patient4711's Depot

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Posted · Edited by patient4711

Mein Depot hat Zuwachs bekommen! Nachdem ich mich letztes Jahr geärgert hatte Ross Stores nicht günstig gekauft zu haben habe ich nun zu einem fairen Preis zugeschlagen, das KGV beträgt 20,3. Nicht schlecht für eine Aktie mit langer 2-stelliger Wachstumshistorie und die demnächst den Dividendenaristrokraten-Status bekommen wird. Das Ross ein Alleinstellungsmerkmal hat, sieht man recht gut an den Renditen (ROE, aber vor allem der Marge).

 

Einziger Nachteil ist soweit ich es sehe die niedrige Dividendenrendite: 0,95%. Ich habe (zu) lange auf hohe Dividendenrenditen geschaut und hier ist nun die 1. Aktie im Depot die eine niedrige Dividende hat und dafür hohes Wachstum (letztes Jahr 13% EPS- und 17% Dividendenwachstum). Und selbst wenn es 'nur' noch einstelliges Wachstum haben sollte, ist der Kaufpreis immer noch ok.

 

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Hier gibt's mal einen Gegenbesuch. Mir gefällt die Zusammenstellung Deines Depots sehr, allerdings wären für mich 21 Werte schon zu viele. Ich finde Deinen Ansatz und auch die Umsetzung sehr ansprechend, was sich wohl auch in ein paar Überschneidungen unserer Depots widerspiegelt.

 

Einige Werte, die in Deinem Depot liegen, hatte ich mir auch angeschaut, die konnten mich dann aber letztlich nicht überzeugen, wenn man mal weiter in die Zukunft spinnt.

 

Trotzdem Respekt für dieses feine Depot.

 

 

 

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@Porttrader: In der Anzahl an Depotpositionen gibt es gewaltige Unterschiede, ich z.B. will mindestens 45 Werte im Depot haben um auf der einen Seite gut diversifiziert zu sein und auf der anderen Seite möchte ich keinen Werte deutlich übergewichten. Bei 21 Werten hat jeder wert ca 5% Depotanteil... ich will eher das jeder Wert 2- 2,5% einnimmt, so kann ich einen Totalverlust in einer Position leichter verkraften ich ich das bei 10-20 Werten könnte.

 

@Patient: Kommen wir zum Depot. Schöne Werte bzw die Standardwerte die man fast in jedem Portfolio antrifft. Ich frage mich nur, was folgende Werte im Depot suchen, da sie ja nichts mit den sog. No-Brainer" gemeinsam haben.

-> Belle

-> Digital Reality

-> OGE Energy

-> South 32 ( zählt nicht wirklich aufgrund der Abspaltung)

 

Kannst du mir/uns näher bringen was dich von den o.g. Unternehmen überzeugt hat, das du Sie in dein Depot geholt hast.

Ebenfalls würde mich interessieren, warum du solche große Unterschiede in den Depotpositionen hast (General Mills > 10% - Unilever 0,7% )?? Beides sind in meinen Augen Top-Unternehmen, aber solche Diskrepanzen finde ich nicht vorteilhaft.

 

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Ebenfalls würde mich interessieren, warum du solche große Unterschiede in den Depotpositionen hast (General Mills > 10% - Unilever 0,7% )?? Beides sind in meinen Augen Top-Unternehmen, aber solche Diskrepanzen finde ich nicht vorteilhaft.

 

Das würde mich auch interessieren. Ansonsten: nettes Portfolio, vor allem die 10,3% General Mills und 9,4% Johnson & Johnson finde ich gut. :thumbsup:

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Posted · Edited by patient4711

Nachdem dies hier ein ziemlicher Monolog gewesen ist, haben wir jetzt eine neue Qualität der Diskussion angefangen. Interessante Zeiten brechen an :thumbsup:

@Patient: Kommen wir zum Depot. Schöne Werte bzw die Standardwerte die man fast in jedem Portfolio antrifft. Ich frage mich nur, was folgende Werte im Depot suchen, da sie ja nichts mit den sog. No-Brainer" gemeinsam haben.

-> Belle

-> Digital Reality

-> OGE Energy

-> South 32 ( zählt nicht wirklich aufgrund der Abspaltung)

Ich habe auch nie behauptet ausschließlich No-Brainer zu nehmen, auch wenn ich in letzter Zeit stark dazu tendiere. Mein Zel ist es stabile Dividendenzahler zu haben, also Aristrokraten oder Aktien von denen ich denke das sie das Zeug zum Aristrokraten haben.

 

Belle:

 

Die Branche Schuhherstellung und Sporthandel hat mir gefallen, außerdem hat Belle seit dem IPO recht gute Zahlen abgeliefert. Auch hat mich das Thema China gereizt - sowohl als Diversifikation als auch als Wachstumsstory. Nicht zuletzt fand ich auch das Management glaubwürdig - sowohl von der Kommunikation, als auch durch die Tatsache das man selbst gut beteiligt ist. In letzter Zeit hat das Ergebniswachstum nachgelassen, mit der China-Krise war das noch kein Grund zur Besorgnis. Allerdings geht der Umsatz im Schuhbuisiness nach unten, während das Sportbuisiness zulegt. Das könnte in der Tat zum Problem werden (siehe Gerry Weber), und kritische Beobachtung ist hier angesagt. Die Entscheidung für Belle fiel auch recht früh in meiner Karriere als Einzelaktien-Investor - ich muss sehen ob ich dabei bleibe oder mich umentscheide.

 

Digital Realty:

 

Ich fand das Geschäftsfeld Rechenzentren attraktiv, also die 'Story'. Ich glaube, die Server-Technik wird sich schnell verändern, aber es wird immer einen Platz geben müssen, wo man die Server unterstellt und die Rechenzentren an sich werden sich nur langsam verändern (Gebäude, Kühltechnik usw.). Auch sind die Kosten für einen RZ-Wechsel und damit die Kundenbindung hoch. Zusätzlich ist es eine Nische, und Nischen haben oft den Vorteil, dass man dort weniger angreifbar ist. Bei REITs habe ich darauf geschaut dass die Dividende in 2008/2009 nicht gekürzt wurde, weil dies ein Stabilitätskriterium ist und es traf für DLR zu. Zu guter letzt gab es eine echte Kaufgelegenheit letztes Jahr - DLR liegt durch alle Schwankungen dieses Jahr recht konstant mit 50% im Plus zum Kaufkurs im Depot. Zum Kaufkurs hatte ich 6,3% Dividendenrendite, nach Erhöhungen und €-Schwäche werden es dieses Jahr über 8% zum Kaufkurs sein.

 

OGE Energy

 

Diese Entscheidung ist der Tatsache geschuldet, dass mir die üblichen verdächtigen US-Werte allesamt weniger gefallen haben als OGE. Ich wollte gerne ein EPS-Wachstum in Höhe der Inflation und solide Finanzen und Renditen, und durch diesen Test sind viele gefallen. Nennt mich Öko, aber auch Atom-Beteiligung sehe ich kritisch, da es - zusätzlich zu den ökologischen Aspekten - eine teure und quasi tote Technik ist. Auch hat mir gefallen, dass es eine Pipeline-Beteiligung gibt und das das Management für US-Verhältnisse recht offen kommuniziert. Mit 900.000 Kunden ist OGE aber klein, und deshalb habe ich mich schon selbst gefragt ob das dann das richtige ist.

 

South32:

 

Du sagst selber das dieser nicht zählt und das meine ich auch. Wenn ich die Aktie verkaufe hätte ich gerne einen guten Preis dafür und derzeit sind die Kurse im Keller.

 

Ebenfalls würde mich interessieren, warum du solche große Unterschiede in den Depotpositionen hast (General Mills > 10% - Unilever 0,7% )?? Beides sind in meinen Augen Top-Unternehmen, aber solche Diskrepanzen finde ich nicht vorteilhaft.

Es liegt schlicht daran das ich kaufe wenn Geld da ist - i.d.R. monatlich. Dann entscheide ich mich für eine Aktie. So etwa 30-35 Positionen sieht mein Plan vor, und im Zweifel habe ich mich für eine kleine Erstposition entschieden, einfach um echte Erfahrungen mit der Aktie zu machen. Die kleinen Positionen sind also dadurch entstanden das es nach dem Erstkauf noch keine Aufstockung gab.

 

Die großen Positionen sind dadurch entstanden, dass ich zum Beispiel aus aktiven Fonds umgeschichtet habe und lohnenswerte Aktien bis zum maximalen Zielwert aufgestockt habe.

 

So, nun hoffe ich habe ich etwas Licht ins Dunkel gebracht. Mit der Bitte um rege und hoffentlich fundierte Diskussion...

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Die Begründung bezüglich der Gewichtung erscheint mir noch etwas schwammig und unzureichend...

was ist denn z.B., wenn bei einem deiner Dickschiffe morgen ein VW-ähnliches Problem auftritt, während bei Unilever oder Diageo

alles Dufte läuft. Wäre das dann einfach nur sehr bedauerlich oder dummer Zufall? Ich würde mich jedenfalls ziemlich be********* fühlen... :-

 

Muss doch nicht sein, oder?

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Posted · Edited by patient4711

Die Begründung bezüglich der Gewichtung erscheint mir noch etwas schwammig und unzureichend...

was ist denn z.B., wenn bei einem deiner Dickschiffe morgen ein VW-ähnliches Problem auftritt, während bei Unilever oder Diageo

alles Dufte läuft. Wäre das dann einfach nur sehr bedauerlich oder dummer Zufall? Ich würde mich jedenfalls ziemlich be********* fühlen... :-

Mir jetzt mit VW zu kommen halte ich doch für reichlich konstruiert. Trotzdem: ich verstehe was Du sagen willst, und das ist eine gute Frage. Ich hoffe ich kann sie Dir ebenso gut beantworten:

 

  • Ich glaube es wird mir niemand widersprechen wenn ich sage dass GIS und JNJ in einer anderen Qualitätsliga als VW spielen. Andernfalls hätte ich sie nicht so hoch gewichtet.
  • Mein Depot ist im Aufbau. Da ich ständig nachlege, wird der Anteil der Dickschiffe ständig sinken. Als mein Depot etwa halb so groß war, hatte ich mich für einen maximalen Anteil von 20% entschieden. Den Wert in EUR betrachte ich noch heute als Maximum.
  • Es gibt Vertreter, die 10-15 Werte für eine ausreichende Diversifizierung halten, und da bin ich prozentual nicht allzu weit weg
  • Wenn ich eine gute Aktie zu einem guten Preis sehe, und sich keine andere anbietet (wie zum Beispiel im Frühling mit JNJ passiert), werde ich mich nicht für die überteuerte Aktie entscheiden, bloss wegen dem Depotanteil
  • ähnliches Argument: Ein günstiger Kaufpreis ist Risikovorsorge - habe ich mir nicht ausgedacht, ist ist so von Warren Buffet gesagt worden...

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Mir jetzt mit VW zu kommen halte ich doch für reichlich konstruiert. Trotzdem: ich verstehe was Du sagen willst, und das ist eine gute Frage. Ich hoffe ich kann sie Dir ebenso gut beantworten:

 

  • Ich glaube es wird mir niemand widersprechen wenn ich sage dass GIS und JNJ in einer anderen Qualitätsliga als VW spielen. Andernfalls hätte ich sie nicht so hoch gewichtet.
  • Mein Depot ist im Aufbau. Da ich ständig nachlege, wird der Anteil der Dickschiffe ständig sinken. Als mein Depot etwa halb so groß war, hatte ich mich für einen maximalen Anteil von 20% entschieden. Den Wert in EUR betrachte ich noch heute als Maximum.
  • Es gibt Vertreter, die 10-15 Werte für eine ausreichende Diversifizierung halten, und da bin ich prozentual nicht allzu weit weg
  • Wenn ich eine gute Aktie zu einem guten Preis sehe, und sich keine andere anbietet (wie zum Beispiel im Frühling mit JNJ passiert), werde ich mich nicht für die überteuerte Aktie entscheiden, bloss wegen dem Depotanteil
  • ähnliches Argument: Ein günstiger Kaufpreis ist Risikovorsorge - habe ich mir nicht ausgedacht, ist ist so von Warren Buffet gesagt worden...

