chaosmaker85

Der Leerverkauf-Thread

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119 Beiträge in diesem Thema

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Naja, besser man hat Glück als man hat kein Glück oder sogar Pech. ^_^

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Geschrieben

Dieser Thread dümpelt vor sich her, obwohl Short-Engagements in den vergangenen Wochen lukrativ waren. Fundamental kann man zwischen diversen Begründungen wählen, Verwerfungen bei den HY-Bonds, Götterdämmerung im Energiesektor (z.B. bei Kohle und den Drillern), Ärger reloaded bei ausgewählten Banken, China, Russland, nochmal China, drohende Rezession in USA und Kerneuropa und so weiter und so fort - wie dem auch sei...

 

Einige Märkte erreichen gerade Supports, wie z.B. der S&P500 oder der Kursdax (vgl. #44). Mal sehen, ob es jetzt zu einer Bärenmarkt-Rallye kommt oder ob die nächsten Unterstützungen auch dynamisch durchhandelt werden.

 

Cash bleibt voerst King

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Dieser Thread dümpelt vor sich her, obwohl Short-Engagements in den vergangenen Wochen lukrativ waren. Fundamental kann man zwischen diversen Begründungen wählen, Verwerfungen bei den HY-Bonds, Götterdämmerung im Energiesektor (z.B. bei Kohle und den Drillern), Ärger reloaded bei ausgewählten Banken, China, Russland, nochmal China, drohende Rezession in USA und Kerneuropa und so weiter und so fort - wie dem auch sei...

 

Einige Märkte erreichen gerade Supports, wie z.B. der S&P500 oder der Kursdax (vgl. #44). Mal sehen, ob es jetzt zu einer Bärenmarkt-Rallye kommt oder ob die nächsten Unterstützungen auch dynamisch durchhandelt werden.

 

Cash bleibt voerst King

 

Kaufe/Verkaufe seit Wochen Reverse Bonus Zertifikate - auch eine Art Short-Engagement.

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Kaufe/Verkaufe seit Wochen Reverse Bonus Zertifikate - auch eine Art Short-Engagement.

Mit welcher Barriere?

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Geschrieben · bearbeitet von chaosmaker85

Ein kurzes Update an dieser Stelle - zuletzt war mit Short kein Blumenstrauß zu gewinnen, von ein paar wenigen Werten mal abgesehen hat sich der Markt in seiner ganzen Breite erholt. Der Blick ins Aktiendepot macht Spaß und die Techwerte jenseits des Teichs schicken sich an, neue Hochs in Angriff zu nehmen. Das ist insofern relevant als dass bei den zurück liegenden Rallies ein Impuls von den Technologie-Werten ausging (erster Chart):

 

post-2717-0-93577100-1464692979_thumb.png

 

Soweit, so gut. Ich persönlich präferiere auch weiter steigende Kurse, trotzdem kann man ruhig auch mal einen Gedanken an den „Plan B“ verschwenden. Als ersten Patient nehmen wir wie so häufig den S&P500 Index, der aktuell daran arbeitet seine Hochs aus dem letzten Jahr zu erklimmen. Die zusätzlichen Linien im Chart zeigen die gleitenden Durchschnitte der letzten 30 bzw. 60 Schlusskurse auf dem Wochenchart. Dabei stellt man fest dass kürzlich die trägere Durchschnittslinie nach unten gekreuzt wurde – das passierte 2008 und (welch Überraschung) im Jahr 2011. Vor knapp 8 Jahren brachen die Kurse des Index mit den 500 Schwergewichten der US-Wirtschaft im Zuge einer globalen Baisse um über 50% ein. 2011 gaben die Kurse dagegen um rund 20% nach. Droht uns Ungemach? Und welches Ereignis könnte die Hütte in Brand stecken? Soviel steht fest: meiner Meinung nach werden es weder Brexit noch Trump for President sein, diese Mainstream-Diskussionen sind schon zerredet bevor sie überhaupt relevant wurden. Bleiben genug Argumente für eine ausgedehnte Korrektur: historisch teure Aktienbewertungen, zinslose Risiken an den Bond-Märkten, die chinesische Riesen-Blackbox, Student Loans, noch mehr Terror, ein in Flammen aufgehender naher Osten und so weiter, alles bekannt…

 

post-2717-0-18635600-1464692983_thumb.gif

 

Was spricht gegen eine Baisse? Ein sehr bärisches Sentiment, robuste Konjunkturzahlen zumindest bei den DMs, Whatever-it-takes Notenbankpolitik, die Tatsache dass meine gleitenden Durchschnitte völlig willkürlich gewählt wurden um diese These zu stützen – auch diese Liste lässt sich noch fortführen.

 

Was leite ich daraus für mein Depot ab? I know that I know nothing. ETFs wie gehabt weiter besparen, (noch) keine Short-AbsicherungenWetten eingehen. Investitionsquote unverändert mit angezogener Handbremse bei ca. 40%.

 

Es schmerzt dass der Großteil meines Kapitals in der Kriegskasse mehr oder weniger unverzinst brach liegt. Aber, auch wenn es vielen Dividendenfreaks und selbsterklärten Superanalysten die zufälligerweise erst seit drei oder vier Jahren das Marktgeschehen beobachten sehr fremd klingen mag, es kann gut sein, dass eine Rendite von 0% eine beachtliche Outperformance erzielen kann.

Und im Gegensatz zu den Instis darf ich mich sehr glücklich schätzen, keine negativen Zinsen abdrücken zu müssen. Noch.

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Geschrieben

Danke für diese schöne Betrachtung/Analyse

 

Meine Aktienquote per ETFs liegt z.Zt. ebenfalls tief (knapp 29%) - allerdings habe ich verstärkt seit Anfang des Jahres "Wetten" mit Reverse Bonüssen laufen, die neben drastischen Verlusten auch ordentliche Gewinne erwirtschafteten - sie sind bisher in 2016 insgesamt die erfolgreichste Gattung in meinem Sammelsurium.

 

Deine Einschätzung, daß möglicherweise in absehbarer Zukunft eine 0% Rendite mit Cash eine Spitzenrendite darstellen könnte teile ich.

 

An richtige Short Produkte traue ich mich z.Zt. nach einigen meist erfolglosen kleinen Versuchen auch noch nicht so richtig ran.

 

Wünsche weiterhin ein glückliches Händchen.

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Was spricht gegen eine Baisse? Ein sehr bärisches Sentiment, robuste Konjunkturzahlen zumindest bei den DMs, Whatever-it-takes Notenbankpolitik, die Tatsache dass meine gleitenden Durchschnitte völlig willkürlich gewählt wurden um diese These zu stützen – auch diese Liste lässt sich noch fortführen.

 

Was leite ich daraus für mein Depot ab? I know that I know nothing. ETFs wie gehabt weiter besparen, (noch) keine Short-AbsicherungenWetten eingehen. Investitionsquote unverändert mit angezogener Handbremse bei ca. 40%.

 

Es schmerzt dass der Großteil meines Kapitals in der Kriegskasse mehr oder weniger unverzinst brach liegt. Aber, auch wenn es vielen Dividendenfreaks und selbsterklärten Superanalysten die zufälligerweise erst seit drei oder vier Jahren das Marktgeschehen beobachten sehr fremd klingen mag, es kann gut sein, dass eine Rendite von 0% eine beachtliche Outperformance erzielen kann.

Und im Gegensatz zu den Instis darf ich mich sehr glücklich schätzen, keine negativen Zinsen abdrücken zu müssen. Noch.

 

Sehr vernünftiger Kommentar.

 

Habe nach meiner Aufräumaktion nun auch etwa 40% Investionsquote.

 

In welche Richtung sich der Markt bewegt - ich weiss es nicht. Ich finde aber auch kein Argument das fundamental weitere Kursteigerungen rechtfertigen könnte. Im umkehrschluss sehe ich einige negativ Argumente die zumindest eine weitere Anlage in Frage stellen:

 

1. Die FED beginnt ggf. doch die Zinsen anzuheben. Die Unternehmen werden ihr Verschuldung zurückschrauben, wodurch die Eigenkapitalrenditen schrumpfen dürften. Der eine oder andere Zombi mag dann doch mal aus dem Markt fliegen.

2. Sollte es zum Brexit kommen wird das partiell zu Gewinnrückgängen führen.

3. Die unklare Situation in China bezüglich der Schuldenproblematik.

4. Viele der auch hier beliebten Unternehmen müssen erstmal in die Kurse hineinwachsen um sie im Nachhinein zu rechtfertigen.

 

Die Präsidentenwahl in den USA halte ich eher für untergeordnet. Ich glaube nicht das einer der verbliebenen Kandidaten tatsächlich eine politische Richtung einschlägt die die Unternehmensgewinne negativ beeinflussen könnte.

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Hatte mir vor einem halben Jahr gedacht, es wäre sinnvoll Short Seagate zu gehen. Tja, dummerweise hab ich das nicht gemacht - hätte sich schön gelohnt. Es ist absehbar, dass klassische Magnetplatten mittelfristig von Flashspeicher-basierten Lösungen ersetzt werden. Inzwischen hat das "der Markt" wohl auch mitbekommen. Jetzt ist es wohl etwas spät dafür, zumal ich gerade kein Short-Zerti auf Seagate finden kann (vor einem halben Jahr gab's noch eins von Lang und Schwarz glaube ich).

 

Egal, die nächste Chance kommt bestimmt.

 

Die Präsidentenwahl in den USA halte ich eher für untergeordnet. Ich glaube nicht das einer der verbliebenen Kandidaten tatsächlich eine politische Richtung einschlägt die die Unternehmensgewinne negativ beeinflussen könnte.

Das sehe ich genau umgekehrt. Trump halte ich noch für die größte Bedrohung für die Aktienmärkte zur Zeit. Der Mann ist unberechenbar und die Börse mag keine Unsicherheit, so heißt es. Seine Äußerungen den Silicon-Valley Größen gegenüber (Amazon, Apple, Facebook und Co) sollten einem genug zu Denken geben. Hirnloser geht es kaum.

