas stärker ausfallen als im zweiten Halbjahr 2025. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
ImperatoM Donnerstag um 13:30 Zum ersten mal seit dem Intellego-Desaster habe ich mich wieder getraut, in ein schwedisches Unternehmen zu investieren: Cheffelo (bis 2024: LMK Group). Grob lässt sich das Geschäftsmodell als skandinavisches HelloFresh "in besser" beschreiben. Geschäft macht man bisher in Norwegen unter dem Markennamen Godtlevert ("gut geliefert"), in Schweden als Linas Matkasse ("Lina's Essensbox") und in Dänemark als RetNemt ("Richtig einfach"); im zweiten Halbjahr 2026 möchte man nach Finnland expandieren. Die unterschiedlichen Markennamen deuten bereits auf einen wichtigen Unterschied zu HelloFresh hin: Cheffelo positioniert sich bewusst regional und bietet statt globaler Einheitserfahrung jedem Markt nicht nur einen traditionellen Namen, sondern auch zur lokalen Küche passende Gerichte. Diese sind zudem deutlich individueller gestaltbar als bei HelloFresh. Ganz entscheidend ist zudem, dass Cheffelo langfristigere Kundenbeziehungen anstrebt: Statt Umsatzwachstum durch aggressive Rabattaktionen zu "pumpen", möchte man durch Qualität und lokale Produkte überzeugen. Zwar nutzt auch Cheffelo Anfangsrabatte, gewährt sie in der Regel aber nur deutlich niedriger als der große Konkurrent. Zudem ist Cheffelo auch in der regulären Bestellung nicht etwa günstiger, sondern teurer - und unterstreicht damit den qualitätsorientierten Anspruch. Cheffelo bietet quasi die Premium-Auswahl. Das kommt im wohlhabenden Skandinavien offenbar gut an: Im ersten Halbjahr 2026 wuchs der Umsatz um satte 18 Prozent. Und das ganze skaliert schön: der Periodenüberschuss im ersten Halbjahr wuchs deutlich überproportional um fast 80 (!) Prozent auf ein Ergebnis je Aktie von umgerechnet 0,42 Euro. Cheffelo wächst, skaliert, macht bereits Gewinne, zahlt eine gute Dividende (jüngst 0,63 Euro / > 5%) und hat die Dividendenpolitik, über 50% des operatives Cashflows auch auszuschütten. Eine Skalierung der Dividende ist daher ebenfalls sichtbar (Vorjahr: 0,30 Euro). Das Unternehmen ist absolut schuldenfrei in Hinblick auf Kredite oder Anleihen und verfügt über rund 12 Mio Euro Cash. Das Geschäft ist stark saisonal: In den Winterquartalen macht man die höheren Umsätze (viele pausieren die Bestellungen in den mit 9 (!) Wochen oft sehr langen skandinavischen Sommerferien), die Marketingkosten fallen gehäuft in Q1 und Q3 an, um die Kunden nach Sommerferien bzw. Weihnachten bei Laune zu halten. Fürs 2. Halbjahr 2026 sind ein paar Einmalkosten für die Expansion nach Finnland und für ein Rebranding zu erwarten, weshalb das Q3 - wie traditionell - nochmal negativ sein dürfte (ohen diese Effekte hätte es eine gute Chance auf ein erstmals positives Q3 gegeben). Das Q4 ist dagegen traditionell das beste Gewinnquartal. Aufgrund der Einmalbelastungen erwarte ich 2026 mal ganz vorsichtig 0,60 Euro Gewinn je Aktie, was eine Steigerung um 50% wäre. 2027 dürfte das ganze dann weiter Fahrt aufnehmen, zumal Finnland dann erste Ergebnisbeiträge liefern kann, vor allem aber durch weiteres Wachstum und Skalierung. Ein EPS von über 1 Euro je Aktie halte ich für 2027 für sehr wahrscheinlich, bei einer Dividende von rund einem Euro umgerechnet. Das wären zum heutigen Kurs von 11,20 Euro fast 9% Dividendenrendite und ein 2027er-KGV von 10. Über 2028 mag man da kaum nachdenken... . Wo bekommt man sonst solche Kennzahlen für ein schuldenfreies, stark wachsendes Unternehmen in soliden Ländern? Das schöne in diesem Fall: Das Produkt kann jeder in Skandinavien erleben, es ist dort sehr bekannt, und es wird viel darüber berichtet. Zudem zahlt man gute Dividenden, die Gewinne existieren also offenbar auch wirklich. Schlimm, dass man so etwas überhaupt hinterfragen muss, aber ich bin zuversichtlich, dass Schwedens Kapitalmarkt sich hier rehabilitieren kann. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag