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flubber

Rentenplanung für Selbstständige

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schuggy

Eine andere Möglichkeit wäre eine fondsgebundene RV/LV. Man müssten schauen, wann der Break-Even aufgrund der hohen Anfangskosten erreicht würde gegenüber einem normalen Depot. Dann spielt die Finanzstärke der Gesellschaften auch keine ganz zu große Rolle, da Fonds schonmal zum Sondervermögen gehören.

Alle anderen Versicherungsprodukte halte ich nicht zwingend für sinnvoll, gerade wo nur Verrentungen möglich sind.

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polydeikes

Kleiner Trugschluss. Bei Fondspolicen sind die Fonds zwar Sondervermögen, aber nicht im Besitz des Kunden.

 

Ungeachtet dessen gibt es da zwei Varianten, die man sich anschauen kann:

 

InterRisk SFRV und HFRV

CosmosDirekt Flexible Vorsorge Invest

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flubber
Das sind Insgesamt 1.100 € Nun rechne ich aktuell mit einer Lücke von 1.900-2.400€ (nach heutigem Geldwert).

Gibst Du heute tatsächlich 3.000-3.500 Euro aus oder wie kommst Du auf diese Lücke?

 

Ja, ich gebe leider sogar noch mehr, wenn ich mir die letzten Jahre so anschaue. Da sind zwar dann "einmalige" Geschichten, wie ein neues Auto oder ein Umzug dabei, aber hilft ja irgendwie nicht, könnte mir im Alter auch blühen. Allerdings fallen natürlich ein paar arbeitsmotivierte Ausgaben weg (min. 500€).

 

Wie berücksichtigst Du die Steuer?

Bisher eindeutig zu naiv. :'( Ich hab ja nen abgeltungssteuerfreien Teil und bei den Renten ist ja auch noch so lang hin, dass man eh nicht weiß, was da dann steuertechnisch laufen wird. Hatte für den anderen Teil die Hoffnung mit 20% Steuer wegzukommen. Aber das ist bei hohen Renditen ja alles viel schlimmer da ist ja ein Drittel absolut realistisch, d.h. vereinfachend von den 2500 Euro bleiben dann vielleicht 1700 Euro. :'( Ok, dann wäre noch die Frage nach der Gesamtsteuerbelastung, aber meine Hoffnung da wenigstens 2000 Euro davon zu haben ist jetzt geschwunden.

 

Für mich heißt das, dass ich eher 2000 Euro Sparrate jetzt benötige, um nach Steuern vielleicht auf 2500 Euro zu komm. Puh. Auch nicht schön. Entweder jetzt oder später einschränken, heißt das wohl. Auch eine klare Ansage.

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flubber

Kleiner Trugschluss. Bei Fondspolicen sind die Fonds zwar Sondervermögen, aber nicht im Besitz des Kunden.

 

Daneben - wenn man die Dinger dann verrentet - dann ist die Rente im Sicherungsvermögen(?) der Versicherung, also aus meiner Sicht ist dann zumindest fragwürdig, was dann noch bleibt, wenn die Versicherung pleite ist. Aber in der Ansparphase hätte ich schon die Hoffnung auf das Sondervermögen ein Anrecht zu haben. Aber wenn das nicht in Kundenbesitz ist (auch eine neue Info/Wendung für mich)...

 

Irgendwie fühle ich mich da jedenfalls gar nicht so wohl dabei, wenn das so ist. Da muss dann die Versicherungsgesellschaft noch mehr über jeden Zweifel erhaben sein. Spricht für mich alles dagegen, sein Geld aus der Hand zu geben. Unsicher ist es bei mir auch...

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polydeikes
· bearbeitet von polydeikes

Nachvollziehbar. Wenn allerdings heute solide Versicherungsgesellschaften "die Füße hoch machen", musst du dir um den Wert von Aktien etc. weit mehr Gedanken machen. Ungeachtet dessen, die Wahl sollte wenn überlegt sein, jeder Anbieter kommt sicherlich auch aus dem Aspekt heraus nicht in Betracht. So mache ich bspw. generell einen Bogen um die MyLife, als Grund reichen zwei Worte ... Augur Capital ... nur ein Beispiel.

 

Edit: Btw.: Schicht 3 Policen lässt man eher nicht verrenten, man wählt eher Aufschub + Teilkapitalabfindungen ... steuerlich attraktiver und besser steuerbar.