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Geschrieben

An richtige Short Produkte traue ich mich z.Zt. nach einigen meist erfolglosen kleinen Versuchen auch noch nicht so richtig ran.

Mit Short-Konstrukten ist meine Erfahrung auch durchwachsen, häufig haben gut gemeinte taktische Absicherungen die Rendite geschmälert. Trotzdem plane ich, wenn sich die Großwetterlage eintrübt, wieder Shorts ins Depot zu holen.

 

Habe nach meiner Aufräumaktion nun auch etwa 40% Investionsquote.

Meine Aktienquote per ETFs liegt z.Zt. ebenfalls tief (knapp 29%) - allerdings habe ich verstärkt seit Anfang des Jahres "Wetten" mit Reverse Bonüssen laufen, die neben drastischen Verlusten auch ordentliche Gewinne erwirtschafteten - sie sind bisher in 2016 insgesamt die erfolgreichste Gattung in meinem Sammelsurium.

Interessant zu sehen, dass ich mit dem relativ geringen Aktien-Exposure nicht alleine da stehe. Fühle mich in dieser Marktlage sehr viel wohler wenn Cash-Reserven vorhanden sind...

 

Hatte mir vor einem halben Jahr gedacht, es wäre sinnvoll Short Seagate zu gehen. Tja, dummerweise hab ich das nicht gemacht - hätte sich schön gelohnt. Es ist absehbar, dass klassische Magnetplatten mittelfristig von Flashspeicher-basierten Lösungen ersetzt werden. Inzwischen hat das "der Markt" wohl auch mitbekommen. Jetzt ist es wohl etwas spät dafür, zumal ich gerade kein Short-Zerti auf Seagate finden kann (vor einem halben Jahr gab's noch eins von Lang und Schwarz glaube ich).

Ich habe mich am Rande damit beschäftigt als im Bondboard eine Anleihe von Western Digital diskutiert wurde - daraufhin habe ich mich mit dem Sandisk Zukauf beschäftigt. Seagate scheint hier echt zu pennen und läuft Gefahr das nächste Nokia in der Storage-Industrie zu werden :(

 

Egal, die nächste Chance kommt bestimmt.

Richtige Einstellung :thumbsup:

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An richtige Short Produkte traue ich mich z.Zt. nach einigen meist erfolglosen kleinen Versuchen auch noch nicht so richtig ran.

Mit Short-Konstrukten ist meine Erfahrung auch durchwachsen, häufig haben gut gemeinte taktische Absicherungen die Rendite geschmälert. Trotzdem plane ich, wenn sich die Großwetterlage eintrübt, wieder Shorts ins Depot zu holen.

Vorrangig die europäischen Märkte tendieren gen Süden. Das Depot ist (noch) long positioniert, für Nachkäufe ist es imho zu früh... oder anders gesagt: wahrscheinlich geht es gerade erst los.

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Vorrangig die europäischen Märkte tendieren gen Süden. Das Depot ist (noch) long positioniert, für Nachkäufe ist es imho zu früh... oder anders gesagt: wahrscheinlich geht es gerade erst los.

Vor 10 Tagen habe ich noch die Frage gestellt, welches Ereignis einen weiteren Abwärtsimpuls für die europäischen Märkte geben könnte. Es war dann wider Erwarten der "Brexit", Aktienmärkte antizipieren gerne den Ausgang derartiger Voten und die Mehrheit der Marktteilnehmer hat dieses Mal nicht mit der Irrationalität der Wähler in UK gerechnet. Nüchtern betrachtet wurden die Abwärtstrends in den Indizes bestätigt und ein Vorgeschmack auf die mögliche Marschrichtung in den kommenden Handelswochen gegeben...

 

Die Fallhöhe bei den US-Indizes dürfte dabei höher sein als bei den europäischen Gegenspielern, wenn man sich beispielsweise den EStoxx50 und den S&P500 ansieht. Diese Entwicklung könnte mit einer Dollar-Stärke einhergehen, welche sich z.B. am US Dollar-Index recht gut ablesen wird. Der Dollar-Index setzt den Greenback ins Verhältnis mit einem Korb aus sechs Währungen (Euro, japanischer Yen, britisches Pfund, schwedische Krone, kanadischer Dollar und Schweizer Franken). Ggf. bricht der Index auch aus und testet die Hochpunkte der frühen 2000er Jahre - denkbar wäre das Szenario, wenn die FED auf den "Erpressungsversuch" des Marktes nicht eingeht und wie geplant den Zins anhebt.

 

Eurostoxx 50 - der Abwärtstrend ist intakt:

post-2717-0-92918800-1466933715_thumb.jpg

S&P500 - dagegen noch in luftigen Höhen "unterwegs":

post-2717-0-56741100-1466933715_thumb.jpg

US-Dollar Index:

post-2717-0-22074900-1466933715_thumb.jpg

 

Was leite ich fürs eigene Depot ab?