 

Da will ich dir beipflichten! Es ist zwar schön, wenn man eine ideale Gewichtung hat. Aber diese kann man sich auch erst über die Zeit aufbauen. Wenn es sich gerade Kaufgelegenheiten bieten, dann sollte man die nutzen, die da sind. Ich würde mir auch keinen Druck machen, wenn es noch nicht ideal aufgeteilt ist. Das austarieren kann man immer noch machen, wenn man investiert ist. Gerade bei den aktuellen Märkten ist es sowieso fast wichtiger investiert zu sein...

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@patient4711: Ich glaube, wir schreiben ein wenig an einander vorbei...ich habe überhaupt kein grundsätzliches Problem damit, solide Unternehmen stark überzugewichten,

ganz im Gegenteil. Das mit VW hast du auch in den komplett falschen Hals gekriegt, wie es scheint. Ich könnte x andere Beispiele nennen, z.B. Bayer im Lipobay-Skandal 2003.

Plötzlich tritt ein Ereignis auf, der besagtes Unternehmen bis ins Mark erschüttert und existenziell bedroht mit entsprechend gravierenden Kursverlusten in kurzer Zeit.

Das ist offensichtlich bei GIS oder JNJ weniger wahrscheinlich als bei anderen, aber nie unmöglich.

 

Es geht ganz konkret um 2 Aspekte:

1) Der Unterschied in der Gewichtung zwischen den größten und den kleinsten Portfoliobestandteilen, z.B. ist GIS beinahe 15-mal so stark gewichtet wie Unilever. Wo ist die Grenze?

2) Vom Risikoprofil her kann man GIS und Unilever wohl etwa gleich einstufen. Was rechtfertigt dann eine solche Gewichtungsdifferenz?

 

Wäre ja z.B. kein Problem, jederzeit ein Viertel oder ein Drittel von GIS zu veräußern und damit unmittelbar Unilever aufzustocken, völlig unabhängig von aktuellen Kursen.

 

Deine anderen Punkte sind alle relativ unstrittig... :thumbsup:

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Posted · Edited by patient4711

Edit: bitte denkt euch statt der br-Tags Zeilenumbrüche. Warum auch

immer funktionieren hier plötzlich keine Zeilenumbrüche mehr...<br>

<br>@patient4711: Ich glaube, wir schreiben ein wenig an einander vorbei...ich habe überhaupt kein grundsätzliches Problem damit, solide Unternehmen stark überzugewichten,<br>ganz im Gegenteil. <br>
<br>Und warum dann die Fragen im Folgenden? Du widersprichst Dir zumindest teilweise selbst.<br><br>
<br>Das mit VW hast du auch in den komplett falschen Hals gekriegt, wie es scheint. <br>
<br>Die VW Berichterstattung geht mir einfach auf die Nerven. Sorry, wenn ich da etwas überreagiere.<br><br>
<br>Ich könnte x andere Beispiele nennen, z.B. Bayer im Lipobay-Skandal 2003.<br>Plötzlich tritt ein Ereignis auf, der besagtes Unternehmen bis ins Mark erschüttert und existenziell bedroht mit entsprechend gravierenden Kursverlusten in kurzer Zeit.<br>Das ist offensichtlich bei GIS oder JNJ weniger wahrscheinlich als bei anderen, aber nie unmöglich.<br>
<br>Ich denke die meisten Probleme sind nicht existenzbedrohend, es wird gerne von den Medien alles zum Weltuntergang hochstilisiert. Das der Gewinn stark einbricht und der Kurs noch viel stärker dürfte wahrscheinlicher sein. Mit dem Risiko müssen wir leben. Deswegen haben Aktien so hohe Renditen.<br><br>
<br>Es geht ganz konkret um 2 Aspekte:<br>1) Der Unterschied in der Gewichtung zwischen den größten und den kleinsten Portfoliobestandteilen, z.B. ist GIS beinahe 15-mal so stark gewichtet wie Unilever. Wo ist die Grenze?<br>2) Vom Risikoprofil her kann man GIS und Unilever wohl etwa gleich einstufen. Was rechtfertigt dann eine solche Gewichtungsdifferenz?<br>
<br>Hier finde ich es schade, dass Du meinen Post offensichtlich nicht verstanden hast. Ich wiederhole:<br><ul class="bbc"><li>Mein Depot ist im Aufbau. (...) Als mein Depot etwa halb so groß war, hatte  ich mich für einen maximalen Anteil von 20% entschieden. Den Wert in EUR  betrachte ich noch heute als Maximum.</li><li>Wenn ich eine gute Aktie zu einem guten Preis sehe, und sich keine  andere anbietet (wie zum Beispiel im Frühling mit JNJ passiert), werde  ich mich nicht für die überteuerte Aktie entscheiden, bloss wegen dem  Depotanteil</li></ul>
<br>Wäre ja z.B. kein Problem, jederzeit ein Viertel oder ein Drittel von GIS zu veräußern und damit unmittelbar Unilever aufzustocken, völlig unabhängig von aktuellen Kursen.<br>
<br>Doch, das ist ein Problem: ich habe Steuern die anfallen und Transaktionskosten. Außerdem sehe ich keinen Grund Unternehmensanteile zu verkaufen die ich nach heutigem Kenntnisstand ewig behalten will. Außerdem werde ich sowieso früher oder später Unliever mit frischer Kohle ausfstocken - aber definitiv nicht zu den jetzigen Preisen.<br><br>Zusammenfassung: Ich glaube Du bist zu stark von den Medien, den Bankern undsoweiter beeinflußt. Begriffe wie Portfoliotheorie, Assetallokation und Risikostreuung werden schon fast religiös verwendet. Ich habe bei einem deutschen Blog folgende Aussage gelesen, die ich sehr weise finde: Von den Bankern wird uns die Risikominimierung als der heilige Gral verkauft. Die meisten Menschen haben aber (noch) kein Vermögen, das man übermäßig schützen müsste. Die meisten Menschen sind im Stadium des Vermögensaufbaus, und da muss man gewisse Risiken eingehen.<br><br>Ich für mich finde, dass die Erkenntnisse bezüglich Risikostreuung usw. wertvoll sind. Doch versuche ich es in einem für mich sinnvollen Maß einzusetzen, und nicht der Herde blind zu folgen.<br><br>

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Außerdem werde ich sowieso früher oder später Unliever mit frischer Kohle ausfstocken - aber definitiv nicht zu den jetzigen Preisen.

