chaosmaker85

Der Leerverkauf-Thread

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121 posts in this topic

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Und wie geht es jetzt weiter? Ich weiß es nicht, aber was ich sehe sind ganz klassisch neue Tiefs gefolgt von tieferen Hochs - jeder Optimismus ist da fehl am Platz.

Ich revidiere meine Aussage nicht, die Equities haben immer noch reichlich Abwärtspotenzial und es ist nicht unwahrscheinlich dass wir die Jahreshochs bereits gesehen haben. Aber auch wenn uns momentan der Untergang des Abendlands suggeriert wird und selbst Madame Lagarde vor einer Ansteckungsgefahr der (imho hausgemachten) chinesischen Probleme auf die Weltwirtschaft warnt, lohnt es sich einen kühlen Kopf zu bewahren um mal kurz in den Rückspiegel zu schauen. Um nochmal den VIX als Fieberkurve des Aktienmarkts heranzuziehen, so sieht man dass wir die Hochs der letzten Korrekturen 2010 und 2011 noch nicht erreicht haben. Anbei ein Chart mit log. Skalierung:

 

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In der Konsequenz notiert der S&P500 gerade einmal 7% unter seinem Höchststand und auch im Anleihenmarkt ist die große Ernüchterung bis dato ausgeblieben. Schaut man z.B. den liquide gehandelten ishares ETF mit globalen High-Yield Bonds an, so sieht man dass die Renditen zwar zugelegt haben - aber der von vielen Schwarzmalern skizzierte Crash trotz (oder gerade aufgrund?) der globalen Geldschwemme ist auch hier ausgeblieben. Der Rücksetzer vom Hoch fiel in einer ähnlichen Dimension aus:

 

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Welche Konsequenz habe ich aus den jüngsten Ereignissen für mein Depot gezogen?! Die ETF-Sparpläne laufen wie gehabt weiter. Darüber hinaus versuche ich Einzelwerte aus meiner Watchlist zu kaufen, bereits aufgestockt habe ich meine Positionen in Apple, Cisco, JNJ und der Münchner Rück. Dazu kamen Werte aus dem schon ziemlich ausgebombten Commodity-Sektor: Stoxx Europe Oil&Gas, Freeport McMoran und bei der brasilianischen Vale. Die Cash-Quote ist weiterhin überm Durchschnitt, für den Fall dass noch attraktivere Kaufgelegenheiten kommen sollten.

 

Apropos Brasilien - hier spielt sich gegenüber China ein handfestes EM-Drama ab. Die anhaltende Baisse am Aktienmarkt ist nahe den Tiefkursen von 2009, der Real hat gegenüber dem USD seit Jahresbeginn um über 30% an Wert verloren (in den vergangenen Jahren hat sich der Wert mehr als halbiert). Nachdem der Boom dort scheinbar grenzenlos war und man sogar durch Sondersteuern den Zustrom an ausländischem Kapital begrenzt hat, scheint die einst überbewertete Währung langsam wieder attraktiv zu werden. Und wie ist die Stimmung im Land? Schlecht. Dazu passend die reißerische Schlagzeile: Brasilianische Broker räumen ihre Schreibtische - "Die Börse ist realitätsfremd".

Garniert wird der Giftcocktail mit einer Korruptionskrise welche die regierende Elite stark ins Schlingern und das einstige Flagschiff Petrobras in eine existenzbedrohende Lage gebracht haben.

 

Hier kommt momentan alles zusammen und der Markt bestraft entsprechend - das könnte ein interessanter antizyklischer Pick sein.

Ich warte noch ab und schau mir das von der Seitenlinie aus an. Anbei noch zwei Bilder vom

 

MSCI Brazil

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und dem Währungspaar BRL-USD.

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Danke, @chaos. Wir beobachten das weiter: VIX, VDax, MSCI Brazil, Dax (Kursindex) etc. :thumbsup:

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Apropos Brasilien - hier spielt sich gegenüber China ein handfestes EM-Drama ab.

Auch bei den Anleihen wird es langsam aber sicher ungemütlicher, der CDS spread ist zuletzt kräftig geklettert und Brasilien rangiert jetzt auf "Augenhöhe" mit Russland oder Ägypten.

Der potenzielle Niedergang des Schwergewichts Petroleo Brasiliero "Petrobras" hängt nach wie vor wie ein Damoklesschwert über der heimischen Wirtschaft.