Meine Absicherungs-Pläne haben sich die letzten Tage konkretisiert. Die erste Feuerprobe erfolgte Donnerstag-Abend, als ich meinem Aktien- und Highyield-Exposure einen Put beigemischt habe. Ich habe fest mit einem Votum der "Insulaner" zugunsten der EU gerechnet und eine "Sell the facts" Reaktion am Freitag in meiner Glaskugel gesehen. Mangels Zeit für Recherche wie ich das technisch "sauber" umsetze und zugegeben Respekt davor, direkt Future-Kontrakte short vor derartigen Ereignissen zu handeln, habe ich auf ein Retail-Produkt zurückgegriffen und ein Knockout-Zertifikat auf den heimischen DAX gehandelt. Die Herangehensweise war sicher nicht optimal, da derartige Konstrukte mit einem Abgeld versehen sind und die gestiegene Vola sich in diesem Fall nicht materialisierte. Emittenten werben gerne damit, dass derartige Konstrukte Volatilitäts-neutral bepreist werden, in der Regel werden dann aber in hektischen Marktphasen Spreads ausgeweitet oder die Kursstellung aus "technischen Gründen" gleich ganz eingestellt. Sei es drum, unterm Strich hat es dieses Mal gut funktioniert und das Zertifikat hat quasi über Nacht zwischen Kaufs- und Verkaufszeitpunkt 146% an Wert gewonnen. Unter Berücksichtigung der Abgeltungssteuer nach Verkauf des Zocker-Papiers (!) haben die Brexit-Verwerfungen am Freitag 0.9% Wertverlust an meinem Depot hinterlassen, rechnet man die Absicherung heraus wären es gut 2.6% gewesen. In der riskanten Depot-Ecke stemmten sich die Goldbugs sowie einige HY-Bonds (Vale, Transocean) zuletzt erfreulich gegen die vorherrschende Schwerkraft.

 

Was passiert mittelfristig?

Der Fahrplan bleibt unverändert: mein Anteil an RK2+RK3 Assets liegt in Summe immer noch bei rund 40.3% und fühle mich mit der hohen Cash-Quote wohl. Als Privatanleger genieße ich den Vorteil, Tagesgeld kostenfrei bei Instituten guter Bonität anlegen zu dürfen (zumindest in 100k-Stückelung, man kann ja streuen). Und wie gesagt, annähernd 0% Zins könnte eine tolle Outperformance gegenüber vielen anderen Asset-Klassen in naher Zukunft generieren. ETF-Sparpläne laufen weiter, bei weiteren Schockwellen plane ich Zukäufe von nicht-zyklischen Qualitätswerten. Bis dahin ein paar Grillabende genießen und sich auf neue Bilder in diesem Thread freuen :thumbsup:

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Hm, auf Tagessicht sorgte der Brexit für einen ordentlichen Kurssturz. Auf Wochensicht fiel der Kurssturz jedoch eher moderat aus. Dafür kamen Finanzwerte ordentlich unter die Räder. Hier hast Du Dich nicht engagiert? Rechnest Du mit weiter fallenden Kursen oder eher mit einer Erholung wegen dem Brexit? Könnte die US-Präsidentenwahl, je nach Ausgang, Einfluss auf die Börse haben?

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Hm, auf Tagessicht sorgte der Brexit für einen ordentlichen Kurssturz. Auf Wochensicht fiel der Kurssturz jedoch eher moderat aus. Dafür kamen Finanzwerte ordentlich unter die Räder. Hier hast Du Dich nicht engagiert? Rechnest Du mit weiter fallenden Kursen oder eher mit einer Erholung wegen dem Brexit?

Ich persönlich bleibe bei meiner Einschätzung, dass wir die Tiefs noch nicht gesehen haben und schätze die zarten Erholungsversuche eher als technische Gegenbewegung ein. Andererseits, es gibt auch Indizes die gar nicht schlecht aussehen - die Emerging Markets geben Grund zur Hoffnung und selbst bei den europäischen Indizes gibt es Lichtzeichen. "Ausgerechnet" der FTSE100 hält sich vergleichsweise stabil.

 

Ich verhalte mich wieder völlig devot und warte die nächsten Impulse ab. Kommt es zu Ausbrüchen auf der Oberseite erhöhe ich wieder meinen Aktienanteil, wenn es wieder gen Süden dreht überlege ich Positionen zu reduzieren oder spekulativ Shorts ins Depot zu holen. Was besseres fällt mir nicht ein... Wobei - zu Deiner Frage der schwachen Finanzwerte: der Sektor hat m.E. schon viel Negatives vorweggenommen und ordentlich Prügel kassiert. In der Brexit Happy-Hour habe ich bei Lloyds zugegriffen - ich spekuliere auf eine Erholung... Disclaimer: in 2008 war ich bei Bankaktien viel zu früh dran... gut möglich dass ich diesen Fehler gerade wiederhole (daher ist die Position auch klein)

 

Könnte die US-Präsidentenwahl, je nach Ausgang, Einfluss auf die Börse haben?