Und warum verkaufst du Unilever dann nicht, wenn du sicher bist, dass du sie früher oder später billiger zurückkaufen kannst?

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Posted · Edited by patient4711

Und warum verkaufst du Unilever dann nicht, wenn du sicher bist, dass du sie früher oder später billiger zurückkaufen kannst?

Weil ich Buy-and Hold betreibe.

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Ich glaube Du bist zu stark von den Medien, den Bankern und so weiter beeinflußt. Begriffe wie Portfoliotheorie, Assetallokation und Risikostreuung werden schon fast religiös verwendet.

 

Das kann alles ich ganz klar negieren und weise es sogar strikt zurück! Meine Meinung zu Finanzmedien hab ich schon oft genug gepostet...die ist in der Breite mehr als skeptisch.

Noch habe ich jemals ein Buch über Finanzmarkttheorie oder ähnliches gelesen, geschweige denn BWL oder VWL studiert.

 

Ansonsten lasse ich alles andere ob weiterhin bestehender gegenseitiger Kommunikations- und Verständnisprobleme einfach mal so stehen. :-

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Ansonsten lasse ich alles andere ob weiterhin bestehender gegenseitiger Kommunikations- und Verständnisprobleme einfach mal so stehen. :-

Da unsere Positionen so weit auseinander sind, macht der Austausch von Argumenten wohl wirklich keinen Sinn mehr. Ich bestätige Dir gerne, dass Du trotz aller Meinungsverschiedenheiten immer sachlich geblieben bist - angesichts des verbreiteten Niveaus heutzutage keine Selbstverständlichkeit. Ich hoffe das gilt auch für mich :rolleyes:

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Nachdem wir das mit der Gewichtung jetzt wohl abgehakt haben, möchte ich den Fokus nochmals auf Einzelwerte legen. Den Originalpost füge ich unten bei.

 

Erschienen Euch meine Begründungen schlüssig? Habt Ihr eventuell weitere Anmerkungen? Vielleicht Alternativen zu den diskutierten werten?

 

Nachdem dies hier ein ziemlicher Monolog gewesen ist, haben wir jetzt eine neue Qualität der Diskussion angefangen. Interessante Zeiten brechen an :thumbsup:

@Patient: Kommen wir zum Depot. Schöne Werte bzw die Standardwerte die man fast in jedem Portfolio antrifft. Ich frage mich nur, was folgende Werte im Depot suchen, da sie ja nichts mit den sog. No-Brainer" gemeinsam haben.

-> Belle

-> Digital Reality

-> OGE Energy

-> South 32 ( zählt nicht wirklich aufgrund der Abspaltung)

Ich habe auch nie behauptet ausschließlich No-Brainer zu nehmen, auch wenn ich in letzter Zeit stark dazu tendiere. Mein Zel ist es stabile Dividendenzahler zu haben, also Aristrokraten oder Aktien von denen ich denke das sie das Zeug zum Aristrokraten haben.

 

Belle:

 

Die Branche Schuhherstellung und Sporthandel hat mir gefallen, außerdem hat Belle seit dem IPO recht gute Zahlen abgeliefert. Auch hat mich das Thema China gereizt - sowohl als Diversifikation als auch als Wachstumsstory. Nicht zuletzt fand ich auch das Management glaubwürdig - sowohl von der Kommunikation, als auch durch die Tatsache das man selbst gut beteiligt ist. In letzter Zeit hat das Ergebniswachstum nachgelassen, mit der China-Krise war das noch kein Grund zur Besorgnis. Allerdings geht der Umsatz im Schuhbuisiness nach unten, während das Sportbuisiness zulegt. Das könnte in der Tat zum Problem werden (siehe Gerry Weber), und kritische Beobachtung ist hier angesagt. Die Entscheidung für Belle fiel auch recht früh in meiner Karriere als Einzelaktien-Investor - ich muss sehen ob ich dabei bleibe oder mich umentscheide.

 

Digital Realty:

 

Ich fand das Geschäftsfeld Rechenzentren attraktiv, also die 'Story'. Ich glaube, die Server-Technik wird sich schnell verändern, aber es wird immer einen Platz geben müssen, wo man die Server unterstellt und die Rechenzentren an sich werden sich nur langsam verändern (Gebäude, Kühltechnik usw.). Auch sind die Kosten für einen RZ-Wechsel und damit die Kundenbindung hoch. Zusätzlich ist es eine Nische, und Nischen haben oft den Vorteil, dass man dort weniger angreifbar ist. Bei REITs habe ich darauf geschaut dass die Dividende in 2008/2009 nicht gekürzt wurde, weil dies ein Stabilitätskriterium ist und es traf für DLR zu. Zu guter letzt gab es eine echte Kaufgelegenheit letztes Jahr - DLR liegt durch alle Schwankungen dieses Jahr recht konstant mit 50% im Plus zum Kaufkurs im Depot. Zum Kaufkurs hatte ich 6,3% Dividendenrendite, nach Erhöhungen und €-Schwäche werden es dieses Jahr über 8% zum Kaufkurs sein.