 

post-2717-0-29497600-1441702925_thumb.png

 

Abwarten lautet die (? zumindest meine) Devise

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Hier mal ein Blick auf die langfristige Entwicklung des MSCI Emerging Markets mit ein paar Linienspielereien von mir. Die dicken grünen und roten Linien sind jeweils gleich lang. Falls sich das Muster der letzten Dekanden so weiter fortsetzen sollte, dürfte es in den nächsten ein bis zwei Jahren nochmal ein ordentliches Stück tiefer gehen, bevor sich dann eine Trendwende abzeichnen könnte. Natürlich wie immer nur hätte, wäre, wenn ... ;)

 

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Posted · Edited by chaosmaker85

Noch ein paar interessante Roundturns: die deutschen Versorger. E.On hat das Kursniveau von 1994 wieder erreicht und RWE notiert sogar noch darunter, die Charts die ich auf die Schnelle gefunden habe reichen nur bis Anfang der 90er Jahre. Okay, Ausschüttungen sind nicht mit eingerechnet aber trotzdem - das ist nur was für hartgesottene Optimisten.

 

Glückwunsch an alle die hier short sind... beim Anblick der Charts ist eigentlich alles gesagt :o Chinesische Verhältnisse bei den einstigen Dividendenstars.

 

E.On

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RWE

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Posted · Edited by chaosmaker85

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Von mir in diesem Zusammenhang schöne Grüße an unser WPF-Urgestein 35sebastian. ;)

Shit happens, sooner or later u have to accept it

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Wenn man sich die EON und RWE Charts angeguckt, puh, wäre man da zu den Hochzeiten fett short rein mit einem völlig be********* hohen Hebel, hach was wären das für Gewinne.

Aber hätte, wenn und aber.... rolleyes.gif

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Wenn man sich die EON und RWE Charts angeguckt, puh, wäre man da zu den Hochzeiten fett short rein mit einem völlig be********* hohen Hebel, hach was wären das für Gewinne.

Aber hätte, wenn und aber.... rolleyes.gif

Tja, das ist wohl noch nicht vorbei: EOn heute erneut -8%, RWE knapp -10%. Das hat schon langsam Sell-Off Charakter, trotzdem würde ich mich hüten jetzt einzusteigen. Die Kosteneinsparungen die hier jetzt nötig wären können wohl nicht kurzfristig realisiert werden, garniert mit reichlich politischer Unsicherheit.

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Wenn man sich die EON und RWE Charts angeguckt, puh, wäre man da zu den Hochzeiten fett short rein mit einem völlig be********* hohen Hebel, hach was wären das für Gewinne.

Aber hätte, wenn und aber.... rolleyes.gif

Tja, das ist wohl noch nicht vorbei: EOn heute erneut -8%, RWE knapp -10%. Das hat schon langsam Sell-Off Charakter, trotzdem würde ich mich hüten jetzt einzusteigen. Die Kosteneinsparungen die hier jetzt nötig wären können wohl nicht kurzfristig realisiert werden, garniert mit reichlich politischer Unsicherheit.

 

 

 

Wenn ich hier einsteigen müsste, wäre ich immer noch eher short als long.

Wer bei einem der beiden long einsteigt, der hat entweder zu viel Geld, oder überhaupt keine Ahnung von Bilanzen...laugh.gif

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Brace Yourself: Our Latest Look at Student Debt

 

Das nächste Pulverfass? Studienkredite in den USA ufern immer weiter aus, die New York FED schätzt dass in Summe derzeit wohl 1.2 Bio. US$ ausgereicht sind. Wenn die US-Wirtschaft schwächelt dürften die fehlende Kaufkraft und die zunehmende Contingency Risk wie ein Bumerang zurück kommen! Der Preis für Bildung hat sich von anderen Güterpreisen deutlich entkoppelt und stellen selbst die häufig angeführten Gesundheitskosten in den Schatten:

 

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Im bildlichen Vergleich:

For early boomers (a decade before the timeframe in the chart above) paying for college was sort of like buying a car. But in recent decades, it has become more like buying house, for which the strategy of a minimum down payment is commonplace for first-time buyers.