Gegenfrage: wann hatten wir das letzte Mal eine Börse, die losgelöst von Grexit, Brexit, QE 1,2,3,x war?! Die Notenbanken haben das System mit billigem Geld dermaßen überflutet, allein wenn ein Rückzug aus den negativ rentierlichen Staatspapieren einsetzt könnten wir eine spektakuläre Hausse bei den (begrenzt zur Verfügung stehenden) Aktien erleben. Wie nachhaltig das dann sein wird, steht wieder auf einem anderen Blatt :-*

 

Hätte, wäre, könnte - mein Gedankenauswurf könnte auch Inhalt des nächstbesten Wald-und-Wiesen-Börsenbriefs sein :P:(

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Danke für Dein Feedback! In Bezug auf die US-Präsidentenwahl stelle ich die Frage nochmal anders: Wie würde die Börse jeweils auf einen Sieg von Hillary Clinton oder Donald Trump reagieren bzw. welches Ereignis ist derzeit eingepreist? Beim Referendum über den Brexit war ein Verbleib vom Vereinigten Königreich eingepreist. Wäre das Votum so ausgegangen, hätte es Friede Freude Eierkuchen geheißen. Da es jedoch anders kam, spielte die Börse verrückt.

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Danke für Dein Feedback! In Bezug auf die US-Präsidentenwahl stelle ich die Frage nochmal anders: Wie würde die Börse jeweils auf einen Sieg von Hillary Clinton oder Donald Trump reagieren bzw. welches Ereignis ist derzeit eingepreist?

 

Darf ich mich beim Raten beteiligen (mehr ist es ja nicht...)? Ich glaube: Hillary Clintons Sieg ist eingepreist. Dass Trump Präsident wird, kann nicht nur ich mir kaum vorstellen. Falls Trump doch gewinnt, geht es kurz südwärts. Aber Microsoft, Google, Coca-Cola und Co werden weiter unbeirrt ihre Gewinne machen. (Achtung: Dies ist keine Aufforderung zum Kauf! Alles, was hier geschrieben steht, könnte komplett falsch sein!) (disclaimer bei MASCOTTE geklaut)

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Danke für Dein Feedback! In Bezug auf die US-Präsidentenwahl stelle ich die Frage nochmal anders: Wie würde die Börse jeweils auf einen Sieg von Hillary Clinton oder Donald Trump reagieren bzw. welches Ereignis ist derzeit eingepreist?

Sorry, da muss ich passen... Ich denke die Entwicklung wird sich auch erst unmittelbar vor dem Votum abzeichnen, vergleichbar mit dem Brexit letzte Woche. Und da wurde einiges an Euphorie eingepreist so dass man aus Short-Sicht ein recht günstiges Chancen-Verhältnis hatte...

 

Falls Trump doch gewinnt, geht es kurz südwärts. Aber Microsoft, Google, Coca-Cola und Co werden weiter unbeirrt ihre Gewinne machen

Wenn Trump gewinnt würde ich mit einer Hausse im Rüstungssektor rechnen... auch wenn es makaber klingt :blink:

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Geschrieben · bearbeitet von Schildkröte

Die Finanzzeitschrift Capital gibt in diesem Artikel Tipps, wie sich börsennotierte Unternehmen gegen Leerverkäufe zur Wehr setzen können: http://www.capital.d...erkaeufern.html

Als Leerverkäufer selbst sollte man wiederum in Erfahrung bringen, ob bzw. inwieweit Unternehmen möglichen Leerverkäufen entgegensteuern.

 

@ chaosmaker85:

 

Wie ist Deine Meinung zu dem Artikel? Bei kleineren Unternehmen liegt eine mögliche Intransparenz wohl häufiger vor als bei größeren. Allerdings bringt wahrscheinlich selbst die beste Transparenz meines Erachtens recht wenig, wenn

 

- ein Unternehmen fundamental überteuert ist,

- ein Unternehmen bisher fair bewertet war, jedoch sich plötzlich (?) die Geschäftsaussichten deutlich eintrüben oder

- der Markt allgemein abschmiert.

 

Des Weiteren würde mich Deine Meinung zu dieser Überlegung interessieren:

Was ist, wenn die Aktie eines Unternehmens fundamental zwar überteuert ist, der Kurs jedoch partout nicht fallen will, sondern die Aktie in ihre zu hohe Bewertung hineinwächst? Dann hätte ein Leerverkäufer doch das Nachsehen?

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Geschrieben

@ chaosmaker85:

 

Wie ist Deine Meinung zu dem Artikel? Bei kleineren Unternehmen liegt eine mögliche Intransparenz wohl häufiger vor als bei größeren. Allerdings bringt wahrscheinlich selbst die beste Transparenz meines Erachtens recht wenig, wenn

 

- ein Unternehmen fundamental überteuert ist,

- ein Unternehmen bisher fair bewertet war, jedoch sich plötzlich (?) die Geschäftsaussichten deutlich eintrüben oder

- der Markt allgemein abschmiert.