 

OGE Energy

 

Diese Entscheidung ist der Tatsache geschuldet, dass mir die üblichen verdächtigen US-Werte allesamt weniger gefallen haben als OGE. Ich wollte gerne ein EPS-Wachstum in Höhe der Inflation und solide Finanzen und Renditen, und durch diesen Test sind viele gefallen. Nennt mich Öko, aber auch Atom-Beteiligung sehe ich kritisch, da es - zusätzlich zu den ökologischen Aspekten - eine teure und quasi tote Technik ist. Auch hat mir gefallen, dass es eine Pipeline-Beteiligung gibt und das das Management für US-Verhältnisse recht offen kommuniziert. Mit 900.000 Kunden ist OGE aber klein, und deshalb habe ich mich schon selbst gefragt ob das dann das richtige ist.

 

South32:

 

Du sagst selber das dieser nicht zählt und das meine ich auch. Wenn ich die Aktie verkaufe hätte ich gerne einen guten Preis dafür und derzeit sind die Kurse im Keller.

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Rein von den Zahlen her sieht Belle beachtlich aus. Aber eine Analyse sollte immer zuerst damit beginnen, dass man sich das Geschäftsmodell näher anschaut. Und da finde ich Modehändler im allgemeinen und einen Schuhhersteller im speziellen nun nicht besonders attraktiv. Wäre Deichmann börsennotiert, würde ich mir von den Essenern garantiert keine Aktien kaufen. China ist Chance und Risiko zugleich. Chance, da es sich um einen Wachstumsmarkt handelt. Risiko, da Belle wohl ein klassisches Klumpenrisiko darstellt. Die aktuellen Probleme in China dürften ja bekannt sein. Des Weiteren wird in China fleißig kopiert. Wobei man sich mit der Kopie eines westlichen Markenschuhes leicht lächerlich machen kann. Wie verhält es sich mit den einheimischen Marken? Die Markteintrittsbarrieren dürften in diesem Segment nicht besonders hoch sein. Welche nennenswerten Wettbewerber gibt es?

 

Digital Realty hat schönes Umsatzwachstum, der Gewinn brach jedoch voriges Jahr ein? Das KGV ist allerdings selbst für einen Wachstumswert jenseits von gut und böse. Die Dividendenrendite sieht attraktiv aus. Passt das jedoch wirklich zusammen, Wachstums- UND Dividendenwert? Damit meine ich NICHT Dividend Growth Investing, was ja mehr oder weniger die Goldene Mitte zwischen Wachstum und Dividenden anpeilt. Vielmehr sehe ich hier jeweils sowohl überdurchschnittlich hohes Wachstum als auch äußerst attraktive Dividenden. Klappt das dauerhaft? Ich bin kein ITler (obwohl ich meine Diplomarbeit über Schnittstellenprogrammierung geschrieben habe) und kann den Servermarkt daher nur bedingt einschätzen. Allerdings nehme ich es zur Kenntnis, dass der Global Player IBM (ja, die Aktie habe ich im Depot - schlagt mich doch) seine Serversparte an Lenovo verkauft hat. War diese Nische zu klein für den Branchendinosaurier oder hat der Primus sich rechtzeitig von einer Altlast getrennt?

 

Zu OGE Energy habe ich keine Meinung, da ich mir den Energiemix und die Absatzmärkte noch nicht näher angesehen habe. Bei den Zahlen fällt mir auf, dass die Umsätze in den letzten Jahren zurückgingen, die Gewinne jedoch leicht gesteigert wurden? Wurden hier unrentable Sparten abgestoßen? Das KGV wäre für einen europäischen Versorger zu teuer, bei US-amerikanischen Versorgern liegt es jedoch im Branchenschnitt. Die Ausschüttungsquote bewegt sich bei gut 50% und ist somit im grünen Bereich, wurde allerdings in den letzten Jahren prozentual deutlich angehoben. Vor einigen Jahren lag sie noch bei 3x%. Dafür ist die Dividendenrendite aber auch relativ gering, jedenfalls für einen Versorger. Es handelt sich schließlich um keine Wachstumsbranche. Bei einer Dividendenrendite von unter 3% würde ich mich eher für einen der üblichen Dividend Growth Investing - Kandidaten entscheiden.

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Posted · Edited by patient4711

Hallo Gepanzerter,

 

um den Überblick zu behalten schlage ich vor wir widmen uns erstmal Belle und schauen uns die anderen Kandidaten später an, OK?

 

Rein von den Zahlen her sieht Belle beachtlich aus. Aber eine Analyse sollte immer zuerst damit beginnen, dass man sich das Geschäftsmodell näher anschaut. Und da finde ich Modehändler im allgemeinen und einen Schuhhersteller im speziellen nun nicht besonders attraktiv.

Hier machst Du es Dir zu einfach. Das beginnt schon damit, dass Du die Geschäftsfelder falsch wiedergibst. Neben den Schuhen sind bei Belle Sportgeschäfte das 2. Standbein. Mit Mode liegst Du allerdings nicht ganz falsch, der Einstieg war letztes Jahr, ist aber für unsere Zwecke zu vernachlässigen weil noch extrem klein. Außerdem: Du teilst mir mit dass Du Mode und Schuhe unattraktiv findest. Da Du dies ohne Begründung tust, muss ich Dein Argument als gegenstandslos betrachten.

 

Wäre Deichmann börsennotiert, würde ich mir von den Essenern garantiert keine Aktien kaufen.

An Deinen Argument ist nichts dran, denn Du gibst keine Begründung warum Deichmann mit Belle vergleichbar sein soll. Ich meine, die beiden sind nicht vergleichbar:

  • Deichmann stellt nichts selber her, sondern ist nur Händler. Die dickste Marge dürfte der Hersteller abkriegen (Voraussetzung: Markenware)
  • Deichmann hat fast ausschließlich Billigware. Belle zielt auf das hochpreisigere Segment, und für entsprechende Markenware werden höhere Preise verlangt.