 

Zahlen sind nur für staatlich gewährte Kredite verfügbar:

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(Quelle)

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Posted · Edited by kafkaesk93

Auch nicht uninteressant sind die steigenden Risikoaufschläge für Hochzinsanleihen, welche gerade das schlechteste Quartal seit der Finanzkrise erlebt haben:

 

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Bei der 100 Jährigen Anleihe von Petrobras sieht man alle schwächen gleichzeitig (Brasilien/EMs, Öl, HY,):

 

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Gruß kafkaesk93

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Heute habe ich eine Short-Position in der Wirecard Aktie eröffnet, Einstieg zu 47.04€. Der Wert hat zwar einen Lauf (Performance YTD >30%) und das Momentum spricht eindeutig gegen Verkaufsambitionen, aber ich denke dass der Wert fundamental in eine Überbewertung gelaufen ist und die jüngste Expansionsstrategie im asiatischen Raum finde ich um es ganz vorsichtig auszudrücken, fragwürdig. Das offizielle Statementzum jüngsten Zukauf der Great Indian Retail Group (Volumen ca. 230m EUR) brachte mich zum Schmunzeln, das Thema wurde auch im Leerverkauf-Thread aus dem „Nachbar“-Board thematisiert...

 

Eine kleine Short-Wette zwischendrin ist es mir wert, Depotanteil 0.3% :) . Riskante, kurz- bis mittelfristige Spekulation mit Kursziel < 40 EUR (-16%). Dort verläuft auch der SMA200. Mein Stoppkurs liegt bei 53 EUR.

 

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Posted · Edited by chaosmaker85

The Bubble Right In Front Of Our Faces

 

So here we are, in what in hindsight will likely be called the “QE Bubble” — a moment in history where the most reckless and intentional encouragement of speculation by central bankers actually came to be viewed as not only acceptable but welcome. This is tolerated despite the fact that activist departures of monetary policy from simple rules (such as the Taylor Rule) have absolutely no correlation with subsequent economic activity. This is tolerated despite the clear evidence that yield-seeking speculation was the primary driver of malinvestment that created the housing bubble and economic collapse. We’ve still evidently learned nothing.

 

The preferred object of debt-financed speculation this time around is the equity market. As for direct debt-finance of equity speculation, margin debt soared to more than $500 billion in April, 2.8% of GDP, eclipsing the 2000 and 2007 record highs. One should not compare margin debt to equity market capitalization, but rather to a fundamental; otherwise, the existence of a bubble in prices can make even alarming levels of margin debt appear reasonable. The recent level of stock margin debt is equivalent to 25% of all commercial and industrial loans in the U.S. banking system. Meanwhile, hundreds of billions more in low-quality covenant-lite debt have been issued in recent years. As a ratio of corporate gross value added, both corporate debt and the market value of corporate equities have climbed to the highest levels in history. Our friend Albert Edwards shares another interesting observation: the surge in corporate debt maps closely to the volume of net corporate equity buybacks.

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Mitte Dezember ist es nicht allzu gewagt festzustellen, dass wir an den europäischen, US- und erst recht an den EM-Märkten die Jahreshochs längst gesehen haben und eine versöhnliche Jahresend-Rallye dieses Jahr entweder komplett abverkauft wurde bzw. gar nicht erst erfolgte. Fraglich ob an den letzten Handelstagen in diesem Jahr die FED-Zinsentscheidung bzw. das Windows Dressing noch deutliche positive Impulse setzen kann.

 

Während im Rohstoffsektor weiterhin Endzeitstimmung herrscht, so können ausgewählte Aktienmärkte immer noch eine positive YTD-Performance aufweisen, wie z.B. Eurostoxx50 +2,0%, DAX +5,9% oder Nikkei +10%, andere Indizes hingegen weisen auf Jahressicht einen Verlust auf (Russell 3000 -2.8%, S&P500 -2,3%, HSI -9,6%...).

 

Auch nicht uninteressant ist die Situation bei bei HighYield+Dividendenaktien

Auffällig ist die anhaltende Divergenz zwischen HY-Papieren und dem Aktienmarkt, der folgende Reuters-Chart vergleicht den S&P500 Index mit dem Barclays Highyield Bond ETF:

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Es liegt nahe dass sich dieses Anomalie früher oder später auflösen wird – entweder sinken die Renditen im HY-Sektor oder der Aktienmarkt fällt weiter.

Ich tippe auf letzteres.