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Sapine

Für mich heißt das, dass ich eher 2000 Euro Sparrate jetzt benötige, um nach Steuern vielleicht auf 2500 Euro zu komm. Puh. Auch nicht schön. Entweder jetzt oder später einschränken, heißt das wohl. Auch eine klare Ansage.

Mir ging es vor allem um zwei Lerneffekte

1) Betont risikoarme Anlagen kannst Du Dir nicht leisten

2) Tendenziell lebst Du über Deine Verhältnisse (wenn auch nur geringfügig)

 

Du hast nur noch rund 20 Jahre für die Vorsorge über die bestehenden Absicherungen hinaus. Nachdem ja schon einiges da ist, kein Grund die Panik zu schieben aber es ist auch nicht so viel da gemessen an Deinem Lebensstandard, dass Du nicht vorausschauend planen musst. Am einfachsten wird es sein auf der Ausgabenseite zu schrauben (100 Euro mehr gespart bedeutet nicht nur mehr Kapital am Ende sondern auch, dass die Lücke später kleiner sein wird). Das wichtigste aber ist, dass man es kontinuierlich betreibt und am Ball bleibt. Kein Erfolg bei Geldanlagen ohne Disziplin. Alternativ kannst Du natürlich auch einfach ein paar Jahre länger (evtl. auch nur teilweise) arbeiten wenn es nötig wäre.

 

Wenn man bedenkt, dass normale Arbeitnehmer 18,7 % ihres Bruttos für die gesetzliche Rente aufbringen und darüber hinaus noch eine Lücke zu stopfen haben, solltest Du als Selbständiger nicht deutlich weniger zurücklegen. Welche Möglichkeiten es gibt neben verschiedenen Arten von Versicherungen und einem Depot solltest Du vielleicht auch mal mit dem Steuerberater abchecken, wobei auch da Vorsicht angebracht ist, weil die bisweilen selbst etwas verkaufen wollen, woran sie verdienen. Eventuell kann es Sinn machen, Geldanlagen nicht oder nicht ausschließlich aus dem versteuerten Einkommen zu machen sondern unversteuert innerhalb des Unternehmens zu belassen und dann z.B. Pensionszusagen aufzubauen, aber sicher etwas was mehr Sachverstand benötigt, als ich beisteuern könnte oder was sich wirklich eignet in einem Forum zu besprechen, weil man Besonderheiten Deines Unternehmens einbeziehen müsste.

 

Was die Sicherheit von Vorsorgeprodukten angeht, hoffe ich sehr, dass wir nicht noch Grund bekommen darüber intensiv zu reden, denn mit der schrumpfenden Bedeutung der gesetzlichen Rente hätte es verheerende Auswirkungen, wenn z.B. Lebensversicherungen ihre Leistungen massiv einschränken müssten, wegen nicht erreichter Garantiezinsen (von Überschüssen ganz zu schweigen). Daher meine Meinung ... niemals alle Eier in einen Korb legen.

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odensee

Edit: Btw.: Schicht 3 Policen lässt man eher nicht verrenten, man wählt eher Aufschub + Teilkapitalabfindungen ... steuerlich attraktiver und besser steuerbar.

 

Magst du das ein bisschen ausführlicher erklären?

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polydeikes

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flubber

 

1) Betont risikoarme Anlagen kannst Du Dir nicht leisten

 

 

Hab ich - denke ich - mit meinen aktuellen Anlagen auch nicht. Soweit war es mir schon klar.

 

 

2) Tendenziell lebst Du über Deine Verhältnisse (wenn auch nur geringfügig)

 

 

Das war für mich eine wichtige/gute Erkenntnis - insbesondere auch Deine Einschränkung "wenn auch nur geringfügig". War mir gefühlt sogar ein wenig klar, aber manches muss man wohl nochmal von außen hören, bevor man es wirklich glaubt... :rolleyes:

 

Was mich nach ein wenig rumrechnen tröstet: so schlimm ist das alles nicht - könnte/sollte sich schon alles ganz gut ausgehen mit ein wenig mehr Sparleistung für die AV. Danke für Deine Einschätzung.

 

Deine Meinung zur Sicherheit von Versicherungsprodukten teile ich. Ich hoffe auch, dass da nicht großflächig was schiefgeht, und als Optimist glaub ich es auch nicht.

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