Vom Geschäftsfeld sind eher die Sportartikel vergleichbar, da Belle hier reiner Händler ist. Wenn Du die kritisierst, müsstest Du letztendlich begründen warum Du Nike und Adidas für schlechte Investments hälst, denn diese Marken werden dort hauptsächlich vertrieben. Falls Du mir mit dem Argument Händler kommst: Nike und Adidas haben ein Interesse daran, ihre Artikel in hochwertigen Läden zu hochwertigen Preisen zu verkaufen, und da ist Belle die Nr. 1 in China. Sieht man ansatzweise auch in Deutschland: hochwertige Sportartikel bekommst Du in einigen Gegenden fast nur noch bei Intersport, vielleicht noch in Kaufhäusern.

 

Wenn man mal die Zahlen anschaut, sieht man meine Thesen eher gestützt als Deine, denn die Netto-Marge bewegt sich konstant bei über 10%.

 

China ist Chance und Risiko zugleich. Chance, da es sich um einen Wachstumsmarkt handelt. Risiko, da Belle wohl ein klassisches Klumpenrisiko darstellt.

Kann ich bis auf den Begriff Klumpenrisiko so stehen lassen. Wenn Belle ein Klumpenrisiko ist, dann ist die meines Wissens von Dir so geschätzte Fielmann noch ein viel extremeres Klumpenrisiko: der Umsatz ist räumlich viel weniger diversifiziert als bei Belle (man beachte: China ist alleine so groß wie ganz Europa). Außerdem ist Fielmann ein one trick pony, während Du bei Belle mal zumindest 2 Geschäftsfelder hast.

 

Die aktuellen Probleme in China dürften ja bekannt sein. (...) Wie verhält es sich mit den einheimischen Marken? Die Markteintrittsbarrieren dürften in diesem Segment nicht besonders hoch sein. Welche nennenswerten Wettbewerber gibt es?

Laut GB ist Belle die einzige bekannte Marke chinesischen Ursprungs bei hochwertigen Schuhen. Die anderen Player stammen somit von außerhalb Chinas, was wohl auf Europa, USA und vielleicht Japan hinauslaufen sollte. Wie Du selbst wissen solltest, ist die Markteintrittsbarriere bei Markenprodukten hauptsächlich die Marke. Leider kann man das alles schlecht verifizieren, insofern bleibt ein Nachgeschmack dabei. Ich denke das die Marge von 10-15% in den letzten Jahren einen wertvollen Hinweis gibt: solche Zahlen schafft man nur bei entsprechend guter Marktposition.

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Posted · Edited by Schildkröte

Ich muss doch nicht Dinge wiederholt begründen, die schon mehrmals im Forum diskutiert worden sind, oder? Okay, unterscheiden wir zwischen Herstellern und Händlern von Sportartikeln. Hersteller mögen interessant sein. NIKE und adidas habe ich mir mal angeschaut, ist mir jedoch nix. Zu wenig Marken, also ergo ein Klumpenrisiko. Wie gesagt, Trends bzw. Marken kommen und gehen. Wenn, dann kommt mir nur eine breit diversifizierte LVMH ins Depot, wenngleich Luxusartikel nur bedingt mit Sportartikeln vergleichbar sind. Und zu Händlern sage ich bloß: Geringe Margen und niedrige Markteintrittsbarrieren. Gut, Belle hat relativ hohe Margen. Eben weil (noch?) keine nennenswerten Wettbewerber Marktanteile streitig machen? Sind solche eventuell schon am Horizont erkennbar? Wie Aldi und Lidl bei Tesco auf der Insel könnten diese Belle in China zunächst die Margen und dann die EPS versauen. Und Fielmann ist ja nun eine ganz andere Spielwiese. Die Hanseaten sind inzwischen nicht mehr nur in Deutschland vertreten, dringen zunehmend auch in den Markt mit Hörgeräten vor und haben sehr wohl einen Burggraben: Ohne qualifiziertes Fachpersonal kann man keine Brillen (und Hörgeräte) an den Mann bringen. Ein Optiker und ein Hörgeräteakustiker müssen schon etwas mehr auf dem Kasten haben als ein Sportartikelverkäufer. Der Fachkräftemangel und der demographische Wandel spielen Fielmann hier in die Hände. Die Achillesferse sind ggf. aufstrebende Online-Optiker wie Mr. Spex. Dazu habe ich mich im Thread zu Fielmann allerdings schon ausführlich geäußert.

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Ich muss doch nicht Dinge wiederholt begründen, die schon mehrmals im Forum diskutiert worden sind, oder?

Damit ich und eventuelle neue Mitleser Dir folgen können, wäre es nett gewesen, wenigstens in einem Halbsatz darauf hinzuweisen. Du hast ja nachgeliefert, insofern ok.

 

Okay, unterscheiden wir zwischen Herstellern und Händlern von Sportartikeln. Hersteller mögen interessant sein. NIKE und adidas habe ich mir mal angeschaut, ist mir jedoch nix. Zu wenig Marken, also ergo ein Klumpenrisiko.

Nike ist auf meiner Watchlist. Ist leider aber konstant zu teuer in letzter Zeit. Das mit den wenigen Marken sehe ich nicht so. Zum einen: die Beiden sind schon ewig Ausstatter von Fußballmannschaften undsoweiter. Insofern nutzen sie die Vorbildfunktion des Profisports. Zum anderen: sie bedienen unendlich viel Marktsegmente. Wenn Nike-Schuhe out sind, sind vielleicht Badehosen in, oder so ähnlich. Das zu Nike und Adidas...

 

Wie gesagt, Trends bzw. Marken kommen und gehen.

Das glaube ich bei Nike und Adidas nicht. Für die Schuhmarken: gut möglich.

 

Und zu Händlern sage ich bloß: Geringe Margen und niedrige Markteintrittsbarrieren. Gut, Belle hat relativ hohe Margen. Eben weil (noch?) keine nennenswerten Wettbewerber Marktanteile streitig machen? Sind solche eventuell schon am Horizont erkennbar? Wie Aldi und Lidl bei Tesco auf der Insel könnten diese Belle in China zunächst die Margen und dann die EPS versauen.