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Posted · Edited by Schildkröte

Auf die heutige Zinsentscheidung vom Fed bin ich gespannt. Entscheidender ist allerdings nicht wo der Leitzins heute, sondern in ein, zwei Jahren stehen wird. Eine Zinswende müsste nach Lehrbuch einen Bärenmarkt einleiten, was Dir ja sehr entgegenkommen dürfte. Allerdings kam es in den USA in der Vergangenheit nach Aussage von Ken Fisher in vier von fünf Fällen im ersten Jahr nach einer ersten Zinserhöhung nochmal zu einer (weiteren) Hausse. Diese Überlegungen stammen jedoch aus der Sicht eines Dollar-Anlegers. In der EU will die EZB nämlich in den nächsten beiden Jahren die Gelddruckmaschine nochmal ordentlich anschmeißen. Eine zusätzliche Abwertung des Euros gegenüber dem Dollar wäre dann die logische Konsequenz. Je nachdem, wie krass eine Euroabwertung bzw. ein Crash in den USA erfolgt, kann dies aus Sicht eines Euroanlegers gedämpft(er) ausfallen. Will ein Euroanleger eine Korrektur in den USA 1:1 auf Dollarbasis mitnehmen, müsste er dies währungstechnisch entspr. angehen (etwa durch Derivate). Wie ist Deine Meinung hierzu?

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In der EU will die EZB nämlich in den nächsten beiden Jahren die Gelddruckmaschine nochmal ordentlich anschmeißen. Eine zusätzliche Abwertung des Euros gegenüber dem Dollar wäre dann die logische Konsequenz. Je nachdem, wie krass eine Euroabwertung bzw. ein Crash in den USA erfolgt, kann dies aus Sicht eines Euroanlegers gedämpft(er) ausfallen. Will ein Euroanleger eine Korrektur in den USA 1:1 auf Dollarbasis mitnehmen, müsste er dies währungstechnisch entspr. angehen (etwa durch Derivate). Wie ist Deine Meinung hierzu?

Ich fürchte dass die EZB gerade vorgeführt bekommt, was ihre "dicke Bertha" angerichtet hat: ein Strohfeuer das bereits erlischt obwohl weiterhin Öl darauf gegossen wird (...keine Anspielung auf den Ölpreis ;)) Was am Ende übrig bleibt ist eine Zentralbank sind etliche Zentralbanken mit enorm aufgeblähten Balance Sheets und Reform-unwillige (oder unfähige?) Staaten die darauf pokern dass die QE-Programme rund um den Globus nie mehr reduziert oder gar eingestellt werden.

 

Ich kann mir gut vorstellen dass nach der FED-Ankündigung gemäß der Börsenlogik "sell the facts" der Greenback unter Druck gerät und der Euro aufwertet, bei stagnierenden US-Equities und einer Verschärfung der Korrektur bei den europ. Aktienmärkten. So war es nach dem letzten Draghi-Auftritt. Ggf. sehen wir aber auch das Lehrbuch-Szenario mit einem steigenden USD zugunsten europäischer Aktien. Viel spannender wird die Reaktion der Rentenmärkte sein, da traue ich mir aber nicht mal mehr einen Tipp abzugeben, nachdem ich einst dachte dass der BuFu es bis max. 150 Zähler schafft. Währungsseitig irgendwas zu hedgen macht für mich persönlich keinen Sinn, das ist mir zu stressig/teuer.

 

Oder es wir ein klassisches Non-Event... Ich find die aktuelle Situation jedenfalls interessant, auch wenn der Blick ins Depot vor einigen Wochen mehr Spaß gemacht hat. Denn noch bin ich bis auf drei-vier Short-Engagements überwiegend "long", nicht dass hier ein verzerrter Eindruck entsteht. Die Cash-Quote ist aber so hoch wie lange nicht mehr und ich verzichte momentan auf weitere Käufe auch wenn es optisch verlockende Schnäppchen z.B. im Rohstoff- / HY-Bereich gibt.

Bei den vergangenen Baisse-Phasen war ich immer zu voreilig, diesmal warte ich ab.

 

Kann mir gut vorstellen dass das Theater gerade erst anfängt und sich einige Marktteilnehmer in den nächsten Wochen die aktuellen Kursniveaus sehnlichst zurückwünschen mit dem Wunsch auszusteigen (...allen voran die aus der "Dividenden sind die neuen Zinsen" Fraktion :P)

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Das Jahr 2015 endete an vielen "Fronten" mit einer Pattsituation zwischen Bullen und Bären. Einige mitunter europäische Aktienmärkte wie z.B. "unser" export-lastiger DAX konnten auf Jahresfrist gut zulegen, andere Märkte traten auf der Stelle (z.B. USA) und einige Regionen und Branchen (allen voran Emerging Markets und natürlich Rohstoffe wie Öl, Kupfer etc.) befinden sich in einem handfesten Bärenmarkt. Der Start in 2016 war alles andere als erfreulich und ausgewählte Charts machen wenig Mut auf baldige Besserung. Stellt sich die Frage, ob Short-Engagements und/oder Depot-Absicherungen auf den aktuellen Niveaus lohnend sind.