 

Des Weiteren würde mich Deine Meinung zu dieser Überlegung interessieren:

Was ist, wenn die Aktie eines Unternehmens fundamental zwar überteuert ist, der Kurs jedoch partout nicht fallen will, sondern die Aktie in ihre zu hohe Bewertung hineinwächst? Dann hätte ein Leerverkäufer doch das Nachsehen?

Ich meine, dass die Capital in ihrer Print-Ausgabe bereits vor einigen Monaten einen ähnlichen Artikel publiziert hat. Man sollte m.E. differenzieren zwischen den Short-Attacken, bei denen fragwürdige Studien von mehr oder weniger unbekannten Urhebern die Runde machen (wenn ich mich erinnere war das zuletzt bei Wirecard der Fall) und der im verlinkten Artikel erwähnten Causa Herbalife (Bill Ackman hat öffentlich mit seinem Fonds gegen das Unternehmen gewettet).

 

Zur Frage Transparenz und Bewertung: wenn eine vollständige Transparenz vorliegt, wie kann es dann fundamental zu einer Überbewertung kommen? Das ist fast schon eine philosophische Frage ^_^

 

Und wenn eine fundamental überteuerte Akte nicht fallen will, hat man auf der Short-Seite das Nachsehen - der Markt kann länger irrational sein, als man selbst liquide. Beim Leerverkauf hat man generell Nachteile gegenüber der Käuferseite: der mögliche Ertrag ist immer limitiert, das Risiko dagegen unlimitiert (der Wert könnte ja theoretisch immer weiter steigen) und neben Handelskosten (Margin, Leihgebühr etc.) muss man ggf. auch Dividenden erstatten.

 

Einige Fahnenstangen-Charts könnten aussichtsreiche Shorts darstellen, wenn die Großwetterlage wieder kippt (mögliche Trigger gibt es ja genug)... z.B. Adidas bei 150€ - ernsthaft?! :P

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Geschrieben · bearbeitet von Schildkröte

Danke für Dein Feedback! Anbei ein Artikel aus dem Handelsblatt zu dem Thema: http://www.handelsbl...g/13944822.html

Zum einen wird erwähnt, dass es auf Leerverkäufe spezialisierte Fonds gibt, etwa die von Marshall Wace. Zum anderen aber werden vor allem diejenigen deutschen Unternehmen aufgeführt, welche momentan ganz besonders im Fokus der Shorties stehen (derzeitig kumulierte Leerverkaufsquote gemäß Bundesanzeiger):

 

Software AG (2,13%)

Süss MicroTec (2,33%)

Fraport (2,39%)

BB Biotech (2,53%)

Bilfinger (2,65%)

ElringKlinger (2,72%)

Leoni (2,81%)

Aixtron (5,66%)

Wirecard (5,75%)

Ströer (6,32%)

Lufthansa (9,14%)

K+S (9,51%)

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Geschrieben · bearbeitet von chaosmaker85

Mit Short verdient man zur Zeit keinen Blumentopf. Das Depot notiert trotz sehr defensiver Aktienquote am Allzeithoch, alles in Butter sollte man meinen. Trotzdem kann es nicht schaden, sich Gedanken für den Fall der Fälle zu machen - die Börse ist keine Einbahnstraße und auch diesmal wird nicht "alles anders" sein sondern die nächste Finanzkrise steckt vermutlich schon in den Startlöchern und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Märkte entsprechendes einpreisen werden.

 

Zum Beispiel den Fakt, dass etliche Unternehmen kaum noch organisches Wachstum erzielen und ihr (bei den Gläubigern aufgenommenes) Kapital lieber in Aktienrückkäufe und Dividenden stecken um Investoren zu gefallen anstatt Innovation und Arbeit zu generieren. Oder die Tatsache, dass der Markt durch ein paar wenige Unternehmen vorwiegend aus dem Tech-Sektor oben gehalten werden während man in der zweiten und dritten Reihe auf Unternehmen stößt, deren Bewertungen bereits in den Rückwärtsgang geschaltet haben. Oder die Blase am Bondmarkt befeuert durch negative Leitzinsen... was letztendlich der Trigger der nächsten Baisse sein wird - who knows. Auf fallende Kurse zu spekulieren macht derzeit meines Erachtens höchstens Sinn, um Gewinne aus Aktien-Engagements abzusichern oder auf taktischer Ebene in ausgewählten Werten. Um gegen den breiten Markt zu wetten braucht es Toleranz gegenüber Verlusten und tiefe Taschen bzw. eine sehr positive YTD-Performance von welcher man einen Teil in der zweiten Jahreshälfte riskieren kann.