Ich kenne Deine Einstellung zum Handel. Hier eine Diskussion anzufangen wäre wenig sinnvoll. Beim Thema Margen relativierst Du ja Dein eigenes Argument. Ich denke, Nike und Adidas haben Interesse an einem großen Player, weil (1.) sie sich nicht mit Millionen von Kleinhändlern rumschlagen wollen und sie (2.) sie sich bei einem Großen sicher sein können dass ihre Produkte entsprechend präsentiert werden. Auch haben Nike & Co. wohl definitiv kein Interesse an einem Preiskrieg, was Dein Tesco Beispiel ad absurdum führt. Ein gewisses Restrisiko besteht natürlich, ich glaube aber nicht so recht daran.

 

Fassen wir zusammen: wir haben ein Unternehmen mit beeindruckenden Zahlen. China ist Chance und Risiko zugleich. Dann haben wir über die Schuhbranche ein margenträchtiges Geschäft, mit mehr oder minder den Risiken der Modebranche. Im Handel haben wir die Power von Adidas und Nike im Rücken, sind allerdings auch von ihnen abhängig (im Gegenzug ist Nike von Belle abhängig, sobald eine gewisse Größe erreicht ist).

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So, nachdem der Oktober nun Geschichte ist hier nun eine kleine Zusammenfassung. Die ansteigenden Kurse haben dem Depotsaldo gut getan, aber günstige Einkaufskurse sind dadurch schwerer zu finden. Nach dem Vorbild von Tutti werde ich ab jetzt die Dividendenerhöhungen posten. Die Dividendeneinnahmen lasse ich mal vorerst weg, da ich mich bisher um die Nennung konkreter Summen gedrückt habe.

 

Dividendenerhöhungen im Oktober:

  • Belle von 0,15 auf 0,16 CNY (+6,7%, gilt für Interimsdividende)
  • Aflac von 0,39 auf 0,41 USD (+5,1%)

Die Sparrate des Oktobers habe ich in Aktien von Diageo investiert. Nach den Kursanstiegen ist Diageo nicht mehr billig, aber auch nicht besonders teuer (KGV 19,8, 3% Dividendenrendite). Auch war der Depotanteil sehr niedrig, und bevor sich noch jemand beschwert wie bei Unilever... B-). Im Ernst: direkt nach dem Unilever-Kauf ist die Aktie extrem gestiegen, so dass sie mir zu teuer wurde. Bei Diageo habe ich zumindest noch eine zweite Tranche erwischt...

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So, nachdem der Oktober nun Geschichte ist hier nun eine kleine Zusammenfassung. Die ansteigenden Kurse haben dem Depotsaldo gut getan, aber günstige Einkaufskurse sind dadurch schwerer zu finden. Nach dem Vorbild von Tutti werde ich ab jetzt die Dividendenerhöhungen posten. Die Dividendeneinnahmen lasse ich mal vorerst weg, da ich mich bisher um die Nennung konkreter Summen gedrückt habe.

 

Dividendenerhöhungen im Oktober:

  • Belle von 0,15 auf 0,16 CNY (+6,7%, gilt für Interimsdividende)
  • Aflac von 0,39 auf 0,41 USD (+5,1%)

Die Sparrate des Oktobers habe ich in Aktien von Diageo investiert. Nach den Kursanstiegen ist Diageo nicht mehr billig, aber auch nicht besonders teuer (KGV 19,8, 3% Dividendenrendite). Auch war der Depotanteil sehr niedrig, und bevor sich noch jemand beschwert wie bei Unilever... B-). Im Ernst: direkt nach dem Unilever-Kauf ist die Aktie extrem gestiegen, so dass sie mir zu teuer wurde. Bei Diageo habe ich zumindest noch eine zweite Tranche erwischt...

Guten Morgen 4711 !! Immer etwas schwierig - der eine mag diese Information mitteilen, der andere nicht. Ich führe die konkreten Summen ganz gerne auf, denn ich sehe die größte Gefahr für mich meine langfristigen Anlageziele über Bord zu werfen, in der fehlenden Toleranz die Schwankungen auszuhalten. In 10 Tagen mal 10-15k runter und wieder rauf ist nicht jedermanns Sache und mir hilft es enorm, dass ich hier im Forum alles dokumentiere und aufliste - muss ich mich somit doch mindestens 1x monatlich mit meinen Werten beschäftigen.

 

Ich führe ja sogar noch die Einzelzahlungen der Dividenden und Kupons mit auf, jedoch will ich das zum neuen Jahr hin ändern und diese Einzelaufstellungen nicht mehr aufführen. Die Mitteilung der monatlichen Gesamtsumme und Auflistung der Dividendenerhöhungen sollte ausreichen.

 

Beste Grüße und gute Börsengeschäfte!!!

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Guten Morgen 4711 !! Immer etwas schwierig - der eine mag diese Information mitteilen, der andere nicht. Ich führe die konkreten Summen ganz gerne auf, denn ich sehe die größte Gefahr für mich meine langfristigen Anlageziele über Bord zu werfen, in der fehlenden Toleranz die Schwankungen auszuhalten.

Der Grund warum ich es nicht tue ist, weil wir hier öffentlich sind (und wer weiß wer hier mitliest). Die Dividendensumme ist neben den Erhöhungen die größte Motivation für mich.

 

In 10 Tagen mal 10-15k runter und wieder rauf ist nicht jedermanns Sache und mir hilft es enorm, dass ich hier im Forum alles dokumentiere und aufliste - muss ich mich somit doch mindestens 1x monatlich mit meinen Werten beschäftigen.

Vorausgesetzt ich bin von der Aktie überzeugt, beunruhigt mich die Schwankung nicht übermäßig. 10-15% Kursrückgang ist aber auch noch nicht so heftig. Im Detail beschäftige ich mich nicht so oft mit den Werten wie Du. Allerdings schaue ich häufiger vorbei, um zum einen bei auffälligen Schwankungen mir die IR news anzuschauen und zum anderen einen Überblick zu haben was ein Kandidat für den nächsten Kauf wäre.

 

(...) Die Mitteilung der monatlichen Gesamtsumme und Auflistung der Dividendenerhöhungen sollte ausreichen.