 

Der S&P 500 konnte sich von seinem markanten Rücksetzer im Herbst deutlich erholen, das ATH wurde knapp verfehlt. Nach der letzten Handelswoche wurde diese Erholung aber fast vollständig abgebaut. Der nächste Support liegt im Bereich von 1800 Punkten, das entspricht einer weiteren Downside von 6-7%.

 

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Mit der chinesischen Wirtschaft wurde ein Sündenbock für die jüngste Korrektur gefunden, der in HK beheimatete Hang Seng Index notiert aktuell knapp 30% unter seinem (2015)-Jahreshoch.

 

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Und hierzulande ist der deutsche DAX Kursindex sehr "sauber" sein bisheriges ATH getestet. Welche Ziele hier relevant werden hängt wohl ebenfalls der weiteren Entwicklung in China zusammen - befragt man die Charttechnik Kristallkugel, so könnte das Niveau um 4400 Punkte bedeutend sein, was einem Abschlag von rund 10% entspricht. Übersetzt man das Kursziel auf den populäreren Performance-Index, landet man irgendwo zwischen 8700-9000 Punkte.

 

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Auch wenn das Depot Prügel bezieht - Aktien werden langsam wieder attraktiver.

 

Persönliches Fazit: weiterhin Cash vorhalten, Short-Spekulationen höchstens in ausgewählten Einzeltiteln und in den nächsten Monaten die Aktienquote wieder erhöhen.

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Persönliches Fazit: weiterhin Cash vorhalten, Short-Spekulationen höchstens in ausgewählten Einzeltiteln und in den nächsten Monaten die Aktienquote wieder erhöhen.

 

mutig und möglicherweise zu früh?

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Persönliches Fazit: weiterhin Cash vorhalten, Short-Spekulationen höchstens in ausgewählten Einzeltiteln und in den nächsten Monaten die Aktienquote wieder erhöhen.

 

mutig und möglicherweise zu früh?

 

Hi otto, das mag sein. Riskant ist es definitiv, auch da ich mittlerweile Rohstoff-Unternehmen antizyklisch übergewichtet habe. Die Commodities haben einen "sauberen" Roundtrip hingelegt und wenn Goldman mittlerweile WTI-Kursziele von 20 Dollar ausruft ist die Chance gut, dass wir bald einen Boden sehen. In der Vergangenheit bin ich mit diesem Vorgehen gut gefahren, allerdings war ich immer zu früh im Markt - teure Ungeduld. Ich erwarte dass es als nächstes bei den wenigen Werten die momentan noch den breiten Markt stützen ein böses Erwachen geben wird (damit meine ich überkaufte US-Techs, FANG, Tesla etc.)

 

Mit einem Aktien-Exposure von ca. 40% sehe ich das gelassen... mal sehen was das Jahr noch an Überraschungen bietet.

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mutig und möglicherweise zu früh?

 

Hi otto, das mag sein. Riskant ist es definitiv, auch da ich mittlerweile Rohstoff-Unternehmen antizyklisch übergewichtet habe. Die Commodities haben einen "sauberen" Roundtrip hingelegt und wenn Goldman mittlerweile WTI-Kursziele von 20 Dollar ausruft ist die Chance gut, dass wir bald einen Boden sehen. In der Vergangenheit bin ich mit diesem Vorgehen gut gefahren, allerdings war ich immer zu früh im Markt - teure Ungeduld. Ich erwarte dass es als nächstes bei den wenigen Werten die momentan noch den breiten Markt stützen ein böses Erwachen geben wird (damit meine ich überkaufte US-Techs, FANG, Tesla etc.)

 

Mit einem Aktien-Exposure von ca. 40% sehe ich das gelassen... mal sehen was das Jahr noch an Überraschungen bietet.

 

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Nasdaq100 short, ick hör dir trapsen

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Ich habe mich zwischenzeitlich in eine Netflix-Shortposition locken lassen und gehe damit direkt in den Nahkampf mit einem "FANG"-Titel

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-5,25% aktuell. Lässst sich doch gut an. Wo ist Dein Target?

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-5,25% aktuell. Lässst sich doch gut an. Wo ist Dein Target?

Das war nur Glück, mein (erstes) Target liegt bei ca. 100 USD - von diesem Niveau ist der letzte Ausbruch erfolgt.

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