 

Stellt sich die Frage, wie man technisch von einer Gegenbewegung partizipieren kann. Grundsätzlich besteht hier die Möglichkeit eines Short Call, d.h. man schreibt Optionen und verpflichtet sich den zugrunde liegenden Basiswert (oder Index, der dann über Cash-Settlement zur Fälligkeit abgerechnet wird) zum Strike-Preis zu liefern. Als Stillhalter profitiert man vom Zeitwertverfall der Option - wenn man den Basiswert als Aktienposition im Depot hält handelt es sich um einen covered call und man kann im Idealfall die vereinnahmte Prämie wie eine zusätzliche Dividende zugunsten des Aktienengagements verbuchen. Verbrieft werden derartige Konstrukte übrigens auch als Retail-Produkte - in Form von Discount-Zertifikaten. Hält man den Basiswert nicht im Depot und schreibt einen "naked" call profitiert man von Kursrückgängen bei (theoretisch) unbegrenztem Verlustrisiko. Momentan hat dieses Vorgehen (neben der Tatsache dass die Kurse noch nicht nennenswert eingebrochen sind) den Haken dass die Volatilität sehr niedrig ist. Schaut man auf den Volatilitätsindex VIX welcher von der Chicago Board Options Exchange berechnet wird und die Volatilität des S&P500 abbildet, so stellt man fest dass die Volatilität so niedrig ist wie zuletzt zur Jahresmitte 2014:

 

post-2717-0-22357400-1471471675_thumb.jpg

 

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die Prämie für einen Long Put verhältnismäßig günstig ist. Wenn die Kurse fallen sollten, wird auch die Vola ansteigen - als Käufer der Option ein wünschenswertes Ereignis das idealerweise den Zeitwertverfall überkompensiert. Außerdem verliert man maximal die bezahlte Optionsprämie - auch dann wenn die Preise wider Erwarten immer weiter klettern, da man als Inhaber der Option das Recht aber nicht die Pflicht hat, zum Strike zu verkaufen/kaufen. D.h. wenn man auf fallende Kurse setzen möchte, würde ich momentan den Kauf von Puts gegenüber dem Schreiben von Calls vorziehen.

 

Das nur als kurzer Exkurs - auf der Verkäuferseite heißt es vorerst weiter abwarten und (Eis-)Tee trinken...

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Geschrieben

Heute wurde zur Abwechslung mal wieder Luft abgelassen, ich habe mir die US-Nebenwerte (den Russell 2000) angesehen und bei der Gelegenheit ein paar zugegeben langweilige Transaktionen aufgesetzt, die ich hier dokumentiert habe.

 

Fast ungläubig schaue ich auf das Minus im Bund Future, das meine Short-ETFs wieder etwas Leben eingehaucht haben.

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Geschrieben

Leerverkauf Zalando SE zu 35.30€ (Xetra)

 

ISIN: DE000ZAL1111, WKN ZAL111, Symbol ZAL

 

Top-Fishing statt Bottom-Fishing. Kursziel < 30€, Stop oberhalb des Hochs bei 38.5€

Ich versuche mich mal wieder zur Abwechslung im Shorten von Einzelwerten. Gestern habe ich hierzu eine erste Position in Zalando aufgebaut (oder besser gesagt abgebaut, wie auch immer) und Aktien des Mode-Händlers verkauft. Zwar ist der Rocket Internet Zögling mittlerweile profitabel, jedoch ist die Bewertung ambitioniert hoch mit einem KGV von über 70. Binnen 10 Wochen legte die Aktie zudem über 50% zu. Ich spekuliere darauf, dass der Wert überkauft ist und plane eine Eindeckung bei Kursen um 30€. Stopp bei 38.5€.

 

post-2717-0-75282600-1473879389_thumb.jpg

 

Leerverkauf NetEase Inc. ADR zu 239.89$ (inkl. Kosten)

Symbol: NTES, WKN: 501822

 

Begründung: Ich setze mein "Reverse Bottom-Fishing" fort...

Die NetEase Inc. ist ein rasant wachsendes Internet-Unternehmen, Hauptprodukt ist das Webportal 163.com, außerdem lizenziert das Unternehmen Online-Games wie z.B. World of Warcraft. Ein Blick auf den Chart bietet dem Betrachter eine schöne Fahnenstange, die Bewertung des Unternehmens konnte binnen weniger Handelswochen ebenfalls massiv zulegen. Binnen eines Jahres legte der Wachstumswert um 140% zu. NetEase ist mittlerweile soviel wert wie Halliburton, YUM oder Adidas. Ich stelle nicht den Unternehmenszweck an sich in Frage, sondern einzig die Bewertung im aktuellen Umfeld. Das Handelsergebnis sollte hier mindestens 15 (invertierte) Prozent betragen, d.h. ich denke frühestens bei 200$ über einen Kauf nach. Alternativ habe ich überlegt eine Call-Option mit Strike 290$ zu veräußern, jedoch habe ich den Leerverkauf aufgrund der niedrigen Liquidität der Option vorgezogen.