Ja, glaube ich auch. Die Auflistung der Einzelwerte wäre für mich höchstens interessant um zu wissen, wann welches Unternehmen zahlt. So ein klein wenig schaut man ja auch auf einen über das Jahr gut verteilten Dividendenstrom...

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Digital Realty hat schönes Umsatzwachstum, der Gewinn brach jedoch voriges Jahr ein? Das KGV ist allerdings selbst für einen Wachstumswert jenseits von gut und böse. Die Dividendenrendite sieht attraktiv aus. Passt das jedoch wirklich zusammen, Wachstums- UND Dividendenwert? Damit meine ich NICHT Dividend Growth Investing, was ja mehr oder weniger die Goldene Mitte zwischen Wachstum und Dividenden anpeilt. Vielmehr sehe ich hier jeweils sowohl überdurchschnittlich hohes Wachstum als auch äußerst attraktive Dividenden. Klappt das dauerhaft? Ich bin kein ITler (obwohl ich meine Diplomarbeit über Schnittstellenprogrammierung geschrieben habe) und kann den Servermarkt daher nur bedingt einschätzen. Allerdings nehme ich es zur Kenntnis, dass der Global Player IBM (ja, die Aktie habe ich im Depot - schlagt mich doch) seine Serversparte an Lenovo verkauft hat. War diese Nische zu klein für den Branchendinosaurier oder hat der Primus sich rechtzeitig von einer Altlast getrennt?

 

 

Hallo Liebes Foren-Reptil,

 

nachdem ich versprochen hatte mich nacheinander aller Deiner Anmerkungen zu widmen und die letzte Zeit wenig Zeit hierfür hatte, holen wir nun jetzt Digital Realty nach.

 

Nichts für ungut, aber Deine Anmerkungen zeigen mir dass REITs nicht unbedingt zu Deinen Kernkompetenzen zu zählen scheinen.

 

Digital Realty hat schönes Umsatzwachstum, der Gewinn brach jedoch voriges Jahr ein? Das KGV ist allerdings selbst für einen Wachstumswert jenseits von gut und böse.

Thema Umsatz: Dir ist bekannt, dass bei REITS Verwässerung nicht die Ausnahme, sondern die Regel sind? Zum einen durch DRIPs, und zum andern werden oft neue Aktien ausgegeben um neue Gebäude zu kaufen. Man müsste also den Umsatz pro Aktie ansehen. Thema Gewinn: Dir ist offensichtlich nicht bekannt, dass nicht die EPS die maßgebliche Größe sind, sondern die FFO/Aktie. Leider gibt es kein Finanzportal, das dies berücksichtigt. In 2013 hatten wir ein FFO von 4,74 und in 2014 von 5,05. In 2015 wird zwischen 5,05 und 5,15 erwartet. Das P/FFO liegt derzeit bei 14, finde ich nicht unfair.

 

Passt das jedoch wirklich zusammen, Wachstums- UND Dividendenwert?

Warum sollte es nicht? Bei zum Beispiel Omega Health gibt es auch recht gutes Wachstum bei ordentlicher Dividende. Allerdings ist das schwer: es gibt wenig Cash Flow zur Finanzierung von Wachstum, da soviel ausgeschüttet werden muss. Bei den meisten REITs kommt das Wachstum hauptsächlich aus regelmäßigen Mieterhöhungen.

 

DLR hat klar nachlassendes Wachstum (bis 2012 2-stellig), in letzter Zeit noch knapp über der Inflation. Das kann mehrere Ursachen haben: das IPO war 2004, und wir können gewisse Einlaufeffekte annehmen (bessere Auslastung der Gebäude zum Beispiel). Andererseits war DLR Vorreiter und bekommt nun Konkurrenz in dem Markt. Drittens hat das Management angekündigt, mehr auf Qualität zu achten. Bei der Dividendenrendite bin ich zufrieden, wenn das Wachstum auf Inflationsniveau stattfindet. Alles andere ist Bonbon.

 

Ich bin kein ITler und kann den Servermarkt daher nur bedingt einschätzen. Allerdings nehme ich es zur Kenntnis, dass der Global Player IBM (ja, die Aktie habe ich im Depot - schlagt mich doch) seine Serversparte an Lenovo verkauft hat. War diese Nische zu klein für den Branchendinosaurier oder hat der Primus sich rechtzeitig von einer Altlast getrennt?

Ich glaube, das war ein guter Schachzug von IBM. Die Hardware ist austauschbar und die Innovationszyklen sind einfach zu kurz um sichere und verläßliche Kohle damit zu verdienen. Das ist das was ich an der Story von DLR mag: die Serverhardware mag sich alle halbe Jahr ändern, aber man wird immer einen Platz zum unterstellen, Strom, Netzwerk und Kühlung brauchen.

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Hallo Patient und alle anderen,

 

 

 

 

Wie mein Profilname verrät bin ich ein Neuling und würde gern ein Dividendendepot aufbauen!

 

Hoffe ihr könnt mir ein paar Grundlegende Tipps geben bzw. auf was für Indikatoren (KGV oder so)??

 

 

 

 

Vorerst würde ich ca. 5000 investieren, hab schon einen ersten Kauf durchgeführt.

 

Royal durch Shell B habe ich gekauft zu 23,30

 

 

 

 

Bin überzeugt das der Ölpreis bald wieder steigt, so vielleicht geht er noch bis 42 $ runter aber bis ende des Jahres meine ich das er wieder steigt.

 

Außerdem zahlt Shell eine gute Dividende (noch).

 

 

 

 

Freue mich auf eure Tipps und Anregungen und Patient bin grad am lesen deines Depots!!

 

Gruß Anfänger15

 

 

 

 

 

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Hallo Patient und alle anderen,

...

Gruß Anfänger15

Wie in (fast) allen anderen Foren, die ich kenne, gilt es auch hier als schlechter Stil, einfach einen anderen Faden zu kapern. Ausser, man hat einen sehr starken Grund dafür.

 

Und der wäre?

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