 

post-2717-0-54585000-1473880169_thumb.jpg

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Geschrieben · bearbeitet von Schildkröte

Du willst Zalando shorten? Das KGV ist für ein (junges und schnell) wachsendes Unternehmen oft nur bedingt aussagekräftig. Stattdessen handelt es sich um eine Wette auf künftige Gewinne, Umsatz(wachstum) und operative Marge sollten diesbezüglich unter die Lupe genommen werden. Wagen wir in diesem Zusammenhang doch mal einen kleinen Vergleich mit den beiden Branchenprimussen im stationären und digitalen Handel, Wal*Mart und Amazon (Angaben vom 15.09.2016 und von finanzen.net bzw. FactSet):

 

Wal*Mart:

 

Marktkapitalisierung: 221,99 Mrd. $

 

Umsatz:

2015: _485.651,00 Mio. $

2016e: 482.100,00 Mio. $

2017e: 486.509,06 Mio. $

2018e: 499.589,81 Mio. $

2019e: 517.076,66 Mio. $

2020e: 545.232,00 Mio. $

2021e: 566.135,31 Mio. $

 

KUV:

2015: _0,46

2016e: 0,46

2017e: 0,46

2018e: 0,44

2019e: 0,43

2020e: 0,41

2021e: 0,39

 

Amazon:

 

Marktkapitalisierung: 361,98 Mrd. $

 

Umsatz:

2015: _107.006,00 Mio. $

2016e: 136.869,20 Mio. $

2017e: 167.385,20 Mio. $

2018e: 203.660,95 Mio. $

2019e: 236.823,89 Mio. $

2020e: 276.127,88 Mio. $

 

KUV:

2015: _3,38

2016e: 2,64

2017e: 2,16

2018e: 1,77

2019e: 1,53

2020e: 1,31

 

Zalando:

 

Marktkapitalisierung: 8,75 Mrd. €

 

Umsatz:

2015: _2.958,20 Mio. €

2016e: 3.701,51 Mio. €

2017e: 4.564,80 Mio. €

2018e: 5.547,40 Mio. €

2019e: 6.833,82 Mio. €

2020e: 8.015,75 Mio. €

 

KUV:

2015: _2,96

2016e: 2,36

2017e: 1,92

2018e: 1,58

2019e: 1,28

2020e: 1,09

 

Wie aussagekräftig die Prognosen für so eine schwierige Branche sind, darüber soll jeder selbst urteilen. Vom KUV her weichen die wachstumsschwache Wal*Mart und die wachstumsstarke Amazon stark voneinander ab. Amazon und Zalando, letztlich beides Online-Händler, bewegen sich hingegen in einer ähnlichen Reichweite. Glaubt man den Prognosen, ist Zalando sogar etwas günstiger als Amazon. Aber ist Zalando (irgendwann) genauso profitabel wie Amazon? Und vor allem, verfügt Zalando über eine ähnliche starke Marktstellung wie Amazon?

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Geschrieben · bearbeitet von Schildkröte

Hm, der Artikel ist was knapp gehalten, spricht jedoch grundsätzlich eine richtige und wichtige Problematik an. Infolge des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes sowie des daraus resultierenden Anlagenotstandes sind die Bewertungen von Aktien in die Höhe geschossen. KGVs von (weit) über 20 sind für Blue Chips keine Seltenheit momentan. Während vor der Krise ein KGV bei 15 als "fair" galt, kann man heute schon froh sein, wenn man noch Qualitätsaktien für ein KGV von (knapp) unter 20 kriegt.

 

Doch was bedeuten (zu) teure Aktien für Anleger? Dividend Growth Investing - Aktien mit einer Einstandsdividende um die 3% stellen nach wie vor Alternativen zu Anleihen dar, welche bis auf "Tiere" gegenwärtig bloß lachhaft mickrige Renditen abwerfen. Wichtig ist bei DGI-Aktien nur, dass die kontinuierlich wachsenden Dividenden durch entsprechend steigende Gewinne gedeckt sind. Über Aktienrückkäufe lassen sich durch weniger ausstehende Aktien auch bei stagnierenden Gewinnen die EPS und die Dividenden erhöhen.

 

Interessanterweise meint der Autor, dass Versicherer zur Zeit günstig sind. Auf den ersten Blick sieht das auch so aus. Allerdings stellt sich hier die Frage, wie diese (künftig) bei anhaltend niedrigen Zinsen ansehnliche Kapitalanlageergebnisse erzielen wollen. Und bei wieder steigenden Zinsen drohen Buchverluste bei den gehaltenen Anleihen im Portefeuille. In diesem Zusammenhang fällt mir das Stichwort "Value Trap" ein. Für Finanzwerte und (Extrem-)Zykliker ist das KGV eine recht ungeeignete Kennzahl, der Buchwert bzw. das KBV ist hingegen schon eher aussagekräftig.

 

Letztlich sind wir hier in einem Shortie-Thread. Kann man nun zu teure Aktien shorten? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Möglicherweise gibt es früher oder später einen Crash bzw. eine (stärkere) Korrektur. Eventuell gibt es aber auch eine längere Seitwärtsbewegung und die Aktien der Unternehmen wachsen fundamental in ihre angemessene Bewertung noch hinein.

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